Michael Borlik - Der 13. Engel (ca. 10-12 J.)

  • Über den Autor
    Michael Borlik wurde 1975 in Brühl bei Köln geboren. Nach dem Abitur wurde er Speditionskaufmann, hängte seinen Beruf jedoch an den Nagel, um (neben einem Germanistikstudium) Bücher zu schreiben. Mit Vorliebe Krimis, denn die hat er schon als Jugendlicher selbst gern gelesen.


    Über das Produkt
    Als der feurig rote Komet am Nachthimmel auftaucht, sind sich die Astronomen am Königshof einig: Das ist ein sehr gutes Omen. Denn die Krönung des jungen Prinzen steht unmittelbar bevor. Doch dann sind plötzlich die Statuen der dreizehn königlichen Schutzengel verschwunden und Amys Vater wird deswegen verhaftet. Sie findet heraus, dass der Komet die Erfüllung eines tausendjährigen Fluchs vorhersagt - eines Fluchs, dessen Auswirkungen Amy und ihr Freund Finn bald am eigenen Leib zu spüren bekommen Ein Kinderbuch voller Geheimnisse - so spannend, dass auch Erwachsene es verschlingen werden! Ab 10 Jahren.


    Meine Meinung
    Amy Tallquist ist ein ganz besonderes Mädchen. In einer Welt, in der jedermann sich der Magie zu bedienen scheinen kann, ist sie der einzige Mensch, der nicht zaubern kann.


    Ihr Vater Rufus ist Journalist und arbeitet am Fall der 13 verschwundenen Engelsstatuen. Eines Tages wird er wegen angeblichen Hochverrats verhaftet und Amy muß bei ihrer verhassten Tante Hester wohnen, der Schwester ihrer verstorbenen Mutter.


    Amy bemüht sich heimlich, ihrem Vater zu helfen und kommt dabei einer geheimnisvollen Verschwörung auf die Spur, die wohl die bevorstehende Krönung des erst 17-jährigen Prinzen Henry zum König in zwei Wochen zum Ziel hat.


    Doch wer steckt dahinter? Was hat der geheimnisvolle Engelsfluch damit zu tun? Und wie passt das Verschwinden von Amys Vater in die ganze Geschichte? Mit Hilfe des Jungen Finn macht Amy sich daran, die Knoten zu entwirren und gerät mehr als einmal in gefährliche Situationen, aus denen sie nur mit viel Glück wieder herauskommen.


    Eine tolle Geschichte über Freundschaft und Verrat, Hass und Liebe, Mut und Verzweiflung. Temporeich, actiongeladen, spannend! Ein Buch, bei dem ich mich bestens unterhalten und das ich innerhalb von nur zwei Tagen weggeschnupft habe. Eine Geschichte, die sehr rasant erzählt wird und die auch mich als großes Kind gefesselt hat.


    Allerdings waren schon einige sehr spannende, actionreiche Szenen im Buch, so dass ich sensibleren Gemütern das Buch erst ab 12 Jahren uneingeschränkt empfehlen würde.


    Alles in allem aber prima Unterhaltung. Ich habe bereits "Abgerechnet" von Michael Borlik gelesen und egal, ob es sich nun um einen Jugendkrimi oder wie hier um einen Abenteuerroman handelt, der Autor überzeugt in beiden Genres. Mehr davon!

    Lieben Gruß,


    Batcat


    Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt (aus Arabien)

  • Danke für die tolle Rezi. Hab das Buch schon als Leseprobe gelesen und es hat mir sehr gut gefallen... Jetzt werde ichs mir auf jeden Fall demnächst mal zu Gemüte führen .


    lg asil

    Nicht weil es unerreichbar ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen ist es unerreichbar.
    Der höchste Lohn für unsere Bemühungen ist nicht das, was wir dafür bekommen, sondern das, was wir dadurch werden.

  • :freude ich hab es aus der Bücherei entliehen , es schrie nimm mich mit und freu mich darauf nach der Rezi es zu lesen


    Und nun hab ich es schon beendet, das ging flugs.


    Die Geschichte ist sehr spannend, die Schrift schön groß ;-)


    Ich hab mit Amy mitgezittert und hatte mit Blasen an den Füßen.



    Endlich auch mal Fantasy ohne Drachen.


    Von mir gibt es auch ein uneingeschränkt empfehlenswert

  • Ich habe "Der 13. Engel" vor kurzem auch gelesen und es hat mir gefallen.
    Die Geschichte war spannend, die handelnden Personen sympathisch und das Setting (soetwas wie eine magische Alternativversion des viktorianischen Londons) liegt mir sowieso.


    Aber ein immer wiederkehrender Schreibfehler hat den Lesegenuß wirklich geschmälert. Anscheinend wurde im ganzen Text mittels des Textverarbeitungsprogramm und der ERSETZEN- Funktion das Wort "selbst" durch "selber" ersetzt. Das alleine ist höchstens schlechter Stil, denn "selber" gehört für mich eindeutig in die Umgangssprache. Wie auch immer, das Problem ist, daß wirklich alle "selbst" ersetzt wurden- auch die, die in ihrer Wortbedeutung mit "sogar" gleichzusetzen sind. Das führte dann zu solchen Ergebnissen (z.B S. 34):

    Zitat

    "Überhaupt sollte Amy am besten für alles um Erlaubnis fragen. Selber wenn sie nur in den Garten gehen wollte."


    Das finde ich schade, denn es hätte durch ein aufmerksames Lektorat verhindert werden können. Schließlich ist es mir beim Lesen derart ins Auge gesprungen, daß ich am Ende spaßeshalber eine Strichliste geführt habe.
    Vielleicht bin ich aber auch einfach nur zu pingelig... :gruebel


    Mein Fazit: Das Buch hat mir wirklich gefallen (mal von den Kinderkrankheiten abgesehen). Bei einem Folgeband wäre ich sicherlich wieder dabei.


    Edit: Rechtschreibfehler verbessert

    Ich weiß nicht, was das sein mag, das ewige Leben.
    Aber dieses hier, das diesseitige, ist ein schlechter Scherz. (Voltaire)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von grottenolm ()

  • FlyingStyle :


    Mir ist es insgesamt sechs Mal aufgefallen (am Anfang häufiger als gegen Ende des Buches), allerdings hatte ich nicht immer einen Stift zur Hand und habe manchmal die entsprechende Stelle hinterher nicht mehr gefunden.


    Vielleicht sollte ich es tatsächlich mal dem Verlag melden :gruebel, wobei ich ja unmöglich die Erste gewesen sein kann, der das aufgefallen ist.
    Oder der Autor kann den Verlag darauf hinweisen... schließlich ist er ja auch Forenmitglied. :wave

    Ich weiß nicht, was das sein mag, das ewige Leben.
    Aber dieses hier, das diesseitige, ist ein schlechter Scherz. (Voltaire)

  • Hi zusammen! :-)


    Ja, diesen Fehler kenne ich und er ist ein echtes Ärgernis. Wie schon von Grottenolm vermutet, ist der Fehler durch eine automatische Korrektur entstanden. Die zuständige Lektorin hat in letzter Minute entschieden, dass "selber" besser zur Geschichte passt als "selbst". Allerdings ohne vorher mit mir darüer zu sprechen - das Ergebnis von dieser Hauruckaktion ist leider nicht zu überlesen. Sie hat sich dann breit und lang bei mir entschuldigt und bei der nächsten Auflage wird es korrigiert. Ich hoffe, das Lesen hat trotzdem Spaß gemacht!


    Liebe Grüße
    Michael

  • Michael :


    eigentlich sollte doch das Lektorat Fehler beheben und nicht selbst produzieren... das war wohl ein typischer Fall von "verschlimmbessert" :grin


    Keine Angst, das Lesen hat trotzdem Spaß gemacht und ich würde mich freuen, wenn ich tatsächlich irgendwann nochmal etwas über Amy und Finn lesen könnte.

    Ich weiß nicht, was das sein mag, das ewige Leben.
    Aber dieses hier, das diesseitige, ist ein schlechter Scherz. (Voltaire)

  • Danke für die tolle Rezi Batcat und auch an alle anderen!!! :knuddel1


    Das hört sich wirklich gut an und kommt auf meine Wl. :grin
    Danke nochmal!

    Versuche zu kriegen, was du liebst, sonst bist du gezwungen, das zu lieben, was du kriegst
    :lesend"Herren der Unterwelt;Schwarzer Kuss" Gena Showalter

  • Guten Abend zusammen :wave
    Ich habe das Buch gerade zu Ende gelesen.


    Eine schöne teils märchenhafte Geschichte mit historischem Flair und netten Charakteren.
    Der Autor hat viele bemerkentswerte Ideen in die Story verwoben, wie z.B. das Magie mal etwas ganz normales und nichts ungewöhnliches ist. So ist es eine interessante Abwechslung. Auch die Legende um die Engel habe ich als sehr unterhaltsam empfunden.
    Charaktere sind ausreichend beschrieben, mir fehlte jedoch ein wenig mehr Tiefe. Mir persönlich gefielen Finn und Cornelius um Längen besser als Amy.
    Der Schreibstil ist flüssig und so mit einfach und schnell zu lesen. Doch Michael Borlik scheibt statt "selbst" größtenteils "selber", was beim Lesen recht nervig sein kann, denn an einigen Stellen passt es nicht.
    Wie schon erwähnt ein schöner Roman, für mich jedoch zu oberflächlich. Ich hätte mir mehr Spannung gewünscht, was nicht heißt, dass das Buch Längen hätte.
    Ab und zu wusste ich auch nicht, worauf es hinaus laufen sollte.
    Die Handlung hätte reicher an fantastischen Szenen und Abenteuern sein können.
    Ein gutes Buch für zwischendurch. Ich kann es nur bedingt weiter empfehlen.
    Von mir gibt es 7 Punkte.

    Versuche zu kriegen, was du liebst, sonst bist du gezwungen, das zu lieben, was du kriegst
    :lesend"Herren der Unterwelt;Schwarzer Kuss" Gena Showalter