Der Todeskünstler - Cody Mcfadyen

  • Karolina : Du weißt ja, dass das hier der zweite Teil ist, oder? Am besten fängst du mit "Der Blutlinie" von dem Autor an. :-) Das Buch ist auch nur gut...

    Versuche zu kriegen, was du liebst, sonst bist du gezwungen, das zu lieben, was du kriegst
    :lesend"Herren der Unterwelt;Schwarzer Kuss" Gena Showalter

  • Heute hab ich das Buch beendet, und ich bin begeistert :grin


    Es hat mir sogar etwas besser gefallen als der erste Teil. Die Figuren sind einem jetzt vertraut und man erfährt wieder etwas mehr von ihnen.


    Hoffentlich endet Callie nicht wie Dr.House!


    Die Tagebucheintragungen fand ich auch sehr gut gelöst. Dadurch wurde die Geschichte vorangetrieben ohne den Lesefluss zu stören.


    Die Spannung baut sich nach und nach auf und am Ende dann der Knaller.


    Ich freu mich schon, mehr von Smoky, Tommy und Bonnie zu lesen. Und auch die anderen Personen werden sicherlich noch einiges erleben.


    Punkte 9/10

  • Ich habe ja schon Blutlinie gelesen und fand den schon gut. Außer das mir Smokys Gedankengänge auf die Nerven ging. Und zuviel drum herum erzählt wird.


    Der Todeskünstler steht hier schon und ich freue mich schon drauf :-)

  • Die ganze Geschichte ist sehr intensiv aufgebaut, unglaublich was diese Sarah alles erleben muss, da steckt viel Fantasie des Autors dahinter. Minuspunkt ist für mich die etwas übertrieben dargestellte Agentin Smoky, die ein wenig zu viel einfach so weiss und deren eigene Geschichte zu hoch aufgebaut wurde, um glaubwürdig zu sein. Auch enttäuscht hat mich der Punkt mit den privaten e-mails ihres toten Mannes, so wie das zu Beginn des Buches aufgebauscht wurde, hätte mehr dahinter stecken sollen, als das was wir kurz vor Schluss noch erfahren haben. Insgesamt aber ein kurzweiliges, spanndendes Lesevergnügen.
    9 Punkte.

  • In Anbetracht der vielen Beiträge zu diesem Buch verzichte ich auf eine inhaltliche Zusammenfassung und beschränke mich darauf zu schreiben wie das Buch auf mich gewirkt hat.


    Bei meiner Rezi zum Vorgänger „Die Blutlinie“ habe ich geschrieben das ich zwar nicht an die Grenzen der Erträglichkeit gestossen bin aber in einen Bereich in dem es mir nicht mehr wohl ist. Dieses Buch geht meiner Meinung nach was Härte, Brutalität und psychische Folter und Schmerzen anbetrifft nochmals einen Schritt weiter. Dabei hat mir nicht die Beschreibung der physischen Quälereien oder das Blut das geflossen ist am meisten zugesetzt sondern die psychische Folter die der Todeskünstler seinen Opfern, allen voran Sarah, antut. Das Schlimmste ist die erste Szene im Tagebuch von Sarah...



    ... ist ganz harter Tobak und ging mir ziemlich an die Nieren. Ich habe das Buch nach dieser Szene weggelegt und darüber nachgedacht das Buch abzubrechen. Am darauf folgenden Tag, als ich diese Szene einigermassen verdaut habe, habe ich beschlossen weiterzulesen. Ich habe sowieso ein neues Leseverhalten an mir entdeckt, immer wieder habe ich das Buch für ein paar Minuten zugeklappt um mich kurz mit etwas anderem zu beschäftigen. Ich ging zwischen durch Geschirr spülen, Duschen oder habe andere Dinge erledigt. Ich musste die Geschehnisse einfach immer wieder sacken lassen und verarbeiten bevor ich weiterlesen konnte. (Nicht das ihr jetzt denkt ich spüle nie Geschirr oder Dusche nie, ich musste mich einfach kurz mit alltäglichen und trivialen Dingen ablenken).


    Zu einem Kritikpunkt der von Lesern dieses Buches immer wieder vorgebracht wird, nämlich das die Hauptpersonen rund um Smoky Barrett viel zu perfekt sind, möchte ich folgendes sagen: Um in ein Sondereinsatzkommando des FBI zu gelangen braucht es weit überdurchschnittliche Fähigkeiten. Wer zuwenig Talent, Wissen oder sonstige Stärken hat wird ein ganz normaler FBI Agent bleiben und dürfte in kein Sondereinsatzkommando kommen. Kritik die ich berechtigt finde sind die Fähigkeiten der kleinen Bonnie. Sosehr sie mir auch ans Herz gewachsen ist aber über soviel Einfühlungsvermögen und diese Gefühle dann auch auszudrücken und mitzuteilen kann ein so junges Kind nicht verfügen. Über diesen Mangel kann ich hinwegsehen in dem ich mir Bonnie einfach ein paar Jahre älter vorgestellt habe.


    Dieses Buch hat bei mir Gefühlsregungen ausgelöst und mir insgesamt besser „gefallen“ als „Die Blutlinie“ und da ich dem Vorgänger 8 Punkte vergeben habe werde ich diesen Thriller nun mit 9 Punkten bewerten.

  • Ich habe mir dieses Buch zum Geburtstag schenken lassen, ohne zu wissen das es da noch einen 1. Teil gibt. Aber auf Grund der Ausführlichen Beschreibung im 2. Teil war das nicht weiter schlimm.
    Ich fand es zwischendurch etwas zu langatmig, doch insgesamt war es super. Manchmal sogar schon > zu detaliert< wenn ich an die Beschreibungen einiger Handlungen denke...Gantermantel pur... :wow ;-)


    9 Punkte dafür

  • Und wie beim ersten Band bin ich total zerrissen, die Schreibe ist grandios, selten hat ein Autor so einen guten Blick auf Polizeiarbeit, auf Dinge, die einen im Dienst bewegen. Hier hatte ich so oft das Gefühl nicken zu müssen, weil Situationen einfach sehr echt und lebensnah beschrieben wurden oder für Gefühlsmomente genau die richtigen Worte gefunden wurden....toll super, spitze und dann taucht der Killer zum ersten Mal auf, sagt einen Satz und ich weiß: DER IST ES. Schlecht verschleiert oder getarnt, plump vom eigentlichen Täter abgelenkt, daber merkt man an allen anderen Ecken, daß McFadyen es so viel besser könnte.
    Sehr ärgerlich, keine Ahnung, woher ich immer genau weiß, wer da jetzt der Böse ist, aber irgendwie ist es zu offensichtlich, nicht mal kurz gezweifelt habe ich und trotzdem wirklich unheimlich gut geschrieben... ich hoffe auf den nächsten Band, vielleicht kann er mich da tatsächlich überraschen, dann wäre ich rund um zufrieden.

  • @BJ: Ist schon länger her, wo ich das Buch gelesen habe, aber soviel ich weiß, hab ich dieses Mal auch recht früh geahnt (nicht gewusst, glaub ich), wer es wohl ist. Aber das hat meinem Lesevergnügen keinen Abbruch getan :gruebel

    With love in your eyes and a flame in your heart
    you're gonna find yourself some resolution.

  • Sag ich ja, das Buch ist dennoch gut, aber es könnte so viel besser sein.
    Ich weiß bei Krimis ja meist sehr früh, wer es denn nun war, warum auch immer, aber bei McFadyen denke ich mir einfach, daß er sonst so gut schreibt, da könnte er das doch ein wenig weniger offensichtlich machen...

  • Die Pflegefamilie der jungen Sarah wird ermordet und die FBI-Agentin Smoky Barrett wird zum Tatort gerufen, denn Sarah möchte mit niemand anderem reden. Es stellt sich heraus, dass in Sarahs Leben bisher alle Menschen sterben mussten, die ihr etwas bedeuteten. Die Spuren des sogenannten 'Künstlers' sind dürftig und so kommen Smoky und ihr Team dem Täter nur in so großen Schritten näher, wie der Täter es zulässt. Nur sein Motiv, das lässt sich wieder schnell 'erspüren'.


    Cody McFadyen hat mit "Der Todeskünstler" erneut einen hochkarätigen Thriller abgeliefert. Schockierend und detailverliebt beschreibt der Autor alles - auch das viele Blutvergießen.
    McFadyen hat einen wunderbaren und einnehmenden Schreibstil, dem man sich nur schlecht entziehen kann. Wer sich von den schockierenden und authentischen Beschreibungen nicht abschrecken lässt, der wird viel Spaß an der Lektüre haben.


    Zwei kleine Minuspunkte habe ich dennoch anzubringen. Zum einen hat mich ein wenig gestört, dass eigentlich klar war, wer der Täter sein musste. Schon alleine in Ermangelung an Alternativen. Und zum anderen hat mich das Ende ein wenig verärgert. So gern wie ich die kleine Bonny ja habe, aber meiner Ansicht nach, legt sie ein schier unglaubliches Verhalten für eine 10jährige an den Tag. Leider. Das hat mir das Ende doch ein wenig verleidet und deswegen vegebe ich auch nich die komplette Punktzahl.


    Trotzdem bin ich schon sehr gespannt auf den nächsten Roman "Das Böse in uns" und hoffe, dass es auch darüber hinaus noch weitere Fälle für Agent Barrett und ihr Team geben wird.

  • das Buch habe ich letzte Woche gelesen und leider war es bei mir auch so, daß ich recht früh eine Vermutung hatte wer der Künstler ist und letztendlich dann auch war.
    Gut gefallen hat mir, wie auch im ersten Band, daß man viel über das Seelenleben und das Erleben des FBI-Teams erfahren hat. Das ist in vielen anderen Thrillern nicht so und macht die Bücher von McFadyen für mich zu einer Ausnahmeerscheinung.
    Wie LilStar weiter oben geschrieben hat, war auch für mich das Manko, das das Verhalten von Bonny nicht einer 10jährigen entspricht und unglaubwürdig war.
    Insgesamt ein rasant geschriebener Thriller und sicher nicht der letzte den ich von McFadyen lesen werde.
    Von mir 8 von 10 Punkten


    LG von Zen-71 , die jetzt erstmal was anderes als Gemetzel lesen wird :wave

    :lesend Jonathan Tropper - Sieben verdammt lange Tage


    Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.
    Albert Einstein

  • Also ich hatte keine Vermutung wer der Täter sein könnte. Naja. Das Buch hat mir am Anfang sehr gut gefallen aber auf den letzten Seiten nicht mehr. Mit Sarah habe ich schon sehr mit gelitten. Wieviel kann ein Mensch ertragen? Was mich mal wieder genervt hat war Callie und ihr Zuckerschnäuzchen. Und wie hier schon jemand schrieb. Bonnie ist ja ein nettes Mädel. Aber der Schluß nein das geht gar nicht. Dieser Teil hat mir nicht so gut gefallen wie der erste. Und ich habe jetzt auch erstmal keine Lust auf den dritten Teil. Ein bisschen mehr Spannung hätte nicht geschadet.

  • Der zweite Teil...
    Nachdem ich den ersten verschlungen hatte, kam der zweite dran, meiner Meinung nach besser als der erste!


    Mir hat besonders gefallen, die Sicht von Sarah bzw. Sarah's Tagebuch.
    Wow, sehr krass! da hat man echt mitgelitten!

    Manche Bücher müssen gekostet werden,
    manche verschlingt man,
    und nur einige wenige kaut man
    und verdaut sie ganz.
    (Tintenherz)

  • Hallo,


    ich kann mich einigen Ausführungen absolut anschließen: ein Thriller der an die Grenzen geht ... .
    Von "Die Blutlinie" war ich bereits sehr angetan, hier aber setzt die Cody McFadyen noch ein drauf. Von einigen, etwas langatmigen, Passagen abgesehen, schafft es die Autorin, bis zum Schluss dem Leser auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitzunehmen. Sie stößt eine Tür für den Einblick in die kranke Welt des "Todeskünstlers" auf, die den Leser kompromisslos in den Bann zieht. Sie hat hervorragend die emotionalen und psychischen Auswirkungen seines Handelns beschrieben und das "Böse" war allgegenwärtig, auch wenn es nicht vordergründig um den Mörder an sich ging, sondern um seine Opfer, deren Psyche, ihrer Suche nach den Hintergründen seiner Taten und letztlich ihm selbst.
    Das Tagebuch der Sarah nimmt eine zentrale Rolle im Buch ein und ihm fällt eine unverzichtbare Rolle im Geschehen und Verstehen der Handlung zu. Hervorragend gelöst! Man leidet mit den Figuren, hofft und bangt mit ... letztendlich regt es auch zum eigenen nachdenken an. Von einigen Dingen, die hier beschrieben werden, liest man heute oft in der Zeitung. Diese und das Schicksal von Waisenkindern in einigen Ländern sind heute leider real.
    Auch wenn es sich um reine Fiktion handelt hat man den Eindruck, es könnte so etwas tatsächlich jemanden jederzeit ganz leicht so oder ähnlich zustoßen.
    Ein "Knaller"-Buch bei dem ich dem Zitat auf der Rückseite "McFadyen schreibt Bücher, die man von Stephen King heute gerne lesen würde" absolut zustimme.
    10 von 10 Punkten und nichts für zart besaitete Leser :nono


    Viele Grüße


    René

  • Also die Blutlinie war echt shizophren.


    Zum einen ist der Stil eine echte Gewöhnungssache meiner Ansicht nach. Zudem Agentin Smoky wird als "Alice Schwarzer" in der Thrillerecke aufgebaut, also als Frau, die alles weiß und selbst nunja viel abbekommen hat. Ich weiß nicht so wirklich, wo ich den Thriller hinstecken will, weil die Geschichte an sich ordentlich ist, aber "Jack Junior" klingt für mich fast schon ein wenig amateurhaft. Das ist alles ein wenig zu sehr gewollt und wie schon eingangs erwähnt trägt der Stil jetzt nicht gerade dazu bei ein Feuerwerk abzufackeln.


    Ist der Todeskünstler sehr ähnlich?



    Gruß,


    C.Tonar

  • Hallo zusammen.


    Ich habe "leider" den Todeskünstler zuerst gelesen, weil ich auch nicht wusste, dass es da bereits einen Vorgänger gab.
    Hat mich allerdings nicht daran gehindert mir die anderen beiden von Cody direkt hinterher zu kaufen.


    Ich fand den Todeskünstler einfach genial geschrieben. Ich hab mich sehr in den Bann gezogen gefühlt. Mehr vom Künstler, als von Smoky. Wobei Smokys Geschichte wirklich nichts für zarte Seelen ist, finde ich.
    Die Geschichte ist einfach überzeugend und detailreich umgesetzt. Ich konnte das Buch wirklich nicht aus der Hand legen.


    Leider hatte ich bisher noch keine Zeit "Die Blutlinie" und "Das Böse in uns" zu lesen... :-(
    Aber das werde ich bald ändern.


    Der Todeskünstler hat mich in jedem Fall begeistert und Cody McFadyen steht mittlerweile auf meiner Liste meiner Lieblingsautoren :grin


    Liebe begeisterte Grüße,
    Phantasia :winkt


    P.S.: Sorry C.Tonar, da kann ich dir nichts zu sagen, da ich die Blutlinie noch nicht gelesen habe.