Das Ärztehasserbuch: Ein Insider packt aus von Werner Bartens

  • Das Ärztehasserbuch: Ein Insider packt aus


    von Werner Bartens


    Klappentext


    Die ganze Wahrheit über das Risiko zum Arzt zu gehen


    Quaksalber oder Koryphäe?Das wissen Patienten erst,wenn es zu spät ist.


    Schonungslos berichtet der Arzt und Medizinjournalist Werner Bartens von Größenwahn, Pfusch und Ignoranz.Dass die Arztwerdung des Menschen noch immer viele Schwachstellen hat, liegt an der Ausbildung.Besonders häufig bleibt die Menschwerdung der zukünftigen Doktoren auf der Strecke.Bartens Diagnose: Wir sollten aufhören, nur über Kosten der Gesungheitswesens zu reden, und uns endlich wieder auf das Wesentliche konzentrieren - auf die Bedürfnisse der Menschen, die Hilfe beim Arzt suchen.


    Über den Autor
    Dr. med. Werner Bartens, geboren 1966, hat Medizin, Geschichte und Germanistik studiert. Der Wissenschaftsredakteur der Süddeutschen Zeitung wurde mehrfach mit Preisen für Wissenschaftsjournalismus ausgezeichnet. Er hat früher als Arzt und in der Forschung gearbeitet und ist u. a. Autor von populären wissenschaftlichen Sachbüchern wie dem 'Lexikon der Medizin-Irrtümer'. Das 'Ärztehasser-Buch' war im Jahr 2007 ein fulminanter Bestseller.


    Meine Meinung


    Das Buch besteht aus vielen Geschichten die Dr. med. Werner Bartens selber erlebt hat oder erzählt bekommen hat.Ich habe oft Schnappatmung bei dem Buch bekommen denn es sind schon heftige Sachen dabei.Ob eine Patientin in die Abstellkammer gebracht wird oder das Angehörige einfach nerven.Ärzte nicht gerne mit Patienten reden und wenn doch nur ganz kurz und bloß nicht soviel Fragen stellen.Oft fehlt die Zeit dafür oder Personal.Und oft auch das nötige Feingefühl.Patienten sind Objekte.
    Ich kann mir gut vorstellen das es so hinter den Kulissen zugeht denn auch ich empfinde es so das nicht der Patient zählt sondern nur das Geld.Sicher sind nicht alle Ärzte so aber auch ich habe mich in einer Geschichte wiedererkannt.Mich hat dieses Buch auch sprachlos und ein wenig traurig gemacht denn es zeigt auch das vieles im Gesungheitswesen im argen liegt.


    Man kann das Buch auch ruhig mal weglegen, denn es sind viele Geschichten.Also kein Problem wenn man mal lange nicht zum lesen kommt.


    Ich kann es nur weiterempfehlen.


    Von mir bekommt es die volle Punktzahl

  • Ganz ehrlich? Ich mag solche Bücher nicht. Allein dieser reißerische Titel schreckt mich ab, diese xyz-hasser-Bücher sind schon eine Schwemme für sich.


    Ja, es gibt schwarze Schafe.


    Ja, es gibt Abzocker unter den Ärzten.


    Ja, es gibt auch üble Pfuscher und leider ist keiner vor ihnen sicher.


    Aber letztlich sind auch Ärzte nur Menschen, die leider auch mal Fehler machen, so wie wir alle. Wobei wir natürlich inständig hoffen, daß sie diese Fehler nicht gerade bei uns machen.


    Jeder hat die Wahl, sich einen anderen Arzt zu suchen, wenn seiner eine Lusche ist - oder sich auf die Hinterfüße zu stellen und zu beschweren, wenn er mit seiner Behandlung etc. nicht einverstanden ist. Dazu brauche ich aber kein Buch.


    Sorry, ich halte einfach nix davon - auch wenn ich dieses spezielle Buch nun nicht kenne.

    Lieben Gruß,


    Batcat


    Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt (aus Arabien)

  • Ich mag diese Bücher auch nicht und würde niemals für sowas Geld ausgeben. Wie Batcat schon schrieb, es gibt überall schwarze Schafe. Ich mag es nicht, wenn man alle über einen Kamm schert!

  • Ich hab da keine Bedenken, so ein Buch mal zu lesen und hab's mir grad bei TT ertauscht.


    Apropos über einen Kamm scheren: Ich finde, dass geht gerade bei Berufsgruppen nicht. Es ist schon ein Unterschied, ob mein Schreiner eine "Lusche" ist oder mein Arzt!


    Mehr, wenn ich's gelesen hab :wave

  • Zitat

    Original von Rosenstolz
    Aber ansonsten würde ich das Buch auf jeden Fall erst lesen, bevor ich mir eine Meinung dazu bilde. ;-)


    Hm, mich schreckt diese Art von Büchern schon derart ab, daß ich sie gar nicht mehr lesen möchte. Ein paar habe ich mal gelesen, andere angeblättert - das reicht mir eigentlich.


    Ich möchte mit meiner Meinung auch nicht Löckchens Buch oder Löckchens Meinung diskreditieren, sondern wollte einfach nur darlegen, warum dieses und vergleichbare Bücher nix für mich sind. Quasi nix anderes wie mein "Juchheissa, kauf ich!"-Schrei bei anderen Büchern, nur andersrum. :lache

    Lieben Gruß,


    Batcat


    Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt (aus Arabien)

  • ==Ärzte, ein Insider packt aus==


    Hallo lieber Leser, liebe Leserin.


    ==ALLGEMEINES==


    ===Einleitung===
    Da ich eine absolute Leseratte bin und gerne mal etwas Neues lese, habe ich mir wieder ein Buchpaket bei Ebay ersteigert, um auch mal etwas zu lesen, was ich sonst nie in die Finger bekommen hätte. Darunter war auch dieses Exemplar.



    ===Buchdaten===
    Autor: Werner Bartens
    Titel: Das Ärztehasserbuch
    Originaltitel:
    Verlag: Knaur
    Erschienen: 2007
    ISBN-10: 3426779765
    ISBN-13: 978-3426779767
    Seiten: 240
    Einband: TB
    Kosten: 7,95€ neu
    Serie: Hasser Reihe


    ===Autor===
    Dr. med. Werner Bartens, geboren 1966, hat Medizin, Geschichte und Germanistik studiert. Der Wissenschaftsredakteur der Süddeutschen Zeitung wurde mehrfach mit Preisen für Wissenschaftsjournalismus ausgezeichnet. Er hat früher als Arzt und in der Forschung gearbeitet und ist u. a. Autor von populären wissenschaftlichen Sachbüchern wie dem 'Lexikon der Medizin-Irrtümer'. Das 'Ärztehasser-Buch' war im Jahr 2007 ein fulminanter Bestseller.


    ==NACH DEM LESEN==


    ===Inhaltsangabe===
    Die Ärzte: arrogant, unnahbar, dilettantisch. Die Patienten: wehrlos. Ob sie an einen Quacksalber oder eine Koryphäe geraten sind, wissen Patienten erst, wenn es zu spät ist. Auf Gedeih und Verderb sind sie den Ärzten ausgeliefert.


    Der Arzt und Medizinjournalist Werner Bartens weiß aus eigener Erfahrung, wie es in den Praxen und Krankenhäusern zugeht: Zu viele Technokraten und Versager verbergen sich unter dem weißen Kittel. Schonungslos berichtet er von Größenwahn, Pfusch und Ignoranz. Seine Diagnose: Wir sollten aufhören, nur über die Kosten des Gesundheitswesens zu reden, und uns endlich wieder auf das Wesentliche konzentrieren - auf die Bedürfnisse der Menschen, die Hilfe beim Arzt suchen.


    ===Leseprobe===
    Er war eigentlich ziemlich gutmütig. Freundlich zu den Patienten, meistens gut gelaunt. Er schien nicht genervt zu sein, von den Kranken, die zu ihm kamen, und er fühlte sich ihnen auch nicht überlegen. Er machte immer wieder ein paar Scherze, die zwar ein wenig nach Altmännerart waren, aber er wurde dabei nie anzüglich. Kam eine Nonne in ihrer Ordenstracht als Patientin zu ihm in die Röntgenabteilung, sagte er beispielsweise: "Da ist wieder eine Haubentaucherin." Das war einer seiner Klassiker, er hatte das schon oft gesagt, aber da es nicht abschätzig, sondern liebevoll klang, nahm man ihm das nicht übel. An diesem Morgen kam wieder einmal eine Haubentaucherin zur Untersuchung in die Radiologie. Sie war vielleicht Ende fünfzig und schlank. Auffallend war ihr aufrechter, vornehm zurückhaltender Gang. Der Hausarzt hatte sie geschickt, weil sie seit ein paar Wochen über Bauchschmerzen klagte und ihr in letzter Zeit aufgefallen war, dass sie gelegentlich Blut im Stuhl hatte. Das musste dringend abgeklärt werden. Diese Symptome können zwar harmlos sein, es kann sich aber auch ein Darmkrebs oder ein anderer Tumor dahinter verbergen.


    ===Meine Meinung===
    Als ich das Buch aus dem Karton genommen habe, war ich gespannt, denn aus der „Hasser“Reihe hatte ich schon die Variante über die Schule gelesen. Ärzte, das ist schon eine Welt für sich. Wenn man sieht, wie manche Patienten, gerade Ältere, behandelt werden, könnte man durchdrehen. Wie oft bin ich schon recht lautstark in einer Praxis geworden, weil meine 72jährige Mutter, trotz Termin drei Stunden warten musste, und kein Sitzplatz frei war. Oder weil ihre Einlagen nicht passten und sie einfach so wieder nach Hause geschickt wurde. Manchmal ist klar was fehlt, aber die Ärzte wollen es gar nicht diagnostizieren, weil ihnen das nicht viel bringt. Leider sitzt dieses „Volk“ am längeren Hebel und oft kann man nichts ändern oder fliegt nur raus, aber ich finde, man muss den Mund aufmachen.


    Der Einstieg in das Buch beginnt mit einem „Beipackzettel“, der als Einleitung dient und den Leser auf den Inhalt vorbereiten soll. Was folgte, war dann eine willkürlich zusammen getragene Sammlung von Geschichtchen und Geschehnissen rund aus dem Klinikalltag oder, seltener, den Arztpraxen. Aber auch hier blieb der Stil der Gleiche. Ich konnte kein sauberes journalistisches Handwerk erkennen. Waren es belegte Begebenheiten? Angeblich ja, aber wo sind die Belege? Aber Beweise habe ich keine gesehen. Das viel Mist in einer Praxis passiert, dass weiß man, aber ich möchte, wenn man wahre Begebenheiten liest, auch die Quelle. Auch wird in dem Buch nur provoziert. Der Autor greift an, aber wirklich Verbesserungsvorschläge, die ich als angebracht empfinden würde, waren im Buch nicht mit einer Silbe zu finden. Auch wird wie bei den Lehrern, alles über einen Kamm geschert. Ich selbst kenne genügend Ärzte, leider eher vom alten Stamm, aber die kümmern sich noch vorbildlich um Patienten, jeder Kasse. Leider eine aussterbende Rasse, aber noch vorhanden.


    Das erste Viertel war noch interessant zu lesen, aber wenn ich immer wieder unbelegte Begebenheiten lese, dann finde ich es irgendwann einfach ermüdend. Nach der Hälfte hatte ich schon keine Motivation mehr groß weiterzulesen, aber ich habe mich trotzdem bis zum Ende durchgekämpft. Vieles wusste man schon und das eigentliche Problem wird auch dieses Buch nicht lösen können. Es gibt Kostenprobleme im Gesundheitswesen, es gibt eine demografische Entwicklung, die noch mehr Kosten verursachen wird, es gibt immer mehr auch schon junge chronische Kranke, es gibt die Unsensibilität zwischen Ärzten und Patienten. Mehr Arbeit und weniger Geld, ist in den meisten Bereichen doch der Fall, da ist es doch klar, dass die Ärzte auch weniger Lust haben und dies auch zeigen.


    Gelesen habe ich das Buch an drei Tagen, aber zwischendurch bedarf es immer wieder einer Pause, da man sonst einfach die Lust verliert.


    Empfehlen kann ich das Buch jedem, der sich gerne aufregen will und solche provokativen Bücher mag. Ich selbst denke, dass man es sich sparen kann, denn im Großen und Ganzen weiß jeder, wie es abläuft.




    ===Bewertung===
    Von mir erhält dieses Buch lediglich zwei Sterne. Hier wird nur gemeckert, ohne Belege und ändern tut sich nicht, außer der Geldbeutel des Verlages und des Autors.


    Pro: Idee
    Contra: Umsetzung


    Danke fürs Lesen und Bewerten.



    Eure Sarah

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