Dialoghandwerk - Alternativen zu „sagte“

  • @Gogol
    "ich dachte es geht hier um Dialoge und um guten oder schlechten Stil"
    Und? Was hält dich davon ab, über Stil zu diskutieren?


    "jetzt bringst du Beispiele aus indirekten Reden in einem Artikel"
    humorbefreit?


    "der tatsächlich Mehrwert für Autoren schwer zu erschließen ist"
    Der ist ganz einfach zu erschließen. Man geht die Liste durch und entscheidet, was man vielleicht gebrauchen kann oder auch nicht.


    "diesen sinnentleerten Thread"
    Deine Meinung. Es gibt ganz andere zu dem Thema. Irgendjemand hat den Daumen vergeben und ich war es nicht.


    "sogar parallel in mehreren Bücherforen gibt."
    Mit "mehreren" meinst du noch 2 weitere (wobei eines schwach besucht ist). Ich hab gar nicht gewusst, dass du für die Überwachung eines nichtbestehenden Ausschließlichkeitsgebotes zuständig bist.


    @Maikäfer
    "stört mich neben der extremen und häufigen Editiererei"
    Stört mich auch. Aber so ist das, wenn man im Nachhinein Fehler entdeckt.
    Wie oft sollte man deiner Meinung nach editieren dürfen und wo steht dies?


    "von mir als überzogen geltungsbedürftig empfundene Angabe (sic!*g*) "by Peter Waldbauer"
    Hat einen viel profaneren Grund. Sie steht als Rechtehinweis im Originaltext, wo das automatische Hinzufügen bei der Threaderöffnung ja noch nicht der Fall ist. Sie wurde von mir vor dem Einstellen nicht gelöscht.
    Aber deine Kritik ist berechtigt. Ich werde es korrigieren. Dazu hätte allerdings ein höflicher Hinweis ohne Unterstellung auch genügt.


    Tom
    Tom, bei dir frage ich mich, woher deine Misstrauens-Manie kommt?
    Irgendjemand muss dich mal schwer enttäuscht haben.


    Alice
    "Da ich das aber natürlich nicht bin"
    Wieso? Du tust es doch gerade. Also bist du es. Da nützt auch der Konjunktiv nichts.
    und: was soll das deiner Meinung nach bringen, den Beitragszähler in die Höhe zu treiben?

    Peter Waldbauer, Jahrgang 1966, ist Betriebswirt und wohnt als freiberuflicher Dozent und Autor in der Nähe von Heidelberg. Er veröffentlichte bisher Essays und zehn Bücher.

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  • Hallo, P.W.


    Zitat

    Irgendjemand muss dich mal schwer enttäuscht haben.


    Absolut. Eigentlich geschieht das ständig. Wenn man sich mit Menschen beschäftigt, gibt es zweifelsfrei immer auch enttäuschende Erlebnisse. Dass auch ein paar schwere darunter sind, lässt sich mit ein wenig Stochastik erklären. Aber das hat nichts mit diesem oder irgendeinem anderen Thread bei den Büchereulen zu tun. Trotzdem danke für die Unterstellung und die damit verbundene küchentischpsychologische Einschätzung.


    Gegenfrage: Was soll das? Warum torpedierst Du gleich mehrere Bücherforen mit (vermutlich älteren) Rezensionen zu längst vergessenen C-Promi-Büchern und halbgaren, kolumnenartigen Texten zum Schreiben (vermutlich für irgendein Medium entstanden, das sie dann nicht wollte)? Foren funktionieren nicht so, dass jemand hereinschneit und den anderen irgendwas zum Fraß hinwirft, sondern es sind Orte der Kommunikation, im Idealfall der mehrseitigen, multilateralen also. Natürlich kann man auch vorformulierte Thesen diskutieren, und manch einer hier veröffentlicht seine Rezensionen auch an anderen Stellen, aber prinzipiell wird auch dieses Forum vom Miteinanderreden beherrscht.

  • Tom,


    entweder "geschieht das ständig" oder es ist eine Unterstellung. Ja wat denn nu?


    Mit Unterstellung meinst du bestimmt: "vermutlich für irgendein Medium entstanden, das sie dann nicht wollte". Mir scheint, du hast den schwarzen Gürtel in dieser Disziplin.


    Welche Gleichung stellst du bei älteren Beiträgen auf? älter = schlecht; neu = gut? Falls ja, hast du deinen älteren Beiträge/Bücher schon depubliziert?


    Trotz Stochastik ist eine misanthropische Einstellung unverkennbar.

    Peter Waldbauer, Jahrgang 1966, ist Betriebswirt und wohnt als freiberuflicher Dozent und Autor in der Nähe von Heidelberg. Er veröffentlichte bisher Essays und zehn Bücher.

  • Zitat

    Wo versteckt sich hier der Humor, von dem man sich befreien sollte / könnte / wollte? :gruebel


    Der Humor bezieht sich auf die Formulierung des Spiegeljournalisten ("klartextete") in seinem Beitrag über Claus Strunz, auch wenn das Wort nicht als Dialogbegleiter (eigentliches Thema), sondern in der indirekten Rede auftrat.

    Peter Waldbauer, Jahrgang 1966, ist Betriebswirt und wohnt als freiberuflicher Dozent und Autor in der Nähe von Heidelberg. Er veröffentlichte bisher Essays und zehn Bücher.

  • Ich bin kein Freund von diesen Ersatzwörtern, die Worte SAGEN und FRAGEN sind so neutral, dass sie einfach überlesen werden. Natürlich ist es nicht besonders elegant, wenn nach jedem Dialog ein „ sagte“ folgt. Aber eine Substitution ist noch schlimmer.


    „Ich hasse dich“, schrie sie.

    „Du, schon wieder“, stöhnte er.

    „Nimm mich ernst“, blaffte sie.

    „Sei nicht so“, grunzte er.


    LG

    AB

  • Habe gerade einen Krimi von Robert B. Parker gelesen. Fast ausschließlich sagte, fragte oder gar nix. Und das war auch gut so. Man überliest es, und es sichert ein stetig hohes Tempo, hemmt also nicht den Lesefluss. Und man brüllt, fiept, flüstert ja in der Regel nur in einer Ausnahmesituation. Parker konnte es, und bei Parker passt es auch. Gekünstelte Nuancen wären gerade beim "hard boiled" eher was für einige Kritikerfossilien :grin


    In einem der letzten Romane Elmore Leonards ((der Vorlagen für etliche Hollywoodfilme lieferte und eigentlich ein Könner war (starke Dialoge)) trieb er es ins Extrem und verzichtete darüber hinaus sogar weitgehend auf Beschreibungen, so dass in jedem Drehbuch mehr Angaben zur Location zu fnden sind. Ditt war natürlich nüscht. Wäre dann auch der Untergang der Literaur. Und jede Handlung könnte theoretisch in Schweden, Namibia oder auch auf dem Mond spielen.

  • Fast ausschließlich sagte, fragte oder gar nix. Und das war auch gut so. Man überliest es, und es sichert ein stetig hohes Tempo, hemmt also nicht den Lesefluss. Und man brüllt, fiept, flüstert ja in der Regel nur in einer Ausnahmesituation.

    Yep, richtig. Das manische Bedürfnis mancher Dilettanten, ihre Schreibe mit scheinbar ausdrucksmächtigen Wörtern aufzupeppen, geht fast immer in die Hose, ist ein klassisches Beispiel für alberne Wortdrechselei, die Eloquenz vortäuschen soll, wo doch nur narrative Schwäche ist. Eine packende Erzählung braucht erstklassiges Handwerk, keinen Autorennarzissmus.