Beiträge von Googol

    Hisham Matar - My Friends


    Khaled and Mustafa meet at university in Edinburgh: two Libyan eighteen-year-olds expecting to return home after their studies. In a moment of recklessness and courage, they travel to London to join a demonstration in front of the Libyan embassy. When government officials open fire on protestors in broad daylight, both friends are wounded, and their lives forever changed.

    Over the years that follow, Khaled, Mustafa and their friend Hosam, a writer, are bound together by their shared history. If friendship is a space to inhabit, theirs becomes small and inhospitable when a revolution in Libya forces them to choose between the lives they have created in London and the lives they left behind.


    ASIN/ISBN: 0241409497

    Rachel Kushner - Creation Lake


    Sadie Smith – a thirty-four-year-old American undercover agent of ruthless tactics and bold opinions – is sent by her mysterious but powerful employers to a remote corner of France. Her mission: to infiltrate a commune of radical eco-activists influenced by the beliefs of an enigmatic elder, Bruno Lacombe, who has rejected civilisation, lives in a Neanderthal cave, and believes the path to enlightenment is a return to primitivism.


    ASIN/ISBN: 1787334384

    Samantha Harvey - Orbital


    A team of astronauts in the International Space Station collect meteorological data, conduct scientific experiments and test the limits of the human body. But mostly they observe. Together they watch their silent blue planet, circling it sixteen times, spinning past continents and cycling through seasons, taking in glaciers and deserts, the peaks of mountains and the swells of oceans. Endless shows of spectacular beauty witnessed in a single day.


    ASIN/ISBN: 1529922933

    ASIN/ISBN: 3423284234

    Percival Everett - James


    The Mississippi River, 1861. When the enslaved Jim overhears that he is about to be sold to a new owner in New Orleans and separated from his wife and daughter forever, he decides to hide on nearby Jackson’s Island until he can formulate a plan.

    Meanwhile, Huck Finn has faked his own death to escape his violent father who recently returned to town. Thus begins a dangerous and transcendent journey by raft along the Mississippi River, towards the elusive promise of the free states and beyond. As James and Huck navigate the treacherous waters, each bend in the river holds the promise of both salvation and demise.

    With rumours of a brewing war, James must face the burden he carries: the family he is desperate to protect and the constant lie he must live. And together, the unlikely pair embark on the most dangerous, and life-changing, odyssey of them all . . .


    ASIN/ISBN: 103503123X

    ASIN/ISBN: 3446279482

    Rita Bullkwinkel - Headshot


    Headshot ist die Geschichte der acht besten Teenager-Mädchen-Boxer in den Vereinigten Staaten, erzählt über die zwei Tage eines Meisterschaftsturniers und strukturiert als eine Reihe von Face-Offs. Während die Vergangenheit und Zukunft der Mädchen kollidieren, wird die spezifische Freude und Gewalt des Sports mit elektrischer Energie zum Leben erweckt, und ein Porträt von Wunsch, Neid, Perfektionismus, Wahnsinn und schiere körperliche Lust, das jede dieser jungen Frauen zum Kampf motiviert.


    ASIN/ISBN: 1914198727

    ASIN/ISBN: 3351041993

    Colin Barrett - Wild Horses


    As Ballina prepares for its biggest weekend of the year, the simmering feud between small-time drug-dealer, Cillian English, and County Mayo's enforcers, Gabe and Sketch Ferdia, spills over into violence and an ugly ultimatum.

    When the reclusive Dev answers his door on Friday night he finds Doll - Cillian's teenage brother - in the clutches of Gabe and Sketch. Jostled by his nefarious cousins and goaded by his dead mother's dog, Dev is drawn headlong into the Ferdias' revenge fantasy.

    Meanwhile, seventeen-year-old Nicky can't shake the feeling something bad has happened to her boyfriend Doll. Hungover, reeling from a fractious Friday night and plagued by ghosts of her own, Nicky sets out on a feverish mission to save Doll, even as she questions her future in Ballina.


    ASIN/ISBN: 022409985X

    Ken Loach ist auch noch mit 86 in Topform.


    The Old Oak spielt in einer ehemaligen Bergarbeiterstadt in England, in der nicht mehr viel läuft, und dann kommt eines Tages ein Bus mit syrischen Flüchtlingen, die im Dorf untergebracht werden. Es entsteht eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen dem Besitzer der einzigen Kneipe des Dorfes und einer jungen Syrerin. Und es entsteht ein Kampf um diesen einzig verbliebenen sozialen Raum des Dorfes, denn das Stammpublikum ist so die Kategorie "die Flüchtlinge sind an all meinem Elend schuld".


    Wieder kombiniert Loach diese Geschichte mit den Kämpfen der Arbeiterklasse in England und sieht keinen Widerspruch zur Empathie mit den Flüchtlingen. Ein sehr humanistischer Film, der Hoffnung aufzeigt, aber auch dessen Grenzen aufzeigt. Ein sehr schöner Film.


    Kostenlos auf Prime.


    ASIN/ISBN: B0CVKFGXL8

    Ich habe den Roman auf Englisch gelesen, allerdings abgebrochen. Ich habe keine größeren Probleme mit dem Gendern, aber ich finde es einen sehr mutigen, aber auch irgendwie übergriffigen Eingriff in das Original. Wäre das ein deutschsprachiger Roman, dann ja, vielleicht würde das Gendern passen. Aber wenn jetzt sogar so weit in die Handlung eingegriffen wird, dass die Figur bewusst gendert, dann bitte, wo hört das dann auf? Da speziell deutsche Grammatik und Syntax im originalsprachlichen Kontext keinen Sinn machen, müsste man die ganze Handlung ja nach Deutschland verlegen.

    Wenn ich mich nicht verguckt habe, kann ich den Elfmeter nicht nachvollziehen. Der Ball war doch schon geschoßen und in der Luft, als der Niederländer ihn getroffen hat. Hat also eigentlich nichts beeinflußt.

    Eine Analogie, an die ich gerade denken muss: Bibliotheken. Sie werden auch über öffentliche Mittel finanziert.


    Wie viele Prozent der Bevölkerung würden sie niemals nutzen? 90%? Wieso bezahlt dann doch jeder für sie, und wie viele dieser 90% würden das dann auch gerne nicht mehr tun, weil ja nichts verloren geht, weil wen interessiert es?


    Aber wollen wir nicht gleichzeitig als Gesellschaft es Menschen, vielleicht Kindern aus genau diesen kulturfernen Haushalten, ermöglichen, zufällig oder weil sich die Gelegenheit ergibt, dann doch einmal eine Bibliothek zu betreten?


    Es müssen halt auch Möglichkeiten geschaffen werden.

    Ich schaue seit Jahren Lesenswert Quartett & Co. als Stream. Das Format hat also nicht unbedingt etwas damit zu tun, wie eine Sendung finanziert wurde, und da gibt es vielleicht auch eine gewisse Unkenntnis. Ähnlich wie der Strom aus der Dose kommt, nimmt man dann vielleicht das eine oder andere Angebot einfach als selbstverständlich an. Ist es aber nicht.


    Ich tue mich schwer mit Kritik an "Zwangsgebühren". Wie schon von Tom angedeutet, hat das immer so eine politische Note, mit der ich mich nicht identifizieren kann, und der Preis dafür steht in keinem Verhältnis zu den angeblichen Nachteilen derselbigen. Ich erinnere mich immer an ein Interview in einer Fernsehzeitung vor vielen, vielen Jahren, wo irgendein Prominenter, vielleicht ein Fußballer, auf die Frage, was ihn im Fernsehen stört oder nervt, geantwortet hat: diese Alexander-Kluge-Sendungen, die mitten in der Nacht auf RTL und/oder SAT 1 liefen. Keine Ahnung, ob das irgendeine Auflage für die Sendelizenz war, aber ich habe nur so gedacht: Ja, genau, 24x7-Programm für die Massen und dann zwischen 1 und 2 in der Nacht an einem Wochentag Kultur. Ist jetzt genau das, was abgeschafft gehört. Das hat für mich immer so eine radikal anti-intellektuelle Note.


    Und wenn man das nur durch den Markt regeln würde, dann würde es aus meiner Sicht sehr schlecht um das kulturelle Programm stehen. Diese Nischenprogramme müssen irgendwie gefördert werden, oder wir bekommen nur noch pinkes, süßes Popcorn 24x7 serviert.

    Fleur Jaeggy: «Die seligen Jahre der Züchtigung». Suhrkamp, 2024


    Interessant, dass ein Buch ein zweites Mal im Literaturclub besprochen wird. Frage mich, ob das ein Novum ist. Zum ersten Mal 1996 (in der SFR Mediathek verfügbar, geo-locked). War damals eher ein Verriss.

    dieser Religion ansehen. Eine Warnung aber auch bezüglich vor Islam-Toleranz.


    Man muss nach dieser Message schon sehr gezielt suchen, um sie vielleicht zu finden. Ich sehe das überhaupt nicht so. Rushdie beschreibt sich in erster Linie als Atheist, nicht explizit als Anti-Islamist. Im besagten fiktiven Zwiegespräch mit dem Attentäter, einem von acht Kapiteln, erwähnte er sogar, dass er sich zum Beispiel für die Moschee in der Nähe der eingestürzten Twin Towers ausgesprochen hat.


    Tatsächlich beschreibt Rushdie das Attentat und die Folgen in einem Detail, das die Tat erst einmal vom Kontext löst, und als Rushdie später die Zusammenhänge erarbeitet, geht es unter anderem auch um literarische Bezüge (Beckett, Mahfuz). Wo ich zustimme, ist, dass man so ein Buch nur schreiben kann, wenn man ein solches Attentat selbst erlebt hat, denn er geht auf klinische Details ein, die wehtun – ihm, aber auch den Lesern. Ihm wurde ins Auge gestochen, was das im Detail bedeutet, liest man hier.


    Sehr gefallen haben mir die Passagen, in denen er auf seine Kollegen wie Martin Amis oder Paul Auster trifft, die beide ihrerseits mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatten und inzwischen verstorben sind. Er widmet sehr viele Zeilen seiner Wertschätzung für seine Unterstützer, die sich für ihn eingesetzt haben und z. B. Lesungen aus seinem aktuellen Buch 'Victory City' veranstaltet haben, als er nicht dazu in der Lage war, wie z. B. Neil Gaiman und Margaret Atwood. Es gibt auch einige Spitzen gegen den intellektuellen Kreis, der sich nach dem Erscheinen der 'Satanischen Verse' gegen ihn gestellt hat, oder die Presse für ihre sensationalistische Berichterstattung, die ihn noch zusätzlich in Gefahr gebracht hat.


    Rührend sind die Szenen mit seiner Frau. Es war schön zu lesen, aber als Roman wäre mir das zu viel 'Love conquers everything' gewesen. Wie die beiden durch dick und dünn gehen, ist beeindruckend.

    "The Banshees of Inisherin“ hat mir sehr gefallen, aber bei "Everything, everywhere..." hätte ich fast einen epileptischen Anfall bekommen und ich habe auch nur fünf Minuten von "Oppenheimer" ertragen. Diese Filme haben diese eigenartige nervöse Ästhetik die ich schwer ertragen kann und dann gehen diese Film dann auch noch gerne 150 Minuten.

    Die österreichische Autorin Helena Adler ist heute im Alter von 40 Jahren nach längerer Krankheit verstorben. Sie ist die Autorin von drei Romanen, u.a. Die Infantin trägt den Scheitel links, der auf der Longlist für den deutschen Buchpreis 2020 stand, und Fretten.


    2023 sollte sie eigentlich beim Ingeborg Bachmann-Preis lesen, musste damals aber bereits aus gesundheitlichen Gründen ihren Text zurückziehen.

    This Other Eden - Paul Harding


    Ich fand den Roman einfach nur prätentiös, irgendwie unehrlich in der Art und Weise, wie Themen hier behandelt werden und wie scheinbar literarische Stilmittel eingesetzt werden. Die reale Vorlage für die Geschichte ist spannend und wichtig (die Geschichte um Malaga Island: einer rassistisch motivierten Evakuierung einer Insel vor der amerikanischen Atlantikküste), aber was ist der Schreibanlass? Wieso brauchen wir die Geschichte ausgerechnet aus der Perspektive eines alten, weißen Englischprofessors? Das Buch hat nicht einmal 200 Seiten, und der Autor hat nach eigenen Angaben ein Jahrzehnt daran geschrieben, jedes Wort ist sozusagen handverlesen und mit intellektueller Höchstanstrengung produziert. Für mich nur die Simulation guter Literatur.


    ASIN/ISBN: 1529152542