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  • Miles Davis war der Beste! Anders kann man das nicht sagen.


    Er spielte Bebop mit Charlie Parker (Bird)
    dann wirkte er mit am Cool Jazz und Hardbop.


    mit John Coltrane spielte er auf bisher unbekannten Niveau!
    Kind of Blue wurde eines der bekanntesten Jazz-Albums aller Zeiten


    Klassische Einflüsse führten zu Porgy und Bess und Concierto de Aranjuez


    Mit Wayne Shorter, Herbie Hancock, Tony Williams und Ron Carter gründete er das zweite große Miles Davis Quintett. Unglaubliche Musik entstand! Bald spielten sie ziemlich Free!


    Dann folgte die Erfindung des Jazzrock (Bitches Brew)


    Das führte zu einem Mix aus Jazz, Rock, Funk, Worldmusic der 70ziger Jahre, der unbeschreibar ist.


    Nach einigen Jahren Pause spielte er Anfang der 80ziger wieder, mit dem jungen Marcus Miller als Bassist.


    Er coverte Time after Time (Cyndi Lauper) und Human Nature (Michael Jackson). Damit holte er viele Popfans in die Welt des Jazz.


    Er machte Soundtracks: The hot spot (Blues), Siesta, Dingo


    Marcus Miller produzierte seine späten CDs, u.a. Amandla. Auch Tutu war eine große CD.
    Es wurden großartige Musiker wie Kenny Garrett und Foley uva. zu seinem Stammpersonal.


    Kurz bevor er starb vermischt er in Doobop die Musikstile HipHop und Jazz.


    1991 starb Miles Davis!



    Mich würde sehr interessieren, welche Schallplatte oder CD von Miles Davis ihr am meisten mögt!

  • Zur Zeit höre ich von Miles Davis: Seven Steps to heaven


    Das Album stammt von 1963 und zeigt Miles Davis in einem Umbruch.
    Manche Stücke klingen noch nach Kind of blue, erstmals sind Herbie Hancock, Tony Williams und Ron Carter dabei.
    Wayne Shorter fehlt noch, wird aber bald dazukommen. Die nachfolgenden CDs prägten den Jazz der 60ziger Jahre.


    Mir gefallen besonders die ruhigen Stücke dieser CD sehr gut: Basin Street Blues oder I fall in Love too Easely.
    Das Stück Joshua ist dann schon so gediegen, wie es später stilprägend sein wird.

  • Hallo Herr Palomar,


    ich kenne noch lange nicht alles von Miles Davis, insofern kann ich nur die Stücke/CDs herausheben, die mich berühren oder mit denen ich Erinnerungen verbinde.


    Meine erste Begegnung mit diesem Musiker war die Scheibe "Kind of blue", sie ist immer noch mein all time favourite.


    Besondere Erinnerungen verbinde ich mit "Time after time", das in der Tradition von Miles Davis einmal nur für mich gespielt wurde.


    Wenn von dem großen Miles die Rede ist, dann muss auch Rudy van Gelder erwähnt werden und insbesondere die Scheibe "Birth of the cool".


    Sicherlich nicht die herausragendste Scheibe, aber eine mit sehr melancholischen Stücken ist "Sketches of Spain".


    Und unvergesslich dürfte auch "'Round midnight" sein; für mich ist es das Stück, das ich immer mit diesem großartigen Musiker verbinden werde.

  • Kind of blue ist vielleicht auch meine Lieblingsscheibe von Miles. Ich mag eigentlich alle seine Stilrichtungen.


    Zu Birth of the cool möchte ich noch etwas sagen:


    Eine musikalische Zeitreise in die Jazzvergangenheit:
    Nach hektischen, schnellen Bebop-Ausbrüchen der frühen Zeit des Jazz kühlte Miles Davis mit diesen Aufnahmen den Jazz stilprägend ab.
    Miles Davis arbeite hier erstmals mit dem Arrangeur Gil Evans.
    Titel des Originals:
    1. Move
    2. Jeru
    3. Moon Dreams
    4. Venus de Milo
    5. Budo
    6. Deception
    7. Godchild
    8. Boplicity
    9. Rocker
    10. Israel
    11. Rouge
    12. Darn That Dream


    Die Bestzung ist groß, darunter z.B. Gerry Mulligan, John Lewis, Max Roach, Lee Konitz uva.
    Einige Stücke sind auf einer anderen CD auch als Liveaufnahmen veröffentlicht. Da gibt es auch weitere Stücke zu entdecken.


    Liveaufnahmen: Nonet at Royal Roost 1948
    Sil vous plait
    Why Do I Love You?
    Half Nelson


    Mehr Cool Jazz ist im West Coast Jazz zu finden.


    http://de.wikipedia.org/wiki/Birth_of_the_Cool

  • Eine LIVE-CD von Miles Davis möchte ich jetzt vorstellen.


    Neue Stadhalle, Switzerland, 10/22/71


    Ein Bootleg, den ich noch zu DM-Zeiten auf einer Schallplattenbörse gekauft habe. Zu einem so horrenden Preis, dass mir die ganze Woche schlecht war.


    Besetzung:
    Miles Davis (tp), Gary Bartz (as, sop), Keith Jarrett (elp, org), Mike Henderson (bass), Leon Chandler (dr), Don Alias, James Mtume Forman (cgs, perc)


    Die energiegeladene Musik stammt aus Miles Davis elektrischer Phase, mit einem starken Gary Bartz, der treibende Saxophonlinien spielt.
    Man merkt, dass Miles Davis manchmal lange nicht spielt und dann nur einen Trompetenton als Signal für seine Mitspieler setzt. So gestaltet er die Musik wie ein Arrangeur.


    Enthalten sind folgende Stücke:
    Directions (eine Kompsitions von Joe Zawinul)
    Honky Tonk – Sivad (später als Studioversion auf get up with it erschienen)
    What I say (später bekannt durch Live-Evil)
    Sanctuary (Bitches Brew)
    Funky Tonk (später bekannt durch Live-Evil)
    Yesternow (A Tribute to Jack Johnson, das längste Stück)
    Inamorata (später bekannt durch Live-Evil)

  • Am Anfang seiner Karriere spielte Miles Davis in der Band von Charlie Parker, dem legendären Altsaxofonisten. Miles Davis nahm schnell einen wichtigen Platz in der Band ein.


    Eine wichtiges Dokument dieser Zusammenarbeit sind die Liveaufnahmen im New Yorker Jazzclub Royal Roost.


    Eine großartige Veröffentlichung dieser Aufnahmen findet sich auf: The bird returns
    Aufgenommen von September 1948 bis März 1949 und veröffentlicht auf Savoy Records.


    The Bird Returns (Savoy MG 12179 / SV 0154)
    1. „Chasin´ the Bird“ 6:28 (12. März 1949)
    2. „Thriving from a Riff“ 5:40 (26. Februar 1949)
    3. „Koko“ 2:32 (4. September 1948)
    4. „Half Nelson“ 3:22 (26. Februar 1949)
    5. „Scrapple from the Apple“ 4:39 (26. Februar 1949)
    6. „Cheryl“ 3:27 (12. März 1949)
    7. „Barbados“ 3:53 (12. Februar 1949)


    Bei allen Titeln mit Ausnahmen von Track 7 „Barbados“ wirkt Miles Davis mit.
    Bei Barbados spielte Kenny Dorham Trompete.


    Obwohl die Aufnahmen über 60 Jahre alt sind, ist der Sound auf der CD gut und die Kompositionen wie auch Solos sind bemerkenswert und raffiniert. Überwiegend handelt es sich um schnelle Bebop-Stücke.

  • Heute höre ich nach langer Zeit mal wieder die letzte CD von Miles Davis: doo-bop
    von 1992, das Erscheinen der CD hat Miles Davis schon nicht mehr erlebt.
    Für viele Jazzfans war es eine Überraschung, dass er sich dem Hiphop zugewendet hatte. Sein schöner Trompetenton passt aber sehr gut zur stimmungsvollen, ruhigen Musik.

  • Eine weitere CD, die ich sehr empfehlen kann ist AURA – Miles Davis


    Für dieses Album, 1985 aufgenommen und 1989 erschienen, gab es sogar den Grammy Award!


    Die Titel White, Yellow, Orange, Red, Green, Blue etc. weisen schon darauf hin, dass hier außerordentliche Klangfarben in einem Mix aus Electric-Jazz und moderner Klassik zu hören sind.


    Alle Stücke sind von dem dänischen Musiker Palle Mikkelborg komponiert und arrangiert.

  • Da schon so langsam das Lebenswerk Miles Davis vorstellst, mal eines meiner Highlights VON 1970 mit der Cream des Jazz


    Miles Davis, trumpet;
    Gary Bartz, soprano sax, alto sax;
    John McLaughlin, guitar;
    Keith Jarrett, electric piano, organ;
    Michael Henderson, electric bass;
    Jack DeJohnette, drums;
    Airto Moreira, percussion;
    Steve Grossman, soprano sax;
    Chick Corea, electric piano;
    Herbie Hancock, electric piano;
    Dave Holland, electric bass, acoustic bass;
    Hermeto Pascoal, drums, whistling, voice, electric piano;
    Wayne Shorter, soprano sax;
    Joe Zawinul, electric piano;
    Khalil Balakrishna, electric sitar;
    Billy Cobham, drums;
    Ron Carter, acoustic bass


    "Sie lesen?"
    "Seit der Grundschule, aber nur, wenn's keiner sieht."


    Geoffrey Wigham in "London Calling" von Finn Tomson

  • Dig – Miles Davis


    Mein Eindruck:
    Dig ist eine Jazz-Aufnahme aus dem Jahr 1951, die noch ganz dem Hardbop verpflichtet war. Miles Davis spielt souverän, seine Solis sind technisch auf höchstem Niveau, aber erst später hat er seinem Spiel noch mehr Tiefe verliehen. Die Rythmusgruppe vermittelt den Stücken einen altmodischen Sound, besonder Art Blakeys Drumstil mag ich überhaupt nicht. Obwohl Sonny Rollins (tenor sax) und Jackie McLean (alt sax) nicht zu meinen Favoriten gehören, sind ihre Solos auf hohem Niveau, sie sind bei diesen Aufnahmen den anderen Musikern weit voraus.


    Von den Stücken hat das Titelstück Dig die höchste Komplexität, mit "It's Only A Paper Moon" ist ein klassischer Standard dabei, nur das letzte Stück "Out of the blue" hat starke Cooljazz-Momente.
    Insgesamt eine sehr interessante CD.

  • Cookin with the Miles Davis Quintet


    Von dem ersten großen Miles Davis Quintet (da war John Coltrane dabei) ist die Aufnahme Cookin für Prestige Records nicht zuletzt deswegen bemerkenswert, weil hier eine Version von dem berühmten Stück „My funny Valentine“ enthalten ist.


    Ansonsten ist mit Airegin, Blues by Five, Tune Up/When Lights Are Low das Songmaterial nicht besonders aufregend.
    Am Auffälligsten auf der CD sind meinem Empfinden nach John Coltranes Solis.

  • Zitat

    Original von Salonlöwin
    Meine erste Begegnung mit diesem Musiker war die Scheibe "Kind of blue", sie ist immer noch mein all time favourite.


    Unfassbar, dass Paul Chambers, der große Bassist aus Miles Davis´“Kind of Blue“-Band nicht einmal 34 Jahre alt wurde.


    Hier ein Solo-Album von Chambers, ohne Miles:


    Bass on Top – Paul Chambers


    Titel:
    Yesterdays
    You´d be so nice to come home to
    Chasin the bird
    Dear old Stockholm
    The Theme
    Confession
    Chamber mates


    Aufnahme von 1957

  • Das Miles Davis auch Musiker der neueren Zeit beeinflusst, selbst wenn sie nicht aus dem Jazz kommen, zeigt der Song


    Miles Davis & The Cool


    von The Gaslight Anthem


    enthalten auf der CD: The 59’ Sound



    Auszug aus den Lyrics:



    Laut Wikipedia:

    Zitat

    The Gaslight Anthem ist eine US-amerikanische Punk/Indie/Alternative-Rock-Band aus New Brunswick


    Weitere ansprechende Songs der CD:
    '59 sound
    Great Expectations
    Old White Lincoln
    Even Cowgirls Get The Blues

  • Hier ist noch einmal eine CD erwähnenwert, bei der es sich möglicherweise um einen Bootleg, jedenfalls aber um keinen offiziellen Release handelt.
    Erstmals erschienen in Italien.


    Call it what it is – Miles Davis


    Massachusetts, Jazz Workshop, 17 October 1973


    Tracklist:


    1. Ife 34:06
    2. Untitled Composition #04 (Prelude, Part 2) 13:17
    3. Untitled Composition #05 (Zimbabwe) 11:22


    Besetzung:
    Bass [Electric] – Michael Henderson
    Drums – Al Foster
    Guitar – Reggie Lucas
    Guitar, Percussion – Pete Cosey
    Percussion, Congas – James Mtume
    Saxophone [Soprano, Tenor], Flute – David Liebman
    Trumpet, Organ – Miles Davis


    Mein Eindruck:
    Die CD ist sowohl wegen ihrer hohen Aufnahmequalität bemerkenswert als auch wegen den sehr informativen Liner Notes im Booklet, die sich ausführlich zur Identifikation der Stücke und zur Reihenfolge der einzelnen Solos der Musiker äußert.


    Momentan höre ich das letzte Stück, das mit schönen Flötensound von Dave Liebmann beginnt, der zum Träumen einlädt und dann gemächlich in das berühmte Wha-Wha-Trompetenspiel von Miles Davis übergeht.

    Bilder

    • zwei_supertypen_in_miami_toedliches_spiel_bild_1.jpg

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