Wo schreibt ihr ?

  • Jeder hat so seine Methode und die Orte, an denen er/sie kreativ und inspiriert schreiben kann.


    Wo ist das bei euch ?


    Bei mir läuft das so, dass ich einen Fulltimejob habe, der mir wenig Zeit lässt, um zu schreiben. Da ich zuhause oft von mir selber abgelenkt werde, (du solltest noch....hast du schon....und die Wäsche, das Bad, den Einkauf....blablabla) packe ich den Laptop ein und besteige die Bahn.
    Irgendwohin. Oder setze mich still in die Ecke eines Bistro.


    Dort schreibe ich dann. Lasse es einfach Laufen. Bis der Akku des Lap den Geist aufgibt. Ende und heim. Erst dann. Glücklich und zufrieden. (Meistens.)


    Eben: Wie ist das bei euch ?
    Bin gespannt auf eure Outputs....

  • Eigentlich überall und zu jeder Zeit, nur zu Hause klappt's nicht so recht (höchstens Überarbeitungen). Bevorzugt in Schreibklausur (Hotel auf dem Land) oder nachts in der Kneipe, bei viel Lärm, Rauch und inspirierendem Volk drumherum. Aber auch in der Bahn, in Cafés, notfalls im Büro.

  • Überall, ähnlich wie Tom, wobei hauptsächlich zu Hause.


    Viel Zeit verbringe ich mit dem Überarbeiten. Ich lade mir das Geschreibsel auf meinen Kindle und lese dann im Bus, im Flieger, in der Bahn..., im Auto (nur als Beifahrer).


    Ideen kommen meist im Bett, unter der Dusche und auf der Toilette (kein Witz). Überall im Haus fliegen Stifte und Papier herum. Ein Notizbuch trage ich immer mit mir herum. Falls ich die Ideen nicht gleich aufschreibe, vergesse ich sie (Alzheimer light hat schon zugeschlagen).

  • Zitat

    Wirst du schräg angeguckt dabei ? Fragen dich die Menschen oft auch, was du da so tippst ?


    Ja und ja. :grin


    In meiner Stammkneipe wissen allerdings so gut wie alle, wer ich bin und was ich da mache. Dort haben auch alle meine bisherigen Buchpremieren stattgefunden, wovon Plakate an den Wänden zeugen. Fragt also jemand, zeige ich auf eines davon und sage: Ich bin dieser.


    beisswenger : Richtig gute Ideen kann ich meistens über die Nacht retten. Allerdings ist das ein etwas merkwürdiger Aussagesatz, wie ich gerade feststelle. :gruebel Von Dingen, die man vergessen hat, weiß man schließlich nichts mehr. Jedenfalls hat die Frühdemenz offenbar noch nicht eingesetzt. Ein paar Moleskines habe ich trotzdem immer dabei, ja. Die sind viel besser als Tablets oder Laptops.

  • Überarbeiten ?! Umallergötterwillen...Ich hasse es....Es ist so, als wäre der Kuchenteig fertig für den Ofen und jemand würde mir sagen: "So. Und jetzt alles nochmal von vorne." Um zu sehen, dass ja schon alles drin ist.


    (Ja. Ich weiss. Muss sein.)



    Das mit den Notizen von plötzlichen Ideen kenne ich. Viele arbeiten mit Notizbüchern oder mit kleinen Zetteln, die sie in Kartons packen.


    Nein. Niemand kann sich den ganzen Kram merken, der einem tagsüber an Gedankenflöhen durch den Kopf geht. Das hat, zum Glück, noch gar nichts mit Alzheimer zu tun.

  • Als Mutter von drei kleinen Kindern und halbtags arbeitend schreibe ich, außer im Urlaub, nur daheim. Vor allem (zu ca 70%) abends ab 20 Uhr, wenn die Kinder im Bett sind. Entweder an meinem Schreibtisch oder im Wohn-Esszimmer, während mein Mann fernsieht oder liest. (edit: oder als Selbständiger noch arbeitet)
    Tagsüber schreibe ich nur, wenn ich Zeit habe und meine Kinder mich in Ruhe lassen ... :lache


    Zettel habe ich eigentlich auch überall herumliegen. Auf die notiere ich mir jeden Einfall. Ansonsten arbeite ich mit Collegeblöcken oder schreibe mir Ideen, die mir beim Schreiben kommen direkt unter den Text.


    Mir sind beim Abspülen schon die besten Sachen eingefallen - bei das Gehirn unterfordernder Hausarbeit ;-)


    Spaziergänge oder Joggen ist auch super, für Gedanken über einen Plot oder ein Buch aber nur ohne Kinder ...

    Liebe Grüße :wave
    Kirsten



    eine Welt ohne Bücher kann ich mir nicht vorstellen



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  • Zitat

    beisswenger : Richtig gute Ideen kann ich meistens über die Nacht retten. Allerdings ist das ein etwas merkwürdiger Aussagesatz, wie ich gerade feststelle. Grübeln Von Dingen, die man vergessen hat, weiß man schließlich nichts mehr. Jedenfalls hat die Frühdemenz offenbar noch nicht eingesetzt. Ein paar Moleskines habe ich trotzdem immer dabei, ja. Die sind viel besser als Tablets oder Laptops.


    Moleskine musste ich erst einmal googeln: Tolles Wort!


    Sei froh, dass die Frühdemenz noch nicht eingesetzt hat. Die Zettelwirtschaft hilft zwar, die Ideen zu sammeln, aber leider komme ich beim Einordnen ins Manuskript oft durcheinander. Das ist dann auch der Grund, warum das Manuskript meist schlecht ist. Ich suche noch ein "Ideen-Koordinations & Plausibilitätsprüf-Programm" Gibt es das?

  • Zitat

    Ich suche noch ein "Ideen-Koordinations & Plausibilitätsprüf-Programm" Gibt es das?


    Keine Ahnung. Ich benutze den Romangenerator 2.01 für Android, der erledigt einfach alles, einschließlich der Ideenerzeugung und -koordinierung. Selbst schreiben ist im App-Zeitalter sowas von out, outer geht schon kaum noch.


    Die besten Ideen kommen mir übrigens beim Schreiben.

  • Zitat

    Original von Tom


    Die besten Ideen kommen mir übrigens beim Schreiben.


    Das kann ich nur bestätigen. V.a. wenn sich die Figuren selbständig machen.


    Romangenerator klingt auch nicht schlecht ;-)



    Edit: Buchstabe zu viel

    Liebe Grüße :wave
    Kirsten



    eine Welt ohne Bücher kann ich mir nicht vorstellen



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  • Zitat

    Romangenerator klingt auch nicht schlecht


    Kirsten, ich nutze iphone und Windows. Ich hab's probiert, es tut sich aber nix: Toms Ding funktioniert nur unter Android. :gruebel

  • Toms Ding funktioniert nur unter Android? Interessant. Und beängstigend.


    Da ich beruflich bedingt auch jede Minute irgendwie nutzen muss, die vom Tisch fällt, habe ich es mir antrainiert, überall schreiben zu können. Besonders gut klappt es, wenn ich weiß, ich habe nur zwanzig Minuten oder weniger. Dann setze ich mir ein klares kurzes Ziel und ..los. Funktioniert sehr gut.
    Insgesamt schreibe ich allerdings meine Rohfassungen immer mit der Hand in Ringbücher. Auch die Biografien, Szenenpläne, Treatments, das ganze Gedöns. Und wenn ich dann reinen Text produziert habe, tippe ich ihn ab. Damit habe ich gleich die erste Überarbeitung in einem Rutsch.


    viele Grüße, Dorit

  • Zitat

    Original von beisswenger
    [Manuskript meist schlecht ist. Ich suche noch ein "Ideen-Koordinations & Plausibilitätsprüf-Programm" Gibt es das?


    Du suchst eine Frau :lache :rofl :rofl

    Fay
    Ein Roman ist wie der Bogen einer Geige und ihr Resonanzkörper wie die Seele des Lesers. (Stendhal)

  • Okay Fay & Groupie. Lasst uns gemeinsam ein Buch schreiben. Dann kann der Akif Pirinci mit seinem SLAM Projekt einpacken. Und Tom verklagen wir wegen unerlaubter Nutzung eines Wettbewerbvorteils. Aber das lassen wir lieber Kirsten machen

  • Das wäre an sich kein Problem. Nur befürchte ich, dass auch deine Bücher so geschrieben sind, dass ich kein Wort verstehe. Daher werde ich vielleicht ausgerechnet deine Ideen nicht koordinieren können und auch die Plausibilität nicht prüfen können. Es sei denn, du lernst wie ich zu denken. :wave


  • Ohja das kenne auch ich nur allzu gut :gruebel. Ich schreibe meist am PC (habe momentan Windows 7) und lasse Musik nebenher laufen oder höre sie über Kopfhörer da kommen mir oft die (verrücktesten) Ideen. Manchmal setze ich mich aber auch einfach in ein Cafe zum Beispiel bei schönem Wetter und schreibe dort. :lache

  • Wenn ich unterwegs bin, kommen mir meist nicht so viele Ideen. Bisher brauchte ich auch keinen Notizblock oder so etwas. Ich schreibe am PC mit Kopfhörern und Musik. Und dann kommen Ideen oder eben nicht. Aber letztens habe ich mein I-Phone vollgequatscht, dass ist cool.
    Fay mal bitte zum Diktat.^^


    ;-)

    Fay
    Ein Roman ist wie der Bogen einer Geige und ihr Resonanzkörper wie die Seele des Lesers. (Stendhal)