Blogartikel: Amazon demonstriert, warum der Kindle nicht die beste Möglichkeit ist, eBooks zu kaufen

  • Zitat

    Original von Tilia Salix
    Streifi, ich kann mich mit meinem deutschen Account bei amazon.com einloggen. Das dürfte dann auch mit einemco.uk-Account gehen.


    Anmelden geht, kaufen geht nicht. Hab ich mal spasseshalber bei amazon.fr probiert, weil da die deutschen Bücher günstiger als bei uns sind ;-)

  • Zitat

    Original von Tilia Salix
    Der faz-Artikel überträgt dieses Amazon-Problem auch auf andere Anbieter und macht es allein am DRM fest. Das trifft jedoch nicht ganz den Kern der Problematik - meine epub-Bücher lassen sich nämlich sehr wohl auf meinem PC sichern und selbst sollte libri meinen Account löschen, behalte ich dennoch meine dort gekauften ebooks. Bei Amazon sieht das anders aus. (Was jetzt nicht heißen soll, das DRM wäre nicht verbesserungswürdig oder gar unproblematisch).


    Und was machst du, wenn adobe beschliesst, deinen Account zu löschen? Dann sind deine DRM-geschützen epubs nämlich genauso wertlos.
    Das ist bei epubs nicht anders als beim kindle-Format. Nur derjenige an den Du dich bindest ist ein anderer.....


    Wie bereits oben erwähnt kann man die kindle-Bücher auch auf den Rechner kopieren, das ist technisch kein Problem. Nur ohne Abfrage zum Lizenz-Server kannst Du sie nicht mehr öffnen. e-Pubs fragen ihre Lizenzen halt bei bei adobe ab, nicht umsonst muss man sich auch da registrieren.

  • Zitat

    Original von Tilia Salix
    Auch ebooks?


    Genau die, damit hatte ich es probiert. Da kriegt man die freundliche Meldung sich doch bitte im shop des Heimatlandes anzumelden ;-)

  • In Norwegen gibt es aber kein Heimatland-Amazon. Vielleicht ging es deswegen.


    Zitat

    Original von streifi


    Und was machst du, wenn adobe beschliesst, deinen Account zu löschen? Dann sind deine DRM-geschützen epubs nämlich genauso wertlos.
    Das ist bei epubs nicht anders als beim kindle-Format. Nur derjenige an den Du dich bindest ist ein anderer.....


    Wie bereits oben erwähnt kann man die kindle-Bücher auch auf den Rechner kopieren, das ist technisch kein Problem. Nur ohne Abfrage zum Lizenz-Server kannst Du sie nicht mehr öffnen. e-Pubs fragen ihre Lizenzen halt bei bei adobe ab, nicht umsonst muss man sich auch da registrieren.


    :gruebel Mein Reader ist aber gar nicht permanent online, wie soll der gesperrte Adobe-Account denn als Info beim Reader ankommen? Also kann ich die Dateien dann immer noch lesen? Nur bekomme ich natürlich ohne Adobe ID keine neuen DRM- Bücher, das ist richtig.

  • Amazon sieht bei der ganzen Sache nicht gut aus - rotzige Mails im Stile von "das ist so und viel Glück bei der Suche nach einem neuen Anbieter" und eine konstruktive Reaktion erst dann, als die Sache im Internet virulent wurde.
    Durchaus ein Grund dafür, grundsätzlich von den gekauften Büchern das DRM zu entfernen und diese auch lokal zu speichern.

  • Zitat

    Original von streifi
    Und was machst du, wenn adobe beschliesst, deinen Account zu löschen?


    Grundsätzlich richtig. Da man seine Bücher jedoch nicht bei Adobe kauft, sondern bei einem anderen Händler, ist es hochgradig unwahrscheinlich, daß Adobe den Account schließt, da Adobe durch einen möglichen Streit zwischen Händler und Kunde nicht betroffen ist.

  • Zitat

    Original von Tilia Salix
    :gruebel Mein Reader ist aber gar nicht permanent online, wie soll der gesperrte Adobe-Account denn als Info beim Reader ankommen? Also kann ich die Dateien dann immer noch lesen? Nur bekomme ich natürlich ohne Adobe ID keine neuen DRM- Bücher, das ist richtig.


    Aber beim normalen Sony ohne WiFi hast Du ja eine Biblitohek auf dem Rechner, in die jeder Kauf zuerst intergriert wird, egal ob der Reader angeschlossen ist oder nicht. Erst durch die Synchronisation kommt das Buch auf den Reader.


    Sobald Dein Adobe-Account gesp0errt wird, könnten auch die DRM-Bücher auf dem Reader bei der nächsten Synchronisation gesperrt werden.


    Und bei Reader mit W-Lan ist es noch problemloser

    "Sie lesen?"
    "Seit der Grundschule, aber nur, wenn's keiner sieht."


    Geoffrey Wigham in "London Calling" von Finn Tomson

  • Was Amazon hier in erster Linie demonstriert, ist miserabler Kundenservice. Letztlich ist völlig gleichgültig, ob ein technischer Fehler der Grund für die Sperrung war, ein wirkliches Fehlverhalten oder ein Versehen des Kunden - schiefgehen kann immer mal was und schiefgehen wird immer mal was.


    Wenn aber jemand sich beim Kundendienst meldet und mehrmals in äußerst höflichem Ton nachfragt, was eigentlich los ist, dann hat dieser Jemand ein Anrecht darauf, daß man sich ernsthaft mit dem Problem beschäftigt.

    Meine Bewertungsskala: 1-4 Punkte: Mehr oder minder gravierende formale Mängel (Grammatik, Rechtschreibung, Handlung). 5/6 Punkte: lesbar. 7/8 Punkte: gut. 9/10 Punkte: sehr gut. Details und Begründung in der Rezi.

  • Das grundsätzliche Problem ist doch, darf ein Anbieter nachträglich die bezahlten Nutzungsrechte zurücknehmen, das ist die Frage die man sich bei diesem Thema stellen kann. Ich hab vorhin mal in den AGB's von Amazon und anderen eBook Shops geschaut und nirgends ist so ein Fall aufgeführt.


    Laut meiner Verständnis ist ein Verkäufer doch verpflichtet zumindest den Betrag für die Lizenzen die man rechtmässig erworben hat zurück zu zahlen oder insoweit frei zu geben, das man diese weiter nutzen kann.



    Zitat

    Wenn aber jemand sich beim Kundendienst meldet und mehrmals in äußerst höflichem Ton nachfragt, was eigentlich los ist, dann hat dieser Jemand ein Anrecht darauf, daß man sich ernsthaft mit dem Problem beschäftigt.


    Das Problem ist, du landest nicht mal bei Amazon, wie bei den meisten großen Unternehmen landest du bei einem Servicedienstleister in Indien, dieser hat einen Katalog wie er bei dem und dem Fall vorzugehen hat und dem ist eigentlich egal ob du dich auf den Kopf stellst.

  • :yikes


    Vielleicht habe ich mich doch etwas verfrüht für den neumodischen Schnickschnack e-book entschieden?
    Dieses Problem hatte ich gar nicht bedacht.
    Gäb es da technisch nicht andere Lösungen? Dass e-books kopiergeschützt sein müssen wie DVDs, CDs etc. auch, ist klar. Aber wenn ich etwas kaufe, sollte ich es doch wohl solange nutzen können, wie mir beliebt, selbst wenn ich z.B. irgendwann mal beschließe, mein Kundenkonto bei Amazon abzumelden?!
    Das ist doch was anderes als napster. Da war ich eine Weile angemeldet und konnte für 9,99 so viel Musik laden, wie ich wollte. Aber ich konnte diese nur über den PC hören, nicht brennen, nicht auf einen mp3-Player übertragen, nicht weiterverschicken etc. Und als ich mich dort abgemeldet hatte, war die Musik nicht mehr abspielbar. Logisch, ich hatte die ja nur geliehen für die Dauer meiner Mitgliedschaft. Aber ein e-book, das genauso viel kostet wie ein Taschenbuch. Das leihe ich doch nicht, sondern kaufe es. Und wenn ich morgen beschließe, nicht mehr Kunde des Verkäufers sein zu wollen, sollte ich es doch immer noch nutzen können?!!!
    Da hab ich mich verfrüht wohl entschieden. Denn mir schwebt eine Lösung vor, wo e-books nicht kopiert werden können, aber hin- und hergeschoben. Sprich: ich hab es auf meinem Kindle und lese es. Dann hab ich es durch und der Speicher ist voll, dann verschieb ich es auf meinen PC. Dann kommt eine Freundin vorbei und wir verschieben es auf ihren Kindle. Bei mir ist das Buch dann also komplett weg. Geht das technisch nicht? Klar, sollte man e-books nicht einfach so brennen und weitergeben können oder via E-Mail oder so verschicken an andere. Aber wenn doch bei mir die von mir gekaufte Datei dann verschwunden ist, dann ist das doch mein gutes Recht?
    Und vor allem: ich muss doch nicht auf Lebenszeit Kunde bleiben beim Verkäufer, nur um noch meine gekauften und teuer bezahlten Bücher noch lesen zu können!
    Das sollte doch technisch möglich sein, dass man die Datei nicht vervielfältigen, wohl aber verschieben kann?
    Geht das technisch nicht? Vervielfältigen: nein! Verschieben: ja!....?

  • Frettchen : mit epub-Büchern kannst du munter hin- und herschieben (und auch den Händler wechseln), doch um die verleihen zu können, musst du entweder den Reader mitverleihn oder den Reader deiner Freundin auf deine Adobe ID registrieren (wobei du bei mehr als 6 Geräten erst mit Adobe Kontakt aufnehmen musst). Kindle-Bücher sind da etwas unhandlicher.

  • Es gibt mal wieder was Neues zum Thema "Amazon sperrt Nutzer-Konten".


    LINK


    Das schlimmste dabei: Das ganze ist offenbar völlig legal. Ich kann ja verstehen, daß man mit jemandem, der Kleidung kurzfristig nutzt, um sie dann zurückzugeben, keine Geschäfte mehr macht, aber eine komplette Kontensperrung führt ja bekanntlich dazu, daß man auch auf bereits gekaufte digitale Inhalte keinen Zugriff mehr hat - und alles ohne Vorwarnung, so daß man seinen Account nicht schützen kann, indem man einfach nicht mehr weiter bei Amazon einkauft. Ganz schön dreist. Aus meiner Sicht wird es Zeit, daß es hier gesetzliche Regelungen gibt.

    "Wie kann es sein, dass ausgerechnet diejenigen, die alles vernichten wollten, was gut ist an unserem Land, am eifrigsten die Nationalflagge schwenken?"
    (Winter der Welt, S. 239 - Ken Follett)

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  • Ich denke, die Regelung müßte in Richtung "Eigentumsrecht digitaler Inhalte" geschaffen werden. Was ich kaufe, gehört mir, bis ich es eigenhändig lösche (Weiterverkauf / Verschenken ist noch mal eine andere Baustelle). Momentan ist es wohl so, daß ich lediglich ein Nutzungsrecht erwerbe und die Nutzung jederzeit von Amazon wieder unterbunden werden kann, indem sie mir einfach den Zugang zu meinem Konto sperren, was wohl mittlerweile nicht mehr nur eine Ausnahme in der Größenordnung Lottogewinn ist, sondern durchaus regelmäßig Anwendung findet.


    Solche Spielchen scheint es auch nur beim US-Konzern zu geben, von ähnlichen Sperrungen bei den Clouds der Telekom (Tolino) habe ich jedenfalls bisher nix gehört.

    "Wie kann es sein, dass ausgerechnet diejenigen, die alles vernichten wollten, was gut ist an unserem Land, am eifrigsten die Nationalflagge schwenken?"
    (Winter der Welt, S. 239 - Ken Follett)