Beiträge von Bücherdrache

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    Kapitel 12


    (Achtung Spoiler auf Identität des Gesichtslosen Magiers!)


    Nun geht's aber heftig zur Sache .... tadaaa, Enthüllung! Unser Magier hat jetzt einen Namen - mit dem hätte ich allerdings gar nicht gerechnet. Im Nachhinein betrachtet, wenn man nun weiß, wer es ist, scheint es ganz logisch zu sein, weil auf einmal alles zusammenpasst. Aber vorher wäre ich auf Martin Chorley wohl eher nicht gekommen. Ich hatte eigentlich gar keinen konkreten Verdacht, wer es sein könnte, nur dass es eben höchstwahrscheinlich ein Elternteil eines MItschülers von Phoebe sein muss, wie beim Verhör herausgefunden wurde. Theoretisch hätte es deswegen auch Lady Ty sein können :grin


    Das Kapitel war schon echt spannend zu lesen, vor allem die Szenen im Wald, als der Gesichtslose Peter verfolgt und die ganzen Bäume in die Luft fetzt. Oder auch die Stellen vorher in der Garage, als Peter dann weiß, wer sein Gegenüber ist, und weiß, dass der es auch weiß, dass Peter es weiß :lache:lache

    Allerdings ging mir das ein wenig zu schnell mit dem Erkennen. Martin Chorley war bis dahin ja nicht mehr verdächtig als alle andern, nicht mehr als zum Beispiel Phoebes Vater. Peter hatte da noch keinen besonders dringenden Verdacht, sonst hätte er sicher gleich Nightingale und die restliche Kavallerie mitgenommen. Und trotzdem reicht ihm ein einziger kurzer Blick auf Chorleys Armbanduhr und er weiß es sofort bombensicher und ohne jeden geringsten Zweifel, dass dieser der gesichtslose Magier ist. Schon klar.


    Aber jetzt ergibt vieles Sinn. Zum Beispiel der grausige Tod von Aiden Burghley, den der Gesichtslose wohl für den Tod seiner Tochter verantwortlich sieht. Aber es tun sich auch endlos viele Fragen auf, finde ich. Ob Christina Chorley wohl gewusst hat, wer und was ihr Vater ist? Vielleicht war sie selbst ja auch magisch begabt oder ein Lehrling ihres Dads oder schon eine Praktizierende. Ich hoffe sehr, dass das im Rest des Buches wenigstens noch kurz angesprochen wird, es würde mich nämlich wirklich interessieren, inwieweit sie eingeweiht war und was sie wusste.

    Und war Reynard, als er Christina kennenlernte, sich bewusst, wer sie ist und worauf er sich da einlässt? Ich denke mal, dass Christina durchaus gewusst haben könnte, dass der Kellerraum im Pub das Lager ihres Vaters ist, aber ob sie auch gewusst hat, dass es das Lager eines monströsen Magiers und der meistgesuchten Person Londons ist?


    Jedenfalls scheint er vorerst entwischt zu sein und wenn ich mich an den Klappentext vom nächsten Band richtig erinnere, ist er da noch auf freiem Fuß. Also werden wir auf den endgültigen letzten großen Showdown wohl noch etwas warten müssen. Naja, jetzt will erst mal dieser Band hier fertig gelesen werden. Ein paar Überraschungen hat der Autor ja bestimmt noch für uns im Ärmel :)

    Kapitel 11


    Hier erfährt man endlich, woher dieser Band seinen Titel hat und wo früher der Galgen von Tyburn bzw der Hanging Tree stand. Die Szene, als die Pub-Chefin davon erzählt, fand ich echt interessant. Allein die Vorstellung, dass an ganz gewöhnlichen Orten, an denen man vielleicht schon Dutzende Male achtlos vorüberging, früher bedeutende Dinge stattgefunden haben, die heute einfach unter einer riesigen Spanne Zeit begraben sind, finde ich total spannend.


    Peter und Guleed besuchen den Chestnut Tree Pub ja ursprünglich nur, weil sie Fotos zeigen und herausfinden wollen, ob sich jemand an Olivia und Christina erinnert, aber dann stellt sich heraus, dass sie mit der Pub-Chefin eine wichtige Informantin aufgetan haben, die weiß ja jede Menge zum Thema zu berichten.


    Als Peter im Keller diese seltsame Tür öffnet, fand ich das auch megaspannend - da habe förmlich darauf gewartet, dass gleich diese Dämonenfalle oder eine andere fiese Killervorrichtung losgeht, uff :yikes

    Das Lager unter dem Pub gehört also dem Gesichtslosen, und er ist zudem auch der Besitzer des Pubs. Und Christine und Reynard haben sich hier fleißig an den eingelagerten Gegenständen bedient. Da Reynard im vorherigen Kapitel fast explodiert ist, als er erfuhr, dass Christina die Sachen tatsächlich bei eBay eingestellt hat, gehe ich mal davon aus, dass er selbst ganz anderes damit im Sinn hatte - nur was genau, das erfährt man leider nicht.


    Jetzt geht es inzwischen Schlag auf Schlag und das Tempo zieht gewaltig an, so dass man schon merkt, dass es auf den Showdown zugeht :brabbel


    Ich gehe jetzt erstmal Abendessen machen und später versuche ich dann, mein Geschmiere zum nächsten Kapitel in lesbares Deutsch zu fassen ...

    Ich wollte eigentlich gar nicht so weit vorauspreschen mit dem Lesen, aber es wird jetzt doch alles so spannend, dass ich nicht mehr aufhören konnte. Deswegen muss ich jetzt leider gleich zu drei Kapiteln etwas schreiben :whistling::trippel



    Kapitel 10


    Kapitel 10 fängt ja schon extrem gruselig an. Die Szenen mit Aiden Burghleys an den Baum genageltem Gesicht waren ja richtig eklig, buäh <X

    Einige neue Infos ergeben sich aus Peters Gespräch mit Kimberley Reynolds, das war recht aufschlussreich. Jetzt weiß man wenigstens, dass es nicht Phoebe war, die das Rechnungsbuch bei eBay eingestellt hat, sondern die inzwischen tote Christina Chorley. Woher sie diese Sachen hatte, blieb allerdings unklar. Hier hatte ich beim Lesen den Verdacht, dass sie sterben musste, weil sie sich zu weit vorgewagt oder zu viel gewusst bzw herausgefunden hatte, worüber auch immer. Und dass sie ihre Nase in die Dinge gesteckt hatte, die jemand verborgen halten wollte. Ich hätte vermutet, dass jemand sie aus dem Verkehr gezogen hat und dass ihr vermeintlicher Drogentod nur als Unfall inszeniert und in Wirklichkeit ein Mord war. Aber ich lag völlig falsch, wie sich in den nächsten Kapiteln dann herausstellt :S


    Als Peter hier zwischendrin mal seine eMails checkt, erfährt er, dass Phoebes Vater schon zwei Tage früher von seiner Reise zurückkam, so dass er nun bei der Polizei doch als höchst verdächtig gilt. Zumindest wäre er zeitlich in der Lage gewesen, die Wasserwand und den anschließenden Einsturz des Gebäudes auszulösen. Daran hatte ich allerdings gleich so meine Zweifel, einfach weil seine Ankunft nur sehr am Rande erwähnt wird und mehr oder weniger sang- und klanglos im Sande verläuft. Wäre er wirklich so verdächtig, müsste sich ja die ganze Polizeimaschinerie in Bewegung setzen, um ihn zu fassen, das passiert aber nicht. Und wäre er nicht der Gesichtslose, sondern ein harmloser, unwissender, von einer Reise heimkehrender Geschäftsmann, wäre er irgendwann mal aufgetaucht und wohl selbst zur Polizei, spätestens dann, wenn er feststellt, dass sein Haus in Schutt und Asche liegt und seine Tochter nicht auffindbar ist. Ich glaube, das wurde alles so offen und vage gehalten, um eine weitere Spur anzudeuten. Aber die fand ich extrem schwach gelegt.


    Wenigstens erfährt man in diesem Kapitel, woher all die Interessenten von dem Rechnungsbuch wissen - es war tatsächlich eBay. Das war ein Volltreffer deinerseits, Sidonie  :thumbup:

    Momentan fühlt es sich für mich so an, als würde die kontrolliert werden und die alte Lesley ist da noch irgendwo und versucht, Peter zu warnen.

    Irgendwo muss die alte Lesley ja noch sein - hoffe ich jedenfalls. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man enge alte Freundschaften und alles, was die beiden miteinadner erlebt haben, so einfach abschütteln kann. Und dass sie ihm von Anfang an nur etwas vorgemacht hat, kann ich auch nicht glauben. Da hätte sie sich schon extrem gut verstellen müssen.


    Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass der Gesichtslose sie (wie auch immer) zu ihrem Verhalten zwingt und sie Peter nicht aus eigenem Antrieb verraten hat. Aber vielleicht ist das auch nur Wunschdenken von mir, weil ich irgendwie nicht will, dass Lesley uns alle getäuscht hat.

    Du bringst es auf den Punkt - man will nicht, dass Peter so getäuscht wird und man will vor allem nicht, dass man selbst so getäuscht wird :write

    Im realen Leben ist das natürlich tausendmal schlimmer, wenn man von jemandem, dem man vertraut, so hintergangen und verraten wird. Aber auch als Leser verliert man sein Herz und seine Sympathien ja an so manche Buchfigur und ist enttäuscht oder beledigt, wenn sich herausstellt, dass man ihr nur auf den Leim gegangen ist.


    Bei dem Mr. Punch bin ich mir auch nicht sicher. War es nicht bisher so, dass er immer dann einen Auftritt – ob real oder in Peters Vorstellung – hatte, wenn der Gesichtslose in der Nähe war? Oder habe ich das falsch in Erinnerung? Ich glaube nicht, dass Mr. Punch in persona in Phoebes Haus war, sondern irgendwie nur in Peters Vorstellung ... Peter war glaube ich auch etwas benommen bei dieser Szene. Bei dieser Lesart würde Mr. Punch darauf hindeuten, dass der Gesichtslose tatsächlich im Haus war.

    Punch war für mich von Anfang der Reihe an eine nicht greifbare Figur, die ich nie richtig einordenen konnte. Er ist ja nicht wirklich real. Vielleicht ist er ja tatsächlich so eine Art Geist des Chaos oder einfach die Seele des Chaos an sich, die immer dann in Erscheinung tritt, wenn das Chaos eben am größten ist. Und manche Menschen wie Peter oder vielleicht allgemein die Magiebegabten, können ihn wahrnehmen, die Muggel und Nichtmagischen aber nicht. So könnte ich mir sein Auftauchen oder überhaupt seine Rolle erklären und dass ihn eben nicht jeder bemerkt.


    Und der Gedanke, dass der Gesichtslose möglicherweise wirklich anwesend war, bereitet mir im Nachhinein noch Grusel =O



    Jepp, das ist wirklich auffällig. Aber ich glaube, das liegt auch daran, dass wir (abgesehen von ganz am Anfang der Serie) nie von Peters Ausbildung erzählt bekommen. Peter erwähnt immer mal wieder, dass er etwas üben oder lernen muss, aber Genaueres erfährt man als Leserin nicht.

    Ich finde es auch extrem schade, dass der Leser nicht mehr von Peters Ausbildung mitbekommt. Gerade diese Szenen mochte in den ersten Bänden total gerne, das war immer so witzig beschrieben. Und er ist ja inzwischen schon längere Zeit im Folly und bei Nightingale in der Lehre, in dieser Zeit hat er sicher eine Menge gelernt. Wie lange genau, weiß ich allerdings gerade nicht :/


    Inzwischen ist er ja schon auf einem fortgeschrittenen Niveau, aber da in den letzten Büchern alle näheren Erklärungen zu seinem Lernerfolg fehlen, ist es wahrscheinlich wirklich die einfachste Lösung für den Autor, beim praktischen Anwenden von Magie kurz darauf hinzuweisen, dass er das irgendwann mal gelernt hat.

    Wenn Caroline und Helena in Zukunft irgendwie in die Arbeit des Folly eingebunden würden, fände ich das auch sehr schön. Die beiden würden frischen Wind reinbringen, und ich finde sie auch wirklich interessant. Hoffentlich entpuppen sie sich am Ende dieses Bandes nicht doch noch als böse, das wäre sehr schade! ;-)

    Oh, nein, nicht noch so eine Enttäuschung, dass sich jemand Nettes später als Bösewicht herausstellt - einmal Lesley reicht schon =O^^

    Kapitel 8 fand ich auf jeden Fall echt spannend. Nun tauchen also zaubernde Polizisten aus Amerika auf. Und wenn ich es richtig verstanden habe, dann sind sie anscheinend auch hinter diesem Buch her, das alle so dringend haben wollen, oder?

    Sieht ganz so aus. Diese Amerikaner fragten ja nach Phoebes eBay-Aktivitäten und deuteten an, dass sie ein antikes Buch zum Kauf angeboten hätte. Davon weiß sie aber offenbar nichts. Vielleicht hat ja tatsächlich jemand ihren Account gehackt und das Buch dort angeboten, um Aufmerksamkeit darauf zu lenken. Aber warum? Mittlerweile glaube ich fast, dass die Sache mit dem Buch nur ein Ablenkungsmanöver für irgend etwas ist. Oder eine Methode, das Buch ein wenig aufzublähen und spannender zu machen. Naja, mal gucken, ob es noch auftaucht oder ob das alles nur eine Täuschung war.




    Kapitel 4 und 5

    Ich fand ihr Verhalten da auf dem Skygarden Tower schon so unsympathisch. Mit einem eher weniger freundschaftlichem Wiedersehen hatte ich daher schon gerechnet. Aber ein paar Emotionen hätte ich eigentlich auch erwartet. So war das Aufeinandertreffen schon wirklich sehr distanziert.


    An Peters Stelle wäre ich auch sehr emotional. Sauer auf Lesley, enttäuscht von ihrem Verhalten. Es ist irgendwie komisch, dass Aaronovitch auf diesen Aspekt gar nicht eingeht. Klar, das ist ein Krimi und die Handlung und der Humor stehen im Vordergrund. Trotzdem.

    Ja, ich fand das auch sehr merkwürdig. Der Autor hätte das ja durchaus mit Witz und Humor schildern können, das schafft er ja sonst auch selbst bei ernsthaften Themen oder diversen Leichen. Aber das so völlig unter den Teppich zu kehren, fand ich jetzt auch nicht gut. Dieses emotionslose und unterkühlte Verhalten finde ich auch total unglaubwürdig, gerade wenn vorher jemand so dick miteinander befreundet war.



    Und was die Rolle der weiblichen Magiere angeht, ist das Folly auch nicht sehr emanzipiert.

    Stimmt, aber immerhin besteht noch Hoffnung :grin


    Abigail Kamara steht schon in den Startlöchern zu einer magischen Karriere, und es gäbe auch vielleicht eine kleine Chance, Lady Helena oder eher ihre Tochter Caroline für das Folly zu gewinnen. Ich fände es toll, wenn der Autor das weiterverfolgen würde - das Folly bekäme weibliche Verstärkung und Nightingale könnte wenigstens zu einem kleinen Teil wiedergutmachen, was seine männlichen Vorgänger im Folly an weiblichen Praktizierenden verbockt haben. Vielleicht greift der Autor das noch auf.


    Das Folly könnte sicher Verstärkung gebrauchen, in Kapitel 9 ist das sogar Thema, dass sie ständig unterbesetzt sind und es sehr lange dauert, fähigen Nachwuchs auszubilden. MIt Helena und Caroline hätten sie zwei potentielle Kandidaten, die eine mit enorm viel Erfahrung, die andere immerhin talentiert und wissbegierig. Eine Zusammenarbeit gibt es ja schon im Hinblick auf die Verfolgung des flüchtigen Reynard. Die Frage wäre womöglich nur, ob sie bereit wären, ihre Selbständigkeit aufzugeben und sich den Hierarchien des Folly unterzuordnen. Wäre jedenfalls eine nette Sache, finde ich.



    Peters Eltern fand ich schon immer auf liebenswürdige Art schrullig komisch, aber das Gespräch mit seiner Mutter im Jazz-Club war echt zum Brüllen! :lache

    Ja, die Szene war echt süß, da musste ich auch grinsen. So typisch Mutter halt :lache

    Kapitel 8 und 9


    Auch wenn es mich in Dauerverwirrung stürzt, inzwischen gefällt mir das Buch wieder richtig gut und es liest sich für mich auch flüssiger, weil der Autor nicht mehr gar so arg mit Namen um sich wirft. Hier in Kapitel 8 taucht ja die magische amerikanische Kavallerie auf, von denen hat - mit Ausnahme eines gewissen "Teddy" - kein einziger einen realen Namen, sondern sie werden als "Stoppelschnitt" etc. bezeichnet - und sowas kann ich mir offenbar besser merken ^^


    In den beiden Kapitel hatte ich aber dennoch eine ganze Reihe von Häh??-Momenten. Zum Beispiel verstehe ich immer noch nicht ganz, aus welchen Löchern all diese Buch-Interessenten auf einmal gekrochen kommen, die stehen ja inzwischen schon Schlange. Sogar aus den USA kommen die angereist. Woher wissen die denn nur alle von diesem Buch und wo sie danach suchen sollen? Das stand schließlich nicht in der Zeitung. Es ist mir wirklich ein Rätsel. Vielleicht klärt es sich ja noch auf :gruebel


    Und auch an einer anderen Stelle ging es mir so, nämlich als die Wasserwand im Keller von Phoebes Haus auftaucht und mit ihr auch Mr. Punch. Was hatte der denn da zu suchen? Hatte sich Peter dessen Stimme nur eingebildet oder war er tatsächlich anwesend? Oder macht das beim Meister des Chaos gar keinen Unterschied? Das habe ich nicht so ganz verstanden.


    Später (in Kapitel 9) heißt es dann ja mal, dass die Aktion mit der Wasserwand dazu diente, die Flucht des Gesichtslosen zu decken, zumindest vermutet Peter das - aber der Magier war doch schon längst weg, als die Amis und Peter später auftauchten. Oder sollte der tatsächlich noch im Haus gewesen sein?

    Und hätte der die Macht, solche Wassermassen zu bewegen? Wenn die tatsächlich aus dem Tyburn stammen, der hinter dem Haus entlangfließt, hätte da doch sicher auch Lady Ty ein Wörtchen mitzureden? Hm, alles sehr rätselhaft.


    Die Szene später, als die ganze Truppe wieder auf der Wache ist und Phoebe verhört wird, fand ich aber echt interessant. Vor allem ihre Aussagen, dass vor den Amerikanern schon jemand im Haus war, den sie zwar kannte und auch erkannte, aber an den sie sich später trotzdem nicht mehr genau erinnern konnte. Hier handelt es sich ja ziemlich wahrscheinlich um den Gesichtslosen, das wäre zumindest genau seine Masche. Aber wenn er tatsächlich der Vater eines Mitschülers oder einer Mitschülerin ist, wie Phoebe meint, dann sind sie jetzt ja wirklich sehr nahe an ihm dran. Wobei ich mich frage, ob es möglich ist, so ein Doppelleben zu führen - tagsüber braver Familienpapi und vermutlich erfolgreicher Geschäftmann, und nachts finsterer Zauberer. Und das, ohne aufzufliegen. Ist bestimmt schwierig zu organisieren.


    Dass er der Vater eines von Phoebes Mitschülern sein soll, geht mir gar nicht mehr aus dem Kopf. In der Haut dieses Kindes möchte ich auch nicht stecken, wenn sich herausstellt, dass der Vater ein gesuchter Mörder ist, der viele Menschen auf dem Gewissen hat und verbotene Magie praktiziert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Nachwuchs von seinem Treiben weiß und das wirklich gänzlich für sich behalten kann, ohne sich irgendwann mal zu verplappern.


    Wie das noch aufgelöst wird, darauf bin ich jetzt wirklich sehr gespannt. Möglicherweise erfahren wir hier ja tatsächlich, wer der Gesichtslose ist. Oder es ist wieder nur eine falsche Spur :P


    Was mir hier und in den letzten Kapiteln extrem aufgefallen ist, das ist, wie oft Peter urplötzlich gerade irgendwelche Sachen oder Gerätschaften oder magische Sprüche aus dem Hut zaubern kann, just immer gerade dann, wenn er sie am dringendsten braucht. Also zum Beispiel, dass ihm schwupps einfällt, dass er ja neulich einen Zauber gelernt hat, der Bausubstanz einstürzen lässt, wenn er gerade in einem Keller zu ertrinken droht, oder dass er triefend nass auf die Wache kommt und da - was für ein Zufall - die Notfallkiste mit trockenen Klamotten bereitsteht, solche Szenen meine ich.


    Das kommt gerade in diesem Band arg gehäuft vor. In anderen Büchern nervt mich das manchmal, wenn ein Autor sich solcher Mittel bedient oder offenbar keine Idee hat, wie er seinen Helden plausibel aus einer brenzligen Situation schreiben soll und so oft den Zufall bemühen muss. Hier macht der Autor es aber so charmant und witzig, dass es einfach immer passt und ich es gar nicht als störend empfinde. Mir ist es nur aufgefallen.

    Kapitel 7 kann ich noch nachreichen:


    Viel weiß ich jetzt gerade zu diesem Kapitel nicht zu schreiben, aber wenigstens konnte ich jetzt auch im Buch nachlesen, was ich durch den Post von Sidonie bereits erfahren habe, nämlich woher diese Drogen stammen, durch die Christina Chorley gestorben ist. Und jetzt wird auch klar, dass es nicht Olivia selbst war, die die Drogen mitgebracht hatte, sondern Phoebe Beaumont-Jones (bilde ich mir das nur ein, oder strotzt dieser Band tatsächlich nur so von hochtrabend und aristokratisch klingenden Doppelnamen? :gruebel), die sicher noch einmal zum Verhör geholt werden wird


    Die Stelle fand ich süß, als Olivia sich outet und bekennt, dass sie Phoebe nur decken wollte, weil sie in sie verliebt ist <3

    Aber ich habe mich auch gefragt, ob diese Liebe nicht vielleicht nur einseitig ist. So nobel es von Olivia ist, Phoebes Aktionen zu decken, so fies finde ich es von Phoebe, dass sie ungerührt zuguckt, wie ihre Freundin sich ans Messer liefert, um ihr zu helfen. Einfach darauf zu vertrauen, dass Olivias Mutter sie da schon irgendwie wieder herausboxen wird, ist ja schon ziemlich blauäugig und auch riskant.


    Am Schluss des Kapitels wird dann auch noch Reynard gefasst und es taucht ein Buch auf, das tatsächlich diese begehrte dritte Pricipia sein könnte. Da bin ich ja mal gespannt, ob es das auch wirklich ist.


    Einen Hinweis auf einen Film habe ich auch noch gefunden (ganz abgesehen von den netten Harry-Potter-Anspielungen im letzten Kapitel, in dem Peter und Caroline darüber debattieren, zu welchem Haus sie gehören, Ravenclaw oder Gryffindor :lache). Auf S. 173 meint Peter, Beverley will ihn voll bekleidet ins Wasser kriegen, und daran sei nur Colin Firth schuld. Ich schätze, das ist eine Anspielung auf die wunderbare BBC-Verfilmung von Jane Austens Stolz und Vorurteil. Da gibt es eine nette Szene, in der Colin Firth/Mr. Darcy mit sexy nassen Klamotten und triefendem Hemd aus dem See gewatet kommt und prompt Lizzy Bennett in die Arme läuft :love:

    Bis Kapitel 5 und 6 bin ich jetzt gekommen, mit Kapitel 7 fange ich zwar heute erst an - trotzdem habe ich jetzt deinen Post schon gelesen, Sidonie


    Die Ausführungen von Lady Helena zur Geschichte der Zauberei und der Gründung des Folly fand ich sehr interessant, auch ihre Anmerkungen zur Rolle der zaubernden Frauen in früheren Zeiten. Das das so abgelaufen wäre und sie von den tonangebenden Männern einfach beiseitegeschubst worden wären, kann ich mir echt gut vorstellen. Teilweise ist das ja heute noch so, dass (selbst magisch völlig unbegabte) Frauen, die sich nicht primär nur um Haushalt und Kinder kümmern oder ihr Leben allein bestreiten, misstrauisch beäugt oder angefeindet werden. (Habe erst gestern live erlebt, dass es schon ausreicht, allein zu leben und eine Wohnung voller Bücherregale zu haben, um von diversen Personen als andersartig, nicht ganz richtig im Kopf und sogar als bedrohlich wahrgenommen zu werden :rolleyes)


    Auch die Szenen, wo Lady Helena beim Tee im Folly von ihrer Zeit in Afrika und von ihrem Verhältnis mit Woodville-Gentle erzählt, fand ich interessant, das war wirklich gut zu lesen und informativ. Dadurch ist vieles aus den Vorgängerbänden um einiges klarer geworden, zum Beispiel, wie W-Gentle an all das Wissen kam, das er für seine finsteren Zwecke eingesetzt hat, für die Tigerboys und all diese ekligen Sachen.


    Helena und ihre Tochter, wie auch ihre Vorgängerinnen, scheinen ja auch keine bösen oder abtrünnigen Zauberinnen zu sein, sondern einfach aus dieser strikten Männerwelt ausgeschlossen. Kann mir gut vorstellen, dass ihnen da nichts anderes bleibt, als unter Frauen ihr eigenes Ding zu machen, wenn sie nicht komplett auf das Wirken von Magie verzichten wollen.


    Was auch interessant war, allerdings auch sehr verwirrend, das sind die ganzen Zusammenhänge, die Guleed herausgefunden hat. Also wie die Tatort-Wohnung mit den Pseudofirmen des Gesichtslosen Magiers zusammenhängt, und dadurch auch mit Lesley, mit Christina Chorley, mit Helena/Caroline und damit auch mit Reynard Fossman usw usf - mein Kopf fing schon an zu rauchen :lache


    Im Moment gibt es also einen Waffenstilstand zwischen den beiden Ladys Helena und Caroline einerseits und der Folly-Besatzung andererseits, und sie wollen auch bei der Suche nach Reynard zusammenarbeiten. Wird bestimmt spannend, wie sich das gestaltet.


    Ich bin auch sehr gespannt, welcher Ärger aus Richtung USA da im Anmarsch ist. Was Agent Reynolds am Telefon verlauten ließ, klingt nach .... wie nennt Peter das? ... Merda Maxima Monstruosa ^^




    Diese Story mit dem Buch ist mir auch noch überhaupt nicht klar. Dass der Gesichtslose der Verkäufer des Buches ist, glaube ich auch nicht. Ich hatte schon an die Krokodile gedacht, aber welchen Grund sollten die haben, Nightingale das Buch anzubieten? Vielleicht steckt da ja auch gar keiner der Bösen dahinter und es ist dem Verkäufer (oder der Verkäuferin) einfach nur ein Anliegen, dass das Buch – das ja anscheinend potenziell gefährliches Wissen enthält – nicht in die falschen Hände fällt? In der Bibliothek des Follys wäre es wohl gut aufgehoben.

    Das ist auch eine Möglichkeit, stimmt. Dass der Verkäufer vielleicht glaubt, es sei bei Nightingale in Sicherheit. Und ursprünglich gehörte das Buch ja wohl auch dem Folly.


    Aber wenn ausschließlich selbstlose Motive eine Rolle spielen würden und es nur darum ginge, das Buch nicht in falschen Händen zu wissen oder dem rechtmäßigen Besitzer zurückzugeben, könnte der derzeitige Besitzer das Buch ja einfach abgeben, ohne Geld oder einen anderen Gegenwert dafür zu verlangen. Wenn mir wirklich daran gelegen ist, dass eine bestimmte Person etwas bekommt, gebe ich es ihr halt einfach.


    Durch diese Verhandlungen und durch diesen auffälligen Mittelsmann Reynard wird aber erst die Aufmerksamkeit aller möglicher dubioser Gestalten auf das Buch gelenkt, die wohl nichts davon erfahren hätten, hätte er das Buch einfach in den Briefkasten des Folly geworfen. Und noch ist gar nicht klar, ob dieses Buch überhaupt tatsächlich existiert. Gesehen hat es ja noch niemand. Vielleicht ist das alles nur ein Ablenkungsmanöver für eine andere Aktion? Oder man will ausloten, wer überhaupt Interesse an solcher Magie hat? Oder vielleicht sollen nur möglichst viele magisch Begabte/Praktizierende auf einem Haufen zusammenkommen, um was auch immer mit ihnen zu tun. Ich merke, ich versteige mich gerade wieder in völlig hirnrissige Spekulationen :grin


    Es scheint jedenfalls wieder alles übelst knifflig zu werden ...^^

    Kapitel 4 und 5


    Endlich komme ich hier mal ordentlich zum Posten, die letzten beiden Tage war das leider kaum möglich. Aber jetzt:

    Darauf bin ich auch gespannt. Bislang schaut es für mich ja so aus, als wäre sie noch auf der Seite des Gesichtslosen. Mich würde ja brennend interessieren, warum sie mit ihm zusammenarbeitet, ob sie das freiwillig oder gezwungenermaßen tut ... und ob sie von Anfang an auf seiner Seite und quasi als eine Art Maulwurf im Folly unterwegs war.

    Welche Verbindung zwischen ihr und Reynard besteht, interessiert mich auch sehr.

    Wie das mit Lesley weitergeht, darauf bin ich auch gespannt. Bei dem Treffen im Jazz-Café fand ich ihr Verhalten Peter gegenüber absolut merkwürdig. Die hatten sich früher doch so super verstanden und einen liebevoll-kumpelhaften Umgang miteinander, und jetzt ist sie wie ausgewechselt, kalt und irgendwie völlig gefühllos, ich kann's leider nicht besser erklären. Als hätte sie eine Gehirnwäsche hinter sich. Naja, vielleicht hat sie das ja.


    Die beiden waren so ein gutes Team, haben sich gegenseitig geholfen und immer wieder aus brenzligen Situationen rausgehauen, und jetzt zeigt Lesley nicht einen Funken Sympathie, Mitgefühl oder Verständnis für Peter oder gar Reue für ihr Verhalten im Skygarden Tower, wo sie einfach abgehauen ist und ihn verraten hat. Das Wiedersehen der beiden hätte ich mir doch etwas anders vorgestellt. Auf jeden Fall sehr viel emotionaler. In den vorherigen Bänden war Lesley mir so sympathisch und eine meiner Lieblingsfiguren, aber gerade weiß ich nicht so recht, was ich von ihr halten oder wie ich das einordnen soll. Mal sehen, in welche Richtung sich das noch entwickelt :/

    Nein, abbrechen will ich nicht, ich werde das Buch auf jeden Fall zu Ende lesen. Die nächsten beiden Bände habe ich ja auch schon hier liegen, die Serie wird also ganz sicher weiterverfolgt. Die Genervtheit überfällt mich auch immer nur streckenweise, halt immer dann, wenn der Autor mit seinem NameDropping mal wieder eskaliert, aber das gibt sich dann meist wieder ^^


    Als ich gestern im dritten Band nach Agent Reynolds gesucht habe, bin ich dort auch über die Szene gestolpert, in der Lady Ty Peter nach diesem Erdeinbruch rettet und ihn dann vorwarnt, dass er den Gefallen irgendwann mal zurückgeben muss. Falls es jemand nachlesen möchte:

    Kapitel 21 "Oxford Circus", Seite 318 - 341

    Lady Ty taucht ab S. 340 auf


    Und eine recht hilfreiche Webseite habe ich gefunden, zwar nur in englischer Sprache, aber auch für Nicht-Muttersprachler lesbar:


    The Follypedia - Ein Wiki zu Aaronovitchs Flüsse-von-London-Buchreihe


    Hier gibt es zu jedem Band auch Personenlisten, in denen man wenigstens mal kurz nachsehen kann, falls einem gerade mal nicht einfällt, wo man einen Charakter einsortieren soll.


    Beim aktuellen Band habe ich zum Beispiel in der Liste der aus früheren Bänden wieder auftauchenden Figuren über Reynard Fossman gelesen, dass der in "Der böse Ort" schon eine Szene hatte, und zwar auf dem Frühlingsmarkt von Vater Themse, diesem DemiMonde-Jahrmarkt/Kirmes/Flohmarkt. Dort hat er wohl versucht, mit Abigail Kamara Kontakt aufzunehmen, also mit diesem magiebegabten Mädchen aus der Nachbarschaft von Peters Elternhaus. An diese Szene kann ich mich allerdings echt nicht erinnern - aber wenn's da so steht, wird es wohl so sein :lache


    Bei dem Wiki muss man nur aufpassen, dass man nicht vorher schon zu viel erfährt - es kommen halt jede Menge Spoiler vor.

    Kapitel 4 habe ich inzwischen auch gelesen. Mit dem 5. Kapitel bin ich allerdings noch nicht ganz fertig, deswegen schreibe ich zu diesem noch nichts.


    Das 4. Kapitel ist allerdings auch verwirrend genug. Der ganzen Aktion im Kaufhaus Harrods konnte ich nach kürzester Zeit schon kaum mehr folgen, da war ich nach drei Seiten schon raus. Erst zu Anfang des nächsten Kapitels habe ich überhaupt mitbekommen, dass an dem Kampf da noch eine weitere Person beteiligt war, diese Magierin mit dem roten Rauch - das ging beim Lesen für mich völlig unter. Ich habe mich zwar gefragt, wo dieser Rauch herkommt, aber dass den ein Magier produziert, habe ich in dem Moment gar nicht kapiert. Auch als Lesley zaubert, war mir nicht klar, wen sie damit eigentlich treffen will - Peter oder eher Reynard Fossman. Hier geht ja alles drunter und drüber und ist so wirr geschrieben, dass man echt ins Schleudern kommt.


    Ich habe mich auch gefragt, was Lesley überhaupt bei diesem Treffen will, und wieso sie sich so offen zeigt, wo doch alle Welt hinter ihr her ist. Und woher sie von diesem Treffen überhaupt weiß? Entweder verfolgt sie Reynard schon länger oder es hat ihr irgendjemand davon erzählt. Aber wer? Vielleicht hört ja jemand Peters Telefone ab. Reynard scheint sie jedenfalls zu kennen und offenbar nicht in bester Erinnerung zu haben, so wie der sich benimmt, als sie auftaucht.


    Am Anfang des Kapitels, bei der Vernehmung von Albertine und der folgenden Besprechung mit Stephanopoulos und Seawoll, wiederholt Peter noch einmal genau Reynards Wortlaut aus seinem ersten Gespräch mit ihm, als der ihm dieses Buch für Nightingale angeboten hatte. Da sagt er, Reynard hätte jemanden an der Hand, der das Buch verkaufen will und er sei nur der Vermittler - da habe ich überlegt, ob dieser dubiose Verkäufer vielleicht unser gesichtsloser Magier sein könnte, der möglicherweise dieses Buch als Köder oder Druckmittel gegen Nightingale und/oder das Folly einsetzen will. Aber von dem Verdacht bin inzwischen wieder abgerückt, nachdem da jetzt so viele verschiedene Parteien verwickelt sind - zum einen dieser Stoppelhaarschnitt-Schweinsäuglein-Typ aus dem Jazz-Café im Harrod's, und dann diese Magierin mit dem roten Rauch, und dann auch noch Lesley, die womöglich im Auftrag des Gesichtslosen unterwegs ist (der ihr das Gesicht bestimmt nicht umsonst und ohne Gegenleistung gerichtet hat) - also wird der vermutlich nicht selbst der Anbieter dieses Buch sein. Wenn Lesley tatsächlich für ihn arbeitet, ist er wohl eher selbst hinter dem Buch her. Aber es kann natürlich auch alles gaaaanz anders sein, wie immer.


    Die Stelle, wo Peter sagt, dass er Reynard schon kennen würde, habe ich irgendwie überlesen - wo stand das denn?


    Als der zum ersten Mal aufgetaucht ist, musste ich an diesen Fae oder Halb-Fae aus einem der Vorgängerbände denken, da war doch mal so eine Nervensäge, so ein kleiner Gauner, mit dem Peter im Untergrund zu tun hatte - war das nicht auch so ein Fuchsgesicht? Aber der hieß anders, glaube ich, hm ... :gruebel


    Den Anfang des Buches fand ich super, und ich liebe Aaronovitchs Stil und Witz auch wirklich sehr. Was das betrifft, finde ich seine Schreibe einfach unerreicht. Aber ich muss gestehen, dass der Band anfängt, mich zunehmend zu nerven. Es war in den letzten Bänden ja auch schon so, dass die vielen Namen einen ziemlich verwirren, aber hier setzt der Autor noch einen drauf, wie ich finde, und sch...üttet seine Leser regelrecht zu mit Namen und Personen und Verbindungen zwischen ihnen und dazu noch mit irgendwelchen uralten Kamellen aus den Vorgängerbänden, an die man sich nicht mehr erinnern kann, die Handlung wird von Seite zu Seite wirrer und ich kann dem allem manchmal einfach nicht mehr folgen.


    Am Anfang des 5. Kapitels zum Beispiel, da wird eine Figur aus der Mottenkiste geholt, die im dritten Band mal eine Nebenrolle gespielt hatte, die jetzt aber auf einmal eine praktizierende Magierin ist und auch noch ganz anders heißt und einen anderen Beruf hat und dazu noch mit irgendwelchen anderen Figuren aus diesen vielen Namen verbandelt ist - und da soll der Leser noch durchblicken. Man kann's auch echt übertreiben ... :rolleyes


    Er schreibt so witzig und unterhaltsam, und doch stolpert man ständig, weil man wieder zurückblättern oder in alten Notizen und Personenlisten kramen oder sich den Kopf darüber zerbrechen muss, warum gerade welche Person was und mit wem macht, so dass bei mir einfach kein wirklich flüssiges Lesen zustande kommt. Das ist von allen Bänden jetzt auch der erste, bei dem ich merke, dass es mich nicht zum Lesen zieht und ich mich fast ein wenig davor drücke. Aber trotzdem will ich natürlich weiterlesen, denn sonst bräuchte ich den Rest der Reihe gar nicht erst anfangen. Man versteht die Bücher ja schon kaum, wenn man alle Vorgängerbände gelesen hat - wie das wird, wenn man einen auslässt, will ich lieber gar nicht erst wissen.


    Rouge

    Kimberley Reynolds ist eine Figur aus dem dritten Band "Ein Wispern unter Baker Street", wo Peter und seine Verbündeten in der Kanalisation unter der U-Bahn herumkrabbeln und auf dieses geheime Feenvolk stoßen, das dort seit Urzeiten unbemerkt haust. Reynolds ist eine FBI-Agentin aus den USA, die als Verstärkung zum Team stößt. Warum die allerdings in London ist, wird nicht so ganz klar, wenn ich mich recht erinnere, das war alles sehr dubios und geheimdienstmäßig. Als Peter und Anhang in den Kanälen herumkrauchen, taucht die da unten auf einmal in Tarnkleidung auf und mischt eifrig mit, obwohl sie eigentlich ganz wo anders sein sollte. Ich weiß aber nicht mehr genau, was sie da unten wollte (und meine hingeschmierten Krakel-Notizen zu diesem Kapitel kann ich leider nicht mehr entziffern :lache). Am Schluss fliegt sie in die USA zurück, glaube ich.

    Da unten in der Kanalisation war das auch, wo Peter verschüttet wird und Lady Ty ihn rettet, so dass er jetzt bei ihr in der Kreide steht.

    So, Kapitel 1 - 3 sind nun gelesen :)


    Schon auf den ersten paar Seiten hatte ich gleich wieder einige Kicheranfälle und herzhafte Pruster - in diesem Band scheint der Autor wieder mal in Hochform zu sein, was Witz und Sprache anbelangt. Da sind so herrliche Sätze dabei, dass ich mit dem Anmarkern gar nicht hinterherkomme.

    Schön zum Beispiel der Vergleich mit den "ineinandergekrachten Sternenzerstörern" (StarWars?) oder die Nazgul, die auf dem Dach des The Shard hausen könnten :lache

    War das der Hinweis auf HdR, den du meintest, Sidonie ?


    Einfach genial, wie immer halt. Und auch wie schon zuvor wieder jede Menge London-Architektur-Schimpf, darüber könnte ich mich immer kringeln. In diesem Band hat der Autor offenbar auch noch ein weiteres Aufreger-Thema gefunden, die Reichen und Schönen der Stadt. Über die zieht er ja auch ständig her und mir scheint, er hat auch im wirklichen Leben nicht viel mit dieser aufgeplusterten HighSociety am Hut. Obwohl er, wie ich vermute, ja wahrscheinlich auch kein Armer ist :gruebel


    Was die Handlung betrifft, geht es aber eher gemächlich los, finde ich, das liest sich gerade wie ein gewöhnlicher Kriminalroman mit viel Ermittlungsarbeit und Recherche. Auch Magie kam bis jetzt kaum vor, was sehr schade ist, was sich aber im Lauf der Geschichte sicher noch ändern wird.


    Was ich sehr nett finde, ist, dass Sahra Guleed wieder mitspielt und hier mal einen etwas längeren Auftritt hat. Ich bin mir nicht ganz sicher, was ich über das Verhältnis zwischen ihr und Peter denken soll - einerseits kabbeln sie sich ständig und Guleed keift den armen Peter oft ganz schön barsch an, aber trotzdem habe ich das Gefühl, dass die beiden sich mögen und gut miteinander auskommen. Vielleicht übernimmt Guleed jetzt und evtl in den folgenden Bänden so ein wenig den Part des weiblichen Sidekicks, den Lesley bis jetzt inne hatte.


    Es macht auch mehr Spaß zu lesen - mir jedenfalls -, wenn Peter jemanden an seiner Seite hat. So wird das alles irgendwie lebhafter und echter, und vor allem die witzigen Dialoge sind immer klasse. Und ich glaube, auch für den Autor ist es leichter, bestimmte Sachverhalte oder Handlungen zu erklären, wenn es eine weitere Figur gibt, mit der die Hauptfigur darüber reden und diskutieren kann. Wie auch immer, mich freut's jedenfalls, dass Guleed hier einen größeren Part als bisher bekommt.


    Ansonsten finde ich hier in diesen Kapiteln noch nicht so arg viel Diskussionsstoff, muss ich sagen. Ein wenig verwirrt hat mich in Kapitel 3 der Rückblick auf vergangene Bücher, in denen Geoffrey Wheatcroft und Albert Woodville-Gentle und Mr. Weil erwähnt werden, da musste ich tatsächlich nochmal in meine Notizen gucken, weil ich nicht mehr so genau wusste, wer das war. Irgendwie weiß ich's immer noch nicht so genau. Die vielen Namen sind schon immer sehr verwirrend :S



    Und Peter ist immer noch mit Beverley zusammen. wie schön. Ich mag sie und finde es gut, dass sie wohl weiterhin eine größere Rolle in den Büchern spielt.

    Da schließe ich mich an, Beverley mag ich auch gern, vor allem ihre kleinen Extravaganzen (wie zum Beispiel sich mitten in der Stadt bis auf die Unterwäsche auszuziehen und in die Themse zu springen, um mit Peter ein Wettrennen nach Hause zu machen ^^). Sie ist mir von allen Flussgöttinnen bei weitem die sympathischste. Lady Ty dagegen mag ich gar nicht, die ist so arrogant-hochnäsig-doof. Aber vermutlich soll man sie als Leser auch gar nicht sympathisch finden, schätze ich.


    Den Rest des heutigen Tages werde ich wohl keine Zeit mehr zum Lesen oder Posten haben, aber ich hoffe, dass es morgen nachmittag/abends weitergehen kann.


    Euch noch einen schönen Sonntag :wave

    So, gleich mal häuslich einrichten ... :)


    Gestern hab ich leider doch nicht so viel lesen können wie geplant, aber nachher werde ich das hoffentlich aufholen können.


    Da muss ich tatsächlich gleich mal ganz blöd bei euch nachfragen: Was war denn der letzte Stand bei dem? Ich hab das schon wieder total vergessen ...

    Bei mir sind die Erinnerungen auch schon recht verblasst, aber ich habe mal meine Notizen der vergangenen Runden zu Rate gezogen. Im "Fingerghut-Sommer" kam der gesichtslose Magier gar nicht vor, wenn mich nicht alles täuscht. Sein letzter Auftritt müsste im "Bösen Ort" gewesen sein. Da hat er ja am Schluss im großen Finale den Skygarden Tower gesprengt, weil er sich erhofft hat, auf diese Weise an eine Art komprimierte oder verstärkte Magie zu kommen. So ganz habe ich damals gar nicht kapiert, was genau er damit bezweckt hat, das war ja alles recht verworren.

    Es gab auf dem Dach oben jedenfalls eine kurze Begegnung zwischen ihm und Peter. Und am Schluss krachte der Turm zusammen und er ist entkommen, mit Lesley, die sich ihm angeschlossen oder ihm geholfen hat. So in etwa habe ich das in Erinnerung :/


    Ich wüsste nicht, dass im Fingerhut-Sommer erwähnt wird, wo der Gesichtslose abgeblieben ist oder was er in der Zwischenzeit getan hat. Lesley wird da zwar erwähnt, die schickt Peter ja Nachrichten, aber vom Magier selbst ist da nicht die Rede, glaube ich jedenfalls.


    Im aktuellen Band wird ja gleich zu Anfang (ein paar Seiten habe ich ja immerhin gelesen) Lesley erwähnt und dass sie in diesem Buch einen Auftritt haben wird. Gleich auf Seite 2, noch vor dem Innentitel, da heißt es bei den Stichworten, worum es in diesem Band geht "Und: Lesley ist zurück". Da bin ich jetzt mal gespannt, inwiefern die zurück ist und ob sie tatsächlich ihr unversehrtes Gesicht wiederbekommen hat. Nach dem Abendessen geht's weiter :trippel


    Wir machen dann wieder einen Thread unter "Ich lese gerade" auf, oder?

    Genau, das würde ich auch sagen ... magst du den eröffnen? :)


    Ich habe gerade den Thread zur letzten Leserunde durchgeschmökert, den zum Fingerhut-Sommer, und mich im Nachhinein nochmal vor Lachen gekringelt .... ich glaube, ich muss dieses Buch unbedingt noch einmal lesen ^^


    Ja, schade, dass Paradise Lost sich nicht meldet. Aber manchmal passt es halt einfach nicht und das Leben außerhalb des Bücheruniversums kommt dazwischen. Vielleicht taucht wenigstens Lily_Bart noch auf *hoff* :)

    Na, alle schon in den Startlöchern? :)

    Der Start wäre ja dieses Wochenende, bleibt es denn bei unserem Termin? Klappt das bei euch?


    Vielleicht werde ich heute abend schon mal in die ersten Kapitel reinschnuppern, denn den Rest des Wochenendes werde ich leider nicht so arg viel Muße zum Lesen und Posten haben, da sich für Sonntag spontan Besuch angekündigt hat (der auch noch bekocht und bebacken werden will )


    Aber es hat ja alles keine Eile, ich muss eh erst noch meine alte Peter-Grant-Bücher-Personenliste herauskramen - ohne bin ich verloren, glaube ich ^^


    Und bevor ich jetzt mit dem falschen Buch anfange, muss ich sicherheitshalber noch fragen: wir lesen doch jetzt den Galgen von Tyburn, oder? :S

    Ja, klar bin ich dabei, bin auch schon ganz heiß aufs Lesen :)

    Auch wenn ich im Moment nicht so häufig bei den Eulen oder überhaupt online bin, werde ich, wenn wir zusammen lesen, selbstverständlich jeden Tag hier sein. Eure Kommentare will ich ja um keinen Preis verpassen :lache :knuddel1

    Der Termin Ende August/Anfang September passt bei mir auch gut :thumbup:


    Rouge

    Freut mich, dass du dich wieder in die Serie "eingelesen" und Spaß daran hast. Ich hatte schon befürchtet, dass du nach dem "Bösen Ort", der ja leider nicht ganz so gut wie die anderen Bücher ist, vielleicht die Lust wieder verloren hättest. Schön, dass es nicht so gekommen ist :)


    Schön, dass dir der Fingerhutsommer auch gut gefallen hat. Die schaffressenden Einhörner sind einfach der Hammer, so etwas Schräges kann auch nur Aaronovitch einfallen

    Da hast du absolut recht! Ich fand das auch super, dass der Autor da so rigoros mit diesem Tabu gebrochen hat, dass Einhörner in Fantasyromanen immer edel und rein und gut und weiß und Vegetarier sein müssen ^^


    Irgendwann wird die Handlung des Buches sicher aus meinem Gedächtnis wieder verschwunden sein, aber an diese Einhörner werde ich mich garantiert ewig erinnern :pferd