Beiträge von Tempe

    Ich finde, Fridi bleibt in ihrer diplomatischen Art ein bisschen blass zwischen zwei so starken Typen wie Lea und Annette, aber das stört mich nicht. Weil mir die ganze Geschichte nah am Leben vorkommt und sich so schön weg liest. Und die Rededuelle zwischen ihnen sind einfach genial :lache

    Ich dachte bei der Freibadepisode, dass der Unterschied zwischen Annette und der Krimimutti gar kein so Großer ist. Als wenn sie eine aktive Antiautoritäre und die andere eine Passive wäre :grin

    Alleinerziehend mit Mann ist Annette in diesem Fall wohl auch. :grin Und wenn der Ehemann dann noch zum dritten Kind mutiert, dann kämpft sie an allen Fronten.

    Nadezhda : Keine Sorge, ich fühlte mich nicht auf den Schlips getreten :lache. Du hast schon recht, die Gefahr des Helikopterns ist bei uns schon eine Große, und ich schätze mal, sie entsteht auch aus einer Form des schlechten Gewissens. Wenn man nicht arbeitet und 'nur Zuhause sitzt' , will man eben alles perfekt machen und lädt sich immer mehr auf, um dieses vermeintliche Manko zu kompensieren :gruebel

    Das haben alle Mütter gemeinsam: ein schlechtes Gewissen, egal was sie tun.

    Ich oute mich erst mal als jammernde Vollzeit-Mutti :kreuzund eine verheiratete Alleinerziehende. Aber eine, die alle abeitenden Mütter gehörig bewundert! Da kann ich nun nicht wirklich mitreden, was das jeden Tag für einen Spagat bedeutet, Familie und Job unter einen Hut zu bekommen, aber es wird hier im ersten Abschnitt so deutlich gezeigt, dass ich beim Lesen ganz traurig wurde. Die Mütter schuften an allen Fronten, ein schlechtes Gewissen immer inklusive, versuchen, jeden Tag zu überleben, und es reicht doch nicht. Nicht für den Job und die Kinder kommen zu kurz. Und wenn dann noch jemand krank wird, bricht das ganze mühsam aufrecht erhaltene Konstrukt gleich völlig zusammen.

    Als ich diese Überschrift gelesen habe, musste ich auch sofort an Grishams "Das Fest" denken:lache Das ist bei mir immer mit dabei. Weihnachten mit Astrid Lindgren als Hörspiel auch.

    Und natürlich Dickens "Weihnachtsgeschichte" entweder traditionell oder auch gern in neuer Form, wenn es grade eine gibt.

    " Das Wolkenschloss" von Kerstin Gier

    Hoch oben in den Schweizer Bergen liegt das Wolkenschloss, ein altehrwürdiges Grandhotel, das seine Glanzzeiten längst hinter sich hat. Aber wenn zum Jahreswechsel der berühmte Silvesterball stattfindet und Gäste aus aller Welt anreisen, knistert es unter den prächtigen Kronleuchtern und in den weitläufigen Fluren nur so vor Aufregung. Die siebzehnjährige Fanny hat wie der Rest des Personals alle Hände voll zu tun, den Gästen einen luxuriösen Aufenthalt zu bereiten, aber es entgeht ihr nicht, dass viele hier nicht das sind, was sie vorgeben zu sein. Welche geheimen Pläne werden hinter bestickten Samtvorhängen geschmiedet? Ist die russische Oligarchengattin wirklich im Besitz des legendären Nadjeschda-Diamanten? Und warum klettert der gutaussehende Tristan lieber die Fassade hoch, als die Treppe zu nehmen? Schon bald steckt Fanny mittendrin in einem lebensgefährlichen Abenteuer, bei dem sie nicht nur ihren Job zu verlieren droht, sondern auch ihr Herz.


    Das ist also die neuste Werk von Kerstin Gier. Ich konnte noch nicht herausfinden, ob es wieder der Auftakt einer Trilogie ist.

    Anders als in den Vorgängerserien tue ich mich recht schwer mit diesem Buch. Es häufen sich die Unsympathen darin und die Hauptdarstellerin ist reichlich langweilig.

    Ich habe das Buch bei vorablesen gewonnen, es war wirklich gewünscht und ich wurde nicht enttäuscht!
    Erzählt wird aus dem Leben zweier Frauen, der Schriftsellerin Margie, und deren Enkelin, der Malerin Madelaine. Beide haben dasselbe Schicksal, eine zerbricht daran, die andere schafft es, sich selbst aus diesem Sumpf zu befreien.
    Madelaine findet 1999 die Tagebücher ihrer Großmutter aus dem Jahr 1924. Beide sind Töchter aus besserer Gesellschaft und leben unter der Knute ihrer Mütter, ohne deren Maßstäben zu genügen. Beide entfliehen daraus in unglückliche Ehen, dabei Margie mit einem Umweg über Paris.
    Ich war beim Lesen etwas fassungslos ob der Willenlosigkeit, mit der die Mädchen sich von ihren Müttern und ihrem Mann verbiegen ließen. Und wie kaltherzig diese Mütter sich gegenüber ihren Töchtern gaben, wo doch diese nur wie jedes Kind die Liebe seiner Mutter sucht und braucht.
    Aber andererseits ist es auch total schön beschrieben, wie die Töchter erkennen, was sie da eigentlich leben und sich daraus befreien. Allerdings währt das Glück für Margie nur kurz, aber ihre Erfahrungen helfen ihrer Enkelin dabei, ihren Weg zu finden.
    Diese Geschichte hat mir wirklich gut gefallen, weil sie so warmherzig geschrieben und an keiner Stelle kitschig ist.

    Danke euch, das bringt mich weiter.
    Die Wolle muss ich noch kaufen, und dass es teuer werden könnte, hatte ich befürchtet. Bei 2 x 2 Metern kaufe ich die Wolle nach Bedarf, ich habe den Winter lang Zeit.
    Das mit den doppelten Fäden ist eine gute Idee für Wollreste, die ich vielleicht noch ergattern kann. Und eine dünnere Nalstärke werde ich mir auch noch besorgen, denn löchrig soll es dabei nicht werden. Ich dachte an schön dick und warm :-] Wenn die Teile unterschiedlich dick sind, finde ich es nicht schlimm. Wird wohl ordentlich unrund, das Teil :lache
    Aber womit strickt man bloß diese chunky Wolle?? Mit Zaunpfählen? :gruebel :chen Sieht allerdings sehr mächtig aus