Beiträge von Lorelle

    Ich hatte bei der letzten Runde "Mord im Pfarrhaus" in den Ring geworfen. Auf Ablehnung war das auch nicht gestoßen.

    Bei mir muss es zeitlich passen mit der Leserunde, aber Agatha Christie sollte sich einschieben lassen. Ein gekürztes Buch würde ich allerdings nicht lesen wollen - ich habe mir bei den letzten Runden immer extra die ungekürzte Atlantik-Ausgaben gekauft.


    Ich habe gerade zu dieser Ausgabe nachgelesen. Ganz schön dreist vom Atlantik-Verlag, das Buch als neuentdeckte Geschichte zu vermarkten, ohne Hinweis auf die spätere Romanfassung. X/

    Ich habe während der Lockdowns mit Französisch auf Duolingo angefangen. In der Schule hatte ich es ein paar Jahre, aber nie genutzt und gefühlt alles vergessen.

    Mir kommen die Mini-Lektionen als Leerlauffüller bzw. Kurzpausen sehr entgegen.

    Ja, die Grammatik ist mir auch zu wenig. Mittlerweile habe ich ein paar Bücher hier, in denen ich am Wochenende hin und wieder eine Lektion mache.

    Insgesamt gefällt mir Duolingo für eine kostenlose App aber sehr gut - immer unter dem Aspekt, dass es nicht mein Anspruch ist, die Sprache in kurzer Zeit fließend zu sprechen. Bei mir hat diese spielerische Aufmachung der App tatsächlich dazu geführt, dass ich mich inzwischen seit mehreren Jahren täglich (mit einmaliger mehrmonatiger Unterbrechung aufgrund familiärer Umstände) für mindestens 10-15 Minuten mit Französisch beschäftige.

    Dieses Ergebnis finde ich nicht schlecht, meine Lernerfolge auch nicht.

    Batcat Ich verstehe dich so gut! Auch deshalb bin ich ein Fan der neuen Atlantik-Ausgaben, wir sprachen ja neulich schon darüber. Lesbare Schriftgröße hatte ich vergessen zu erwähnen. :grin

    Und bei diesem Buch sind mir auch keine merkwürdigen Übersetzungen aufgefallen.

    "Die großen Vier" ist mit Poirot als Ermittler. Mir hat die Geschichte nicht besonders gefallen. Ich weiß die Einzelheiten nicht mehr, aber sinngemäß nimmt Poirot den Kampf mit (4?) Superverbrechern auf. Ich fand's etwas sehr abgedreht, wäre deshalb bei einer Leserunde nicht dabei. Aber das macht ja auch nichts. :)

    Das Buch war auf jeden Fall besonders, mir hat es aber nicht übermäßig gefallen.

    Irgendwie habe ich mehr Spaß an diesen Romanen, wenn ich bis zum Ende nur Ideen, aber keine echte Ahnung habe.:grin

    Und dafür, dass es bis zur ersten Leiche sehr lange gedauert hat, kamen sie dann in atemberaubenden Tempo.

    Michael als Serienmörder hat aber auch meine Vorstellungskraft überschritten.


    Die Sache mit Lloyd und Claudia Hardcastle habe ich nicht verstanden. Er hat bei der Anlage betrogen, aber war sie - die zufällig auch noch mit der Stiefmutter befreundet und mit dem Architekten verwandt ist - darin involviert?

    Bei Ellies "Unfall" wurde eine große Frau im roten Mantel gesehen. Die Beschreibung passt auf jeden Fall auf Greta.

    Würde gesagt, ob die Zigeunerin groß oder klein war? :gruebel

    Daran kann ich mich jetzt nicht erinnern. Einen roten Mantel hat sie jedenfalls.

    Die Szene mit Michaels Mutter finde ich seltsam. Es scheint, als würde sie Greta erkennen - aber woher? Ist Greta vielleicht doch eine Person mit einer uns bis jetzt noch unbekannte Verbindung zu Michael?

    Dieser Verdacht ist mir auch sofort gekommen, weil die Mutter so seltsam auf Greta reagiert hat.

    Michael und Greta als Komplizen und alles von langer Hand geplant, inklusive der Ehe?

    Diesen Abschnitt fand ich etwas langatmig. Die düstere Atmosphäre kommt sehr gut rüber, selbst bei der Hochzeitsreise. Trotzdem passiert ja nicht gerade viel in diesem Abschnitt. Das war in der damaligen Leserunde ja auch schon angemerkt worden. Jedenfalls hat das Buch mit dem üblichen Strickmuster der Autorin nicht viel gemeinsam, was aber nicht bedeutet, dass ich es schlecht finde. Es wird in meinen Augen Zeit für eine Leiche;)

    Greta (?) nennt sie sehr treffend "Parasiten", wobei ich finde, dass das bisher nur auf Cora und Onkel Frank zutrifft. Die beiden leben ganz eindeutig von Ellies Vermögen.

    Nicht zu vergessen Mike selbst. Der profitiert am meisten von Ellies Vermögen und hat nun alles, was er finanziell wollte ohne grßartig etwas dafür tun zu müssen. Er wirkt ja durch die Ehe mit Ellie nicht gerade bestraft. Auch wenn ich immer noch vermute, dass es auch seiner Sicht keine Liebesheirat sondern Mittel zum Zweck (teure Bilder, teure Kleidung, ein Haus vom Star-Architekten) war. Ellie scheint mir, obwohl durchaus nicht naiv in Geschäftsdingen, Wachs in seinen Händen zu sein. Wobei seine Wünsche bei ihrem Reichtum für Ellie auch eher Taschengeld sein dürften...

    Eindeutig. Und ob sie das in der Art heutzutage überhaupt so schreiben könnte?

    Das würde sicher kein seriöser Verlag in einem neuen Text mehr veröffentlichen. Ich war schon überrascht, den Begriff in der Neuausgabe noch zu finden.

    Überrascht meine ich wertfrei. Damals war es üblich und von nachträglichem Ändern halte ich auch nicht viel.

    Wo ich aber an manchen Passagen echt schmunzeln musste, war das Reden über Sex.

    Ich habe dann auch mal nachgeschaut, wann dieses Christie-Buch rausgekommen ist: 1967. Ich finde, man merkt hier absolut den Wandel in der Gesellschaft. So sehr, wie das Thema in den ersten sechs Abschnitten thematisiert wurde, war das meiner Erinnerung nach noch nie bei Agatha so. Täusche ich mich? Ist Euch das auch aufgefallen?

    Stimmt, dass war mir beim Lesen auch durch den Kopf gegangen. Anschließend dann die Frage, ob es an der Neuübersetzung liegt. Aber wenn es euch auch allen auffällt, liegt es am Zeitgeist und nicht an der Übersetzung.


    Ich hatte noch nicht geschrieben, dass ich Mike für total unsympathisch halte... Ich finde er hat narzisstische Züge. Ich glaube, dass er Ellie ganz bewusst den Kopf verdreht, aber sich selbst davon überzeugt, dass es nicht so ist.

    Und seine Mutter durchschaut ihn, die scheint ja eigentlich keine schlechte Frau bzw. Mutter zu sein

    Ich habe nun auch endlich Zeit, zum ersten Abschnitt zu schreiben. Eigentlich kann ich euren Ausführungen nicht mehr viel hinzufügen.

    Außer: Ich habe mir die neuübersetzte Atlantik-Ausgabe gekauft. Da verrät schon der Klappentext, wer stirbt. Ich spoilere jetzt also soweit, dass ich sage: Das ist kein Krimi ohne Leiche. ;)

    Und ich mache als erste Überlegung eine ganz einfache Rechnung auf: Zwei Menschen, einer davon stirbt. Wer ist da wohl der Mörder?

    ABER: Wir lesen einen Roman von Agatha Christie. Daher wird es wohl am Ende der Schornsteinfeger sein (falls einer vorkommt). :lache

    Insgesamt kommt es mir aber bei den Jane-Austen-Eulen schon oft so vor, dass nur Bücher mit "einem gewissen Niveau" also echte Klassiker usw. hier gut beurteilt werden und das reine Unterhaltungslektüre hier

    bei vielen einfach schlecht wegkommt. Und das finde ich auch schade.

    Das habe ich sowohl bei "Tom Jones" als auch "Septimus Harding" anders erlebt. Bei diesen beiden Klassikern gingen die Meinungen in den Leserunden weit auseinander.

    Ich selbst lese sehr gerne auch Unterhaltungslektüre. Nur fand ich "Miss Bennet" eben nicht unterhaltsam. Was soll man da tun?

    Faraday Ich habe für einen kurzen erschrockenen Moment überlegt, ob du mich meinst, was mir sehr leid täte.

    Ich habe das bei diesem Buch auch nicht so erlebt.

    Okay, ich fand das Buch wirklich nicht gut und habe mich in den einzelnen Leseabschnitten schon gefragt, ob alle die gleiche Geschichte lesen. :grin

    Ein Stück weit verstehe ich deinen Frust, mir ging es in der Leserunde von Tom Jones eine Weile so. Soweit ich mich erinnere, fanden alle außer mir das Buch anfangs furchtbar und die negativen Kommentare in den Abschnitten haben mir so den Spaß verdorben, dass ich das Buch eine Weile unterbrochen habe. Zum Ende des auch nicht gerade dünnen Buches wurde das ausgeglichener...

    Letztlich finde ich so unterschiedliche Meinungen in einer Leserunde deutlich interessanter, als wenn alle alles gut (oder schlecht) finden...

    Was würdest du dir ganz konkret anders wünschen?

    War da nicht mal was mit alten Scherz-Ausgaben? Gekürzt? Irgendwas klingelt ganz weit hinten in meinem Hirn - ich weiß nur nicht mehr, was. :gruebel


    Ich hab nämlich im Bücherschrank eine 1970-er Ausgabe von Mord nach Mass gefunden. Ist allerdings miniklein gedruckt.... :yikes

    Ja, das stimmt mit der Kürzung der Scherz-Ausgaben. Da fehlen immer mal wieder Absätze.

    Ich kaufe mir für die Leserunden hier inzwischen die (ungekürzten) Ausgaben aus dem Atlantik-Verlag, obwohl ich fast alle AC-Krimis von Scherz habe. Lesen kann man die alten Ausgaben aber auch. Bei den neuen wurde auch die Sprache modernisiert, was nun auch nicht jedem gefällt.

    In "Bertram's Hotel" wurde plötzlich der Kümmelkuchen zu Mohnkuchen.

    Solltest du also sehr pingelig sein, musst du die Originalversion lesen. :lache

    Ich lege für die Leserunde die alte Ausgabe in Reichweite und blättere hinn und wieder nach.