Beiträge von Bücherdrache

    Ich husche mal kurz hier durch und werfe ein Lebenszeichen in die Runde. In letzter Zeit habe ich mich recht rar gemacht, das tut mir auch sehr leid - es war leider zwangsläufig, weil Zeit, Nerven und Gesundheit im Moment nicht so recht mitspielen. Zur Zeit mag ich nicht mal lesen, ich glaube, im August und September habe ich zusammen kaum drei Bücher geschafft :wow

    Aber ich hoffe, dass die Durststrecke irgendwann auch wieder überwunden sein wird.


    Ich hoffe, es geht euch so weit gut, ihr seid alle wohlauf und habt eine schöne Zeit. Fühlt euch gedrückt und geknuddelt :knuddel1:knuddel


    Sidonie und Lily_Bart

    Ihr zwei Lieben, die noch ausstehenden Peter Grant Bücher kann ich wohl nicht mitlesen bzw mich an der LR aktiv beteiligen, das schaffe ich derzeit einfach nicht. Ich hoffe, ihr seid mir nicht böse :knuddel1

    Di Morrissey; Das Dornenhaus; 1,8

    Gemma Malley; Der Pakt; 2,0

    Gemma Malley; Widerstand; 2,0

    Felix Anschütz, Nico Degenkolb; Entschuldigung, wo gibt's hier passionierte Tomaten?; 2,0

    Charlotte MacLeod; Eine Eule kommt selten allein; 2,5

    Philip Reeve; Krieg der Städte - Mortal Engines 1; 1,5

    Philip Reeve; Jagd durchs Eis - Mortal Engines 2; 1,3

    Philip Reeve; Der grüne Sturm - Mortal Engines 3; 1,3

    Philip Reeve; Die verlorene Stadt - Mortal Engines 4; 2,2

    Ihr Lieben, ich kann leider doch nicht an der LR teilnehmen. Das macht mich echt traurig, weil ich sehr gerne mitgelesen hätte, aber ich schaffe das zeitlich beim besten Willen nicht.


    Ich hatte mich ja ohnehin nur unter Vorbehalt angemeldet, weil ich schon wusste, dass im August einiges auf mich zukommt, und natürlich ist jetzt auch der worst case eingetreten und ich habe ausgerechnet die ersten drei Augustwochen pickepackevoll mit Arbeit und Terminen. Da wird ohnehin kaum Zeit zum lesen bleiben, und ich kann mir nicht vorstellen, dass ich nach acht oder zehn Stunden streichen und tapezieren und Möbelschleppen abends noch den Nerv für ein so dickes, anspruchsvolles Leserundenbuch haben würde.


    Tut mir sehr leid, ich hätte mich gern beteiligt, aber es lässt sich in den nächsten paar Wochen einfach nicht bewerkstelligen. Ich hoffe, es klappt ein andermal mit einem der schönen, interessanten Bücher, die ihr immer aussucht :wave

    Guten Morgen/Mittag :wave

    Da ich bei allen ausrangierten Sachen immer noch überlege, ob und wie ich sie weiterverwenden könnte, hier noch ein kleiner Tipp:

    Seifensäckchen kann man auch wunderbar selbst aus ausgedienten Duschschwämmen machen - dann kosten die nicht einmal etwas und man verwertet noch die alten Schwämme weiter.


    Ich meine solche hier aus Nylontüll, die gibt es u. a. in Supermärkten oder Drogeriemärkten für ca. 1 Euro. Die habe ich öfters in der Dusche hängen. Ab und zu stopfe ich sie in ein Wäschenetz und sie wandern in die Waschmaschine. Die halten theoretisch ewig, aber bei häufigem Gebrauch dröseln die sich allmählich auf und werden so fledderig.

    Man muss die aber nicht wegwerfen, denn wenn man das Bändchen durchschneidet, das sie in der Mitte zusammenhält, bekommt man einen etwa 20cm breiten und 2 m langen Schlauch aus Nylontüll. Aus dem lassen sich im Nu kleine Seifensäckchen nähen. Geht auch von Hand, man braucht nicht unbedingt eine Nähmaschine. Wenn man den Tüll doppelt nimmt, werden die Beutel auch etwas stabiler. Oben eine Kordel durch die Gittermaschen ziehen, fertig

    Hester Shaw ist vor allem eine Figur, zu der man über alle Bände hinweg ein ambivalentes Verhältnis hat. Sie leidet unter ihrer Verunstaltung, was ihren Charakter extrem beeinflusst, sich auf ihr Selbstwertgefühl auswirkt und authentisch macht. Ich mochte sie als Figur sehr, auch oder gerade, weil ich viele ihrer Worte und Taten schrecklich fand, die aus ihrer Sicht aber verständlich und konsequent sind. Das ist eine interessant Figur, zu der das Filmgesicht überhaupt nicht passt. Die Buchreihe ist voll solcher spannenden Charaktere.

    Das ist wahr, neben der Welt mit den fahrenden Städten finde ich die Figuren auch das Bemerkenswerteste an der Reihe. Die Bücher sind voll von originellen Charakteren, selbst die Nebenfiguren sind immer irgendwie besonders und unverwechselbar. Einer meiner besonderen Lieblinge ist ja Pennyroyal :lache

    Überhaupt liebe ich vor allem diese verrückten Namen, die die Personen haben, die sind einfach herrlich.


    Und Hester ist wirklich ein ganz spezieller Charakter. Als Leser macht man mit ihr einiges mit und ich habe bei ihr ein breites Spektrum von Emotionen durchlaufen, Mitleid mit ihr, Verständnis für ihre Handlungen, und dann wieder fassungsloses Kopfschütteln oder Wut über ihr oft so extremes Verhalten. Man weiß immer gar nicht, ob man sie knuddeln oder lieber gegen die Wand schlagen möchte. Und genauso zerrissen wie die Figur selbst ist auch der Leser bei ihr.


    Gerade dass sie unter ihrem entstellten Gesicht so leidet und deswegen auch immer an ihrem Wert zweifelt, dass sie überhaupt so eine zwiespältige, unberechenbare Figur ist, das kam alles im Film überhaupt nicht rüber. Mir macht es normalerweise nicht so viel aus, wenn die Verfilmung nicht hundertprozentig identisch ist mit der Buchvorlage, aber das hier war selbst mir zu arg.


    Zum Beispiel (Achtung, krasser Spoiler!! Wer sich die Überraschung nicht verderben will, bitte weggucken!):



    Die Handlung ist auch stellenweise so wirr und hektisch, dass man kaum kapiert, um was es da überhaupt geht. Ich bin mir nicht sicher, ob ich sie verstanden hätte, wenn ich nicht zuvor das Buch gelesen hätte, so sehr der Film dann letztendlich auch davon abweicht.

    Also falls es sich jemand überlegt: lieber die Bücher lesen!


    Bücherdrache , ich habe nur den Film gesehen und fand ihn wie alle Actionfilme, nur mit einem anderen Setting - nix besonderes.

    Daraufhin hatte ich keine Lust mehr, das Buch zu lesen. Aber jetzt vielleicht doch noch.

    Da haben sie sich wohl nicht getraut, Hester so rüberzubringen wie im Buch, das wäre viel besser gewesen.

    Hester ist schon speziell, nicht nur vom Aussehen her. Sie ist ganz sicher kein Charakter zum Knuddeln und Liebhaben und hollywood-geeignet ist sie auch nicht, zumindest nicht für so eine Blockbuster-Produktion nach gewohntem Schema. Da wollte man wohl die typische taffe Fantasy-Abenteuer-Heldin, mit der sich die Zuschauer(innen) auch identifizieren können. Ich glaube auch, dass sie sich das nicht getraut haben, sie vorlagengetreu umzusetzen.


    Aber die Bücher sind defintiv viel viel besser als der Film! Da haben die Figuren Tiefe und vor allem hat die Handlung Sinn und Stringenz. Und den Film hast du beim Lesen im Kopf, so gut kann der Autor beschreiben. Bei mir lief das tatsächlich wie ein Film vor meinem inneren Auge, manchmal war das so extrem, dass ich das Gefühl hatte, ich wäre bei manchen Szenen dabei gewesen oder hätte früher einmal genau so etwas erlebt, ich kann es nicht besser erklären. Ich weiß jetzt natürlich nicht, ob dieser Effekt bei jedem Leser auftritt, aber bei mir war es so.


    Ich glaube schon, dass die Bücher etwas für dich wären. Gerade der erste Band hat ein sehr hohes Tempo und es passiert extrem viel, es gibt kaum Zeit zum Luftholen, und das sollte deinem Lesegeschmack ja eigentlich ganz gut entsprechen. Und das Setting und die Welt sind wirklich ungewöhnlich. Die Bücher werden manchmal ja als Jugendbücher ausgewiesen, aber so jugendlich finde ich sie gar nicht. Der Autor beschreibt zB öfters die Zustände in Sklavenquartieren oder diverse Kämpfe, es gibt auch genug Leichen, und das ist alles nicht sehr zimperlich geschrieben, manchmal brutal oder etwas eklig. Für Jugendbücher wäre das schon ziemlich heftig.


    Versuche es doch mal mit dem ersten Buch, das funktioniert auch gut als Stand-alone, ohne die Nachfolgebände unbedingt auch noch lesen zu müssen :)

    Inzwischen bin ich beim vierten und letzten Band der Mortal Engines angekommen, die Reihe gefällt mir immer noch sehr gut und ist wirklich toll geschrieben. Bei mir gibt das, wann immer ich ein paar Zeilen lese, sofort feinstes Kopfkino in Technicolor und Breitwandformat. So ausgeprägte und farbige Bilder habe ich selten bei einem Buch erlebt - anschaulich erzählen kann der Autor zweifellos.



    Philip Reeve - Die verlorene Stadt


    »Mortal Engines – Die verlorene Stadt« ist der vierte Band in Philip Reeves monumentaler Fantasysaga voller Luftschiffe und Piraten, Kopfgeldjäger und fahrender Städte.

    Ein neues Zeitalter des Friedens und des Wohlstands ist zum Greifen nah. General Naga, der Anführer des Grünen Sturms, ist fest entschlossen, den Krieg gegen die fahrenden Städte zu beenden und die Welt zur Ruhe kommen zu lassen. Doch als auf seine Frau bei einem Staatsbesuch in Zagwa ein Attentat verübt wird, flammt der alte Hass wieder auf, und die Welt läuft einmal mehr Gefahr, in einen alles vernichtenden Schlagabtausch zu geraten …

    Mortal Engines – Die verlorene Stadt ist der furiose Abschlussband des »Mortal Engines«-Quartetts, in dem die Geschichten von Tom, Hester, Wren, Theo Ngoni, Anna Fang und Shrike zu Ende erzählt werden. Das spektakuläre Finale einer großen Fantasy-Saga.



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    Die Verfilmung des ersten Bandes Krieg der Städte habe ich mittlerweile auch gesehen, da sind die Eindrücke aber sehr zwiegespalten. Einerseits ein rasanter Steampunk-Actionfilm mit grandiosen Bildern und Effekten, allein diese fahrenden Städte: wow! Die Optik ist wirklich fantastisch. Anfangs war ich recht angetan davon, aber die Handlung wird immer wirrer und hektischer, und die zweite Hälfte des Films hat nur noch wenig mit dem Buch zu tun. Selbst essenzielle Elemente werden da komplett verdreht oder geändert, die Figuren bleiben völlig flach, und Charaktere, die im Buch sterben, überleben auf gar wundersame Weise. Am schlimmsten fand ich, was Hollywood aus Hester Shaw, der Hauptfigur, gemacht hat. Im Buch ist sie unfassbar hässlich, das Gesicht entstellt und vernarbt, ein Auge und die halbe Nase fehlen. Im Film ist sie dagegen unfassbar hübsch und die Narbe stört kein bisschen. Und ihr zerrissener, verbitterter Charakter ist da so weichgespült, dass man sie kaum wiedererkennt.


    Ich schätze, der Film wirkt besser, wenn man die Buchvorlage nicht kennt - oder wenigstens muss man sich nicht so ärgern :rolleyes

    Die Morgengabe habe ich schon mehrmals gelesen, sehr schönes Buch, müsste hier noch irgendwo liegen :-)

    Ich fand's wirklich gut. Die Autorin hat einen schönen, flüssigen Stil, und die Liebesgeschichte kommt völlig ohne Schmalz aus und war auch nicht gänzlich vorhersehbar. Und auch die Hintergründe waren interessant zu erfahren. Das Buch bleibt auf jeden Fall im Regal, bei dem könnte ich mir auch gut vorstellen, es in nicht allzu ferner Zeit noch einmal zu lesen. Oder mehrmals :)

    Genau, Eva Ibbotson hat auch tolle Kinderbücher geschrieben - da schau mal, was bei mir in deutscher Ausgabe noch auf dem SuB liegt und darauf wartet, gelesen zu werden ^^:knuddel1




    Ich finde ihre Erwachsenenbücher aber auch sehr gut. Letztes Jahr habe ich erst Die Morgengabe gelesen, einen richtig schönen Schmöker mit viel Liebe und Drama und einem ernsten Hintergrund, der mir wirklich gut gefallen hat.

    Riyria habe ich jetzt fertig und bin begeistert vom Finalband und auch von der ganzen Reihe.

    Die Auflösung/das Ende war absolut angemessen. Es war nicht schnell alles abgehakt,

    sondern alles wurde ordentlich zum sehr überraschenden Abschluss gebracht.

    Es freut mich, dass dir die Reihe so gut gefallen hat :knuddel

    Gerade die letzten beiden Bände fand ich auch so toll, Hadrians Turnier, Modinas Wandlung, die Szenen in Percepliquis und die ganze Auflösung mit dem Erben und das alles. Der Schluss war für mich auch extrem überraschend, aber auch grandios, weil sich da auf einen Schlag alle rätselhaften Hinweise und alle losen Fäden der ganzen Bände zu einem großen Ganzen zusammenfinden, ich fand das echt genial gemacht vom Autor. Und die Figuren behält man auch noch lange im Herzen :heisseliebe