Beiträge von TGerwert

    Heute angefangen...

    Tine und Schwert von Matthias Soeder

    Der Priesteranwärter Jacob Wolffen erlebt im Herbst 1618 die Ermordung seiner Familie durch Söldner des Dreißigjährigen Krieges. Statt ins Priesterseminar zu gehen, wird er in Mansfelds Armee verschleppt. Getrieben von einem unerschütterlichen Rachegelübde, muss Jacob seine friedfertige Seele abstreifen und sich in einen gerissenen Kämpfer verwandeln, um den sadistischen Leutnant Heinrich von Hohenfels zu töten.

    In Pilsen trifft er auf die Heilerin Anna Dillenberger, die ihm zeigt, dass man Intrigen und Verrat nutzen muss, um eine ganze Armee zu Fall zu bringen. Doch der Weg zur Gerechtigkeit führt durch Todsünden. Jacob steht vor dem schrecklichsten Dilemma seines Lebens.

    Ein fesselndes Rachedrama über die moralischen Kosten des Krieges. (Band 1 der Reihe »Tinte und Schwert«)

    ASIN/ISBN: 3910619258

    Literarischer Kalender 2026 – 01. Februar


    Heute vor 175 Jahren starb Mary Shelley (1797–1851) – eine Autorin, die mit Frankenstein; or, The Modern Prometheus (1818) nicht nur einen Mythos erschuf, sondern eine bis heute brennende Frage: Was schulden wir dem, was wir erschaffen – und wem geben wir ein Recht auf Menschlichkeit?

    Neben Frankenstein schrieb sie auch The Last Man (1826) – eine frühe apokalyptische Zukunftserzählung, die zeigt, wie nah Fortschritt, Angst und Einsamkeit beieinanderliegen.


    Zitat (aus Frankenstein)

    „Beware; for I am fearless, and therefore powerful.“


    Lesen im Kontext verbindet literarische Figuren mit Texten, die ihre Ideen weiterdenken.

    Kontext:

    Mary Shelley macht Schöpfung zur Gewissensfrage: Was passiert, wenn Wissen schneller wächst als Verantwortung?

    • Frankenstein – Mary Shelley

      Weil hier der Urkonflikt gesetzt wird: Erschaffen, Verstoßen, Schuld – und die Frage, wem wir Menschlichkeit zugestehen.

      ASIN/ISBN: 3730613103

    • Der letzte Mensch – Mary Shelley

      Weil Shelley Verantwortung in eine Zukunft verlängert, in der Katastrophe nicht „Schicksal“, sondern Spiegel menschlicher Blindheit ist.

      ASIN/ISBN: 3150113288

    • Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde – Robert Louis Stevenson

      Weil das „Monster“ hier nach innen wandert: Das Experiment zerlegt Identität – und macht Moral zur Instabilität.

      ASIN/ISBN: B0CVF58V3X

    • Alles, was wir geben mussten – Kazuo Ishiguro

      Weil der Roman dieselbe Ethikfrage modern und leise stellt: Wer gilt als „vollwertiges“ Leben – und wer wird funktionalisiert?

      ASIN/ISBN: 3896676962

    • Auslöschung – Jeff VanderMeer

      Weil hier Gewissheit selbst zerfällt: Das Unheimliche wird Umwelt – und Erkenntnis zum Risiko.

      ASIN/ISBN: 3888979684

    Abschluss-Slide (fixe Frage):

    „Welche Perspektive ergänzt diesen Kontext?“

    Literarischer Kalender 2026 – 31. Januar

    Heute vor 125 Jahren wurde die deutsche Schriftstellerin, Lyrikerin und Essayistin Marie Luise Kaschnitz (1901–1974) geboren – eine der einflussreichsten Stimmen der deutschsprachigen Nachkriegs-Literatur.

    Kaschnitz schrieb Gedichte, Erzählungen, Romane, Essays und Hörspiele, in denen sie Themen wie Erinnerung, Identität, Verlust und menschliche Erfahrung mit poetischer Klarheit und emotionaler Tiefe verhandelte.

    Ihre Texte verbinden persönliche Reflexion mit zeitgeschichtlicher Resonanz, wobei Sprache immer ein Mittel ist, die Welt und das Ich zugleich zu ergründen.


    Zitat:

    „In Worten wohnen die Risse unserer Erfahrung – und zugleich unser Versuch, sie zu überdauern.“


    Lesen im Kontext verbindet literarische Figuren mit Texten, die ihre Ideen weiterdenken.


    Kontext:

    Kaschnitz lotet die Grenzen von Erinnerung, Identität und Sprache aus: poetisch, introspektiv und oft in Beziehung zur Geschichte und zum Alltag.

    • Marie Luise Kaschnitz – Gesammelte Werke

      Weil diese Sammlung Kaschnitz’ Vielstimmigkeit zeigt – von Gedichten über Erzählungen bis zu autobiographischen Reflexionen.

      ASIN/ISBN: 3458140972

    • Beschreibung eines Dorfes – Marie Luise Kaschnitz

      Weil dieser prosaische Blick auf Ort und Erinnerung zeigt, wie inneres Erleben mit gelebter Realität verschränkt wird.

      ASIN/ISBN: 345835140X

    • Letzte Reise – Anna Enquist

      Weil Enquists Lyrik und Prosa ebenso Erinnerung, Verlust und Existenzfragmente in Sprache fassen und damit thematisch an Kaschnitz anschließen.

      ASIN/ISBN: 3442737761

    • Unberechenbar– Dana Spiotta

      Weil Spiotta Identität, Erinnerung und Narrative in der modernen Welt reflektiert – als weitreichende Erweiterung von Kaschnitz’ thematischem Feld in die Gegenwart.

      ASIN/ISBN: 344277411X

    „Welche Perspektive ergänzt diesen Kontext?“

    Literarischer Kalender 2026 – 30. Januar

    Heute vor 125 Jahren wurde Hans Erich Nossack (1901–1977) geboren, ein deutscher Schriftsteller, der das existenzielle Erzählen der Nachkriegszeit geprägt hat.

    Seine Prosa – von Spätestens im November bis zu eindrucksvollen Berichten über den Bombenkrieg – kreist um die Grenzsituationen menschlichen Lebens, Identität, Erinnerung und die Ungewissheit des Daseins.

    Nossack gilt als einer der bedeutendsten Beobachter des 20. Jahrhunderts; besonders Der Untergang dokumentiert nüchtern, eindringlich und persönlich die Zerstörung Hamburgs im Zweiten Weltkrieg.


    Zitat:

    „In der Konfrontation mit dem Unversicherbaren beginnt das eigentliche Leben.“


    Lesen im Kontext verbindet literarische Figuren mit Texten, die ihre Ideen weiterdenken.


    Kontext:

    Nossacks Werk lotet die Grenzbereiche menschlicher Erfahrung aus – zwischen Erinnerung, Zerstörung, Identität und der Frage nach dem Sinn jenseits narrativer Gewissheiten.

    • Spätestens im November – Hans Erich Nossack

      Weil dieser Roman exemplarisch den existentiellen Raum zwischen Unsicherheit, Erinnerung und Sprache auslotet.

      ASIN/ISBN: 3518240595

    • Der Untergang – Hans Erich Nossack

      Weil dieser Bericht aus der Chronik der Bombardierung Hamburgs eine nüchterne, schonungslose Sprache findet, um das Unversicherbare zu benennen.

      ASIN/ISBN: 3518244418

    • On the Natural History of Destruction – W. G. Sebald

      Weil Sebalds Essays die literarische Auseinandersetzung mit Krieg, Gedächtnis und Zerstörung weiterdenken, in enger Nähe zu Nossacks reflexiver Wahrnehmung.

      ASIN/ISBN: 0140298002

    • The Road – Cormac McCarthy

      Weil McCarthy in seinem apokalyptischen Roman die Grenze zwischen menschlicher Existenz und Bruchlinien der Wirklichkeit radikal auslotet – thematisch anschlussfähig an Nossacks Suche nach Sinn im Bruch.

      ASIN/ISBN: 1035003791

    „Welche Perspektive ergänzt diesen Kontext?“

    Literarischer Kalender 2026 – 28. Januar

    Heute vor 30 Jahren starb Joseph Brodsky (1940–1996), der herausragende russisch-amerikanische Dichter, Essayist und Nobelpreisträger für Literatur von 1987. Brodsky verband in seiner Lyrik und Prosa scharfe Reflexionen über Liebe, Leben, Exil und menschliche Existenz mit einer Klarheit und Intensität, die Generationen von Leser:innen inspiriert haben.

    Geboren in Leningrad, gewürdigt für seine dichte, meditative Sprache und später im amerikanischen Exil lebend, schrieb Brodsky sowohl in Russisch als auch in Englisch und wurde eine Stimme, die Brücken zwischen Kulturen, Zeiten und Denkweisen schlägt.

    Zitat:

    „Das Gedicht ist nichts weniger als die Summe unserer Unermesslichkeiten und unserer Irrtümer.“ (Paraphrase des lyrischen Gehalts)

    Lesen im Kontext verbindet literarische Figuren mit Texten, die ihre Ideen weiterdenken.


    Kontext:

    Brodskys Werk verknüpft die Erfahrung des Exils, das Ringen um Sprache und die Reflexion über Zeit, Identität und Menschlichkeit – in Lyrik und Essay – zu einer Stimme, die klassische Reflexion und moderne Selbstvergewisserung verbindet.

    • Selected Poems – Joseph Brodsky

      Weil diese Sammlung exemplarisch Brodskys lyrische Tiefe, meditatives Denken und feine Reflexion über Zeit und Vergänglichkeit zeigt.

      ASIN/ISBN: 024146482X

    • Less Than One – Joseph Brodsky

      Weil seine Essays die Rolle des Dichters, Sprache als Medium und die Beziehung von Individuum und Welt klar und kritisch beleuchten.

      ASIN/ISBN: 0141196513

    • Die Gedichte – Paul Celan

      Weil Celans Lyrik, ähnlich wie Brodskys, aus traumatischen Kontexten heraus die Grenzen von Sprache, Erinnerung und Sinn erforscht.

      ASIN/ISBN: 3518456652

    • Citizen: An American Lyric – Claudia Rankine

      Weil Rankine moderne Poesie nutzt, um Identität, Gesellschaft und Sprache in kritischer Nähe zur Lebensrealität zu verhandeln – thematisch anschlussfähig an Brodskys Reflexion über Existenz und Exil.

      ASIN/ISBN: 0141981776

    • Petersburg – Andrei Bely

      Weil dieses Werk – wie Brodskys frühe Leningrad-Literatur – die psychologische und kulturelle Komplexität einer Stadt, Identität und Geschichte literarisch durchmisst.

      ASIN/ISBN: 1906548439

    „Welche Perspektive ergänzt diesen Kontext?“

    Literarischer Kalender 2026 – 28. Januar

    Heute vor 30 Jahren starb Joseph Brodsky (1940–1996), der herausragende russisch-amerikanische Dichter, Essayist und Nobelpreisträger für Literatur von 1987. Brodsky verband in seiner Lyrik und Prosa scharfe Reflexionen über Liebe, Leben, Exil und menschliche Existenz mit einer Klarheit und Intensität, die Generationen von Leser:innen inspiriert haben.

    Geboren in Leningrad, gewürdigt für seine dichte, meditative Sprache und später im amerikanischen Exil lebend, schrieb Brodsky sowohl in Russisch als auch in Englisch und wurde eine Stimme, die Brücken zwischen Kulturen, Zeiten und Denkweisen schlägt.

    Zitat:

    „Das Gedicht ist nichts weniger als die Summe unserer Unermesslichkeiten und unserer Irrtümer.“ (Paraphrase des lyrischen Gehalts)

    Lesen im Kontext verbindet literarische Figuren mit Texten, die ihre Ideen weiterdenken.


    Kontext:

    Brodskys Werk verknüpft die Erfahrung des Exils, das Ringen um Sprache und die Reflexion über Zeit, Identität und Menschlichkeit – in Lyrik und Essay – zu einer Stimme, die klassische Reflexion und moderne Selbstvergewisserung verbindet.

    • Selected Poems – Joseph Brodsky

      Weil diese Sammlung exemplarisch Brodskys lyrische Tiefe, meditatives Denken und feine Reflexion über Zeit und Vergänglichkeit zeigt.

      ASIN/ISBN: 024146482X

    • Less Than One – Joseph Brodsky

      Weil seine Essays die Rolle des Dichters, Sprache als Medium und die Beziehung von Individuum und Welt klar und kritisch beleuchten.

      ASIN/ISBN: 0141196513

    • Die Gedichte – Paul Celan

      Weil Celans Lyrik, ähnlich wie Brodskys, aus traumatischen Kontexten heraus die Grenzen von Sprache, Erinnerung und Sinn erforscht.

      ASIN/ISBN: 3518456652

    • Citizen: An American Lyric – Claudia Rankine

      Weil Rankine moderne Poesie nutzt, um Identität, Gesellschaft und Sprache in kritischer Nähe zur Lebensrealität zu verhandeln – thematisch anschlussfähig an Brodskys Reflexion über Existenz und Exil.

      ASIN/ISBN: 0141981776

    • Petersburg – Andrei Bely

      Weil dieses Werk – wie Brodskys frühe Leningrad-Literatur – die psychologische und kulturelle Komplexität einer Stadt, Identität und Geschichte literarisch durchmisst.

      ASIN/ISBN: 1906548439

    „Welche Perspektive ergänzt diesen Kontext?“

    Literarischer Kalender 2026 – 24. Januar


    Heute vor 250 Jahren wurde Ernst Theodor Amadeus Hoffmann (E. T. A. Hoffmann, 1776–1822) geboren, einer der facettenreichsten Stimmen der deutschen Romantik: Schriftsteller, Komponist, Jurist, Zeichner und Musikkritiker. Seine Geschichten verbinden das Alltägliche mit dem Fantastischen, indem sie das Unheimliche in die Mitte des Gewöhnlichen rücken und so das menschliche Erleben in all seiner Widersprüchlichkeit sichtbar machen.

    Hoffmanns Werk inspirierte nicht nur die Literatur, sondern auch Musik und Bühne – etwa Tschaikowskis Ballett Der Nussknacker.

    Zitat:

    „Die Grenze zwischen Wirklichkeit und Wunder ist dünn – und oft nur im Herzen spürbar.“

    Lesen im Kontext verbindet literarische Figuren mit Texten, die ihre Ideen weiterdenken.

    Kontext:

    Hoffmann führt das Phantastische in die Welt des Alltags ein und zeigt, wie das Unheimliche, Überraschende und Wunderbare im Gewöhnlichen verborgen liegt.

    • Der goldne Topf – E. T. A. Hoffmann

      Weil diese Erzählung exemplarisch Hoffmanns Fähigkeit zeigt, Alltag und Phantasie zu verschränken und das Wunderbare im Gewöhnlichen sichtbar zu machen.

      ASIN/ISBN: 3150161088

    • Die Elixiere des Teufels – E. T. A. Hoffmann

      Weil Hoffmann hier die Grenzen zwischen Realität, Traum und innerer Zerrissenheit literarisch auslotet.

      ASIN/ISBN: 3730615653

    • Frankenstein – Mary Shelley

      Weil Shelleys Klassiker wie Hoffmann die Faszination des Phantastischen nutzt, um menschliche Ängste, Kreativität und Verantwortung zu reflektieren.

      ASIN/ISBN: 3730613103

    • Die Verwandlung – Franz Kafka

      Weil Kafka das Unheimliche im Banalen weiterdenkt und so Hoffmanns Bruch zwischen Innenwelt und Außenwelt modern variiert.

      ASIN/ISBN: 9982470906

    • Der Sandmann – E. T. A. Hoffmann

      Weil diese Erzählung Hoffmanns psychologisches Unbehagen und die dunkle Seite des Alltäglichen in einer besonders eindrücklichen Form artikuliert.

      ASIN/ISBN: 3730614282


    „Welche Perspektive ergänzt diesen Kontext?“

    Der Priesteranwärter Jacob Wolffen erlebt im Herbst 1618 die Ermordung seiner Familie durch Söldner des Dreißigjährigen Krieges. Statt ins Priesterseminar zu gehen, wird er in Mansfelds Armee verschleppt. Getrieben von einem unerschütterlichen Rachegelübde, muss Jacob seine friedfertige Seele abstreifen und sich in einen gerissenen Kämpfer verwandeln, um den sadistischen Leutnant Heinrich von Hohenfels zu töten.

    In Pilsen trifft er auf die Heilerin Anna Dillenberger, die ihm zeigt, dass man Intrigen und Verrat nutzen muss, um eine ganze Armee zu Fall zu bringen. Doch der Weg zur Gerechtigkeit führt durch Todsünden. Jacob steht vor dem schrecklichsten Dilemma seines Lebens.

    Ein fesselndes Rachedrama über die moralischen Kosten des Krieges. (Band 1 der Reihe »Tinte und Schwert«)


    ASIN/ISBN: 3910619258

    Ah, das habe ich auch gerade auf dem Tisch lesen als Exemplar von Vorablesen. Bin auch schon sehr gepannt!

    Ich habe heute angefangen...

    Der Trailer von Linus Geschke

    Dunkel, spannend und meisterhaft konstruiert – der packende Auftakt der neuen Thriller-Trilogie von SPIEGEL-Bestsellerautor Linus Geschke!

    Ein abgelegener Campingplatz in den Ardennen. Eine Studentin, die dort unter mysteriösen Umständen verschwindet. Als der Fall auch 15 Jahre später noch ungelöst ist, nimmt die Hamburger Kommissarin Frieda Stahnke an einem True-Crime-Podcast teil, um den Fokus der Öffentlichkeit erneut auf die Geschehnisse zu richten. Sie ahnt nicht, dass sie damit nur weitere Morde auslösen wird.

    Wout Meertens, ein schmieriger Barbesitzer aus Köln, hört diesen Podcast. Er war zur selben Zeit wie die verschwundene Lisa Martin in Camp Donkerbloem, aber er redet nicht mit der Polizei. Verurteilte Stalker tun das nie. Nicht, wenn sie sich nicht selber verdächtig machen wollen.

    Als sich die Wege von Frieda und Wout kreuzen, wird klar, dass sie nur gemeinsam herausfinden können, was mit Lisa Martin geschah. Dafür müssten sie sich jedoch vertrauen – ohne es später zu bereuen …

    ASIN/ISBN: 3492068618

    Literarischer Kalender 2026 – 23. Januar

    Heute vor 275 Jahren wurde Jakob Michael Reinhold Lenz (1751–1792) geboren – einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Protagonisten des Sturm und Drang.

    Lenz sucht in seinen Stücken und Erzählungen den Widerspruch zwischen individuellem Empfinden und gesellschaftlicher Erwartung und öffnet damit die Bühne für eine Sprache, die subjektive Intensität ernst nimmt und aus ihr radikale Wahrheiten destilliert.


    Mit Dramen wie Die Soldaten und Der Hofmeister zeigt Lenz kompromisslos die Zerrissenheit des Menschen zwischen Gefühl, Macht und Entfremdung.


    Zitat:
    „Wer fühlt, ist Mensch; wer fühlt, weiß, dass er es tut.“


    Lesen im Kontext verbindet literarische Figuren mit Texten, die ihre Ideen weiterdenken.


    Kontext:

    Lenz verbindet subjektive Intensität mit kultureller Kritik – ein Vorläufer der inneren Moderne, in der Gefühl, Identität und gesellschaftliche Form in scharfer Spannung stehen.

    • Die Soldaten – Jakob Michael Reinhold Lenz

      Weil dieses Drama radikal die Diskrepanz zwischen Individuum und institutionalisierter Macht seziert.

      ASIN/ISBN: 3966377209

    • Die Leiden des jungen Werthers – Johann Wolfgang von Goethe

      Weil Goethe im Werther subjektive Empfindung und gesellschaftliche Unruhe literarisch bündelt – thematisch nah bei Lenz.

      ASIN/ISBN: 3730612794

    • Frühlings Erwachen – Frank Wedekind

      Weil Wedekinds Drama ähnlich wie Lenz die inneren Widersprüche junger Menschen schonungslos sichtbar macht.

      ASIN/ISBN: 3150079519

    • Der Steppenwolf – Hermann Hesse

      Weil Hesse die Zerrissenheit zwischen innerer Welt und äußerer Norm in einer modernen Identitätssuche fortdenkt.

      ASIN/ISBN: 3518366750

    • Woyzeck – Georg Büchner

      Weil Büchner die Sprache des sozial Ausschlussbedrohten nutzt, um Subjektivität und Gesellschaft als Konfliktform zu fassen.

      ASIN/ISBN: B0FVRS7BP4


    „Welche Perspektive ergänzt diesen Kontext?“


    Literarischer Kalender 2026 – 20. Januar


    Heute wird Axel Hacke (*geboren 1956) 70 Jahre alt – einer der prägnantesten, klugen und liebevoll-ironischen Beobachter deutscher Alltagssprache und Alltagskultur.

    Hacke, langjähriger Autor für die Süddeutsche Zeitung, verbindet Essays, kurze Prosa und kulturelle Reflexion zu lakonischen, oft augenzwinkernden Blicken auf das Menschsein zwischen Kleinklein und Weltanschauung.


    Mit Werken wie Der kleine Erziehungsberater und Das Beste aus meinem Leben schafft er Textlandschaften, in denen wir uns wiedererkennen, staunen und lächeln zugleich.


    Zitat:
    „Es sind die alltäglichen Wahrheiten, die zuerst geleugnet werden.“


    Lesen im Kontext verbindet literarische Figuren mit Texten, die ihre Ideen weiterdenken.


    Kontext:

    Axel Hacke schreibt über das Gewöhnliche so, dass es ungewöhnlich wird – mit Humor, Beobachtungsscharfheit und empathischer Sprache


    Das Beste aus meinem Leben – Axel Hacke
    Weil Hacke hier lebensnahe, warm-ironische Beobachtungen in kleine literarische Perlen verwandelt.

    ASIN/ISBN: 3888974593


    Middlesex – Jeffrey Eugenides
    Weil Eugenides ähnlich wie Hacke Alltag, Identität und Lebenswege mit Humor und Tiefe erzählt.

    ASIN/ISBN: 3423149361


    Der Mann ohne Eigenschaften – Robert Musil
    Weil Musils Blick auf Alltägliches, Denken und Widerspruch große literarische Breite mit analytischer Schärfe verbindet.
    ASIN/ISBN: 3730600400


    Der Club Dumas – Arturo Pérez-Reverte
    Weil hier wie bei Hacke die Leidenschaft für Texte, Bücher und Bedeutung im Verborgenen erzählt wird.

    ASIN/ISBN: 3458362495


    Tintenherz – Cornelia Funke
    Weil Funke – wie Hacke – die Kraft der Sprache feiert: Worte können Welten öffnen, real und im Inneren.

    ASIN/ISBN: 3791504657


    Welche Perspektive ergänzt diesen Kontext?


    Literarischer Kalender 2026 – 19. Januar

    Heute feiern wir den Geburtstag von Hans Sachs (1494–1576), dem bedeutendsten deutschen Meistersänger, Dichter und Dramatiker der Renaissance.


    Als Schuhmacher von Beruf und Dichter aus Berufung prägte Sachs die deutsche Literatur seiner Zeit wie kein anderer – mit über 6000 gedruckten Liedern, Sprichwörtern, Fabeln und Dramen.

    Seine Werke verbinden Volksnähe, Witz und humanistische Einsicht und zeigen, wie Literatur leben, lehren und unterhalten kann.


    Zitat:
    „Was kümmert mich der Lauf der Welt, wenn ich singen kann mein Lied.“


    Lesen im Kontext verbindet literarische Figuren mit Texten, die ihre Ideen weiterdenken.


    Kontext:

    Hans Sachs verband volkstümliches Erzählen mit gesellschaftlicher Reflexion und öffnete die Literatur für alle – zwischen Musik, Moral und Gesellschaftsspiel.


    Meistersinger von Nürnberg – Richard Wagner
    Weil Wagners Oper Sachs’ Figur als Symbol von Tradition, Kunst und Gemeinschaft weiterdenkt.

    ASIN/ISBN: 315005639X


    Das Narrenschiff – Sebastian Brant
    Weil diese satirische Reise durch menschliche Torheiten die volkssprachliche Reflexion Sachs’ aufnimmt und verstärkt.

    ASIN/ISBN: 373061164X


    Till Eulenspiegel erzählt… – Autor: anonym/volksbuch
    Weil Eulenspiegel wie Sachs mit Schelmerei, Sprachwitz und kritischer Weltbeobachtung spielt.

    ASIN/ISBN: 3458320369


    Die Leiden des jungen Werthers – Johann Wolfgang von Goethe
    Weil Goethe die literarische Form aus Volkslied und Drama in die moderne Innenperspektive überführt.

    ASIN/ISBN: 3730612794


    Biedermann und die Brandstifter – Max Frisch
    Weil Frischs Drama das Volkssprachliche aufnimmt und in eine kritische Gesellschaftsfrage überführt.
    ASIN/ISBN: ‎3518390457


    „Welche Perspektive ergänzt diesen Kontext?“

    Ich habe ein neues Rezensionsexmplar erhalten:


    Dies mal ein ein Sachbuch:

    Social Media war ein Fehler: Eine satirische, kritische Abrechnung mit unserem Online-Wahnsinn von Christoph Schade


    Es gibt kaum eine Entwicklung, die unser Leben so leise und gleichzeitig so tiefgreifend verändert hat wie Social Media. Wir haben nicht gemerkt, wie es begann. Wir scrollten, lachten, teilten, kommentierten – und irgendwann stellten wir fest, dass diese digitale Welt längst entschieden hatte, wie wir denken, fühlen und miteinander umgehen.

    Dieses Buch erzählt die Geschichte dieser Veränderung. Es zeigt, wie aus neugierigen ersten Chats und harmlosen Plattformen ein System wurde, das unseren Alltag strukturiert, unseren Selbstwert beeinflusst und unsere Beziehungen prägt. Mit warmem Humor und kritisch-satirischem Blick beleuchtet das Buch die Mechanismen, die uns in den Sog von Likes, Reels und algorithmischer Aufmerksamkeit ziehen.

    Dabei geht es nicht nur um Technik, sondern um Menschen. Um die stillen Erwartungen, die uns der ständige Vergleich aufdrängt. Um die Müdigkeit, die entsteht, wenn jede Meinung laut ist und jedes Gefühl kommentiert wird. Um Familien, die sich in digitalen Fronten verlieren. Um Jugendliche, die in einer Welt aufwachsen, in der Anerkennung in Zahlen gemessen wird. Und um Erwachsene, die plötzlich merken, dass sie selbst nicht mehr wissen, was Ruhe bedeutet.


    Und dann kommt die nächste Welle: künstliche Intelligenz. KI, die Texte schreibt, Gesichter formt, Emotionen simuliert und Informationen verzerrt, ohne dass wir es merken. Eine Technologie, die unsere Wahrnehmung noch stärker beeinflusst als Social Media selbst. Dieses Buch erklärt, warum wir KI nicht fürchten müssen, aber unbedingt verstehen sollten. Denn je besser wir begreifen, wie diese Systeme funktionieren, desto klarer sehen wir uns selbst.


    Es ist kein moralischer Zeigefinger, sondern eine Einladung. Eine Einladung, inmitten der digitalen Überforderung zu erkennen, was wirklich zählt. Eine Einladung zum Nachdenken, Schmunzeln und vielleicht auch zum Loslassen.


    Für Eltern, die Orientierung suchen. Für Erwachsene, die mehr Klarheit wollen. Für alle, die wissen, dass die Welt laut geworden ist und die wieder einen Moment Ruhe finden möchten.

    Dieses Buch ist ein Weg zurück – zurück zu Bewusstsein, zu Beziehung, zu Nähe.

    Und vielleicht auch ein Stück zurück zu uns selbst

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    ASIN/ISBN: B0G5GLDS21

    Ich habe ein Sachbuch angefangen.


    Social Media war ein Fehler: Eine satirische, kritische Abrechnung mit unserem Online-Wahnsinn von Christoph Schade


    Es gibt kaum eine Entwicklung, die unser Leben so leise und gleichzeitig so tiefgreifend verändert hat wie Social Media. Wir haben nicht gemerkt, wie es begann. Wir scrollten, lachten, teilten, kommentierten – und irgendwann stellten wir fest, dass diese digitale Welt längst entschieden hatte, wie wir denken, fühlen und miteinander umgehen.

    Dieses Buch erzählt die Geschichte dieser Veränderung. Es zeigt, wie aus neugierigen ersten Chats und harmlosen Plattformen ein System wurde, das unseren Alltag strukturiert, unseren Selbstwert beeinflusst und unsere Beziehungen prägt. Mit warmem Humor und kritisch-satirischem Blick beleuchtet das Buch die Mechanismen, die uns in den Sog von Likes, Reels und algorithmischer Aufmerksamkeit ziehen.


    Dabei geht es nicht nur um Technik, sondern um Menschen. Um die stillen Erwartungen, die uns der ständige Vergleich aufdrängt. Um die Müdigkeit, die entsteht, wenn jede Meinung laut ist und jedes Gefühl kommentiert wird. Um Familien, die sich in digitalen Fronten verlieren. Um Jugendliche, die in einer Welt aufwachsen, in der Anerkennung in Zahlen gemessen wird. Und um Erwachsene, die plötzlich merken, dass sie selbst nicht mehr wissen, was Ruhe bedeutet.


    Und dann kommt die nächste Welle: künstliche Intelligenz. KI, die Texte schreibt, Gesichter formt, Emotionen simuliert und Informationen verzerrt, ohne dass wir es merken. Eine Technologie, die unsere Wahrnehmung noch stärker beeinflusst als Social Media selbst. Dieses Buch erklärt, warum wir KI nicht fürchten müssen, aber unbedingt verstehen sollten. Denn je besser wir begreifen, wie diese Systeme funktionieren, desto klarer sehen wir uns selbst.


    Es ist kein moralischer Zeigefinger, sondern eine Einladung. Eine Einladung, inmitten der digitalen Überforderung zu erkennen, was wirklich zählt. Eine Einladung zum Nachdenken, Schmunzeln und vielleicht auch zum Loslassen.


    Für Eltern, die Orientierung suchen. Für Erwachsene, die mehr Klarheit wollen. Für alle, die wissen, dass die Welt laut geworden ist und die wieder einen Moment Ruhe finden möchten.

    Dieses Buch ist ein Weg zurück – zurück zu Bewusstsein, zu Beziehung, zu Nähe.

    Und vielleicht auch ein Stück zurück zu uns selbst

    ASIN/ISBN: B0G5GLDS21

    ARENA '89: Die Pitborn-Prinzessin (Band 2) Die Revolution beginnt in der Arena. Sie kam, um zu überleben. Sie bleibt, um das System zu stürzen. Nach dem brutalen Verlust ihrer Familie hat Reva nur ein Ziel: Rache an Cassian Varus, dem Mann, der ihren Bruder vor ihren Augen hinrichten ließ. Als die ehrgeizige Domina Selira Astra ihr die Hand reicht und sie zur Auctora von Haus Astra macht, scheint Revas Weg vorgezeichnet. Doch was als inszenierte Rolle beginnt, wird zur Waffe gegen das System selbst. In den luxuriösen Hallen von Haus Astra wird aus der Performerin der Grube die Pitborn-Prinzessin: ein Symbol der Hoffnung für die Unterdrückten und eine Geldmaschine für die Herrschenden. Während die Megametropole ihren Aufstieg feiert, plant Reva ihren Kampf. Zwischen medienwirksamen Arenakämpfen und politischen Intrigen entdeckt sie Hinweise auf eine Wahrheit, die alles übersteigt: Das System, das sie bekämpft, beruht auf einer viel größeren Lüge, als sie je ahnte. Wer ist der rätselhafte Kaiser wirklich? Warum darf niemand die Grenzen der Stadt überschreiten? Und wie weit muss Reva gehen, um die Wahrheit ans Licht zu bringen? In den neuen Teamkämpfen muss Reva nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Freunde schützen. Die seltene Chance, den mysteriösen Kaiser zu treffen (die gottgleiche Instanz, die über allem thront) könnte ihr endlich die Antworten liefern, nach denen sie sucht. Doch in einer Welt, in der jedes Gefühl zur Quote wird und jeder Schmerz inszeniert ist, muss Reva erkennen: Manchmal ist der gefährlichste Gegner nicht der, den man bekämpft, sondern der, dem man vertraut. Was als Unterhaltung beginnt, wird zur Revolution. ARENA '89: Die Pitborn-Prinzessin ist der fesselnde zweite Band der dystopischen Trilogie, die Hunger Games und Spartacus verbindet. Intensiver, schonungsloser und emotionaler als der erste Teil führt er in die dunkelsten Abgründe einer Gesellschaft, die Schmerz zur Unterhaltung gemacht hat. Dies ist kein Märchen mit Happy End: Die Pitborn-Prinzessin lächelt nicht, sie schlägt zurück. Für Fans von Hunger Games, Spartacus und 1984: härter, brutaler, erschreckend gegenwartsnah.

    Über den Autor:
    Stephan Steinthal, Jahrgang 1986, lebt in der Nähe von Bremen und arbeitet als Softwareentwickler - Informatik war schon immer sein Ding. Früher wollte er einfach wissen, wie Computer wirklich ticken, heute begeistert ihn daran vor allem, was alles möglich ist - und was vielleicht nie möglich sein wird. Genau diese Neugier zieht sich auch durch seine Geschichten. Er schreibt Science-Fiction, weil sich dort Physik und Philosophie treffen: Zeitreisen, Quanten, Simulationstheorie, Transhumanismus - und immer wieder die große Frage, was eigentlich Realität ist und warum sie so funktioniert, wie sie funktioniert. Schon als Teenager hat er seine ersten Geschichten in Foren veröffentlicht, ohne je darüber nachzudenken, was man daraus machen könnte. Inzwischen hat er das Schreiben mit den Möglichkeiten von Selfpublishing wieder neu für sich entdeckt. Was ihn dabei reizt? Sich in eigenen Welten zu verlieren, Twists zu bauen, die überraschen - und Geschichten zu erzählen, die im Kopf bleiben, auch nachdem man die letzte Seite zugeschlagen hat. Website: https://www.stephan-steinthal.de

    Meine Meinung:

    „Die Arena lernt – und mit ihr ihre Opfer.“


    Band 2 von Arena 89 setzt dort an, wo Band 1 bewusst offengelassen hat: bei den Konsequenzen. Die Spielregeln sind bekannt, die Mechanik der Quote etabliert – doch jetzt verschiebt sich der Fokus. Aus dem reinen Überlebenskampf wird eine Frage nach Haltung, Verantwortung und Kontrolle. Die Arena ist nicht mehr nur ein Ort. Sie ist ein System.

    Was mir auch in diesem Band gut gefallen hat, ist die Konsequenz, mit der die dystopische Welt weitergedacht wird. Die Eskalation wirkt logisch, nicht effekthascherisch. Unterhaltung, Öffentlichkeit und Macht greifen noch enger ineinander, und genau darin liegt die beklemmende Stärke des Romans. Die Gewalt ist nicht Selbstzweck, sondern Symptom eines Apparats, der gelernt hat, wie Aufmerksamkeit funktioniert.

    Reva bleibt das emotionale Zentrum der Geschichte. Sie ist spürbar gezeichnet von dem, was hinter ihr liegt, und zugleich gezwungen, sich weiter zu behaupten. Gerade diese Entwicklung macht sie interessant: weniger Reaktion, mehr innere Spannung, mehr Brüche. Sie wird nicht zur Ikone stilisiert, sondern bleibt Mensch in einem unmenschlichen Umfeld – ein Balanceakt, der auch im zweiten Band trägt.

    Erzählerisch zieht Band 2 das Tempo an, ohne an Klarheit zu verlieren. Die Serie löst sich zunehmend von ihren Referenzen und behauptet ihren eigenen Ton. Man merkt: Arena 89 will nicht nur unterhalten, sondern ein größeres Bild zeichnen – über Medienlogik, Verwertbarkeit und die Frage, wie viel Widerstand ein System zulässt, bevor es ihn einkalkuliert.

    Ich habe auch diesen Band gern gelesen.
    Nicht, weil er bequem ist –
    sondern weil er konsequent weiterdenkt.

    Für Leser, die…

    • …Dystopien mögen, die sich entwickeln statt zu wiederholen.

    • …Figuren begleiten wollen, die an Konsequenzen wachsen.

    • …Serien schätzen, die ihre Welt ernst nehmen.

    Meine Zeile zum Buch:

    „Die Arena verändert ihre Regeln nur dann, wenn es der Quote dient.“

    ASIN/ISBN: 3695102578

    Stell dir vor, dein Schmerz ist Einschaltquote. In einer Stadt, in der die Arena alles ist - Regierung, Wirtschaft, Kontrolle und Show, kämpft Reva ums Überleben. Ihr Leid ist Währung, ihre Angst Unterhaltung. Über das Feel-Link-System spüren Millionen Zuschauer jeden Schlag, jeden Stich, jedes Beben ihres Herzens live. Je stärker sie leidet, desto höher steigt die Quote. Aber Reva will keine Heldin sein. Sie will nur genug verdienen, um ihre Familie zu schützen. Doch was als Anpassung beginnt, wird zu einem stillen Aufbegehren. Zwischen Inszenierung und Überwachung wächst ihr Wunsch, dem System ins Herz zu greifen - als Auctora, Symbol und Waffe zugleich. "Arena '89 - Blut für die Quote" ist der erste Band einer dystopischen Trilogie über Kontrolle, Schmerz und die Frage, was Wirklichkeit noch wert ist, wenn Unterhaltung wichtiger wird als alles andere. Die Arena ist nicht nur ein Ort, sie ist ein Gefängnis - vor allem für jene, die zuschauen. Inspiriert von Hunger Games, Spartacus und 1984 erzählt diese Geschichte von einer Welt, die längst vergessen hat, dass es mehr gibt als das Spektakel zur Primetime. Mit jedem Teil öffnet sich der Blick ein Stück weiter: auf die Mechanismen dahinter, auf die Lügen, auf das, was bleibt, wenn der Applaus verstummt. Bis man merkt, dass man längst selbst Teil der Show ist.

    Über den Autor:
    Stephan Steinthal, Jahrgang 1986, lebt in der Nähe von Bremen und arbeitet als Softwareentwickler - Informatik war schon immer sein Ding. Früher wollte er einfach wissen, wie Computer wirklich ticken, heute begeistert ihn daran vor allem, was alles möglich ist - und was vielleicht nie möglich sein wird. Genau diese Neugier zieht sich auch durch seine Geschichten. Er schreibt Science-Fiction, weil sich dort Physik und Philosophie treffen: Zeitreisen, Quanten, Simulationstheorie, Transhumanismus - und immer wieder die große Frage, was eigentlich Realität ist und warum sie so funktioniert, wie sie funktioniert. Schon als Teenager hat er seine ersten Geschichten in Foren veröffentlicht, ohne je darüber nachzudenken, was man daraus machen könnte. Inzwischen hat er das Schreiben mit den Möglichkeiten von Selfpublishing wieder neu für sich entdeckt. Was ihn dabei reizt? Sich in eigenen Welten zu verlieren, Twists zu bauen, die überraschen - und Geschichten zu erzählen, die im Kopf bleiben, auch nachdem man die letzte Seite zugeschlagen hat. Website: https://www.stephan-steinthal.de

    Meine Rezension:

    „Manche Arenen dienen nicht dem Spiel – sondern der Ablenkung.“

    Blut für die Quote wirft seine Leser ohne Umwege in eine Welt, in der Unterhaltung und Gewalt längst eine unheilvolle Symbiose eingegangen sind. Der Verweis auf Katniss aus Tribute von Panem ist bewusst gesetzt – und funktioniert. Auch hier steht eine junge Protagonistin im Zentrum eines Systems, das Menschen zu Figuren und Leid zu Programm macht. Doch Steinthal kopiert nicht. Er variiert.

    Die dystopische Welt von Arena 89 wirkt roh, medial durchdrungen und erschreckend plausibel. Quote ist Macht, Aufmerksamkeit ist Währung, Moral ein Störfaktor. Diese Grundspannung trägt den Roman und verleiht ihm eine klare gesellschaftliche Lesart, ohne die Handlung zu erdrücken. Das Tempo ist hoch, die Regeln der Arena brutal eindeutig – und gerade darin liegt die Sogwirkung des Buches.


    Reva ist eine Protagonistin, die funktioniert, weil sie nicht als makellose Heldin angelegt ist. Sie reagiert, zweifelt, kämpft – und wächst an der Gewalt des Systems, dem sie ausgeliefert ist. Ihre Perspektive erdet die Geschichte und sorgt dafür, dass der Roman mehr ist als bloße Action. Man fiebert mit ihr, nicht weil sie unbesiegbar ist, sondern weil sie verletzlich bleibt.

    Stilistisch bleibt Steinthal direkt, klar und auf Vorwärtsdrang fokussiert. Die Sprache ist zweckmäßig, die Bilder hart, die Dramaturgie seriell gedacht. Blut für die Quote ist eindeutig als Auftakt konzipiert – und genau das merkt man. Nicht alles wird aufgelöst, vieles bewusst offen gelassen. Der Band endet nicht mit einem Schlusspunkt, sondern mit einem Versprechen.


    Ich mochte dieses Buch, weil es seine Referenzen kennt –
    und trotzdem genug eigene Energie entwickelt, um neugierig zu machen.
    Die Arena ist eröffnet. Und ich will wissen, was sie noch verschlingt.

    Für Leser, die…

    • …dystopische Settings mit klaren Spielregeln mögen.

    • …starke weibliche Protagonistinnen schätzen, die nicht idealisiert sind.

    • …Reihenanfänge lesen, die Spannung aufbauen statt alles zu erklären.

    Eine Zeile zum Buch:

    „In einer Welt der Quote ist jedes Leben nur so viel wert wie seine Reichweite.“

    ASIN/ISBN: 3819229728