Beiträge von Nyx

    Runde 7

    1/? Susan Mallery - Supermom schlägt zurück

    2/? Henning Mankell - Der Tod des Fotografen

    3/? Dieter Grau - Stallupöner Geschichten

    4/? James Herriot - All Creatures Great And Small

    5/? Vanessa da Mata - Blumentochter

    6/? Ina Müller - Mien Tung is keen Flokati

    7/? Ina Müller - Platt is nich uncool

    7.27... eines/einer südamerikanischen Autors/Autorin


    Vanessa da Mata - "Blumentochter"

    Die Autorin stammt aus Brasilien.


    ASIN/ISBN: 3548613098


    7.40.... in dem jemand den Dialekt deiner Heimatregion spricht


    Ina Müller - "Mien Tung is keen Flokati"

    Ina Müller schreibt in herrlichstem Plattdeutsch. Ich habe beim Lesen bemerkt, dass ich unbedingt mehr in diesem Dialekt lesen sollte. Sprechen fällt mir um einiges leichter.


    ASIN/ISBN: B01AGMVDS4

    Fröhliche Weihnachten an alle Eulen!


    Ich sitze gerade zu Hause und darf die Weihnachtstage in Quaränte verbringen, da im Reitstall eine Dame der Meinung war für sie selbst gelten die Regelungen nicht.

    Die Sattelkammer ist recht klein und eng, darf momentan auch nur von einer Person betreten werden, bevor der nächste reingehen darf. Fenster immer offen (arschkalt!), wird regelmäßig zusätzlich desinfiziert. Ich weiß nicht, ob besagte - auch noch stark rumröchelnde!! - Dame mich nicht gesehen hat und einfach nur doof ist. Jedenfalls stürme sie direkt hinter mir rein. Ja, ich habe sie angesprochen auf das Hinweisschild an der Tür. Kam nur keine Reaktion.

    Erst später, also etwa drei Stunden, habe ich durch den Betreiber erfahren, dass besagte Dame eigentlich eine Quarantäneanordnung vom Gesundheitsamt hat. Alle Personen, die sich an dem Tag dort aufgehalten haben, gelten jetzt als K1 Personen. Ich warte jetzt auf mein Testergebnis (ich gehe mal davon aus, dass es negativ ist, ich fühl mich kerngesund, aber wer weiß das schon) und bedanke mich bei der blöden Kuh, die mir das eingebrockt hat. :bonk

    Runde 7

    1/? Susan Mallery - Supermom schlägt zurück

    2/? Henning Mankell - Der Tod des Fotografen

    3/? Dieter Grau - Stallupöner Geschichten

    4/? James Herriot - All Creatures Great And Small

    Angie Voon

    Die AfD kann ja gerne mit dem Virus diskutieren, ich befürchte nur, dass Virus wird sich davon herzlich wenig beeindrucken lassen.


    Booklooker

    Das geht mir genauso. Und ich muss auch gestehen, dass es mir wirklich schwer fällt, sie ernst zu nehmen. Denn warum auch? Ich werde ja von ihnen mit meiner Meinung auch nicht ernstgenommen. Respekt ist keine Einbahnstraße.

    Um das Verbot von Silvesterfeuerwerk bin ich gar nicht traurig. Wenn es denn in den letzten Jahren an vielen Orten denn auch mal ein wirklich schönes Feuerwerk gegeben hätte.... In meiner direkten Umgebung werden nur Böller, Blitzknaller und ähnliches Zeug gezündet. Es stinkt (sage sogar ich als Raucher), ist nicht mal schön fürs Auge, macht einen höllischen Lärm und verursacht eine Menge Dreck. Den ich oftmals am nächsten Tag selbst wegräumen darf, obwohl nicht von mir verursacht.

    Wenn es wirklich wie oft argumentiert um den alten Brauch geht Geister auszutreiben, kann ich auch mit sich drehenden Ratsche durch die Gegend laufen oder einen Löffel auf einen Topf hauen. Macht auch Lärm und vertreibt bestimmt auch jeden Geist in 500 m Entfernung.


    Von den jährlichen Schaden an meinem Balkon (und denen der Nachbarn) mal gar nicht zu reden. Jedes Jahr ist immer etwas passiert. Blitzknaller absichtlich auf die Balkone geworfen (wohnte im 2. Stock), Windrichtung nicht beachtet und Rakten gegen die Brüstung und das Fenster geschossen usw.

    Ich wohnte ansonsten in einem schönen und ruhigen Eckchen - aber an Silvester müssen bei ziemlich vielen Leuten die Synapsen durchbrennen.

    Jedes Jahr melden wir wieder einen Schaden nach Silvester und vermutlich bleibt die Hausverwaltung dann auch wieder auf den Kosten für die Reparatur sitzen, weil kein Schuldiger ermittelt werden kann.

    Bitte - mehr Spaß auf Kosten anderer geht doch kaum.


    Vor dem Lockdown war die Innenstadt voll wie sonst am 24.12. kurz vor Ladenschluss. Vermutlich bis abends, ich war auf dem Rückweg von Physiotherapie. Um dann um 19 Uhr am Montag in die wöchentliche Corona-Demo reinzurauschen... Ganz ehrlich.... ich habe dem Treiben zugesehen (musste ich ja, die Öffis waren ja erst weiter, wenn die Demo durch ist) und habe... sagen wir mal sehr negative Gefühle entwickelt. Es ist mir ehrlich gesagt völlig unverständlich, warum eine Herde ...Personen.... dichtgedrängt duch die Gegend laufen darf und "Mundschutz = Maulkorb" und ähnliches lautstark verkünden darf; während andererseits die Kontaktbeschränkungen verschärft werden. An der Stelle hört mein Verständnis echt auf.

    Mit einer Bekannten werde ich sicherlich auch hinterher keinen Kontakt mehr haben. Sie ist einfach viel zu extrem und verblendet in ihren Ansichten. Sie war in Leipzig demonstrieren, hat davon geschwärmt, wie nett die Polizeit dort war. Sie hat natürlich keine Rechten oder Reichsbürger gesehen. Nein, es war eine kuschlige Atmosphäre unten den Demonstranten und wir, die nicht aufwachen würden schon sehen was passiert. Ich hab sie gebeten, mich doch aufzuklären, was passieren würde. Sie meinte nur, ich müsste mich selbst informieren. Ich kenne die Frau seit über 20 Jahren, aber eigentlich kenne ich sie gar nicht. Nicht mehr...

    Kenne ich. Ich habe zwei Personen die jeweils in Leipzig und Berlin demonstrieren waren und mir ähnliche Phrasen um die Ohren geworfen haben. "Ein Fest des Friedens und der Demokratie" wäre es gewesen, nicht das, was die "verleumderische Presse" daraus gemacht hätte. Das alle anderen verblendet wären und gar nicht sehen, was mit uns passiert und wie wir manipuliert werden, etc. Nun könnte ich damit inhaltlich ja umgehen und ggf. argumentieren - aber der Ton macht hier die Musik: keiner der beiden bleibt in einer Diskussion ruhig und sachlich, sondern wird laut und auch aggressiv. Da bin ich dann raus. Nix gegen hitzige Diskussionen, aber wenn ich befürchten muss, dass mein Gegenüber handgreiflich wird weil ich eine andere Meinung vertrete, lasse ich mich lieber "Schlafschaf" nennen.

    Clare, das sehe ich ganz genauso. Und ich hoffe, dass das alles was bringt und die Zahlen dadurch zurückgehen. Wenn ich vielen Leute zuhöre, ihre Meinungen höre, leider auch bei einigen Bekannten, die mir teilweise in den letzten Monaten sehr fremd geworden sind, hab ich aber ein ganz schlechtes Bauchgefühl.

    Das geht mir genauso und ich bin teilweise sehr erschrocken darüber. Es besorgt mich und ich habe die Befürchtung, dass ich mit diesen Menschen nach Corona nie wieder zu einem völlig unbesorgten Umgang finden werde.

    Ich weiß nicht, ob andere dieses Problem auch haben - aber in meiner Familie sind es die Großeltern, die sich so verhalten, dass man sich am liebsten die Haare raufen möchte. Seit Anfang Dezember wiederholt sich fast wöchentlich immer wieder die gleiche Diskussion - "Aber was ist mit Weihnachten?"


    Meine Mutter hatte vor kurzem eine OP und ist ohnehin noch nicht wirklich wieder fit, mein Opa geht auf die 80 zu und hat eine leichte Form einer Lungenkrankheit, meine Oma ist mit ihren 75 gesund und rüstig unterwegs - und uneinsichtig wie ein sturer Esel! Mein Vater und meine Schwester haben berufsbedingt die meisten Kontakte zu fremden Personen. Ich habe mich schon seit Mitte Oktober im HomeOffice eingerichtet und bin nur an einzelnen Tagen im Büro, wenn es wirklich notwendig ist. Wir haben schon recht früh beschlossen, dass Weihnachten wie wir es bisher gefeiert haben, in diesem Jahr ausfällt. Niemand möchte riskieren, bei aller Vorsicht vielleicht doch unbemerkt etwas einzuschleppen.

    Nur - Oma und Opa sehen das völlig anders und bestehen darauf, Weihnachten wie gewohnt zu feiern. Jede Woche die gleiche Diskussion am Telefon. Ich habe schon Fusseln am Mund davon. Und es ist beiden nicht begreiflich zu machen, dass wir das nicht aus Egoismus tun, sondern weil wir auch die nächsten Jahre noch mit ihnen erleben wollen. Es bringt nichts. Es ist, als redete man gegen eine Wand.


    Das zermürbt mich gerade mehr als alles andere.

    Ich bin mir nicht sicher, ob ich wirklich von digitalen Terroristen sprechen würde. Dafür ist mir das Thema in seiner Gesamtheit und Komplexität in meinem Leben nicht präsent genug. Ich stolpere immer mal wieder darüber, ich ärgere mich immer mal wieder darüber und ich lese bestimmte Teilaspekte nach um bei manchen Sachen überhaupt zu wissen, worum bei dem neuesten Aufschrei denn nun schon wieder geht. Und ja, da ist eine gewisse Genervtheit meinerseits dabei, das gebe ich gerne zu.


    Man muss übrigens kein Person des öffentlichen Lebens sein, damit man den virtuellen Kübel Mist über dem eigenen Kopf ausgekippt bekommt. Erinnert sich noch jemand an die britische Mutter, die in den sozialen Medien die Geschichte teilte, wie sie ihrem Kind die Geschichte von "Father Christmas" vorlas und daraufhin einen Shitstorm erster Güte auslöste? (Der Weihnachtsmann habe geschlechtslos zu sein) Und mich selbst hat es auch schon getroffen. Ich habe auf einen Facebook-Beitrag geantwortet, dass ich mich bei der Anrede "Sehr geehrter Kunde" genauso angesprochen fühle wie bei "Sehr geehrte Kundin" oder "Sehr geehrte Frau". Was mir da als Antworten um die Ohren flog, war.... nun ja, zumindest interessant. Mir war bis dahin gar nicht bewusst, dass ich zwar biologisch eine Frau sein darf, mich aber bitte nicht wie eine zu fühlen habe oder mich mit einem fest definierten Geschlecht zu identifizieren habe.

    Das ganze unter dem Deckmantel einer neutralen Sprache, die "alle Geschlechter sieht und sich niemand ausgegrenzt fühlen soll".


    Da wären wir dann wieder bei einer Art Kreuzzug und dem fehlenden Diskurs. Was ich an sich schade finde. Denn ich denke schon, dass dieses ganze Thema durchaus eine Bereicherung für unsere Sprache darstellen könnte. Oder etwas in veralteten Strukturen bewegen könnte. Aber nicht mit diesem verbissenen Suchen nach dem nächsten Aufreger.

    Das ist sicher so, was dabei vergessen wird, ist, wie sehr die Sprache das Denken, das Handeln und dann auch die Realität beeinflusst.



    Und es ist nicht etwas an unserem Sprachgebrauch deswegen gut und richtig, weil wir es schon immer so gemacht haben. Unsere Sprache hat sich schon immer verändert und verändert sich ständig.

    Leicht daran zu erkennen, dass mittelhochdeutsche Texte fast als Fremdsprache erscheinen.

    Gar keine Frage. Sprache ist flexibel und wandelbar. Das soll sie auch sein und darüber bin ich auch froh. Ich hätte einige Probleme in meinem Job, müsste ich mich wie einst Walther von der Vogelweide ausdrücken.

    Nicht, dass jetzt ein falscher Eindruck entsteht - ich bin absolut dafür Althergebrachtes zu hinterfragen und neu zu bewerten!


    Ich gestehe aber, dass ich sehr arge Zweifel daran habe, dass eine geschlechterneutrale Sprache Einfluss auf Rollenbilder oder gerechterer Bezahlung hat. "Sprache als Waffe" zur Veränderung - ich habe meine Zweifel daran.


    Marlowe

    Ich war mit der Formulierung auch sehr unglücklich. Einfach weil es so sehr distanziert klingt und ich nicht das Gefühl habe, die Personen auch wirklich anzusprechen und abzuholen.

    Bei dem von dir genannten Mitarbeiter-Kreis wäre ein freundliches "Liebe körperlich Anwesende" sicherlich die treffendere Anrede gewesen :saint:

    Das Thema treibt mich aktuell auch um. Bisher war das Gender-Thema für mich eher theoretischer Natur. Ich habe die Diskussionen darum in der Presse und den Medien verfolgt, bin damit aber kaum in Berührung gekommen. Im Laufe diesen Jahres hat sich aber eine Person aus meinem Bekanntenkreis dazu bekannt, sich emotional weder mänlich noch weiblich zu fühlen. Zusätzlich bat sie darum, nicht mehr bei ihrem - eindeutig als weiblich zu erkennenden - Vornamen genannt zu werden. Sie hat sich einen - für mich eher sächlich klingenden - Namen ausgesucht, mit dem sie im direkten persönlichen Gespräch angesprochen werden möchte. Ob ich nun bei einem Treffen sage "Hallo Hans-Peter/Irmgard/whatever wie gehts dir?" sage ist mir ehrlich gesagt schnuppe. Über die Namensänderung kann ich mir meinen Teil denken, es ist der Wunsch dieser Person und ich versuche dem nach Möglichkeit nachzukommen.


    Beruflich treibt es mich zuweilen in den Wahnsinn. Ich empfinde es teilweise unheimlich anstrengend umfangreiche geschlechtsneutrale Texte zu formulieren, in denen auch ja wirklich alle Eventualitäten und - ich nenne es jetzt einfach mal ganz platt so - Befindlichkeiten abgeklopft werden. Für die Anrede "Liebe Kolleginnen und Kollegen" in einer Rundmail bin ich vom hiesigen Gleichstellungsbeauftragten abgewatscht worden. Wohlgemerkt - es gab keine offizielle Beschwerde bzgl. der Anrede in dieser E-Mail. Aber "um dem vorzubeugen".... Letztlich aktzeptiert wurde die Formulierung "Liebe Mitarbeitende". Es mag korrekt sein, hört und fühlt sich für mich aber ganz falsch und sehr distanziert an. Ich stoße da eindeutig an meine Grenzen und werde schauen, ob es dazu im nächsten Jahr Schulungen gibt, mit denen ich mich in dem Punkt fitter machen kann.

    In diesem Punkt bin ich dann bei Batcat und denke mir auch "Sonst haben wir keine Probleme?"

    Nur von gleichgeschlechtlicher Sprache lösen sich aber bspw. die unterschiedlichen Bezahlungen in einigen Berufen nicht in Luft auf und die Sprache ist da auch nicht das Hauptproblem.


    Während der Corona-Zeit las ich in der online Ausgabe des Spiegels einen Artikel über die Ausstattung der Arztpraxen. Es wurde abwechselnd von Hausärztinnen und Hausärzten gesprochen. Der Text war unheimlich anstrengend zu lesen, gerade weil er nicht einheitlich geschrieben war.


    Daraus entwickelt sich dann für mich die Frage, wem das Gendern denn letztlich nützt?

    Ich bin nicht per se dagegen, aber ich kann auch nicht erkennen, dass es wirkliche Probleme aus der Welt schafft. Eher im Gegenteil. Ich finde, es verkompliziert vieles.

    Runde 7

    1/? Susan Mallery - Supermom schlägt zurück


    Ich lasse diese Runde bewusst offen - bis Weihnachten. Ich muss nämlich ein bisschen "Platz lesen" im Regal. Ich kenne meine Familie und weiß, was mich erwartet :lache

    7.44 … in dem ein Kind / Kinder eine tragende Rolle spielen, obwohl es kein Kinderbuch ist.


    Susan Mallery - "Supermom schlägt zurück"

    Kerris Sohn Cody ist unheilbar erkrankt. Obwohl es kein Kinderbuch ist, stehen seine Eischränkungen, sein Lebenswille und seine Erkrankungen stark im Vordergrund.


    ASIN/ISBN: B07QMNTMSQ

    Klappentext

    Das Leben von Samu Haber, dem beliebten The Voice of Germany-Coach und charismatischen Frontman von Sunrise Avenue, gleicht einer Achterbahnfahrt: Als die Plattenfirmen sein Potenzial nicht erkennen, erkämpft sich der Sohn eines Deutschen und einer Finnin kurzerhand selbst seinen Platz auf dem Musikmarkt. Doch der Erfolg fordert Tribut: Burn-out, zerbrochene Beziehungen, künstlerische Krisen und verhöre durch die Kriminalpolizei inklusive. Die schonungslos ehrliche Lebensbeichte eines Jungen, der auszog, seine Träume zu verwirklichen, und den seine Liebe zur Musik durch alle harten Zeiten hindurch gerettet hat.


    Über den Autor

    Samu Haber, geb. 1976, ist Gründer und Frontmann von Sunrise Avenue. Die Band wurde durch ihre Hits Hollywood Hills, Forever Yours, Fairytale Gone Bad und Heartbreak Century bekannt. Sunrise Avenue haben fünf Studioalben und eine Best-of-Kompilation veröffentlicht und über drei Millionen Tonträger verkauft. Haber ist mit seiner Firma Comusic auch als Manager für andere Künstler tätig und war bislang fünfmal Juror bei der beliebten Musikcastingshow The Voice of Germany.


    Tuomas Nyholm, geb. 1976, ist Journalist und Schriftsteller. Neben einer viel gelobten Biografie des finnischen Eishockeyspielers Jarkko Ruutu hat er drei Romane veröffentlicht.


    Mein Fazit

    Ich bin seit Jahren ein großer Fan der Band, habe ihre Anfänge miterlebt und auch dreimal das große Glück gehabt, sie persönlich zu treffen. Ihre Musik hat mein Leben über viele Jahre begleitet und da liegt es einfach auf der Hand, auch die Biografie seines Lieblingskünstlers zu lesen.


    Aber – ich weiß selbst nicht so recht, wie ich dieses Buch bewerten soll, um ehrlich zu sein.

    Da ist der Schreibstil, mit dem ich einfach nicht warm werde. Der Co-Autor erzählt Samus Geschichte zwar unterhaltsam und manchmal auch dramatisch, dann wieder lustig – aber ich empfinde den „Ton“ als irgendwie nicht stimmig. Zwischenzeitlich habe ich mich etwas schwergetan mit dem Buch. Was mitunter auch daran liegen mag, dass Samus übermäßiges Ego Platz finden muss und es mir manchmal einfach zu viel „mimimi“ war.


    Samu Haber legt den Schwerpunkt seiner Biografie auf seinen musikalischen Werdegang. Auf seinen Traum, Musiker zu werden. Wie sich über die Jahre verschiedene Charaktere mit dem gleichen Traum zusammenfinden, um eine Band zu gründen. Von kleinen Auftritten in einer finnischen Tankstelle bis hin zu großen ausverkauften Arenen. Alle Höhen und Tiefen. Vom Entstehen eines Titels bis zu dem auf ihm lastenden Druck.

    Und er spricht viel über sich und seine Gefühle, über sein Leben abseits der Musik und vor Sunrise Avenue. Es entsteht ein interessantes Bild über ihn, bei dem er mal schonungslos ehrlich ist und manchmal auch die ein bisschen zickige Diva gibt, die gehätschelt und bewundert werden will.

    Das führt dazu, dass er ausführliche über seine Zeit und nur halb legalen Tätigkeiten in Spanien spricht und in diesem Zusammenhang wirklich offen auch Fehler zugibt, und über seine Ängste spricht. Gleichzeitig gibt er mit fortschreitender Karriere die Diva, die Bewunderung verlangt und gehätschelt werden will. Dieser Teil war für mich anstrengend zu lesen, da konnte mir der Schreibstil allerdings auch keinen Zugang vermitteln.


    Nachdenklich gemacht hat mich der Teil, in dem von dem ungeheuren Druck erzählt, der auf ihm lastete. Permanent und über einen sehr langen Zeitraum. Und das er sich so in sich selbst versteckt hat, und aller Welt ein anderes Gesicht gezeigt hat, dass nicht einmal seine Bandkollegen wirklich wussten, wie es um ihn steht und in ihm aussieht.

    Es gibt jeden Tag in unserem Umfeld dutzende Menschen, die ebenfalls mit starkem Druck umgehen müssen und sich nicht trauen die Erschöpfung und Überforderung zuzugeben. Ich habe mich unwillkürlich gefragt, ob ich einer mir nahestehenden Person ansehen würde, ob sie so gravierende Probleme mit sich herumträgt. Bei zwei Personen muss ich sagen: ich könnte es nicht mit Sicherheit sagen....


    Haber erzählt viel über die Entstehungsprozesse einzelner Titel. Sobald die einzelnen Titel erwähnt wurden, hat mein Kopf-Radio sofort angefangen diesen Titel „abzuspielen“ und mich mit Ohrwürmern beglückt. Auf einigen der im Buch erwähnten Konzerte war ich auch und ich erinnere mich sehr gut an diese Abende. Es war also sehr interessant, diesen Abend aus der Perspektive des Künstlers zu sehen. Ich habe auf den Konzerten zur „Popgasm“-Tour tolle Menschen kennengelernt, mit denen ich noch immer in Kontakt bin. Es hat sich eine tolle Konzertfreundschaft ergeben, die über die Jahre auch auf andere Bands ausgedehnt wurde. Mit zwei dieser Menschen habe ich dieses Buch quasi wie in einem Lesekreis gelesen. Und wir haben die beschriebenen Konzerte bspw. mit guter und ausgelassener Stimmung in Erinnerung. Die Medleys, die die Jungs gespielt haben, waren genial und haben uns umgehauen. Als „aus Verzweiflung geborenen Zirkus“, wie Samu es beschreibt, haben wir es also nicht empfunden.


    Das Buch hat mich zum Lachen gebracht und auch ein wenig nachdenklich gemacht. Aber vor allem hat es mich in Erinnerungen schwelgen lassen über alle Konzerte, die Begegnungen mit tollen Menschen die ich dort hatte; die Begegnungen mit der Band selbst und den Emotionen die ich mit der Musik verbinde.


    ASIN/ISBN:

    ASIN/ISBN: 3742315706

    7.35 … in dem eine Postkarte verschickt wird.


    Samu Haber - "Forever Yours"

    Da zu Beginn ihrer Karriere niemand recht an die Band glaubt und es ein bestimmter Produzent mit seiner abwehrenden Haltung sehr auf die Spitze treibt, schickt Samu diesem Mann von jeder Stadt in der die Band spielt, eine Postkarte.


    ASIN/ISBN:

    ASIN/ISBN: 3742315706

    Runde 6.2

    1/5 - Kazuo Ishiguro - Was vom Tage übrig blieb

    2/5 - David Pirie - Die Zeichen der Furcht

    3/5 - Sara Gruen - Alles Glück dieser Erde

    4/5 - Jasper Fforde - Es ist was faul

    5/5 - Samu Haber - Forever Yours

    Runde 6.2

    1/5 - Kazuo Ishiguro - Was vom Tage übrig blieb

    2/5 - David Pirie - Die Zeichen der Furcht

    3/5 - Sara Gruen - Alles Glück dieser Erde

    4/5 - Jasper Fforde - Es ist was faul