Ian Rankin - Ein reines Gewissen

  • Kurzbeschreibung
    Nachdem Fox und sein Team gerade den korrupten Officer Glen Heaton überführt haben, sollen sie nun gegen den jungen Polizisten Jamie Breck vorgehen, der mutmaßlich Kinderpornografie verbreitet. Als Fox' Schwager erschlagen wird, gerät Fox jedoch selbst in den Fokus der Ermittlungen. Bald schon sieht er sich gezwungen, mit Breck zusammen zu arbeiten, um seine Unschuld zu beweisen. Beide werden vom Dienst suspendiert und ermitteln von nun an auf eigene Faust. Schnell geht es nicht mehr nur um Mord sondern um Geldwäsche und eine Korruptionsaffäre im Baugewerbe, die ihre Kreise bis ins Innere der Polizei zieht. Ein äußerst komplexer und verzwickter Fall, aber Fox hat "Ein reines Gewissen"...


    Über den Autor:
    Ian Rankin, geboren 1960, ist Großbritanniens führender Krimiautor, und seine Romane sind aus den internationalen Bestsellerlisten nicht mehr wegzudenken. Ian Rankin wurde unter anderem mit dem Gold Dagger für "Das Souvenir des Mörders", dem Edgar Allan Poe Award für "Tore der Finsternis" und dem Deutschen Krimipreis für "Die Kinder des Todes" ausgezeichnet. "So soll er sterben" und "Im Namen der Toten" erhielten jeweils als bester Spannungsroman des Jahres den renommierten British Book Award.


    Meine Meinung:
    Als eingefleischter John Rebus-Fan war ich mehr als skeptisch ob mir ein neuer Ermittler gefallen würde. Und bin nun angenehm überrascht. DI Malcom Fox ist jemand der es gerne ruhig angehen lässt, es sei denn er ist an einem Fall interessiert. Dann wird er eigenwillig, extrem hartnäckig und stur. Er besitzt einen trockenen Humor, liebt seine Hosenträger, trinkt keinen Alkohol (mehr) und hört leidenschaftlich gerne Vogelgezwitscher, wofür es ja Gott sei Dank einen eigenen Radiosender gibt. Man lernt seine problembeladene Schwester Jude und seinen pflegebedürftigen Vater kennen. Zudem, wie man von Ian Rankin gewohnt ist, erfahren wir auch wieder sehr viel über Edinburgh, seinen Menschen und Pubs, manches erkennt man auch wieder. Action wird man in diesem Buch keine finden. Es ist wieder eine für Rankin typische, ruhige, sehr gut durchdachte Story mit vielen Erzählsträngen, die das Buch aber dennoch von Anfang bis Ende spannend machen.
    Ich habe "Ein reines Gewissen" regelrecht verschlungen und werde DI Malcom Fox spätestens nach dem 2. Band genauso lieben wie John Rebus. Hm wer weiß, vielleicht begegnen die Beiden sich ja auch irgendwann einmal….


    Von mir erhält das Buch die volle Punktzahl und ich freue mich schon auf den nächsten Band mit DI Malcom Fox.

    Manchmal ist es besser durch Schweigen den Eindruck von Inkompetenz zu erwecken, als durch Reden letzte Zweifel daran auszuräumen.


  • Ich habe vor einiger Zeit mit der der Reihe um Rebus begonnen und bin ein Fan von ihm geworden. Dass es nun einen neuen Kommissar geben soll, daran muss ich mich :wave wohl auch erst einmal gewöhnen, aber bei dem Stil von Rankin wird es mir sicher nicht schwer fallen. Danke für deine Rezi.

  • Ich hatte meine Probleme mit dem trockenen Fox, der schluckende Rebus war mir doch sehr ans Herz gewachsen. Aber ab etwa Seite 200 haben wir uns angefreundet, so dass dies eben als echter Ian Rankin ein wunderbarer Krimi ist.

  • Ich fand es durchaus passend, dass Malcom Fox in vieler Hinsicht doch so gaaaanz anders ist als Rebus. Ein spaeteres Treffen der beiden koennte durchaus explosiv sein.


    Dies ist ja der erste Roman mit Fox, aber man sieht deutlich, dass es da eine Menge Potential fuer weitere Charakterentwicklungen gibt. Schon hier wird er ja gezwungen seine Ansichten und Verhaltensweisen zu ueberdenken und den wechselnden Situationen anzupassen.


    Ich muss allerdings auch sagen, dass mir die erste Haelfte des Buches doch arg langsam vorkam. Echte Spannung kam erst nach 200 Seiten oder so auf. Es stoert nicht zu sehr, weil Rankins Schreibstil durchaus ansprechend ist und man natuerlich schon etwas Zeit braucht, um den neuen Star kennen zu lernen. Etwas mehr Tempo haette dem Lesespass aber gut getan.

    Gruss aus Calgary, Canada
    Beatrix


    "Well behaved women rarely make history" -- Laura Thatcher Ulrich

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  • Ich kann mich meiner Vorrednerin da nur anschließen.

    Ian Rankin hat mit Malcom Fox interessante Figur geschaffen, die wirklich Spaß macht und bei der ich mich auf mehr freue.


    Was den Fall angeht, hätte in den ersten 200 Seiten gerne mehr Schwung dabei sein können und nur Rankins Schreibstil hat mich davon abgehalten, das Buch mangels Tempo und beginnender Langweile beiseite zu legen.


    Fazit: gerne noch ein Buch mit Malcolm Fox, aber bitte mit ein bisschen mehr Pep!

    "Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: die Sterne der Nacht, die Blumen des Tages und die Augen der Kinder!" (Dante Alighieri)

  • Mir fehlen noch etliche Rebus-Krimis (die lese ich auf jeden Fall so bald als möglich) - und bin ein Fan des Autors; ich mag den Stil von Ian Rankin sehr! (Verborgene Muster neulich in einem Bücherschrank gefunden ;) und sofort adoptiert!:grin