Der Verlag spendiert einige Bücher. Ich muss aber noch etwas klären bevor die Gewinner bekannt gegeben werden.
Ich bin gespannt ... lieben Dank wie immer für deine Bemühungen 🤗🌸
Der Verlag spendiert einige Bücher. Ich muss aber noch etwas klären bevor die Gewinner bekannt gegeben werden.
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Oh wow, das hört sich ja sehr, sehr interessant an ... mal ein ganz anderer Ansatz ... "I like it" 🤩🤩 ... hier wäre ich sehr gerne mit von der Partie und sollte ich zu den glücklichen Gewinnern eines der Verlagsexemplare zu gehören, hätte ich gerne ein Printexemplar 🤗🌸
Was für einen außergewöhnlichen Roman mir die Autorin Tracy Chevalier mir mit „Das Geheimnis der Glasmacherin doch präsentiert hat – ich bin ganz verzaubert in diese Geschichte.
Der Klappentext, den ich – ich gestehe – nur überflogen habe, machte mich glauben, dass es sich um eine Geschichte in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts handelt, die sich um eine junge Glasmacherin dreht. Weit gefehlt, denn sie ist so viel mehr! Sie beginnt tatsächlich im Jahr 1468 auf Murano und die Tochter des Glasmachermeisters steht bald im Mittelpunkt. Orsola, so heißt die junge Frau, kämpft nach dem unerwarteten Tod ihres Vaters um den Weiterbestand seines Betriebs und somit auch um das Überleben ihrer Familie. Obwohl es eigentlich den Männern vorbehalten ist als Glasbläser zu arbeiten, lernt sie heimlich die Perlenherstellung und trägt damit erheblich zur Rettung ihrer Familie bei …
So weit, so gut. Das wirklich Spannende an diesem Roman ist jedoch, dass Orsola zwar ganz normal älter und von ihren Lieben begleitet wird, gemeinsam machen sie jedoch eine Reise durch die Zeit und kommen schließlich in unserer eigenen Gegenwart an. Die Autorin lässt ihre Leserschaft in verschiedene Epochen Venedigs und Muranos eintauchen, lässt die Rossos unter anderem die Pest, Napoleons Herrschaft und sogar die Corona Pandemie überstehen, bis sie schließlich im hier und jetzt gelandet sind. Noch nie habe ich eine derartige Idee umgesetzt in Form einer spannenden Romanzeitreise gelesen und bin ganz begeistert! Der Roman ist eine Liebeserklärung an Murano, die Kunst der Glasbläserei und eine Hommage an mutige Frauen, die sich nicht durch Konventionen einschränken lassen. Tracy Chevalier hat mir viele aufregende Hörstunden geschenkt und dafür meiner Ansicht nach die absolute Bestnote verdient. In der venezianischen Sonne funkelnde fünf Sterne und eine absolute Lese- bzw. Hörempfehlung schenke ich ihr dafür. Sie ist wirklich eine sehr vielseitige und außergewöhnliche Autorin! Ich freue mich schon auf viele weitere Bücher von ihr.
Der Erste Weltkrieg ist vorbei aber noch lange nicht vergessen, und vom Zweiten Weltkrieg wissen die Protagonistinnen Daisy und Mitzi Gott sei Dank noch nichts. Sie sind jung und leben ihre sehr unterschiedlichen Leben in inniger Freundschaft zueinander. Während Daisy die adlige Tochter des Guts von Tessendorf ist, verdingt sich die gleichaltrige Mitzi als Küchenmädchen auf eben diesem Hof. Daisy ist temperamentvoll und aufbrausend, doch hat das Herz am rechten Fleck und weiß genau, was sie will, beziehungsweise nicht will. Auch Mitzi hat Pläne für ihr eigenes Leben, doch setzt diese eher leise um. Als die Beiden schließlich in Berlin enden, nehmen die nicht ungefährlichen Abenteuer ihren Lauf und die Beiden bringen sich und ihr Umfeld mehr als einmal in lebensbedrohliche Situationen …
Keine neue Idee aber dennoch ganz wunderbar von der bekannten Autorin Hanni Münzer umgesetzt, habe ich diesen Roman gerne gelesen. Fast könnte man die Story als eine Art historischen Spionage Thriller bezeichnen, so spannend kommen manche Abschnitte daher. Dennoch hat das Buch auch ein paar Längen, weshalb ich mit vier Sternen diesmal nicht ganz die Bestnote vergebe. Jetzt jedoch schon neugierig geworden, habe ich mir aber auch gleich den Folgenband „Honigstaat“ besorgt und bin schon ganz gespannt darauf, wie es weitergehen wird. Nun muss ich nur irgendwie noch eine Quelle auftun, bei der ich mir auch die passende Lesezeit dazu bestellen kann!
Als ich den Klappentext dieses neuen Romans der Autorin Gisa Klönne – deren Bücher ich übrigens sehr schätze – las, dachte ich sofort, das könnte ein perfektes Buch für mich werden. Wir alle drei – die Autorin, die Protagonistin und ich – sind in etwa im gleichen Alter und könnten eventuell auch ähnliche Interessen vertreten, vielleicht sogar versuchen, ähnliche Problem zu verarbeiten? So ließ ich mich dann auch gerne auf Kora ein, die seit etwa 20 Jahren mit ihrem Mann Anselm verheiratet und dabei glücklich zu sein scheint. Doch als ihr Mann mehr als zufrieden seinen Ruhestand antritt, scheint in ihr etwas Großes losgetreten worden zu sein. Nach ihrer komplizierten Herzoperation, die sie gerade ziemlich erfolgreich überstanden hat, fühlt sie sich noch keineswegs bereits, diesen letzten Schritt in ihrer professionellen Laufbahn anzutreten. Ihr Arbeitgeber sieht dies anders und legt ihr einen Rücktritt nahe. Ohne richtig mit ihrem Mann darüber zu reden, stürzt sich Kora daraufhin in eine Suche nach dem Sinn ihres weiteren Lebens. Hier wäre meines Erachtens nach eine bessere Kommunikation zwischen ihr und Anselm von Vorteil gewesen …
Wie schon geschrieben, hätte dieses Buch perfekt für mich sein können aber so ganz warm wurde ich nicht mit der Geschichte. Ich konnte mich beim Lesen schwer in Kora reinversetzen. Während ich durchaus verstehen kann, dass man sich nochmal selbst finden und die Abschiebung auf das „Altenteil“ nicht sang- und klanglos hinnehmen will, kann ich nicht verstehen, warum man dafür alles bisher beziehungsmäßig Erarbeitete so leichtfertig in den Wind schießt. Hat man denn in den letzten zwanzig Jahren nicht gelernt, dass gute Kommunikation das A und O einer Ehe ist? Dass Anselm dann auch auszubrechen versucht, habe ich bis zu einem gewissen Grad verstanden, aber beide Protagonisten haben meine Leselust mit ihren „Eskapaden“ nicht wirklich gefördert. Der Roman behandelt ein wichtiges Thema, für viele sicher auch genau so nachvollziehbar, mich hat es leider in nicht abgeholt. Von mir gibt es für „Die Liebe, später“ drei von fünf Sternen. Der talentierten und sehr erfolgreichen Autorin Gisa Klönne halte ich natürlich die Treue. Bei so vielen veröffentlichten Romanen ihrerseits kann es ja durchaus mal vorkommen, dass Autorin und Leserin nicht Auge in Auge sehen.
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ASIN/ISBN: 346300075X |
edit: ISBN ergänzt, damit das Cover angezeigt wird. Gruß Herr Palomar
Da Carmen Korn mit zu meinen Lieblingsautorinnen gehört, wenn es um eine authentische Wiedergabe historischer Gegebenheiten geht, freute ich mich natürlich riesig zu sehen, dass sie mit „In den Scherben das Licht“ einen neuen Roman geschrieben hatte, der sich mit einem schwierigen Teil unserer deutschen Geschichte befasst, der unmittelbaren Nachkriegszeit. Wie schon so oft in ihren Geschichten, begebe ich mich lesetechnisch mal wieder nach Hamburg, einem meiner und sicher auch ihrem Lieblingsorte. Ich treffe dort zwei junge Menschen, Gert und Gisela, die durch den Krieg, wie so viele andere auch, entwurzelt und ihrer Familie beraubt wurden. Sie finden in der Tornquiststraße in einem halb zerstörten Hause eine vorübergehende Bleibe und versuchen sich dort gemeinsam mit Friede Wahrlich, einer ehemaligen Schauspielerin, ein neues Leben aufzubauen. Doch neben körperlichen Entbehrungen macht ihnen die Unwissenheit über den Verbleib ihrer Familien schwer zu schaffen. Eine Suche nachdem scheinbar Unmöglichen nimmt ihren Lauf …
Carmen Korn ist nicht die Erste und wird nicht die Letzte sein, die dieses berührende Thema um die harte Zeit nach dem verlorenen Zweiten Weltkrieg aufgreift. Fast ist man als Leser verführt dazu in Pessimismus und Trauer zu versinken, doch die Autorin schafft es der hoffnungslosen Atmosphäre eine Prise Zuversicht und Kampfgeist beizufügen, die sie erträglich machen zu scheint. Authentisch gezeichnete Charaktere, die die Wege der Drei immer wieder kreuzen, verleihen der Geschichte trotz der Kälte eine gewisse Wärme, die stets zum Weiterlesen animiert. Der bildhafte und emotionale Schreibstil veranlassen mich dazu, hier solide vier Sterne zu vergeben verbunden mit einer von Herzen kommenden Leseempfehlung. Carmen Korn nimmt selten ein Blatt vor den Mund und ist auch mit diesem Buch ihrem Stil wieder treu geblieben.
Ich liebe es einen neuen Kriminalroman zu entdecken, der nach dem ersten Band mit noch vier weiteren Teilen aufwarten kann. So freute ich mich dann auch riesig darauf durch „Nachttod“, aus der Feder der schwedischen Krimiautorin Johanna Mo, Bekanntschaft mit der Polizistin Hanna Duncker machen zu dürfen. Hanna ist nach Jahren der Abwesenheit in ihre Heimat auf die Insel Öland vor der südöstlichen Küste Schwedens zurückgekehrt, auf der sie den dortigen Polizeidienst antritt. Die Versetzung dorthin kostete sie viel Mut, denn der Name Duncker ist in der Gegend kein unbekannter. Hanna ist die Tochter eines Mörders, eine Tat, die ihr einige der Einwohner persönlich ankreiden. Gleich zum Einstieg wird der Sohn ihrer ehemals besten Freundin erstochen auf einem einsamen Parkplatz aufgefunden, und so entwickeln sich die Ermittlungen für sie zu einer sehr persönlichen Angelegenheit, bei der sie mehr als einmal an ihre Grenzen stößt. Dass sie nebenher versucht, auch ihre eigenen Dämonen im Zusammenhang mit der Tat ihres Vaters zu bekämpfen, macht die Sache nicht einfacher …
Wer hier einen rasanten und actiongeladenen Thriller sucht, wird enttäuscht werden. Wer aber eintauchen möchte in Hanna Dunckers Leben und teilhaben will an ihrer persönlichen Entwicklung sowie dem Zusammenspiel zwischen Vergangenheit und Gegenwart, ist hier bestens bedient. Von mir gibt es – mit ein ganz klein wenig Luft nach oben – vier wohlverdiente Sterne. Zudem spreche ich sehr gerne eine Empfehlung an die Krimiliebhaber und -liebhaberinnen aus, die ruhige und dafür tiefsinnige skandinavische Krimis lieben. Ich per persönlich freue mich schon sehr auf den Folgeband der Reihe um die Polizistin Hanna Duncker.
Fabiola, eine Tango tanzende, Schuh verrückte junge Mutter hat ihre Heimat in Buenos Aires, wo sie – manchmal mehr schlecht als recht - ihre kleine Tochter Carmelita großzieht. Sie hat ein großes Herz, aber irgendwie ist sie mit ihren 17 Jahren selbst noch ein Kind. Umstände, die nicht mehr in ihrer Hand liegen, zwingen sie eines Tages dazu, die Heimat zu verlassen und so begeben sich Fabiola und ihre kleine Lita auf eine Fahrt ins Ungewisse. Das Schicksal spült sie an Land der kleinen Insel Upper Puffin vor der kanadischen Küste, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Außer Fischern und ihren Familien gibt es nicht viel und so finden die beiden Aufnahme in einem Heim für gestrandete Seeleute, wo sie zwar neugierig beäugt, aber dennoch herzlich aufgenommen werden. Die skurrilen Inselbewohner bestimmen von nun an ihr Leben, doch das Highlight eines jeden Jahres ist der Besuch von Mr. Saito, der mit allerlei Neuigkeiten und vor allem neuen Filmen auf Upper Puffin aufschlägt. Die Jahre ziehen ins Land und irgendwann stellen Mutter und Tochter fest, dass sie in Kanada eine neue Heimat gefunden haben und Teil geworden sind von dieser eingeschworenen Gesellschaft …
Die magische Geschichte rund um Lita, ihre Freundin Oona, ihre Mutter und natürlich Mr. Saito hat mich von Anfang an in den Bann gezogen und regelrecht verzaubert. Schon lange war ich nicht mehr so traurig, ein Buch beendet zu haben, für mich hätte die Geschichte immer weiter gehen können. Lita hat mir mehr als einmal beim Lesen die Augen geöffnet und mich gelehrt, glücklich durchs Leben zu gehen, auch wenn dasselbe mal wieder Zitronen verteilt. Ganz klar gibt es von mir zauberhafte und sehr verdiente fünf funkelnde Sterne verbunden mit einer uneingeschränkten Leseempfehlung an alle Menschen da draußen, die mal wieder ein wenig Märchenhaftes gebrauchen können.
Meet Anna O., die seit vier Jahre ihre Augen nicht mehr geöffnet hat und seitdem für die Mörderin ihrer damals besten Freunde gehalten wird. Gut, man hat sie damals blutverschmiert mit der Tatwaffe in der Hand gefunden, da liegt diese Vermutung durchaus nah. Doch ist sie wirklich schuldig? Dr. Benedict Prince, Ben, ein Koryphäe auf dem Gebiet der Schlafforschung will versuchen sie zu wecken und vielleicht sogar ihre Unschuld zu beweisen. Aber er hat weder Zeit noch die nötige Ruhe und Unterstützung von außerhalb, um dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen, denn er wird von allen Seiten beobachtet …
Man muss sich einlassen auf diese eher ungewöhnliche Geschichte, die immer mal wieder aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählt wird. Verschiedene Charaktere wie „Patient X“ und Ben’s Exfrau, dies seinerzeit als Mitglied der Polizei vor Ort war, kommen zu Wort und geben der Story immer wieder neue und unerwartete Wendungen. „Anna O.“ ist kein Buch, das man mal soeben nebenher weghören kann, aber es war so spannend, dass ich einfach nicht aufhören konnte. Ein überraschendes Ende konnte mich letztendlich davon überzeugen, dass ich hier sehr gerne mit fünf Sternen die volle Punktzahl vergeben möchte. Gut gemacht, lieber Matthew, mich hast du absolut abgeholt!
Beides – Cover und Klappentext – hatten mich neugierig gemacht auf diese etwas andere Geschichte. Die Idee eine der Schwestern die Identität der anderen stehlen zu lassen, hat was, denn beide führten doch ein sehr unterschiedliches Leben. So lerne ich also im Laufe der Geschichte Julie kennen, die sich recht schnell in Chloe verwandelt und damit alle – außer ihrer bösartigen Tante – zu überzeugen scheint. Bald schon ist Julie selbst ganz fasziniert von dem glamourösen Leben, das ihre Schwester wohl führte, und wird eingesaugt in die Welt der Influencerinnen und ihren Followern, in der es um Geld, mehr Geld und Schönheit geht. Während sich die Story anfangs ganz gut zu entwickeln schien, ging alles rapide bergab, als die „Belladonnas“ ihre Auszeit auf der Insel antraten. Seltsame, teilweise grausam anmutende Rituale nahmen das Gros der Handlung ein und das Gehabe der Frauen wurde immer nerviger. Da ich auf jeden Fall noch den Schluss erfahren wollte, habe ich durchgehalten, aber gegen Ende wollte ich eigentlich nur noch fertig werden. Für die Idee und einen Blick hinter die Kulissen mit starkem Buchanfang vergebe ich vier Sterne, der Rest bekommt leider nur noch zwei, womit ich bei gut gemeinten drei Sternen für die endgültige Beurteilung lande. Schade, hier sehe ich viel verschenktes Potential.
Ausgerechnet bei der Anti-Terrorübung „Alpenglühen“, die unter der Leitung unseres Herrn Kluftinger – seines Zeichens Interims-Polizeipräsident – durchgeführt wird, kommt ein beteiligter Polizist ums Leben. Ja, mei, könnt’s vielleicht an Kluftis nicht ganz regelkonformen Führungsstil liegen? Hoffentlich nicht, denn eigentlich hat der Kommissar im Moment so gar keine Zeit für Ermittlungsarbeiten, wo er doch mitten im Wahlkampf der Lokalpolitik steckt. Wie soll er beide „Projekte“ auf die Reihe kriegen? Welcher Fall hat mehr Gewicht? Gemeinsam mit Richie Maier arbeitet versucht er den Todesfall aufzuklären, doch in allen anderen Fragen steht ihm diesmal seine liebe Erika mit Rat und Tat zur Seite … da kann ja alles nur schief gehen, äh, ich mein natürlich gut werden! Dummerweise entpuppt sich der liebe Nachbar Herr Dr. Langhammer diesmal als sein größter Konkurrent. Wer wird wohl den Sieg erringen?
Für mich als absoluten Kluftinger Fan – ja, bis hin zu den Kuhfell Clogs – war natürlich auch dieser tatsächlich inzwischen schon 13. Teil der Reihe ein absolutes Muss. Diesmal liegt der Fokus definitiv nicht auf dem Mordfall, sondern auf dem Kampf um einen Platz als Gemeinderat in Altusried im Allgäu, der Heimatstadt der Familie Kluftinger. Was für den Herrn Kommissar zunächst als eine Art „Lückenbüßer“ Rolle begann, entwickelt sich bald zu einem erbitternden Kampf mit allen Mitteln. Mal wieder ist Klufti besonders mit den modernen Medien und der Social Media Präsenz restlos überfordert, aber genau das macht ihn ja so liebenswert. Das Buch selbst schließt mit einer Art offenem Ende und lässt mich natürlich auf einen weiteren Fall hoffen, der dann sicher wieder grandios von den Autoren in Form eines unterhaltsamen Buchs und Hörbuchs umgesetzt werden wird. Aber zunächst einmal gibt es von mir mit fünf Sternen die Höchstnote und eine Empfehlung an alle Kluftinger Fans und diejenigen, die es werden möchten. Altusried und Präsident Kluftinger, here we come!
Was für eine Horrorvorstellung! Eines Tages steht ein Mann namens Miles Lambert vor Pete and Maddie Rileys Tür und behauptet, die Söhne der beiden Familien seien nach der Geburt im Krankenhaus vertauscht worden. Er legt sogar Beweise vor, die diese schreckliche Möglichkeit untermauern. Ihr geliebter zweijähriger Sohn Theo ist dem Fremden wie aus dem Gesicht geschnitten, wie sollen sie nun weiter vorgehen? Auf der Suche nach einer möglichen Lösung stellen Pete und Maddie bald fest, dass ihre beiden Familien vollkommen andere Wertvorstellungen haben und bald schon trauen die Rileys den Lamberts nicht mehr über den Weg. Als schließlich eine Klage gegen das Krankenhaus eingereicht wird, kommen Dinge zu Tage, die man wohl besser zugedeckt gelassen hätte … wie weit wird Miles gehen um seinen „wahren Sohn“ für immer in sein Leben einzubinden?
Der Anfang dieser doch eher außergewöhnlichen Geschichte beginnt trotz der Dramatik rund um die Frühgeburt des kleinen Theos eher unspektakulär. Dennoch bereitete ich mich aufgrund des Klappentextes auf etwas Größeres vor. Und tatsächlich steigert sich die Spannung „slowly but surely“, und schon bald hielt ich beim Hören immer wieder die Luft an. Gut gefallen hat mir, dass es keine klare Trennung nach schwarz und weiß zu geben schien. Während sich Lambert ganz klar recht schnell zu einem absoluten Ekelpaket mit fast schon psychopathischen Zügen entwickelt, haben auch alle anderen Charaktere ihre Leichen im Keller, die sie nicht unbedingt ausgegraben haben möchten. Die Geschichte begeistert mit einem gut gelösten, sehr glaubwürdigen Ende, sodass hierfür und für durch die Bank prickelnde Hörstunden für diese Entdeckung in meinem Hörbuch Regal sehr gerne mit fünf spannungsgeladenen Sternen die Bestnote vergebe, natürlich verbunden mit einer Leseempfehlung an alle, die wie ich clevere Kriminalfälle lieben.
In den Jahren von '39 bis '66 darf ich die beiden Brüder Hiroshi und Kenji in ein für mich bis dato selbst noch nicht besuchtes Land ein Stück des Weges begleiten. Durch die Augen und Schreibfeder der Autorin Gail Tsukiyama reise ich ins ferne Japan und nehme teil am bewegten Leben der Brüder, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Während der ältere der beiden, Hiroshi, davon träumt eines Tages ein berühmter Sumo Ringer zu werden, hat der jüngere und zartere Bruder sein Herz an die traditionelle Maskenschnitzerei für das weit über seine Grenzen hinaus bekannte Tokioter No-Theater verloren. Die beiden Jungs, die ihre Eltern früh durch einen Unfall verloren haben, werden von liebevollen Großeltern in Yanaka, einem ruhigen Viertel Tokyos erzogen, doch auch sie können die Jungs nicht vor den Schrecken des Zweiten Weltkriegs und den schrecklichen Atombomben Abwürfen in Hiroshima und Nagasaki bewahren. Ihrer aller Leben werden von alter Tradition geprägt, die ganz langsam – sehr zum Leidwesen der Großeltern - einem modernen und westlicher geprägten Lebensstil Platz machen. Hiroshi und Kenji haben einen steinigen Weg vor sich, der jedoch mit viel Liebe und auch Erfolg gepflastert ist und beide finden das Glück auf ihre ganz eigene Weise …
Was für ein wunderbar kluger Roman, der es auf ganz besondere Art schafft, alt Hergebrachtes mit dem Neuen zu verbinden und so ein komplexes Bild der japanischen Kultur zu vermitteln. Alle Charaktere sind authentisch und lebendig gezeichnet, so dass sie mir trotz anfänglicher Schwierigkeiten mit den für uns ungewohnten japanischen Namen schnell ans Herz wuchsen. Ich brauchte ein wenig, bis die Geschichte für mich rund wurde, hier ist etwas Geduld angesagt, aber wenn man sich eingelesen hat, möchte man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Von mir gibt es 4,5 sehr verdiente Sterne und eine Empfehlung an alle, die sich gerne mal mit dem Land und seinen Gebräuchen auseinandersetzen möchten. Ich habe sehr viel gelernt und mich in dem Buch sehr wohl gefühlt.
Inzwischen halte ich "Der Teufel von Tempelhof" in den Händen und werde die Tage loslegen ☺️
Ich begebe mich mit Susanne Gogas Roman „Die wilden Jahre“ ins besetzte Rheinland des Jahres 1919. Sie hat das Geschwisterpaar Thora und Hannes Bernrath, die aus einer wohlhabenden Fabrikantenfamilie stammen, in den Mittelpunkt des Romans gestellt. Während Thora sich ihren Traum, eine Ausbildung zur Schauspielerin, erfüllen darf, sieht die Welt für Hannes alles andere als rosig aus. Er hat den Ersten Weltkrieg zwar körperlich mehr oder weniger schadlos überstanden, doch in seinem Inneren tobt der Krieg weiter. Als er schließlich für eine Tat verhaftet wird, die er zwar vehement abstreitet, begangen zu haben, zu den Umständen jedoch schweigt, scheint er endgültig gebrochen zu sein. Doch seine geliebte Schwester, mit der ihn immer schon ein besonderes Band verbunden hat, kämpft mit allen Mitteln, ihn aus dieser Misere zu befreien. Sie glaubt an seine Unschuld und will ihn um alles in der Welt retten. Werden ihre Mühen mit Erfolg gekrönt sein?
Susanne Goga zeichnet ein wunderbar realistisches Bild der damaligen Zeit und schafft es, bei mir mal wieder Wissenslücken zu schließen, von denen ich gar nicht wusste, dass sie existierten. Düsseldorf eine geteilte Stadt und von den Belgiern unter Kontrolle gebracht? Davon hatte ich nun wirklich noch nie gehört. Geschickt gewährt sie mir Einblicke in eine Zeit vor über hundert Jahren, die fast vergessen scheint. Sie verwebt reale Ereignisse mit einem spannenden Kriminalfall, der mich beim Lesen in Atem hielt. Die auftretenden Charaktere sind lebendig und vielschichtig gezeichnet und so hatte ich stets ein greifbares Bild vor Augen. Der Roman überzeugt mit einer gelungenen Mischung aus Historie und Fiktion und bekommt von mir auf jeden Fall mit fünf Sternen die volle Punktzahl. Lediglich mit der Wahl des Titels bin ich nicht ganz einverstanden. Hinter „Die wilden Jahre“ hätte Charleston tanzende Flapper vermutet. Aber ich glaube, auf die Titelvergabe haben Autoren wenig bis keinen Einfluss und es hat ja auch dem wundervollen Roman absolut keinen Abbruch getan. Von mir gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung!
Hallo ihr Lieben, habe euch gerade entdeckt und freue mich sehr über diese Leserunde. Nachdem mir "Schau der Welt direkt in die Augen" aus der Feder Eva Grübls so gut gefallen hatte, wäre ich hier natürlich sehr gerne mit von der Partie ... ich melde mich hiermit für die Leserunde an und freue mich auf euch alle, besonders natürlich auch Eva 😍😍
Bitte im Gewinnfall für mich auch ein Printexemplar 😘
Zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, treffen durch Zufall auf einem Flug nach Denver aufeinander. Während Jasmine sich hoffentlich erfolgreich aus den Klauen ihres brutalen Freundes befreit hat, begibt sich die Nachrichtenchefin Stephanie ein wenig widerwillig auf eine erneute Geschäftsreise. Wie gerne wäre sie zu Haus bei ihrem kleinen Kater geblieben. Nicht lange nach ihrer Ankunft erhalten die Freunde und Kollegen der Beiden seltsame Handynachrichten von den Frauen. Sie hätten einen tollen Mann kennengelernt, aber seltsamerweise handelt es sich um jeweils denselben Mann. Was hat es mit den Nachrichten auf sich? Sind die Beiden in Gefahr? Der Kontakt droht abzureißen, eine panische Suche nach den beiden Frauen beginnt …
Geschickt führt die Autorin Jessica Garcia ihre Leserschaft in ihren Thriller „The Business Trip“ ein und stellt die unterschiedlichen Charaktere in jeweils eigenen Abschnitten vor. Jeder bekommt eine Stimme und darf seinen Part der Story erzählen. Was ich anfangs als gekonnten Schachzug ansah, wird jedoch mit jeder Seite, die ich umblättere, ein wenig redundant, was mir die Spannung zu nehmen drohte. Während die Geschichte immer neue Wendungen nahm, war für mich doch relativ schnell klar, worauf sie hinauslaufen würde. Das etwas an den Haaren herbeigezogene, überraschende Ende, konnte das Buch für mich leider nicht retten. Ich bin mäßig befriedigt und vergebe deshalb diesmal leider nur drei von fünf Sternen. Aber lest selbst, Geschmäcker sind ja bekanntermaßen verschieden, vielleicht findet ihr das Buch ja ganz großartig!