Schulliteratur - Wie erinnert Ihr Euch an Bücher, die Ihr lesen musstet?

  • Zitat

    Original von Batcat
    Ich fand Schullektüre grauenhaft, obwohl ich schon immer gerne gelesen habe. Aber wir haben damals nur Mist gelesen und für die Pflichtklassiker waren wir einfach noch zu unreif.


    So gings mir auch!


    Ich erinnere mich kaum noch an diese Lektüren.


    Aber ich glaube Romeo und Julia vom Lande und Der Schimmelreiter waren auch darunter.


    Bei dem Rest bin ich mir nicht mehr sicher!

    Gruss Hoffis :taenzchen
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    :lesend Der fünfte Tag - Jake Woodhouse
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  • Der Schimmelreiter, Kabale und Liebe, Effi Briest, Sansibar oder der letzte Grund, Rolltreppe abwärts (oder so ähnlich), Am Freitag schlief der Rabbi lang, Wilhelm Tell, Wallenstein ... und irgendwo im Keller müßten die alle zusammen liegen. Vielleicht finde ich sie ja bei Gelegenheit ;-)

    Lieben Gruß,


    Batcat


    Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt (aus Arabien)

  • Meistens bekamen wir sie als Leihgaben von der Schule.
    Waren doch meist die gelben Reclam-Büchlein. Meist waren sie schon so zerlesen, daß oft auch schon Seiten fehlten.

    Gruss Hoffis :taenzchen
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    :lesend Der fünfte Tag - Jake Woodhouse
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  • Also bei mir ist das ja noch gar nicht so lange her..
    eigentlich ist es auch noch gar nicht vorbei ;-)


    Also bis jetzt haben wir gelesen:
    Wilhelm Tell von Friedrich Schiller
    Die Judenbuche von Annette von Droste-Hülshoff
    Frühlings Erwachen von Frank Wedekind
    Kabale und Liebe von Friedrich Schiller
    Romeo und Julie von William Shakespeare
    Biedermann und die Brandstifter von Max Frisch


    Das waren so die Reclam-Hefte die wir gelesen haben, da vor waren das dann so normale Jugendbücher, die mir auch einigermaßen gefallen haben.
    Als wir angefangen haben in der 8. Klasse Wilhelm Tell zu lesen, habe ich mich schon ein bisschen gewundert, wie die Menschen dort reden, ich musste mich erst einmal daran gewöhnen! ;-)
    Die Geschichte von Wilhelm Tell fand ich auch eigentlich ganz gut :-) im Gegensatz zu "Biedermann und die Brandstifter" oder "Frühlings Erwachen" das hat mich dann auch total genervt, das zu lesen.
    An "die Judenbuche" kann ich mich auch, ganz ehrlich, gar nicht mehr richtig erinnern.


    + Wenn du dich ein Leben lang versteckst, findest du dich irgendwann gar nicht mehr +
    (aus Sommersturm)

  • *kopfnick* vieles kommt mir bekannt vor.


    Die Judenbuche natürlich, aber können Kinder -muß ca. 6./ 7. Klasse gewesen sein, das Thema wirklich verstehen? Nein, können sie nicht.


    Das Schiff Esperanza, Draußen vor der Tür, Effi Briest, Nora, Das Feuerschiff, Kleider machen Leute etc. hab ich auch gelesen, fand ich fast alle grauslich und die Themen für Schüler im Nachhinein Effie Briest - Seitensprung nicht so wirklich passend. Ganz besonder grauslich war der Döblin mit Berlin Alexanderplatz, wie kann ein einzelner Mann nur so schwachsinnig schreiben.


    Wir hatten auch einen Ausfall und haben in Deutsch auf Wunsch der Klasse Liebe ist nur ein wort von Simmel gelesen, im 9. Schuljahr. Der Lehrer wurde überstimmt und war nicht so begeistert.


    Im Englischen gabs dann Turn of the Screw und natürlich Shakespeare, den ich aber -abgesehen von den Sonnetten- ganz toll fand.


    Wir haben bestimmt noch einiges anderes gelesen, wenn ich mir die gesammelte Schullektüre auf dem Dachboden anschaue, fällt mir bestimmt noch einiges ein. Aber was richtig interessantes oder spannendes war doch selten dabei.


    Langweilen sich die Lehrer eigentlich nicht damit oder haben die so einen komischen Geschmack?


    LG
    Patty

  • Wir lesen gerade "Abschied von Sidonie" von Erich Hackl im Deutschunterricht.
    Wer einen vagen Blick auf meine Wunschliste wirft, sieht gleich, dass es dazu gekommen ist.
    Also, mir gefällt es recht gut, auch wenns traurig ist und die Anführungszeichen bei direkten Reden fehlen.
    Aber an ein Buch erinnere ich mich mit Grauen, es war vorletztes Jahr. "Benvenuto heißt willkommen" Mich hat es kein bisschen interessiert! :fetch

  • Zitat

    Original von Bücherelfe
    Wir lesen gerade "Abschied von Sidonie" von Erich Hackl im Deutschunterricht.


    Das ist sooooooo ein tolles Buch !!! Schön, das das in der Schule gelesen wird!

    ...der Sinn des Lebens kann nicht sein, am Ende die Wohnung aufgeräumt zu hinterlassen, oder?


    Elke Heidenreich


    BT

  • Zitat

    Original von Fritzi


    Das ist sooooooo ein tolles Buch !!! Schön, das das in der Schule gelesen wird!


    ja.. das hab ich auch in der schule gelesen.. hatte sogar ein referat darüber .. aber.. es war.. na ja.. es hat einen traurig gemacht

  • Also ich mache gerade das Abitur im Fernstudium nach. Gerade habe ich die Judenbuche gelesen, die nächsten Bücher sind Die verlorene Ehre der Katharina Blum und Der Verbrecher aus verlorener Ehre. Was danach kommt, weiß ich noch nicht.


    Was wir damals auf dem Gymnasium gelesen haben weiß ich gar nicht mehr so genau:


    Das Schiff Esperanza kommt mir bekannt vor...
    Die Wolke
    Iphigenie auf Tauris


    Auf der höheren Handelsschule haben wir


    Homo Faber


    gelesen.


    Im Englich LK haben wir "Catcher in the Ray" gelesen und im Französisch Unterricht "Le petit prince".

  • Zitat

    Original von Lesemaus79
    Also ich mache gerade das Abitur im Fernstudium nach. Gerade habe ich die Judenbuche gelesen, die nächsten Bücher sind Die verlorene Ehre der Katharina Blum und Der Verbrecher aus verlorener Ehre. Was danach kommt, weiß ich noch nicht.


    ich liebe das buch 'die .... der k. blum' ... darauf kannst du dich wirklich freuen ; ) .. werd es demnächst auch wieder lesen =)

  • Jessas... -
    die viel gelesene und gehasste "Pflichtlektüre"...da stellen sich mir die Haare auf.
    Ich ergänze zu den Judenbuchen, zerbrochenen Krügen, Untertanen sowie Katzen und Mäusen noch:
    Don Quichotte de la Manza von Miguel de Cervantes (nur noch grauslich!)
    Die Verwandlung von Kafka (so eine gequirlte Sch...)
    Im Westen nichts Neues von Remarque (für die Jungs allemal gut- für Mädels eher weniger)
    Der alte Mann und das Meer (einschliesslich Endlos-Samons über Hemmingway )
    Die Reclam-Hefte zähle ich jetzt mal nicht mit. Die gleichen sich mit denen der Vorschreiber.
    Mein Highlight: Samspel - Was Jugendliche über Sexualität wissen sollten von Jacobi, oder so. Da wurde sogar in Religion weitergelesen *ggg*


    Edit: man sollte nicht mit 2 Vierteln Retsina im Kopp noch eulen *seufz*

  • Ich erinnere mich noch gut an "Crazy" von Benjamin Lebert.
    Ein Buch, bei dem sich mir die Nackenhaare gesträubt haben. Ganz abgesehen von dem schlechten Schreibstil und der riesigen, verwirrenden PR, die um den Titel gemacht wurde war ich froh, als es endlich soweit war...und dieses unnütze Werk durchgearbeitet und bis zum Letzten analysiert war.
    Hier kann man gleich den Film schauen ohne das Buch vorher zu lesen.
    "Rolltreppe abwärts" hingegen war dann noch etwas netter.
    Und auf meinen Vorschlag hin las man dann doch einmal "Wie ein einziger Tag" von Sparks, das selbst bei meinen Geschlechtsgeossen sehr gut ankam.
    "Frühlings Ewachen" ... schrecklich. Ebenso wie "Die Judenbuche".
    Womit mein Deutschlehrer damals bei mir gepunktet hat, waren Ausschnitte von Kirkegard. Ich war aber anscheinend der Einzige, dem es gefiel...denn ebenso schnell wie es kam...verschwand es auch wieder vom Lehrplan.


    Aber auch hier treiben die Meinungen auseinander.

  • Ich weiß schon kaum noch was von den ganzen Lektüren, aber Eure Beiträge haben mein Gedächtnis ein wenig geweckt:


    Damals war es Friedrich, in der 5/6. Klasse, fand ich sehr gut, wir hatten eine tolle Lehrerin.


    Die Welle haben wir auf Englisch gelesen, fand ich auch gut.


    Die schwarze Spinne in Religion ist mir auch in guter Erinnerung geblieben.


    Dann war da noch Shakespeare "The Tempest" in Englisch und "les muets" von Camus auf Französisch.


    Und ansonsten: Effi Briest, Nathan der Weise, Der Schimmelreiter (klasse!) Der Untertan, udn was weiß ich noch alles.


    Das Interpretieren hab ich gehasst, daher hab ich Deutsch in der Oberstufe abgewählt, das ging bei mir, weil ich 2 Fremdsprachen als Abi- Prüfungsfächer hatte. Der Lehrer lag mir einfach nicht. Daher kommt wohl auch meine Abneigung gegen Klassiker.

  • oh ja , ich kann mich noch genau erinnern ...



    - einmal " damals war es friedrich "


    - dann " Dr. jekill und Mr. hyde " auf englisch


    - "kleider machen leute "


    - hm... jetzt fällts mir nicht mehr ein ... aber da war bestimmt noch was ... ?(
    aber jedenfalls wollen wir jetzt im englischunterricht
    "die outsider "lesen :-)

  • Oh, sehr tolles Thema!


    Ich hatte beispielsweise
    - Wilhelm Tell (Schiller)
    - Das Feuerschiff (S.Lenz)
    - Der Schimmelreiter (Storm)
    - Emilia Galotti (Lessing)
    - Das Leben des Galilei (Brecht)
    - Das Parfum (Süskind)
    - Verbrecher aus verlorener Ehre (Schiller)
    - Faust I (Goethe)
    - Unterm Birnbaum (Fontane)
    - Der Hauptmann von Köpenick (Zuckmayer)
    - Der Besuch der alten Dame (Dürrenmatt)
    (...)


    und in Englisch:
    - A Christmals Carol (Dickens)
    - Lord of the Flies (Golding)
    - The Murders in the Rue Morgue (Poe)
    (...)



    Ich fand das meiste aber ehrlich gesagt gut, seltsamerweise. Also ich habe mich selten so richtig über die Schullektüre geärgert.

    Bücher sind nur große Briefe an Freunde. [Antoine de Saint-Exupéry]

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  • Zitat

    Original von Sterntaler
    Ich fand das meiste aber ehrlich gesagt gut, seltsamerweise. Also ich habe mich selten so richtig über die Schullektüre geärgert.


    Ging mir genauso. :wave


    Die einzige Schullektüre, die mir ernsthaft auf die Nerven gegangen ist, war Sallusts Catilinarische Verschwörung im Lateinunterricht. Ja, so ein moralinsaurer Essigtopf! Was hat das Geschwafel über die verkommene Jugend und die gute alte Zeit genervt! :bonk


    Aber es hat mich trotzdem nicht abgeschreckt. :lache