Beiträge von buzzaldrin

    Eine Frage an die technisch versierten Eulen: gestern kam endlich die Folge über die OP meines Hunde, aber leider haben wir sie verpasst. Gibt es irgendeine Möglichkeit eine Sendung von VOX now downzuloaden? Ich habe mich grade daran versucht, aber kriege es einfach nicht hin und wir hätten einfach ganz gerne die Folge um sie für unsere Freunde auf DVD zu brennen.

    Herzlichen Dank für die tolle Buchvorstellung, Herr Palomar. Letzte Woche habe ich "Das Leben geht weiter" gelesen, was mir auch ausgesprochen gut gefallen hat (vielleicht hätte ich es auch unter "Zeitgenössisches" einsortieren sollen?). Dieses heir wird schnellstmöglich gekauft und gelesen. Ich habe auch das Gefühl mit Hans Keilson einen wirklich aussergewöhnlichen Autor entdeckt zu haben.

    Das wandert auf meine überfüllte Wunschliste. Danke für die beiden tollen Rezensionen :wave Weder von Autorin, noch vom Titel des Buches hatte ich bisher gehört, jetzt werde ich mir das Buch nach Erscheinen aber auf jeden Fall zulegen.


    Warum könnt ihr beiden denn jetzt schon ein Buch lesen, was erst Ende August erscheinen wird?

    Zitat

    Original von Herr Palomar


    Ich habe auch Interesse, mehr von Harlan zu lesen, weiß aber noch nicht so genau, welches Buch.
    Da würde mich deine Meinung sehr interessieren.


    Ich werde auf jeden Fall eine Rückmeldung geben, wenn ich es gelesen habe ... :wave

    Zitat

    Original von Caner


    Wooow. Dieser Einband ist wirklich super! Muss es kaufen :) Und wenn es inhaltlich eines der besten Bücher von den Hohlbeins ist: noch besser :p


    Das würde mich grundsätzlich (inhaltlich/thematisch) nicht ansprechen, aber das Cover ist wirklich genial ... :anbet

    Ich habe mich bisher auch noch nicht rangetraut an das Buch, da ich befürchte, dass es vielleicht zu viel ist für mich.
    Vor ein paar Tagen hatte ich mir im Buchhandel ein anderes Buch von Thomas Harlan angeschaut, das auch ganz interessant ist - vielleicht fange ich da mit erstmal an ...

    Es freut mich, dass dir das Buch auch gefallen hat, saz. Bisher hatte es ja nicht so überragendes Interesse bei den Eulen geweckt, was ich sehr schade finde, aber auch erklärbar, da der Einstieg in das Buch wirklich nicht so leicht war. Auf den ersten Seiten war ich auch immer wieder kurz davor, das Buch in die Ecke zu pfeffern und abzubrechen, aber wenn man sich da erstmal durchgekämpft hat, lohnt es sich wirklich ... :-)


    Oh das freut, ich bin gespannt, wie dir die beiden Bücher von Hans Keilson gefallen werden ... :wave

    Es freut mich, dass ich nicht mehr alleine da stehe mit meiner Einschätzung bezüglich Kim Franks schriftstellerischen Qualitäten.
    Nach pepperanns Rezension hatte ich schon das Gefühl, ich hätte ein anderes Buch gelesen. ;-)


    Zitat

    Von diesem Buch habe ich viel mehr erwartet. Eine einzige Enttäuschung. Und der Schluss!!! Grausam! Süßer geht es kaum noch.


    Ich fand schon über das Buch hinweg die ganze Geschichte überhaupt sehr arg konstruiert und teilweise wirklich an den Haaren herbeigezogen ... aber das Ende hat mich auch sehr sehr unbefriedigt zurückgelassen.

    Broschiert: 252 Seiten
    Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 1 (19. April 2011)
    Sprache: Deutsch


    Kurzbeschreibung
    Hans Keilson erzählt die Geschichte einer Jugend vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Hoffnungen, Träume und Aufbruch verschränken sich auf poetische Weise mit den Nöten der ökonomischen und politischen Wirren. Schließlich führt der wirtschaftliche Niedergang des Vaters zum Aufbruch aus der Provinz in die große Stadt, wo sich die Nazibewegung immer deutlicher artikuliert. Mit diesem ersten Roman ist Hans Keilson ein sehr persönliches Gemälde der Weimarer Republik gelungen.
    Ergänzt wird der Band durch ein Nachwort, das Hans Keilson für die Neuauflage seines Romans 1984 verfasst hat.Seinerzeit von Oskar Loerke empfohlen, fand sich Keilsons Roman "Das Leben geht weiter" schon einmal im Programm ... Das war im Frühjahr 1933. Kaum ausgeliefert, brannte der Reichstag, einige Monate später war das Buch des jüdischen Autors Keilson auf der Verbotsliste. Er handelt vom wirtschaftlichen Niedergang eines kleinen Selbständigen in einer kleinen Kreisstadt in der Mark Brandenburg, eingelassen in die politischen, sozialen und ökonomischen Wirren der Jahre nach dem Ersten Weltkrieg, der Weimarer Republik, der Inflationszeit und des aufkommenden Nationalsozialismus.


    Über den Autor
    Hans Keilson wurde 1909 in Bad Freienwalde geboren. Sein Roman "Das Leben geht weiter" erschien 1933. Er war der letzte jüdische Autor, der noch im "alten" S. Fischer Verlag debütieren konnte. Hans Keilson verließ 1936 Deutschland und emigrierte in die Niederlande, wo er noch heute lebt und praktiziert. Er hat unter den deutschen Schriftstellern der Gegenwart eine einzigartige Stellung in seinem Hauptberuf als Psychotherapeut und Forscher wie als Lyriker, Romancier und Essayist. Wie kaum ein anderer Autor hat Hans Keilson die seelischen, politischen und kulturellen Folgen der NS-Zeit analysiert und sprachlich vergegenwärtigt; ein literarisches Engagement, das bis heute anhält. In großem Kontrast zu den lauten Wirren des Jahrhunderts stehen die geradezu leisen, manchmal komischen, immer aber zutiefst menschlichen Darstellungen seiner Figuren und ihrer existentiellen und geschichtlichen Erfahrung. Ein großer Dichter in seiner Prosa, ein hellsichtiger Analytiker in seiner Dichtung. Zuletzt wurde er ausgezeichnet mit dem Johann-Heinrich-Merck-Preis, der Moses-Mendelssohn-Medaille, der Humboldt-Medaille und dem WELT-Literaturpreis.


    Meine Meinung


    "Die Literatur ist das Gedächtnis der Menschheit. Wer schreibt, erinnert sich, und wer liest, hat an Erfahrungen teil. Bücher kann man wieder neu auflegen. Von Büchern gibt es schließlich Archivexemplare. Von Menschen nicht."


    Hans Keilson erzählt in seinem Roman "Das Leben geht weiter" vom schleichenden Untergang der Weimarer Republik.
    Am Beispiel der Kaufmannsfamilie Seldersen analysiert Keilson die Schwierigkeiten in der Zeit nach dem ersten Weltkrieg, schreibt über den aufkommenden Nationalsozialismus und wirtschaftliche Einbrüche.


    Herr Seldersen und seiner Frau gehört ein kleiner Kaufmannsladen und schon zu Beginn des Buches müssen sie diesen räumen und in einen kleineren Eckladen ziehen. Während des Buches wird ihre wirtschaftliche Situation langsam, aber unaufhaltsam, prekärer. Auch ihren Kindern ergeht es nicht besser. Ihr Sohn Albrecht kommt kaum zum studieren, da er sich gleichzeitig noch als Musiker durchschlagen muss um Geld zu verdienen.


    Zitat

    "Er ist auf der Strecke geblieben, der Bürger Johann Seldersen, er ist im Kampf unterlegen. Was Krieg, Nachkrieg, Inflation, jedes für sich allein, nicht vermochten, haben sie vereint in langer, zäher Arbeit geschafft: Krieg, Nachkrieg, Inflation."


    Keilson berichtet jedoch nicht nur über die Seldersens, sondern auch über andere Einwohner der kleinen Stadt. Eine besondere Rolle im Buch spielt auch Albrechts Freund Fritz, der seine Ausbildungsstelle verliert und auf der Straße landet.


    Eindrucksvoll berichtet Keilson vom Schicksal eines kleinen Selbstständigen, der wirtschaftlich bankrott geht. Aber das Schicksal und die Verzweiflung der jungen Generation bleiben nicht unerwähnt. In lakonischer, manchmal auch humorvollen Sprache, hat Hans Keilson einen gut lesbaren, flüssigen Roman vorgelegt. An vielen Stellen, vor allem die, in denen Albrecht eine Rolle spielt, wird es wiederum fast philosopisch und ich bin immer wieder sehr nachdenklich geworden. Interessant fände ich es noch zu wissen, wie viele autobiographische Züge die Figur von Albrecht trägt ...


    Im Original ist das Buch 1933 im S. Fischer Verlag erschienen und war das letzte Buch eines jüdischen Autors, das noch veröffentlich werden konnte. Ich bin froh, dass es jetzt noch einmal neu aufgelegt wurde und hoffe, dass Hans Keilson noch einige weitere Leser finden wird.

    Zitat

    Original von Veggie
    Gestern Abend damit begonnen und festgestellt, dass es zwar eine Leserunde zu diesem Buch hier gab, aber anscheinend niemand bis ans Ende gekommen ist, um eine Rezi zu schreiben?


    Tadeusz Borowski - Bei uns in Auschwitz


    Die Erzählungen des polnischen Auschwitzüberlebenden Tadeusz Borowski gehören zu den beklemmendsten Zeugnissen des 20. Jahrhunderts. Scheinbar moralisch indifferent beschreibt Borowski die Greuel der nationalsozialistischen Vernichtungslager aus der Perspektive des Kapos, der als Aufsichtsperson eine Rolle zwischen seinen Mithäftlingen und deren Mördern einnimmt, und verzichtet dabei auf eine klare Trennung von Opfer und Täter.


    Das habe ich während meines Studiums gelesen und es hat mich tief bewegt. Es würde mir aber wahrscheinlich auch schwerfallen, Worte für eine Rezension dazu zu finden ...

    Gesehen hatte ich das Buch zwar im Handel schon, bisher hatte es mich aber noch nicht wirklich angesprochen (vom Cover/Titel) ... danke für deine aufschlußreiche Rezi, beim nächsten Bummel werde ich auf jeden Fall mal einen Blick in das Buch werfen :wave