Beiträge von Lorelle

    Zu Marks toter Ehefrau: Ich glaube nicht, dass er ihren Tod verschwiegen hat. Aber welcher Behörde sollte er - ohne Meldepflicht auch kein Einwohnermeldeamt - deren Tod denn melden? Für eine Rentenzahlung war die Frau doch noch viel zu jung.

    Ich denke, dass Mark im Fall einer weiteren Heirat nur bestätigen/nachweisen muss, dass er nicht bereits verheiratet ist. Und es steht ja nirgends, dass er keine Sterbeurkunde seiner Frau hat.

    Mir hat das Buch ganz gut gefallen, gerade wegen des für Agatha Christie ungewöhnlichen Aufbaus der Handlung.


    Allerdings kamen fast alle wichtigen Hinweise erst im letzten Leseabschnitt, dass hat ein Mitraten erschwert. Aber immerhin hatte ich den richtigen Täter in Verdacht (nein, nicht den Botenjungen :lache).

    Ich bin durch.


    Die Stelle, an der Ginger am Telefon berichtet, es seien nur ganz harmlose Leute bei ihr gewesen - unter anderem jemand von einem Marktforschungsinstitut - war schon ein großer Wink mit dem Zaunpfahl. :grin


    Das Mark als Historiker bei der nochmaligen Erwähnung des Haarausfalls auf eine Thalliumvergiftung kommt, fand ich schon erstaunlich. Logischer hätte ich es gefunden, wenn Mrs Oliver diesen Hinweis gegeben hätte - als Krimiautorin wird sie viel über Gifte recherchiert haben.


    Interessant fand ich die Theorie, die zu Mr. Venables aufgestellt wurde. Die fand ich gut nachvollziehbar - wenn jemand anderes zum Arzt geht, muss der Arzt nicht lügen. Aber natürlich war dann am Ende dich alles ganz anders :lache


    Beim Lesen des entsprechenden Kapitels habe ich noch über die dichterische Freiheit von Frau Christie gegrinst. Den Apotheker mit zu Mr Venables zu nehmen, fand ich haarsträubend unrealistisch, auch in England in den sechziger Jahren. Am Ende ergab es Sinn (obwohl ich dabei bleibe, dass diese Szene unrealistisch ist).

    Meine Meinung über Poppy habe ich in diesem Abschnitt revidiert. Ich stimme euch jetzt zu, sie ist nicht gerissen.


    Irgendjemand hatte (schon in der alten Leserunde, glaube ich) angemerkt, dass Agatha Christie immer über Einzeltäter schreibt und nicht über Verbrecherorganisationen. Das stimmt meiner Meinung nach nicht, soweit ich mich erinnere, sind die "Großen Vier" auch eine Organisation. Aber ich habe bei jeder Leserunde das gleiche Problem: Ich habe alle Krimis vor ewig langer Zeit gelesen, so dass ich mich nicht mehr an die Einzelheiten erinnere.


    An Okkultismus als Lösung glaube ich nicht. Die drei Hexen möchten wohl eher diesen Eindruck erwecken - ich glaube fest, dass die Lösung handfester ist. Die Idee mit der Radioaktivität hat etwas.

    Den Apotheker hab ich irgendwie gar nicht in Verdacht, aber ihr habt schon recht, er kennt sich mit Gift aus und die genaue Beschreibung des Verfolgers ist schon etwas suspekt. Aber welche Motivation sollte er gehabt haben? :gruebel

    Eine Verbrecher-Organisation wie die, für die Mark das fahle Pferd hält, braucht viele Helfer und Helfershelfer. Denk nur Mal an die italienische Mafia, arabische Clans usw.

    Neben Familienloyalität ist die Motivation üblicherweise: Geld. Da schon erwähnt wurde, dass es teuer ist, eine Wette zu platzieren, finde ich gerade diese Motivation naheliegend.

    Nur auf der Suche nach dem Täter bin ich noch keinen Schritt weiter. Der alten Theorie folgend, dass bei Agatha Christie immer die unwahrscheinlichste Person der Täter ist, tippe ich zurzeit auf Mike, den Botenjungen, der Pfarrer Gorman zur sterbenden Mrs. Davies geholt hat. ;)

    Ggf mal mit einer Leseprobe von z.B. Amazon vergleichen, ob dein Buch gekürzt ist.

    Für diese Leserunde wäre es eh zu spät...


    Allerdings glaube ich nicht, dass in meiner alten Ausgabe Stellen fehlen - der inhaltlichen Diskussion kann ich lückenlos folgen. Kann aber natürlich trotzdem sein.


    Die "weniger" Seiten dürften der schon von Rosenstolz beschriebenen Minischrift zu verdanken sein.

    Meine Ausgabe habe ich vermutlich - wie fast immer damals - als Teenie auf einem Flohmarkt gekauft.

    Habe mir schon eine mentale Notiz gemacht, vor der nächsten AC-LR meinen Buchbestand genauer zu prüfen. :lache


    Findus Nochmal danke. Dann werde ich anfangen, das Abschnittsende in meiner Ausgabe zu suchen.


    Nachtrag: Der Abschnitt geht bei mir bis zum Ende von Kapitel 17. :thumbup:

    Nachdem ich nun gestern wegen meiner anderen Kapiteleinteilung viel weiter gelesen habe, als für diesen Abschnitt notwendig, halte ich mich jetzt etwas zurück, um nicht versehentlich zu spoilern.

    Fast alles, was mir beim Lesen durch den Kopf ging, habt ihr auch schon geschrieben.

    Ich fand es am Anfang ungewöhnlich viele Personen, die zunächst gar nichts miteinander zu tun zu haben schönen - das fand ich ungewöhnlich für Agatha Christie. Sonst sitzen immer alle im Schneesturm in einem abgelegenen Landhaus fest :grin

    Auch die Erzählweise ist ungewöhnlich -gefällt mir aber sehr gut.

    Poppy halte ich für gerissen, wenn auch nicht übermäßig gebildet.

    Mrs Oliver ein Alter Ego von Agatha Christie? Also, in meiner Vorstellung stand AC mit beiden Beinen im Leben...

    Und der Apotheker ist höchst verdächtig. Immerhin hat er auch Zugang zu Giften aller Art.

    Findus Danke, die Stelle habe ich nun auch gefunden. Das ist bei mir das Ende des 12. Kapitels. Immerhin nicht wieder mittendrin. X(


    LeseBär Na ja, gestern habe ich mich gewundert, wie schnell einige mit dem ersten Abschnitt fertig waren, während ich noch so viele Seiten vor mir hatte. Wie gesagt, es hat erschreckend lange gedauert, bis ich hinter die Lösung dieses
    Problems gekommen bin:nerv

    Aber ich wundere mich auch. Zumal ich eine alte Ausgabe aus dem Scherz Verlag lese, keinen Lizenz-Nachdruck oder so etwas.

    Ich habe ein Problem. Ich habe heute gelesen und gelesen und mich über die seltsame Einteilung gewundert. Kapitel 1-8 ist in meiner Ausgabe mehr als ein Drittel des Buches.

    Allerdings war ich mit dem Abschnitt fertig, bis mir aufgegangen ist, dass meine Ausgabe insgesamt nur 23 Kapitel hat :yikes


    Kann bitte jemand schreiben, mit welcher Szene die Abschnitte der Leserunde enden?

    Tilia Salix Ja, das schon. Aber dann zeigt die App doch nicht den aktuellen Standort an, sondern funktioniert im Grunde wie eine Wanderkarte, oder?


    Genau das galt ja als großer Vorteil der GPS-Geräte.

    Ich habe ein Garmin-GPS. Das habe ich zum Geocachen angeschafft, möchte es aber auch beim Wandern nicht mehr missen (zumal ich inzwischen so gut wie nur noch auf Wandertouren cache).


    Allerdings habe ich bis heute nicht gelernt, Openstreetmap da selbst draufzubringen. Mein Kartenmaterial wird also nur alle Jubeljahre aktualisiert. Immer dann, wenn ein Freund von mir gerade dazu gewillt ist. :grin


    Ich habe das Gerät keineswegs dauernd in der Hand, aber bei unbeschilderten Weggabelungen ist es hilfreich.


    Mit Komoot habebe ich keine Erfahrung. Braucht man da keine Internetverbindung? Daran würde es im Harz viel zu oft scheitern. :gruebel

    Zu ergänzen ist hier noch, dass am Anfang des Abschnitts Barry seinem Cousin zur Ehe verhilft. Aus seiner Sicht ein Gefallen in Gedenken an die Kinderzeit, dass diese Ehe mit Entführung und Waffengewalt zu Stande kommt, ist einmal mehr aus seiner Sicht völlig legitim.

    Das ist einer der Gründe, warum ich nicht so recht nachvollziehen kann, warum Lady Lyndon ihn schließlich aus freien Stücken heiratet.

    Kapitel 12 hat mir auch ganz gut gefallen, trotzdem fand ich die Geschichte um den Württembergischen Hof insgesamt etwas zu langatmig, dass hatte ich im letzten Abschnitt schon geschrieben.

    In Kapitel 13 wird dann Lady Lyndon eingeführt. Über deren objektive Attraktivität bin ich - auch deutlich weiter im Buch - im Unklaren geblieben. Subjektiv wirkt sie auf Barry äußerst attraktiv, dies dürfte aber vor allem an ihrem großen Vermögen liegen.

    Da Glücksritter wie Barry in praktisch jedem Roman vorkommen, finde ich es unterhaltsam, einen Roman aus dieser Perspektive zu lesen. Ich bleibe dabei: Ich mag den Roman :grin

    Literarisch interessant fand ich auch die Konstellation, dass Barry ausgerechnet über den (schwerkranken) Ehemann einen ersten Zugang zu der Frau erhält. Der wiederum erkennt Barrys Absichten ziemlich schnell, was angesichts des in Rede stehenden Vermögens aber auch keine Kunst ist.

    In Kapitel 14 ist Barry nun wieder in seiner alten Heimat, in der er sehr angeberisch auftritt. Hier geht es wohl vor allem um die Unterschiede zu seinem damaligen Leben. Es scheint, als sei alles wahr geworden, was Barry sich als Kind und Jugendlicher erträumt hat.

    Ich bin inzwischen deutlich weiter im Buch, es wird Zeit, dass ich mich nun auch inhaltlich äußere:

    Gleich zu Beginn dieses Abschnitts konnte ich ganz gut darüber lachen, dass unser Titelheld Berlin als langweilig und öde Garnisonsstadt beschreibt. Das mag zum Zeitpunkt der Handlung sogar stimmen (ich weiß es einfach nicht), aber wenn ich an den Berlin-Hype der 90er-Jahre dieses Jahrhunderts denke, finde ich die Beschreibung einfach nur köstlich.

    Die "Familienzusammenführung" zwischen Onkel und Neffe gelingt, eine weitere Überraschung. Die zwei sind vom gleichen Schlag, wobei der Onkel einfach mehr Lebenserfahrung hat, von der Redmond Barry oft profitiert. Da ist Blut deutlich dicker als Wasser...

    Die Flucht aus dem Militärdienst fand ich einen sehr amüsanten Abschnitt des Buches, einer von denen, in denen ich voll auf der Seite von Barry stehe, da das preußische Militär selbst mit unsauberen Mitteln arbeitet.

    Sie betrügen im Spiel und werden betrogen.

    Die Ereignisse in Württemberg sind wieder so eine eingeschobene, in sich abgeschlossene Geschichte, die die Rahmenhandlung aber nicht wirklich vorwärts bringt. Diesen Abschnitt fand ich etwas langatmig, zumal früh erwähnt wird, dass Barrys werben um die Komtesse nicht von Erfolg gekrönt wird.

    Mich hat dann eigentlich eher interessiert, ob die Geschichte um Prinz Viktor und seine Frau eine reale Vorlage hat. Gerade diese Frage bleibt aber leider offen, zumindest habe ich in den Anmerkungen nichts gefunden.