'Tage des Monsuns' - Kapitel 18 - 24

  • Eigentlich habe ich beim Lesen dieser Kapitel ganz seltsam moderne Gedanken. Das ist noch nicht mal 150 Jahre her und für uns teilweise genauso weit weg von den Moralvorstellungen und Konventionen die wir heute haben -- wie ja was--die Moralvorstellungen von Menschen die heute unter uns Leben und eine Religion haben, aus der sie diese Vorstellung noch als aktuell ansehen und eine Tochter verstoßen, wenn sie einen Nicht-Muslim nur zu intensiv anschaut und wenn es hart kommt wegen der Ehre das Mädchen zu töten oder vorher durch Verschubung nach Anatolien dafür zu Sorgen, dass der Ruf nicht beschädigt wird. Dürfen wir dann so etwas wirklich mit der Arroganz betrachten, mit der wir es häufig tun? Müssen wir uns nicht auch fragen, wo kommen wir den her mit unseren Vorstellungen? Die Tochter einer Hure als gesellschaftlich geächtet, da brauch man dann gar keine 150 Jahre zurückgehen, sondern einfach heute in eine Schule oder in einen Sportverein oder einen Kulturverein. Nichts neues unterm Menschenhaar, da wo das Vakuum mit Hirn gefüllt sein sollte?

    Nemo tenetur :gruebel


    Ware Vreundschavt ißt, wen mahn di Schreipfelerdes andereen übersiet :grin


    :lesend Ungläubiges Staunen- Über das Christentum Navid Karmann :lesend

  • Die gesellschaftliche Schere zwischen Kolonialherren und Indern wird ohne viele Worte deutlich.
    Stephen hat ja wirklich Nerven, nach Calebs Entführung wieder bei Katrina in Aidans Abwesenheit aufzutauchen. Sehr uncharmant von ihm, Katrinas Wert hing für ihn nur von ihrer Mitgift ab.
    Wie schon vermutet darf sich Katrina überwiegend allein um die Plantage kümmern.
    Geht es noch schlimmer für Gillian?

  • Der Roman legt solche Gedanken tatsächlich nahe, wenn man die Anzahl an Frauen bedenkt, die es aufgrund der gesellschaftlich viel zu starren Konventionen nicht leicht haben.
    Nicht nur Katrina, dank Ingram Frazer ist jetzt auch Ashleys Ruf schwer beschädigt und für Nicholas sind auch in der Karriere Nachteile dadurch zu erwarten.
    Gilliam wird in diesem Abschnitt beleidigt, geohrfeigt, schwer geschlagen und entlassen.
    Ein weiterer Abstieg von dem sie sich nur schwer erholen wird, Aidans Angebot ihr Geld zu geben, um nach Kalkutta zurückzukehren hat sie abgelehnt, dafür gibt es jetzt auch noch zusätzliches Gerede über sie und Aidan.
    Die einzige Chance für Gillian sehe ich darin, dass Charles ihr helfen wird und sie eine Anstellung durch ihn bekommt, obwohl sie keine Neigung zur Krankenpflegerin zu haben scheint.


    Weiterhin sehr gut gefallen mir die Dialoge, besonders wenn es neben den hocherregten Gesprächen über Schwierigkeiten und Probleme auch mal über Alltägliches geht, sind sie auch in dieser Ausführlichkeit interessant, sondern realistisch und nicht langweilig. Eine echte Stärke, denn „geschwätzige“ Romane schätze ich nicht.
    Mir hat auch der Abschnitt gefallen, als Katrina bei einer Beerdigung der Todas teilnimmt. Die Todas haben zwei Arten der Beisetzungen, die grüne Beerdigung und die trockene Berdigung (Seite 439).


    Zwischen Katrina und Aidan gibt es Zoff, weil er schon wieder verreisen muss. Ich wünschte mir, er würde Katrina endlich sagen, was er da immer macht. Am letzten Tag der Abreise will sie sich nicht einmal von ihm verabschieden.


    Mit diesem Abschnitt bin ich jetzt auch durch.

  • Stephen hat echt Nerven! Da kreuzt er wirklich nochmal bei Katrina auf?! Ich kann es kaum glauben! :wow Und dann verliert sie seinetwegen auch noch fast ihr Kind!


    Endlich wird Aidan etwas mitteilsamer und offener. Ich fand den Bbrieg an Katrina wirklich schön, zumindest von einem Mann, der eher wortkarg und zurückhaltend ist. :grin


    Und dann der große Eklat! Ashley wird bloßgestellt! Mensch, sie tat mir richtig, richtig leid und hätte ich es gekonnt, dass hätte Ingram etwas erleben können. Der Skandal der aufgedeckt wird, wird nicht so leicht unter den Teppich zu kehren sein und ich war ehrlich erstaunt. Ich hätte gedacht, dass irgendwo indisches Blut "lauert", aber nicht mit einer portugiesischen Hure gerechnet. Mich wundert, dass Ashley von ihrer "Mutter" wie die eigene Tochter groß gezogen wurde. Darüber hab ich mir so einige Gedanken gemacht und es fehlt mir hier ein wenig die Erklärung. Ich war sehr erleichtert, dass Nicolas sie nicht im Stich lassen will. Aber ich stelle mir die zukunft für beide sehr schwierig vor, gerade für den kleinen Robin.


    Katrina bekommt ein Mädchen und ich fand es süß beschrieben, wie sich Aidan langsam seiner Tochter annähert und Gefühle für sie entwickelt. Ich kann mir gut vorstellen, dass Männer nicht vom ersten Moment an tiefe Gefühle für ihr Kind haben, sondern diese erst wachsen müssen. Von daher hat mir das sehr gut gefallen.


    Dass Ashley ihre Koffer packt und sich zu ihrem Vater absetzt, kann ich gut nachvollziehen. Nur frag ich mich, ob es so gut ist, dass sie Nicolas, wenn auch nur für eine gewisse Zeit, verläßt.


    Gillian-Aidan-Ingram
    Klar, dass Katrina nur das schlechteste Annehmen kann, nachdem sie von dem Vorfall und den Gerüchten hört, dabei wollte Aidan nur helfen. Ich fand sein Eingreifen großartig und was hat es ihm und auch Gillian eingebracht? Er hat Ärger am Hals, sie sitzt quasi auf der Straße. Aber Charles kümmert sich ja ein wenig um sie. Dass Katrina Aidan so gar nicht vertraut, geht mir langsam echt auf den Keks. Bisher hat er ihr doch keinen Anlass gegeben, ihm zu Misstrauen und gerade sie müsste doch wissen, wie das mit den Gerüchten und dem Gerede läuft.
    Und dann steht schon der nächste Streit ins Haus, da Aidan wieder weg muss. Warum können die beiden nicht mal offen miteinander reden, Himmel noch eins! Und dann verabschiedet sie sich nicht einmal von ihm.


    LG
    Cait

  • beowulf ,
    die gleichen Gedanken hatte ich auch. Da hat sich nicht viel geändert in den Köpfen in der Zeit bis heute.


    Ich verstehe Ingrams Motivation nicht ganz. Was hat er davon, Ashley so bloßzustellen? Spaß an der eigenen Bosheit? Ist er nicht eher der Typ, der sich umdreht und es bei jemand anderem versucht? Warum soviel Energie darauf verschwenden, Ashley zu schaden? Zudem die Väter ja auch noch befreundet sind.


    Daß Ashley zu ihrem Vater flieht, kann ich gut nachvollziehen.


    Mich wundert, daß Katrina überhaupt noch mit Stephen spricht. Nach allem, was er ihr schon angetan hat. Ich würde kein Wort mehr mit dem Mann reden.

  • Ingram Frazier ist ein ganz mieser Typ. :fetch
    Er ärgert sich, dass er Ashley nicht rumgekriegt hat und will sich aus verletzter Eitelkeit an ihr rächen. Dabei geht er skrupellos vor.
    Einige im Club sind auch von ihm abgestossen und er wird aufgefordert zu gehen.
    Ich bin gespannt, ob Ingram am Ende des Romans auch einmal dran ist. Einen Denkzettel hat er mehr als verdient.

  • Zitat

    Original von JaneDoe
    Ich verstehe Ingrams Motivation nicht ganz. Was hat er davon, Ashley so bloßzustellen? Spaß an der eigenen Bosheit? Ist er nicht eher der Typ, der sich umdreht und es bei jemand anderem versucht? Warum soviel Energie darauf verschwenden, Ashley zu schaden? Zudem die Väter ja auch noch befreundet sind.


    Er hat ja bereits mehrfach angedeutet, dass er sich für unwiderstehlich hält, und Ashleys Zurückweisung hat seinen Stolz verletzt, daher rächt er sich auf diese Weise an ihr.

  • Zitat

    Original von JaneDoe
    Mich wundert, daß Katrina überhaupt noch mit Stephen spricht. Nach allem, was er ihr schon angetan hat. Ich würde kein Wort mehr mit dem Mann reden.


    Er taucht immer überraschend auf, wenn sie allein ist, überrumpelt sie. Ich glaub, sie weiß sich nicht zu helfen. Deswegen flieht sie ja auch.
    Ich kann bisher Stephen überhaupt nicht einschätzen, da ich zum Beispiel nicht weiß, warum er Katrina in das Gerichtsverfahren verwickelt hat.


    Ingram wird immer unsympathischer, er wird noch mehr Ärger machen. Nicht nur gegenüber Ashley, die er so bloßstellt, sondern auch die Sache mit Gillian. Ich fand es erstaunlich, ich hatte auch mit indischen Vorfahren gerechnet.... Und wie Cynthia all dies sofort aufgreift. Grauenhaft.
    Wenn Charles sich noch weiter an Gillian annähert (merkt das eigentlich niemand? Sonst verbreitet sich sowas doch ausgezeichnet), könnte ich mir vorstellen, dass sie sich mit Stephen oder so verbündet.


    Im Gespräch zwischen Aidan und Katrina wird wieder deutlich, wie viel einfacher es Männer doch hatten. Die Aufregung um Gillian wird Aidan schon in kurzer Zeit nicht mehr berühren, zumal er ja wieder verreist. Gillian hat darunter zu leiden.
    Ich verstehe, das Katrina sich aufregt, aber ihr Misstrauen mutet seltsam an, da sie ja selber genau weiß, wie schnell man verleumdet wird.

  • Zitat

    Original von bartimaeus
    Ich kann bisher Stephen überhaupt nicht einschätzen, da ich zum Beispiel nicht weiß, warum er Katrina in das Gerichtsverfahren verwickelt hat.


    Das war ein simpler Trick, um sie loszuwerden, weil sich die Ehe finanziell nicht so entwickelt hat, wie er sich das vorgestellt hat. Scheidungen ließen sich damals nur durchsetzen, wenn man schwerwiegende Beschuldigungen aufbrachte, meist war das Ehebruch.


    Zitat

    Wenn Charles sich noch weiter an Gillian annähert (merkt das eigentlich niemand? Sonst verbreitet sich sowas doch ausgezeichnet)


    Dabei musst du wieder unterscheiden, dass Charles ein Mann ist und noch dazu hervorragend in der Gesellschaft etabliert. Solange er die Leute nicht mit der Nase auf eine Affaire stößt, kann er machen, was er will. Und Gillian ist ja eh schon ganz unten.


    Zitat

    Ich verstehe, das Katrina sich aufregt, aber ihr Misstrauen mutet seltsam an, da sie ja selber genau weiß, wie schnell man verleumdet wird.


    Da spielt auch eine Menge Unzufriedenheit mit hinein, weil Aidan ihr gegenüber immer noch sehr verschlossen ist. Zudem sehen vermutlich die wenigsten Frauen es gerne, wenn ihr Ehemann mit einer anderen Frau ins Gerede kommt.

  • Zitat

    Original von Laila


    Das war ein simpler Trick, um sie loszuwerden, weil sich die Ehe finanziell nicht so entwickelt hat, wie er sich das vorgestellt hat.


    Also nur das Finanzielle? :gruebel Ich dachte, da steckt irgendwie mehr dahinter...


    Zitat

    Ich verstehe, das Katrina sich aufregt, aber ihr Misstrauen mutet seltsam an, da sie ja selber genau weiß, wie schnell man verleumdet wird.


    Da spielt auch eine Menge Unzufriedenheit mit hinein, weil Aidan ihr gegenüber immer noch sehr verschlossen ist. Zudem sehen vermutlich die wenigsten Frauen es gerne, wenn ihr Ehemann mit einer anderen Frau ins Gerede kommt.[/quote]


    Das stimmt schon. Aber Aidan glaubt ihr unbesehen, dass sie Stephen nicht betrogen hat. Da hätte ich von ihr ein wenig mehr erwartet. Zumal sie die Gehässigkeit der Klatschbasen (Cynthia :lache)sehr genau kennt. Ich hätte gedacht, dass sie Aidans Version sich anhören würde und ihm mehr Glauben schenken würde als den Gerüchten.

  • Zitat

    Original von bartimaeus


    Also nur das Finanzielle? :gruebel Ich dachte, da steckt irgendwie mehr dahinter...


    Er hat sich ein sehr feudales Leben an ihrer Seite vorgestellt, und ihr Vater hat ja recht schnell den Geldhahn zugedreht. Dass Ehen geschieden werden, weil sie nicht den finanziellen Gewinn bringen, den man sich vorgestellt hat, passiert ja auch heute noch, und Geld kann eine starke Motivation sein, erst recht, wenn man, wie in Stephens Fall, eine wesentlich lohnendere Partie gefunden hat.


    Zitat

    Das stimmt schon. Aber Aidan glaubt ihr unbesehen, dass sie Stephen nicht betrogen hat. Da hätte ich von ihr ein wenig mehr erwartet. Zumal sie die Gehässigkeit der Klatschbasen (Cynthia :lache)sehr genau kennt. Ich hätte gedacht, dass sie Aidans Version sich anhören würde und ihm mehr Glauben schenken würde als den Gerüchten.


    Die Situation, in der Aidan ihr gegenüber ist, ist noch eine andere. Sie ist für ihn ja wesentlich zugänglicher als er für sie. Die ganze Zeit über versucht sie, ihm etwas näher zu kommen, und dann gerät er auch noch ins Gerede mit einer anderen Frau. Für Katrina ist das nur ein weiterer Tropfen in ein Fass, das ohnehin schon kurz vor dem Überlaufen ist.

    Worte sind die mächtigste Droge, welche die Menschheit benutzt. (Rudyard Kipling)

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  • Auch in diesem Abschnitt ist viel passiert, und wie schon so oft sind mal wieder die Frauen die Leidtragenden: Was ist Ingram nur für ein Mistkerl, dass er Ashleys Ansehen dermaßen zerstört! Und das nur wegen seines verletzten Stolzes. Hoffentlich kehrt Ashley bald zurück, Nicholas scheint sie sehr zu vermissen. Es wird sicher nicht leicht für sie, sich der Gesellschaft zu stellen, aber ich denke, zusammen mit Nicholas wird sie das schaffen.


    Für Gillian hätte es auch nicht wirklich schlimmer kommen können, aber ich bin sehr gespannt, wie sich ihre Beziehung mit Charles entwickeln wird. Mir hat übrigens sehr gut gefallen, wie dieser nun, was seine Töchter betrifft, sich gegen Cynthia durchsetzt!


    Aidan ist ja doch nochmal ohne Vorfall von seiner Reise zurückgekehrt, da lag ich mit meinem komischen Gefühl doch falsch, aber ich fürchte, die nächste Reise wird nicht so unproblematisch ablaufen, katrina hat ja auch so ein ungutes Gefühl, weil sie sich nicht richtig von Aidan verabschiedet hat...Aber ich kann sie verstehen, es muss für sie wirklich so wirken, als wäre sie Aidan nicht so wichtig, wie er ihr ist.


    Die Annäherung Aidans an seine Tochter fand ich auch ganz toll beschrieben, das hat mir richtig gut gefallen.

  • Zitat

    Original von Laila


    Er hat sich ein sehr feudales Leben an ihrer Seite vorgestellt, und ihr Vater hat ja recht schnell den Geldhahn zugedreht. Dass Ehen geschieden werden, weil sie nicht den finanziellen Gewinn bringen, den man sich vorgestellt hat, passiert ja auch heute noch, und Geld kann eine starke Motivation sein, erst recht, wenn man, wie in Stephens Fall, eine wesentlich lohnendere Partie gefunden hat.


    Wenn es wirklich "nur" die Finanzen waren, worum es Stephen ging, warum dann der erneute Besuch in Ooty? Da fragt Katrina ihn doch mehrfach, was er von ihr möchte (Seite 348). Gut, der Hinweis auf ein feudales Leben taucht natürlich auf, aber warum thematisiert Stephen dann die "intimen Details aus ihrem Eheleben"?


    Schön fand ich Aidans Verständnis dafür, dass Katrina die Erinnerungen an Stephen nicht einfach so aus ihrem Kopf löschen kann.

  • Ich hänge leider ein bisschen hinterher. :-( Aber nun:


    Ich habe mich gefragt, warum Nicolas sich anfänglich so aufgeregt hat. Wenn er zu Ashley stehen würde, dann würde er ihr verzeihen, dass sie ihm nichts von ihrer Abstammung gesagt hat. Letztendlich kann sie ja nichts dafür! Allerdings bin ich sehr froh, dass er ihr verziehen hat und fand auch dementsprechend den Abschnitt sehr gelungen, als sie sich aussprechen und er sie im Bett in den Arm nimmt. Sehr schön!


    Die Szene, wie Aidan Marianna auf den Arm nimmt, fand ich auch richtig süß und herzerweichend! :kiss


    Die Szene min Aidans und Katrinas Haus mit Gillian und Charles fand ich sehr spannend.


    Wunderbar auch die Stelle, wo Charles seine drei Töchter im Kinderzimmer besucht. Seine Gedanken fand ich sehr schön und wirkten echt.


    Auf Aidan sauer zu sein, kann ich sehr gut verstehen! Er könnte wirklich langsam mal mit der Sprache herausrücken - der Depp! Mich nevt es auch schon! Aber ihn ohne eine Verabschiedung ghen zu lassen, fand ich auch schlimm! das sollte man nie machen! Denn man weiß einfach nicht, was kommt, oder passiert! - Das mache ich auch zu Hause nicht, selbst wenn ich mich mal gestritten habe!

    :lesend Ich lese: "Weit übers Meer" von Dörthe Binkert


    - Beständigkeit ist der Schlüssel zum Erfolg -

  • Ich hänge wieder einmal hinterher, was nichts mit dem Buch, sondern mit kurzfristigen Umstrukturierungen im Arbeitsalltag zu tun hatte.
    Auch in diesem Abschnitt zeigt sich, wie treffend Laila gesellschaftliche Strukturen, seien es nun die kolonialer Natur, oder die zwischen den Schichten (Gillian / Charles) zeichnet.
    Sehr schön die Annäherung Aidans an seine Tochter, ebenso der Besuch Charles im Zimmer seiner Töchter.


    Zitat

    Wenn es wirklich "nur" die Finanzen waren, worum es Stephen ging, warum dann der erneute Besuch in Ooty? Da fragt Katrina ihn doch mehrfach, was er von ihr möchte (Seite 348). Gut, der Hinweis auf ein feudales Leben taucht natürlich auf, aber warum thematisiert Stephen dann die "intimen Details aus ihrem Eheleben"?


    Wurde das schon geklärt? Ich denke, Stephens erneuter Besuch zeigt, dass er „seinen“ Erben so plötzlich nicht aufgeben will. Katrinas Frage sehe ich als eher rhetorisch, und die „intimen Details“ sind eine Erinnerung an alte Zeiten und sollen zeigen, dass da doch mal mehr war zwischen ihnen. So habe ich es verstanden.


    Auch in diesem Abschnitt gibt es wieder Beschreibungen, die direkt Bilder in mir aufsteigen lassen.


    LG


    Kirsten

  • Was will Stephen ständig bei Katrina? Jetzt war der Kerl schon wieder da und erinnerte Katrina an die alten Zeiten und ihre Gefühle füreinander...was soll denn das?? Kann er sie nicht einfach in Ruhe lassen? Und dann stürzt sie auch noch! Ich hatte wirklich Angst dass sie eine Fehlgeburt hat und ihr Baby verlieren würde...das wäre schrecklich gewesen, besonders weil Aidan ja mal wieder nicht da war.


    Ui, die Auflösung um Ashley ist anders als ich dachte. dass ihre Mutter keine Dame von Stand war hätte ich nicht gedacht, aber es erklärt natürlich einiges. Wie kann Ingram so etwas einfach so hinausposaunen? Ashley hatte ihm gar nichts getan, sie hat noch nicht einmal seine Vergewaltigungsversuche Nicolas erzählt. Ich wünsche mir so sehr dass den mal jemand fertig macht!
    Ich hoffe die Ehe zwischen Ashley und Nicolas bleibt so wie sie ist, die beiden sind doch mein Lieblingspärchen! Nicolas ist schon sehr verständnisvoll, aber ich würde mir auch verarscht vorkommen wenn man so etwas 2 Jahre vor mir geheim halten würde. Und Aidan wusste auch davon! Jetzt wird auch klar, wieso Ashley immer so eine Abneigung gegen ihn hegte, sie hasste das Gefühl abhängig von ihm zu sein.


    Wenigstens gibt es bei Katrina und Aidan ein schönes Ereignis, Mariana erblickt das Licht der Welt.
    Ich dachte eigentlich Aidan würde sich mehr freuen, er wirkt sehr distanziert und kühl zu dem Kind, aber zum Glück scheint sich das ja zu ändern, als er allein mit der Kleinen ist oder sich von ihr verabschiedet als er wieder verreist.
    Im Gegensatz dazu hat Charles ja gar kein Verhältnis zu seinen Töchtern, das finde ich schon ganz schon schlimm. Das sollte er ändern, die Kinder brauchen doch einen Papa, besonders bei der Mutter...


    Die Szene im Gasthaus fand ich sehr spannend. Es kommt zum Bruch zwischen Ingram und Gillian und Aidan ist die Rettung in letzter Sekunde, wobei er sich ja ganz schön in Schwierigkeiten bringt.
    Das Chaos am nächsten Morgen fand ich trotz der Situation total lustig. Einer nach dem anderen platzt in das Haus von Katrina und Aidan und es wird immer komplizierter und Aidan weiß gar nicht mehr wo ihm der Kopf steht, weil er ja eigentlich auch gar nichts gemacht hat...:grin

  • Stephen besucht Katrina immer nur, wenn er weiss, dass Aidan nicht da ist. Ganz schöner Feigling. Dann fällt sie auch noch unglücklich hin und das wo sie hochschwanger ist. Zum Glück ist Katrina und dem Baby nichts passiert.


    Ashley ist wirklich in einer schwierigen Lage, seit dem jeder über ihre wahre Herkunft bescheid weiss. Hoffentlich hält Nicolas weiter zu ihr und erträgt die Demütigungen der anderen Leute.


    Zitat

    Schwarzes Schaf :


    Die Szene im Gasthaus fand ich sehr spannend. Es kommt zum Bruch zwischen Ingram und Gillian und Aidan ist die Rettung in letzter Sekunde, wobei er sich ja ganz schön in Schwierigkeiten bringt.


    Da wollte Aidan nur mal helfen und verwandelt die Situation in Chaos und macht alles nur noch schlimmer anstatt besser. Sehr ungeschickt. :rolleyes

  • Zitat

    Stephen besucht Katrina immer nur, wenn er weiss, dass Aidan nicht da ist.


    Ich habe mich auch schon gefragt, woher er das immer spitzkriegt. Entweder lungert er dauernd um das Anwesen herum oder er fragt vorher andere aus oder es ist ganz einfach Zufall, weil der gute Aidan meist über Monate fort ist.


    Aidan scheint mir - ähnlich wie schon Alec Delaney - innerlich zwiegespalten. Da ist einerseit der einfühlsame, modern anmutende Frauenversteher und andererseits der distanzierte, aber doch stolze Gentleman des viktorianischen Zeitalters, der in Konfliktsituationen nicht recht über seinen Schatten springen kann. Oben ist die ruhige Fassade, aber innen kann es dabei kochen. Und manchmal tritt das auch hervor.


    So zum Beispiel bei der Konfrontation in der Kneipe. Er möchte Gillian helfen, geht es aber ungeschickt an. Dieses Vorpreschen liegt in seinem Charakter. Er ist wohl auch nicht umsonst beim Militär.


    edit: Dabei fällt mir noch ein: Ich musste beim Lesen aufgrund der Namensgleichheit an den Schauspieler Aidan Quinn denken. Ob er wohl Taufpate war?


    Ashley ist bei mir dagegen als Männer- oder Familienname vermerkt. :-)

    :flowersIf you don't succeed at first - try, try again.



    “I wasn't born a fool. It took work to get this way.”
    (Danny Kaye) :flowers

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  • Zitat

    Original von Alice Thierry
    edit: Dabei fällt mir noch ein: Ich musste beim Lesen aufgrund der Namensgleichheit an den Schauspieler Aidan Quinn denken. Ob er wohl Taufpate war?


    ;-)


    Zitat

    Ashley ist bei mir dagegen als Männer- oder Familienname vermerkt. :-)


    Der Name wird sowohl als Männer- als auch als Frauenname verwendet. :-)