Klappentext
Cate Kay ist ein Phänomen: Ihre Romantrilogie wurde zum internationalen Bestseller und gefeierten Hollywood-Film. Doch ihre wahre Identität ist ein gut gehütetes Geheimnis. Was niemand ahnt: Hinter Cate verbirgt sich Cass Ford, und hinter Cass verbirgt sich Annie, ein Mädchen aus der Kleinstadt mit einem tragischen Geheimnis. Jetzt, in ihrer Villa in den Hollywood Hills, schreibt sie ihre Memoiren. Zum ersten Mal erzählt sie, was damals wirklich geschah - und setzt damit nicht nur ihre Anonymität, sondern auch ihre Existenz aufs Spiel.
Über die Autorin
Kate Fagan, geboren 1981, ist eine mit dem Emmy Award ausgezeichnete Sportjournalistin und ehemalige Basketballspielerin. "Die drei Leben der Cate Kay" ist Debütroman. Sie lebt mit ihrer Frau und ihrem Hund in Charleston.
Mein persönliches Fazit
Anne Marie und Amanda sind nicht nur
einfach beste Freundinnen, sie sind unzertrennlich. Wie ein Mond um
seinen Fixstern umkreisen sie einander. Und sie haben auch einen
gemeinsamen Traum. Raus aus der Kleinstadt, Schauspielerinnen wollen
sie werden. Nichts weniger als Hollywood ist ihr Ziel. Doch nach
einem Vorfall, der beide aus der Bahn wirft, verändern sich ihrer
beider Leben. Anne Marie beschließt ihr Leben neu zu starten. Unter
anderem Namen und ohne Amanda.
Die Grundidee finde ich gut und die
sich daraus ergebenden Fragen könnten kaum philosophischer sein. Ein
Buch, über das man richtig gut diskutieren könnte. Leider hat die
Autorin für meinen Geschmack hier sehr viel Potential verschenkt.
Mir hat es zunächst gefallen, dass die Handlung aus verschiedenen
Perspektiven erzählt wird. Wahrnehmung und Erinnerungen sind immer
subjektiv, eine Begebenheit wird manchmal von zwei Menschen
unterschiedlich erinnert. Die Kapitel, die sich um Anne Marie und
Amanda direkt drehen, waren für mich noch die besseren. Sie erzählen
von einer tiefen Freundschaft, aus der sich eine lebenslange
Verbindung entwickelt. Die Kapitel, in denen Amanda von ihrem Leben
„danach“ erzählt, fand ich ebenfalls gut und zum Nachdenken
anregend. Der Rest ist leider eher mittelmäßig. Viele Kapitel
drehen sich um eine Hollywood-Schauspielerin, die Probleme hat ihren
Platz in der Welt zu finden und letztlich feststellt, dass der Glanz
von Hollywood ziemlich schnell verblasst, wenn man selbst erst einmal
darin lebt. Auch wenn sie eine wichtige Person für die spätere Cass
ist – viele Passagen wirken wie Lückenfüller, weil die eigentlich
Handlung schon recht dünn ist.
Mir fehlt der rote Faden, die
Orientierung. Sie springt ohne richtiges Konzept zwischen Figuren und
Zeitebenen hin und her. Dazu bleibt alles, jeder Dialog, jede
Handlung, jede Emotion, sehr sehr oberflächlich. Keine der Figuren
hat auch nur annähernd eine Art von Tiefe. Dafür werden Gesten wie
das Heben einer Augenbraue oder die Haltung einer Hand ausgiebigst
analysiert. Mir kam es vor, als würde jede der Figuren eine Rolle
innerhalb einer Geschichte spielen. Dadurch kam von den beschriebenen
Emotionen leider kaum etwas mir an.
Für mich ergibt sich der Eindruck,
dass hier vielleicht zu viel gewollt wurde. Würde der Fokus auf den
beiden Freundinnen liegen, mit allen Aspekten – es hätte ein
unglaublich gutes Buch werden können. So bleibt es für mich eine
allerhöchstens durchschnittliche (Liebes-)Geschichte.