Beiträge von R. Bote

    Ein Menschenleben

    Der Ruf der Banshee sagt mir was (nicht nur aus Harry Potter: "I didn't get rid of the Bandon Banshee by smiling at"), aber was eine Lebensform aus dem Meer dazu bringt, als Mensch unter Menschen zu wandeln, hat sich mir nicht ganz erschlossen. Möglicherweise fehlt mir da das Wissen um eine gängige Sage oder eine häufiger in Fantasy-Welten vorkommende Spezies.


    Lebenslauf

    Man kann sicherlich darüber streiten, ob Theodora das Richtige getan hat, aber mit rechtstaatlichen Mitteln war das in einer Monarchie der damaligen Zeit ja auch so eine Sache. Sicher ist, den Schmerz wird sie nie wieder loswerden.


    Séance

    Ein Geist, vor dem sogar Geister Angst haben. Nicht schlecht. Aber so mächtig kann er nicht sein, sonst hätte er längst den Abflug gemacht. Versucht hat er's ja offenbar oft genug.


    Vincent

    Theoretisch müsste dahinter gar kein übersinnliches Phänomen stecken: Maja könnte das Bild beim Stöbern in Hinterlassenschaften früherer Besitzer gefunden und darauf ihren imaginären Freund aufgebaut haben. Aber als Elternteil möchte man das natürlich lieber ganz genau wissen - oder doch nicht?


    Insgesamt haben mir diesmal alle Geschichten gefallen, auch wenn ich eine doch recht deutliche Reihenfolge bei der Punktevergabe habe.

    Klappentext:

    Kleos Henry Mehlos und Joanna Santow von der Hyde Park Agency sind eingeladen auf Lansdowne Manor in Wimbledon. Der Chef eines hoch bewerteten Start-up-Unternehmens stellt ein sensationelles digitales Produkt vor. Mitten in seiner Key Note stirbt er live unter den Augen von Millionen Zuschauern aus dem Internet. Auf dem prächtigen Herrensitz mit Ballsaal, Park und Wintergarten ermitteln Mehlos & Santow zwischen Lordschaften, Influencern und exzentrischen Persönlichkeiten. Alle haben etwas zu verbergen. Und welche Rolle spielt der Butler? Für Gentleman Mehlos und die hinreißende Santow werden die zwei Tage auf Lansdowne zu einer Spurensuche voller Geheimnisse und Überraschungen – oder wie sie selbst sagen würden: »Sind Sie sicher, dass Anagramme wichtig sind, Mehlos?« »Elementar, Santow.«


    Über den Autor (Quelle: haukeschlueter.de):

    Hauke Schlüter studierte Wirtschaftsingenieurwesen, Philosophie, Architektur und Kunstgeschichte und schlug eine Berufslaufbahn im Marketing ein. Seit 30 Jahren schreibt er Sachbücher und Belletristik, teils unter Pseudonym. Seine Leidenschaft fürs Schreiben geht jedoch schon in die Schulzeit zurück. Er hat zweitweise in London, Frankreich und Luxemburg gelebt; jetzt hat er seinen Wohnsitz in Bad Homburg vor der Höhe.


    Persönlicher Eindruck:

    Die Voraussetzungen des geschilderten Mordfalls ähneln stark denen von Agatha Christies Mord im Orient Express: Eine geschlossene Gesellschaft, niemand kann sich nach der Tat absetzen, und jeder scheint ein Motiv zu haben. Allerdings ist das Haus zumindest teilweise hochtechnisiert, sodass keiner sich irgendwo unbeobachtet fühlen kann. So entsteht eine zusätzliche Beklemmung, die im krassen Gegensatz zu dem Luxus steht, den die Beteiligten genießen.

    Spaß macht das Ermittlerduo, bestehend aus Kleos Mehlos, der aus wohlhabendem Hause stammt und sich mit seiner Agentur eine Aufgabe sucht, und der taubstummen Joanna Santow, die auf der Suche nach ihrer Herkunft ist. Neben der gemeinsamen Arbeit verbindet sie auch ein Hauch von Romanze, die immer wieder mal in einzelne Situationen reinspielt. Bei allen Unterschieden wissen sie sich zu nehmen und geben sich immer wieder die richtigen Stichworte.


    Fazit:

    Gute Mischung aus Spaß und Spannung.



    ASIN/ISBN: B09LHTPL4C

    Es gibt Süßes! Am kommenden Freitag (27.1.) erscheint mit (vorzüglich) bedient eine neue romantische Geschichte, die sich rund um ein alteingesessenes Bäckereicafé dreht.


    Johannes ist der älteste Sohn der Inhaber der Bäckerei Schnur. Mit 13 Jahren ist er noch zu jung, um regelmäßig mitzuarbeiten, aber ab und zu springt er ein und bedient ein oder zwei Leute, wenn es eng wird. Als ein Mädchen im Café seine Neugier weckt, ist das die perfekte Möglichkeit, unauffällig an den Tisch zu kommen und ein paar Worte mit der Unbekannten zu wechseln. Das erste Zusammentreffen ist zwar eher peinlich, doch alles in allem scheint es sich gut anzulassen mit ihm und Rahel. Fast glaubt Johannes, dass sein bester Freund Steve recht hat: Rahel steht auf ihn. Aber der Versuch, einen Moment zu schaffen, ihr zu sagen, dass er sie mag, läuft doch nicht so, wie erwartet, und Johannes wird plötzlich nicht mehr schlau aus ihr.


    Eine Geschichte um Mögen und Missverständnisse. Das E-Book kann unter anderem bei Amazon, ebook.de und Apple vorbestellt werden. Zur Leseprobe geht es hier entlang.


    ASIN/ISBN: B0BRYN863M

    Ihr Vater wäre so krank und würde bald sterben - mal ehrlich: DAS als Grund anzugeben, weil man nicht aufpasst, finde ich schon krass.

    Bei allem Verständnis dafür, dass es für Dich nervig ist, wenn eine Kollegin, auf deren Zuarbeit Du angewiesen bist, mit den Gedanken nicht richtig bei der Arbeit ist - diese Äußerung finde ich maximal empathielos. Oder hast Du einen Grund zur Annahme, dass ihr die private Situation in Wahrheit gar nicht so nahe geht und sie das nur als willkommene Ausrede nutzt?

    Meiner Meinung sind das Private und das Berufliche 2 Paar Schuhe, und ich mache das selbst nicht und kann es auch bei Anderen nicht akzeptieren, wenn das als Ausrede für Fehler herhalten soll.

    Du erwartest allen Ernstes, dass jeder seine privaten Probleme zu Arbeitsbeginn im Spind einschließt? In gewissem Rahmen hat sicherlich jeder Probleme, und bis zu einer gewissen Grenze sollte auch jeder in der Lage sein, das zu händeln und trotzdem seinen Job zu machen. Aber jeder hat einen Punkt, bis zu dem das geht, und wenn der überschritten ist, dann kann man das nicht als Ausrede abtun.

    Wenn jemanden private Probleme zu sehr mit- oder einnehmen, sollte derjenige vielleicht über eine Auszeit nachdenken, wenn das in der Firma machbar ist.

    Das steht auf einem anderen Blatt. Wenn jemand dadurch, dass er nicht bei der Sache ist, sich oder andere gefährdet, müssen Kolleg:innen und Führungskräfte reagieren, ebenso, wenn die Belastung für andere zu groß wird.

    Es gab ja tatsächlich schon den einen oder anderen Fall, in dem Geschichten gekürzt werden mussten. Da wurden immer nur die Geschichten gezählt, und ich meine, es sind auch schon Geschichten in den Wettbewerb gekommen, die bei Mitzählung des Titels die Grenze gerissen hätten. Wir haben also auch ohne konkrete Normierung durch Präzendenzfälle und Gewohnheitsrecht Fakten geschaffen.

    ich finde es vor allem schade, dass da nicht irgendwo das wache Auge deiner Vorgesetzten da ist, um da einen fairen Ausgleich zu schaffen

    Viele Vorgesetzte sind ganz dankbar, wenn das untereinander geklärt wird. Wenn sie die Entscheidung treffen, sind sie hinterher auch die Buh-Person, und zwar im Zweifelsfall bei allem. Aber im geschilderten Fall müsste wohl wirklich mal eingegriffen werden. Bloß: Wer sagt's? Die eingereichten Urlaubsanträge sagen ja nicht unbedingt aus, ob man sich im Team geeinigt hat, oder ob einer sein Ding durchzieht, und die anderen müssen nehmen, was übrig bleibt. Es müsste also jemand aus dem Kreis der Betroffenen die Hand heben, aber man möchte ja auch nicht als Petze dastehen, das ist auch absolut nachvollziehbar.

    Wobei ich den Spaß an Böllern in Containern und Mülltonnen nie werde nachvollziehen können.

    Knallt halt so viel lauter. Aus dem gleichen Grund haben da, wo ich als Kind gewohnt habe, die älteren Kinder die Böller in der Hausdurchfahrt hochgehen lassen. <Küchenpsychologie>Und unbewusst wollen die Typen, die so etwas machen, etwas schaffen, das bleibt, so wie Babys begeistert mit den Fingern Striche in den nassen Sand ziehen oder mit ihrem Kot schmieren.</Küchenpsychologie>

    Der Kiosk, den die Schülerinnen und Schüler in Eigenregie betreiben, ist eine wichtige Einrichtung an Idas Schule: Ohne wäre für alle, die noch nicht in der Oberstufe sind, nur durch verbotenes Verlassen des Schulgeländes an Ersatz fürs vergessene Pausenbrot zu kommen. Dafür braucht es natürlich auch Jungen und Mädchen, die sich ehrenamtlich engagieren, und Ida freut sich, dass sie endlich mitmachen darf. Als Neue scheint sie aber auch der perfekte Sündenbock zu sein, als die Kasse nicht stimmt. Unschuldig sein und seine Unschuld beweisen sind zweierlei, und mit einem Freispruch zweiter Klasse will Ida sich nicht zufriedengeben. Was nützt es ihr, keine Strafarbeit aufgebrummt zu bekommen, wenn sie an der Schule trotzdem als Diebin verschrien ist?


    Diebstahl im Schulkiosk erscheint am 7. Januar als E-Book. Es gilt das Gleiche wie immer: Bei Amazon, Apple, ebook.de und einigen anderen kann bereits vorbestellt werden, eine Leseprobe findet sich auf meiner Website.


    ASIN/ISBN: B0BPYBJM3R

    Auch von mir allen ein schönes Weihnachtsfest, und ein großes Danke an alle, die über die Feiertage den Laden am Laufen halten, seien es Polizei, Feuerwehr, Rettungs- und ärztlicher Notdienst, Bereitschaftsdienste, Pflegende, Zugführer:innen, Bahn- und Busfahrer:innen, Personal in Gaststätten, Tankstellen und anderen geöffneten Verkaufsstellen oder Personen, die sonst irgendwo Dienst tun, ohne dass ich sie gerade auf dem Schirm habe.

    R. Bote Was für ein anderes Forum, haben die es uns nachgemacht?

    Nein, keine Raubkopie. Ich weiß gar nicht, wo die Tradition älter ist, ich glaube, im anderen Forum habe ich den Adventskalender ein Jahr früher entdeckt als hier, aber ich war hier wie dort bei weitem nicht von Anfang an dabei.
    Der Adventskalender dort ist auch nicht auf Geschichten beschränkt, stattdessen werden auch Rezepte, Weihnachtsfacts und Bilder eingestellt, manchmal auch Rätsel mit Verlosung. Das wird auch nicht zentral organisiert wie hier, jeder stellt seinen Beitrag am gewählten Tag ein.

    Gucci   belladonna   Nofret78   mazian   Marlowe

    Danke euch.


    Johanna   Fipsi

    Da habt ihr mich schön auf die falsche Fährte gelockt. :) Ich dachte, Antons Unglaube hätte den Weihnachtsmann verschwinden lassen. Aber die Auflösung ist auch schön, hat mir gefallen. Fragt sich noch: Wie bekommt der Weihnachtsmann in diesem Jahr die Geschenke zu den Kindern? Ich meine, Kamine tun sich ja alle nicht viel von den Maßen. Zauberhaftes Schnellabnehmen mit Dr. Noel?

    Klappentext:

    Stehen Sie auf dunkle, schaurig-schöne Geschichten? Haben Sie eine Vorliebe für verlassene, düstere Orte und unheimlichen Begebenheiten? Dann lassen Sie sich von Margit Kruse in das dunkle Ruhrgebiet entführen. Für viele Gelsenkirchener unvergessen ist das Fährunglück im Jahre 1946. Erleben Sie, was unter Tage auf der Zeche Bergmannsglück passierte und wie Kinder sich vor einer alten Smorra fast zu Tode fürchteten. Besuchen Sie einen verlassenen Reiterhof und werfen Sie einen Blick in die Michkammer eines Kindergartens, in die man ein Kind sperrte. Laufen Sie mit durch eine Geisterstadt, in der nur noch Katzen zu Hause sind. Erfahren Sie, wieso es auf Friedhöfen ausgerechnet den Engeln an den Kragen geht. Fühlen Sie mit den Opelanern in Bochum, die Stilllegung des Werkes erfuhren. Lesen Sie, was es mit der schwarzen Hand auf einem imposanten Schloss auf sich hat. Freuen Sie sich auf das dunkle Ruhrgebiet!


    Über die Autorin (Quelle: Portrait im Buch):

    Margit Kruse wurde 1957 im Ruhrgebiet geboren. Seit 2004 freiberuflich als Autorin tätig, wurde sie vor allem durch ihre Revierkrimis bekannt.


    Persönlicher Eindruck:

    Das Buch ist eine Sammlung von Anekdoten, im Ruhrgebiet "Dönekes" geheißen. Alle handeln von eher tristen Orten, viele davon sogenannte "Lost Places". Margit Kruse beschreibt den aktuellen Zustand und versucht, zu ergründen, wie es zu diesem Zustand gekommen ist. In die Beschreibungen flicht sie zeitgenössische Beschreibungen und Berichte von Zeitzeugen ein, wobei nicht klar wird, ob sie selbst mit diesen Personen gesprochen hat. Das Ganze ist im Prinzip gut zu lesen, bleibt aber irgendwie merkwürdig ziellos; bei einigen Kapiteln hatte ich das Gefühl, dass sie irgendwie abgeschnitten wirkten. Insgesamt wirkt das Buch wie ein Abgesang auf ein früheres, idealisiertes Ruhrgebiet, nicht unbedingt schlecht, für mich aber auch nicht völlig überzeugend.


    Fazit:

    Bleibt irgendwie zwischen Ruhrgebietsromantik und Abgesang stecken.


    ASIN/ISBN: 3831329796