Warten auf das erste Feedback - schlimmer als Abschlussprüfung!?

  • An alle Autorenkollegen und Kolleginnen: :wave


    Fandet Ihr das Warten auf das erste Feedback Eures veröffentlichen Buches auch so schrecklich? :gruebel


    Wie war es bei Euch? Wann kamen die ersten Stimmen aus dem Freundes- oder Familienkreis und wann kam das erste Feedback unbekannter Leser? Und wie ging es Euch damit? ?(


    Ich finde diese Situation sehr, sehr gruselig ... :yikes ... so habe ich mich das letzte Mal gefühlt bei der Abschlussprüfung meiner Ausbildung. :chen

  • Die Wartezeit könnte man durch das Lesen eines Buches überbrücken - und dann könnte man über das Gelesene hier im Forum berichten. :wave

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst. (Evelyn Beatrice Hall) ich wünsche allen einen schönen Tod und eine geruchslose Verwesenung.

  • Ja, bin schon fleißig dabei. :-)


    Aktuelle lese ich "Geisterfjord" von Yrsa Sigurdardóttir


    Dennoch bin ich gespannt auf die Erfahrungsberichte der hier anwesenden AutorenKollegen. ;-)

  • Liebe Leeloo,


    hört sich überheblich an, ist aber freundlich und kollegial gemeint: Wenn Dein Manuskript ein professionelles Lektorat durchlaufen hätte, bräuchtest Du Dir jetzt nicht so viele Sorgen zu machen.


    Und falls Du noch darüber nachdenkst, ob Du das Geld für die Print-Veröffentlichung bei einem Dienstleisterverlag ausgeben solltest: Investier es lieber in Kurse und Seminare.


    Auch wenn ich mich hier im Forum wiederhole: Zwischen meinen ersten Versuchen in Kreativem Schreiben und meinem Vertrag bei der Agentur Landwehr
    (die das Manuskript zu meinem vierten Roman an btb vermittelt hat, wo das Buch im Frühjahr erscheint), lagen mehr als neun Jahre, in denen ich geübt habe und geübt und geübt.


    :wave Nadja


    Edit: ottograffi

  • Nun, ich glaube, meine Frage ist da etwas falsch verstanden worden. :wave


    Aber danke für Deine Antwort Nadja. Neben bei bemerkt - das Buch wird über einen Verlag veröffentlicht, die sich auch um das Lektorat kümmern, von daher mache ich mir darüber weniger Sorgen. :-)

  • Zitat

    Original von Leeloo


    Neben bei bemerkt - das Buch wird über einen Verlag veröffentlicht, die sich auch um das Lektorat kümmern, von daher mache ich mir darüber weniger Sorgen. :-)


    Mit Verlaub, Leeloo: Aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Dein Manuskript ein professionelles Lektorat durchlaufen hat, sonst hätte man Dich doch sicherlich beispielsweise auf die häufigen Wortwiederholungen hingewiesen.


    Edit: ottograffi

  • Hallo Nadja,


    leider kenne ich mich mit dem Lektorat tatsächlich nicht aus. Ich habe nur das "abgesegnet", was mir an Änderungen vom Verlag /Lektorat vorgelegt wurde und was mir selbst beim Lesen aufgefallen ist. :wow


    Aber vielen Dank für den Hinweis, ich werde das natürlich umgehend an den Verlag weitergeben. :gruebel

    „Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie gerne behalten! :engel“

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  • Zitat

    Fandet Ihr das Warten auf das erste Feedback Eures veröffentlichen Buches auch so schrecklich?


    Ich fand alles schrecklich. Die gesamte Zeit zwischen Verlagsvertrag und Buchpremiere. Das lag aber weniger daran, dass ich mir über möglicherweise negatives oder ausbleibendes Feedback Gedanken gemacht habe, sondern vielmehr darüber, dass noch kurz vor dem Erscheinen jemand zu mir sagen würde: Haha, war nur'n Scherz. Natürlich werden wir kein Buch von Dir veröffentlichen. Wir sind doch nicht blöd.


    Selbstverständlich habe ich ab dem Erscheinungsdatum im Minutenrhyhtmus geegogoogelt und die Produktseiten der Onlinehändler aktualisiert und Buchhandlungen durchsucht und im Postfach nach Leserbriefen geschaut. Ich denke, diejenigen, die das bei ihrer Erstveröffentlichung nicht tun, sind eine kleine Minderheit.

  • Hi Tom! :wave


    Juhuu, Du hast meine Frage verstanden... :anbet


    Ja, die Angst hatte ich auch. Ich dachte auch bis zuletzt, die machen einen Scherz und halten mich nur hin, anstatt mir zu sagen, dass es doch nicht das Richtige ist. Die legte sich aber in dem Moment, als ich den Autorenvertrag unterschrieben habe. Und mein Verlag hat sich lange Zeit damit gelassen, mir den Vertrag zu senden. Für die war es nämlich nur eine "reine Formsache" für mich das wichtigste Dokument aller Zeiten. :frech


    Meine Angst/Sorge richtet sich im Moment tatsächlich auf die Reaktionen im näheren Bekanntenkreis und auch in der Familie, die so überhaupt nicht mit dem rechnen, was da mit meinem Buch kommen wird. Es ist eben kein Friede-Freude-Eierkuchen-Ding, sondern ein Thriller, der auch noch als Psychothriller durchgehen könnte. :lache


    Ich bin eher ruhig, friedlich und immer freundlich und pflege stets einen höflichen Umgang mit meinen Mitmenschen. Ich bin im Grunde meines Herzen sehr sensibel und hasse eigentlich jegliche Form von Streit, Unrecht und Gewalt, dennoch schreibe ich darüber. Ich glaube kein Mensch in meinem Umfeld kann sich vorstellen, dass ich überhaupt so finstere Geschichten im Kopf habe und vor allem so böse Wörter kenne, wie sie teilweise in diesem Buch geschrieben stehen. :wow


    Der Gedanke "Oh mein Gott, wenn das meine Mutter (oder Schwiegermutter) liest", hat mich schon während dem Schreiben verfolgt und dieser Gedanke ist auch jetzt ziemlich stark präsent ... und das obwohl ich mir immer einrede, dass es mir vollkommen egal ist, was andere Leute sagen ... ist es ja auch eigentlich ... aber irgendwie auch nicht. :bonk


    Ich in einem kleinen Dorf, Klatsch und Tratsch sind an der Tagesordnung - wie lange wird es dauern, bis sie mich mit Schaufeln und Mistagabeln, mit dem Vorwurf Psychopathische Schriften zu verbreiten aus dem Dorf treiben? ;-(


    Scherz ... :chen


    Komisch und gruselig ist das alles schon ...


    Aber ich sehe Du hast schon einiges veröffentlicht - hört das "Angst haben" irgendwann auf? ?(

  • Zitat

    Original von Tom


    [...]... sondern vielmehr darüber, dass noch kurz vor dem Erscheinen jemand zu mir sagen würde: Haha, war nur'n Scherz. Natürlich werden wir kein Buch von Dir veröffentlichen. Wir sind doch nicht blöd.


    .


    Nix für ungut: Aber Angst, vom Verlag abgelehnt zu werden, muss Leeloo bei einem Bezahlverlag ja nicht unbedingt haben...


    Nun aber ernsthaft, Leeloo: Auch ich hatte Deine Frage richtig verstanden, bin aber nicht in der von Dir offenbar gewünschten Weise darauf eingegangen, weil mir folgendes viel wichtiger erscheint:


    Mach Dir weniger Gedanken darum, was Freunde oder Verwandte zu Deinen Fantasien sagen, die Du im Roman indirekt offenbarst. Ich verdiene seit dreißig Jahren meine Brötchen mit Tiefenpsychologie und Psychopathologie, und glaub mir: Derartige Fantasien haben wir alle.


    An Deiner Stelle würde ich mir lieber überlegen, warum Du meinst, ein m. E. handwerklich höchst mangelhaftes Manuskript bei einem Bezahlverlag veröffentlichen zu müssen und noch dazu ohne halbwegs professionelles Lektorat.


    Ich weiß, ich weiß: Das klingt jetzt nicht unbedingt freundlich, aber wenn Du Deinen Text derartig exponierst und um Rückmeldung von Profi-Autoren bittest, musst Du mit ehrlichen Antworten rechnen.


    Lass Dich nicht entmutigen. Klär die Sache mit dem "Lektorat", für das Du hoffentlich nicht allzu viel bezahlt hast, und ansonsten gilt wie immer: Üben, üben, üben!


    Im übrigen schließe ich mich Tom gern an.



    Edit: ottograffi

  • Liebe Nadja,


    stimmt, es klingt in der Tat nicht sehr freundlich, aber damit kann ich leben. Aber entmutigen lasse ich mich durch Dich in keinster Weise, denn ich ahne ja, warum Du mich mit Deiner "ehrlichen Meinung" erfreust. Psychologie eben ... :-)


    Vielleicht solltest Du einfach besser recherchieren, wenn du schon so derartige Behauptungen in Sachen "Bezahlverlag" und so aufstellst. Ich bezahle weder für das Lektorat, noch für die Veröffentlichung.


    Und mein "mangelhaftes" Manuskript scheint zumindest derartig mangelhaft zu sein, dass es tatsächlich von einem Verlag als Buch und Hörbuch rausgebracht wird. Also irgendetwas muss ich wohl doch richtig gemacht haben ...


    P.S.:


    Ich wollte Austausch von Erfahrungen, nicht dass Autoren mein Manuskript bewerten - wieder ein Missverständnis? Psychologie? :wave

    „Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie gerne behalten! :engel“

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  • Zitat

    Original von Leeloo


    Ich wollte Austausch von Erfahrungen, nicht dass Autoren mein Manuskript bewerten


    Warum stellst Du es samt Blick ins Buch dann hier in der Rubrik "Werbung in eigener Sache" vor?


    Wo Du doch weißt, dass sich bei uns Eulen auch etablierte Autoren rumtreiben,
    an die Du Dich in der Rubrik "Autoren unter sich" ja auch gleichzeitig mit einer expliziten Frage wendest.


    Edit PS: Über Deinen Verlag kann sich ja jeder sein eigenes Bild machen.

  • Du antwortest in diesem Thread schlicht weg auf das falsche Thema ... :wave


    Ja, der Verlag ist Livingroom Publishing - fair, menschlich und freundlich. :knuddel1

    „Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie gerne behalten! :engel“

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  • Also ich stelle mich jetzt vielleicht an, aber ich finde keine aussagekräftigen Infos über den Verlag im Internet. Die scheinen generell irgendwelche Elektronikartikel anzubieten.
    Nach meiner Erfahrung haben auch seriöse Kleinverlage, also die, bei denen man nichts bezahlen muss, irgendwo auf ihrer Website Hinweise, welche Art von Manuskripten sie suchen und wie man die einreichen soll. Das finde ich da nicht.


    Ansonsten ist es natürlich Leeloos Sache, was sie macht. Ich habe den Text nicht gelesen und kann ihn daher nicht beurteilen.


    Angst hat jeder Autor. Nach jeder Veröffentlichung. Das Buch könnte verrissen werden, könnte sich so schlecht verkaufen, dass man wieder beim Verlag rausfliegt, oder es könnte völlig missverstanden werden und irgendwelche Proteste auslösen oder was weiss ich.


    Veröffentlichen kostet Nerven (auch wenn es kein Geld kostet). :wave


    Viele Grüsse


    Tereza