Mini-Leserunde Heavy Time und Hellburner von C. J. Cherryh - und noch ein paar mehr

  • Ja, ich bin fertig. Ich muss auch bald den nächsten Band einplanen, bzw. wie sieht das bei Dir aus? Ich habe nämlich am 12.04. mein zweites Leseduett, bei dem ich sicherheitshalber 2 Wochen einplanen muss und am 28.05. fahre ich zwei Wochen auf Urlaub. Ich hätte daher den nächsten Band - Visitor - für Anfang April schon eingeplant. Wäre das OK für Dich?

  • Gestern Abend im Bett konnte ich Tracker nicht mehr aus der Hand legen und habe es beendet. Bren bringt ja ganz schön Unruhe auf die Station.


    Irene war ja mutig, sich als Ateva zu verkleiden um zu Cajeiri zu gelangen - schön, dass es geklappt hat, gerade bei ihr. Und Gott sei Dank wurden auch Björn, Gene und Arthur gefunden und in Sicherheit gebracht, auf der Reunion Seite ist zwar Braddock ausgeschaltet, aber es gibt ja bestimmt genug, die seiner Meinung sind.


    Wo ich nicht ganz mitgekommen bin, Jase hat ja direkt vorgeschlagen, er könne bei der Verhaftung Braddocks unterstützen, was Bren abgelehnt hat, da Jase politisch nicht belastet werden dürfe. Wobei das ja jetzt trotzdem passiert ist, oder wo ist da der Unterschied?


    Interessant bei Tracker ist, dass wir von Ilisidi die ältere, schwächere Seite sehen. Sie hat der Flug zur Station und die Temperaturen ganz schön mitgenommen, sie ist deutlich weniger aktiv und eher symbolisch vor Ort, bzw. ein Zeichen politischer Macht. Das finde ich spannend, ob sie mit ein paar Tagen Zeit auf der Station wieder zu gewohnter Stärke zurück kommt.

  • Gute Beobachtung mit Ilsidi! Vielleicht ein bisschen die Andeutung, dass eines Tages die nächste (über-!) Generation mit Cajeiri übernehmen muss? Aber keine Sorge, bislang war es noch nicht so weit. Aber gut von Cherryh, sowas auch zu berücksichtigen.


    Ja, das ist mir bei Jase auch aufgefallen, er hat schon ein gewisses Loyalitätsproblem, dadurch dass er auch alles mit Brens Augen sieht. Weiß er auch, deshalb sagt er ja auch, dass er die Verantwortung übernimmt, auch für seine Männer.


    Ja, nun hat Cajeiri alle seine Freunde erstmal bei sich. Aber das ist so typisch Cherryh, es überschlägt sich immer alles, mit den sich nähernden kyo. :huh:


    Cajeiri und seine Freunde, das zeigt auch schön, dass er so wichtig ist, als quasi Kronprinz der Atevi, dass nichts, was ihn betrifft, ohne Folgen bleibt, weil es seine Freunde und deren Familien zu wertvollen Personen macht bwz. was Braddock hier versucht, als Druckmittel.


    Ach ja und es scheint jetzt sicher zu sein, was aus den Reunionern wird, sie sollen auf Mospheira angesiedelt werden. Hat mir ein bisschen Unbehagen verursacht, dass die keiner fragt, was sie eigentlich wollen. Aber so ist da leider mit "displaced people", viel zu aktuell das Thema, immer!

  • Ja, das ist mir bei Jase auch aufgefallen, er hat schon ein gewisses Loyalitätsproblem, dadurch dass er auch alles mit Brens Augen sieht. Weiß er auch, deshalb sagt er ja auch, dass er die Verantwortung übernimmt, auch für seine Männer.

    Aber wo sind die Bedenken hin, die es ja gab? Die wurden bei der Planung geäußert und danach nie mehr, das fand ich Cherryh - unüblich. Daher Frage ich mich, ob ich etwas überlesen oder nicht mitbekommen habe.


    Ach ja und es scheint jetzt sicher zu sein, was aus den Reunionern wird, sie sollen auf Mospheira angesiedelt werden. Hat mir ein bisschen Unbehagen verursacht, dass die keiner fragt, was sie eigentlich wollen. Aber so ist da leider mit "displaced people", viel zu aktuell das Thema, immer!

    Das stimmt, so war ja auch mein Zweitkontakt mit ihr. 2015 oder Anfang 2016 habe ich Downbelow Station gehört (und abgebrochen, Englisch, Hörbuch und Cherryh ist keine gute Kombination beim Autofahren), da ist ja die Fluchtproblematik ganz akut.


    Gestern habe ich das erste Kapitel von Foreigner gelesen. Diese Woche bin ich leider jeden Tag mehrere hundert Kilometer im Auto unterwegs, da werde ich nicht viel lesen. Wenn ich mir einen kleinen Vorsprung erlese bis du anfängst beenden wir es ja vielleicht zusammen.

  • Ich habe das so verstanden, dass die Bedenken mehr von Bren kamen, der Jase schützen wollte, aber der hat ihn dann quasi overruled und kam damit durch, weil Sabin ohnehin auf seiner Seite ist (oder umgekehrt), und Ogun auch kein Freund von Braddock ist. Den Namen des 4. Captains, Team Ogun, habe ich erstmal vergessen.


    Ein bisschen verwirrt mich das auch, dass beide, Braddock, der Chef der Reunioner und XY, der der Mospheirans auf der Station (bis Ablöse durch Gin) beide extreme Problemfälle sind. Hätte nicht einer davon gereicht?


    Ich habe gestern mit "Visitor" begonnen, aber das wird wohl eine Weile dauern. Unter der Woche bin ich meist lesefaul und ich habe keine Ahnung, ob und wieviel ich am Osterwochenende zum Lesen kommen werde.

  • Nur so zur Info, ich bin ca. bei der Buchmitte, nur da ich es häppchenweise gelesen haben weiß ich nicht mehr wann was stattgefunden hat. Aber die Handlung ist hier ja auch sehr kommunikativ und weniger, dass etwas passiert. Das macht das darüber sprechen auch schwieriger finde ich.

  • Nur so zur Info, ich bin ca. bei der Buchmitte, nur da ich es häppchenweise gelesen haben weiß ich nicht mehr wann was stattgefunden hat. Aber die Handlung ist hier ja auch sehr kommunikativ und weniger, dass etwas passiert. Das macht das darüber sprechen auch schwieriger finde ich.

    Das hast Du schön ausgedrückt. :D

    Das ist es ja, womit ich hier ein bisschen ein Problem habe, wobei es natürlich trotzdem bzw. vielleicht gerade deshalb reizvoll ist, weil mal was anderes. Aber es macht das alles nicht unbedingt einfacher, beim Lesen (für mich) und wie Du sagst beim Diskutieren. Ich bin jetzt auf jeden Fall sehr froh, dass wir den Rhythmus abgeändert haben, denn bei aller - großer! - Liebe zu Cherryh und Bren & Co., ein bisschen Abstand zum nächsten Buch ist eine gute Sache.


    Ich konnte am Osterwochenende ein bisschen lesen (das hat geholfen!) und bin jetzt im letzten Viertel angekommen. Spannend ist es durchaus, man muss halt bis dahin durchhalten.


    Was ist bei Dir zuletzt passiert, sind die kyo schon da?

  • Mich hat die zweite Romanhälfte richtig gepackt, ich konnte am Ostersonntag schlecht aufhören, nachts sind mir aber dann die Augen zugefallen und die letzten 40 Seiten oder so gab es Ostermontag vorm Aufstehen :-]


    Die Kyo sind da, und bei der Vorbereitung und gerade wenn die Kyo dann da sind, kann Bren richtig glänzen. Sein Übersetzer, das sind ja ganz neue Qualitäten, die Bren da zeigt, er kann programmieren. Das kam aus dem nichts für mich. Ansonsten macht er im ganzen Buch finde ich eine Entwicklung durch, die öfter mal angesprochene Arroganz von ihm kann hier teilweise sehr gut wahrgenommen werden, aber er ist auch selbstkritisch. Das gefällt mir richtig gut. Vielleicht einer der mir liebsten Foreigner-Bände?


    Trotzdem ist es gerade richtig, jetzt eine Pause zu machen, das finde ich auch.

  • Happy Birthday! Ist es ein felicous one?! ^^:bluemchen


    Den Übersetzer hatte ich wie ein simples Pad verstanden, also nichts zu kompliziertes. Ich hatte mich allerdings gefragt, ob die sowas wie WLAN haben, da die Pads ja miteinander verknüpft sind. Kann eigentlich nur so funktionieren.


    Ich bin gerade dort, wo Bren auf Cullen trifft und herausfindet, dass die Menschen - andere! - die Feinde der kyo sind. Das fand ich ein bisschen gruselig, als Bren kurz nachdenkt, dass man Cullen zum Wohl von Atevi und Mospheirans "stumm" halten müsste. Allerdings hat er Recht, wobei er sicher eine elegantere Lösung finden wird, als den zu töten!


    Was ich super finde ist wie Gin das Reunioner-Problem löst, mit ihrem genialen Marketing-Trick der Lotterie für Plätze auf Mospheira. Sehr gut, also werden sie zwar etwas manipuliert, aber dürfen dennoch selber entscheiden!

  • Da bin ich aus der Zahlensymbolik der Atevi etwas raus - 37. Immerhin eine Primzahl :lache


    Zum Übersetzer: Naja, es muss ja schon möglich sein, Bildern Bedeutungen in verschiedenen Sprachen zuzuweisen, dazu in verschiedenen Sprachen Ton aufzunehmen, und die Begriffe noch zu verschlagworten, um Kategorien bilden zu können- Dazu dann eben wie du auch geschrieben hast Internet / WLan, da sich die Geräte synchronisieren. Technisch sicherlich alles machbar, aber das ein Linguist das mal eben aus dem Ärmel schüttelt, der in den 16 Bänden davor nicht mit Programmierkünsten glänzte wenn ich nichts vergessen habe, hat mich zumindest gewundert.


    Cullen war für mich ein ähnlicher Moment wie das erste Mal Cajeiris POV. Die Idee ist so simpel, so klar, so einfach - warum eine neue Alienrasse, eine vierte, ausdenken, wenn es einfach Menschen sein können, die sich leider wie Menschen verhalten und es zu Kriegen kommt. Und wie Bren dann seine eigenen Konflikte hat, das finde ich einfach super spannend, wie Bren damit umgeht. Das stellt nochmal vieles auf den Kopf.


    Auch finde ich sehr schön, das die drei Kyo so unterschiedlich sind, und insbesondere, dass Prakuyo nicht nur der nette Kyo ist, sondern einen klaren Plan hat und viel verifizieren möchte, insbesondere nachdem wir wissen dass es Cullen gibt. Das muss seine Welt auf den Kopf stellen!


    Toll gelöst finde ich auch, dass wir etwas mehr über die Kyo erfahren, aber sie trotzdem immer mysteriös bleiben.


    Gin handelt als Nachfolge von Tillington sehr souverän, und sie scheint genau die richtige Wahl zu sein, wird sie ja von allen anerkannt. Da helfen sicherlich auch so gute Ideen wie die Verlosung, da kann ich dir nur zustimmen!

  • Stimmt, das ist mir auch sehr positiv aufgefallen, dass vieles bei den kyo offen bleibt und man sie wahrscheinlich nie wieder sieht, was ja für Cajeiri auch ein bisschen irritierend ist, wo er sich doch ansalated hat mit Prakuyos Überraschungssohn.


    Die ganze Sache mit Cullen ging mir nur etwas zu schnell. Mir wäre es lieber gewesen, sie hätte sich dafür das ganze Buch Zeit genommen, statt es ans Ende zu stellen, denn das ging schon sehr schnell, dass Cullen vom verwirrten Gefangenen quasi zum Bren der kyo, Prakuyos wurde. Hier hätte ich gerne mal ein Spin-off!


    Was mich etwas verwirrt hat, soll Cullen jetzt doch Kontakt mit seinen eigenen Leuten aufnehmen dürfen, denn wie soll er sonst Frieden stiften oder, wenn es dafür zu früh ist, einen Nachfolger trainieren? Und irgendwann erzählt ihm Bren dann ja sehr wohl, dass eine Gruppe von Menschen unter den Atevi lebt und Cullen erinnert sich an Worte wie "Phoenix" und "Reunion". Also ist von der Seite die Gefahr nicht gebannt, dass mal jemand anklopft. Zugegeben, nicht solange der kyo-Raum dazwischen liegt.


    Am Ende fand ich das schön gemacht, wie sich Bren offenbar mitten im Gedanken - "second brother" - doch entscheidet, Jase zu vertrauen. Ich habe keine Ahnung mehr, wer aller eingeweiht wird.


    Zu Bren und dem Übersetzer, ich hatte es so verstanden, dass es halt ein relativ simples Programm ist, das jeder bedienen kann, wie, hm, Instagram. Bilder hochladen, kategorisieren (haben die #?) und dann eine Aufnahme dazu laden. Steht irgendwo, dass er das selber programmiert hat?


    Ach ja, was ich auch super und so, so cherryh fand, die ganze Sache mit Bjorns Vater, die bei jeder anderen Autorin zu einer Krise aufgewachsen wäre, aber hier ein wenig unerfreulich war und man hat vor allem Bjorn bedauert. Aber niemand tut wem was und es entbrennen keine Dramen.

  • Hallo! Ich bin nun wieder im Lande, bis 19. Juli. Wie sieht es bei Dir aus mit "Convergence"? Ich lese nun noch ein Reisemitbringsel, mit dem ich wohl noch eine Woche oder so verbringen werde, weil ich noch mit Reisenachbearbeitung beschäftigt sein werde eine Weile.