Beiträge von jusch

    Für die Kat. 6.19...welches dich an ein anderes Buch erinnert


    Der englische Liebhaber von Federica de Cesco


    hat mich sehr an ein Buch erinnert, das ich vor ein paar Jahren gelesen habe:

    Über uns die Nacht von Anat Talshir


    In beiden Roman steht eine Frau im Mittelpunkt, die auf ein Wiedersehen mit ihrer großen Liebe hofft.


    Momentan lese ich:

    Das Kurtisanenhaus von Amy Tan


    passt gut zu der Kat.6.44 ...in der Farbe der Socken, die du beim Herausholen trägst.



    Mit der Kat.: 5.48.... dessen Cover ausschließlich in Schwarz - Weiß - Grau gehalten ist kann ich eintragen:


    Schneefall 6 Ein ganz normaler Tag von Simon Beckett


    zwei Kurzgeschichten, passend zur Jahreszeit.


    Damit habe ich meine erste Challenge abgeschlossen.:freude





    41wai7xCmkL._SX316_BO1,204,203,200_.jpg

    Das Ende des Krieges bedeutet für die Bewohner in der Trümmerlandschaft Berlin keinesfalls ,dass der normale Alltag Einzug hält. Nun folgen Hungersnöte, kalte Winter, sowie die Unsicherheit der politischen Lage. Der Überlebenswille und die Hoffnung auf bessere Zeiten lassen sich gut nachempfinden.

    Durch die Familie Thalheim ist man mittendrin im Geschehen. Im Mittelpunkt steht Rike, die älteste Tochter, die ihren Traum, den Wiederaufbau des Modekaufhauses, nicht aufgibt. Für Rike ist es nicht leicht in der männlichen Geschäftswelt akzeptiert zu werden. Vorausschauend hat die Familie Besitztümer über den Krieg gerettet und versucht einen Wiederanfang.

    Es gibt die unterschiedlichsten Charaktere mit ihren Weltanschauungen in der Familie, dadurch kommt es zu lebhaften Diskussionen. Auch gibt es unverhoffte Überraschungen und Wendungen. Mit Rike erlebt man einen sehr vernünftigen Menschen, der manches hintenan stellt, aber auch Geheimnisse hat. Silvie kommt wesentlich unbeschwerter daher,versteht es aber gut zu feilschen und damit zum Unterhalt der Familie beizutragen. Flori kommt nun in ein Alter und beginnt die Vergangenheit zu hinterfragen.

    Miriam gehört mit zu den Figuren über die man gerne mehr gelesen hätte.


    Da dies der erste Teil einer Trilogie ist, bleiben noch einige Fragen offen. Vielleicht trifft man dann wieder auf liebgewordene Personen.


    Ein authentischer, lebendiger und unterhaltsamer Familienroman, der sich mit vielen Aspekten dieser Zeit befasst. Empfehlenswert!


    Vielen Dank an den Verlag für das Leseexemplar und der Autorin Brigitte Riebe für die Begleitung der Leserunde.

    Oh, ist das gemein dieser Cliffhanger.

    Oskar, der Kronprinz, ist zurück und wahrscheinlich müssen Sandro und Rike ihre Pläne ändern.

    Rike hat ihren Traum konsequent durchgezogen und das Kaufhaus an alter Stelle wieder eröffnet. Eigentlich macht Rike überhaupt keinen Fehler, sogar an die Verhütung denkt sie.

    Das Richtfest verläuft anders als geplant, denn Markus kommt zurück. Die Unstimmigkeiten mit dem Geld werden ausgeräumt. Die Vermutung, dass es zwischen Alma und Markus ein Verhältnis gab, haben sich bestätigt. Carl fällt als Vater aus. Weiterhin Ungewissheit für Rike.

    Ob Carl wirklich in Potsdam bleibt, wird man sehen. Er bemerkt es auch, dass der Sozialismus sich etwas anders entwickelt als er erhofft hat.

    Und wie es mit Silvie weitergeht, lesen wir im Sommer.


    Der Roman geht es jetzt umgehend an meine Schwiegermutter, die diese Zeit in Berlin erlebt hat.

    Meinen Vater kann ich nicht mehr fragen, ob er süchtig vom Russlandfeldzug zurück gekommen ist. Mir fiel damals jedenfalls nichts auf, wahrscheinlich war ich auch zu jung.


    Vielen Dank an Brigitte Riebe für die Begleitung dieser Runde.

    Mit Alessandro scheint Rike endlich den richtigen Partner gefunden zu haben.

    Durch die Blockade können sie sich nicht oft sehen und Rike hofft, dass sie nicht noch eine Enttäuschung erlebt.

    Warum Rike nicht das Tagebuch ihrer Mutter liest: Sie hat Angst davor, dass ihr eigenes Bild von ihrer Mutter noch mehr bröckelt. Den ersten Riss bekam es ja schon, als sie den Brief ihres Großvaters gelesen hat.

    Der Überlebenswillen war damals sehr stark, aber der Insulaner lässt sich nicht unterkriegen.



    Auf Seite 323 sollte es wohl heißen: Tempelhof und nicht Schönefeld für den Tegel ausgebaut wurde.

    Mein persönlicher Liebling ist derzeit noch Miriam. Was sie alles durchgemacht hat und wie sie nun auftritt - chapeau! Ein echtes Glück, dass Rike sie getroffen und sofort in die Familie aufgenommen hat.

    Sie gehört auch zu meinen Lieblingsfiguren.

    Besonders interessiert mich diese Sache mit dem jungen Mann, Walter hieß er, glaub ich, den Silvie ihrer Schwester ausgespannt hat. Wenn das wirklich so gewesen ist, wie es aus Rikes Sicht scheint, dann wäre das für mich schon ein großer Vertrauensbruch.

    Auf die Auflösung bin auch gespannt.

    Ja, Silvie und ihre Männer ist schon speziell. Nun gibt es eine neue Flamme. Rike durchschaut sie. Es sind dramatische Momente als Silvie zurück in das brennende Lokal geht. Dann stellt sich raus, dass sie schwanger ist und zwei Männer in Frage kommen.

    Es gibt unterschiedliche Anschauungen in der Familie und daraus entstehen Diskussionen. Flori begehrt gegen ihren Vater auf. Carl und Friedrich könnten gegensätzlicher nicht sein mit ihren Ansichten. Friedrich rechtfertigt sich, da er es für die Familie getan hat.

    Rike gerät in einen Gewissenskonflikt, als die Lebensbedingungen immer schwerer werden. Dazu kommt noch die Unsicherheit der westlichen Bezirke mit ihrer Insellage.

    Sie kommt endlich raus und kann nach Mailand über Zürich fahren. Dass es mit Stefano nicht funktionieren wird konnte man erahnen. Elsa hat sie ja gewarnt. Zufällig kommt sie zum richtigen Geschäft und siehe da, Alessandro kommt wieder ins Spiel.

    Meine Vermutung mit Ben war also richtig. Silvie versteht es , die Männer für sich einzunehmen. Sie geht schon impulsiv an das Leben heran, manchmal ist sie aber durchaus verständnisvoll und ernsthaft. Dass nun Miriam in Ben verliebt ist, konnte auch keiner ahnen. Tut mir leid für sie. Ihr wünsche ich, dass sich ihre Wünsche erfüllen. Auch wie sie sich für Friedrich eingesetzt hat bei der mündlichen Verhandlung zeigt ihre Stärke.


    Rike löst sich immer mehr von Friedrich, auch bevor sie es wusste. Diese Konstellation erinnert mich doch sehr an die "Oleanderfrauen".

    Konsequent setzt sie durch, dass er sie nicht nach Zürich begleitet. Und sie hält dicht, verrät nichts über das Geld usw. und mit keinen Menschen kann sie darüber reden. Sie kann ihr Faible für Italien wiederentdecken, dass gönne ich ihr.

    Friedrich kommt zurück als gebrochener Mann. Claire überrascht durch ihre Zähigkeit. Wie ging es ihr eigentlich als "Feindin" des Reiches, da sie Französin ist?

    Miriam trotzt vor Tatendrang und rüttelt Friedrich wach. Was hat er eigentlich gemacht, wenn er die Wohnung verlassen hat? Ich hatte vermutet, dass man beim Sonntagsspaziergang mehr davon erfährt. Kein Wunder, dass es für ihn anstrengend war vom Ku´damm zum Hausvogteiplatz. Ist ja nicht gerade um die Ecke.

    Und es gibt Immobilien, eine davon am Savignyplatz;).

    Es fällt Friedrich schwer Rike als ebenbürtig zu betrachten, aber sie setzt sich resolut durch.


    Bei der Erwähnung der Wilmersdorferwitwe mußte ich gleich


    daran denken :)


    Die Idee mit der Modenschau brachte etwas Licht in die Tristesse dieser Zeit. Mal sehen, was sich aus der Begegnung mit den britischen Soldaten ergibt. Da kommt bestimmt noch einiges. Ben Green scheint jemand von den Kindertransporten zu sein (erinnert mich an ein anderes Buch). Rikes Gedanken,wie schlecht es ist den Fokus auf das Nationale zu richten, als sie bemerkt, wie stark ihr Englisch eingerostet ist, sind so kleine Highlights in diesen Buch.

    Das sehe ich auch so. Wenn ich solche Bücher lese, dann bin ich jedesmal heilfroh, dass es mir halbwegs gut geht und ich einigermaßen genug zum Leben habe. Und vor allem, dass ich in einem relativ sicheren Land und in Frieden leben darf.

    Kann ich nur :write

    Worauf ich wirklich gespannt bin, ist, ob der Bruder irgendwann wieder auftaucht,

    Falls er überlebt hat und in welchen Zustand, dann wahrscheinlich in den fünfziger Jahren, als Adenauer die Vereinbarung mit Russland traf und die deutschen Kriegsgefangenen zurückkehrten.

    ich bin mit dem ersten Abschnitt durch und der Schreibstil gefällt mir. Die damaligen Umstände werden realistisch beschrieben und durch die kurzen Rückblicke in die vergangenen Jahre, kann man sich gut ein Bild der Familie machen.

    Obwohl so vieles durch Bomben zerstört war, gibt es noch reichlich Altbauten in den Seitenstraßen des Ku´damms. Dass das Rathaus Charlottenburg so zerstört war, kann man sich heute nicht vorstellen, wenn man es jetzt sieht. Außerdem fiel mir die Lage des Kaufhauses Thalheim auf, das Kaufhaus Wertheim (jetzt Karstadt) lässt grüßen. Ich hatte schon die Befürchtung nach dem Prolog, dass sie enteignet werden.

    Rike ist die starke Frau in der Familie und der Vater wird nicht so schnell zurückkommen, falls er es überlebt. Ob es ihnen gelingt das geheime Lager aus Potsdam nach Berlin zu transportieren, bevor Berlin in die vier alliierten Zonen aufgeteilt wird? Mit Miriam als Schneiderin könnte es wieder ein Anfang sein.

    Ich vermute mal, dass die Mutter ein Verhältnis mit dem Kompagnon hatte.