'Das Glück unserer Zeit - Das Vermächtnis der Familie Lagerfeld' - Seiten 096 - 178

  • Grumpf.... mit Paul werde ich definitiv nicht mehr warm. Sich einfach nicht melden geht für mich gar nicht. Gut, beim zweiten Brief hat seine Frau ihm den Brief nicht gegeben, aber trotzdem.


    Wobei das an Gertrudes Schicksal ja nichts geändert hätte, ihr Erich war ja auch ziemlich daneben. Irgendwie sind manche Männer einfach sehr egoistisch. Ja, Bett wärmen gerne, aber ne Witwe mit eigenen Kindern heiraten? Noe, sind dann ja nicht die eigenen Kinder.... dabei waren die Jungs aus dem aller gröbsten schon heraus.....

    Otto nimmt sich dann der beiden an, auch wenn der Großvater sie erstmal ins Waisenhaus packt..... Auch da musste ich heftig den Kopf schütteln....


    Tja, Ebbe wird auch nicht mein Lieblingscharakter. Auch sie ist mir zu Ich-bezogen. Ich kann ja nachvollziehen, dass sie Träume hat, die sie gerne verwirklichen möchte, aber ihre Art ist schon arg berechnend. Ich hab den Eindruck ihr geht es um Otto den Generaldirektor und nicht um den Menschen.

    Thea wird es ausbaden müssen, Otto entscheidet sich für Elisabeth und schickt Thea wohl aufs Internat. Gut, die Kleine ist sicher verwöhnt, aber Ebbe will sie ja gar nicht um sich haben, macht ja nur Arbeit, die sie ihren Träumen nicht näher bringt. Ich fürchte auch, dass sie noch gegen Kurt intrigieren wird.


    Was das Heiratszertifikat von Paul wohl bedeuten soll? Da bin ich auch etwas ratlos....

  • So, tut mir leid, dass mit dem zweiten Abschnitt hat nun doch etwas länger gedauert. Aber ich bin im Urlaub angekommen und habe nun auch endlich die Zeit zum Lesen.


    Was für ein Abschnitt. Hier lernen wir Ebbe ziemlich ausführlich kennen. Ich mag sie nicht. Sie ist absolut berechnend und geht über Leichen. In diesem Fall will sie, das Thea ins Internat abgeschoben wird. Sie nimmt sogar eigene Kinder in Kauf, von denen man im Prinzip weiß, dass diese niemals eine liebevolle Mutter haben werden. Und Otto, blind vor Liebe, stimmt allem zu, Hauptsache, sie sagt ja. Ottos Familie wird durch sie entzweit. Mal sehen, was sie gegen Kurt finden wird.


    Ebbe geht es wirklich um ein gutes Leben und den Aufstieg in eine bessere Gesellschaft. Mögen tut sie ihn ja. Aber lieben tut sie ihn nicht. Sie wird sich im neuen Heim ordentlich austoben. Der Abschnitt lässt mich hier leider etwas traurig zurück. Aber das ist nun mal eine wahre Geschichte.


    Gertrud: Eine der tragischsten Figuren. Ihr war tatsächlich mit beiden Männern nur ein sehr kurzes Glück vergönnt. Das Kind hätte sie wahrscheinlich gerne behalten, hätte Erich es ernst gemeint. Und wieder ist den Familien der gute Ruf wichtiger, als wenn die wahre Todesursache herauskommt. Schade, dass Kurt und Herbert nicht zu Otto dürfen.


    Paul: Der erste Brief von Otto hat ihn ziemlich aufgewühlt. Ich gehe davon aus, dass er die beiden nachfolgenden Briefe, auch den über den Tod von Gertrud gar nicht bekommen hat. Ich gehe davon aus, dass seine neue Frau das Heiratszertifikat geschickt hat. Obwohl, wenn die beiden dann tatsächlich erst nach dem Tod von Getrud wirklich geheiratet haben, muss er es doch erfahren haben. Wahrscheinlich hat seine Frau ihm den letzten Brief dann doch gezeigt und sie konnten nun wirklich heiraten.


    Diesen Abschnitt muss ich tatsächlich jetzt erstmal sacken lassen und lese dann morgen weiter.

    :lesend Sylvia Filz & Sigrid Konopatzki - Meine allerbeste Freundin der Welt

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    Hörbuch: Marie Lamballe - Atelier Rosen: Die Frauen aus der Marktgasse

    SuB: 313

  • Hier bin ich noch nicht ganz durch, daher lese ich eure Eindrücke später nach.


    Mit Ebbe ( furchtbarer Kosename! Aber nun gut...) werde ich nicht warm. Ich verstehe ihr Aufbegehren und ihren Wunsch nach Eigenständigkeit total. Aber wie unfein sie sich Otto gegenüber verhalten hat fand ich nicht schön.


    Was mich sehr schockiert hat war Getruds Tod. Zuvor das nicht freundliche Verhalten von Erich ihr gegenüber. Was denkt der denn? Das sie von eine weiterandauernden Affäre ausgeht als Mutter von zwei Kindern? Natürlich wollte sie geheiratet werden. Auch das kurze Begräbnis, als wollte man die Schande schnell hinter sich bringen - traurig. Aber das war wohl das Sittenbild jener Zeit. Ich mochte Gertrud. Ob Paul wohl auf die Nachricht ihres Todes reagiert? Auf den anderen Brief hat er wohl nicht reagiert, weil seine Joe ihm diesen wohl nicht ausgehändigt hatte...Vielleicht hätte er so oder so nicht darauf reagiert, das würde zumindest zu seinem bisherigen Verhalten passen.

    Wiederum schön finde ich, dass Otto hin und wieder Zeit mit seinen Neffen verbringt.


    Ich freue mich schon aufs weiterlesen, aber erst ist wieder Latein dran. :lache:yikes:lache

  • Ich kann mich euch nur anschließen...........


    Gertrud tut mir echt leid, das ist wirklich ein trauriges Schicksal.

    Aber wäre ja auch zu schön gewesen mit Erich.

    Gab es ihn tatsächlich oder hast du ihn "erfunden"? HeikeK

    Bzw. ist Gertrud tatsächlich an den Folgen einer Abtreibung gestorben?


    Ebbe............ja, schrecklicher Kosenamen.:rolleyes::grin

    Und mir ist sie bis jetzt (bin noch nicht ganz durch mit dem Abschnitt) auch nicht sympathisch.

    Und bei Otto setzt jetzt schon der Verstand in Bezug auf sie aus................

  • Gertrud tut mir echt leid, das ist wirklich ein trauriges Schicksal.

    Aber wäre ja auch zu schön gewesen mit Erich.

    Gab es ihn tatsächlich oder hast du ihn "erfunden"? HeikeK

    Bzw. ist Gertrud tatsächlich an den Folgen einer Abtreibung gestorben?

    Ja, es gab einen Erich (der Name ist allerdings unbekannt, daher Fiktion) und er war auch Lehrer.


    Gertrud war tatsächlich von ihm schwanger und musste das Kind abtreiben. Offiziell war sie ja noch verheiratet und der Lehrer hatte offenbar nicht zu ihr gestanden. Und, ja, sie ist an den Folgen der Abtreibung verstorben. Das war ein Familiengeheimnis, das erst vor wenigen Jahren über die Nachfahren der Schmidts ans Licht gekommen ist. Bis dahin hatte selbst Kurt nichts davon gewusst. Ihm wurde (wie im Buch erwähnt) erzählt, sie habe sich bei der Gartenarbeit verletzt und dabei eine tödliche Blutvergiftung erlitten.

  • Und da denkt man, im Urlaub hat man mehr Zeit zum Lesen :unverstanden

    Elisabeth willigt also in eine Heirat ein, stellt aber ihrerseits Bedingungen. Auf die Otto, wenn auch zähneknirschend, eingeht.

    Thea soll ihr also aus dem Weg und in ein Internat. Immer noch besser, als Gertruds Söhne, die erstmal in ein Heim mussten.

    Vielleicht fühlt Thea sich ja dort wohl. Denn sie kennt ja keine gleichaltrigen Spielkameraden.

    Und doch war ihr erster Eindruck von Elisabeth richig. "Sie kann mich nicht leiden." Hat sie ja auf der Heimfahrt von der See gesagt.

    Aber Otto ist ihr ja schon verfallen.

    Gertruds Schicksal macht mich sehr traurig. Erich hat also auch nur Spass gesucht und wollte ihr keinen sicheren Hafen bieten. Ich kann mir gut vorstellen, wie sie in der Beziehung aufgeblüht ist. Schliesslich hat sie schon so lange auf Paul gewartet.

    Paul... Ich denke mal, er hat auch den letzten Brief von Otto nicht erhalten, ihn nie gesehen. Seine Frau wird die Heiratsurkunde an Otto geschickt haben. Und vielleicht kennt sie ja jemanden beim Amt, der das Datum auf nach Gertruds Tod geändert hat.

    Doch auch nach dem ersten Brief hat Paul es vorgezogen, die Vogel-Strauss-Taktik anzuwenden. Er hätte doch ein Lebenszeichen von sich geben lassen können...

  • Danke für die Infos HeikeK .

    Ja, solche "Geheimnisse" wie das Schicksal von Gertrud kommen ja oft erst nach vielen Jahren ans Licht.


    Ich denke auch, dass Paul auch den zweiten Brief nicht erhalten hat.

    Auch dieser wird zuerst in die Hände von Joe gelangt sein - und damit nicht in seine.

    Aber hätten die Briefe etwas in Paul verändert? Sein Verhalten? Ich glaube nicht.

    Er hat diese erste Ehe und seine Kinder erfolgreich aus seinem Kopf verbannt.

    Ich habe eben im Stammbaum nachgeschaut, Paul ist ja bereits 1937 gestorben.

    Ich bin gespannt, an was...........


    Nun mal schauen, wie es mit Otto und Ebbe weiter geht. :-)

  • Ich bin eben auf Seite 150 angelangt und da ist mir gleich etwas ins Auge gefallen. ;-)

    Es ist nur eine Kleinigkeit aber ich möchte es trotzdem anmerken. :-)

    Schwäbisch Gmünd ist nicht weit von meinem Wohnort entfernt und schreibt sich ohne Bindestrich.

    Mit sieht einfach seltsam aus. ;)

    Willkommen in Schwäbisch Gmünd - Schwäbisch Gmünd (schwaebisch-gmuend.de)


    Zu den Seiten zuvor:

    Ebbes Träume, Pläne und Wünsche zerplatzen so nach und nach.

    Ich muss sagen, zielstrebig und ideenreich ist sie ja.

    Aber sympathischer ist sie mir nicht geworden.

    Und jetzt fällt ihr Otto wieder ein...................

  • Ich bin eben auf Seite 150 angelangt und da ist mir gleich etwas ins Auge gefallen. ;-)

    Es ist nur eine Kleinigkeit aber ich möchte es trotzdem anmerken. :-)

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