Beiträge von Bücherdrache

    Nur kurz, mein Essen ruft: Laut einem Tweet von Aaronovitch kommt hoffentlich in der ersten Jahreshälfte 2022 ein neuer Peter-Roman. :freude

    Als nächstes schreibt er dann einen Kurzroman mit Frau Reynolds.


    Leider lässt sich hier kein Tweet einbetten, deswegen nur als Link:

    https://twitter.com/Ben_Aarono…tatus/1447642287362695168

    Ich sag doch: Recherche-Queen ^^^^:knuddel


    Wow, das sind ja mal gute Neuigkeiten :freude

    Erste Jahreshälfte 2022, das heißt dann, dass vielleicht in der zweiten Jahreshälfte die deutsche Übersetzung kommt. Ist zwar noch lange hin, aber auch das geht vorbei :)

    (Da ich die Bücher auf deutsch schon kaum verstehe, werde ich mich aber hüten, mir das englische Original anzutun, das wäre hoffnungslos :lache:lache )

    Ich habe gerade noch mal Google bemüht und einen angekündigten Band 9 gefunden, allerdings auf Englisch, und es ist wieder eine Graphic Novel: Monday, Monday. Erscheint im November diesen Jahres. Die wird tatsächlich als Band 9 der Reihe aufgeführt. Das wundert mich ein wenig, denn die bisherigen Graphic Novels liefen doch irgendwie außerhalb der Reihe, die hatten doch keine fortlaufenden Band-Nummern, oder? :/

    Genauso habe ich das letzte Buch auch empfunden. Das mit dieser ganzen IT-Sprache hat mich ziemlich genervt. Ich glaube mich aber zu erinnern, dss es Sidonie aber besonders wegen dem IT-Zeugs so gut gefallen hat, oder ?

    Ja, genau, das habe ich in dem Leserundenthread auch gesehen :)


    Wenn man vom Fach ist, ist das sicher alles leichter zu verstehen. Ich hatte da gerade in diesen techniklastigen Passagen auch oft das starke Gefühl, dass die gespickt sind mit irgendwelchen Anspielungen auf Bücher, Games oder Filme, aber ich habe keine einzige davon wirklich verstanden. Das ist echt ein Buch für Nerds :lache



    Weiß von Euch jemand zufällig, ob es schon Neuigkeiten über ein weiters Buch von Aaronovitch gibt? Ist der nächste Band schon auf englisch angekündigt? Ich würde zu gerne hier mit der Reihe zeitnah weiterlesen. Aber ich befürchte, es wird wohl noch etwas dauern.

    Ich gucke auch regelmäßig nach Nachschub, gerade gestern erst bei Amazon herumgestöbert Aber da ist offenbar noch nichts in Sicht :rolleyes:

    Wie fandest du den letzten Band Bücherdrache ?

    Hab grad gesehen, dass du den auch drangehängt hast. :grin

    Du auch, gell? :grin

    Anfangs hatte ich extrem Probleme mit dem Buch und ich kam erst nicht wirklich in die Geschichte rein. Dafür hatte ich aber zum Ende hin richtig viel Spaß damit und fand es dann doch so spannend, dass ich es gar nicht mehr weglegen konnte. Ich fand's zwar recht kompliziert mit all diesem IT-Kram, und das darf im nächsten Band gerne wieder etwas weniger Fachkauderwelsch sein, aber es hat mir trotz allem doch gut gefallen.


    Ich hab im Leserunden-Thread zum Buch noch mehr dazu geschrieben, falls es dich interessiert: hier lang :)

    Spontankauf in meiner Buchhandlung. Trickfilmzeichner war mal einer meiner Berufswünsche, deshalb bin ich auf das Buch sehr gespannt:


    Núria Pradas - Der Boulevard der Träume


    Los Angeles, 1932. Die selbstbewusste junge New Yorkerin Sophie Simmons folgt ihrem Herzen nach Hollywood: Sie träumt von einer erfolgreichen Zukunft als Trickfilmzeichnerin. In der Filmwelt Fuß zu fassen, scheint zunächst aussichtslos, doch Sophie lässt sich nicht entmutigen. Als sie eine Anstellung bei Walt Disney findet, muss sie jedoch feststellen, dass die glamouröse Welt der Filmstudios ihre Schatten birgt – besonders für die weiblichen Angestellten. Allen Widerständen und Enttäuschungen zum Trotz verliert Sophie weder die Hoffnung auf eine große Karriere noch ihren unerschütterlichen Glauben an die wahre Liebe. Während zwei Männer um den Platz in ihrem Herzen kämpfen, gerät sie im Filmstudio zwischen die Fronten – und plötzlich muss sie eine Entscheidung treffen, die ihre ganze Welt auf den Kopf stellt.

    ASIN/ISBN: 332810741X

    Weil ich gerade so schön in Schwung war, habe ich direkt nach der Leserunde zu „Die Füchse von Hampstead Heath“ den mir noch fehlenden Reihenband „Ein weißer Schwan in Tabernacle Street“ angefangen und möchte dazu, auch wenn ich jetzt nicht direkt an dieser Leserunde hier teilgenommen habe, noch ein paar meiner Eindrücke niederschreiben, so lange sie mir noch frisch im Gedächtnis sind.


    Jetzt im Nachhinein tut es mir direkt leid, dass ich die Leserunde dazu nicht mitgemacht habe, denn der Band bietet wirklich extrem viel Diskussionsstoff und wirft unendlich viele Fragen auf.


    Das Buch habe ich jetzt in zwei Tagen durchgesuchtet und konnte nicht aufhören zu lesen, obwohl es mir anfangs gar nicht so wirklich gefallen hat und ich totale Probleme mit dem Einstieg hatte. Immer wieder habe ich überlegt, ob ich es nicht weglegen soll, fand es zu verschwurbelt, das Thema zu kompliziert, mochte es einfach nicht, wollte es abbrechen – aber ich konnte es auch nicht weglegen, ich musste einfach immer weiterlesen und irgendwann hatte es mich dann so gepackt, dass ich nur noch so durch die Seiten geflogen bin. Durchzuhalten und einfach möglichst viel am Stück zu lesen hat sich wirklich gelohnt. Auch wenn ich es oft verwirrend fand und bei weitem nicht alles verstanden habe, fand ich es total spannend, vor allem im letzten Drittel.


    Von dem ganzen Hauptthema des Falls habe ich zumindest rudimentäre Grundkenntnisse, aber das reicht offenbar einfach nicht, um der verzwickten Geschichte wirklich folgen zu können. Ein abgeschlossenes Informatikstudium und ein Job im Silicon Valley oder zumindest ein Dasein als Voll-Nerd wären da wohl ganz hilfreich gewesen npWBP.gif


    Das Thema finde ich von Grund auf schon ziemlich kompliziert, und der Autor versteigt sich dann auch noch seitenweise in Tech-Sprech und Nerdwissen, was mich anfangs ziemlich genervt und verwirrt hat, was ich dann aber einfach als gegeben hingenommen und nur überflogen habe, wenn wieder mal so eine Stelle kam. Auch die unglaublich vielen Personen mit Real- und zusätzlich noch Spitznamen, dazu viele Gruppierungen und Organisationen und Verflechtungen, fand ich verwirrend. Der Autor mutet seinen Lesern oft schon ziemlich viel zu, aber es lohnt sich immer, denn er schreibt einfach so unglaublich genial und gut und witzig und geistreich und farbig, dass es einfach eine Freude ist, seine Bücher zu lesen.


    Abgesehen davon, dass es ab der Hälfte wirklich sehr spannend und mitreißend wurde, gab es auch viele kleine Szenen und Details, die mir total gut gefallen haben. Beverleys Bäuchleinstützkonstruktionen zum Beispiel, oder ihre Liebeserklärung an Peter, die Folly-Szenen, den Käsebällchen-observierenden Fuchs, dass Sarah Guleed wieder aufgetaucht ist, und so viele mehr. Am besten gefiel mir hier aber Peter als Magiewirker, der hat inzwischen schon so viel gelernt, dass er bei Zaubern vierten Grades angelangt ist und das alles richtig gut drauf hat inclusive Dämonenfallenentschärfen. Er ist mittlerweile ein richtig guter Zauberer geworden – wenn ich das richtig verstanden habe, denkt Nightingale ja sogar schon an seine Rente.


    Besonders angetan haben es mir diese vielen kleinen Zauber, die Peter benutzt oder sogar selbst entwickelt hat, solche Sachen wie den Teleskopzauber oder den Infrarot-Zerstörer, Wasserbomben und Feuerbälle und all diese vielen kleinen Alltagszauber, mit denen er dauernd herumhantiert. Da überkommt mich manchmal schon der Wunsch, so etwas auch zu beherrschen.


    Eine Szene, die ich dagegen extrem gruselig und düster fand, war die am Schluss, wo sich in Skinners Lagerhalle dieses Portal auftut … „und dann sah mich etwas aus der Finsternis heraus an. Etwas Gewaltiges, Kaltes, Fühlloses.“ OMG, da hat’s mich echt geschüttelt =O


    Auch wenn mir der Einstieg ins Buch ein wenig schwerfiel und ich es teilweise zu technisch und kompliziert fand, war es megaspannend und wie immer saugut geschrieben. Trotzdem hoffe ich, dass die nächsten Fälle wieder etwas weniger Fachwissen voraussetzen :)

    Dazu noch auf einmal die vielen neuen Namen, ich war schon kurz davor, wieder eine Liste anzulegen .

    Das ist bei diesem Autor ja grundsätzlich nie verkehrt :lache

    Nach dem Leserundenbuch habe ich jetzt noch den "Weißen Schwan in der Tabernacle Street" angefangen, das kann ich auch nur mit Stift und Zettel lesen, da ist es mit den Namen (und zugehörigen Spitznamen) ja noch schlimmer :hmm^^

    Die Schattendame fand ich auch großartig beschrieben (und sehr traurig); das war auch so ein schönes viktorianisches Flair. Am traurigsten fand ich aber immer die Momente, in denen zur Sprache kam, dass niemand Abigails Bruder helfen kann; da hat mir Abigail immer unendlich leid getan.

    Ja, das stimmt. Weiß man eigentlich, was genau das für eine Krankheit ist, die ihr Bruder hat? Wurde das schon mal erwähnt?

    Dieser Deal, den der Genius Loci Abigail am Schluss vorgeschlagen hat, war ja auch megafies. Also ihren Bruder praktisch in der Zeit zu konservieren, so dass er möglicherweise später eine Heilungschance hat und solange fröhlich bei ihm leben kann. Der wusste ganz genau, womit er Abigail ködern kann. Dieses Angebot war bestimmt eine große Versuchung für sie.


    Beim Füchse-Googlen habe ich übrigens entdeckt, dass es in den 1960ern schon mal ein Buch über Füchse von Hampstead Heath gab. Da können die Füchse zwar nicht reden, aber dafür Briefe schreiben. Und es gibt einen kleinen Jungen (also einen Menschen), der sich mit den Füchsen angefreundet hat. Ob Aaronovitch dieses Buch wohl in seiner Kindheit gelesen hat?

    Ich muss wieder mal meinen imaginären Hut ziehen, du bist echt die absolute Recherche-Queen all unserer Leserunden ... wo du solche Sachen immer ausgräbst, ist mir schleierhaft. So etwas würde ich niemals finden :anbet


    Dass DAS Zufall wäre, glaube ich auch nicht! Bestimmt kennt er dieses Buch, das klingt schon sehr nach Inspirationsquelle. Aber ich finde es schön, wenn man sich solche Buch-Erinnerungen über so lange Zeit bewahren kann und dann noch als Grundidee für eine eigene Geschichte hernimmt, die zwar dann letztendlich ganz anders klingt, bei der man aber noch die Ursprungsquelle durchblitzen sieht.

    Hat er jedenfalls gut gemacht :)


    Wo sind denn eigentlich die anderen Teilnehmer der Leserunde abgeblieben? :/

    Letzteres trifft es wohl eher, denke ich. Aaronovitch erklärt ja seit dem ersten Band nur das Allernötigste und überlässt alles andere den Spekulationen der geneigten Leserschaft. Ein bisschen faul und bequem ist diese Herangehensweise schon, finde ich ;), und ich mag es bei Fantasy auch grundsätzlich eigentlich lieber, wenn die Magie und magische Prinzipien und sowas eine solide, logische Grundlage haben. Aber bei dieser Reihe finde ich es jetzt auch nicht schlimm, dass Aaronovitch sich so viel Spielraum lässt. Mittlerweile habe ich mich eh daran gewöhnt, dass wir nicht immer jedes Detail seiner Geschichten vollumfänglich verstehen. :lache

    Geht mir auch so ähnlich. Mir ist es schon auch lieber, wenn man als Leser das Magiesystem einigermaßen verstehen und nachvollziehen kann, wie das alles funktioniert. Aber ich habe auch schon bei weitem Schlimmeres gelesen, wo es einfach lapidar heißt "Sie zaubert", ohne auch nur irgendeinen Hauch von Erklärung zu liefern. So etwas ärgert mich dann, weil ich mir veräppelt vorkomme und finde, dass ein Autor sich mit seinem Buch oder seiner Fantasywelt schon auch Mühe geben darf.

    Aber wenigstens beschreibt Ben Aaronovitch die Magie in Grundzügen (großzügig ausgelegt), damit bin ich bei seinen Büchern ganz zufrieden. Irgendwie hat er bei mir sowieso Narrenfreiheit und kann sich viel mehr erlauben als andere Autoren, einfach weil er hammermäßig gut schreibt und richtig tolle, verrückte, einzigartige Ideen hat. Das macht für mich vieles wett :)

    Kleiner Nachschlag zu unserer Leserunde:


    Ben Aaaronovitch - Ein weißer Schwan in Tabernacle Street


    Peter Grant, unser Londoner Lieblings-Bobby und Zauberlehrling, steht vor völlig neuen privaten Herausforderungen. Welche ihn zu gleichen Teilen mit Panik und Begeisterung erfüllen. Beruflich bekommt er es mit der Serious Cybernetics Corporation zu tun, dem neuesten Projekt des Internet-Genies Terrence Skinner. Und prompt holt die Magie ihn wieder ein. Denn in den Tiefen der SCC ist ein Geheimnis verborgen, eine geheime magische Technologie, die zurückreicht bis weit ins 19. Jahrhundert, das Zeitalter von Ada Lovelace und Charles Babbage. Und die brandgefährlich ist für die Welt.

    ASIN/ISBN: 3423219661

    Kapitel 22 bis 30.


    Ob das Haus einfach nur einsam ist?

    Ob die Bauarbeiten deswegen dort aufgehört haben?

    Aber wieso passiert das jetzt und nicht schon immer? :/ Gab es einen Auslöser?

    Ich glaube, das ist die beste Erklärung für die ganzen Vorgänge ... dass das Haus schlicht und ergreifend einsam ist. Mir kam es stellenweise auch so vor, dass es einfach fröhliche Gesellschaft sucht und nicht alleine sein will. Vielleicht will es auch nicht umgebaut werden und hat deswegen die Bauarbeiter vergrault :gruebel


    Gute Frage, warum das alles gerade jetzt passiert, das Haus steht ja schon lange und ist schon alt. Oder vielleicht gab es ja schon öfter solche Vorfälle mit verschwundenen Kindern, und es hat nur niemand den Zusammenhang zu diesem Haus herstellen können?

    Kapitel 22 bis Ende


    Gestern habe ich das Buch noch zu Ende gelesen, ich konnte leider nicht aufhören und wollte unbedingt noch wissen, wie es ausgeht. Am Schluss hatte ich auch die Bestätigung, dass ich mit all den Spekulationen, die ich in der Mitte des Buches angestellt hatte, wieder einmal komplett daneben lag, und zwar absolut komplett. Weder war Simon selbst in den Fall verstrickt, noch hatten die Schausteller im Vale of Health etwas damit zu tun. Irgendwie machen diese Bücher einen echt paranoid – hinter jeder noch so harmlosen Szene wittert man da mysteriöse Geheimnisse :grin


    In Kapitel 23 war ich zuerst einmal völlig überfordert – ich hatte keinen Plan, worum es geht und wer da überhaupt der Erzähler ist, als diese Visionen losgingen. Das war total verwirrend und diese Szenen habe ich auch nicht gerne gelesen. Obwohl es gut geschrieben war und auch sehr anschaulich, fand ich diese Stellen, wenn Abigail in die Erinnerungen einer anderen Person schlüpft, irgendwie einfach nur nervig.


    Das Haus im Ganzen war aber toll beschrieben, das hat mir richtig gut gefallen. Diese sich überlagernden Gesichter, oder die Szene, in der Abigail die Treppe hinabgeht und mit jedem Schritt mehr in dieser Vision oder Parallelwelt landet, das war echt klasse und auch ein bisschen gruselig, eine tolle Idee.


    Ein besonderes Kapitel war auch das, in dem Indigo ihre Geschichte erzählt, die war gleichzeitig lustig und nachdenklich, echt schön. Da habe ich mich gefragt, ob das auf einem Mythos oder Märchen unserer Welt basiert, oder ob der Autor das auch erfunden hat. In jedem Fall aber eine wirklich schöne Story. Das erklärt jetzt auch plausibel, wann Katzen angefangen haben, Menschen als persönliche Arbeitssklaven zu halten – an der Stelle musste ich spontan losprusten, so genial :oha


    Schön fand ich auch, dass Simons Mum Abigail geholfen hat. Die beiden scheinen sich richtig zu mögen, auch wenn sie es nicht so direkt zeigen. Das hat mich echt gefreut. Die Mutter hört Abigail immer erst mal aufmerksam zu und behandelt sie nicht einfach wie ein unwissendes Kind, das zeigt Größe, finde ich. Auch, dass sie ihr dann hilft, aus dem Polizeirevier zu entkommen und das ganze Material besorgt, dass Abigail für ihren zweiten Haus-Besuch angefordert hat. Simons Mum ist also ein richtig hohes Tier im Innenministerium und eine waschechte Spionin im Auftrag der Krone, sehe ich das richtig?


    Zum Ende hin gab es auch einige Szenen, die ich als ziemlich traurig empfunden habe. Bei dem Gespräch zum Beispiel, das Abigail im oberen Flur des Hauses mit der Schattendame führt und diese realisiert, dass nicht Abigail das Gespenst ist, sondern sie selbst. Das fand ich echt herzzerreißend. Und auch die Geschichte von Charles, dem schwerkranken Jungen, war traurig. Eigentlich ist es nur rührend, was das Haus tut, also der Genius Loci – der beschwört ja im Grunde nur glückliche Erinnerungen herauf, wer kann es ihm verdenken. Auch wenn es natürlich falsch ist, dass er dazu Kinder anlockt und benutzt.


    Was ich bei dieser ganzen Sache nicht so ganz verstanden habe, das ist, warum der Genius Loci unbedingt Schauspieler braucht, um diese ganzen Erinnerungssequenzen nachzustellen. Ihm geht es ja irgendwie nur darum, diese glücklichen Momente wieder aufleben zu lassen, die das Haus im Lauf der vielen Generationen erlebt hat, Freude und Fröhlichkeit zu verspüren. Die Fröhlichkeit zieht er ja offenbar aus der Anwesenheit der Kinder, da verstehe ich noch halbwegs, warum er sie braucht. Aber würde es nicht reichen, wenn er diese ganzen Bilder und Szene einfach als Vision heraufbeschwört? Die Macht dazu besitzt er ja offenbar, sogar mehr als genug davon. Warum müssen es reale Menschen sein, die das für ihn spielen? Zapft er in diesem Moment deren Gefühle an? Aber das macht er ja sowieso schon dauernd, wenn er sich von ihrer Fröhlichkeit „ernährt“. Das war für mich alles irgendwie nicht so ganz nachvollziehbar :/


    Das letzte Kapitel war auch noch witzig, als Simons Mum Abigail als Nachwuchs-Spionin anheuert. Das lässt auf Folgebände hoffen :)

    Ach, es gäbe noch so viel zu schreiben, aber ich höre jetzt mal auf und gehe Abendessen machen ...

    Aaronovitch könnte solche Diskussionen ruhig mal in seine Bücher einbauen. Ich hätte nichts dagegen, wenn solche Fragestellungen mal erklärt würden. Ein bisschen Unterricht im Folly wäre nicht schlecht; manchmal finde ich das Magie-System in dieser Welt doch sehr unklar. (Also, mir ist nicht immer klar, wie das alles funktioniert.)

    Ja, das stimmt, es wird nicht immer wirklich verständlich erklärt. Und die Erklärungen verstecken sich dann oft noch in nebensächlichen Szenen, so dass man es manchmal gar nicht richtig mitbekommt. Zum Beispiel wenn Peter wieder an irgendetwas herumbastelt und dann so eine Zwei-Sätze-Mini-Erklärung kommt, dass er da etwas Magisches ausprobiert und wie das funktioniert. Wie etwa die Innereien von Handys zu schrotten o. ä.


    Vielleicht ist das Große und Ganze aber auch für einen Autor generell schwer zu erklären und dann auch noch so in eine Handlung einzubauen, dass es nicht langweilig klingt. Und ich schätze auch, dass er sich viele Ideen und Handlungsstränge und Richtungen, in die die Geschichte gehen könnte, ziemlich verbaut, wenn er das Magiesystem schon so supergenau und detailliert festlegt. Wenn er es eher vage hält, hat er beim Schreiben viel mehr Freiheit, mehr Optionen, und kann viel mehr Ideen umsetzen. Möglicherweise spielt das ja auch eine Rolle :gruebel


    Und seine Leser hätten ja dann gar nichts mehr zum Herumrätseln und Diskutieren ^^

    Es gibt wieder einen neuen Jugendthriller von Ursula Poznanski, habe ich gerade gesehen. Erscheint morgen:


    Ursula Poznanski - Shelter


    Die Idee war völlig verrückt und sie wären niemals darauf gekommen, wenn die Party nicht so aus dem Ruder gelaufen wäre. Aus einer Katerlaune heraus erfinden Benny und seine Freunde eine irre Geschichte über außerirdische Besucher und verbreiten sie im Internet. Gespannt wartet die Clique ab, was passiert. Zu ihrer eigenen Überraschung nehmen immer mehr Menschen die Sache für bare Münze und Bennys Versuche, alles aufzuklären, bringen ihn schon bald in Lebensgefahr.

    Was, wenn du dir eine völlig absurde Geschichte ausdenkst, sie zum Spaß in die Welt setzt und plötzlich glauben alle daran? Ein schockierender Thriller über einen Streich, der zur verwirrenden Realität wird.


    Ursula Poznanskis neuer und hochaktueller Bestseller ist eine wache Analyse der Mechanismen moderner Verschwörungstheorien und ihrer Auswirkungen.

    ASIN/ISBN: 3743200511

    Bleibt bei allen magischen Handlungen ein Vestigium zurück oder muss es eine bewusste magische Handlung sein (also eine, die die Person bewusst durchführt)?

    Hm, gute Frage :gruebel

    Wenn ich raten müsste, würde ich sagen, dass immer ein Vestigium zurückbleibt, egal ob absichtlich oder unabsichtlich gezaubert. So wie ich das verstanden habe, ist Vestigium ja eine Art verdichtetes Echo oder Abdruck dessen, was an einem Ort passiert und wer oder was dort gewesen ist. Und Magie hinterlässt bestimmt einen recht starken Abdruck, könnte ich mir vorstellen, auch wenn sie unabsichtlich bewirkt wurde oder nur wenig ausgeprägt ist. Ich würde schon denken, dass auch bei einem unwissentlichen Zauber wenigstens ein Hauch davon hängenbleibt. Aber wenn das Vestigium nur gering ist, kann das vielleicht nur ein erfahrener Magier erschnuppern. Als wäre es wohl durchaus möglich, dass hier zwar eins da ware, Abigail es aber nicht wahrnehmen kann.


    Ich komme mir gerade vor wie im Folly bei einer wissenschaftlichen Diskussion unter Magiern *Zauberstab beiseite leg und Sternenhut absetz* :rofl


    Für das "Simon vs. Tür"-Dilemma fallen mir zwei mögliche Erklärungen ein:

    i ) Er hat tatsächlich magische Fähigkeiten. (Ob er sich dessen bewusst ist oder nicht)

    ii ) Simon hat keine magischen Kräfte, sondern das Haus selbst entscheidet, wen es reinlässt und wen nicht.

    Das Haus selbst ... wow, auf diese Idee bin ich überhaupt nicht gekommen. Wie cool! :licht

    Das wäre eine tolle Lösung. Und auch eine plausible. Denn Simon hat nicht den Eindruck gemacht, als würde er das mit Absicht machen, sondern als wüsste er gar nicht , dass er überhaupt irgend etwas Ungewöhnliches tut.

    Na, da bin ich jetzt auf die Erklärung im Buch gespannt 8|

    Heute morgen habe ich noch bis Kapitel 21 weitergelesen und es werden heute sicher noch mehr. Ich schreibe später noch was dazu.

    Ich habe gesehen, dass ihr auch alle gerade in dem Haus mit dem Baugerüst seid, deswegen will ich da nur schnell was fragen, weil mir das jetzt total unter den Nägeln brennt :trippel


    Was sagt ihr denn zu Simons völlig überraschend aufgetauchter (Kapitel 21) Eigenschaft, versperrte Türen öffnen zu können, obwohl das gar nicht funktionieren dürfte? Da haben bei mir sofort sämtliche Alarmglocken losgeschrillt. Wenn der irgendwelche magischen Fähigkeiten hat, müsste Abigail das nicht merken? Aber wenn es keine Magie ist, was kann es sonst sein? Der wird mir immer mehr suspekt. Schon seine gefährliche Klettereien und Adrenalin-Aktionen, und jetzt noch ein mysteriöses Einbruchstalent. Der ist doch bestimmt mehr, als er zu sein vorgibt. Vielleicht hat er ja sogar etwas mit den verschwundenen Kindern zu tun? Oder? Was denkt ihr? :wow

    Gestern habe ich mich so auf einen richtig faulen Lesesonntag gefreut, aber dann hat mir leider meine bucklige Verwandtschaft liebe Familie einen Strich durch die Rechnung gemacht. Lesen konnte ich abends zwar noch ein bisschen, aber zum Posten von irgendwas bin ich dann einfach nicht mehr gekommen.

    Gelesen habe ich die


    Kapitel 7 bis 16


    Inzwischen gefällt mir das Buch immer besser, und es macht total Spaß, Abigail bei ihren Abenteuern zu folgen, die ist einfach richtig cool. Aber die eigentlichen Stars des Buchs sind für mich eindeutig die Füchse, vor allem Indigo. Jetzt weiß ich auch endlich, was ihr gemeint habt – die sind ja sowas von niedlich und knuffig. Beim Lesen dieser Szenen hatte ich ständig eine Wolke roter Herzchen über dem Kopf schweben ... „Krauldings bitte!“ :love::love::love:


    Über diesen ganzen Füchse-Spionagekram könnte ich mich kringeln … die könnten in jedem James Bond Film auftreten. Beschattung, Decknamen, geheime Codes für die verschiedenen Hunderassen, und eine mysteriöse „Control“, die ihnen Anweisungen gibt (Indigo sagte zwar, sie nähmen von Katzen keine Befehle entgegen, aber möglicherweise vielleicht von einer Katzenlady? Einen klitzekleinen Moment habe ich überlegt, ob die vielleicht hinter dieser geheimnisvollen Control stecken könnte. Es ist ja nicht gesagt, dass das auch ein Fuchs ist :gruebel)


    Abgesehen davon, dass ich die Füchse echt absolut putzig finde, gefällt mir auch der Fall immer mehr, das wird richtig allmählich richtig fesselnd. Auf die Lösung bin ich ja sehr gespannt, vor allem darauf, was mit diesen Kindern während ihres Verschwindens passiert. Da gibt es noch keine plausible Erklärung, aber ich hätte da schon einige Theorien … ich denke, sie werden in jedem Fall auf irgendeine Art und Weise für etwas „benutzt“, was auch immer das sein könnte. Irgendeinen Zweck oder eine Aufgabe müssen sie wohl in dieser Zeit erfüllen. Nach dem, was ich bis jetzt herausgelesen habe, kommen sie ja völlig unversehrt nach Hause zurück, zumindest körperlich. Aber ihr Geist scheint irgendwie beeinflusst worden zu sein, ihre Erinnerungen an diese Tage werden komplett gelöscht, und zwar nicht erst vom Zeitpunkt ihres Verschwindens an, sondern schon vorher, denn sie wissen ja offenbar auch nichts mehr davon, dass sie andere Kinder zu nicht stattfindenden Treffen eingeladen haben, sie also Lockvogel gespielt haben. Nur für wen?


    Und sie mögen keinerlei Erinnerung mehr haben, aber was mich jetzt interessieren würde, das wäre, ob sie sich irgendwie anders fühlen, seit sie wieder zuhause sind, ob sie Veränderungen in ihren Gewohnheiten, ihren Gefühlen, ihrer Psyche bemerken. Vielleicht könnte man dadurch Hinweise auf ihren Aufenthaltsort bekommen, oder darauf, was mit ihnen passiert ist. Vielleicht sind sie irgendwie magisch begabt, ohne es zu wissen, und jemand saugt ihnen die Magie ab. Obwohl das bei der Menge an Kindern, die verschwunden sind, wohl eher unwahrscheinlich ist, das wären schon recht viele unerkannte Magiebegabte. Aber irgendwas in diese Richtung würde ich vermuten.


    Ich habe mich auch gefragt, ob dieser „Rattenfänger“ möglicherweise etwas mit den Schaustellern im Vale of Health zu tun hat. Die Katzenlady beschreibt ihn als Typ mit Flöte, in rot und gelb, mit tänzelnden Füßen. Das hat mich sehr an einen mittelalterlichen Gaukler erinnert (okay, das kann auch gut ein Feuerwehrmann mit Trillerpfeife sein :chen), vielleicht hat sich da jemand incognito und gut getarnt den Schaustellern angeschlossen und reist so unerkannt durch die Lande, um Kindern wer weiß was anzutun. Und in diesem Vale of Health, wo die Schausteller einen Lagerplatz haben, ist auch dieses Goth Girl mitsamt dem Nerdjungen vorübergehend verschwunden. Könnte ja ein Zusammenhang sein. Naja, mal sehen, wie immer bin ich wohl auf der komplett falschen Fährte :beleidigt:lache


    Wen ich auch ein bisschen merkwürdig finde, ist Simons Mum. Ich würde zu gern wissen, was die beruflich so macht, das kam noch gar nicht zur Sprache, wenn ich es nicht überlesen habe. Abigail ist beim Heimfahren in ihrem Auto ja ein Airwave Funkgerät aufgefallen, das nur Polizei, Feuerwehr und ähnliche Einsatzkräfte haben, also müsste sie ja auch in diesem Bereich tätig sein. Vielleicht spielt das irgendwann im Lauf der Geschichte noch eine Rolle. Und ich glaube allmählich auch, dass Simons tollkühne Turnaktionen und seine Baumklettereien noch eine Rolle spielen werden, sonst würde der Autor wahrscheinlich nicht gar so darauf herumreiten.


    Diese Andeutungen in der Szene mit Fleet und Distel und dem Picknick habe ich auch nicht so ganz verstanden, erst ein Meteorologievortrag und dann kryptische Hinweise … wenigstens hat Abigail etwas davon kapiert oder zumindest haben die Hinweise bei ihr neue Ideen ausgelöst. Mal sehen, was sie als nächstes tut. Bin mittlerweile echt total gespannt darauf, wie sich das alles entwickelt.


    Ich bin jetzt zwar erst knapp vor der Mitte des Buches, aber ich kann jetzt schon sagen, dass es für mich der bislang beste der vier Einzel- oder Zusatzbände ist. Die anderen drei (Oktobermann, Metropolitan Line, British Library) waren auch gut, aber bei weitem nicht so fesselnd und gleichzeitig lustig wie der hier. Ich finde auch, dass man hier spürt, wie viel Spaß der Autor wieder beim Ausdenken und Schreiben hatte, das habe ich in den anderen drei Bänden ein wenig vermisst. Diesmal hat er es aber wieder richtig gut hingekriegt :thumbup:

    Ich finde sie einfach nur hinreißend. So einen süßen Fuchs hätte ich auch gerne zu Hause

    Ja, ich auch *meld* :love:


    So ein süßes sprechendes Haustier wäre schon was. Aber wahrscheinlich würden sich die Gespräche halt doch auf Aussagen beschränken wie "Gib mir Futter!", "Geh mit mir spazieren!", "Kraul mich!" oder irgendwelches andere Gezeter. Dann vielleicht doch lieber nur ein aussagekräftiges "Miau" :lache

    An diese Szene kann ich mich auch nicht erinnern. Vielleicht kam die mal in einer der Graphic Novels vor? Oder ich bin einfach zu vergesslich.


    Das ist ja schade, dass die Karte nicht in die deutsche Ausgabe übernommen wurde. Aus Copyright-Gründen traue ich mich nicht, sie abzufotografieren und hier einzustellen. Aber in der Leseprobe bei Amazon kann man sie sehen:


    ASIN/ISBN: 1473224357

    Vielleicht ist die Szene wirklich einfach nicht wichtig. Oder vielleicht soll dieser Hinweis auf Abigails Erlebnis auch nur irgendwie andeuten, dass sie ein recht aufregendes Leben führt und auch außerhalb dieses Buches oder der Szenen mit Peter in alle möglichen abenteuerlichen und abstrusen Sachen verwickelt wird. Über ihr Leben außerhalb der Fälle erfährt man ja eher wenig.


    Ich könnte sie mir aber gut als Nachfolgefigur von Peter in einer Fortsetzung der Romanreihe vorstellen, die ihn vielleicht eines Tages mal beerbt. Oder evtl kriegt sie ja auch eine eigene Reihe. Die würde ich auf jeden Fall lesen wollen. Aber mit Füchsen, bitte.


    Danke für den Hinweis mit der Karte in der Leseprobe, die ist total hübsch gezeichnet. Echt schade, dass die in den deutschen Ausgaben nicht drin ist.


    Vorhin habe ich mir auch mal bei Google Maps Hampstead Heath angeschaut, das ist ja ein riesiges Gebiet, eine richtige Wildnis mitten in London, Das hätte ich mir viel kleiner vorgestellt. Ich habe die ganzen Wege abgelaufen, die Abi schon gegangen ist, auch ganz aktuell den zum Picknick am Ladies Pond vorbei. Sowas mache ich gern, dass ich mir die Orte aus Büchern (sofern real vorhanden) auf Karten oder auf Bildern anschaue, das bringt irgendwie noch mehr Verbindung zur Geschichte.

    Huch, ihr seid ja alle schon so weit ... bei den Füchsen bin ich noch gar nicht. Da muss ich nachher noch einiges aufholen *flitz*


    Interessant finde ich die Freundschaft von Abigail und Simon, weil die beiden zu unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten (wenn man das so nennen will) gehören. Ich vergesse immer wieder, dass Abigail so einen traurigen familiären Hintergrund hat. Simon scheint dagegen eher übermäßig behütet aufzuwachsen. Seine Mutter finde ich aber irgendwie seltsam.

    Ich finde auch, dass die beiden ein gutes Team abgeben, obwohl sie sehr verschieden sind. Nicht nur, was den familiären Hintergrund betrifft, die beiden sind auch vom Charakter und Auftreten her sehr unterschiedlich, finde ich. Simon ist ja etwa gleich alt, aber irgendwie noch viel kindlicher als die taffe Abigail. Und er fällt nicht auf ihr abschreckendes Gebaren herein. Die Szene fand ich süß, als sie sich begegnen. Er fragt sie was und sie guckt nur böse, in der Hoffnung, dass ihn das abschreckt, aber ihn kümmert das gar nicht. Solche Eigenschaften wird er auch brauchen, wenn er mit ihr zu tun hat :love:


    Erstmal habe ich sehr gefreut, dass wir diesmal eine Karte bekommen. Ich liebe Karten in Büchern!

    Du liest die englische Ausgabe, gell? In der deutschen ist gar keine Karte, zumindest in meiner nicht. Sehr schade :beleidigt


    Jetzt muss ich schnell zu den Füchsen galoppieren ... :reiter