'Allee der Kosmonauten' - Seiten 198 - 298

  • Zitat

    Original von hollyhollunder


    Ist denn dann ihr Lebensentwurf "ich habe kein Ziel und stolpere planlos von Beziehung zu Beziehung, von Job zu Job"? :grin


    So traurig, wie das für Mathilda und den genervten Leser ist, aber das ist wohl so.
    Ich vermute es war die Absicht der Autorin, Mathilda eben so darzustellen, damit wir uns mit ihrer Lebensweise und diesem Buch auseinandersetzen.


    Schade, dass die Autorin diese Leserunde nicht begleitet und unsere Gedanken zu diesem Buch kommentiert. Mich würde interessieren, welche Überlegungen der Autorin beim Schreiben des Buches durch den Kopf gegangen sind.

    Bücher lesen heißt wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben über die Sterne. (Jean Paul)



  • Zitat

    Original von Donaldduck


    Schade, dass die Autorin diese Leserunde nicht begleitet und unsere Gedanken zu diesem Buch kommentiert. Mich würde interessieren, welche Überlegungen der Autorin beim Schreiben des Buches durch den Kopf gegangen sind.


    Ich könnte mir vorstellen, dass Mathilda gar kein "Einzelfall" ist.
    Womöglich leben in Berlin oder anderen Städten abertausende von Menschen, deren Leben nicht nach Plan verläuft, die sich irgendwie ziellos durchs Leben treiben lassen, immer von einer besseren Zukunft träumen, aber selbst nicht viel in ihrem Leben ändern ( können). ;-)

  • Zitat

    Original von Rosenstolz


    Ich könnte mir vorstellen, dass Mathilda gar kein "Einzelfall" ist.
    Womöglich leben in Berlin oder anderen Städten abertausende von Menschen, deren Leben nicht nach Plan verläuft, die sich irgendwie ziellos durchs Leben treiben lassen, immer von einer besseren Zukunft träumen, aber selbst nicht viel in ihrem Leben ändern ( können). ;-)


    Da hast du vollkommen recht. Ich habe beruflich (Ich bin Sozialpädagogin) ständig mit solchen Menschen zu tun.

    Bücher lesen heißt wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben über die Sterne. (Jean Paul)



  • Und immerhin, trotz ihrer ganzen Planlosigkeit, hat sie stets gearbeitet und für ihren Unterhalt selbst gesorgt. :-)


    Edit: Schön beschrieben fand ich das Wochenende, als sie an die See gefahren ist und sich irgendwie ganz auf sich selbst konzentriert hat.
    Und das Grab ihres Opas besucht hat.


    Ich würde ihrer Oma so sehr wünschen, dass sie wieder an sie Ostsee zurück kann.

  • Ich würde das alles ja ganz okay finden, wenn das Buch irgendwie ein bisschen mehr berühren würde.


    Also ich lebe auch nicht nach dem typischen Lebensentwurf "Hochzeit/Haus/Kinder kriegen"...


    Aber bei dem Buch fehlt mir irgendwie die Entwicklung.


    Das mit John ist schief gegangen, durch Schuld von beiden Seiten irgendwie, aber es werden keine Gedanken von Mathilda beschrieben, Erfahrungen, Gefühle usw. - nein, es ist halt aus und fertig.


    Nun hat sie den nächsten kennengelernt.


    Gut, so ist es tatsächlich wohl oft im Leben - aber wenn man ein Buch schreibt, sollte dann nicht irgendwie mehr Sinn dahinter sein? Ne Erklärung, warum die Beziehung gescheitert ist, oder ein Versuch, es wieder hinkriegen, irgendwas...


    Der rote Faden im Buch fehlt irgendwie. Es gibt keinen Anfang, Steigerung, Schlusspunkt; sondern alles ist so willkürlich aneinandergereiht... ?(

  • Zitat

    Original von Saiya
    Ich bin zwar noch nicht mit dem Lesen dieses Abschnitts fertig, aber mich würde mal interessieren, ob ihr findet, dass dies ein Buch ist, das Jugendliche ab 16 Jahren interessieren könnte. Was meint ihr?


    Wenn ich ehrlich bin, denke ich eher nicht, das das ein Jugendbuch ist, bzw von Jugendlichen begeistert gelesen wird....
    Ich würde es eher als Frauenbuch bezeichnen

  • Zitat

    Original von hollyhollunder


    Mir geht es genauso. Ich frage mich die ganze Zeit, wie es wohl ausgehen wird - und auch schon ein bisschen, was mir das Buch eigentlich sagen will? :gruebel


    So gehts mir auch.
    Im Moment denke ich , dass es einfach ein Buch ist über eine Frau, von nebenan, die man selbst sein könnte, ziemlich normal, aber wirklich eine Geschichte wert ? Ich weiß nicht.....

  • Zitat

    Original von Donaldduck
    [


    Schade, dass die Autorin diese Leserunde nicht begleitet und unsere Gedanken zu diesem Buch kommentiert. Mich würde interessieren, welche Überlegungen der Autorin beim Schreiben des Buches durch den Kopf gegangen sind.


    :write:write
    Das würde mich auch interessieren, mehr als das Buch selbst ;-)

  • Zitat

    Original von Rosenstolz


    Ich könnte mir vorstellen, dass Mathilda gar kein "Einzelfall" ist.
    Womöglich leben in Berlin oder anderen Städten abertausende von Menschen, deren Leben nicht nach Plan verläuft, die sich irgendwie ziellos durchs Leben treiben lassen, immer von einer besseren Zukunft träumen, aber selbst nicht viel in ihrem Leben ändern ( können). ;-)


    Eine hast du schon mal gefunden ;-) Mich.....
    Allerdings lebe ich nicht in Berlin...



    Ich kann Mathildas Gedanken und Vorgehensweise teilweise schon verstehen, aber wenn ich vorab genauer gewusst hätte wovon das Buch handelt, hätte ich es wahrscheinlich nicht gelesen,
    ich finde die LR und eure Kommentare viel Interessanter, als das Buch /Mathilda selbst.

  • Zitat

    Original von nicigirl85
    Ich habe bei dem Buch vor allem die Schwierigkeit, dass Mathilda auch das totale Negativbeispiel ist. Eigentlich sollten Protagonisten doch irgendwie mehr ne Vorbildfunktion haben, oder? Und wenn ihnen was Blödes passiert, dann sollten sie aus ihren Fehlern lernen und dadurch noch ein Vorbild sein.


    Hier ist das absolut nicht gegeben und für Leser, die sich in einer ähnlichen Situation wie Mathilda befinden auch so gar keine Stütze. Oder verlange ich einfach zu viel von einem Buch?


    Bei mir lag es nicht an Mathilda allein, denn auch schwierige Charaktere sind durchaus interessant zu beobachten, sondern am Erzählstil. Diese abgehackten Dialoge, außerdem fand ich auch zu den anderen Figuren keinen Zugang.
    Selbst jemand, der aus der Reihe tanzt, kann mit viel Esprit, witzig, nachdenklich o. ä. beschrieben werden, sodass der Leser ihm gern folgt, hier war das aber nicht der Fall.

  • Am Schluß dieses Abschnitts Daniels Albtraum und seine Erinnerung an Vögel und seine Kindheit. :-(
    Da haben also weder Mathilda noch Daniel schöne Erinnerungen an die Kinderzeit.
    Der letzte Satz des Abschnitts ist eigentlich sehr traurig und macht dies ganz deutlich.


    Bis jetzt passen die Beiden doch ganz gut zusammen. :-)
    Mal schauen, ob das so bleibt.

  • Zitat

    Original von Donaldduck


    So habe ich es auch verstanden.


    Ich nicht. ;-)
    Er hatte seine Tochter doch zu Hause ( also bei ihr ) besucht, so kam das zumindest bei mir an.
    Ich habe nirgends gelesen, dass sie auch bei ihm daheim war.


    Mein Tipp geht zu Tatjana, auf Seite 288 wird mMn ja auch angedeutet, dass sie mit ihm zusammen ist ( "Ich hatte das Gefühl, dass Tatjana noch irgendetwas sagen wollte...." ).

  • Zitat

    Original von Rosenstolz


    Ich nicht. ;-)
    Er hatte seine Tochter doch zu Hause ( also bei ihr ) besucht, so kam das zumindest bei mir an.
    Ich habe nirgends gelesen, dass sie auch bei ihm daheim war.


    Mein Tipp geht zu Tatjana, auf Seite 288 wird mMn ja auch angedeutet, dass sie mit ihm zusammen ist ( "Ich hatte das Gefühl, dass Tatjana noch irgendetwas sagen wollte...." ).


    Mensch, damit könntest du recht haben! :yikes

  • Zitat

    Original von Belle Affaire


    Mensch, damit könntest du recht haben! :yikes


    Ich denke auch, dass der rote BH zu Tatjana gehört, denn schon als die drei zusammen aus waren, waren Tatjana und John eine Weile plötzlich unauffindbar und sind gemeinsam wieder aufgetaucht. Tatjana hat John am Arm umfasst, als sie Mathilda noch nicht neben sich bemerkte. Und danach ist John fluchtartig abgehauen und hat sich danach ein paar Tage nicht gemeldet, was für mich heißt, dass ihn wohl irgendwas durcheinander gebracht hat. Der BH kann eindeutig nicht zur Tochter gehören, denn sie war ja gar nicht bei ihm zuhause. Komisch, dass sich Mathilda darüber keine Gedanken gemacht hat bzw den BH bei Johns Erklärung sofort vergessen hat und dann auch noch die Schuld an der gescheiterten Beziehung bei sich sucht. Für mich hat John eindeutig ein Verhältnis mit jemand anderem gehabt, ob Tatjana oder nicht.

  • In diesem Abschnitt macht Mathilda eine riesige Entwicklung durch. Neuer Job, Wohnung neu gestrichen, neuer Freund,... erstaunlich wie sie sich auf einmal doch aufrafft und ihr Leben ändert!


    Bisher sieht alles sehr gut aus, aber ich habe noch meine Zweifel, ob da nicht doch noch was kommt.
    Als sie so halsüberkopf den Job kündigt und bei der Hilfsorganisation anfängt, hatte ich sogar noch überlegt, ob diese Organisation wohl seriös ist oder ob sie da in irgendwas hineinrutscht. Aber die neue Arbeit scheint sie echt zu erfüllen. Ein Umzug nach Köln ist für sie aber keine Option, falls das Büro in Berlin dichtgemacht wird, ist sie den Job gleich wieder los.


    Auch mit Daniel geht das alles auf einmal ruckzuck, kaum kennengelernt, packt er schon seine Sachen in ihre Schubladen, gewöhnt ihr das Rauchen ab (zumindest drin, was ich echt gut verstehen kann) und sie verbringen Weihnachten gemeinsam und bei den jeweiligen Familien. Von Null auf Hundert in Sachen Beziehung in ziemlich kurzer Zeit, scheint mir!


    Besonders fesselnd empfinde ich das Buch leider immer noch nicht.

  • Na jetzt wird es ja langsam "spannend" im Leben von Mathilda. Alles neu...neuer Job und neuer Freund und neuer Anstrich....ob das aber jetzt so bleibt...wird sich noch zeigen.


    Ich kann das mit dem plötzlichen Jobwechsel persönlich nicht so nachvollziehen..aber gut..bin in meinem Beruf auch zufrieden.
    Schön das der Beruf bei der Hilfsorganisation ihr Spaß macht, aber nach Köln ziehen dann doch nicht. Irgendwie hab ich immer noch das Gefühl Mathilda macht nichts ganz. Keine Kompromisse und überhaupt nicht flexible. Hey es fliegt einem nicht über Nacht alles zu manchmal muss man auch was wagen und für sein Glück etwas tun.


    Also ich versteh sie wirklich nicht und werde auch nicht so recht warm mit der Geschichte. Denke das wird sich auch noch durch das letzte Kapitel ziehen.

    Das Buch ist wie eine Rose, beim Betrachten der Blätter öffnet sich dem Leser das Herz.


    (Sprichwort aus Persien)


    LG büchervamp :flowers


    Ihr findet mich auch bei Instagram besucht mich mal

  • Mathilda als Sekretärin. Ist mal was anderes, schön für sie. Mal schauen, ob gegen Ende mehr Schwung ins Buch kommen mag, momentan bin ich nicht mehr gefesselt.


    Daniel nervt mich, aber es ist nicht so, dass er mich genug aufregen würde, dass das Bcuh spannend werden würde.


    Mal schauen, was da noch kommt. Ehrlich gesagt bin ich froh, wenn ich es geschafft habe^^

  • Endlich geht was voran! In Mathildas Leben und auch im Buch!
    Freut mich für Mathilda, dass sie endlich was gefunden hat was ihr gefällt und wo sie sich wohl fühlt. Und auch ein neuer Mann ist in ihr Leben getreten. Scheint ziemlich was ernstes zu sein mit den beiden. Ich hoffe das haltet an.
    Was mir außerdem gut gefallen hat ist dass sie ihre Wohnung umdekoriert und ausgemistet hat. Das war mal der erste gute Schritt!

    :lesend Evermore: Das Schattenland - Alyson Noel
    :lesend Tintenblut - Cornelia Funke (Langzeitprojekt)



    SUB: 265 (per 09.02.2015)