Jilliane Hoffman - Vater unser

  • Meiner Meinung nach ist "Vater unser" ein wenig schwächer als "Cupido" mit seinem Nachfolgeband "Morpheus" :-) Aber auch dieses Buch ist gut, besonders die Idee mit der Shizophrenie, da man einiges über die Krankheit erfährt, die ja wirklich zum Teil ein Tabuthema ist. Auch die Umsetzung ist gut und spannend gemacht, doch manchmal zieht es sich ein wenig und man hätte mehr aus dem Thema rausholen können indem z.B.



    Zum Ende:


    Von mir bekommt das Buch 8 Punkte!

    Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste. (Heinrich Heine)


    :lesend Jeffery Deaver: Allwissend

  • Ich habe nur das "Vater Unser" und nicht die anderen beiden Bände "Cupido" und "Morpheus". Gestern wurde mir in der Buchhandlung gesagt, dass die 3 zusammengehören!? Das habe ich vorher noch nie gehört. Ich dachte nur "Cupido" und "Morpheus" gehören zusammen?

  • Zitat

    Original von Totenleserin
    Ich habe nur das "Vater Unser" und nicht die anderen beiden Bände "Cupido" und "Morpheus". Gestern wurde mir in der Buchhandlung gesagt, dass die 3 zusammengehören!? Das habe ich vorher noch nie gehört. Ich dachte nur "Cupido" und "Morpheus" gehören zusammen?



    Dass die drei Bücher zusammehängen sollen, ist mir neu.
    Ich habe sie alle drei gelesen und ich kann sagen, dass sie nicht zusammehängen. "Vater Unser" hat mit "Cupido" und "Morpheus" nichts zu tun.

  • Ich habe das Buch im Rahmen einer Mini-LR gelesen und es hat mir sehr gut gefallen. Es ist vielleicht kein typischer Thriller, aber es läßt sich sehr gut lesen und spannend fand ich es auch.
    Allerdings gibt es von mir Punktabzug für das Ende des Buches, da ich eigentlich nicht mehr weiß als am Anfang des Buches.


    8 von 10 Punkten

    Kein Buch ist so schlecht, dass es nicht auf irgendeine Weise nütze.
    (Gaius Plinius Secundus d.Ä., röm. Schriftsteller)

  • Zitat

    Original von Totenleserin
    Ich habe nur das "Vater Unser" und nicht die anderen beiden Bände "Cupido" und "Morpheus". Gestern wurde mir in der Buchhandlung gesagt, dass die 3 zusammengehören!? Das habe ich vorher noch nie gehört. Ich dachte nur "Cupido" und "Morpheus" gehören zusammen?


    zusammengehören tun sie -wie bereits gesagt- nicht, aber vielleicht meinten die in der Buchhandlung, dass der Ort der selbe ist ? bzw dass in "Vater Unser" kurz die Fälle "Cupido" und "Morpheus" erwähnt werden.

    Destiny is for losers. It's just a stupid excuse to wait for things to happen instead of making them happen.


    -inaktiv-

  • Zitat

    Original von yeshappy


    zusammengehören tun sie -wie bereits gesagt- nicht, aber vielleicht meinten die in der Buchhandlung, dass der Ort der selbe ist ? bzw dass in "Vater Unser" kurz die Fälle "Cupido" und "Morpheus" erwähnt werden.


    Wobei die Autorin wohl gerade am dritten Teil schreibt, so zumindest schreibt sie auf ihrer Homepage: http://www.jillianehoffman.com/

  • Mir wurde das Buch von einer Freundin empfohlen und ausgeliehen. Selbst hätte ich es wahrscheinlich nie gekauft.


    Ich empfand den Roman wie einen amerikanischen Film: Solide, etwas plakativ, Beziehungskram, die unvermeidliche Gerichtsverhandlung.


    Das Thema Shizophrenie ist recht interessant eingearbeitet, wobei ich die Wendung am Schluß zwar für originell, aber etwas überzogen halte. Das relativ offene Ende hat mir ganz gut gefallen. Auch die Darstellung, wie es bei den amerkanischen public prosecuters zugeht.

    :flowersIf you don't succeed at first - try, try again.



    “I wasn't born a fool. It took work to get this way.”
    (Danny Kaye) :flowers

  • Ich habe das Buch in den letzten Tagen im Rahmen einer Mini-LR mit einigen anderen Eulen gelesen.


    "Vater unser" fängt superspannend an und hält dann meiner Meinung nach bis zum Schluss einen zwar etwas abgeschächten, aber recht soliden Spannungsbogen. Das Buch bietet nette Unterhaltung, ich habe mich zu keiner Zeit gelangweilt, sondern wollte immer wissen, wie es weitergeht.


    Leider weist die Geschichte auch einige Schwächen auf. Sie hat mir an verschiedenen Stellen leicht genervte :rolleyes-Momente beschert. Manches ist einfach übertrieben, manches unrealistisch und unglaubwürdig. Und das Ende lässt mir hinsichtlich des Mordfalles zu viele Fragen offen und ist hinsichtlich Julia zu dick aufgetragen.


    Als einen Thriller würde ich "Vater unser" nun auch nicht unbedingt bezeichnen. Es fängt an wie ein Thriller, entwickelt sich aber schnell zu einem Justizroman, in dem es mehr um Zeugenvernehmungen und Plädoyers geht und weniger um Morde. Julias Privatleben kommt natürlich auch nicht zu kurz, so dass ich im Laufe der Geschichte sogar das Gefühl hatte, dass es immer mehr um Julia und immer weniger um den Mord/den Verdächtigen ging. Naja, und das am Ende einige für mich relevante Fragen offen bleiben, habe ich ja schon erwähnt. Gerade die Fragen, die mich als Leser während des GESAMTEN Lesens beschäftigt haben, auf deren Beantwortung ich die ganze Zeit hingesteuert habe - ja, deren Auflösung sogar der Grund des Lesens dieses Buches waren, wurden am Schluss nicht beantwortet. :nono


    Ich schwanke zwischen 6 und 7 Punkten, gebe aber mit reichlich Wohlwollen doch noch 7 Punkte, weil das Buch trotz allem wirklich sehr kurzweilig und unterhaltsam war.

  • Mein Fazit: Spannend zu lesen, kurzweilige Unterhaltung, die mir gut gefallen hat, wenn man keine allzu großen Ansprüche an die Schlüssigkeit und Originalität des Inhalts stellt. Wenn Frau Hoffmann sich ein bisschen mehr Mühe mit dem Inhalt gegeben hätte, dann hätte das ein fantastsiches Buch werden können, denn spannend erzählen kann sie.

  • "Vater Unser" ist mein erstes Buch der Autorin gewesen.

    Demzufolge kann ich ganz unbefangen und ohne jeglichen Vergleich zu anderen Büchern der Autorin meinen Eindruck wiedergeben.


    Als ich soeben den Titel nochmals niedergeschrieben habe, fragte ich mich: Warum dieser Titel? Der Titel hat nichts mit dem Buch zu tun. Immerhin lässt er auf kirchliche Themen oder Gebete schließen. Keines der beiden Themen wird hier als Hauptthema behandelt. Viel mehr geht es um Schizophrenie - deren Auswirkungen, woher kommt sie, wie weit geht sie, was macht es mit dem Patienten.

    Für mich ein sehr aufschlussreiches Thema, für einige Leser zu viel des Guten. Für einen Thriller fand auch ich das Buch zu schwach. Der Anfang ist sehr gut gelungen und er fesselt einen sofort, aber diese Spannung zieht sich nicht durch das restliche Buch. Womit ich nicht sagen möchte, dass es keine Spannung enthält, es wird jedoch etwas seichter und man erfährt viel über die Staatsanwaltschaft und die Vorbereitungen einer Gerichtsverhandlung. Auch das Privatleben der B-Staatsanwältin Julia steht in diesem Buch sehr im Fokus.


    Mir hat Julia in ihrer Rolle sehr gut gefallen, sie war sehr sympathisch und menschlich, hat sich nicht mit dem Offensichtlichen zufrieden gegeben und somit auch den Leser zum Überdenken der Ereignisse gebracht.

    Rick ist ein typischer amerikanischer "Schönling", der sich keine Frau entgehen lässt.

    Lat ist der Mann, der auf den zweiten Blick einfach unbezahlbar ist.

    Nora und Jimmy sind Menschen, die sich ihrer Nichte angenommen haben, sie beschützt haben und sie einfach lieben.


    Das Buch kommt mit einem flüssigen Schreibstil ohne viele Fachbegriffe daher. Es las sich gut weg und der Fall war spannend. Auch ich muss sagen, dass einige Fragen offen geblieben sind und bin noch immer am überlegen, ob es einen Folgeband gibt!?


    Was mich in dem Buch gestört hat waren die fehlenden Zeitangaben. Wir sprechen hier von einem Zeitraum von Oktober bis März. Aber ich wusste seltenst, in welchem Monat oder an welchem Wochentag das aktuelle Kapitel spielt.

    Aus diesem Grund und den noch immer offenen Fragen vergebe ich 7 von 10 Punkten für das Buch.