Die Sache mit den Bewerbungen ...

  • Hi,


    ich suche schon länger einen ordentlichen Übergangsjob zum Studium, das in gut 1 1/2 beginnen soll. Mein derzeitge freiberufliche Beschäftigung gibt zuwenig Geld her, als das ich mir eine Existenz gründen kann.
    Trotz guter Noten, trotz fast fertiges Nachmachen der Matura: Fehlanzeige.


    Mittlerweile habe ich 50 Bewerbungen verschickt. 40 antworteten gar nicht darauf. 5 sagten mir ab. 5 gaben mir die Möglichkeit eines Bewerbungsgespräches. Aber es wurde nichts daraus!


    Irgendwie frustrierend, wenn man arbeiten will, aber man findet nichts.


    mfg

  • So geht es leider Millionen Menschen in Deutschland. Obwohl... Wenn Du Matura hast, bist Du ja eher in Österreich anzusiedeln. :-)


    In 1 1/2 was fängt Dein Studium an? Monaten? Jahren?


    Wenn Du auf 50 Bewerbungen 5 Vorstellungsgespräche hast, ist das mit 10% gar keine so schlechte Quote. Dort bist Du ja schon einmal in die engere Auswahl gekommen.


    Wenn Du natürlich ehrlich angibst, dass es nur ein Übergang ist und Du in 1 1/2 wieder weg bist, erhöht das wohl auch nicht unbedingt die Chancen...


    Viele Glück!

  • Hi Hurz,


    Zitat

    n 1 1/2 was fängt Dein Studium an? Monaten? Jahren?


    Ich möchte Politikwissenschaft und Geschichte studieren. In 1 1/2 Jahren.


    Zitat

    Wenn Du natürlich ehrlich angibst, dass es nur ein Übergang ist und Du in 1 1/2 wieder weg bist, erhöht das wohl auch nicht unbedingt die Chancen...


    Ich denke, irgendwann würde es sowieso rauskommen. Ich will nur einen Übergangsjob irgendwo im Büro, ich kann assistieren, kenne mich perfekt mit EDV aus, habe mich schon überall beworben was mit Bücher irgendwie zu tun hat, aber bisher vergeblich. ;-)


    mfg

  • huhu his!! :wave:
    hast du mal überlegt erst eine ausbildung zu machen?! da kriegst du auf jeden fall geld und hast die zeit nicht sinnlos verschwendet. falls du wirklich schon sofort in 1 1/2 jahren studieren willst, kannst du das ja abbrechen...ansonsten hättest du noch zusätzlich eine ausbildung in der tasche, was manchmal echt praktisch sein kann! ;-)

  • Hi Sisia,


    bei uns in Österreich ist da etwas anderes.


    Ich habe quasi schon eine Ausbildung, und zwar auf einer Handellschule gemacht. Habe zwar dafür kein Geld bekommen, aber dafür bin ich alles, was mit Kaufmann zu tun hat, sogar mit Praxiserfahrung.


    Ich habe diese Schule gemacht, weil ich eben einen Rückhalt haben wollte, falls das Studium nicht klappt.


    mfg

  • Zitat

    ich glaube kaum, dass ein chef gerne hört, dass du diesen job nur als überbrückung betrachtest.


    Warum soll ein Übergangsjob heißen, dass man ihn als minderwertig ansieht? Ich würde darin genauso intensiv arbeiten, als wenn ich ihn 40 Jahre lang machen würde ...


    Ich denke, viele Firmen brauchen doch ab und zu Aushilfen, Mitarbeiter usw.


    mfg

  • das siehst DU so!


    ich habe in einigen firmen erlebt, dass chefs sowie mitarbeiter so ihre ansichten über die zukünftigen studierenden haben: "der nimmt das nicht so ernst! will eh nur die zeit totschlagen, bis das studium losgeht! warum soll ich zeit und geld in die einarbeitung investieren, wenn der typ nicht bleiben will"


    saisonarbeit ist was anderes.



    bo

  • ach ja, du kommst ja aus austria ;-)
    hmmm...es gibt aber bestimmt viele firmen oder geschäfte die nebenjobs vergeben, bei denen du dann aber trotzdem per überstunden auf gut viel geld kommen kannst....wie wäre es mit nordsee :lache:rolleyes ....
    es gibt ja auch jobs, die man zu hause vom pc :pc: aus machen kann, dakönntest du dann auch ab und an mal im forum reinschneien! ;-)
    ...hmmm, oderin einem call-center :grin- ein jahr lang da arbeiten und du bist mehr als reif für urlaub und dankbar fürs studium ;-):P

  • Zitat

    Original von Historikus
    Hi,


    ich suche schon länger einen ordentlichen Übergangsjob zum Studium, das in gut 1 1/2 beginnen soll.
    mfg


    Hast Du in den Bewerbungen geschrieben, daß es"nur" eine Übergangsbeschäftigung sein soll?

  • Hi Lilli,


    ich habe ihnen geschrieben, ganz ehrlich, dass ich ich nur 2 Jahren im Betrieb sein kann, weil ich eines Tages studieren will.


    Es ist nicht nur ein Übergangsjob, ich nehme das schon ernst, und ich glaube ich habe das so formuliert, dass es verständlich.


    Jedenfalls finde ich das als Chef besser, als wenn nach 2 Jahren der Arbeiter zu mir kommt und plötzlich sagt: So, nun gehe ich studieren ...


    Es muss ja nicht Vollzeit sein ... aber 30 Stunden sollten schon drinne sein pro Woche.


    mfg

  • Hi His,
    du musst schon Glück haben, wenn du mit dem Geständnis nur 1 - 1,5 Jahre in der Firma bleiben zu wollen, einen Job findest. Die meisten Chefs sind nicht so erbaut davon, jemanden kostenspielig einzuarbeiten, der grade richtig funktioniert, wenn er wieder verschwindet.


    Außerdem kann man keine Ferndiagnose abgeben, wenn man deine Bewerbungsschreiben nicht kennt. Glaub mir, es kommt entscheidend auf den ersten Eindruck an. Deine Bewerbungsmappe ist deine Visitenkarte. Bei den meisten Firmen, entscheidet allein das lay out deiner Initiativbewerbung, ob du es in die nächste Runde schaffst. Da musst du dich schon geschickt verkaufen.


    Viel Glück!! *Daumendrück*

  • Zitat

    du musst schon Glück haben, wenn du mit dem Geständnis nur 1 - 1,5 Jahre in der Firma bleiben zu wollen, einen Job findest.


    Ist es so schlimm, ehrlich zu sein?


    Zitat

    Deine Bewerbungsmappe ist deine Visitenkarte


    Das bin ich mir bewusst. Bewerbungmappen schreiben kann ich, keine Frage.


    mfg

  • Zitat

    Original von Historikus


    Ist es so schlimm, ehrlich zu sein?


    Wenn man zu ehrlich ist, kriegt man den Job nie. Ich würde es definitiv nicht anbringen, daß ich nur knapp 2 Jahre in der Firma bleiben möchte... außerdem: Vielelicht gefällt es Dir ja so gut, daß Du dann nicht mehr ans Studieren denkst...


    Oder... bewirb Dich auf eine Stelle, die befristet zur Verfügung steht (wegen Elternteilzeit, Krankheit oder so)...

  • Überleg doch mal, in den meisten Jobs musst du erst mal eingearbeitet werden. Das kostet auf jeden Fall manpower und muss sich für den Arbeitgeber rechnen. Klar, kannst du einwenden, dass du ein gescheites Kerlchen bist, dass schnell kapiert, wie der Laden läuft. Aber jede Firma hat halt so ihre Eigenheiten, die man erst mal kennenlernen muss. Das dauert halt ein bisschen.


    Wenn dein AG weiß, dass du nicht lange bleiben möchtest, liegt die Vermutung doch nahe, dass du diesen Job nur als Zwischenlösung ansiehst und dann wird dir halt leichter unterstellt, dass du weniger Initiative zeigst. Also kann ich dir nur raten, in diesem Punkt nicht allzu ehrlich zu sein. ;-)

  • Zitat

    Original von Historikus
    Langsam werde ich depressiv. Also werde ich mal beginnen, zu lügen. :lache


    Och nee, His. Das kann doch nicht wahr sein, dass ich dir diesen Unterschied auch noch erklären muss!


    Lügen und nicht ganz die Wahrheit sagen, sind doch völlig unterschiedliche Dinge. Erwähne einfach den kleinen Umstand deines geplanten Studiums nicht, wenn du dich auf Stellen bewirbst, die nicht zeitlich begrenzt angeboten werden.


    Oder achte, wie Lilli schon vorgeschlagen hat, auf die befristeten Angebote. ;-)