Die bleiche Hand des Schicksals von Julia Spencer-Fleming

  • Originaltitel: Out of the Deep I Cry (2004)


    Clare Fergusson & Russ Van Alstyn Teil 3


    Klappentext:
    Als Dr. Rouse, der Chefarzt der renommierten Jonathan-Ketchem-Kinik, plötzlich spurlos verschwindet, glauben die meisten Bewohner der kleinen Stadt Millers Kill im Norden des Staates New York an einen Racheakt. Denn kurz zuvor war der Arzt von einer wütenden Patientin angegriffen worden. Aber die Ermittlungen von Sheriff Russ Van Alstyne und Pastorin Clare Fergusson führen in die Vergangenheit. Das Duo deckt ein Verbrechen auf, das mehr als siebzig Jahre zurückliegt und lange Schatten auf die Gegenwart wirft.


    Über die Autorin:
    siehe Bd. 1


    Meine Meinung:
    Zwei Handlungsstränge webt die Autorin geschickt ineinander. Vor 70 Jahren ist in Millers Kill Jonathan Ketchem spurlos verschwunden und es konnte nicht geklärt werden, ob er freiwillig untergetaucht ist oder einem Verbrechen zum Opfer fiel.
    Auch in der Gegenwart verschwindet jemand: der Chefarzt der von der Ehefrau des damals Verschwundenen gegründeten Jonathan-Ketchem-Klinik. Schnell gerät eine junge Frau unter Verdacht, die ein paar Tage zuvor vor der Klinik gegen das Impfen von Kindern demonstriert hatte und den Chefarzt dann auch noch persönlich attackierte. Clare ist von ihrer Unschuld überzeugt und beginnt auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen.


    Je mehr die Autorin von den siebzig Jahre zurückliegenden Geschehnissen preisgibt, desto näher kommt man der Lösung des Falles in der Gegenwart. Bis zum Ende bleibt die Geschichte spannend, das Buch liest sich, wie schon die beiden anderen zuvor, flüssig und ohne Längen. Die Autorin hat es geschafft, mich einen ganzen Sonntag auf meiner Couch festzuhalten, bis ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen hatte.
    Klasse, einfach klasse. Für mich der bisher beste Teil dieser an sich schon sehr starken Serie.
    In meinen Augen konnte die Autorin das Niveau hier noch einmal eindeutig steígern.


    Pastorin Clare Fergusson und Sheriff Russ Van Alstyn geraten wieder einmal in gefährliche Situationen, aus denen sie sich dank ihrer unterschiedlichen Stärken und Fähigkeiten, die sich so perfekt ergänzen, befreien können. Die außergewöhnliche Beziehung der beiden vertieft sich weiterhin und ich bin schon sehr auf die Fortsetzung gespannt.


    Spencer-Fleming schreibt zur Zeit an ihrem 5. Fall und ich hoffe, dass Knaur den vierten Band bald auf den Markt bringt.

  • Das hört sich ja sehr vielversprechend an. Herzlichen Dank für deine aufschlußreiche Rezi. Ist das Buch, welches du besprochen hast, Teil einer Reihe? Wenn ja, weisst du in welcher Reihenfolge die bisherigen Bücher gelesen werden sollten? Danke schon mal.

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst. (Evelyn Beatrice Hall)


    Allenfalls bin ich höflich - freundlich bin ich nicht.


    Eigentlich mag ich gar keine Menschen.

  • Zitat

    Für mich der bisher beste Teil dieser an sich schon sehr starken Serie.
    In meinen Augen konnte die Autorin das Niveau hier noch einmal eindeutig steígern.


    :write :write :anbet


    Da kann ich mich nur anschliessen. Es ist ein wirkliches Vergnügen, diese Reihe zu lesen.
    Ich hoffe sehr, dass der vierte Band bald auf deutsch erscheinen wird.



    Ich vergebe 9 von 10 Punkten. :-)

  • Ich hab da Buch jetzt auch in sehr kurzer Zeit beendet.
    Für mich war es auch das beste Buch der Reihe bisher.


    Ich bin schon sehr gespannt, wie es zwischen Russ und Clare weitergeht. Jetzt ist ja auch Russ' Frau einmal leibhaftig aufgetaucht.


    Schön fand ich die Umsetzung des Themas impfen, das ja auch heute noch zu erbittertem Streit zwischen Befürwortern und Gegnern führt.


    Ich reu mich auf jeden Fall schon auf das nächste Buch der Serie, das wohl im Oktober erscheinen soll.


    von mir 10 von 10 Punkten

  • Die Serie ist echt klasse.


    Hoffe das im neuen Buch (I Shall Not Want) die Situation zwischen Russ und Clare etwas besser wird. Der letzte Band wurde ja doch etwas tragisch zum Schluss.


    Muß ihn mit unbedingt am Ende des Monats holen.

  • Anders als bei den vorangegangenen Krimis hat mir hier ein bißchen die durchgehende Spannung gefehlt, was an den immer wieder eingeflochtenen Rückblenden liegt, die unterschiedlich lange zurückgehen. Das hat auch seinen Reiz, aber dient nicht der Krimihandlung, wie ich finde. Die Lösung des eigentlichen Falles der Jetzt-Zeit fällt dann auch ein bißchen banal aus, muß ich sagen.
    Andere Spannung entsteht dadurch, dass Clare und Russ sich erstmals nicht nur näher kommen, sondern auch darüber reden. Ich bin noch nicht ganz sicher, wie mir die Entwicklung gefällt, denn es kratzt schon ein bißchen an meinem Bild von Clare, muß ich zugeben. Aber es ist auf jeden Fall eine Spannungskomponente, die mich bald zwingt, den nächsten Band zu lesen.

    :lesend
    If you can read, you can empathize, luxuriate, take a chance, have a laugh, hit the road, witness history, become enlightened, turn the page, and do it all again
    Oprah Winfrey

  • Originaltitel: Out of the Deep I Cry
    537 Seiten



    3.Fall, Pastorin Clare Fergusson/Sheriff Russ-Van-Alstyne


    Meine Meinung:
    Diese Serie gehört ja zu den ruhigeren, wo nicht so viel Blut fließt, und trotzdem ist sie nach wie vor spannend mit sehr interessanten Fällen.


    In diesem 3.Fall verschwindet der Chefarzt Dr.Rouse, nachdem er erfährt, dass der Zuschuss aus der Ketchem-Stiftung nicht mehr für die Klinik verwendet wird. Außerdem hatte er einen Streit mit einer Patientin, welche ihn wegen einem Impfstoff, der angeblich Autismus verursacht, angriff.


    Sheriff Russ Van Alstyne und die Pastorin Claire Fergusson gehen dem ganzen nach und treffen auf eine Geschichte, die über siebzig Jahren zurückliegt und möglicherweise mit dem jetzigen Fall zusammenhängen könnte. Es wird daher immer wieder von der Gegenwart in die Vergangenheit gewechselt und nach und nach wird das Geheimnis gelüftet.


    Sehr spannend und trotzdem flüssig zu lesen. Die Personen sind mir ohnehin schon ans Herz gewachsen und werden mir immer vertrauter. Die Geschichte selbst finde ich sehr interessant und gut aufgebaut. Es bleibt spannend bis zum Schluss, lässt viele Möglichkeiten zu und kommt mitunter anders als man denkt. Eine Serie, an der man dranbleiben muss.

    Liebe Grüße
    Helga :wave


    :lesend???

    Lesen ist ernten, was andere gesät haben

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Helga ()

  • Russ Van Alstyne, Polizeichef von Millers Kill, bekommt eine Menge Arbeit, als Dr. Allan Rouse, seit dreißig Jahren Chefarzt der Jonathon-Ketchem-Klinik, spurlos verschwindet.
    Kurz zuvor hatte Debba Clow versucht, Dr. Rouse anzugreifen. Dies konnte Pastorin Clare Fergusson gerade noch verhindern, platzt damit aber wieder mal mitten in die Polizeiermittlungen.
    Debba könnte etwas mit dem Verschwinden Dr. Rouse' zu tun haben, denn sie glaubt, der Arzt sei durch Verwendung quecksilberhaltigen Impfserums Schuld am Autismus ihres Sohnes.
    Doch Clare stößt auch noch auf einen ähnlichen Vermisstenfall in Millers Kill, der mehr als siebzig Jahre zurück liegt. Damals meldete Mrs. Ketchem ihren Ehemann Jonathon als vermisst.


    Julia Spencer-Fleming lässt erneut das ungleiche Paar Russ und Clare in einem intelligent aufgebauten Fall ermitteln. Facettenreich und liebevoll zeichnet die Autorin ihre Charaktere und legt dabei viel Wert auf die zwischenmenschlichen Beziehungen, natürlich besonders auf die zwischen Russ und Clare. Trotzdem kommt die Spannung um das Verschwinden Dr. Rouse' nicht zu kurz.
    Rückblenden in die Vergangenheit rund um die Ketchem-Familie sind klug eingebaut und steigern so die Spannung.
    Erst langsam fügt sich für den Leser, so wie für Russ und Clare, Puzzlestein zu Puzzlestein.


    Julia Spencer-Fleming hat mit „Die bleiche Hand des Schicksals“ wieder einen spannenden, flüssig zu lesenden Kriminalroman geschrieben, der an manchen Stellen auch zum Schmunzeln reizt.


    Dieser Fall hat mir wieder besser gefallen als Band 2.
    9/10 Punkten

    Liebe Grüße, Sigrid

    Keiner weiß wo und wo lang

    alles zurück - Anfang

    Wir sind es nur nicht mehr gewohnt

    Dass Zeit sich lohnt