Finderlohn - Stephen King

  • Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
    Verlag: Heyne Verlag (8. September 2015)
    ISBN-13: 978-3453270091
    Originaltitel: Finders Keepers




    Über den Autor:


    Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Schon als Student veröffentlichte er Kurzgeschichten, sein erster Romanerfolg, Carrie, erlaubte ihm, sich nur noch dem Schreiben zu widmen. Seitdem hat er weltweit 400 Millionen Bücher in mehr als 50 Sprachen verkauft. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und zuletzt 2015 mit dem »Edgar Allan Poe Award« den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. Sein Hauptwerk erscheint im Heyne-Verlag.



    Zum Inhalt:


    Besessen bis zum Mord!
    John Rothstein hat in den Sechzigern drei berühmte Romane veröffentlicht, seither aber nichts mehr. Morris Bellamy, ein psychopathischer Verehrer, ermordet den Autor aus Wut über dessen »Verrat«. Seine Beute besteht aus einer großen Menge Geld und einer wahren Fundgrube an Notizbüchern, die auch unveröffentlichte Romane enthalten. Bellamy vergräbt vorerst alles – und wandert dummerweise für ein völlig anderes Verbrechen in den Knast. Jahre später stößt der Junge Peter Saubers auf den »Schatz«. Nach seiner Haftentlassung kommt Bellamy dem ahnungslosen Peter auf die Spur und macht Jagd auf ihn. Kann Bill Hodges, den wir als Detective a. D. aus Mr. Mercedes kennen, den Wahnsinnigen stoppen?




    Meine Meinung:


    Schon mit dem ersten Band "Mr. Mercedes" konnte mich mein Lieblingsschriftsteller davon überzeugen, dass er auch hervorragende Krimis schreiben kann. Deswegen habe ich schon lange sehnsüchtig auf die Fortsetzung: "Finderlohn" gewartet. Und was soll ich sagen: "Finderlohn" hat meine Erwartungen nicht nur erfüllt sondern noch weit übertroffen. Für mich ist dieser zweite Band der Serie um den Mercedes-Killer noch ein mal ein Stück besser als der erste.


    Die Geschichte um die Ermordung des Schriftstellers Rothstein und seine unveröffentlichten Romane wird von der ersten Seite an spannend und fesselnd erzählt und bis zum Ende hin kommt keine Sekunde Langeweile auf. Der Spannungsbogen wird konsequent hoch gehalten und steigert sich noch bis zum Schluss. Ich habe das Buch in kürzester Zeit ausgelesen, da ich es einfach nicht aus der Hand legen konnte und unbedingt wissen wollte, wie es ausgeht. Das Ende hat mich dann mit einer Gänsehaut zurückgelassen...


    Die Handlung wird aus der Sicht von verschiedenen Personen und auf unterschiedlichen Zeitebenen erzählt.
    Das wirklich Faszinierende an dem Buch sind die einzelnen Figuren, die einfach hervorragend herausgearbeitet sind. Stephen King versteht es, sowohl aus der Perspektive eines Teenagers, als auch eines Rentners und eines Gefängnisinsassen zu schreiben und alle Charaktere erscheinen so lebensecht und real. Man hat ständig das Gefühl wirklich mitten in der Geschichte drinnen zu sein und alles mitzuerleben. Als wäre all das tatsächlich passiert. Trotz der wechselnden Perspektiven und Zeitebenen hat man keinerlei Schwierigkeiten der Handlung zu folgen.
    Stephen King versteht es einfach den Leser vollkommen mitzureißen mit seiner Geschichte. Man kann die Gedanken und die Handlungen aller Personen vollkommen nachvollziehen.Ich habe sogar mit den "Bösen" mitgelitten und für sie Verständnis mit Mitleid aufbringen können.


    Für mich ist "Finderlohn" ein absolutes Lesehighlight gewesen und ich warte jetzt schon ungeduldig auf den abschließenden Band der Bill-Hodges-Trilogie


    Die Handlung von "Finderlohn" ist in sich abgeschlossen und man kann dieses Buch natürlich auch lesen ohne den Inhalt von "Mr. Mercedes" zu kennen. Trotzdem würde ich jedem empfehlen zuerst mit dem ersten Band zu beginnen, sonst verpasst man einige Anspielungen und auch die Weiterentwicklung einiger Personen.


    Ich kann dem Buch eine eindeutige Leseempfehlung geben und bewerte es mit 10 Eulenpunkten.

  • Ich bin auch gerade fertig geworden und gebe auch 10 Punkte. Ich wusste nicht, dass es die Fortsetzung zu "Mr. Mercedes" ist. Deswegen war ich auch sehr überrascht, als ich von den Saubers gelesen habe. :)


    Story wieder mal toll. So fesseln kann nur King. Es passiert anfangs nicht sehr viel, aber man kann das Buch nicht weg legen. Das ist ein Phänomen.


    Mir ging es ähnlich wie Rouge. Eigentlich ist Bellamy ein A... wie er im Buche steht. Trotzdem war er mir nicht gänzlich unsympathisch.

    Irgendwie waren seine Motive gut; leider hat er dann irgendwann übertrieben.


    Ich freue mich jetzt schon aufs nächste Buch von dem (für mich) wahrscheinlich größten Schriftsteller aller Zeiten :)

    Ein Raum ohne Bücher ist ein Körper ohne Seele.
    - Cicero


    :lesend Harlan Coben - Ich vermisse dich

  • Ich kann mich den anderen nur anschließen. Ein tolles Buch.


    Die Geschichte ist spannend bis zum Schluss, die Charakter sehr unterschiedlich und abwechslungsreich dargestellt.
    Die Erzählperspektiven sind alle höchst interessant und geben der Story noch eine extra Portion Raffinesse.


    Der Meister hat wieder einmal bewiesen, was er kann. :-]


    10 Punkte

    Viele Grüße
    Inks


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  • Obwohl der Held im zweiten Teil der Bill-Hodges-Trilogie nur eine Nebenrolle spielt, ist Stephen King auch hier wieder ein äußerst spannender und vielseitiger Thriller gelungen. Die Gedanken- und Gefühlswelt des Teenagers Pete Saubers ist hervorragend umgesetzt. Man leidet und fühlt die ganze Zeit über mit ihm. Selbst mit dem Bösewicht Morris Bellamy fühlt man mit, hat sogar Mitleid mit seinem aus den Fugen geratenem Leben. Während die Handlung in den ersten zwei Drittel noch recht gemächlich voranschreitet (und trotzdem niemals langweilig ist!), gibt King zum Ende hin auf einmal Vollgas und man hält vor Spannung fast den Atem an. Der Epilog gibt dann auch sogleich noch einen Ausblick, was einen im dritten Band der Reihe erwartet - auf den ich ebenfalls schon sehr gespannt bin.

    Schade fand ich nur, was am Ende mit den Notizbüchern geschehen ist. Da wäre mir als Literaturfan natürlich eine andere Lösung lieber gewesen.