Beiträge von Demosthenes

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    Original von Oryx
    Ja, das wäre interessant. Danke!


    Allerdings kenne ich Magen-, Darm-, Leber- und Gehirntumore auch bei Menschen und deren Tieren in meinem Umfeld, die nie ein Handy oder einen Sendemasten in der Nähe hatten. Dafür hätte ich auch gerne eine Erklärung, meine bisherige lautete auf Ernährung und Bausubstanz.


    Die Erklärung lautet wohl auf der Häufung der Fälle auf kleinstem Raum mit gemeinsamem Nenner. Die Wahrscheinlichkeit, daß soviele Krebsarten auf einem Raum auftreten ist praktisch gleich null.
    Zudem liegt ein ärztliches Gutachten vor, daß beistimmte Syptomatiken bei solchen durch Handys verursachte Krankheiten auflistet.

    Mein lieber Oryx,
    da darf ich dich eines besseren belehren. In unserer Neurochirurgie an der Uniklinik liegen genug junge Patienten mit Hirntumor, der von den dortigen Ärzten hinter der Hand als "Handysyndrom" diagnostiziert wird. Ich habe einige davon gerade kennengelernt. Außerdem habe ich meinen Tumor mit den ganzen Ablegern von zwei Masten, die mal gerade 60 m vor meinem Haus stehen. Mein Nachbar und ich liegen mitten in der Hauptstrahlrichtung und haben 2000 µW Belastung in den Häusern. Ergebnis: im letzen Jahr erkrankte mein Nachbar an Magenkrebs (Nichtraucher), seine Frau an Hautkrebs (Nichtraucher), mein Kater starb an Weichteilkrebs (auch Nichtraucher) und ich hab Hirntumor, Knochenkrebs, Lungenkrebs und an der Leber wohl auch. Und das alles, nachdem die Masten 5 Jahre in Betrieb waren. Übrigens stimmt der Verlauf genau mit der Naila-Studie überein, die auch die zeitlichen Vorgaben schon vor zwei Jahren veröffentlichten. Unterlagen darüber gibt es zuhauf. Wenn du Infos dazu brauchst und ich gerade mal nicht zu Chemo oder Behandlung bin, dann kann ich dir gerne damit dienen.

    Tja, ich habs jetzt auch gelesen und ich muß mich BJ anschließen. Einige Fäden sind noch offen geblieben und einige andere wurden doch ein wenig über Gebühr ausgewalzt.
    Aber wer die ersten beiden Bücher gelesen hat, muß zwangsläufig auch dieses lesen - trotz einiger Schwachstellen.

    Kurzbeschreibung
    Die Karibik im späten 17. Jahrhundert... Obwohl das Weltreich der Spanier im Niedergang begriffen ist, ächzen die Kolonien unter der Knute der spanischen Herren, deren Galeonen die Schätze der Neuen Welt nach Europa tragen. Vor diesem Hintergrund erfährt der Sklave Nick Flanagan vom Geheimnis seiner Herkunft. Auf der Suche nach seiner Bestimmung ergreift Nick die Flucht und wird zum Bukanier – nicht ahnend, dass eine ungeheure Bedrohung die karibische Sonne verfinstert. Ein unheilvoller Plan, ein tragisches Schicksal und der geheimnisvolle Zauber des Voodoo reißen den jungen Flanagan in ein aufregendes Abenteuer um Rache, Sühne und die Liebe seines Lebens. Ein farbenprächtiges Historiengemälde und romantisches Epos, das ein verloren geglaubtes Genre mit neuem Leben füllt.


    Meine Bewertung
    Ein netter kleiner Abenteuerroman, geschrieben im Stil jener Kolportageromane, die auch ein Karl May einmal schrieb. Die Gestalten sind schön im s/w - Modus gezeichnet und über allem schwebt die Liebe des Protagonisten zu seiner Angebeteten. Es ist keine weltbewegende Story, aber wer sich ohne viel nachzudenken unterhalten will, liegt mit diesem Roman goldrichtig.

    Hatten wir in dieser Partei nicht schon einige Kandidaten, die so Probleme mit ihrem Gedächtnis hatten? Spontan fällt mir da doch der alte Kohl ein und der verblichene Strauss - nicht daß bei der Partei (ich setze CDU und CSU mal ganz frech gleich) ein schlechtes Gedächtnis noch die Grundvoraussetzung für Karriere ist.

    Kurzbeschreibung
    Kommissarin Julia Durant ist höchst beunruhigt. Mit der Post hat sie einen Umschlag erhalten, in dem sich das Foto einer offensichtlich ermordeten jungen Frau befindet. Ein makabrer Scherz oder aber grausame Wirklichkeit? Noch während Julia und ihre Kollegen rätseln, erfahren sie, dass eine Frauenleiche gefunden wurde - die Frau auf dem Foto! An der Wand hinter ihr steht mit Blut geschrieben: Huren sterben einsam. Lange tappt Kommissarin Durant im Dunkeln, denn Svenja Martens, das Opfer, scheint ein völlig unauffälliger Mensch gewesen zu sein. Da passiert ein zweiter Frauenmord, und wieder wird Julia ein Foto des Opfers zugespielt. Sollte es sich um den Beginn einer grausamen Serie handeln? Julia ahnt nicht, dass sich der Täter ganz in ihrer Nähe befindet ...


    Meine Bewertung
    Der 9. Julia Durant-Fall und wieder schöpft Andreas Franz aus dem Vollen. Doch dieser Roman ist ein wenig anders als die vorherigen: Der Leser weiß mehr als die Kommissarin und gerade das bringt die Spannung auf den Siedepunkt. Der Roman ist ein weiteres Meisterwerk des Autors und ein glattes Muß für jeden Krimifan.

    Kurzbeschreibung
    Ein Abenteuer jenseits unserer Vorstellungskraft Der junge Tyler Dupree sitzt eines Abends mit seinen Freunden auf dem Dach – als plötzlich die Sterne verschwinden. Ein riesiger Energieschirm scheint sich um die Erde gelegt zu haben. Wie ist so etwas möglich? Wer ist dafür verantwortlich? Und was wird damit bezweckt? Während die Erde in Hysterie versinkt, beginnt für Tyler das Abenteuer seines Lebens …


    Meine Bewertung
    Ein Thema, wie es spannender nicht sein kann. Leider hat der Autor die Story mit seinem Stil in den Boden geschrieben. Die ständigen Retrospektiven stören den Lesefluß und nehmen die Spannung permanent wieder zurück. Stellenweise kann es dadurch auch zu Irritationen kommen, vor allem, wenn man die Lektüre einmal unterbrechen mußte. Schade, das Thema hätte auf jeden Fall etwas besseres verdient.

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    Original von Twiärsdriever
    Nur denke ich, dass sehr wohl ein Unterschied besteht zwischen z.B. Ahmadinedschad und Al Quaida, auch wenn mif beide gleichermaßen unsympathtisch sind. Terroristen, die eine A-Waffe in ihren Besitz bringen und anwenden erreichen damit ihr Ziel, ein Staatschef, der dies tut muss damit rechnen, letztlich dadruch seine Macht zu verlieren, da sein System einem zu erwartenden Gegenschlag nicht standhalten könnte.


    Genau das ist das Motiv, das die Großmächte bisher von einem Unfug abgehalten hat. US und Rusland haben noch ein Potential, die Erde gleich mehrfach in einen unbewohnbaren Schutthaufen zu verwandeln. Leider gilt dieses Motiv nicht irgendwelchen Fundamentalisten. Diese würden in ihrem Selbstmordwahn auch die ganze Erde vernichten, wenn es ihren Wahnideen zupass käme. Das sind Risiken, die nicht mehr zu berechnen sind. Vernunft spielt bei diesen Leuten keinerlei Rolle. Für die gibt es keine "Patt-Situation" wie bei den Großen Mächten.

    Du magst zwar Recht haben mit den meisten deiner Ausführungen, doch mich persönlich beschleicht das Grauen, wenn ich bedenke, daß die fundamentalistischen Ayatollas plötzlich über die A-Bombe verfügen. Denn das bedeutet, daß auch die echten Terroristen wie Al Qaida, Hisbollah etc. Zugriff darauf bekommen. Also die besten Aussichten, diese Welt in den absoluten Untergang zu treiben. Bush und Putin sind wenigsten einigermaßen berechenbar, die Ayatollas aber nicht.

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    Original von beowulf
    Deine Rede bestätigt ja nur das gesagte, deine Vorortapotheke ist schon
    Ausdruck der Entwicklung hin zum Filialgeschäft mit billigem Personal und ohne Lagerhaltung. Das ist das was uns die Zukunft allen zu bringen droht, aber (noch) nicht die Realität.


    Das mit der Lagerhaltung haben die hiesigen Apotheker bereits in den 70ern so praktiziert. Personell hat sich dabei eigentlich seit dem nichts verändert.

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    In den siebzigern im Westen und in den neunzigern im Osten haben sich die Apotheken dumm und dusselig verdient, heute gehören sie zu den Unternehmen die Insolvenz anmelden wie andere auch, da aber in der Regel wenig Arbeitsplätze bei der einzelnen Schliessung betroffen sind halt nicht mit viel Getöse. Bauherrenmodelle sind ein Relikt der siebziger und achtziger, heute macht man sein Geld in geschlossenen Immobilienfonds kaputt.


    Naja, von den ortsansässigen Apotheken hat bislang noch keine dicht gemacht oder Personal reduziert. Hinzu kommt noch, daß aus den Investitionen der Vergangenheit in das große Einkaufszentrum mit Altenheim, Mietwohnung und Ladenzeilen noch immer gewaltig Cash reinkommt. Derzeit stehen die Apotheken hier vor Ort m.E. sehr gesund da. Meine Apothekerin in der Vorortapotheke kann es sich sogar leisten, eine weitere ausgebildete Apothekerin zu ihrer eigenen Entlastung zu beschäftigen. Naja, ihr gehört ja auch das Haus, sie hat die Miete aus der Arztpraxis darüber und aus der Arztwohnung, die über der Praxis liegt. Und sie hat noch eine zweite Apotheke in einer anderen Stadt, die von ihrem Mann betrieben wird. Also mit Hartz IV wird das wohl bei ihr noch lange nichts.

    Langsam mit die jungen Pferde. Wenn ich in meiner Apotheke meine Sortis auf Rezept verlange, bekomme ich sie erste Stunden später, weil die Angestellte die im Zentrallager erst holen muß. Und das bei einem Medikament, das ich jeden Monat dort hole. Das einzige, was diese Apotheke, die einzige in unserem Vorort, hat, sind die üblichen Drogeriewaren und Kopfwehpillen.
    Rabatte zwischen Industrie und Apotheker oder Zentrallager sind nun mal ganz normales Geschäftsgebaren, das von keinem Gesetz behindert wird. Lediglich die Rabatte, die ein Apotheker an den Patienten weitergibt, sind illegal. Aber auch da kommt es hin und wieder vor.
    Übrigens, für jedes verkaufte verschreibungspflichtige Medikament bekommt der Apotheker einen Mindesterlös, egal ob es einen Eu oder zehn Eu kostet.
    Was deinen Bekannten betrifft, nun, vielleicht will der Chef grad mal wieder eine weitere Immobilie kaufen und braucht etwas Kleingeld. Bei der Gelegenheit, die Hauptgeschäftsstraße in unserer Stadt gehört fast ausschließlich Fachärzten und Apothekern, die sich in einem "Bauherrenmodell" zusammengeschlossen haben. Soviel zu den notleidenden Apothekern.

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    Original von Janine
    Da hast du absolut Recht. Trotzdem werden sie immer teurer sein. Überlegt mal, wie viel Lagerkapazität eine Versandapotheke hat im Verhältnis zu einer normalen. Die haben vielleicht 3 größere Räume, das hängt natürlich auch von der Größe der Apotheke ab. Wenn man sich darüber Gedanken macht, kann man sich vielleicht auch vorstellen, wie hoch die Rabatte dann für DM sein werden, die wahrscheinlich mind. 100-fache Menge abnehmen können.


    So einfach ist das auch nicht. Häufig schließen sich die Apotheker einer Stadt zusammen und kaufen für ein gemeinsames Lager ein, resp. es wird für ein Zentrallager für eine ganze Region eingekauft. Eine kleine Apotheke kann sich ja wohl kaum ein Medikament auf Vorrat legen, das vielleicht in zehn Jahren einmal verlangt wird. Aber gerade die Zentrallagerpraxis bringt natürlich auch Rabatte. Trotzdem hauen die einzelnen Apotheker noch den Lagerhaltungszuschlag auf die Medikamente drauf, obwohl sie selbst keinerlei Bevorratung mehr betreiben. Also da sind mit Sicherheit noch Einsparpotentiale vorhanden.

    Stimmt, der Roman ist sehr wirklichkeitsnah erzählt und hält sich detailgetreu an den Ablauf der Geschichte. Was den Schwierigkeitsgrad beim Lesen erhöht, ist das Aufnehmen der vielen Handlungsstränge, die alle irgendwann einmal zusammengeführt werden. Das kann schon verwirren. Aber auf jeden Fall ist es ein Buch, das jeder einmal gelesen haben sollte.

    Im Grunde sind unsere Arzneimittel in den Apotheken einfach zu teuer. Einerseits hängt das an der Pharmaindustrie, die uns die Forschungskosten zahlen läßt, im Ausland aber die Preisgestaltung ohne diese Kosten betreibt und zum andern hängt das an dem "Bevorratungszuschlag" der Apotheken, der längst ein alter Zopf ist. Schließlich betreiben die Apotheken schon lange schwerpunktmäßig Zentrallager, statt selbst Vorräte vorzuhalten. Ist ja auch nichts gegen einzuwenden, doch den Zuschlag kassieren die trotzdem.


    Auf der anderen Seite ist in D eine Apotheke auf einen Apotheker zugelassen, der bei Fehlern, egal ob von ihm oder seinen Leuten, auch strafrechtlich belangt werden kann. Ich bin mir nicht sicher, ob eine Apothekerin, die bei Doc Morris angestellt ist, auch so belangt werden kann. Der Firmeninhaber sicher nicht, denn der ist im Ausland.


    Aber auf jeden Fall wäre Konkurrenz sicher förderlich für den Geldbeutel der Patienten.