'Sand' - Seiten 383 - Ende

  • Gut, dass ich das nicht gleich lesen kann.
    Neugierig wie ich bin. Ich bin noch nicht ganz durch durch den Abschnitt.


    Es fängt gleich brutal an. Carl oder auch nicht Carl wird in die "Goldmine" verschleppt, in der er schon mit Helen war und dort gefoltert und gefoltert und gefoltert...
    Die Art, wie das geschrieben ist, ist total abstrus. Herrndorf bleibt sich treu, und ich verstehe immer noch nicht. Bleibt wahrscheinlich bis zum Schluss so. :grin


    Im nächsten Kapitel begleiten wir Michelle, die auf dem Weg zurück in die Staaten ist. Sie legt Tarotkarten. Aus Michelle werde ich auch nicht schlau. Für die Handlung kommt sie mir immer vor wie ein Mittel zum Zweck, eine Figur, die immer auftaucht, um einen Zusammenhang herzustellen, eine Brücke zu schlagen, eine Lücke zu schließen.
    Ihr Sitznachbar ist ein polnischstämmiger Amerikaner, den Carl in den Bungalow brachte, damit er sich die Maschine, die er und Helen aus der Werkstatt entwendet hatten, ansieht. Eine Espressomaschine???
    Ein bisschen veralbert fühle ich mich schon.


    Und jetzt muss ich noch zu Ende lesen. :lesend

  • Wirklich erst lesen, wenn ihr fertig seid.
    Sonst entgeht euch die Überraschung über die auftauchenden Turbulenzen. :wave


    So ist das, vorbei. Schlauer? Nur in einzelnen Punkten.
    Aber ich bin mir sicher, dass Herrndorf das genau so beabsichtigt hat. Manche Verwirrung löst sich eben nicht auf. Das kann man auch akzeptieren.


    Carls Folterung fand ich brutal und zu lang, aber das war Absicht. So viel hält keiner aus, auch Carl nicht, aber er tut es.
    Und dann konnte Helen, man glaubt an Rettung, aber sie ist das, was ich schon früher vermutete: Eine Agentin oder so, jedenfalls beteiligt, ausgebildet Informationen zu erlangen, egal mit welchen Mitteln.


    Was ich wirklich ablehnen muss, ist wie sinnlos Carl gequält wird, vom Autor.
    Nach allem, was er durchgestanden hat, irrt er durch's Labyrinth und kommt endlich ans Licht und Paff, ist er trotzdem tot.
    Das ist grausam.
    Sinnlos grausam.
    Die Handlung nicht voranbringend grausam.
    So!


    Zwischenzeitlich dachte ich, dass Carl Polidorio ist, weil der mit einem Mercedes, wie Carl eine besitzt, in die Wüste gefahren ist. Aber der ist er auch nicht.


    Das Zwiegespräch mit dem Geist war bizarr, und unverständlich. War Lundgren der Geist???


    Und zum Schluss werden alle Personen irgendwie noch mal abgearbeitet, aber kaum etwas löst sich auf, jedenfalls nicht für mich.


    Ganz zum Schluss wird ein Mädchen mit eine Kulimine von einem einstürzenden Haus begraben.
    Was sollte das?


    Über den Punkt, wo ich alles verstehen muss, bin ich lange hinweg. :grin


    Ohne euch und die LR hätte ich nicht zu Ende gelesen! :knuddel1
    Ein abstruses Buch!



  • Ein Eigenartiges Buch, und doch kann man nicht aufhören zu lesen.

    Don't live down to expectations. Go out there and do something remarkable.
    Wendy Wasserstein

  • So, ich bin auch am Ende angekommen.
    Irgendwie ein Buch wie das echte Leben. Bestimmt von Zufällen, sinnloser Gewalt, gelegentlichen frohen Momenten und Absurditäten.


    Clare, wieso meinst du, dass Carl nicht Polidorio ist? Meine letzten Zweifel waren beseitigt, als er - delirierend - vom Sandsturm berichtete.
    Was ich mich immer noch frage ist, ob er auch Lundgrens Kontaktmann war? Warum sonst sollte er diese Szene noch einmal erleben?


    Außerdem habe ich noch immer keine Ahnung, wer wohl der rätselhafte Ich-Erzähler war.


    Insgesamt hat es mir gefallen. Einige Stellen, an denen ich sehr grinsen musste. Vieles sehr eindringlich beschrieben.

  • Rumpel, ich denke Carl war Polidorio. Ich sehe gerade, eine meiner Einfügungen in Clares quote ist nicht blau geworden. :fetch
    Ich hatte eigentlich meine 50 cent blau geschrieben.


    Gut gefallen hat mir, dass Helen doch am Ende Herz hatte noch einmal zurück zur Hoehle gefahrren ist. Leider zu spät. Da hatte der Einsiedler schon alles abgefackelt.

    Don't live down to expectations. Go out there and do something remarkable.
    Wendy Wasserstein


  • Das mit dem Ich-Erzähler wollte ich auch noch fragen. Wenn ich aufmerksam war, dann wurde das nicht aufgeklärt oder?


    Mit Polidorio war ich nicht sicher, aber wenn ihr das auch sagt, dann lag ich nicht so falsch. Ich war mir zum Schluss mit gar nichts mehr sicher, was meiner teilweise fehlerhaften Aufmerksamkeit geschuldet ist.

  • Zitat

    Original von Lesebiene
    Rumpel, ich denke Carl war Polidorio. Ich sehe gerade, eine meiner Einfügungen in Clares quote ist nicht blau geworden. :fetch
    Ich hatte eigentlich meine 50 cent blau geschrieben.


    Gut gefallen hat mir, dass Helen doch am Ende Herz hatte noch einmal zurück zur Hoehle gefahrren ist. Leider zu spät. Da hatte der Einsiedler schon alles abgefackelt.


    Aber dieses Bedauern flackert nur kurz auf, wenn ich das recht verstanden habe, dann geht sie Tagesgeschäft über.
    Nur im Schlusskapitel bekommt man eine Ahnung, dass es sie doch länger beschäftigt hat als sie wohl zulassen wollte und konnte.

  • Und die Frage, ob sie ihn denn tatsächlichl gerettet hätte, bleibt unbeantwortet. Ich halte es schon für wahrscheinlich - sonst wäre sie wohl kaum zurückgefahren.


    Am deutlichsten bleibt für mich ein Eindruck von Sinnlosigkeit zurück. Egal wie sehr man sich anstrengt, es hilft nichts. Das Leben ist absurd, grausam und sinnlos.

  • Trotz anfänglicher Schwierigkeiten habe ich das Buch sehr gerne gelesen und ich bin gespannt, was mir noch alles auffällt.
    Heute ist mir erst aufgefallen, dass der Mensch von Kapitel 1 in Kapitel 68 wiederkehrt und der einstmalige Kommunenmitbegründer Bekurtz ist.
    Wenn das so weitergeht, begleitet mich das Buch noch bis Weihnachten. ;-)

  • Zitat

    Original von Rumpelstilzchen
    Trotz anfänglicher Schwierigkeiten habe ich das Buch sehr gerne gelesen und ich bin gespannt, was mir noch alles auffällt.
    Heute ist mir erst aufgefallen, dass der Mensch von Kapitel 1 in Kapitel 68 wiederkehrt und der einstmalige Kommunenmitbegründer Bekurtz ist.
    Wenn das so weitergeht, begleitet mich das Buch noch bis Weihnachten. ;-)


    Der Name Bekurtz war mir auch bekannt, ich hätte aber nicht mehr sagen können, wann ich ihn im Buch gelesen habe. Der hat die Kommune mitbegründet?
    Wie hast du dir das gemerkt? Bei diesem Buch fiel mir das echt schwer.

  • Zitat

    Original von Lesebiene
    Ja, sie ist noch einmal zurückgekehrt und fand die Höhle leer, nur die Klamotten. Da dachte sie wohl, er ist ertrunken und zurück nach Amerika gereist.


    So habe ich es auch verstanden.
    Sie dachte, dass er ertrunken ist, aber das hat sie ja schon vermutet, bevor sie zurück gefahren ist. Warum tut sie das also, sozusagen während sie auf ihren Flug wartet?
    Vielleicht hat sie die Tatsache, dass er sich während der Folter als so zäh erwiesen hat, so sehr überrascht, dass sie ihm mit einer kleinen Hoffnung auch ein Überleben zugetraut hat.
    Vielleicht hätte sie ihm dann aber auch den Rest gegeben. :gruebel

  • Ich hab jetzt noch das letzte Kapitel vor mir. Aber: Carl ist tot? Hab ich das richtig verstanden? Ich meine, er hat alles mögliche überlebt, sogar diese Höhle und dann wird er einfach erschossen? Äh? Ich bin verwirrt. Und was es mit den Kapseln auf sich hatte, kam auch nicht raus? Irgend ein Anschlag, der vereitelt wurde? Helen ist doch vom CIA? Leute, ich bin verwirrt... Muss gleich noch den Rest hören.

    "Monsters are real, and ghosts are real, too. They live inside us, and sometimes, they win."

    (Stephen King)

  • Zitat

    Original von Booklooker
    Ich hab jetzt noch das letzte Kapitel vor mir. Aber: Carl ist tot? Hab ich das richtig verstanden? Ich meine, er hat alles mögliche überlebt, sogar diese Höhle und dann wird er einfach erschossen? Äh? Ich bin verwirrt. Und was es mit den Kapseln auf sich hatte, kam auch nicht raus? Irgend ein Anschlag, der vereitelt wurde? Helen ist doch vom CIA? Leute, ich bin verwirrt... Muss gleich noch den Rest hören.


    Da Du noch ein Kapitel vor Dir hast, verrate ich nichts zu den Kapseln. :lache


    Don't live down to expectations. Go out there and do something remarkable.
    Wendy Wasserstein

  • Liebe Lesebiene, ich danke dir für die Links. Besonders der erste ist total interessant. Ich glaube, das Buch muss ich mir noch mal zu Gemüte führen und zwar als Papierbuch. Da kann ich dann drin rum malen.


    Zitat

    Original von Clare


    Es fängt gleich brutal an. Carl oder auch nicht Carl wird in die "Goldmine" verschleppt, in der er schon mit Helen war und dort gefoltert und gefoltert und gefoltert...
    Die Art, wie das geschrieben ist, ist total abstrus. Herrndorf bleibt sich treu, und ich verstehe immer noch nicht. Bleibt wahrscheinlich bis zum Schluss so. :grin


    Ich fand die Szenen total schlimm und habe mich gefragt, was für ein krankes Hirn da unterwegs ist. Vor allem hinterher in der Höhle - gruselig.


    Zitat

    Original von Clare


    Im nächsten Kapitel begleiten wir Michelle, die auf dem Weg zurück in die Staaten ist. Sie legt Tarotkarten. Aus Michelle werde ich auch nicht schlau. Für die Handlung kommt sie mir immer vor wie ein Mittel zum Zweck, eine Figur, die immer auftaucht, um einen Zusammenhang herzustellen, eine Brücke zu schlagen, eine Lücke zu schließen.
    Ihr Sitznachbar ist ein polnischstämmiger Amerikaner, den Carl in den Bungalow brachte, damit er sich die Maschine, die er und Helen aus der Werkstatt entwendet hatten, ansieht. Eine Espressomaschine???
    Ein bisschen veralbert fühle ich mich schon.


    :lache


    Was Michelle in dem Buch sollte, habe ich auch nicht so ganz verstanden. Aber deine Interpretation ist gut!


    Zitat

    Original von Clare


    Ganz zum Schluss wird ein Mädchen mit eine Kulimine von einem einstürzenden Haus begraben.
    Was sollte das?


    :write


    Zitat

    Original von Rumpelstilzchen


    Am deutlichsten bleibt für mich ein Eindruck von Sinnlosigkeit zurück. Egal wie sehr man sich anstrengt, es hilft nichts. Das Leben ist absurd, grausam und sinnlos.


    Ja, genau das. Ich habe irgendwie das Gefühl, dass Herrndorf da seine Krankheit verarbeiten musste.


    Eigentlich fand ich das Buch total gut - es hat mich gefesselt, einfach weil es so wirr war. Wenn man mal drüber nachdenkt, dann war es gar nicht so wirr, es ist am Ende einfach nur nicht klar, was warum passiert. Es passiert einfach, genauso, wie wir im echten Leben manchmal auch keine Erklärung finden.


    Ohne euch hätte ich das auch nicht durchgehalten. Durch das Hören während des Straßenverkehrs ist mir glaube ich doch einiges durch gegangen oder ich habe es schlicht direkt wieder vergessen.


    So eine LR können wir von mir aus gerne wieder machen :lache


    Ach, habt ihr denn eine Erklärung zu dem Riesen-Ouz? Und warum das kleine Ouz Carl gebissen hat? Das hätte man doch auch weg lassen können, oder? Aber dann sind wir wohl wieder dabei, dass Dinge im Leben vorkommen, die sinnlos sind und einfach passieren.


    Ich bin mir gar nicht sicher, ob ich in der Lage bin zu dem Buch eine Rezi zu schreiben. Ich muss es erst mal sacken lassen.

    "Monsters are real, and ghosts are real, too. They live inside us, and sometimes, they win."

    (Stephen King)