'Die Hyperion-Gesänge' - Seiten 0001 - 0143

  • Nein, ich bin noch nicht mit dem ersten Abschnitt durch. Ich bin erst am Anfang vom Tagebuch des Priesters.

    Aber ich bin schon wieder ziemlich begeistert von den ganzen Kleinigkeiten. Dass Yeats eine große Nebenrolle spielt, hatte ich vergessen. Und wie damals beim ersten Lesen, mag ich den Konsul auf Anhieb.

    Es gibt aber auch vieles, was nicht erklärt wird. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, erschließt sich das alles nach und nach.

  • Und ich bin noch nicht mal so weit...

    Mit den vielen Kleinigkeiten, gerade technischen und den weltlichen Zusammenhängen hast du Recht, aber ich vertraue darauf, dass sich das nach und nach erschließt. Findet man so ja oft in der SciFi-Literatur.

    Momentan liest es sich für mich wie klassische SciFi, und das mag ich genau so:). Ich bin gespannt.

  • Wahnsinn, was für eine Spannung und trotzdem so völlig frei von Explosionen und Blut und dergleichen!

    Die Spannung entsteht aus vielen kleinen Details in mir beim Lesen, und das genieße ich gerade sehr.


    Ich habe keine Ahnung, was der Shrike ist, was die Zeitgräber und was da auf Hyperion passiert ist und passiert, aber ich bin mir sicher, dass man sich das erlesen wird. Und ich habe Geduld und bin gespannt.


    Ich fand die Erzählung des Paters und das Verlesen des Tagebuchs faszinierend. Eine interessante Art Zusammenhänge zu erklären und eine Welt für den Leser zu erschaffen.

    Und wie damals beim ersten Lesen, mag ich den Konsul auf Anhieb.

    Ich auch.

    Obwohl er mit dem Erzählen seiner Geschichte als siebente und letzterxdran sein wird, hoffe ich, dass ich bald mehr über ihn erfahre. Er ist irgendwie der Ruhende und kommt mir vor wie ein Vater, die Sicherheit, wie derjenige, der alles schon gesehen hat und für alle Abgründe der menschlichen Natur Verständnis hat.

  • Ganz schön viel Technobabbel... Finde ich etwas anstrengend, ich hoffe, ich lese mich da noch rein. Und dieses Baum-Raumschiff ist wiederum ungewohnt biologisch in SF und für mich als Ingenieurin ganz schön abwegig.

    “You can never get a cup of tea large enough or a book long enough to suit me.” :lesend

    C.S. Lewis

  • Wahnsinn, was für eine Spannung und trotzdem so völlig frei von Explosionen und Blut und dergleichen!

    Die Spannung entsteht aus vielen kleinen Details in mir beim Lesen, und das genieße ich gerade sehr.


    Ich habe keine Ahnung, was der Shrike ist, was die Zeitgräber und was da auf Hyperion passiert ist und passiert, aber ich bin mir sicher, dass man sich das erlesen wird. Und ich habe Geduld und bin gespannt.


    Ich fand die Erzählung des Paters und das Verlesen des Tagebuchs faszinierend. Eine interessante Art Zusammenhänge zu erklären und eine Welt für den Leser zu erschaffen.

    Das Ende des armen Paters fand ich doch ganz schön blutig und diese Kruziform ganz schön eklig.

    Aber Simmons beschreibt das so, wie er auch das Baumschiff beschreibt. Das passt alles also ganz gut.

    Mir gefällt, dass er sich nicht mit langen Erklärungen aufhält, sondern uns als Leser einfach mitten in die Geschichte hinein wirft.


    Ich habe die beiden Bücher damals in einem Rutsch, quasi über Nacht, gelesen, weil ich es so spannend fand. Ich habe deshalb wohl auch viel vergessen. Ich weiß z. B. nicht mehr, wer der Spion ist und welche Rolle, jeder Pilger zu spielen hat. Ich wusste nur noch, dass der Pater am Ende sich selbst kreuzigt. Dass sein Schützling dessen Kruziform und noch eine weitere mit sich herumschleppt, war mir auch nicht mehr präsent.

    Es fühlt sich jedenfalls so an, als sei er vom Shrike doppelt gebrandmarkt worden. Er hat gar keine andere Wahl, als nach Hyperion zurückzukehren.


    Spannend finde ich wie die unterschiedlichen Religionen hier miteinander verflochten sind und nebeneinander existieren. Im Moment ist nur die Rede von monotheistischen Religionen oder eben Heidentum/Atheismus. Auch das Shrike scheint ja als Gott verehrt zu werden.


    Schon der erste Teil ist so voll mit Anspielungen, ich glaube kaum, dass man beim ersten oder zweiten Lesen alles entdecken kann. Angefanen mit dem Hawking-Antrieb (Stephen Hawking hätte das sicher gefreut) bis hin zu den vielen literarischen Hinweisen (Yeats, Keats,...).


    Faszinierend finde ich, dass Simmons uns nicht eine Art zu reisen mit Lichtgeschwindigkeit oder schneller vorsetzt, sondern die Weltraumtouristen tatsächlich mit Zeit dafür "bezahlen" müssen.


    Ich auch.

    Obwohl er mit dem Erzählen seiner Geschichte als siebente und letzterxdran sein wird, hoffe ich, dass ich bald mehr über ihn erfahre. Er ist irgendwie der Ruhende und kommt mir vor wie ein Vater, die Sicherheit, wie derjenige, der alles schon gesehen hat und für alle Abgründe der menschlichen Natur Verständnis hat.

    Ich glaube auch, dass niemand der anderen Pilger ihm wirklich etwas vormachen kann. Dafür hat er eindeutig zu viel gesehen und erlebt.

  • Ich habe erst einige Seiten gelesen, wollte aber trotzdem schon einmal kundtun, wie gut mir Simmons Schreibstil gefällt und was für eine Freude ich an den Details habe. Die Szenerie zu Beginn, mit dem Klavier spielenden Konsul auf diesem unbesiedelten Planeten in seinem Ebenholzschiff (eine ganz zauberhafte Vorstellung, wie ich finde), dazu die (auch symbolischen) Gewitterwolken am Himmel, das gefällt mir.


    Das Baum-Schiff fand ich sehr eindrucksvoll beschrieben, ich mag diese Einflüsse von Natur.


    Gleichzeitig werden wir mit vielen technischen Details geflutet - verschiedene Zeitbegriffe (ich bin so gespannt, was es mit dieser Zeitschuld auf sich hat), technische Details zum Reisen im All. Was mir auch gefällt sind diese vermeintlich altertümlichen, historischen Einflüsse in dieser Science-Fiction-Geschichte - Tempelritter, Religion. Ich mag es, wenn man diese Kontraste hat.

    SUB 216 (Start-SUB 2020: 215)


    :lesend Dan Simmons - Die Hyperion-Gesänge (Band 2: Sturz von Hyperion)

    :lesend Philip Kerr - Wolfshunger (Bernie Gunther 9)

    :lesend R. A. Salvatore - STAR WARS. Angriff der Klonkrieger (Hörbuch)

  • Ich habe erst einige Seiten gelesen, wollte aber trotzdem schon einmal kundtun, wie gut mir Simmons Schreibstil gefällt und was für eine Freude ich an den Details habe. Die Szenerie zu Beginn, mit dem Klavier spielenden Konsul auf diesem unbesiedelten Planeten in seinem Ebenholzschiff (eine ganz zauberhafte Vorstellung, wie ich finde), dazu die (auch symbolischen) Gewitterwolken am Himmel, das gefällt mir.


    Das Baum-Schiff fand ich sehr eindrucksvoll beschrieben, ich mag diese Einflüsse von Natur.


    Gleichzeitig werden wir mit vielen technischen Details geflutet - verschiedene Zeitbegriffe (ich bin so gespannt, was es mit dieser Zeitschuld auf sich hat), technische Details zum Reisen im All. Was mir auch gefällt sind diese vermeintlich altertümlichen, historischen Einflüsse in dieser Science-Fiction-Geschichte - Tempelritter, Religion. Ich mag es, wenn man diese Kontraste hat.

    Ich fand gerade den Einstieg, genau wie du, sehr inspirierend. Dass der Konsul in der Eingangsszene am Klavier sitzt und wie ruhig er auf seine Abberufung zur Pilgerreise reagiert, hat mich sofort für ihn eingenommen, so als sei damit für mich die Sympathie für ihn vorprogrammiert. Ich mag das!


    Beim Baumschiff musste ich an Farscape denken als Beispiel für so ein Bioschiff.


    Zur Zeitschuld: Ich denke, dass es mit der sozusagen gesparten Zeit der Reisenden während der Fuge zu tun hat. Der Pater sagt etwas in der Art, dass er ankommt und seine ehemaligen Kommilitonen schon 8 Jahre auf dem Weg der Karriereleiter hinaufsteigen.

  • Schwierig mit dem Teilen des Zitats. Bin am Handy und hab keine Ahnung, ob das da auch geht.


    Diese Kruziform- Geschichte fand ich ziemlich archaisch. Zu blutig war es mir nicht mehr als notwendig. Ich konnte distanziert bleiben.


    Was den Spion angeht- keine Ahnung :grin

    Ich bin gespannt auf die Geschichten von Lamia und Weintraub. Und warum hat dieser eigentlich sein Baby mit :gruebel, auf so einer gefährlichen Reise ungewissen Ausgangs?

  • Clare Ich vermute, dass sein Wunsch an das Shrike etwas mit dem Kind zu tun hat, sonst fällt mir auch kein guter Grund dafür ein.


    Susannah Bei der Zeitschuld könnte es sich neben der Zeit im Tiefschlaf auch noch um die Zeitdifferenz handeln, die durch Reisen nahe der Lichtgeschwindigkeit entsteht (Zeitdilatation). In Joe Haldemanns Der ewige Krieg ist das gut beschrieben. Während auf der Erde 4,28 Jahre vergehen, würden für eine Person, welche sich mit 99 Prozent Lichtgeschwindigkeit bewegt, nur 0,60 Jahre (216 Tage) vergehen. Bei 99,99 Prozent sogar nur 0,06 Jahre (21,6 Tage). Und für interstellare Reisen über Entfernungen von mehreren Lichtjahren müsste man ja extrem schnell reisen. Dann könnte die Zeitschuld die Differenz zwischen gelebter Zeit und auf der Erde vergangener Zeit sein.

    “You can never get a cup of tea large enough or a book long enough to suit me.” :lesend

    C.S. Lewis

  • Clare Ich vermute, dass sein Wunsch an das Shrike etwas mit dem Kind zu tun hat, sonst fällt mir auch kein guter Grund dafür ein.


    Susannah Bei der Zeitschuld könnte es sich neben der Zeit im Tiefschlaf auch noch um die Zeitdifferenz handeln, die durch Reisen nahe der Lichtgeschwindigkeit entsteht (Zeitdilatation). In Joe Haldemanns Der ewige Krieg ist das gut beschrieben. Während auf der Erde 4,28 Jahre vergehen, würden für eine Person, welche sich mit 99 Prozent Lichtgeschwindigkeit bewegt, nur 0,60 Jahre (216 Tage) vergehen. Bei 99,99 Prozent sogar nur 0,06 Jahre (21,6 Tage). Und für interstellare Reisen über Entfernungen von mehreren Lichtjahren müsste man ja extrem schnell reisen. Dann könnte die Zeitschuld die Differenz zwischen gelebter Zeit und auf der Erde vergangener Zeit sein.

    Genau an "Der ewige Krieg" musste ich auch denken und habe etwas Ähnliches vermutet. Bin gespannt, wie sich das aufdröseln wird.

    SUB 216 (Start-SUB 2020: 215)


    :lesend Dan Simmons - Die Hyperion-Gesänge (Band 2: Sturz von Hyperion)

    :lesend Philip Kerr - Wolfshunger (Bernie Gunther 9)

    :lesend R. A. Salvatore - STAR WARS. Angriff der Klonkrieger (Hörbuch)

  • Ich bin so gespannt, was ihr zu Sog Weintraubs Geschichte sagen werdet. :grin

    Ich kann mich zwar nur sehr grob daran erinnern, aber...

    Das ist gemein:grin


    Noch etwas anderes beschäftigt mich:

    Es wurden sieben Lose zum Erzählen der Geschichten gezogen. Laut Inhaltsverzeichnis gibt es nur sechs Teile. Erzählt Het Masteen seine Geschichte nicht:gruebel? Kommt er vielleicht nicht dazu?:gruebel


    Vielleicht darf ich die Antwort ja auch noch gar nicht haben und bin wieder zu ungeduldig...

  • Habe den ersten Teil durchgelesen. Echt jetzt, ihr mögt den Konsul? Ich fand den von Anfang an eher intrigant und ichbezogen, und sein Verhalten gegenüber dem sich vor Schwerzen krümmenden Priester geht gar nicht! Ich finde in eher unsympathisch.

    “You can never get a cup of tea large enough or a book long enough to suit me.” :lesend

    C.S. Lewis

  • Habe den ersten Teil durchgelesen. Echt jetzt, ihr mögt den Konsul? Ich fand den von Anfang an eher intrigant und ichbezogen, und sein Verhalten gegenüber dem sich vor Schwerzen krümmenden Priester geht gar nicht! Ich finde in eher unsympathisch.

    Ich finde ihn eher weise und abgeklärt. Ihm merkt man, vielleicht abgesehen von Weintraub, am ehesten an, dass er viel erlebt hat, was ihn prägte und vielleicht noch heute als schwere Last drückt.

    Ich mag seine nüchterne Reaktion auf seine Berufung zum Pilger und dass seine natürliche Autorität, ohne dass er mit vielen Worten die Führung an sich reißen muss.

  • Ich finde ihn eher weise und abgeklärt. Ihm merkt man, vielleicht abgesehen von Weintraub, am ehesten an, dass er viel erlebt hat, was ihn prägte und vielleicht noch heute als schwere Last drückt.

    Ich mag seine nüchterne Reaktion auf seine Berufung zum Pilger und dass seine natürliche Autorität, ohne dass er mit vielen Worten die Führung an sich reißen muss.

    :write

    Eine Figur zu mögen, bedeutet für mich außerdem nicht, dass sie ein Engel sein muss oder ihr Verhalten immer edel und gut. Eine gute Figur kann auch mal der Böse sein.


    Deshalb mag ich wohl jeden von den sieben Pilgern auf ihre ganz eigene Art.

  • Wenn ich das richtig verstanden habe, haben alle sieben sich für die Pilgerfahrt beworben, und mit ihnen noch unzählige andere. Da finde ich die schwache Reaktion auf die Nachricht, dass er zu den Auserwählten gehört, eher befremdlich. Aber vermutlich klärt sich das noch, falls wir denn etwas über seine Geschichte erfahren.

    Diese Abstimmung, ob alle ihre Geschichte erzählen müssen oder keiner, fand ich auch etwas eigen. Sowas sollte freiwillig sein. Deshalb fand ich die Reaktion des Konsuls noch mieser - der Priester wollte von Anfang an seine Geschichte nicht erzählen. Ich sehe da eher die Weisheit des alternden Mafia-Paten...

    “You can never get a cup of tea large enough or a book long enough to suit me.” :lesend

    C.S. Lewis