Beiträge von jusch

    Habe ich es überlesen oder hat Ava ihr Blut am Ende nicht mehr untersuchen lassen? Vivian hat sie nochmals daran erinnert.

    Hat sie nicht gemacht.


    Ich vermute mal, dass Ava auf Beziehungen des Onkels zurückgreifen kann. Als die beiden essen waren, gab es doch diese Ehrerbietung der vier Männer. dabei sagte der Onkel zu ihr, dass Ava durch ihre Aktion in Macao hat sie sich einen Namen gemacht.


    weil mir dazu die Ereignisse des 3. Bandes fehlen.


    gibt es auch als E- Book



    Ich werde demnächst mit den ersten Band anfangen.

    Für eine Zweitfrau, die keine Söhne geboren hat, hätte sie nach den "alten" Werten bisher sehr viel erreicht. Aber kann sie das anerkennen?

    Ich kann Jennie in diesen Band schlecht einschätzen. Bisher sehe ich sie als Frau, die gerne in Casinos geht und mit ihren Freundinnen bis spät in die Nacht spielt und ziemlich dominant ist.

    Nachdem ich die LP des ersten Bandes gelesen habe, lebt sie ja "wie die Made im Speck".


    Dies ist jedenfalls eine Reihe , bei der man nicht mittendrin anfangen kann.


    Spricht auch für den Autor, der in den Folgebänden nur kurz auf vorhergehende Ereignisse eingeht und nicht mit ausführlichen Beschreibungen der Vergangenheit Seiten zu füllen.

    Die vietnamesische Community in Toronto hat ihr Geld in ein windiges Fondgeschäft gesteckt. Nur auf Drängen ihrer Mutter erklärt sich Ava Lee bereit diesen Fall nachzugehen. Sie nutzt dazu die weitverzweigten nicht immer legalen Verbindungen ihres „Onkels“ in Hongkong, denn die Spur führt nach Südostasien.

    In diesen Roman steht nicht nur die Krimihandlung im Mittelpunkt, sondern man erfährt viel über die Denkweise der Hongkong- Chinesen und wie wichtig Gefälligkeiten sind. Zudem liest man über Familienverhältnisse, die für westliche Leser ungewöhnlich sind.

    Ava versucht zwar Beruf und Privat zu trennen, aber diesmal gelingt es ihr nicht ganz. Dadurch bekommt man Einblicke in ihre Gefühlswelt.


    Insgesamt lässt sich der Roman spannend und unterhaltsam lesen . Manches ist verwirrend und nicht ganz verständlich, wenn man mit diesen Band 5 in die Reihe einsteigt.


    Der Autor hat selbst jahrelang in Südostasien gearbeitet und lässt seine Erfahrungen in die Romane um Ava Lee mit einfließen.


    Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars.


    7 Eulenpunkte

    Spoiler bitte erst lesen, wenn man mit dem Buch durch ist!


    Diese Konstellation hatte ich auch schon im Sinn, da es besonders erwähnt wurde.;)




    Zu Jennie: Bei ihr als zweite "Ehefrau" fällt mir der Roman "Das Kurtisanenhaus" Von Amy Tam ein. Hier hoffen die jungen Kurtisanen, dass sie zumindestens zweite bzw. dritte Ehefrau ihres Liebhabers werden und es spielt noch in Shanghai in den dreißiger Jahren.

    Von daher denke ich, dass sie keinen so hohen Stellenwert in der chinesischen Gesellschaft hat.

    In Hongkong herrschen ja strenge Besuchszeiten. Ist man gar nicht mehr gewöhnt in D. Der "Onkel" ist erleichtert, dass er endlich die Wahrheit nicht mehr verschweigen muss.

    Seine Aussage, warum er zu einem "weißen" Arzt gegangen ist, ist nachvollziehbar.


    Ich hatte ja schon Bedenken, dass Ava in eine Falle tappt, als sie in den Wagen mit den getönten Scheiben stieg. Sie kannte Porier überhaupt nicht.


    Mutter Jennie entschuldigt sich bei Ava, nachdem sie bemerkt hat, wie nervend Nachfragen sein können.


    Sicher ist es eine andere Denkweise, aber so groß unterscheidet sie sich nicht. Es gibt in D immer noch die Regel, dass der älteste Sohn erbt. Homophobie ist immer noch vorhanden und der Einfluss von christlichen Predigern nimmt zu, besonders in der "dritten" Welt. Aktuelles Beispiel: Brasilien.

    Dass manche Menschen Struktur brauchen ist auch bekannt.

    Also Geldwäsche im großen Stil wird mit dieser kleinen Bank betrieben.

    Unwillkürlich muß ich bei dieser ganzen Aktion an "Panama Papers" und "CumEx" geschäfte denken.

    Das mit den Medien ist sicher zu berücksichtigen. Andererseits hat Ava das kanadische Ausbildungssystem durchlaufen, da kann sie ja nicht die ganze Zeit den Kopf in den Sand gesteckt haben.

    Ich glaube nicht, dass die ganzen verschiedenen Mafia- Strukturen zum Unterrichtsstoff gehören, auch nicht in Deutschland.

    In Indonesien gibt es die Scharia, von daher wird Vivian sich nicht gleich outen und extrem vorsichtig sein. Wer ausser ihrer Familie weiß, dass Ava lesbisch ist? Hat sie sich gegenüber Fay dazu geäußert, beide kennen sich überhaupt nicht und trotzdem erwähnt sie gegenüber Ava , dass ihre Schwester lesbisch ist.


    Dass Ava nicht skeptisch wird, als sie das aufgefüllte Weinglas sieht, hat mich gewundert. Mit dieser Aktion bekommt Ava den nächsten Knock out. Ich fand es übrigens vom Autor gut beschrieben, wie Ava es erst verdrängt und dann auf ihrer Joggingrunde alles hochkommt.

    Ich hatte keine Probleme mit dem Einstieg, auch ohne die Vorgängerbände zu kennen. Die vielen Namen und Familienkonstellationen der Familie Lee sind schon verwirrend. Auf Seite 16 des E-Books unten hat sich wohl ein Fehler eingeschlichen: Ich weiß, was andere, insbesondere nicht Nicht-Chinesen, über meine Ehe sagen und denken.

    Die "westlichen" Vornamen der Protas irritieren mich etwas. Bei Theresa dachte ich erst an eine Adoption, aber ihre Verwandten leben ja noch.


    Die Mutter finde ich doch sehr dominant. So einfach über den Kopf weg zu entscheiden, wobei Ava im Moment unsicher ist, wohin ihr Weg gehen wird.Die Entscheidung wird ihr jetzt abgenommen.


    Durch den Freund von einem Freund des Bruders verliert die vietnamesische Community Millionen ihres Schwarzgeldes bei einer windigen Bank.


    Die Strassennamen von Toronto sagen mir auch nicht viel, wollte schon bei Googlemaps nachschauen.;)


    Nun geht es weiter nach Hongkonk.

    Fast ein Jahr ist Friederike Mathée nun bei der Weiblichen Kriminalpolizei, die für Kinder und Jugendliche, sowie weibliche Straftäter zuständig ist. In diesen heißen Sommer 1947 wird sie zu einer Mordermittlung ins Bergische Land geschickt. Die beliebte Gutsbesitzerin Ilse Rödel wurde ermordet aufgefunden. Es gibt bereits eine Tatverdächtige, diese bestreitet aber die Tat.

    Eine schwierige Ermittlung beginnt für Friederike, denn sie möchte mehr über Franziska Wagners Vergangenheit wissen. Dabei ermittelt sie des öfteren alleine, obwohl für die meisten Ermittler die Täterin schon feststeht. Schnell findet sie eine Verbindung zwischen Ilse Rödel und Franziska und erfährt wie mit den sogenannten „Asozialen“ in der NS-Zeit umgegangen wurde.


    Durch den Fund dreier Skelette kommt auch wieder Richard Davies von der RMP ins Spiel, denn es handelt sich um eine vermisste englische Flugzeugbesatzung und diese wurde ermordet. Richard fordert Friederike an und beide ergänzen sich nicht nur bei der Ermittlung ihrer Fälle.


    Zwei Jahre nach Kriegsende ist von Normalisierung noch wenig zu spüren. Die Besatzungsmacht wird misstrauisch beobachtet, es gibt noch Nahrungsmittelrationierungen und man bemerkt die unterschiedlichen Lebensbedingungen zwischen Stadt und Land. In den Ruinen lebende Kinder und Jugendliche ohne Angehörige, die zum Teil schwer traumatisiert sind und wie der Umgang mit ihnen ist, wird von der Autorin emotional geschildert.


    Nicht nur die Mordermittlungen stehen im Mittelpunkt, sondern auch die Schicksale der einzelnen Protagonisten. Thematisiert wird: wie gehe ich mit meinen Handeln in der Vergangenheit um, erkenne ich die Schuld oder verdränge ich das Geschehen. Friederike gerät hier in einen sehr persönlichen Gewissenskonflikt.


    Der Roman lässt sich flüssig lesen und ist spannend , da lange Zeit offen ist, wer hinter den Taten steckt. Es kommt zu diversen Wendungen . Zum Schluss hätte man gerne mehr über Elli und Hans erfahren, aber vielleicht folgt noch ein weiterer Band um Friederike und Richard.


    Beate Sauer hat mit diesem zweiten Band wieder einen beeindruckenden Roman über die Nachkriegszeit geschrieben.


    Ein Personenregister, sowie Literaturverzeichnis und das Nachwort, aber die WKP 1920 gegründet auf Anraten der englischer Besatzer ?? , ergänzen den Roman.


    9 Eulenpunkte