Beiträge von Mac P. Lorne

    Was ist mit Karl von Anjou? Wurde er nicht wahrscheinlich erst nach Louis' Tod geboren?

    Das ging sich gerade noch so rechnerisch aus. Aber Zweifel gab es schon damals an seiner legitimen Abstammung. Ich will gar nicht wissen, wie viele Kinder damals Königen untergeschoben worden sind. Bei Charles VII. kann man nahezu sicher sein, und ob die ersten beiden Töchter von Eleonore tatsächlich von ihrem ersten Gemahl stammen, ist ebenso fraglich.

    Toulouse - ich habe jetzt richtig Lust, die Stadt einmal zu besuchen - auch das finde ich eine schöne Wirkung eines Romans. Schaue mich gleich mal auf Google ein wenig um ...

    Ich hätte mir allerdings ein bisschen mehr Fulke gewünscht ...

    Die Stadt und das ganze Land lohnt sich wirklich. Unbedingt aber einen Abstecher nach Carcassonne machen und auch einmal in Lisse vorbeischauen. :)

    Und Fulke hat seine großen Auftritte im fünften Band, der ja nach ihm benannt ist.

    Ein weiterer Aspekt ist der Einsatz von Bogenschützen gegenüber den Armbrustschützen. Auf Dauer haben sich dann doch die Armbrustschützen durchgesetzt, obwohl sie hier als weniger wirksam beschrieben werden.

    Aber nie gegen die Engländer, wie die späteren Schlachten von Poitiers,

    Crécy und Azincourt zeigen.

    Die englischen Bogenschützen waren erst zu schlagen, als die Feldartillerie der Franzosen so gut wurde, dass man sie sich vom Leibe halten konnte.

    Mac, dieses Schloss ist wirklich wunderschön!! Warst Du da schon mal?


    Danke für die Erklärung, was die Katharer angeht. Das macht das ganze nur schlimmer, wenn man liest, wie man diese Menschen behandelt und verfolgt hat..

    Mehrfach. :)

    Und im September - so Gott will - geht es wieder hin.

    Aber nur ein kurzer Abstecher, denn hauptsächlich stehen andere Schauplätze auf dem Reiseplan.

    Die Vorbereitungen zum nächsten Kreuzug gegen die Katharer fand ich jetzt nicht so interessant. Mir ist klar, dass es den Ausflug gebraucht hat, aber diese Intrige eine päpstlichen Legaten, der ein Heer dazu bringt tausende Menschen umzubringen, nur um sich mit der Königin in den Laken zu wälzen fand ich reichlich daneben. Blanka hat dabei bei mir auch nicht wirklich einen sonderlich positiven Eindruck hinterlassen.

    Ich kann mir vorstellen, dass es wirkjlich so wahr,

    War es auch. Romano Bonaventura hat den Kreuzzug angezettelt, weil er sich bei einem Erfolg Hoffnung machte, zum Papst gewählt zu werden. Wurde dann aber nichts.

    Der ganze Hof wusste von seinem Verhältnis mit Blanka. Sie musste sich bei einer Adelsversammlung deshalb einer Untersuchung unterziehen, wobei geprüft wurde, ob sie eventuell von ihm schwanger war.

    Das ging damals zu, kann ich euch sagen ... ;)

    Dominicus ist mir auch nicht unsymphatisch, sein Ansatz, die Katharer mit Worten überzeugen zu wollen, ist auf jeden Fall richtig, egal ob er selbst jetzt Recht hat oder nicht. Leider kämpft er gegen Montfort auf verlorenem Posten.

    Der Ansatz mag richtig gewesen sein, was die Dominikaner später daraus gemacht haben, war aber einfach nur schrecklich.

    Kein anderer Orden hat sich so durch Verfolgung andersdenkender ausgezeichnet, wie die domini canis - die Hunde des Herrn.

    Wer den Piraten kennt weiß, wie Drake mit ihnen deshalb umgesprungen ist.

    Bei der Befreiung von Toulouse haben mir die Frauen an den Katapulten auf der Stadtmauer besonders gefallen. Ich gehe mal davon aus, dass ihr Einsatz historisch belegt ist?


    Ich hoffe, dass, wenn es jetzt gegen Louis geht, auch endlich Verstärkung aus dem Sherwood Forest kommt ...

    Ich vermisse die alten Kameraden.

    Sowohl dass die Frauen bei der Verteidigung von Toulouse mitgekämpft haben wie auch, dass Simon de Montfort durch einen von Frauen bedienten Katapult umkam ist belegt.

    Die Zitate sind aus Liedern von Troubadouren aus jener Zeit.

    Ebenso die Vernichtung von Marmande. Noch heute erinnern Tafeln in der Stadt an jene Tage.

    Und bezüglich der anderen Sache: Ließ mal schön weiter. :)

    Eines ist mir nicht ganz klar: Was war denn die Glaubensrichtung der Katharer? Ich dachte immer, es war eine Form vom Christentum?:gruebel

    War es auch, aber sie lehnten den protzig zur Schau gestellten Reichtum der Kirche ab, predigten in Häusern und im Freien, so wie es Jesus der Überlieferung nach getan hatte und besaßen auch noch andere, von der Glaubensmeinung des katholischen Klerus abweichende Eigenheiten.

    Und das ging natürlich gar nicht - und so hat man sie als Ketzer gebrandmarkt und umgebracht.

    Mich hat es gewundert, das Robin Ares trotz der schweren Verletzung noch nach Hause bringen konnte..aber vielleicht haben die Pferde dann auch so einen Adrenalinschub, der die Schmerzen erstmal betäubt? Natürlich war es eine gefährliche Situation, aber Robin hätte auf seinen vierbeinigen Freund hören sollen und nicht seinen Kopf durchsetzen sollen..aber wahrscheinlich hatte er keine andere Wahl..

    Siehe meinen Kommentar weiter oben. Die Geschichte unseres Hengstes Ares habe ich im Blut und Banner bewusst so erzählt, wie sie sich im Wesentlichen zugetragen hat. Meine Frau, die ihn in die Schneewehe gesetzt hat, aus der er sich nur mit großer Kraftanstrengung hat befreien können, konnte ihn auch noch nach Hause bringen und eine Weile sah es danach aus, als würde er sich wie nach dem Beinbruch in seiner Jugend erholen, was aber leider nicht der Fall war.

    Einen dieser Fehler muss Ares teuer bezahlen. Für mich unverständlich schafft Robin das arme Pferd nach Lisse. Aus meiner Sicht wäre ein schneller Tod von Ares die bessere Lösung gewesen.

    Ersetze den Treibsand durch eine hohe Schneewehe und du hast die reale Geschichte. So schnell gibt man ein Pferd nicht auf, auch wenn das in Western oft der Fall ist.
    Der Hengst hatte sich eine Beckenfissur zugezogen, die selbst auf dem Röntgengerät kaum zu sehen war. Manchmal heilt so etwas auch von selbst. Daraus entwickelte sich aber eine Ataxie, die nicht mehr in den Griff zu bekommen war.
    Heute steht ein Denkmal von Ares in der Einfahrt zu unserem Hof und sein Herz liegt unter dem Granitstein.


    Über den Vernichtungsfeldzug gegen die Katharer habe ich mich so aufgeregt, dass ich unbedingt ein Buch darüber schreiben wollte. Für die Kreuzzüge in Palästina kann man letztlich zur Not etwas Verständnis aufbringen, betrachtet man sie mit den Augen der damaligen Zeit. Hier standen sich zumindest gleichwertige Kräfte gegenüber und letztlich waren es Rückeroberungsfeldzüge.

    Was man aber den Katharern im Namen Gottes angetan hat, dass ist durch nichts zu entschuldigen. Dafür müsste die Kirchenvertreter noch heute auf den Knien herumrutschen und es ist auf gar keinen Fall mit der halbgaren Entschuldigung getan, zu der sich die Dominikaner einmal vor ein paar Jahren aufgerafft haben.