Ein mörderischer Sommer - Joy Fielding

  • Englischer Originaltitel: The Deep End
    1988 erschienen
    351 Seiten


    Kurzbeschreibung von Amazon.de
    Zwanzig Jahre hat Joanne sich nur der Familie gewidmet.
    Und jetzt läßt ihr Mann sie einfach mit den Töchtern sitzen. Nur langsam erholt sie sich von ihrem Schock und versucht, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Aber als sie endlich glaubt, ihr Gleichgewicht zurückerlangt zu haben, erhält sie plötzlich mysteriöse Anrufe.
    Die unheimliche Männerstimme am Telefon kennt offenbar jeden ihrer Schritte. In diesem Sommer muss Joanne um ihr Leben kämpfen...


    Über den Autor
    Joy Fielding, 1945 in Kanada geboren, gehört ganz unbestritten zu den absoluten Spitzenautorinnen Amerikas. Alle ihre Bücher waren Bestseller und mit ihrem Psychothriller "Lauf, Jane, lauf!" gelang ihr 1991 der große internationale Durchbruch. Wie sie immer wieder betont, ist Schreiben seit der Kindheit ihre große Leidenschaft. Dennoch versuchte sie sich nach dem Studium erstmal in der Schauspielerei. Der Sprung nach Hollywood gelang ihr aber nicht.
    Joy Fielding lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Toronto / Kanada und in Palm Beach / Florida.


    Meine Meinung
    Joanne wird von ihren Mann verlassen und muss jetzt für sich und ihre beiden Töchter alleine sorgen. Ihr Mann Paul sieht es nur als Trennung auf Zeit, will sich aber nicht festlegen, wann er zurückkommt. Zu allen Überdruss ruft ein Unbekannter Joanne an und bedroht sie. Ist es nur ein Verrückter, der sich einen Spaß macht? Oder ist es der Mörder, der in der Umgebung Frauen umbringt? Paul und ihre beste Freundin Eve sind der Meinung, dass Joanne sich diese Anrufe nur einbildet bzw. nur Aufmerksamkeit bekommen möchte, da Paul sie verlassen hat. Ist es wirklich so einfach?


    Dieser Roman wird aus Joannes Sicht erzählt, jedoch nicht in der Form des Ich-Erzählers. Daher erfährt man vieles von Joannes Gefühle, Gedanken und Beweggründe, aber nicht viel von den anderen Personen. Durch diesen Erzählstil ist man hautnah bei Joanne dabei, und erlebt, wie sie sich entwickelt und sich ihr Leben ohne ihren Mann einrichtet und damit zu sich selbst findet.


    Wer einen ruhigen, sich langsam entwickelnden Roman mag, der ist hier richtig. Spannung wird auch aufgebaut, aber ohne Brutalität oder genauen Beschreibungen der Morde.
    Es ist ein Gesellschafts-/Familienroman mit einem Hauch Psychothriller, daher ist die Einordnung sehr schwierig.


    Mir persönlich ist nichts negatives aufgefallen, ich mag die Bücher von Joy Fielding aber auch sehr. Daher gibt es von mir 10 Punkte!

  • Ich habe das Buch im Rahmen der Leserunde gelesen.


    Es hat mir gut gefallen. Vielleicht gerade deshalb, weil es nicht so ein typischer Thriller ist, sondern eher ein Gesellschaftsroman. Trotzdem fand ich es, vor allem am Ende, spannend.


    Den Großvater von Joanne, der im Altersheim lebt, mochte ich irgendwie.

  • (Auch in der LR gelesen)


    Ich fand das Buch eher schlecht. Anfangs einfach nicht spannend, obwohl es das hätte sein sollen. Zum Ende hin wurden die Möglichkeiten einfach nicht ausgeschöpft. Ging mir viel zu schnell und war zu platt.

    Liebe Grüße,
    Ninnie



    Es ist ein großer Vorteil im Leben, die Fehler, aus denen man lernen kann, möglichst früh zu begehen.
    Sir Winston Churchill 1874-1965

  • So, ich habe das Buch jetzt auch fertig. Ich habe das Buch in zwei Tagen gelesen, was aber keinesfalls heißen soll, dass es mir gefallen hat :-)
    Es war eher so, dass ich schnell fertig werden wollte.
    Am Ende sind einige Fragen offen geblieben, was ich sehr schade finde!!
    Ich bin sehr viel besseres von Joy Fielding gewohnt.

  • ich habe es durch und war auch etwas enttäuscht....erst plätschert es nur so dahin, es kommt keine richtige Spannung auf....dann zum Ende hin wird's hektisch, es gibt einen Täter und aus ist das Buch.....aber das "warum" und die Sache mit dem Ehemann wird nicht geklärt.....zumindest habe ich keine Erklärung..... :pille :rolleyes
    Es war ein Flohmarktschnäppchen und wird auch wieder in die Flohmarktkiste wandern.....
    Von mir gibt es vier Punkte

  • Der Roman war schön geschrieben, aber wie schon einige meiner Vorredner meinten, plätschert es wirklich nur vor sich hin. Man hat das Gefühl die ganze Zeit auf der Stelle zu treten und keine große Veränderung in der Situation vorzufinden. Die Spannung fehlte vollkommen für mich. Diese Anrufe, die Spannung hätten bringen können, haben mich irgendwann nur noch genervt. Und ich habe ihnen auch nicht mehr geglaubt. Es passierte einfach zu wenig. Ich kann es nicht anders beschreiben.
    Es war kurzweilig, ohne dass ich mich sehr gut in die Protagonistin hätte einfühlen können. Es fehlte einfach etwas mitten drin, aber auch am Ende. Mehrere Fragen bleiben offen, es endet abrupt und befriedigt nur einen Teil der Frage. Alleine der gute Schreibstil und die Kurzweiligkeit, wenn es um die Entwicklung einer Person in ihrer Persönlichkeit geht, macht das Buch unterhaltsam zu lesen. Einen Thriller würde ich jedoch nicht erwarten.