Beiträge von Googol

    Zitat

    Original von bulbuster
    Überarbeiten klingt gut!
    Ohne Lektor?
    Ohne Verlag?


    Na klar, ohne Lektor und Verlag. Das Verlagslektorat ist eher für den Feinschliff. Das eigene Überarbeiten gehört zum Job des Autors mit dazu. Eine unüberarbeitete Erstfassung sollte man doch keinem Verlag antun.


    Ein paar Ideen hast du ja schon formuliert (bzgl. Kürzen und Weglassen). Also einfach machen.


    Und wenn das dann erledigt ist über die Präsentation nachdenken. Exposé, Leseprobe... Was du hier geposted hattest, fand ich jetzt nicht so ansprechend, bzw. hat auf gewisse Schwächen in der Struktur und Inhalt schließen lassen. Ein Verlag wird da genauso wenig begeistert sein.


    Also generell vielleicht weniger Arbeit an Verlag und Lektor delegieren, zumindest solang wie man weder den einen noch den anderen hat.

    Note 3.85 bei 7 Bewertungen... Summe der Bewertungen ist 27.


    sieht so aus als wäre da immerhin noch eine zweite 10 dabei gewesen.


    Oder eine 10, 5 1er und zwei, die die Bewertungsskala mit Schulnoten verwechselt haben und mit 6 abgestimmt haben.

    Ich weiß jetzt nicht wieso man eine legitime Kritik an einem Text (logische Fehler) gegen eine andere legitime Kritik (zu Message-lastig) ausspielen muss.


    Was die inhaltlichen Fehler angeht: für mich ist das eine Vertrauensfrage. Hat der Autor die Geschichte im Griff? Vertraue ich dem Autor, dass er die Geschichte überhaupt erzählen kann?


    Ein einzelner, logischer Fehler, muss kein Showstopper sein. Kann mir vorstellen, dass sich gerade beim Überarbeiten eines Textes Fehler einschleichen (da werden vielleicht Namen oder Charaktereigenschaften geändert und eine Stelle übersehen, oder Schauplätze werden verlegt etc.). Wiederholt sich das aber, dann ist der Autor offensichtlich nicht in der Lage mir die Geschichte zu erzählen. Tritt dieser Zweifel schon früh ein, dann verliere ich das Vertrauen, dass es sich das ändern wird und ich breche ab...

    Ich habe von Wolfgang Jeschke hauptsächlich nur seinen Roman "Midas oder die Auferstehung des Fleisches" gelesen und fand ihn ganz okay.


    Als Autor hat er nie die Klasse erreicht, die er als Herausgeber hatte, und ich schätze, das ist es, an was das Feuilleton in seinen Nachrufen vor allem erinnert hat. Er hat bestimmt 30 Jahre lang die wichtigste SF-Reihe in Deutschland herausgebracht (Heyne Science Fiction) und quasi das, was man hier in Deutschland ab den 1970ern als geschriebene Science Fiction wahrgenommen hat, massgeblich definiert. Und das hat er ziemlich gut gemacht.


    Für mich persönlich waren es außerdem die Kurzgeschichten-Anthologien, die er herausgebracht hat, die mich stark beeindruckt und geprägt haben. Sehr international aufgestellte Anthologien, nicht nur anglophon. Ich habe in diesen Büchern viele interessante Autoren entdeckt. Ich habe das britische SF-Magazin INTERZONE nur deshalb abonniert, weil er einige Stories aus diesem Magazin für seine Anthologien angekauft hatte.


    Man kann auch eine bedeutende literarische Persönlichkeit sein ohne ein bedeutender Autor gewesen zu sein.

    Dankeschön Gummibärchen und Sandrah!


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    Original von Sandrah


    Selbst überlege ich schon lange, auch mal mitzumachen, leider tippe ich aber immer mehr nach Sympathie als nach Form, da gewinnt man keinen Blumentopf :lache


    Das kommt wahrscheinlich darauf an welche Mannschaften man dann sympathisch findet. Ich selber habe sehr Werder-freundlich getippt, Groupie (Drittplatzierte) Schalke-freundlich und Arter (auch weit oben) Heimmannschaft-2:1-freundlich.


    Dann gibt es natürlich noch die Tipper, in deren Tipptabelle der HSV auf 1. und Bayern auf 18. gelandet sind und die trotzdem nicht Letzte wurden :grin


    Die eigentlich wirklichen Fußballexperten landen allerdings zumeist sowieso im Mittelfeld. Tippen hat nix mit Expertentum zu tun...

    Danke, danke, vielen Dank für die ganzen Glückwünsche! :-)


    Dass wir die Relegation nicht mehr getippt haben, war schade, zumal ich nach dem letzten Spieltag so froh war, zum ersten Mal nicht in die Relegation zu müssen, sondern den Gesamtsieg schon vorher klar gemacht zu haben.


    Nach drei Siegen in Folge ist jetzt für mich aber auch dann mal Schluss. Ich ziehe mich aus dem aktiven Tippsport zurück. Vielleicht belebt das das Tippspiel ja auch mal wieder.


    P.S. Gibt es beim Zweitligatipp einen Sieger, den/die wir noch feiern können? :-)

    Bin wahrscheinlich der einzige, der noch halbwegs interessiert das Tippspiel für die 1. Liga verfolgt, aber wie sieht's aus? Tippen wir noch die Relegation? Scheint in kicktipp nicht freigeschaltet zu sein.

    Hass wird überwertet und ist häufig viel weniger ausgeprägt als die vermeintlich gehassten Objekte glauben mögen.


    Als Werder-Fan sieht es doch wie folgt aus:


    Bayern fliegt gegen Athletico Madrid raus. Häme? Fussballwochenhöhepunkt war schon am Tag zuvor Werder gegen Stuttgart und dass wieder Champions League ansteht kaum zur Kenntnis genommen (obwohl ich in München wohne). Gut, haben sie halt verloren, macht mir nichts. Nächstes Jahr gewinnen sie oder verlieren sie halt wieder gegen Real, Barca oder Juve. Spiele, die früher noch Spiele des Jahrzehnts (Bayern gegen Real) waren gibt es jetzt beinahe jedes Jahr. Gähn!


    HSV: ach ja, die waren die letzten beiden Jahre ja in der Relegation. Interessiert zur Kenntnis genommen. Gräfe? Wer? Ach der, hätte Voltaire den nicht wieder ins Spiel gebracht, hätte ich ganz vergessen, dass ich ja total viel Häme gegenüber dem HSV empfinden muss.

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    Original von beisswenger


    Und endlich bin ich an diesem Schmähdingsbums angekommen. Mich wundert‘s, dass so viele Kulturmenschen dieses Machwerk als Satire bezeichnen. Sind denn alle gaga? [/I]


    Man kann in dem Detail vielleicht unterschiedlicher Meinung sein, aber es sind sich doch fast alle einig, dass das Schmähgedicht isoliert keine Satire ist. Manche (einschließlich meiner einer) denken aber, dass der KONTEXT (der Rahmen in dem dieses Machwerk eingebettet wurde) das Gesamtprodukt schon zu einer Satire macht.


    Immer wenn ich von "Deckmantel der Satire für irgendwelche Beleidigungen" lese, habe ich den Eindruck, dass hier Comedy und Satire verwechselt wird. Das ist hier doch nicht der Hah-Hah-Humor eines Raabs oder Pochers, der sich darüber lustig macht, dass jemand sich in der Öffentlichkeit verspricht oder lustig hinfällt oder so. Das "Gedicht" ist eine Aneinanderreihung von Absurditäten die überhaupt keinen Sinn ergeben, wieso hätte Böhmenmann Erdogan auf diese Weise schmähen wollen?

    Wenn man den Kontext und die Absurdität des Gedichtes betrachtet, ist die Satire natürlich offensichtlich. Dass das nicht allgemein so gesehen wird, ist zwar traurig, war aber schon irgendwie vorhersehbar. Vor allem bei der Extra-3-Vorgeschichte.


    Das Ganze erinnert mich ein wenig an den Varoufakis-Stinkefinger damals (kurioserweise gibt es da ja auch einen Böhmermann-Zusammenhang). Hatte nichts mit Satire zu tun, aber auch da wurde der Kontext (indirekte Rede, spielte überhaupt keine Rolle, ob Stinkefinger tatsächlich gezeigt oder nicht) bewusst ignoriert, einfach weil es offensichtlich kulturübergreifend so viel Spaß macht empört zu sein.


    Die einzige Einschränkung im aktuellen Fall, die ich einbringen möchte: irgendwas will man mit einer Satire ja bezwecken. Nun ist Böhmenmann jetzt überall in den Medien, genauso wie seine Frage wie weit Satire gehen kann. Jetzt könnte man denken: cool, genau das wollte er. Nur gleichzeitig waren seine Beiträge im Zusammenhang mit der Flüchtlingspolitik äußerst Merkel-freundlich. Und ausgerechnet Merkel wird aus dieser Geschichte Schaden nehmen. Da ist irgendwas extrem aus dem Ruder gelaufen, und ich glaube, Böhmermann ist überhaupt nicht glücklich darüber.

    Meine Vorschläge waren auch eher älter.


    Ich würde zwar nicht gleich sagen, dass moderne SF direkt tot ist. Es gibt sicherlich sehr viele gute aktuelle SF-Stories, oder besser: ich vermute es (lese in letzten Jahren zu wenig SF). Ich glaube aber, dass es Tendenzen gibt, die schlecht zu deinem Suchprofil passen.


    1. Neue Technologien: da hat sich die SF irgendwie selbst eingeholt. Am Modernsten scheint mir häufig das, was der Gegenwart am nächsten ist. Cory Doctorow, William Gibson. Radikal zeitgenössische Literatur sozusagen als perfekter SF-Ersatz... Vielleicht technologisch etwas abgefahrener: Rudy Rucker oder Charles Stross.


    2. Aktuelle SF ist irgendwie ernsthafter als früher. Finde ich schade. Wo sind überhaupt die Vonneguts von heute? Alles so unironisch heute... Vielleicht ein paar Ausnahmen: Terry Bisson und (wieder) Rudy Rucker.


    3. Wenn 1 oder 2 bei einem Autoren zutrifft scheitert es dann meistens beim "Character-driven" (z.B. Bei Rucker)

    Was Ironie und Spass angeht würde ich Robert Sheckley empfehlen. Ist auch nicht so weit weg von Philip K. Dick. Allerdings auch nicht wesentlich charakterbasierter als PKD.


    Gute charakterbasierte SF schreiben z.B. Maureen F. McHugh (ABC Zhang), Pat Cadigan, Nancy Kress, Michael Bishop, Ian Watson und viele mehr.

    Grundsätzlich hat Voltaire schon Recht. Es ist gesellschaftlich einfach nicht ansatzweise repräsentativ wenn unter den 20 nominierten Schauspielern nur Weiße sind. Dass da irgendwann auch mal ein Schwarzer einen Oscar gewonnen hat, rettet das auch nicht.


    2 Einschränkungen aber:
    - Will Smith ist kein gutes Beispiel, um ein Zeichen zu setzen: er hat sich eine Nominierung erhofft und daher wohl kaum objektiv.
    - Es ist vor allem ein systemisches Problem. Wenn nur Weiße für Rollen besetzt werden, können auch nur Weiße nominiert werden. Die Oscars sind also nicht alleine schuld.

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    Original von Beatrix
    Fargo soll ja wohl in Minnesota liegen - die Serie wird aber vor meiner Haustür gedreht!


    Fargo liegt in North Dakota, nicht Minnesota. Der Name des Films bzw. der Serie ist auch ein wenig irreführend, weil die größten Teile (beim Film, glaube ich, sogar komplett) eben in Minnesota spielen.