Zeitenzauber - Die magische Gondel von Eva Völler [14 - 17 Jahre]

  • Zeitenzauber - Die magische Gondel von Eva Völler


    Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
    Verlag: Bastei Lübbe (Baumhaus)
    Sprache: Deutsch
    ISBN-13: 978-3833900266


    Kurzbeschreibung: von amazon
    Die 17-jährige Anna verbringt ihre Sommerferien in Venedig. Bei einem Stadtbummel erweckt eine rote Gondel ihre Aufmerksamkeit. Seltsam. Sind in Venedig nicht alle Gondeln schwarz? Als Anna kurz darauf mit ihren Eltern eine historische Bootsparade besucht, wird sie im Gedränge ins Wasser gestoßen ═ und von einem unglaublich gut aussehenden jungen Mann in die rote Gondel gezogen. Bevor sie wieder auf den Bootssteg klettern kann, beginnt die Luft plötzlich zu flimmern und die Welt verschwimmt vor Annas Augen...


    Meine Meinung:
    Eva Völler stand für mich bisher eher für ausgezeichnet recherchierte und erzählte historische Geschichten, ihre Romane in anderen Genres kannte ich nicht. Mit dem vorliegenden Buch hat sie gezeigt, dass sie es ebenso gut beherrscht, in einem Jugendroman die exzellente Recherche altersgerecht zu verpacken.
    Das Buch ist liebevoll gestaltet mit einem sehr schönen Cover mit geprägten Lettern und Illustrationen von Tina Dreher, die zur Lebendigkeit des Buches einiges beitragen. Anna, die siebzehnjährige Tochter eines Archäologieprofessors, verbringt mit ihren Eltern die Sommerferien in Venedig. Während einer Bootsregatta wird sie in Wasser gestoßen und wacht in der Lagunenstadt des Jahres 1499 wieder auf. Wie es ihr dort ergeht erzählt Eva Völler nicht nur für Jugendliche spannend und witzig. Sie schildert die Gerüche, Geräusche, überhaupt das ganze Leben so lebendig, dass ich beim Lesen den Gestank der Kanäle in der Nase und das Stimmengewirr in den Gassen im Ohr hatte. Vor meinem inneren Auge entstanden Zeit und Ort wie ein farbenprächtiges Gemälde von Bellini.
    Die Figuren sind sorgsam ausgearbeitet und bleiben sich selbst treu. Ich konnte mich gut in Anna hineinversetzen, obwohl ich mindestens ihre Mutter sein könnte. Deshalb würde ich die Altersempfehlung erweitern auf 14 bis 99. Die Zeitreiseelemente sind sehr sorgsam dosiert und in sich schlüssig mit einigen sehr netten und originellen Ideen. Die Geschichte ist in sich abgeschlossen, laut der Homepage der Autorin sind noch zwei Folgebände geplant, auf die ich mich jetzt schon freue.

  • Ich habe das Buch auch vor kurzem gelesen und bin total begeistert! Kann mich deinem Lob nur anschließen :-)
    Ich fand die Erlebnisse in der Vergangenheit absolut unterhaltsam und originell und konnte das Buch kaum aus der Hand lesen. Gut finde ich auch, dass es nicht mit einem Cliffhanger endet, so dass man sich zwar auf die Fortsetzungen freuen kann, aber das Buch auch alleine in sich schlüssig ist.
    Ich glaube, wer Rubinrot und die Folgebücher mochte, wird hier auch bestens unterhalten werden. Das Buch macht einfach Spaß :-]

  • KLAPPENTEXT:
    Die 17-jährige Anna verbringt ihre Sommerferien in Venedig. Bei einem Stadtbummel erweckt eine rote Gondel ihre Aufmerksamkeit. Seltsam. Sind in Venedig nicht alle Gondeln schwarz? Als Anna kurz darauf mit ihren Eltern eine historische Bootsparade besucht, wird sie im Gedränge ins Wasser gestoßen – und von einem unglaublich gutaussehenden jungen Mann in die rote Gondel gezogen. Bevor sie wieder auf den Bootssteg klettern kann, beginnt die Luft plötzlich zu flimmern und die Welt verschwimmt vor Annas Augen...


    ZUR AUTORIN:
    Eva Völler lebt am Rande der Rhön, ist eigentlich Richterin, später Rechtsanwältin gewesen, hat diese Berufe aber an den Nagel gehängt, da sie sich schon als Kind gerne Geschichten ausgedacht hat. „ Vom Bücherschreiben kriegt man auf Dauer einfach bessere Laune als von Rechtsstreitigkeiten. Und man kann jedes Mal selbst bestimmen, wie es am Ende ausgeht.“ Sie schreibt Jugendbücher, heitere Frauenliteratur und diverse Bücher unter verschiedenen Pseudonymen unter anderem historische Romane als Francesca Santini.


    EIGENE MEINUNG:
    Schon von Kindesbeinen an bin ich begeisterte Leserin von Zeitreise Geschichten. Faszinierend ist dabei der Gedanke nicht nur ein anderes Land, sondern eine ganz andere Epoche zu bereisen und zu sehen, wie die Menschen dort wirklich gelebt haben und dort evtl. sogar die eigenen Vorfahren zu treffen. Klingt alles sehr spannend und verlockend. Aufregend wird es allerdings, wenn das Rückreisen nicht richtig funktioniert und man außerdem noch in die Machenschaften eines machthungrigen Verbrechers gerät. Dies geschieht Anna, Protagonistin in „Zeitenzauber“ und wäre sie nicht so mutig, hätte sie vor Angst schon längst die Krise gekriegt.
    Eva Völler ist es gelungen mich mit ihrer bildhaften Sprache komplett hineinzuziehen in das Venedig des 15. Jahrhunderts. Manchmal hatte ich das Gefühl, mein Sofa schaukelt wie eine Gondel, so stark bin ich im Buch versunken. Mit sehr liebenswerten Protagonisten, die über Charakterzüge verfügen wie man sie sich für Romanfiguren wünscht, hat sie eine Geschichte erfunden, deren Titel das Wort „Zauber“ zu Recht trägt. Ausgeschmückt wird die Story durch sehr viel geschichtliches Hintergrundwissen, das so toll eingearbeitet wird, das es zu keiner Zeit langweilt oder trocken und spröde wird. Ich selbst war noch nie in Venedig, und obwohl ich überhaupt nicht gerne Schiff fahre, bin ich irgendwie fasziniert davon, dass man in dieser Stadt über Wasserwege von A nach B gelangt. Schon alleine wegen meiner Neugier würde ich deshalb gern mal nach Venedig reisen, um mir dies „live“ anzusehen. Dank Eva Völler hat sich dieser Wunsch noch verstärkt, denn sie zaubert wahrlich ein Ambiente, das einem so eine große Lust auf diesen Ort macht, mit all seinen Besonderheiten und Geheimnissen ( der wunderschöne Buchumschlag tut sein Übriges).
    Von Geheimnissen kann auch Anna ein Lied singen. Ständig wird irgendetwas vor ihr verheimlicht oder es verschlägt den Anwesenden die Sprache sobald sie auftaucht. Das findet sie nicht nur gemein, sondern fordert sie geradezu dazu heraus den verborgenen Rätseln auf die Schliche zu kommen. Wer ist Gut, wer ist Böse? Was hat es mit den geheimnisvollen Alten auf sich? Warum spielt ihre Maske so eine große Rolle? Fragen über Fragen, die es aufzuklären gilt und das Buch zu einem sehr spannenden und fantastischen Zeitreiseroman machen. Dabei ist es vor allem Annas Neugier und ihrem Übereifer, dem Wunsch überall die Nase reinzustecken und Mitzumischen, zu verdanken, dass sie von einer brenzligen Situation in die nächste rutscht.
    Anna ist eine Protagonistin wie sie im Buche steht. Wäre ich 17 könnte sie glatt mein Vorbild sein. Eine Mischung aus Mut, Beharrlichkeit und jeder Menge Humor, machen sie zu einer Heldin, die man als Leser einfach lieben muss. Ich mochte sie so gern, dass ich mir wünsche – und ich glaube, dieser Wunsch geht in Erfüllung – weitere Abenteuer von ihr und ihren Zeitreisen zu lesen.
    Auch die männliche Hauptfigur des Romanes ist nicht zu verachten. Mutig, hübsch und ein Gentleman, mit ebenfalls sehr viel Sinn für Humor, so ist er, der wundervolle Sebastiano. Einfach zum Verlieben. Das muss auch Anna feststellen und Hals über Kopf verliert sie ihr Herz. Wie schön, dass es in diesem schönen Jugendbuch auch eine Liebesgeschichte gibt, die trotz des Hintergrunds, des Ambientes von Leidenschaft, geheimnisvollen Maskenbällen und einem kleinen Gedanken an Cassanova, keinesfalls kitschig ist.
    Last but not least sind auch die Nebenfiguren der Geschichte wundervoll kreiert worden und von der hübschen Kurtisane, über die ewig schimpfende und arbeitswütige Kräuterfrau bis hin zum einäugigen Sonderling, ist in „Zeitenzauber: Die magische Gondel“ alles vertreten was man sich für einen unterhaltsamen Roman so wünscht.


    FAZIT:
    „Zeitenzauber: Die magische Gondel“ ist ein fantastischer Roman, der mich nicht nur in eine andere , geheimnisvolle Zeit entführt, sondern auch mit einer spannenden Geschichte, mit wundervollen Figuren und einer ordentlichen Portion Witz verzaubert hat.

  • Kurzbeschreibung laut amazon.de
    Die 17-jährige Anna verbringt ihre Sommerferien in Venedig. Bei einem Stadtbummel erweckt eine rote Gondel ihre Aufmerksamkeit. Seltsam. Sind in Venedig nicht alle Gondeln schwarz? Als Anna kurz darauf mit ihren Eltern eine historische Bootsparade besucht, wird sie im Gedränge ins Wasser gestoßen - und von einem unglaublich gut aussehenden jungen Mann in die rote Gondel gezogen. Bevor sie wieder auf den Bootssteg klettern kann, beginnt die Luft plötzlich zu flimmern und die Welt verschwimmt vor Annas Augen ...


    Eva Völler ist mir bisher lediglich durch ihre wundervollen historischen Romane bekannt, die sie unter dem Namen Charlotte Thomas veröffentlicht.
    In "Zeitenzauber: Die magische Gondel" entführt sie ihre Leser zwar wieder in das frühere Venedig, allerdings geht es diesmal weniger um historische Hintergründe, sondern um Liebe, Intrigen und eine aufregende Zeitreise.
    Diese erlebt die 16jährige Anna und wird dabei nicht nur mit freundlichen Menschen konfrontiert. Aber nicht nur die Schurken machen ihr zu schaffen, sondern auch die Gegebenheiten des Jahres 1499. Was im Jahre 2009 selbstverständlich ist, muss sich Anna nun mühsam erarbeiten. Um beispielsweise ein Bad zu nehmen, muss sie erst einmal Wasser schleppen, und Conditioner und Shampoo sind auch noch nicht erfunden. Genauso wenig wie Schokolade und iPod.


    Auf interessante Weise beschreibt Eva Völler Annas neues Leben und als Leser taucht man immer tiefer ab in eine längst vergessene Zeit. Dazu tragen nicht nur die tollen Beschreibungen des alten Venedigs bei. Nein, Eva Völler beschreibt auch das Leben der Menschen der Zeit angepasst und sehr ausführlich.
    Beim Lesen bekommt man dadurch wahnsinnige Lust auf eine solche Zeitreise und ich würde sehr gerne selbst erfahren, wie es ist all die historischen Gassen und das mittelalterliche Leben zu erkunden.
    Insgesamt werde ich den Eindruck nicht los, dass Eva Völler selbst eine Zeitreisende ist. Vielleicht gelingen ihr gerade deswegen die bildhaften und detaillierten Beschreibungen in diesem wunderschönen Zeitreiseabenteuer.


    Der einzige Kritikpunkt ist für mich die an manchen Stellen fehlende Spannung. Zu langatmig waren mir manche Abschnitte und leider unterbrachen sie meiner Meinung nach ein bisschen den Lesefluss.


    Fazit: Eine lesenswerte und wunderschön detailliert beschriebene Zeitreise, die mit ganz kleinen Einschränkungen verzaubert und begeistert.

  • Inhalt:


    Anna, die ihre Schulferien in Venedig verbringt, fällt während einer Bootsregatta ins Wasser und wird durch einen attraktiven jungen Mann "gerettet". Dann beginnt plötzlich die Luft zu flimmern, Anna verliert das Bewusstsein und erwacht in einer Gasse - im Venedig des Jahres 1499. Sie erfährt, dass tatsächlich Zeitreisen möglich sind, doch leider verzögert sich ihre Rückkehr in die "Zukunft", sie sitzt für eine Weile in der Vergangenheit fest, muss sich den Gegebenheiten anpassen und sogar noch eine wichtige Aufgabe erfüllen.


    Meine Meinung:


    "Zeitenzauber: Die magische Gondel" führt den Leser in das Venedig von 1499, die 17-jährige Anna wird mit dem Leben vergangener Zeiten konfrontiert und Worte bzw. Dinge, die es damals nicht gab, kann sie beim besten Willen nicht aussprechen. Eine "Sperre" verhindert die Anachronismen. Aus dem einfachen Wort "Toilette" wird beispielsweise ganz automatisch der "Abtritt". Doch als wäre dies nicht schon Abenteuer genug, lernt Anna noch viele unterschiedliche Leute kennen, leider ist ihr nicht jeder wohl gesonnen ... hineingeraten in eine Welt voller Intrigen, befindet sich Anna in großer Gefahr.


    Eva Völler hat ein unterhaltsames und spannendes Abenteuer verfasst mit interessanten, sympathischen Charakteren. Ich hatte daher beim Lesen von "Zeitenzauber" viel Spaß, die Sprache ist altersgerecht (es ist ein Jugendbuch) und die Ereignisse bzw. Umstände sind sehr realistisch dargestellt - das 15. Jahrhundert unterscheidet sich schließlich erheblich von unserem heutigen Leben und die Autorin hat dies dem Leser deutlich vor Augen geführt.


    Dennoch habe ich leider einen kleinen Kritikpunkt: Die Gefühle haben mir gefehlt. In "Zeitenzauber" ist eine Liebesgeschichte untergebracht (nämlich zwischen Anna und Sebastiano), doch genau hier konnte der Funke nicht überspringen. Davon abgesehen wurde mir aber die Geschichte zu keinem Zeitpunkt langweilig. Spannende und informative Szenen wechselten sich stets ab - ein bisschen Romantik zwischendurch sollte das Ganze dann wohl abrunden (schade, dass dies nicht geglückt ist).


    Die Geschichte ist in sich abgeschlossen, die Autorin plant aber zwei weitere Bände - gerne werde ich Anna bei ihren weiteren Abenteuern begleiten!


    Nicht unerwähnt soll natürlich das wunderschöne Cover bleiben, die Gestaltung ist wirklich zauberhaft und direkt auf den Inhalt des Buches abgestimmt (oftmals passen Cover und Geschichte überhaupt nicht zusammen, hier aber ist dies der Fall).


    Fazit:


    Eva Völler hat mir mit ihrem Auftakt des Zeitreise-Abenteuers unterhaltsame Lesestunden beschert!

  • Inhalt
    Die 17-jährige Anna Berg macht mit ihren Eltern Urlaub in Venedig, wobei das für ihre Eltern eher in Arbeit ausartet, denn Annas Vater ist Archäologe und nimmt an Ausgrabungen teil und ihre Mutter hat auch immer zu tun. Also erkundet Anna elternlos die Stadt, kauft sich in einem alt aussehenden Laden eine venezianische Maske und sieht zufällig eine rote Gondel auf dem Canal Grande - eigenartig, wo doch alle Gondeln seit 1633 schwarz gestrichen sind... Ein paar Tage später sehen sich Annas Eltern mit ihrer Tochter und der Familie Tasselhoff, einer Urlaubsbekanntschaft, deren Sohn Matthias in Annas Alter ist, eine historische Bootsparade an. Leider landet Anna durch eine Dränglerei im Wasser und wird in die rote Gondel gezogen, wo sie kurz danach nur mehr Dunkelheit spürt. Als das Mädchen erwacht, traut sie ihren Augen kaum, denn sie ist nackt und im Venedig des Jahres 1499 gelandet. Wenn ihr wissen wollt, was Anna im 15. Jahrhundert so alles erlebt und ob sie wieder in die Gegenwart zurückreisen kann, dann lest am besten dieses zauberhafte Buch...


    Meine Meinung
    Seit Kerstin Giers Edelstein-Trilogie bin ich ein Fan von Zeitreise-Romanen, obwohl ich mit historischen Werken normalerweise überhaupt nichts anfangen kann und auch die Befürchtung hatte, dass "Zeitenzauber: Die magische Gondel" vielleicht ein Abklatsch von "Rubinrot" & Co sein könnte. Doch ich kann euch beruhigen: Eva Völler hat es mit ihrem ersten Zeitreiseroman geschafft, ihr eigenes Ding durchzuziehen. Denn die 17-jährige reist nicht wie Gwendolyn zwischen den Zeiten hin und her, sondern sitzt im Jahr 1499 fest. Und witzigerweise kann Anna dort Dinge, die erst nach dieser Zeit erfunden wurden, nicht aussprechen. So wird z.B. aus Film das Wort Kostümstück, das Klo wird Abtritt genannt und statt iPod kommt nur immer Spiegel aus Annas Mund. Das führt natürlich zu einigen Komplikationen....


    Anna Berg wohnt in Frankfurt, geht mit ihren 17 Jahren noch zur Schule und hasst Mathe. Als die liebenswerte Hauptperson, die nicht auf den Mund gefallen ist, mit ihren vielbeschäftigten Eltern (der Vater ist Archäologe, die Mutter Physikdozentin) nach Venedig kommt, ahnt sie nicht, welches Abenteuer ihr bevorsteht. Mithilfe des gutaussehenden Zeitreisenden Sebastiano Foscari, durch den Anna in der Renaissance gelandet ist, der französischen Zeitreisenden Clarissa, die bereits seit 5 Jahren im 15. Jahrhundert festsitzt und Sebastianos Freund Bartolomeo, den Anna einfach Bart nennt, versucht Anna, sich 1499 zurechtzufinden und wieder nach Hause zurückzugelangen... Die mitwirkenden Protagonisten, allen voran die sympathische Hauptfigur Anna, sind interessante und facettenreiche Persönlichkeiten, die wunderbar ausgearbeitet wurden. Sie alle haben ihre Ecken & Kanten und mit ganz unterschiedlichen Problemen, Ängsten und Sorgen zu kämpfen. Ich-Erzählerin Anna schildert die turbulenten Ereignisse auf humorvolle Weise und gewährt uns Einblick in ihre Gedanken und Gefühle. Dadurch fühlt sich der Leser der Protagonistin nah und fühlt und leidet gemeinsam mit ihr.


    "Zeitenzauber: Die magische Gondel" ist sowohl von der Covergestaltung als auch vom Inhaltlichen ein echtes Gustostückerl. Obwohl ich sonst gar keine historischen Romane mag, hat mich diese gut recherchierte Story mit den schönen Illustrationen in ihren Bann gezogen. Hier wird Geschichte richtiggehend lebendig und man nimmt Anna ihre Handlungen bzw. Taten voll ab. Neben der reizvollen Grundidee, die ansprechend umgesetzt wurde, fesselt dieser Roman von der ersten bis zur letzten Seite. Der Prolog beginnt 1499 mit einem Brief, die eigentliche Geschichte fängt 2009 an, um sich bald darauf wieder in das Jahr 1499 zu begeben. Insgesamt besteht die Handlung aus 4 Teilen, als Schauplatz dient die italienische Stadt Venedig. Wie ich in einem von Eva Völlers Blogeinträgen gelesen habe, soll es von "Zeitenzauber: Die magische Gondel" eine Fortsetzung geben. :-] Es ist äußerst amüsant, mitzuerleben, was Anna in der Vergangenheit erlebt und wie sie sich im Venedig des 15. Jahrhunderts durchschlägt. Neben den Worten, die es in der Vergangenheit noch nicht gibt und die sie wegen einer Sperre nicht aussprechen kann, ist es z.B. auch interessant, dass sich Zeitreisende untereinander verstehen, obwohl sie eigentlich verschiedene Sprachen sprechen.


    Dieser Roman verzaubert mit vielen witzigen Szenen, die keinerlei Längen beinhalten, einem locker-flockigen Schreibstil und herzerfrischenden Dialogen, ohne ins Kitschige oder Klischeehafte abzudriften. Auch wenn der Schluss nicht mit einem Cliffhanger endet, bleiben für mich doch ein paar Fragen offen, die hoffentlich in einem weiteren Zeitenzauber-Band beantwortet werden. Empfehlen kann ich "Die magische Gondel" sowohl jugendlichen als auch erwachsenen LeserInnnen, die gern kurzweilige, Fantasy-lastige Romane über das Thema Zeitreisen lesen. Ihr werdet es nicht bereuen!


    Fazit
    "Zeitenzauber: Die magische Gondel" hat mich dank des wunderbaren Plots mit reizvollen Details und Überraschungen, der liebenswerten Protagonistin sowie der flüssigen Schreibweise mit bildhaften Schilderungen hervorragend unterhalten. Ich freue mich auf weitere fantasievolle Zeitenzauber-Romane und vergebe für diese amüsante Unterhaltung 10 Punkte.

  • Ich habe dieses Buch innerhalb der letzten zwei Tage verschlungen und freue mich schon auf die Fortsetzungen! :lesend


    Eva Völler entführte nicht nur Anna sondern auch mich in ein Venig des 15. Jahrhunderts. Wunderschön und doch realistisch wird das Leben in der damaligen Lagunenstadt beschrieben. Die verschiedenen Charaktere, denen Anna dort begegnete, wuchsen auch mir schnell ans Herz... :anbet


    10 Punkte!

  • Was für eine nette und unterhaltsame Geschichte! Mir hat sie richtig gut gefallen, sehr viel besser als Teil 1 der Edelstein-Trilogie, der mir ein bisschen zu jungmädchenhaft gestrickt war, weshalb ich auf die weiteren Teile verzichtete. Hier nahm der Abenteuer-Anteil einen relativ großen Raum ein, die Liebesgeschichte einen kleineren und verlief geradlinig und nicht so blumig- kitschig, der Humor ist eher trocken und nach meinem Geschmack.


    Besonders gut gefiel mir Aufbau und Anlage dieser Zeitreisegeschichte, die es ermöglichen, diesen Roman zufriedenstellend und ohne Cliffhanger abzuschließen und gleichzeitig Perspektiven für weitere Teile zu eröffnen. Es geht also auch so! Ich finde es ziemlich ätzend, wie oft inwischen mittels "offener Enden" die Leser zum Kauf der Folgebände animiert werden sollen.


    Einen weiteren Teil würde ich sehr gerne lesen! Weiß jemand wann damit zu rechnen ist? Auf der Homepage der Autorin habe ich dazu keinen Hinweise gefunden :-(.

  • Zum Inhalt:


    Die 17jährige Anna begleitet ihre Eltern, als diese beruflich in Venedig zu tun haben. Ihr Vater ist Archäologe, aber dummerweise hört Anna nicht richtig zu, als er von merkwürdigen Fundstücken erzählt. Denn kurz darauf fällt sie bei einer historischen Bootsparade in einen der Kanäle – und wacht in der Vergangenheit wieder auf, genauer gesagt im Jahr 1499!




    Meine Meinung:


    Das Buch liest sich schnell und ist eine wirklich nette Unterhaltung. Zeitreise-Romane sind eigentlich nicht so meine Leserichtung, aber dieser hier hat mir gut gefallen. Allerdings bin ich mit der Protagonistin Anna nicht so recht warm geworden. In der Gegenwart kam sie mir deutlich jünger vor als 17. Als sie dann in die Vergangenheit gereist war, hat sie sich doch als ziemlich schlaues und mutiges Mädchen entpuppt, aber gefühlsmäßig ist sie mir eher fremd geblieben.


    Etwas mehr Tiefe hätte den Charakteren nicht geschadet, trotzdem habe ich Annas Suche nach dem Weg zurück in ihre eigene Zeit als kurzweiliges Lesevergnügen empfunden


    Zeitenzauber ist als Trilogie gedacht, die Bände sollen aber unabhängig voneinander gelesen werden können, was aus meiner Sicht bei diesem ersten Band auch gut gelungen ist.

  • Inhalt:
    Anna ist 17 Jahre alt und verbringt ihre Ferien zusammen mit ihren Eltern in Venedig. Während eines Stadtbummels erweckt eine rote Gondel ihre Aufmerksamkeit denn eigentlich müssen alle Gondeln in Venedig schwarz sein. Doch Anna denkt mich mehr darüber nach und geht mit ihren Eltern und einer befreundeten Familie zu einerhistorischen Bootsparade bei der sie ins Wasser stürzt. Glücklicherweise zieht sie ein gutaussehender junger Mann aus dem Wasser doch bevor sie zurück auf den Bootssteg klettern kann fängt die Luft vor ihren Augen an zu flimmern und alles um sie herum wird schwarz.Als Anna wieder zu sich kommt findet sie sich mitten im Venedig von 1499 wieder. Wie ist sie hierher gekommen? Anna weiß es nicht und macht sicha uf die Suche nach Antworten und vorallem nach einer Möglichkeit wieder nach Hause zu kommen. Sebastiano der sie mit in diese Zeit genommen hat erklärt ihr zwar dass sie beim nächsten Mondwechsel in zwei Wochen zurück in ihre Zeit könne sie sich aber bis dahin im Venedig des 15. Jahrhunderts zurecht finden muss. Während dieser zwei Wochen stellt sich jedoch heraus dass Anna nicht zufällig in dieser Zeit gelandet ist. Sie hat eine Aufgabe. zu erledigen, vorher wird sie nicht in ihre Zeit zurückkehren können.


    Meinung:
    Ich war sehr skeptisch bei diesem Buch. Das Cover und der Titel haben mich zwar angesprochen und ich habe es mehrer Male in der Hand gehabt doch ich habe mich immer gegen den Kauf entschieden. Dann habe ich dieses Buch zufällig gewonnen und muss sagen ich bereue nicht es gelesen zu haben. Es ist vom Schreibstill her sehr angenehm zu lesen und mit einigem an Humor geschrieben. Außerdem gefällt mir die Idee dass Anna in 1499 nicht einfach alles aussprechen kann was sie möchte da eine “Sperre” sie automatisch daran hindert etwas zu sagen was nicht in diese Zeit gehört oder etwas über die Zukunft verrät.Man bekommt einen schönen Einblick in die Geschichte und das Venedig des 15. Jahrhunderts verpackt in einer spannenden und romantischen Geschichte. Zeitenzauber-Die magische Gondel ist der Auftakt zu einer Trilogie die spannend, gefühlvoll und unterhaltsam zugleich ist.

  • Die 17-jährige Anna verbringt ihre Sommerferien in Venedig. Bei einem Stadtbummel erweckt eine rote Gondel ihre Aufmerksamkeit. Seltsam. Sind in Venedig nicht alle Gondeln schwarz? Als Anna kurz darauf mit ihren Eltern eine historische Bootsparade besucht, wird sie im Gedränge ins Wasser gestoßen - und von einem unglaublich gut aussehenden jungen Mann in die rote Gondel gezogen. Bevor sie wieder auf den Bootssteg klettern kann, beginnt die Luft plötzlich zu flimmern und die Welt verschwimmt vor Annas Augen ...


    Ein ebenso wundervolles wie lehrreiches Buch über das Thema Zeitreisen, das von der Autorin spannend und romantisch umgesetzt wurde und mir schöne Lesestunden beschert hat, denn ich liebe das Thema Zeitreisen, weil man auf eine tolle Art und Weise viel über Geschichte erfährt. Dieses Buch hat mich von Anfang an gefesselt, da es auch noch in Venedig spielt, war es wie für mich gemacht. Die Autorin hat alles gut recherchiert und atmosphärisch dicht umgesetzt; man fühlte sich jederzeit als Mitglied dieser Zeit und hat immer voll mitgefiebert. Des Weiteren haben die vielen weitere und auch lustigen Aspekte das Buch zusätzlich aufgelockert und so wurde es zu einen tollen Lesevergnügen für Jung und Alt. Die letzten Seiten dieses Buches lassen auf eine Serie hoffen, auch wenn diese Geschichte in sich abgeschlossen ist.


    Die Charaktere fand ich alle super dargestellt, denn sie waren alle grundverschieden und besaßen alle ihre Stärken und Schwächen, die von der Autorin realistisch ausgearbeitet wurden.


    Erwähnenswert ist vorallem im Bezug auf die Sprache der Wortwitz, denn der "Translator" macht schon witzige Sachen aus uns bekannten Wörtern, außerdem versprühen etliche Personen viel Witz, sodass man ein ums andere Mal sich ein Kichern verkneifen muss. Ansonsten lies es sich super lesen, da es sehr gut geschrieben ist und die Seiten sich förmlich von alleine Umblättern.


    Das Cover ist wunderschön gestaltet und fühlt sich mit seiner gummiartigen Ummantelung noch zusätzlich interessant an.

  • Auch ich kannte Eva Völler nur als Autorin historischer und Frauen Romane. Ein großes Kompliment von mir, auch im Bereich Jugendbuch braucht sie sich nicht verstecken.


    Durchaus glaubhaft und nachvollziehbar erzählt Eva Völler in Zeitenzauber die Geschichte der 17jährigen Anna.
    Wohldosiert waren die historischen Elemente, jugendgerecht verpackt. Mit Fußnoten versehen , die einem das googlen ersparen. Noch dazu eine Liebesgeschichte am Rande erzählt, die überhaupt nicht kitschig wirkt.
    Prima Eva, mir hats gefallen.
    Witzig auch die Idee mit der Sprachumsetzung. Schon komisch, was bei einigen Formulierungen passierte.


    Das es noch Fortsetzungen geben soll, habe ich hier in den anderen Rezis erst erfahren. Das Ende ließ zwar hoffen aber zwingend notwendig, weil Ende mit Cliffhanger, erschien es nicht.
    Ich freue mich jedenfalls darauf.


    Ehrlich verdiente 9 Punkte von mir.

  • Meine Meinung:


    Gestern konnte ich das Buch beenden und muss sagen, ich bin wirklich sehr angenehm überrascht.
    Zeitreisen sind ja nun schriftstellerisch wirklich keine einfache Sache. Aber die Autorin hat es geschafft, dass ganze Zeitreise-Prinzip schlüssig und plausibel aussehen zu lassen, so wie zB. auch Kleinigkeiten, wie die zum Anfang des Buches erwähnten Ausgrabungsfunde von Anna´s Vaters, die sich am Ende des Buches sehr schlüssig eingefügt haben. Ich finde, es ist ein wirklich toller Jugendroman mit ein bisschen Liebe, Humor und Spannung. Ein Buch, nicht nur für Jugendliche!
    Die Charaktere sind zwar zum Großteil etwas blass geblieben, aber die Autorin hat es trotzdem mit ihrem lockeren, flüssigen Schreibstil geschafft, dass Matthias, Marietta, Bartolomeo, Sebastiano, José, Clarissa und Anna einem ans Herz wachsen und man mit ihnen mitfiebert.
    Schön fand ich auch, dass hin u. wieder kleine Fußnoten zu finden waren, die einem den ein oder andere italienischen oder mittelalterlichen Begriff kurz erläutert haben. :-]
    Dass die Autorin auch historische Romane schreibt, merkt man sofort. Auch die Vorliebe für Venedig. Ich fand die mittelalterliche Lagunenstadt sehr schön beschrieben. Ich finde, es ist nicht nur ein Jugendroman um Zeitreise und die erste Liebe, sondern hat auch einen ordentlichen historischen Touch, bei dem man noch das ein oder andere dazulernt. Ich weiß nicht, ob alles (von den Lebensbedingungen bis zur Kleidung), 100%ig so im Jahre 1499 gehandhabt wurde, aber ich konnte mir alles sehr gut bildlich vorstellen. :-]


    Ich habe richtig Fernweh bekommen und denke jetzt tatsächlich über einen Kurzurlaub in Venedig nach. Das Buch macht richtig Lust darauf. :anbet


    Ich freue mich auch schon auf den zweiten Band, der im März diesen Jahres erscheinen soll.
    Schade finde ich nur, dass es nicht wieder in Venedig spielt. Bin schon sehr gespannt, ob und wieviele Zeitenzauber – Bücher mit Anna, Sebastiano, José und Esperanza es noch geben wird.



    9 von 10 Eulenpunkten für diesen tollen Tripp ins Venedig des Jahres 1499.

    Liebe Grüße :schuechtern


    Bücher lesen heißt wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben über die Sterne. -Jean Paul-


    :lesend