Hier kann zu den Seiten 001 - 103 (Kapitel 01 - 09) (Teil 1) geschrieben werden.
'Die Hafenschwester: Als wir wieder Hoffnung hatten' - Seiten 001 - 103
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Da sieht man auch kurz das Schwimmbad
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Ich habe sogar viel Geld in ein riesiges Buch für 135 Euro investiert, in dem viele Originalfotos und die Baupläne des Imperators, der Vaterland und der Bismarck sind. Auch mit Fotos, wie sie gebaut wurden. Mich hat das sehr interessiert, zumal diese Schiffe größer und schöner als die Titanic waren, aber vergessen wurden, weil sie - anders als die Titanic - immer ihr Ziel erreicht haben. Alle Infos, die ihr im Buch über "den Imperator" findet - das einzige Schiff, das auf Wunsch von Kaiser Wilhelm mit einem männlichen Artikel bedacht wurde, weil ein Imperator in seinen Augen nicht weiblich sein kann, sind belegt.
Für mich selbst war es auch spannend, nachdem ich die Hafenschwesterreihe geschrieben hatte, die Romanbiografie von Margarethe Krupp "Unsere kurze Ewigkeit" zu schreiben, die ja am anderen Ende der gesellschaftlichen Leiter standen und zum Kaiser ein ganz anderes, freundschaftliches Verhältnis statt ein Kritisches hatten.
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Im Auswanderermuseum in Hamburg auf der Veddel steht sogar ein originalgetreuer Nachbau einer Kabine aus der 2. Klasse. https://ballinstadt.de/ausstellung/dauerausstellung/
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Dank schlechtem Schlaf und damit einhergehender Lesezeit hab ich den ersten Abschnitt fertig.
Man ist sofort wieder drin, auch wenn seit dem ersten Band ein paar Jährchen vergangen sind. Martha und Paul haben 3 Kinder, eine tolle Wohnung, dank Pauls gutem Verdienst ein wenig Wohlstand und Martha arbeitet immer noch als Hafenschwester.
Sie kümmert sich um 9 Halbwaisen. Hoffentlich bringt sie alle gut unter. Die Mutter wird ja augenscheinlich nicht mehr gesund. Wieder mal ist der Alkohol dran Schuld.
Hab gegoogelt, das Rauhe Haus gibt es immer noch.
Heinrich hat eine Chinesin geheiratet, dass alle sehr überrascht. Dass es für den Vater nicht angenehm ist, sie um sich zu haben kann ich verstehen. Er ist es gewohnt allein zu leben und plötzlich mischt sich wer ein, der noch nicht mal die Sprache richtig spricht. Gut das Heinrich sie wieder mitnimmt.
Der Brief von Milli war eine Überraschung für Martha. Toll von Millis Mann für alles aufzukommen. Zumindest schätzt er seine Frau, um ihr diesen Wunsch zu erfüllen. Das finde ich sehr schön. Ich vermute mal, die "gemeinsamen" anderen Kinder sind aber von wem anders. Ich denke die 2 haben ein Abkommen, dass Milli einen Liebhaber haben darf sofern es diskret ist.
Bin gespannt was in Amerika alles passieren wird und dann kommt unausweichlich mit Riesenschritten der 1. Weltkrieg. Eigentlich furchtbar wenn man das schon weiß und die Protagonisten noch nichts ahnen von all dem Leid dass da auf sie zukommt. Umso schöner, dass Martha und Paul es genießen, dass es ihnen im Moment so gut geht.
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Der Abschnitt ist richtig schön. Paul und Martha geht es gut und sie wissen das auch zu schätzen. Und beide haben nicht vergessen, dass es anderen Menschen nicht so gut geht. Das zeigen Pauls politische Ansichten und Marthas Engagement ja sehr deutlich. Die Schwenke Kinder sind wirklich arm dran, ich hoffe sie gehen trotzdem alle ihren Weg.
Die Reise nach Amerika ist ja nun wirklich etwas, was die wenigsten Menschen sich haben leisten können. Milli scheint es mit ihrem Partner wirklich gut getroffen zu haben. Ich bin auf die beiden gespannt. Und schön dass Paul vom Chef freigestellt wird und auch beruflich hier etwas mitnehmen wird.
Ich finde es gut, dass das Buch vor dem ersten Weltkrieg einsetzt, das macht die Umbrüche, die auf die Menschen in den nächsten Jahren zukommen noch deutlicher.
Ich freue mich schon aufs weiterlesen…
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Milli in Amerika hat mich etwas an Pretty Woman erinnert.
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Hab gegoogelt, das Rauhe Haus gibt es immer noch.
Ich habe jahrelang gegenüber gewohnt, in der Sntigerreihe. Fredi habe ich in Band 3 in den Snitgerstieg einziehen lassen
. Aber das kommt noch.Bin gespannt was in Amerika alles passieren wird und dann kommt unausweichlich mit Riesenschritten der 1. Weltkrieg. Eigentlich furchtbar wenn man das schon weiß und die Protagonisten noch nichts ahnen von all dem Leid dass da auf sie zukommt. Umso schöner, dass Martha und Paul es genießen, dass es ihnen im Moment so gut geht.
Es gab einige Rezensionen, die fanden den ersten Teil vorm Krieg langweilig, weil alles so gut läuft. Aber mir war das wichtig - alles ist schön, es ist wie das Happy-End aus Band 1. Sie haben alles, was sie sich wünschen. Und dann kommt der Krieg - die Fallhöhe ist also doppelt hoch.
Ich finde es gut, dass das Buch vor dem ersten Weltkrieg einsetzt, das macht die Umrüche, die auf die Menschen in den nächsten Jahren zukommen noch deutlicher.
Genau das war mein Anliegen. Die Zeit vor dem 1. Weltkrieg war im Prinzip ein toller Aufbruch. Und all das wird vernichtet.
Milli in Amerika hat mich etwas an Pretty Woman erinnert.
Nur dass Pretty Woman einen echten Liebhaber geheiratet hat.
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Und jetzt habt ihr Onkel Rudi aus den späten 1950ern und frühen 1960ern aus der anderen Reihe auch kennengelernt. Als kleinen vorlauten Steppke. Und Matthias' Vater als seinen kleinen Bruder Fredi.
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Es gab einige Rezensionen, die fanden den ersten Teil vorm Krieg langweilig, weil alles so gut läuft. Aber mir war das wichtig - alles ist schön, es ist wie das Happy-End aus Band 1. Sie haben alles, was sie sich wünschen. Und dann kommt der Krieg - die Fallhöhe ist also doppelt hoch.
Genau das war mein Anliegen. Die Zeit vor dem 1. Weltkrieg war im Prinzip ein toller Aufbruch. Und all das wird vernichtet.
Nur dass Pretty Woman einen echten Liebhaber geheiratet hat.
Ich fand es nicht langweilig. Ist doch toll, dass sie wenigstens ein paar glückliche Jahre mit den Kindern haben und was von der Welt sehen. Und dass es dann richtig schlimm wird weiss man ja aus dem Geschichtsunterricht, da sollte man ihnen das gönnen und nicht als langweilig bezeichnen

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Und jetzt habt ihr Onkel Rudi aus den späten 1950ern und frühen 1960ern aus der anderen Reihe auch kennengelernt. Als kleinen vorlauten Steppke. Und Matthias' Vater als seinen kleinen Bruder Fredi.
Ich finde das toll, dass man dann immer schon weiß, ach ja, das ist jetzt der oder die.
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Ich fand es nicht langweilig. Ist doch toll, dass sie wenigstens ein paar glückliche Jahre mit den Kindern haben und was von der Welt sehen. Und dass es dann richtig schlimm wird weiss man ja aus dem Geschichtsunterricht, da sollte man ihnen das gönnen und nicht als langweilig bezeichnen

Vor allem sollte ein Buch ja Höhen und Tiefen haben. Wenn ich immer am Rande eines Herzinfarkts beim Lesen bin, weil so viel Schlimmes passiert, und man weiß ja, dass das kommt, dann bin ich immer froh um etwas ruhigere Zeiten.
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Seit Band 1 sind etliche Jahre vergangen, die Studts leben inzwischen in einer modernen Wohnung und haben drei Kinder. Erfreulicherweise ist der Vater Karl noch immer trocken und Bruder Heinrich hat sich inzwischen zum Kapitän hochgearbeitet.
Martha arbeitet ehrenamtlich als anscheinend weithin bekannte und geachtete Hafenschwester. Die Familie Schwenke belastet sie: die Mutter leidet an Leberzirrhose, ihre Tage sind gezählt. Aber die Wiwe hat neun Kinder, die es unterzubringen gilt. Die beiden jüngsten sind noch halbe Babies, die sehr wahrscheinlich am fetalen Alkoholsyndrom (FAS) leiden. Die Familie beschäftigt Martha sehr, denn sie möchte die Kinder so gut wie möglich untergebracht wissen.
Dieser Einstieg hat mir gut gefallen. So viel hat sich leider noch nicht geändert seit Band 1: noch immer dürfen nur Ledige und Witwen Krankenschwestern werden. Arbeiten verheiratete Frauen, werden sie schief angesehen. Tun sie exakt dieselbe Arbeit ehrenamtlich, werden sie für ihr Engagement bewundert.
Auch wenn Waisenhäuser anscheinend nicht mehr ganz so düstere und lieblose Löcher sind wie zu Marthas Kindheit, sind dennoch keine Orte, in die man gerne gehen möchte. Durch die unterschiedlichen Alterseinordnungen ist es auch gar nicht so einfach, die richtige Institution zu finden. Und Kinder von Ledigen und Prostituierten haben nach wie vor verloren... Hier habe ich natürlich das „Rauhe Haus“ gegoogelt, das es noch immer gibt.
Schön fand ich die Begeisterung der Kinder bei der Besichtigung der Imperator... und dass die Familie später auf genau diesem Schiff zur Hochzeit von Marthes Patentochter fahren darf. Auch die Imperator habe ich mir auf Wikipedia angesehen. Witzig fand ich hier die Begegnung mit Madame Kouiret, die das Schiff zur Geschäftsanbahnung nutzt.

Spannend fand ich natürlich die plötzlich auftauchende Li-Ming, Heinrichs Ehefrau. Ich bin gespannt, ob ihre Geschichte stimmt. Zumindest die gebundenen Füsse, der sie ihre Tippelschrittchen „verdankt“ weisen auf eine gewisse Herkunft hin. Doch ob sie es aufrichtig meint mit Heinrich oder ob Marthas Bauchgefühl sich als richtig erweist – wir werden sehen.
Martha ist ja eigentlich eine Frau, die offen und vorurteilsfrei auf alle Mitmenschen zugeht, daher bin ich schon sehr gespannt darauf, wie sich die Ehe zwischen Heinrich und Li-Ming weiter entwickelt.
Mir hat der erste Abschnitt auf jeden Fall schon mal große Freude gemacht, liebgewonnene alte Protagonisten wiederzusehen und neue kennen zu lernen.
Über die Textpassage, dass ein Imperator einfach keine Frau sein kann, musste ich ebenso schmunzeln wie Kopf schütteln.
Da wir ja alle wissen, dass nicht allzu lange nach der Rückkehr der kleinen Familie der erste Weltkrieg beginnt, erfreue ich mich gerade noch an der heilen Welt, in der sie noch leben dürfen. Ich finde den Teil vor dem Krieg nicht langweilig. Es zeigt, wie schön alles war und auch hätte bleiben können.
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Tja, da sieht man wieder, dass es immer wieder Menschen gibt die bei der Aussicht auf vermeintlich mehr Ehre, Ruhm und Macht bereit sind, alles Erreichte einfach wegzuwerfen und in den Staub zu treten.