Beiträge von Tanith

    Ich war ebenfalls Teil der Dunkelsprung Leserunde und habe es sehr genossen.
    Im noch jungen Jahr 2015 ist Leonie Swanns mehr-oder-weniger-Märchen bisher mein Highlight und ich gebe dafür gerne 10 Punkte. :-]


    Weiterempfehlen würde ich es jedem, der sich gerne auf verdrehte Geschichten mit fantasievoller bildreicher Sprache einlässt, der schräge aber liebenswerte Charaktere mag und sich einfach mitreissen lässt.
    Leonie Swann packt eine Vielzahl spannender Ideen zusammen, mit denen man sich zunächst vielleicht etwas überladen fühlt. Wenn man sich davon verzaubern lässt fügst sich das alles jedoch zu einer mitreissenden Geschichte zusammen.
    Zu viel davon sollte man gar nicht verraten, sondern sich einfach mit Flöhen, Nixen, Drachen und zahlreichen anderen rästelhaften Gestalten ins Abenteuer stürzen.


    Meinem Gefühl nach ist Dunkelsprung so ein "Lieb-es-oder-hass-es-Buch", das ich in meinem Bekanntenkreis eigentlich nur zwei oder drei Leuten empfehlen würde, deren Geschmack meinem ähnelt.
    Es ist schon etwas speziell und noch deutlich verrückter, als es die Krimi-Schafe waren. :rolleyes

    Die Handlungstränge fügen sich am Ende alle wunderbar zusammen, das einzig traurige ist das es viel zu schnell vorbei ist.
    Ich hätte so gerne noch einen Blick auf das neue Legulas erhascht. :rolleyes
    Das Irrlicht fand ich auch sehr toll, so naiv und von sich überzeugt ... genauso der Türwächter. :lache


    Leonie Swann hat eigentlich allen Protagonisten ein Happy End spendiert, selbst dem vermeintlichen Bösewicht Fawkes, der sich ja als gar nicht so übel entpuppt hat.
    Green bekommt Thorne, der neuerdings blutdurstige Birdwell eine passende Nixe, Fawkes findet zu Odette, die Fabelwesen zurück in ein normales Leben ...
    Normalerweise mag ich es gar nicht wenn zum Ende alles eitel Sonnenschein ist, aber hier finde ich es ganz passend.


    Besonders die Sprache und den Erzählstil fand ich klasse an diesem Buch.
    Eine Fortsetzung würde ich eher nicht erwarten, ich denke es wäre schwierig das fortzuspinnen, nun wo doch alle ihr Happy End bekommen haben.

    Elizabeth ist mir immer noch ein Rätsel, das sie wirklich zu Fawkes übergelaufen ist möchte ich gar nicht in Betracht ziehen, aber ihr Verhalten gibt Rästel auf.
    Julius Idee mit dem fluchbeladenen Ring gefällt mir sehr, ich hatte gehofft das seine Juwelensammlung nochmal ins Spiel kommt.
    Und Green/Black? Der ist mitsamt dem Legulas definitiv mein Lieblingscharakter in diesem Buch.
    Toll das er sich entschieden hat endlich mit dem Vergessen abzuschließen und sich seinem Leben zu stellen.
    Bin schon sehr gespannt in welcher Gestalt das Legulas im nächsten Abschnitt wieder erscheint.

    Durch den Abschnitt bin ich nur so durchgerauscht, habe aber Tage gebraucht um endlich mal zum posten zu kommen. Dabei würde ich doch so gerne schnell weiterlesen.


    Julius und der Flohzirkus verwachsen immer enger miteinander durch was auch immer Elizabeth mit der Wiederbelebung bewirkt hat.
    Den Ansatz das der Zirkusdirektor nun selber irgendwie flohmässig wird finde ich sehr spannend.
    Julius Abstecher in die Shark Bar hat mir gut gefallen, da würde ich auch gerne mal einen Shark Pool trinken.


    Die Geschichte um Rose und Emily fügt sich nun auch zusammen und langsam ergibt sich ein Bild.
    Eine trauriges, so wie die arme Emily alleine und verwirrt mit ihren zahmen Feen in dem alten Haus lebt.


    Wer war wohl die Gestalt die das Mwagdu verhört hat an der Themse?
    Green/Black kann es nicht gewesen sein, da er schon unterwegs zu Rose war, Thistle und Hunch oder Fawkes kommen auch nicht in Frage, da die ja schon vom Drachenraub gewusst hätten.
    Das Blacks mysteriöse Kollegen oder Konkurrenten dahinterstecken (die Typen die Julius im Büro überrascht hat) kann ich mir auch nicht vorstellen, die schienen ja mit Nixen und Leguanen schon überfordert.
    Mischt da noch jemand im Hintergrund mit? :gruebel


    Die fantasievolle Sprache und der Humor des Buches sind klasse, ich bin total gefesselt.


    Im spannenden Kampf am Ende des Abschnitts habe ich bisher das Legulas erwischt, bin nun aber auch sehr gespannt auf die Attacke von Lazarus Dunkelsprung und seinen Gefährten.
    Ich höre praktisch schon die ganze Woche einen Trommelwirbel im Hinterkopf und muss nun endlich weiterlesen.


    Eine Sache geht mir auch noch im Kopf rum, vielleicht weiss einer von euch ja die Antwort:
    Am Anfang des Abschnitts steht das Elizabeth von Türen nicht viel zu halten scheint.
    Mir kam sofort in den Sinn das sie damit in guter Gesellschaft ist, denn irgendwie spukt mir so ein Satz im Kopf rum wie "Türen sind nur etwas für Menschen ohne Vorstellungskraft".
    Jetzt rumort in mir rum welche Gesellschaft das ist, weil ich partout nicht zuordnen kann wo das herkommt. ?(
    Ich dachte erst an Pratchetts Scheibenwelt oder Harry Potter, konnte beim durchblättern aber nichts finden.
    Es macht mich gerade wahnsinnig das ich mich nicht mehr erinnern kann wo ich es gelesen oder gehört habe (glaube inzwischen es könnte auch ein Film gewesen sein). :bonk


    Google konnte mir leider nicht helfen, aber vielleicht kommts ja einem von euch bekannt vor.

    Mr. Fox und Mr. Wolf, oder? Die hatte ich auch beim Lesen von Thistle und Hunch im Hinterkopf. Die beiden hatten auch so eine verwirrende Art das man nicht wusste ob sie nun gruselig, lustig oder einfach nur seltsam sind. :rolleyes


    Die skurrilen Figuren sind sehr mitreißend, ich bedauere sehr das ich gerade kaum zum lesen komme.
    Dabei juckt es mir so in den Fingern das Buch in einem Rutsch durchzulesen.


    Das Legulas ist so ein putziger Charakter, ich bin sehr gespannt ob es der gesuchte Drache ist.
    Bei seiner Beschreibung musste ich direkt an ein Bild denken, das in meiner Lieblingsbuchhandlung hängt: so etwa (nur mit Fell statt Schuppen) stelle ich es mir vor.
    Der Auftritt in der Therapiegruppe war umwerfend, Greens Gedankengänge mag ich sowieso sehr.
    Meine Lieblingsstelle bleibt aber sein innerer Monolog im Schrank zum Thema Legulas.


    Zitat

    Green hatte sich noch nie etwas Nützliches eingebildet. Nie. Ein weiterer Beweis dafür, das das Leguanwesen echt war.


    Ich mag seine entspannte Art mit seinem "Irrsinn" umzugehen.


    Das der verwirrte Mann mit dem seltsamen Therapeuten anscheinend ein Doppelleben führt und dann auch noch DER Topermittler der Feenwelt zu sein scheint klingt spannend.
    Ob er als Sam Black einer düsteren Tätigkeit nachgeht? Steckt was dahinter das Franks Nachnamen Farben sind? Alles sehr spannend.


    Zitat

    Original von Dreamchen
    Wir müssen nur aufpassen wenn wir Dauergrinsend am Lesen sind das uns nicht mal die mit den weißen Turnschuhen abholen kommen


    Genau so gehts mir auch :grin

    Ich bin überrascht wie leicht und flüssig sich Dunkelsprung für mich liest. Obwohl ich die Schafskrimis sehr mag fand ich die doch irgendwie anstregend und sperrig zu lesen. Hier ist das irgendwie gar nicht der Fall, die Szene in Fawkes Zirkus hat mich einfach weggerissen und verzaubert. :-]


    Im Abschnitt Bird fühle ich mich zwar momentan noch etwas mit den zahlreichen skurrilen Figuren überrumpelt, aber trotzdem sehr von der Geschichte gefesselt. Die Charaktere sind sehr speziell und alle irgendwie liebenswert (ganz wie die Schafe es waren). Ich bin sehr gespannt auf die Flöhe ... das Bild des Geisterflohs ist jedenfalls ziemlich gruselig.
    Ob Elizabeth wohl ein entflohener Eleve von Fakes ist? Durch die wechselnden Zeitebenen konnte ich mir noch kein ganz klares Bild von der Reihenfolge der Szenen machen.
    Sie scheint eine Art Sartyr zu sein, oder ist hier der Teufel persönlich am Werk? :gruebel
    Ich bin gespannt welche Falbelwesen sich noch in Dunkelsprung tummeln.


    Zitat

    Original von Büchersally
    Die Zeit war gar nicht angegeben. Ich würde sie jetzt in der Gegenwart ansiedeln. In London gibt es genug Raum für skurrile Gestalten. ;-)


    Ich denke Gegenwart passt am Besten, da im Vorspiel erwähnt wird das man Fawkes am liebsten auf Facebook oder Twitter folgen möchte. Das hat mich im ersten Moment etwas verwirrt, da man sein Kuriositätenkabinett automatisch in eine andere Zeit packen möchte.
    Den Gegensatz der altmodischen Ansätze von Flohzirkus, Goldschmieden, Ganovenbanden und unserer aktuellen Zeit ist aber eine spannende Idee.

    "Die Wedernoch" ist eine gelungene Fortsetzung zu "Die Seltsamen", war für mich aber trotz all der phantastischen Ideen und faszinierenden Figuren nicht ganz so sark wie der Vorgänger, aber trotzdem toll.
    Der zweite Teil von Barthys Abenteuer ist wesentlich düsterer und bedrückender als die Abenteuer vor Hetties Verschwinden.
    Vor allem die verrückten Feen und ihre schauerlich-schöne Welt ziehen den Leser in ihren Bann.
    Stefan Bachmann schreibt sehr stimmungsvoll und bildreich, Figuren, Schauplätze und die Handlung sind absolut mitreissend.
    Man könnte stundenlang in den phantasievollen Beschreibungen der sonderbaren Feen und Kostüme, der rätselhaften Gegenstände und seltsamen Maschinen versinken.
    Aber leider ist das ganze dann doch viel zu schnell vorbei, wenn man das Buch einfach nicht aus der Hand legen kann.


    Am Ende bleiben zwar einige Fragen offen, doch darüber lässt sich bei dieser mitreissenden Geschichte leicht hinwegsehen.


    Auch für diesen Teil gebe ich 7 Eulenpunkte.

    Zu 100% zufrieden bin ich mit dem Ende auch nicht. Es hat sich alles zu sehr überschlagen und ging zu schnell.
    Weche Motive der Schlaue König eigentlich hatte ist für mich gar nicht so klar rausgekommen, über ihn weiss man eigentlich kaum mehr als nach seinem ersten Auftritt.
    Das die Fee aus den Gefängnissen nicht in den Krieg eingegriffen haben fand ich eigentlich noch nachvollziehbar, da der König ja scheinbar alle gleichermassen terorrisiert hat (Menschen und Feen), ich denke das nur die Belusite und Egelfeen seine treuen Anhänger waren.
    Trotzdem hat mir das Buch gut gefallen.

    Der neue Barty gefällt mir, auch wenn er sich sehr verändert hat.


    Zitat

    Original von maikaefer
    @ Lumos: Da ich den ersten Teil nicht gelesen habe (werde dies wohl auch zumindest in absehbarer Zeit nicht tun), kann ich natürlich auch keinen Vergleich zum bisherigen Bartholomew ziehen, aber besonders sympathisch finde ich ihn bisher nicht.


    Ich glaube ohne den ersten Teil zu kennen würde ich Barthy auch nicht mögen. Da war er ein liebenswerter armer Junge, etwas genervt von seiner kleinen Schwester, und stolpert in ein gefährliches Abenteuer.
    Aber als die kleine Hettie in Gefahr gerät tut er einfach alles um sie zu retten ... und scheitert dabei in letzter Sekunde.
    Da passt es das aus dem traurigen Jungen nun ein verschlossener, düsterer Teenager geworden ist, besessen davon seine Schwester zurückzuholen und immer auf der Flucht, da er als Seltsamer weder von den Menschen (mal abgesehen von Jelliby) noch von den Feen auf Unterstützung hoffen kann.


    Mit Pikey bildet er ein interessantes Team, den Straßenjungen muss man ja einfach ins Herz schließen (vor allem als er vom Verlust seines Auges erzählt). Ein bisschen scheint Barthy ihm gegenüber ja schon aufzutauen.
    Trotzdem vermisse ich Jelliby. Ob er wohl später noch dazustößt?


    Hetties Leben in der bedrohlichen Feenwelt ist absolut fesselnd. Picaltines Verehrer, der ihr die Maske schenkte, hat wohl die Flucht ergriffen als er die Seele der schönen Fischbeindame gesehe hat. :lache
    Ich liebe die Ideen, die in dieser Welt stecken: die seltsamen Bewohner wie die Dame mit den Fenstern als Augen, die Maske, die Stimmungsuhr ... aber am meisten hat mich in diesem Abschnitt das rollende Feengefängnis fasziniert.
    Schade das der Handlungsstrang darin so kurz war.


    Auf den schlauen König bin ich sehr gespannt ... mit ihm kommt man dann wohl auch der Sache mit den gestohlenen Augen endlich auf die Spur.

    Das Buch ist wirklich fesselnd, nun da Barthy wieder mit dabei ist muss ich mich echt bremsen.
    Leider noch kein richtiger Anhaltspunkt wieviel Zeit vergangen ist ... da Barthy weiter von allen als Junge bezeichnet wird kann es nicht zu lange sein.
    Ich kann mich nicht erinnern ob das Alter im ersten Band mal genannt wurde, vom Gefühl her hätte ich Barthy so auf 9 oder 10 Jahre geschätzt, dann könnte Hetties Verschwinden vielleicht 5 Jahre her sein oder so? :gruebel


    Pikey kann ich mir gut als Ergänzung zum Gespann Barty/Jelliby vorstellen, das wird sicher interessant. Hoffentlich hat die kleine häßlich-süße Fee auch noch ein paar Auftritte.


    Das Feenland ist so bildhaft geschildert, der Irrsinn und die wunderlichen Bewohner lassen mich genauso verwirrt umherstolpern wie die arme kleine Hettie. Von den Feen mit ihren absonderlichen Gestalten und Kostümen bin ich wirklich fasziniert. Piscaltine ist schon eine sehr schrullige Gestalt, aber Florence ist/sind noch abstruser.
    Schon seltsam das Piscaltines Haus die Menschenwelt so imitiert, obwohl die Feen angeblich auf die andere Welt herabblicken ... aber trotzdem gerne dort auf Geheiß des Königs unterwegs sind und mit ihren Reisen prahlen.
    Alice im Wunderlang spukt mir auch gerade sehr im Kopf herum.

    Wie beim letzten mal konnte ich recht schnell in die Geschichte abtauchen und stelle fest, ich vermisse Barthy bis jetzt ganz schön. Hoffentlich bricht die Rettungsmission bald auf. :rolleyes


    Die Situation in London hat sich sehr verändert und wirkt noch bedrückender als im ersten Band. Der Straßenjunge Pikey mit dem Nebelauge scheint kein Seltsamer zu sein, sondern ein Opfer der Aschefee (Belusite Nr. 14), von der Hettie das Augenamulett erbeutet.
    Was wollte diese Fee mit dem Auge, da es ja anscheinend nur Pikey ins Feenland schauen lässt aber nicht in die Gegenrichtung wirkt? Sehr mysteriös.


    Zitat

    Original von Eskalina
    Der Zeitsprung hat mich auch etwas verwirrt, und eigentlich hatte ich gedacht, Bartholomew wäre von Anfang an wieder mit dabei. Wenn allerdings Jahre vergangen sind, dann wäre er ja mittlerweile um einiges älter geworden und Mr. Jelliby wäre ein Opa - er kam mir im ersten Buch schon so alt und gesetzt vor.


    Ich hatte im ersten Buch eher den Eindruck Jelliby wäre so um die 30, nur furchtbar antriebslos, bequem und ohne jeden Ehrgeiz.
    Ich bin aber auch sehr gespannt wie viele Jahre in der Menschenwelt tatsächlich verstrichen sind, bisher gibt es dazu ausser dem Klappentext ja praktisch gar keinen Hinweis. Eigentlich blöd das auf dem Cover vorwegzunehmen. :pille
    Durch den aufgeschobenen Auftritt von Barthy und dem so kurzen Aufenthalt Hetties im Feenland wollte der Autor seine Leser bestimmt mit dem plötzlich älteren oder erwachsenen Helden und dem unterschiedlichen Zeitverlauf überraschen.
    Auch wenn so mancher fantasyerprobte Leser das bestimmt hätte kommen sehen gefällt mir diese Idee. Ich mags nicht wenn die Kurzfassung mir den Aha-Effekt vermasselt. :hau


    Zitat

    Original von nicigirl85
    Zumindest wissen wir nun warum das Buch seinen Titel hat. Wedernoch ist also ein anderer Begriff für Seltsamer.


    Hettie verheimlicht doch das sie eine Seltsame ist und die Fischgrätendame lässt nicht erkennen ob sie das durchschaut. Da die Feen die Mischwesen verachten wäre es doch eher ungewöhnlich sie mitzunehmen zur Belustigung, und dann das Risiko den König zu hintergehen wegen etwas minderwertigem?
    Ich frage mich ob die Dame vielleicht das Muster erkannt hat und mit "Wedernoch" Portale gemeint sind wie Hettie und Milchblut. Durch den Streit der alten Frau mit dem Kobolden klang es ja so als hätte der schlaue König mehrere davon.
    Also wertvolle seltene Seltsame, die es wert sind den König zu hintergehen. In der Feenwelt herrscht offenbar auch keine Einigkeit und es werden kleine Intrigen gesponnen.


    Zitat

    Original von Saiya
    Ich finde übrigens, wie schon bei "Die Seltsamen" die Umschlaggestaltung sehr schön, vor allem das düstere Gemälde auf der Innenseite mit dem einen einzigen beleuchteten Fenster. :-)


    Geht mir genauso, ich finde diesmal die Farbkombination schöner als beim ersten Band, der mechanische Käfer ist aber nicht ganz so hübsch wie der Vogel von Band 1.
    Ich glaube das Bild auf der Innenseite ist das gleiche wie im ersten Teil, oder? Kann es leider nicht vergleichen, da ich das Buch gerade verliehen habe.

    Zertrennlich ist ein Buch, das mich etwas zweiegespalten zurücklässt.
    Der Stil von Saskia Sarginson, die Erzählweise und die Idee des Buches gefallen mir.
    An die zunächst verwirrdenden Zeitsprünge und Perspektivenwechsel zwischen Viola uns Isolte gewöhnt man sich schnell.
    Die Geschichte treibt sehr langsam vor sich hin, trotzdem ist es mir schwer gefallen das Buch aus der Hand zu legen.
    Die Andeutungen und Hinweise aus Vergangenheit und Gegenwart lassen lange herumrästseln was in der kindheit der Zwillinge geschehen ist.
    Die Geschichte ist spannend und gut geschrieben, trotzdem überzeugt das Buch nicht zu 100%.
    Das Ende entspricht gar nicht meinem Geschmack, wobei die vielen offenen Fragen noch zu verschmerzen sind, für mich hat es einfach gar nicht zum Rest des Buches gepasst.
    Allzuviel kann man darüber leider nicht schreiben ohne zu spoilern, daher gebe ich einfach 7 von 10 Punkten, da ich die melancholische Stimmung des Buches mag.


    Vielen Dank an den Verlag und Büchereule für das Leseexemplar und bei den Teilnehmern der Leserunde für die nette Gesellschaft und interessanten Denkansätze. :-]

    "Vakuum" ist gerade als Wanderbuch unterwegs.
    Die Geschichte der fünf Teenies hat mich der Beschreibung nach auch an Langoliers erinnert, war dann doch ganz anders, aber genauso fesselnd.
    Ich konnte das Buch gar nicht aus der Hand lesen und habs fast komplett an einem Abend verschlungen.
    Die Erzählperspektive wechselt zwischen Kora, Hannes, Tamara, Alissa und Leon.
    Man bekommt einen tiefen Einblick in das Seelenleben jeder Figur und fiebert bei jedem Blickwinkel total mit.
    Geschickt verstricken sich die aktuellen Geschehnisse und die Vergangenheit der Charaktere zu einem Erzählstrang mit viel Spannung und Geheimnissen.
    Das ganze führt zu einem etwas mysteriösen, aber doch sehr gut passenden Ende.
    Wegen der Art zu Erzählen und dem mysteriösen Nebel hat mich die Geschichte etwas an die Serie Lost erinnert, die ich auch sehr gern mag.


    Von mir gibt es 9 von 10 Punkten.


    Ein tolles Buch, ich denke ich werde mich mal nach Unland umschauen, da der Stil der Autorin sehr mitreissend ist.

    Das Ende war nicht so meins, da haben sich alle Probleme zu schnell in Wohlgefallen aufgelöst.
    Pollys Schicksal ist tragisch, aber immerhin waren die Kinder nicht aktiv an ihrem Tod beteiligt (das hatte ich eigentlich erwartet seit der Szene als Rose ihre Kinder nicht mehr ertragen konnte).


    Das die Kinder sofort geahnt haben was los war hat mich weniger überrascht, ausser der Büchse im Turm gab es ja noch den Vogelbeobachter, den sie als Spanner in Verdacht hatten. Durch ihr Leben mit Rose, der Kommune und alles drumherum waren die Mädels ja nicht so ganz naiv.


    Weniger verstanden habe ich warum Issy ihre Schwester im Verhör immer wieder angehalten hat, nichts zu sagen.
    Es gab doch im Grunde genommen nichts herausragend Schlimmes, was der Polizei nicht auch so klar gewesen wären. ?(
    Oder warum Viola nicht einfach den Kontakt zu den Jungs wieder aufgenommen hat, als sie sich später von Isolte distanzierte.


    Zitat

    Original von pinky75
    Wie oft habe ich damals meine Schwester einfach so stehen lassen, weil sie mich genervt hat. Meine Freundinnen und ich wollten sie auch nie dabei haben. Sie musste oft alleline spielen oder wieder zurück nach Hause laufen.


    War bei mir genauso, meine Schwester und den kleinen Bruder meiner Freundin möglichst schnell loszuwerden haben wir auch immer versucht. Ma will ja nicht immer den Babysitter spielen. Als Kind denkt man gar nicht drüber nach was da alles passieren könnte.

    Rose mag ich mittlwerweile kein bisschen mehr. Sie biedert sich völlig an Frank an und versucht alles um zu gefallen, verrät komplett ihre Identität und merkt nicht einmal wie sehr sie damit ihre Töchter verletzt. Zwölf Jahre lang als Freigeister erzogen und nun sollen sie sich einfach damit abfinden, das das Hippie-Dasein aus "Liebe" (da zweifle ich irgendwie dran) und Pragmatismus vorbei ist. Der andauernde Geld-Notstand, ständige Misserfolge und Bedürftigkeit nach einem Partner sind es wohl eher die Rose antreiben, sonst gäbe es nicht diese kleinen rebellischen Anwandlungen wie die Rede in der Küche oder das heimliche Rauchen.


    Ich denke nicht das Viola und Isolte Polly aus Hass etwas antun werden. Aus Violas Perspektive ist ja ersichtlich das sie teilweise Verständnis für Polly hat. Mit zwölf ist es aber auch klar, das Logik nicht wirklich über das Gefühl der Abneigung siegt, wenn die kleine Pestbeule Mamas neuer Liebling ist, den Kontakt zu den Jungs verhindert oder dabei stört, Judys Aufmerksamkeit stiehlt u.s.w.. Da hätte man ja selbst als Erwachsener schwer dran zu knabbern ;-)
    Rose und Frank machen alles falsch was man bei der Zusammenstellung einer neuen Familie falsch machen kann, und das in allen Fällen zu Lasten der Zwillinge.


    Ich vermute Polly hat im Turm einen Unfall, einen Sturz oder sowas, und das Vierergespann wird ihr aus einer Mischung aus Angst, Schuldgefühl und Mitleid den Gnadenstoß versetzen.


    Mit den Tierleichen kann ich langsam auch nicht mehr, ganz Suffolk scheint ja damit gepflastert zu sein :pille

    Durch diesen und den nächsten Abschnitt bin ich nur so durchgeflogen. Wegen der wechselnden Zeitebenen weiss ich gar nicht so genau was ich spoilerfrei schreiben kann, daher fasse ich mich kurz.


    Violas schlechter Zustand und der Jobverlust bringen Issy dazu sich zurück nach Suffolk zu begeben und nochmal die Wunden aus der Vergangenheit aufzureissen. Dem großen Geheimnis bringt uns das zwar nicht näher, aber Polly und/oder Frank kommen als neue Opfer ins Visier. So wie Rose sich verhält ist das aber auch kein Wunder. Das Picknick am Strand war schon bitter, so wie sie Frank und Polly umwirbt und ihren Mädchen nicht einmal den gekauften Kuchen gönnt. Ihn finde ich sehr unsympathisch, die Kleine ziemlich nervig, aber die kann ja eigentlich nichts dafür.


    Zitat

    Original von Minusch
    Passiert in dem Buch auch mal was Positives?


    Die Hoffnung darauf habe ich schon fast aufgegeben. Insgesamt finde ich es aber toll mal was so bedrückend-düsteres zu lesen, das hatte ich schon länger nicht mehr ... jedenfalls nicht so konsequent und mitreissend wie in diesem Buch.