Beiträge von Lorelle

    Ich kann mich noch an den großen Krauthobel und die Gummistiefel erinnern, mit denen in einem abgeteilten Keller auf mehreren Quadratmetern Kraut herumgestampft wurde.

    Das wäre jetzt allerdings auch nichts für mich. :lache

    Die dabei entstehenden Mengen würde hier allerdings auch niemand essen wollen. ;)

    Dieses ganze Kohlblatt, das da oben drauf kommt, müsste doch eigentlich auch ganz unter Salzwasser sein - oder warum schimmelt das nicht?

    Das Kohlblatt ist durch das Gewicht obendrauf (ich nehme das erwähnte Trinkglas) auch komplett in der Lake.

    Man muss halt soviel Salzlake einfüllen, dass es passt.

    Was mir noch einfiel: In meiner Anleitung wird noch darauf hingewiesen, dass man beim Einfüllen der Lake darauf achten soll, dass sich keine Luftblasen mehr im Glas befinden. Ich fülle also eine Schicht Kohl ein, dann Lake darauf, dann drücke ich die Luftblasen heraus (ich nehme dazu einen Cocktail-Stößel, geht prima :grin). Dann folgt die nächste Schicht. Bei einem Kilo Kohl mache ich das in drei Etappen.

    Das liest sich jetzt, glaube ich, aufwändiger als es tatsächlich ist.

    Ich habe letzten Winter zum zweiten Mal ein Glas Sauerkraut fermentiert. Da kommt oben ein ganzes Kohlblatt drauf, das dann noch beschwert wird (ich nehme dazu ein altes Trinkglas). Beim Sauerkraut geht es nicht darum, ob es eng gepackt wird oder nicht, sondern einfach darum, dass sich alle Schnipsel komplett in der Lake befinden. Die einzelnen Schnipsel schwimmen sonst oben auf der Salzlake und das ist ein Einfallstor für Schimmel.

    Hype hin oder her: Das selbstgemachte Sauerkraut ist bei weitem nicht so sauer wie das Kraut aus der Dose.

    Das hat sich in meiner Familie zum Hit entwickelt. :)

    Ich hatte vor Jahren schon einmal Bücher von Dorothy L. Sayers gelesen, hatte aber nur noch wenig Erinnerung daran. Jedenfalls hatte ich keine Ahnung mehr, wie vielschichtig und wie offen die Autorin das Leben der damaligen Zeit in den verschiedenen und eigentlich streng getrennten Gesellschaftsschichten beschreibt. Und eben die Probleme, die sich ergeben, wenn diese Schichten z.B. durch heimliche Affären durchmischt werden.

    Es ist eben doch ein großer Unterschied, ob man zeitgenössische Autorinnen liest oder sog. historische Krimis :)


    Das hat mir sehr, sehr gut gefallen, ich habe mich entschlossen, jetzt alle Romane in der richtigen Reihenfolge lesen.

    Das Buch ist auch mir eher zufällig in die Hände gefallen. Obwohl ich Buchreihen gerne in der richtigen Reihenfolge lese, wollte ich erstmal antesten, wie ich mit Georg Dengler warm werde.

    Nun ja, den ersten und längsten der drei Teile (das ist knapp unter der Hälfte des Buches) fand ich gänzlich unspannend. Anders ausgedrückt: Langweilig. Wenn das Buch mit 268 Seiten nicht relativ dünn wäre, hätte ich es vermutlich nicht beendet.

    Allerdings nimmt die Handlung ab dem zweiten Teil deutlich Fahrt auf, was sich zum Ende hin nochmal steigert. Es lohnt sich also, durchzuhalten, aber der erste Teil könnte erheblich kürzer sein oder alternativ mehr Handlung enthalten.

    Nells Aussage aus der ersten Rezi oben, dass sich die Gänsehaut nicht während, sondern nach dem Lesen bildet, finde ich sehr zutreffend.

    Ich lese hier schon lange mit und bin hin und weg von euren Projekten :)


    Selbst nähe ich auch, in unterschiedlicher Intensität - oft ist es ein Zeitfaktor. Und nachdem ich zu Beginn der Pandemie Unmengen an Masken genäht hatte, gleichzeitig aber alle Nähgruppen ausfielen, hatte ich das auch eine Zeitlang heruntergeschraubt.


    Am liebsten nähe ich in Gemeinschaft, mir gefällt es, wenn man sich austauschen kann. Und da ich auch erst im sagen wir mal - fortgeschrittenen Erwachsenenalter - angefangen habe, bin ich alles andere als perfekt und gehe gern in eine Nähgruppe mit "Anleiterin", die für jede noch so unwissende Frage eine Antwort findet. :lache


    Diese Tischsets mit Serviettenringen habe ich im Juni verschenkt. Sie sind ganz einfach zu nähen und haben mir als Upcycling-Projekt richtig gut gefallen (verarbeitet wurden alte Jeans und alte Baumwoll-Bettwäsche). Gekauft habe ich nur die Vlieseline für die Tischsets und die Zackenlitze für die Serviettenringe.


    Aktuell nähe ich zum ersten Mal mit Leinenstoff, es soll eine braune Sommerhose werden. Die ist definitiv kein Anfänger-Projekt, ohne Kursleiterin wäre ich mehrmals verzweifelt. Und dann kam Corona. Gestern war zum ersten Mal wieder eine Nähgruppe und ich hoffe, dass ich nächste Woche damit fertig werde.

    Ich habe das Buch an einem sonnigen Wochenende im Garten gelesen. Dafür und für meinen aktuellen Stresslevel war es genau das richtige Buch zur richtigen Zeit - klassiches Chick lit, nicht mehr, nicht weniger.


    Beim Lesen habe ich darüber sinniert, warum die Heldinnen solcher Geschichten im anglizistischen Sprachraum meist Akademikerinnen sind (Kate ist Tierärztin), während im deutschsprachigen Handlungsraum die Protagonistinnen beruflich nicht über Assistentinnen und neuerdings Ladenbesitzerinnen für Handarbeitsbedarf oder maximal Cafébesitzerinnen (wo die Frauen dann aber selbstverständlich hervorragend selbst und ständig backen) hinauskommen. Die Frage fand ich schon deshalb interessant, weil Kathryn Taylor eine deutsche Autorin ist. :lache


    Insgesamt hat mir das Buch gefallen, einige "aber" habe ich allerdings auch:

    - den Stammbaum habe ich auch vermisst, die Familienverhältnisse sind anfangs arg verwirrend

    - den erwarteten Benedict nicht mit dem plötzlich aufgetauchten Ben, der auch noch eindeutig einen amerikanischen Akzent hat, in Verbindung zu bringen ist so unlogisch, dass es beim Lesen weh tut.

    - Kates Verhalten, nachdem Ben sich wieder erinnert, ist mir im Umgang mit ihm ganz entschieden zu duldsam

    - die rosa Blüten auf dem Cover sollen wohl verhindern, dass in der Buchhandlung auch nur irgendein Mann versehentlich nach dem Buch greift. Ein paar weniger hätten es aber auch getan, die Covergestaltung wirkt für meinen Geschmack sehr überladen

    - der erste Band der Trilogie endet abrupt. Bei einem spontanen Kauf in der Buchhandlung hätte mich das extrem geärgert.


    Nichtdestoweniger möchte ich nun auch wissen, wie es weitergeht.

    Bezüglich Kate und Ben bestehen da eher wenig Zweifel bei mir. ;)

    Ich habe Olivia in Verdacht, das Erschrecken der Pferde vrursacht zu haben. Sie hat ein Motiv und war nicht in Daringham Hall.

    breumel und Tom : Vielleicht war ich nicht deutlich genug, auch das finde ich bei solchen Diskussionen echt schwierig.

    Ich bin nicht beleidigt, Toms Antwort an mich empfinde ich nun aber auch nicht als Wertschätzung meiner Meinung.

    Aber das Beharren aufs Beleidigtsein, wo keine Beleidigung ist und nie eine war, das ist leider ein sehr gängiges und fundamentalistisches Mittel der Auseinandersetzung geworden. Das Veto der Beleidigten, das übrigens mit dem Veto des Mörders (wenn Du Mohammed-Karikaturen veröffentlichst, bringe ich Dich um) seinen Stammbaum teilt, lässt keine Verneinung zu, keine Widerrede, denn ein Veto ist ein Einspruch mit Verbotscharakter. Du darfst nicht widersprechen, weil wir beleidigt sind, weil wir in unseren Rechten beschnitten werden, weil man uns diskriminieren und kleinhalten will. Mit Verlaub, Feminismus in allen Ehren, aber das generische Maskulinum ist nicht geschlechterungerecht. Und das generische Femininum ebensowenig. Es hat mit biologischen Geschlechtern einfach nichts zu tun.

    Darauf bezog ich mich. Und bei der Verschwörungstheorie ging es mir um die Replik an dich, breumel.

    Ich habe - im Grunde wider besseren Wissens - an dieser Diskussion teilgenommen, weil mich das Thema wirklich interessiert.

    Aber ich bin nun raus und weiß auch wieder, warum ich um Diskussionen in sozialen Netzwerken gemeinhin einen großen Bogen mache. Ich habe meine Meinung nicht geändert. Wenn mich das in die oder nahe an die Gruppe der Verschwörungstheoretiker schiebt - bitte. Wenn hier jemand meint, meine Meinung sei Blödsinn - bitte.

    Ich kann niemanden hindern, das zu meinen und will es auch nicht.

    Beleidigend finde ich höchstens den Tonfall der Diskussion, nicht die einzelnen Argumente.

    Ich finde, du wirst hier durchaus gefragt ;)

    Was ich jedoch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit annehme, das ist, dass sich an dieser Situation überhaupt nichts oder noch weniger als nichts ändert, wenn wir von Mechaniker*:*innen oder Physiker*:*innen sprechen, wo wir doch eigentlich generische Oberbegriffe verwenden wollten.

    Und genau an dieser Stelle bin ich nicht deiner Meinung. Aber, wie oben schon geschrieben, damit kann ich leben :)

    Dieses Mitgemeint-Axiom ärgert mich wirklich, weil es kompletter Bullshit ist

    Das ist deine Meinung. Es mag dich ärgern, aber du gehörst nun einmal zu der Bevölkerungsgruppe, die angesprochen und nicht nur mitgemeint wird.

    Tom Danke für das Heraussuchen der sehr interessanten Übersichten. Auch wenn es definitiv nicht mehr zur Überschrift des Threads passt: Ich finde es sehr spannend, dass der Frauenanteil in technischen Ausbildungsberufen ausgerechnet in den neuen Bundesländern (Ausnahme Berlin) unter dem Bundesdurchschnitt liegt.

    Das hätte ich andersherum erwartet.

    aber ob das Ziel tatsächlich darin bestehen muss, dass Frauen genauso ernsthaft erwägen, Physiklehrerin zu werden, wie sie es für sich prüfen, als Erzieherin tätig zu werden, so dass am Ende eine Gleichverteilung bei der Berufswahl und -besetzung entsteht, sehe ich eher nicht.

    Das sehe ich auch nicht als Ziel an. Derzeit ist es aber eher so, dass selbst Mädchen, die sich für Physik interessieren, strukturell gehindert werden.

    Tom Da auch 15 Prozent viel zu viel ist, kommt es auf die Zählweise nicht mehr an. Die Datenerhebung dürfte in den anderen europäischen Ländern auch nicht genauer sein, was im Ergebnis eben bedeutet, Deutschland gehört zu den negativen Spitzenreitern. Das Tempo der derzeitigen Annähreung könnet dazu führen, dass unsere Enkel vielleicht diese Lücke beseitigt haben. Das ist alles zusammen schlichtweg erbärmlich.


    Das Gendern daran erstmal nichts ändert, stimmt auch. Es ist leider auch eine Tatsache, dass viele Frauen noch immer "frauentypische" Berufe ergreifen (da bin ich selbst keine Ausnahme) und damit in der Regel ein schlechteres Einkommen erzielen. Auch darüber kann man lange, intensiv und sehr kontrovers diskutieren.

    Ich persönlich denke, dass es auch ein strukturelles Problem ist. Nur als Beispiel: Solange die Mehrheit der Physiklehrer an weiterführenden Schulen männlich ist, wird es vorrangig Physikunterricht für männliche Schüler sein. Daran sind weder die männlichen Schüler noch die einzelnen Lehrer schuld.

    Gendern wird auch dies nicht automatisch ändern, aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Je früher, desto besser.

    Gendersternchen nerven trotzdem. ;)

    Und das gleichfalls im Beitrag genannte Beispiel mit den kostenlosen Urinalen (die man allerdings mit der Lupe suchen muss, denn meistens gibt es diese Unterscheidung überhaupt nicht) für Männer, denen kostenpflichtige Toiletten für Frauen gegenüberstehen, fällt auch an der Stelle, wo ein Mann zum Kacken geht, in sich zusammen. Aber es ist absolut nötig, darauf hinzuweisen, dass unsere Welt an vielen Stellen Mikroungerechtigkeiten in sich trägt, und wenn jeder irgendwo auf eine, die echt ist und wirklich Folgen hat, hinweist, dann ist schon etwas erreicht - und dann auch mehr als nur Selbstdarstellung.


    Wir leben ohne jeden Zweifel immer noch in einer u.a. geschlechterungerechten Welt, aber wir leben in einer sehr, sehr viel geschlechtergerechteren Welt bzw. Republik als noch unsere Eltern. Das Gender-Pay-Gap wird jedes Jahr kleiner, die allseitige Anerkennung wächst, wir sind auf einem wirklich guten Weg. Wir begegnen aber auch tradiertem Verhalten, wir begegnen bewusst angenommenem Rollendasein, wir begegnen Menschen und müssen mit ihnen umgehen, weil sie die gleichen Rechte wie alle anderen haben, die unter Gleichbehandlung nicht absolute Gleichheit verstehen. Es ist falsch, finde ich, einem Diskurs dadurch die Beine wegzuschlagen, indem man wütende Sexismus- und Misogynievorwürfe dorthin vor sich herträgt, wo längst keiner mehr ist, der ihnen begegnen könnte. Diese Sicht, die diesem Buch zugrundeliegt, ähnelt, was ihre Argumentationsbasis anbetrifft, der CRT, der Critical Race Theory, die in fundamentaler, fast schon extremistischer Weise einfach alle nichtbunten Menschen als Rassisten klassifiziert und ihnen zugleich das Recht abspricht, an irgendwelchen Debatten teilzunehmen, noch die Fähigkeit zubilligt, irgendwas zu hinterfragen oder sich gar zu ändern. Das ist meines Erachtens ein in krasser Weise falscher Weg. Und es soll ja auch keiner sein. Dieser Weg soll die eine Dominanz durch eine andere ersetzen.

    Also, die kostenlosen Urinale für Männer wären nun auch mir völlig gleichgültig :lache


    Mit dem Gender-Pay-Gap hast du so, wie du es formuliert hast, recht.

    Allerdings ist die Lohnlücke in Deutschland eine der höchsten (die höchste?) in Europa. Mit vertrauenswürdigen Zahlen kann ich nicht dienen. In diesem Punkt genügt es mir inzwischen einfach nicht mehr, auf einem guten Weg zu sein.


    Ich hoffe, du meinst nicht (auch) mich, mit den "wütenden Sexismusvorwürfen". Es ist jedenfalls definitiv nicht meine Absicht, dem Diskurs die Beine wegzuschlagen. Ich habe nur zu der von dir gestellten Frage eine andere Meinung als du. Damit kann ich gut leben ;)

    Ist bei Medikamententests ähnlich, aus Angst vor Schwangerschaften und Folgeschäden wird fast ausschließlich an Männern getestet, obwohl der weibliche Körper eben nicht genauso reagiert.

    Stimmt, das wurde auch erwähnt.


    Zitat

    Gendern hilft da aber auch nicht...

    Stimmt auch. Aber es ist in meinen Augen ein überfälliger Schritt, damit Frauen überhaupt wahrgenommen werden.