Beiträge von Ballerina

    Spannender Thriller mit grottigem Ende

    Der Escaperoom-Thriller „Raum der Angst“ von Marc Meller liefert genau was sich der Leser aufgrund des Titels und des Covers verspricht - eine atemberaubende Ralley einer Gruppe von Menschen durch verschiedene Escape-Rooms mit Toten, Spannung und mehreren Twists. Hätte der Autor ein schlüssiges Ende gewählt, wäre das Buch ein stimmiges Gesamtkonzept gewesen. So wird der Leser leider unbefriedigt zurückgelassen. Dem Titel und der Buchbeschreibung waren leider nicht zu entnehmen, dass es sich wohl um den Auftakt einer ganzen Buchreihe handeln soll.


    Mir hat das Lesen viel Spaß gemacht. Die Handlung dreht sich um ein psychologisches Experiment eines Hochschulprofessors, dessen sieben freiwillige Teilnehmer zunächst unwissend „umgeleitet“ werden. Sie müssen nun unfreiwillig ein Spiel um Leben und Tod spielen. Dazu kommt noch Hannah, eine Psychologiestudentin, die entführt wurde, sich aber aufgrund von k. o. Tropfen nicht an ihren Entführer erinnern kann. Die jetzt acht Teilnehmer formen eine Gruppe und stellen sich der unfreiwilligen Aufgabe.


    Der Leser erfährt neben diesen Beschreibungen parallel noch den Handlungsstrang der ermittelnden Polizisten. Dieser bezieht den Professor des ursprünglichen Experiments und einige „Nebenschauplätze“ mit ein.


    Insgesamt ergibt sich so ein wirklich stimmiges Buch. Leider ist das Ende in meinen Augen lächerlich und künstlich darauf angelegt, Folgebücher zu verkaufen. Hätte der Autor den Plot einfach zu Ende gebracht, so wie er das gesamte Buch geschrieben hat, hätte er von mir vier bis fünf Sterne erhalten. So sind es nur drei von fünf.

    Vorweg geschickt - leider konnte ich nicht an der Leserunde mit Petra teilnehmen. Das war beim Lesen der Zarentochter-Bücher das Highlight. Dennoch werde ich es mir nicht nehmen lassen, jetzt noch die gesamte Leserunde der Champagnerkönigin Post für Post nachzulesen :-)


    Hier schon mal meine Rezi:



    Petra Durst-Benning - Die Champagnerkönigin


    Ein Buch zum Träumen und Erwachen


    Die Champagnerkönigin ist der zweite Teil der Jahrhundertwind-Trilogie von Petra Durst-Benning. Leider habe ich den ersten Teil nicht gelesen, aber auch so war der Einstieg in dieses Buch problemlos möglich und das Lesen ein voller Genuss.


    Mit viel Liebe zum Detai beschreibt Petra Durst-Benning, wie aus der frisch vermählten Großstadtpflanze Isabelle Feininger eine bodenständige Champagnerwinzerin wird. Auf diesem Weg hat sie vor allem mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen, denn sowohl ihr Mann als auch das ererbte Champagner-Gut haben keinerlei finanzielle Rücklagen. Statt in einem Leben als "feine Gutsbesitzerin" sieht sich Isabelle plötzlich in der Rolle der Hausfrau, Putz- und Waschfrau, muss kochen lernen und sich mit den Finessen der Champagnerproduktion auseinandersetzen. Dabei ist ihr vor allem ihr Verwalter eine große Stütze, während ihr Mann Leon mehr durch Abwesenheit und Desinteresse glänzt. Als dieser durch einen Unfall ums Leben kommt, muss sich Isabelle fortan alleine durchschlagen, was ihr aber zunehmend besser gelingt.


    Mir hat beim Lesen besonders gut gefallen, wie intensiv Petra Durst-Benning sich wieder einmal mit dem von ihr gewählten Thema auseinandergesetzt hat. Als Leser fühlt man sich wirklich hineinversetzt in die Landschaft der Champagne, deren Beschaffenheit und Farben wunderbar beschrieben werden. Gleiches gilt für die Arbeit auf dem Weingut. Immer wieder lässt Petra Durst-Benning hier geschickt Fachwissen einfließen, so dass der Leser den Ablauf der Jahreszeiten und die damit verbundenen Herausforderungen wunderbar nachvollziehen und miterleben kann. Nebenbei macht sie deutlich, wie die Emanzipation der Frauen sich immer wieter entwickelt. Dieses Thema wird wohl im dritten Teil der Trilogie nochmal extrem wichtig, wenn ich die kleine Andeutung auf Clara richtig gedeutet habe.


    Insgesamt ist das Buch für mich eine klare Leseempfehlung, wenn man historische Romane mag. Wenn man darüber hinaus noch ein Faible für Champagner und/oder Frankreich hat, ist es sowieso ein Muss!


    8/10 Punkte

    Zitat

    Original von Wuermchen
    Ich kämpfe mich gerade durch "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand", die von Otto Sander gesprochen wird. Der nuschelt und spuckt selbst wie ein Hudnertjähriger und man möchte ihm eine neue Zahnprothese spendieren, echt schlimm. Außerdem spricht er die englischen Namen so grausam aus.


    Das finde ich witzig, dass Du das sagst. Gerade Otto Sander hat mir zu diesem Hörbuch gepasst wie "Faust aufs Auge" :-]
    Ihm nimmt man den Hundertjährigen ab, und so alt ist der Ich-Erzähler nun mal. Alles andere wäre mir komisch vorgekommen. Ich finde faszinierend, wie er auch das Erzähltempo richtig herausgenommen hat, so dass ich mir wirklich vorkam, als wenn mein Opa mir von früher erzählen würde, so ganz gemütlich und angenehm. Mir hat Otto Sander hier wirklich hervorragend gut gefallen, aber ich kann auch die andere Seite verstehen. Mein Mann ist grundsätzlich nach zwei Sätzen in Tiefschlaf gefallen :lache

    Das Wüten der ganzen Welt lag jetzt einige Jahre auf meinem SuB. Jetzt habe ich es mit kleiner Unterbrechung endlich gelesen, und es hat mir gefallen.


    Wie milla den Erzählstil und -Fluss beschrieben hat, trifft wunderbar. Das ruhige Tempo ließ mich zunächst nicht richtig in die Geschichte hineinkommen, aber einmal drin, ließ ich mich wie auf einer Grachtenfahrt treiben (mit kleinen Stromschnellen zwischendurch) ;-)


    Für mich kam die als überraschend beschriebene Wende zum Schluss zwar nicht mehr allzu überraschend, aber das war in Ordnung. Insgesamt habe ich das Buch mit den vielen Bezügen zur klassischen Musik gemütlich genossen :-)


    8 Punkte von mir :wave


    Lesen bringt wirklich nur halb soviel Spaß. Im Mai kommt Marc-Uwe übrigens zu uns in die Stadt und macht einen Abend mit Känguru, ich freu mich schon wie verrückt :kopfdreher


    Das Känguru gehört bei mir wirklich dazu und hat bei uns in der Familie seinen eigenen Platz ;-) Die neue Aufnahme von Teil 1 ist übrigens super-klasse. Vom Vortrag deutlich mehr an Teil 2 orientiert und auch von der Tonqualität vieeel schöner :-)

    Zitat

    Original von Sandrah
    Irina von Bentheim - gerade höre ich sie das zweite Mal in einem Hörbuch aber sie sagt mir wieder so gar nicht zu.


    Kann ich verstehen, sie ist schon ein wirklicher Fall von "geschmacksache", wobei ich sie schon gehört habe und sie durchaus mochte :-)

    Danke für den Link. Interessanter als den Post finde ich noch die darunter angeführten Kommentare von Lia. Mir ging es sehr ähnlich wie ihr. Nebenbei gesagt bin ich beim Lesen der dt. Zitate ziemlich entsetzt über die sprachliche Qualität der Übersetzung. Ich habe die Bücher auf englisch gelesen, was aufgrund des einfachen Stils gut möglich war. Da fallen mir als Nicht-Native-Speaker die Feinheiten natürlich nicht so auf, aber einige dt. Formulierungen haben mich doch schauern lassen ("...mit lebhaftem Unglauben", ..."was bedeutet sie für mich?" ".. eine Gefahr, die Du auf uns alle ausgeweitet hast", "...besorgt um seine Reaktion",)


    Aber selbst wenn ich über diese Dinge hinwegschaue und mich einfach treiben lasse von der zugegeben angenehm dahinfließenden Handlung, stoßen mir genau wie Lia am meisten die Stellen auf, in denen es um Bellas Selbstbestimmung, ihren Umgang mit Sexualität geht, die Beziehung Mann/Frau etc. Hier fühlte ich mich teilweise einer versuchten Manipulation unterworfen, und soetwas mag ich nicht.


    Bitte nicht falsch verstehen - ich habe dennoch alle vier Teile gelesen und möchte das Buch nicht generell verteufeln, aber ich mache mir doch immer wieder Sorgen, wenn Bella für Frauen quasi als Vorbild oder Edward ein Mann zum "Beziehung-Träumen" genommen wird.


    Wenn wir heute ein altes Trotzkopf-Buch in die Hand nehmen, lachen wir darüber, wie wenig eine Frau damals selber entscheiden durfte und wie sie sich anpassen musste, aber geistig war Trotzkopf mir als "Querdenker" fast lieber als Bella über 100 Jahre danach, die kein Selbstwertgefühl hat und nur im Sinne Edwards leben möchte. (Trotzkopf wurde wohl 1885 geschrieben, wenn ich das gerade richtig nachgelesen habe!)


    So, das musste nochmal raus, jetzt sollen meinetwegen wieder alle schwelgen, tu ich ja auch ab und zu mal gerne ;-)

    Zum Thema Hörbücher - ich habe den Touch, der das theoretisch könnte, aber dafür finde ich den Speicherplatz auch zu wenig. Auf meinem mp3player habe ich derzeit um die 12 GB voll, meistens Hörbücher. Das wäre ja ein ewiges Rauf- und Runtergezerre beim Kindle.


    Was ich ganz interessant fand, man kann sich glaube ich jeden Text auch vorlesen lassen (quasi so als Spontan-Hörbuch), habe ich aber auch noch nicht richtig genutzt, aber glaube ich mal ausprobiert.

    Hm, ich bin mir ebenfalls überhaupt nicht sicher, ob ich den Film anschauen soll. Über die Jahre ist das Buch immer noch sehr präsent in meinem Kopf bzw. die Bilder. Durch zusätzliche Informationen über die Autorin haben sich diese auch immer wieder verändert. Beim Lesen habe ich das Buch sicherlich anders wahrgenommen, als ich es jetzt tue, aber das gehört halt alles zusammen, auch diese Entwicklung. Vielleicht ist die Sicht, die der Regisseur und die Schauspieler auf den Text vermitteln eine Bereicherung, vielleicht aber auch eine Enttäuschung... Also bisher noch unentschieden :hmm

    Ich hatte das Hörbuch dieses Jahr auch mit im Urlaub und fand es ganz gelungen, obwohl ich Mirja Bös sonst eher nicht so mag. Für diese Kurzgeschichten fand ich Ihren Sprechstil sehr passend und amüsant.


    Ein Problem habe ich allerdings - ich habe das Buch bei Libri als Download gekauft und 14 mp3-Tracks bekommen (gerade nochmal den Original Zip-Download gecheckt). Allerdings kommt mir das Ende derart abgehackt vor, dass ich das Gefühl habe, dass mir hier etwas fehlt. Klar ist das Hörbuch gekürzt, aber mitten in der Griechenland-Episode???


    Zwischendurch kam auch mal die Ansage "das Hörbuch wird mit der CD XY fortgesetzt", obwohl ich ja nur Dateien habe, aber so ganz ohne Abspann das Buch zu beenden kommt mir doch komisch vor. Wie war das bei den anderen Eulen?


    Lieben Gruß in die Runde und sonnigen Sonntag :wave


    Edit: Ein erneuter Download brachte tatsächlich 43 (!) tracks zutage und mir das offizielle Ende :-)

    Seit ich den Kindle habe, möchte ich ihn nicht mehr missen. Und wenn ich sehe, was ich inzwischen schon alles an kostenlosen Büchern gelesen habe oder auf dem elektronischen SUB (habe mir einen Ordner eingerichtet) habe, hat sich der Kaufpreis ziemlich refinanziert.


    Wenn Du Vampirromane magst, bis Ende Aug. gibt es z. B. jeden Freitag einen Roman kostenlos (Kindle-Post).


    Für einen Auslandsaufenthalt gibt es nichts besseres :wave

    Ich denke auch, dass es nicht richtig beschrieben wird. An aus dem Fenster klettern kann ich mich jetzt nicht erinnern. Ich weiß noch dass ich die Beschreibung der letzten Nacht sehr wirr fand. Jonathan belauscht meine ich noch ein Gespräch, in dem Dracula die drei Ladies davon abhält, sich Jonathan zu schnappen, weil er sagt, in dieser Nacht gehöre er ihm. Ich schau gerne nochmal nach zuhause, denn ich habe ja auch die Kindle-Version gelesen (und müsste mich eigentlich erinnern :bonk).


    Aber ich vermute jetzt eigentlich, dass es wirklich an der Stelle nicht so genau beschrieben wird. Aufschlussreicher fand ich den Brief, den die Nonne an seine Verlobte schreibt. Darin beschreibt sie ja recht genau, wie der Reiseweg von Jonathan verlaufen ist (von Leuten aufgegriffen und hilflos in den Zug gesetzt, weil sie ihm nicht helfen konnten, bis er in größerer Stadt mit Krankenhaus ankam - wieder soweit ich mich richtig erinnere).


    Edit: Habe jetzt nochmal nachgeschlagen - engl. Kindle-Version Seite 45. Jonathan beschreibt, dass er nicht alleine mit den Ladies im Schloss bleiben will und will versuchen es auf dem Weg über die Wand zu versuchen, wo er ja vorher auch schon ins Nachbarzimmer geklettert ist Von dort nimmt er noch etwas Gold mit und will einfach nur den nächsten Zug erreichen und heim :-)

    Zitat

    Original von Moloko



    Dracula war keineswegs die erste Vampirgeschichte in Buchform. Vor Bram Stoker haben schon andere Autoren über die Geschöpfe der Nacht geschrieben. Stokers Geschichte hat sich jedoch im Verlaufe der Zeit zur bekanntesten unter den Klassikern entwickelt.


    Aha, ich wusste doch, dass sich hier jemand besser in dieser Thematik auskennen würde - danke für die kompetente Antwort :wave

    Dracula habe ich mir vor vielen Jahren bereits einmal in London auf englisch gekauft und bin leider nie über die ersten zehn Seiten herausgekommen. Es waren einfach zuviele Begriffe, die ich nachschlagen musste.


    Jetzt mit Anschaffung eines Ebook-Readers habe ich dem Buch noch mal eine Chance gegeben (zumal kostenlos verfügbar) und war einfach nur baff, wie toll es zu lesen war :yikes Die Begriffe, die ich nicht kannte, konnte ich mit einem Griff auf mein Touch-Display nachschlagen, und das wurde im Laufe des Lesens immer seltener nötig.


    Für mich war in der Fremdsprache sehr auffällig, dass das Buch eben schon älter ist, da viele Begriffe heute einfach so nicht mehr verwendet werden (deshalb ja auch zuerst die Schwierigkeiten auf Englisch). Allerdings fand ich das gleichzeitig auch sehr faszinierend. Ich bin kein Vampir-Fan oder -Experte, aber Bram Stoker war jawohl soetwas wie der "Grundsteinleger" aller Vampirgeschichten, oder? "Dabei zu sein" war für mich spannend und fühlte sich speziell durch die Erzählweise in Tagebuchform sehr nah an den Charakteren an. Ich hatte immer wieder das Gefühl, dass, wenn ich das Buch vor 100 Jahren gelesen hätte, ich bestimmt sehr befremdet/überrascht/gefesselt gewesen wäre :lache


    Insgesamt war es für mich ein schönes Erlebnis, zumal ich Dracula nun nach all den Jahren endlich auf Englisch geschafft habe :-) Da das Buch zwischendurch auch deutliche Längen hatte und mich die gesamte Thematik zwar fasziniert aber nicht ohne Ende gefesselt hat, vergebe ich 6/10 Pkt.


    Ich glaube man kann in den Einstellungen die Standard-Wörterbücher für die einzelnen Sprachen hinterlegen. Bei Engl. habe ich zusätzlich auch ein Engl.-Dt. hinterlegt, auf das er standardmäßig zugreift. Wörter die dort nicht vorhanden sind, nimmt er aus dem engl-engl. (ich habe das am. ausgewählt, aber auch brit. engl. ist ja kostenlos vorhanden). Das finde ich super, denn das engl.-dt. ist sehr einfach gestrickt, aber fürs reine Verständnis ausreichend.


    Auf dt. Wörter habe ich bisher nicht gedrückt, werde das aber gerne nachholen ;-) Ich denke, hier ist es dasselbe, er sucht in dem hinterlegten Wörterbuch (bei dt. Fremdwörterbuch sinnvoll).

    Was ich einfach genial finde ist die Übersetzungsfunktion beim Touch - einfach länger auf einem Wort bleiben und schon bekommt man das dt. Wort angezeigt.


    Ich habe mir vor Jahren in London mal Dracula gekauft und bin nie über die ersten fünf Seiten hinausgekommen. Jetzt lese ich das Buch kostenlos auf dem Kindle und bin schon bei Seite 80! Einfach genial finde ich das :-]