Marcel Magis alias "Nudelsuppe" ist tot

  • Es ist in einem Bücherthread erwähnt worden, aber dort geht es möglicherweise ein bisschen unter, deshalb hier abermals:

    Am 7. Mai 2018 ist Marcel Magis, der hier lange Jahre unter dem Pseudonym "Nudelsuppe" sehr aktiv war, im Alter von nur 52 Jahren gestorben. Das macht mich sehr traurig. Ich habe Marcel ein paar Male getroffen und zweimal zusammen mit ihm gelesen, bei einigen früheren Eulentreffen war er auch dabei. Ich habe ihn als sehr nachdenklichen, menschenfreundlichen, liebenswürdigen und ruhigen Mann in Erinnerung, als originellen Typen und talentierten Schreiber, der nicht wirklich an Erfolg interessiert war. Ich erinnere mich an einige schöne und sehr bemerkenswerte Gespräche, und ich find's einfach scheiße, wenn jemand in diesem Alter stirbt oder sterben muss. ;(

    Tschüs, Nudelsuppe.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Marcel_Magis


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  • Ich pack dann das hier rein, was ich anderenorts bereits geschrieben hatte:


    Das macht mich jetzt wirklich betroffen und sehr traurig.

    Ich habe Marcel ein paarmal getroffen und war auch vor 10 Jahren auf einer Lesung von ihm.

    An diese Lesung erinnere ich mich oft und gern zurück.

    Ein sehr lieber und sehr sympathischer Mensch ist nicht weg - er ist nur schon einmal vorausgegangen.



    Farewell, Marcel. Egal wo du bist - du bist zu früh gegangen und du wirst fehlen.

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst. (Evelyn Beatrice Hall)


    Allenfalls bin ich höflich - freundlich bin ich nicht.


    Eigentlich mag ich gar keine Menschen.

  • Das tut mir sehr leid. Ich mochte "Mein Leben mit Mitsu" sehr und habe Marcel in Spaichingen kennengelernt. Er war ein feinsinniger, witziger und bei aller Ruhe, die er ausstrahlte, origineller Mensch. Schade, daß er so früh gehen mußte. :cry


    Tschö, Marcel. Machs gut.

    Lieben Gruß,


    Batcat


    Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt (aus Arabien)

  • Ich bin erschüttert. Er ist viel zu früh gegangen. Ich sollte doch noch so viele Texte vorab lesen. Er feiner Kerl und ich werde ihn vermissen. Machs gut Marcel, wo immer du jetzt bist. :(

    _______________________
    Grüßle, Heaven


    Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen. (Goethe) ;-)

  • Bei den Büchereulen hat Nudelsuppe eine Zeit lang aktiv beim Schreibwettbewerb mitgemacht. Ich habe mal die Monate herausgesucht, in denen er mitgeschrieben hat. Lest nach und denkt an einen lieben Menschen!


    Dezember 2005 (1.)

    Januar 2006 (2.)

    Februar 2006 (3.)

    März 2006

    Juni 2006 (1.)

    November 2006 (1.)

    Februar 2007

    Mai 2007

    Juli 2007

    Januar 2008

    Das Verhalten und das Kennzeichen des Ungebildeten ist, keinen Nutzen oder Schaden von sich selber zu erwarten, sondern alles von außen. (Epiktet)

  • Danke, Tom. Ich war mir der Gefplogenheiten hier bei den Büchereulen nicht sicher.


    Marcel war sinngemäß ein Wanderer und kannte viele Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen. Ich erinnere mich noch, dass er seine Zeit gern mit Euch verbracht hat und auf diesem Wege noch einmal winken wollte.


    Wer weiß, vielleicht lebt er bei dem einen oder anderen Schreibenden in einer erinnernden Zeile weiter. Ein Ort namens "Marcello's", eine Nudelsuppe "à la Magis", eine Mitsu-weglegende-Schauspieler-Drehbuchszene... viele bunte Möglichkeiten, wie wir stets zu sagen pflegten.


    Sei gewiss, mein Freund, die Leguane und der Buick werden Dich ebenfalls vermissen. So, wie sehr viele andere Menschen überall auf der Welt verstreut.


    Leise Grüße

    SF

  • Marcel Magis war die erste Person in diesem Bücherforum, die ich persönlich kennenlernen durfte und an unsere erste Begegnung, später sollte noch eine zweite bei einem Berliner Eulentreffen stattfinden, erinnere ich mich sehr gut.

    Auf der Leipziger Buchmesse im Jahr 2006 fanden sich kaum Besucher an seinem Stand ein und so unterhielten wir uns fast eine Stunde über die richtige Zubereitung japanischer Nudelsuppen, seine Mitsu, über Ryu Murakami und Yoko Ogawas "Hotel Iris". Wir schwammen auf einer literarischen Wellenlänge, was mir Marcel noch sympathischer machte. Um so mehr freute es mich, ihn ein weiteres Mal in Berlin zu treffen.

    Ich sehe ihn an jenem Abend neben Tom sitzen, mit strahlenden Augen und seiner ruhigen, überlegten und melancholischen Art und so manches Mal habe ich an die Runde gedacht, die zu später Stunde in einer weiteren Kneipe das Treffen beendete.

    BabyJane rauchend, Tom beim Bier, churchill, Inso, Heaven, einige an die ich mich nicht mehr erinnere und eben Marcel.

    Es standen Cocktails auf dem Tisch und wir haben eine wunderbare Zeit bei Gesprächen nicht nur über Literatur verbracht.


    Ich bin sehr froh über diese zwei Begegnungen und gleichzeitig sehr traurig, wie wenig Zeit ihm geblieben ist. Marcel wird mir in guter Erinnerung bleiben.

  • Das lese ich gerade jetzt erst. "Ein Leben mit Mitsu" hat mir ausserordentlich gut gefallen. Ich besitze ein Exemplar mit persönlcher Widmung, das bekommt einen Ehrenplatz.

    Alles Gute da drüben, oder wo auch immer, Marcel.