Beiträge von Furbaby_Mom

    Verlag: ONE Verlag

    Erscheinungsdatum: November 2025

    Umfang: 384 Seiten


    Meine Meinung:

    *** Solide Fortsetzung ***

    Der zweite Band der London-Hearts-Reihe ist für mich vor allem eines: eine Geschichte über freundschaftlichen Zusammenhalt, charakterliche Stärke und das Erwachsenwerden zwischen familiären Erwartungen, alten Verletzungen und neuen Chancen.


    Schon ab den ersten Seiten habe ich mich unglaublich wohlgefühlt, nicht zuletzt wegen der kuscheligen Mädels-WG am Willow Square. Dieses warme, selbstverständliche Miteinander, das Sich-auffangen, Zuhören, Dasein, ohne große Worte machen zu müssen, war für mich eines der absoluten Highlights. Die Dynamik zwischen den vier jungen Frauen fühlt sich, wie schon im Reihenauftakt, einfach ehrlich an, lebendig und voller Herzlichkeit - genau so, wie man sich eine Wahlfamilie wünscht. Ich würde sofort dort einziehen!


    Im Mittelpunkt der Handlung steht dieses Mal Pippa - eine unheimlich beeindruckende Protagonistin, die ich als stark, ehrgeizig, diszipliniert und zugleich verletzlich wahrgenommen habe. Ihre strukturierte Art, ihr Fünfjahresplan, ihr kontrolliertes Auftreten wirkten auf mich nie wirklich kühl, sondern wie ein Schutzschild, das sie sich über Jahre antrainiert hat. Besonders berührt hat mich ihr Verhältnis zu ihren Eltern: das permanente Funktionieren, das Gefühl, dass Liebe an Leistung geknüpft ist, die unausgesprochene Erkenntnis, niemals mit dem idealisierten Bruder mithalten zu können … Pippas Entwicklung (hin zu der Einsicht, dass sie durchaus gut genug ist, auch ohne eventuelle Erwartungen zu erfüllen) wird sehr kraftvoll erzählt und war für mich absolut glaubwürdig.


    Das London-Setting, vor allem in seiner winterlichen Stimmung, mochte ich total. Es fügt sich angenehm in die Geschichte ein und verleiht ihr eine gleichermaßen ruhige wie quirlig-urbane Atmosphäre, auch wenn ich mir stellenweise noch ein wenig mehr Sinneseindrücke gewünscht hätte.


    Die Friends-to-Haters-to-Lovers-Dynamik zwischen Pippa und Ben entfaltet sich als klassischer Slow Burn, mit spürbarer Spannung und vielen unterschwellig brodelnden Emotionen. Während mir die Tension zwischen den beiden gut gefallen hat, bin ich persönlich mit Ben als Figur nie ganz warm geworden. Seine Perspektive ist nachvollziehbar, sein Verhalten erklärbar, emotional hat er mich jedoch weniger stark erreicht als Pippa. Das hat der Geschichte aber nicht geschadet, da IHR innerer Weg für mich ohnehin klar im Fokus stand.


    Etwas überladen wirkte auf mich stellenweise das zusätzliche Drama rund um Olivia. Pippas familiärer Konflikt und die Konkurrenz um den Praktikumsplatz (sowie natürlich generell das unerwartete Wiedersehen mit Ben) hätten für mich vollkommen ausgereicht. Die zusätzliche Eskalation empfand ich teils als konstruiert, auch wenn sie natürlich Spannung erzeugt und die Handlung vorantreibt.


    Was mir sehr gefallen hat, war der respektvolle Umgang mit komplexen Familiendynamiken, sowohl bei Pippa als auch bei Ben. Es gibt keine schnellen Lösungen, keine perfekten Versöhnungen, sondern realistische Zwischentöne, kleine Schritte und ehrliche Grenzen.


    𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:

    Unterm Strich war es für mich ein solider, unterhaltsamer Read, der besonders durch die Mädelsfreundschaft und Pippas persönliche Entwicklung überzeugt. Eine Geschichte über Selbstwert, Loyalität und den Mut, den eigenen Weg zu gehen. Ich freue mich schon jetzt auf Band 3 ("Three words unspoken"), der im März 2026 erscheint!


    ASIN/ISBN: 3846602795

    *** Geniale Setting-Idee ***


    Bei diesem Werk hatte mich die Grundidee sofort gepackt: Eine Bibliothek, die nach einem Hurricane in einen botanischen Garten umziehen muss - Bücher zwischen Blumen, Hoffnung inmitten von immensem Verlust … Allein dieses Setting ist für mich etwas ganz Besonderes und hat mir von Beginn an richtig, richtig gut gefallen.


    Der Schreibstil von Melanie Sweeney ist dabei locker, modern, angenehm und sehr einladend. Die Seiten lassen sich mühelos lesen, alles wirkt schwungvoll und leicht zugänglich - perfekt für eine RomCom, die Wohlfühlmomente verspricht. Auch optisch punktet das Buch: Das hellgrüne Cover mit seinem verspielten, RomCom-artigen Comic-Stil ist wunderschön und macht sofort Lust aufs Lesen.


    Inhaltlich hat mich besonders der botanische Garten begeistert. Die kleinen eingestreuten Pflanzeninfos, die grüne Atmosphäre - davon hätte ich ehrlich gesagt noch viel mehr lesen können. Auch das Thema Bibliothek fand ich grundsätzlich toll, hätte mir aber gewünscht, dass der Bücheraspekt noch stärker und relevanter in die Handlung eingebunden wird, immerhin geht es um Bibliothekarinnen und ihre Arbeit. - Es war okay-ish, aber da ginge noch mehr.


    Zwiespältig war ich hingegen bei der Handlung selbst. Sie ist insgesamt eher ruhig und unaufgeregt, teilweise fast zu ruhig. Über viele Seiten hinweg passiert vergleichsweise wenig, wodurch sich für mich Längen eingeschlichen haben. Gerade der Beginn mit dem Hurricane (= einem einschneidenden, existenziellen Ereignis) blieb für mein Empfinden zu oberflächlich. Tansy verliert Haus und Hab und Gut, doch emotional wird diesem Verlust - abgesehen von der Erwähnung - nur wenig Raum gegeben. Hier hätte ich mir deutlich mehr Tiefe und Verarbeitung gewünscht.


    Auch mit der Protagonistin Tansy hatte ich ein ambivalentes Verhältnis. Einerseits ist sie als starke, eigenwillige, toughe Frau angelegt, die alles allein stemmen will - als Mutter, als Leiterin der Bibliothek, als Mensch allgemein. … was an sich ja überhaupt nicht verkehrt ist. Aber: Andererseits empfand ich ihre in meinen Augen extreme Abwehrhaltung Jack gegenüber stellenweise als überzogen, vor allem angesichts dessen, dass er ihr mehrfach geholfen und sogar das Leben gerettet hat. Diese anfängliche Feindseligkeit konnte ich nicht immer ganz nachvollziehen.


    Jack wiederum ist ein klassischer Grumpy-Charakter, authentisch gezeichnet, wenn auch nicht durchgehend sympathisch. Sein Wandel im Laufe der Geschichte hin zu mehr Nähe und Offenheit hat mir jedoch gefallen. Die Romanze zwischen den beiden konnte mich insgesamt leider nicht vollständig abholen, zumindest nicht so, wie ich gehofft hatte - sie blieb für mich etwas zu flach, um mich wirklich zu berühren.


    Ein klarer Lichtblick war hingegen Briar. Ihre Präsenz hat viele Szenen für mich positiv beeinflusst und die Story definitiv bereichert. Auch die Nebenfiguren hätten meiner Meinung nach mehr Raum verdient gehabt, hier schlummert noch viel ungenutztes Potential.


    Was mich dafür umso mehr bewegt hat, war das Nachwort der Autorin. Zu wissen, dass diese Geschichte aus eigenen Erlebnissen rund um Hurricane Harvey entstanden ist, aus Liebe zu Bibliotheken, Gemeinschaft und gegenseitiger Hilfe, hat dem Ganzen im Nachhinein eine ganz andere Tiefe verliehen. Das war für mich sehr berührend und ehrlich.


    Als mega cooles Extra empfand ich außerdem die Anregungen für Buchclubs am Ende. Solche Diskussionsfragen wünsche ich mir viel öfter in Romanen, sie laden zum Weiterdenken ein, heben spezielle Aspekte hervor und geben einem die Möglichkeit, die Geschichte nochmal ganz in Ruhe Revue passieren zu lassen. Lieb ich!


    𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:

    "Botanic Hearts" ist ein sanfter, schöner Roman mit einer absolut großartigen Idee, einem genialen Setting und viel Herz, auch wenn er für mich emotional sowie inhaltlich nicht sein ganzes Potential ausgeschöpft hat. Es ist ein Buch zum Wohlfühlen, mit kleinen Schwächen, eine feinen Prise Spice, und mit einer großen Liebe zu Büchern, Pflanzen und Gemeinschaft.

    *** Cosy Crime mit Camping-Vibes ***


    Allein das Setting vom schönen Schwielowsee, der mir seit frühster Kindheit vertraut ist, wäre schon Grund genug, sich auf diesen Cosy Crime einzulassen. Die heimelig-idyllische Atmosphäre ist vom Autor wunderbar eingefangen worden - das leichte Plätschern des Wassers, der morgendliche Camping-Trubel … und natürlich der Dialekt, der mich mehrfach schmunzeln ließ. Das Lokalkolorit ist definitiv eines meiner Highlights des vorliegenden Werkes - herrlich authentisch und mit viel Liebe zum Detail eingeflochten.



    Der Kriminalfall an sich wird eher ruhig erzählt - kein atemloser Thriller, sondern - so wie es auch das farbenfrohe Cover suggeriert - ein gemütlicher Krimi mit pointiertem Humor, einigen cleveren Beobachtungen und einem angenehm verschachtelten Aufbau, ohne dass es zu kompliziert wird. Der verschwundene Bäcker, ein mysteriöser Einbruch … und schon steckt man in einem feinen Netz aus Hinweisen, das man als mach Belieben entwirren kann. Die Spannung bleibt zwar eher moderat, aber der Ton macht hier ganz klar die Musik: augenzwinkernd, bodenständig, klug und einfach cozy.



    Mit dem Hauptprotagonisten Kupernikus bin ich nicht vollständig warm geworden, aber gerade seine eigenwillige Art, kombiniert mit Annabells Lebensfreude, sorgt dafür, dass die Dynamik der beiden letztlich dennoch funktioniert. Ehrlich gesagt waren es für mich vor allem die urigen Nebenfiguren, die den Roman bereichert haben.



    Der Schreibstil war für mich zunächst ein wenig ungewohnt, aber nie unangenehm; ich habe mich gern darauf eingelassen und mochte besonders die kleinen humorvollen Spitzen, die Winkelmann wunderbar zwischen die Zeilen streut. Gerade wer Cosy Crime mag, findet hier eine sehr gemütliche, unaufgeregte Ermittlungsatmosphäre, die perfekt für entspannte Lesestunden ist.



    𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:

    Ein ruhiger, humorvoller und sehr atmosphärischer Camping-Krimi, der mit Dialekt, Lokalkolorit und erinnerungswürdigen Figuren punktet. Kein nervenaufreibender Pageturner, aber ein kluger, angenehm entschleunigter Fall mit Charme. Ideal für alle Fans des Genres.

    Schöne Idee


    Als Japan-Interessierte (über meinen Japanischkurs sprechen wir an dieser Stelle nicht - das Vokabular gehört sich dringend mal aufgefrischt!) war ich natürlich davon überzeugt, dass ich diesen so zauberhaft klingenden Read unbedingt lesen muss … zumal der wirklich ansprechend formulierte Klappentext ein weiteres Plus war. Mit Fabeln und Märchen hab ich es zwar eher nicht so (- oft sind sie mir einfach zu düster oder überladen mit moralischen Lektionen -), aber schließlich lese ich hin und wieder auch Fantasywerke - und wenn Drachen kein Problem darstellen, dann geht natürlich auch ein Fuchsgeist (… erst recht, wenn er Süßigkeiten verteilt, hehe).


    Leider konnte mich das Werk, dessen wunderschöne Idee mich sofort in ihren Bann gezogen hatte, nicht so begeistern wie erhofft. Statt Poesie und Zauber zu versprühen, wirkte alles eher matt, distanziert, bestenfalls neutral erzählt. Zu den Figuren konnte ich keine Nähe aufbauen.


    Die einzelnen, lose miteinander verwobenen, stets "lehrreichen" Geschichten hatten zwar oft auch schöne Gedanken über Einsamkeit, Scham und Selbstakzeptanz, aber der Ton blieb mir zu sachlich, zu monoton … einfach nicht mitreißend.


    Was mir hingegen gefallen hat:


    ❏ das traumhafte Cover,

    ❏ die kreative, mystische Grundidee

    ❏ die ganz eigene japanische, von Zurückhaltung, Respekt und Ehrgefühl geprägte Mentalität, und

    ❏ das kleine Glossar am Ende, das viele Begriffe erklärt - ein schönes Detail.


    𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:

    Wundervolle Idee, aber leider zu wenig Gefühl bzw. zu viel Distanz. Die Geschichten sind lesen sich zwar irgendwie melancholisch, wirken jedoch zu belehrend, um richtig unter die Haut zu gehen. Für mich war es ein Ganz-Okay-Level-Read für zwischendurch, nichtsdestotrotz spreche ich gerne eine Empfehlung aus für alle Fabel-Leser:innen und Fans der japanischen Kultur.

    *** Setting-Liebe!! ***


    Was für ein besonderes Buch!

    Schon vom bloßen Anblick war ich hin und weg! Die wunderschöne Gestaltung mit den zarten Rosé- und Blautönen, die perfekt mit dem glitzernden Weiß der Antarktis harmonieren, ist einfach ein Traum, ebenso die kleinen Glitzerelemente, die sich auf den Seiten der Kapitelanfänge angedeutet wiederholen - und vom Farbschnitt fange ich gar nicht erst an … Kurzum: Das Werk ist ein absoluter Eyecatcher!

    Doch auch inhaltlich hat mich diese cozy NA-Romance aus der Feder von Greta Milán absolut verzaubert.

    Das Setting ist der Wahnsinn! Eine Liebesgeschichte mitten im Eis, quasi am Ende der Welt. Im Fokus: eine Gruppe unglaublich sympathischer Menschen auf der "White Star"-Station, die gemeinsam ihrer Forschungsarbeit nachgehen. Das war für mich etwas ganz Neues und ein unglaublich atmosphärisches Leseerlebnis. Ich mochte die gesamte Crew total, diese ruhige, familiäre Dynamik in der Abgeschiedenheit … das passte alles perfekt zusammen, ich fühlte mich automatisch wie ein Mitglied des Teams.

    Was mich besonders beeindruckt hat, war die gelungene Balance zwischen Wissenschaft und Gefühl. Ich selbst bin - leider - kein Naturwissenschaftsprofi … nicht mangels Interesse, aber Sprachen, Musik und Historisches sind eher mein Terrain. Greta Milán hat den Forschungsaspekt jedoch so zugänglich und lebendig beschrieben, dass ich mit jeder Seite mehr über Pinguine lernen wollte. Ich habe wirklich das Gefühl, dass ich diese faszinierenden Tiere jetzt nochmal mit ganz anderen Augen sehe (und zukünftig wohl immer ein bisschen an dieses Buch denken werde, wenn ich einen Pinguin sehe).

    Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Emerie und Beckett erzählt, wobei ER mir von Anfang an deutlich näher war als SIE. Mit Emerie bin ich erst nach und nach warm geworden; sie ist nicht unfreundlich, allerdings recht tough, ehrgeizig, etwas verschlossen (wenn auch aus gutem bzw. traurigem Grund). Nur in puncto Kochen fühlte ich direkt mit ihr (- habe es tatsächlich auch schon mal geschafft, Reis anbrennen zu lassen *hüstel*). Beckett hingegen war für mich sofort ein Highlight - ein echter Good Guy, loyal, klug, aufmerksam, hilfsbereit, auf attraktive Weise selbstbewusst … einfach rundum liebenswert. Ich hab es geliebt, Emerie dabei zuzusehen, wie ihre Vorurteile ihm gegenüber nach und nach dahinschmolzen.

    Ein weiterer Pluspunkt für mich war die Tatsache, dass die Gebärdensprache in die Handlung integriert worden ist, und zwar auf komplett natürliche und feinfühlige Art und Weise.

    Der angenehm-einladende, bildreiche Schreibstil der Autorin sorgte dafür, dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte - nicht nur, weil ich (im Gegensatz zu Em) Romanzen liebe, sondern weil sich die Story einfach so gut anfühlte und mich wunderbar unterhalten hat.


    Fazit:
    Eine süße, berührende Geschichte über Vorurteile und Vertrauen, zweite Chancen und die Magie, die entstehen kann, wenn zwei Menschen sich wirklich sehen - eingebettet in ein interessantes, kreatives Setting. Klare Leseempfehlung!

    Erscheinungsdatum: August 2025

    Verlag: Fischer Sauerländer

    Umfang: 32 Seiten

    Lesealter: ab 4 Jahren

    Über den Autor und weitere Mitwirkende:

    Hinter Juli Wind steckt das Autorenduo Angelika Niestrath und Andreas Hüging. Andreas war Musiker und Komponist, bevor er zu schreiben begann, Angelika kommt aus der Buchbranche. Das Paar lebt und arbeitet in der Grafschaft Bentheim, in Berlin und auf Reisen. Ihre Kinderbücher bringen sie oft mit selbstkomponierten Songs auf die Bühne.

    Ulrike König wurde in Dresden geboren. Nach dem Studium der Theatermalerei an der HfBK Dresden arbeitete sie mehrere Jahre am Theater Kiel und als freie Theatermalerin und Bühnenbildnerin in Spanien, Tunesien, Griechenland, Ägypten und der Türkei. An der HAW Hamburg studierte sie Illustration und arbeitet als freie Illustratorin in Flensburg.

    Meine Meinung:

    *** Leider nichts für uns ***


    In letzter Zeit haben mein kleiner Spatz und ich so viele wundervolle Kinderbücher für uns entdeckt - ich freue mich über sein wachsendes Interesse an Büchern und genieße es so sehr, als Erwachsene nochmal all die entzückenden Kinderbuchillustrationen bestaunen zu dürfen.


    With that being said: Die fröhlich-niedlichen Zeichnungen des vorliegenden Werkes waren es auch (- zusammen mit der Grundidee, Akzeptanz, Inklusion und Selbstwertgefühl unter Kindern zu stärken, was ich eine enorm wichtige & wertvolle Message finde -), die dafür sorgten, dass ich zumindest ein paar warme Worte für dieses Buch finden kann. Denn inhaltlich … einfach nein. Es bricht mir das Herz, etwas Negatives über ein optisch so putziges Buch sagen zu müssen, aber … das war wirklich gar nichts für uns.


    Frau Bär war in ihrer Rolle als Pädagogin dermaßen inkompetent, dass ich beim Vorlesen heilfroh war über die Tatsache, dass dieser Punkt nur mich als Erwachsene störte. Mein Kleiner war derweil begeistert von den zahlreichen Furz-und-Pups-Ausdrücken.

    Für Stunk konnte ich mich überhaupt nicht erwärmen - seine durchwegs stichelnde, grundlos gemeine, regelrecht herablassende Art verhagelte mir ordentlich die Laune. Reaktion der Erzieherin: Null.


    Ja, gegen Ende wird spontan Freundschaft geschlossen, doch auch dann gibt es noch eine recht unschöne Aussage, die a) in meinen Augen recht grenzwertig einzuordnen ist, speziell im Hinblick auf das doch sehr junge Alter der Figuren sowie der Zielgruppe, und b) sich leider einreiht in den zuvor entstandenen Eindruck, dass Hänseleien und Beschämungen dort scheinbar zur Normalität gehören.


    𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:

    Geschmackssache. Unser Fall war es nicht, und "voll komisch" auch nicht, trotz der wirklich lieben Zeichnungen. Aus diesem Grund kann ich leider keine Empfehlung aussprechen, das wäre nicht fair - dafür gibt es einfach zu viele andere rundum gelungene Kinderbücher, die kein unangenehmes Gefühl beim Vorlesen hinterlassen.


    ASIN/ISBN: 3737374406

    Verlag: Lübbe

    Erscheinungsdatum: August 2025

    Umfang: 416 Seiten


    Über die Autorin:

    Deidra Duncan ist praktizierende Ärztin mit Schwerpunkt Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Damit lebt sie ihren Traum, auch wenn ihr Arbeitsalltag oft einer emotionalen Achterbahnfahrt gleicht. Sie trägt genauso gern Kittel wie Glitzer und wünscht sich, man könnte beides auf magische Weise miteinander kombinieren. Ihre Freizeit widmet sie am liebsten dem Lesen und Schreiben, LOVE SICK ist ihr erster Roman. Sie lebt mit ihrer Familie in Florida.




    Meine Meinung: Highlight!!


    Einfach nur WOW. - Dieses Buch hat mich komplett umgehauen und wird ohne Frage eines meiner absoluten Jahreshighlights bleiben! Schon lange hat mich eine Geschichte nicht mehr so restlos begeistert, so mitgerissen - und das, obwohl ich um Krankenhaus-Romane (und -TV-Serien) normalerweise einen großen Bogen mache (da mich die individuellen Patientenschicksale immer zu sehr mitnehmen). Hier jedoch passte einfach alles!!


    Die Dynamik zwischen Grace (Sapphire) und Julian? Off the charts! Ihre Chemistry sprüht von der ersten Begegnung an und entwickelt eine solche Intensität, dass ich teilweise das Gefühl hatte, selbst mit im Raum zu stehen. Was mir besonders gefallen hat: Sie reden miteinander. Nicht dieses klassische Aneinander-vorbeilaufen, sondern echte, offene, ehrliche Kommunikation – gerade im entscheidenden Moment, als es dramatisch wird. Das hat mir so viel gegeben und die Geschichte für mich auf ein ganz neues Level gehoben.


    Ein weiteres Highlight: der Krankenhausalltag. Diesbezüglich merkt man sofort, dass die Autorin vom Fach ist (= sie arbeitet selbst als Ärztin in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe). Die Beschreibungen sind realistisch, authentisch, voller Leben – und trotzdem nie zu viel oder überfordernd. Diese perfekte Balance zwischen Fachterminologie und Lesefluss hat mich einfach nur begeistert. Man taucht ein in die Welt der Assistenzärzte, spürt den Druck, die Verantwortung, den Stress, aber auch die Leidenschaft, die Liebe zum Beruf. Und das ohne jemals das Gefühl zu haben, als Laie in einem Fachjournal gelandet zu sein.


    Auch die Themen Mental Health und der Umgang mit Gerüchten, Druck und unfairen Vorurteilen wurden unglaublich stark umgesetzt. Grace' Weg, wie sie sich behauptet, wie sie wächst und gleichzeitig verletzlich bleibt, war für mich wahnsinnig nachvollziehbar und berührend. Besonders großartig fand ich, dass ein gewisser Konflikt nicht auf kitschige Art einfach "weggezaubert", sondern so realistisch gelöst worden ist, wie es auch im wirklichen Leben geschehen wäre. - Habe ich total gefeiert!


    Ehrlich, die Seiten sind nur so dahin geflogen! Ich habe jede Minute mit diesem Buch geliebt, habe mit den Figuren gelitten und mitgefiebert - und war am Ende einfach nur hin und weg. Ich kann kaum fassen, dass es sich bei diesem Leseträumchen tatsächlich um ein Debüt handelt - für mich ist schon jetzt klar: Ich will ALLES von dieser Autorin lesen, was noch kommt. Merkt euch den Namen Deidra Duncan.


    𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁: Die perfekte Mischung aus prickelnder Romantik, mitreißendem Kliniksetting, authentischer Tiefe und wundervollen Charakteren, die man einfach nur lieben muss. Klare Leseempfehlung für alle Fans von Liebesromanen mit Krankenhaus-Vibes à la Grey's Anatomy!


    ASIN/ISBN: 3757701062

    Verlag: LYX

    Erscheinungsdatum: März 2025

    Umfang: 544 Seiten


    Über die Autorin:

    Elle Kennedy ist eine SPIEGEL-Bestseller-Autorin. Sie wuchs in einem Vorort von Toronto (Kanada) auf und studierte Englische Literatur an der York University. Sie wusste schon früh, dass sie Autorin werden will, und im Alter von zwölf Jahren schrieb sie ihren ersten Liebesroman.


    Meine Meinung:


    Da mir der Auftakt der Sandover-Prep-Reihe damals enorm gut gefallen hatte, freute ich mich riesig, mit "Girl Abroad" nun wieder ein Werk von Bestsellerautorin Elle Kennedy lesen zu dürfen - zumal ich im Vorfeld (im Hinblick auf die englischsprachige Version) bereits etliche positive Reviews entdeckt hatte.


    Meine letzte London-Reise liegt mittlerweile mein halbes Leben zurück, höchste Zeit also, mir wenigstens literarisch einen Ausflug in diese ungemein faszinierende Metrole zu gönnen. Was die Settingbeschreibungen betrifft: Ja, sie waren okay. UK-Vibes kamen schon durch, hier hätte ich mir insgesamt jedoch weitaus mehr Intensität erhofft.


    Womit ich im Laufe der Handlung außerdem zunehmend haderte, war die weibliche Hauptfigur: Abbey ... mit der ich so gerne hatte mitfiebern wollen, die es mir aufgrund ihrer (bestenfalls) wenig feinfühligen, (schlimmstenfalls) rücksichtslosen, egoistischen Art schwermachte, die Story wirklich genießen zu können. Verwöhnt vom bisher privilegierten Leben, dass ihr Rockstar-Papi ihr ermöglicht hatte, ist sich Abbey zwar ihrer finanziell vorteilhaften Situation bewusst, sieht allerdings größtenteils die Nachteile, die sie bisher erlebt hat - Daddy hatte wenig Zeit, die Presse ist böse, sie lebte die letzten Jahre abgeschirmt auf einer Ranch, die Leute wollen sie nur kennenlernen, um mehr VIP-Gossip über ihren Vater zu erfahren, usw. (...talk about 'Jammern auf hohem Niveau').


    Was mir am meisten sauer aufstieß, war die Selbstverständlichkeit, mit der Abbey über die Gefühle anderer Menschen hinwegtrampelt. - 'Ich mach' mir die Welt, wie sie mir gefällt.' Klar, hin und wieder blitzen Momente eines schlechten Gewissens auf - andernfalls wäre sie auch eine gänzlich unsympathische Figur -, doch letztlich spinnt sich die Dreiecksgeschichte zwischen ihr, Nate und Jack munter weiter.


    "Sofort habe ich Schuldgefühle. Ich denke daran, was ich gestern Nacht getan habe und mit wem, und dieses angespannte, unangenehme Gefühl wird stärker. Meine Generation bekommt ständig erzählt, dass sie sich sexuelles Empowerment zu eigen machen soll. Liebe, wie du willst. Schlafe, mit wem du willst. Heirate oder habe zwanglosen Sex. Sei polyamorös oder monogam oder ethisch nicht-monogam. Ständig höre ich, wie mit diesem Begriffen um sich geworfen wird, und ich will ja auch diese ungehinderte Person sein, die sich nicht schuldig fühlt, wenn sie mehrere Menschen gleichzeitig datet."


    Unabhängig davon, welcher junge Mann gerade mit Abbey beschäftig war - ich fühlte kaum Chemistry. Was genau war der Grund für die gegenseitige Anziehungskraft? Ach ja, eine attraktive Optik. Und sonst ... ?


    Die WG-Dynamik habe ich als angenehm empfunden, auch wenn Lee mir ein wenig zu stereotypisch gezeichnet erschien. Nichtsdestotrotz: Dort zu leben, wäre sicherlich spaßig. Ein weiterer Pluspunkt: Abbeys Dad. Den mochte ich gern, von ihm hätte ich am liebsten mehr Passagen gelesen.


    Am spannendsten fand ich die Nebenhandlung, in der es um eine rätselhafte, mit einem Kunstwerk verknüpfte Familiengeschichte ging. Auch in Bezug auf diesen Aspekt hätte ich gerne ein paar Kapitel getauscht und im Gegenzug auf das wenig liebenswerte Hin-und-Her-Geplänkel verzichtet. All das führte dazu, dass sich die Story in meinen Augen, sicherlich auch aufgrund des stolzen Umfangs von immerhin fast 550 Seiten, zwischenzeitlich etwas zog.


    Fazit: Ganz okay - eine typische New-Adult-Romance, der mehr emotionale Tiefe gutgetan hätte. Der Roman lässt sich in einem Satz zusammenfassen: "Ich bin wirklich nicht dafür geschaffen, mit zwei Jungs gleichzeit zu jonglieren." - Ich weiß, es gibt viele Fans von diesem Romance-Trope, aber Dreiecksgeschichten sind einfach nicht my cup of tea. Von mir gibt es eine bedingte Leseempfehlung für alle eingefleischten Fans der Autorin.


    ASIN/ISBN: 373632474X

    Ganz okay



    Nachdem "Book Lovers" mich extrem begeistert hatte, war meine Vorfreude auf ein neues Henry-Werk immens - zumal bereits der Klappentext unheimlich vielversprechend klang.



    Leider blieb die inhaltlich durchaus gut durchdachte, auf unterschiedlichen Zeitebenen angelegte (Love) Story letztlich jedoch aus mehreren Gründen hinter meinen Erwartungen zurück:



    ❏ Margarets Erzählung (= ihre sich über mehrere Generationen erstreckende Familiengeschichte) zog sich zu sehr in die Länge und konnte mich nicht wirklich fesseln (zumal alles von einem Hauch Traurigkeit bzw. Tragik umweht war und ich gewisse Figuren schlichtweg nicht sympathisch fand)



    ❏ Alice und Hayden wirkten (im Vergleich zu anderen Romanzen) einerseits relativ blass und zugleich in den für sie auserkorenen Wesenszügen überzeichnet (SIE sonnig-überdreht und stets "zwitschernd", ER bewusst mysteriös und teilweise recht zynisch-grummelig).



    Nichtsdestotrotz gab es natürlich auch positive Aspekte des Romans:



    ❏ die Handlung wartet mit einigen berührenden Szenen auf



    ❏ die sommerlichen Settingbeschreibungen machen direkt Lust auf einen Urlaub



    ❏ clever gesetzte Twists.





    𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:

    Ein solider, unterhaltsamer Roman, wenn auch nicht mein Favorit der Autorin. Wenn ihr Stories um Familiengeheimnisse mögt, werdet ihr voll auf eure Kosten kommen.

    Verlag: LYX

    Erscheinungsdatum: April 2025

    Umfang: 448 Seiten



    Über die Autorin:

    Alicia Sommer wurde im Rheinland geboren, ist Kulturwissenschaftlerin und lebt mittlerweile in München. Während ihrer Zeit in Kalifornien entdeckte sie American Football für sich und ist seitdem glühender Fan der San Francisco 49ers. Mit ihrem New-Adult-Debüt bei LYX kann sie nun ihre Football-Begeisterung mit ihrer größten Leidenschaft, dem Schreiben, verbinden.




    Meine Meinung:


    *** Ein Must-Read für alle Fans von American Football ***



    Eins möchte ich gleich vorweg festhalten - der einzige Grund, weshalb dieses Werk 'nur' vier Sterne statt fünf von mir erhalten hat, basiert auf persönlichen Präferenzen im Hinblick auf das Verhalten der Hauptfiguren in speziellen Situationen; soll heißen: Es lag an mir, nicht am rundum wundervoll und mitreißend geschriebenen Werk von Alicia Sommer.



    "My Idea of No. 14" entspricht 'My Idea of Sports Romance'! So und nicht anders gehört sich das nämlich - in Sports Romance MUSS das Thema Sport enthalten sein. Damit meine ich nicht nichtssagende Randerwähnungen à la 'Person X fuhr zum Training/bereitete sich auf das Spiel vor, etc.', die eher lieblos rund um die Romanze herumgebastelt werden, sondern das, was die talentierte Autorin des vorligenden Werkes grandios gemeistert hat: American Football wird hier mit so viel Detailliebe, Authentizität und Herzblut ins Rampenlicht gerückt, dass ich - als Fan dieser Sportart - rundum selig war. Hier wurde nicht irgendeine aktuell interessante Sportart ausgewählt und in die Love Story gequetscht - man spürt in jeder Zeile die Begeisterung der Autorin für diese Sportart und für alles, was damit einhergeht. Ich hatte eine Gänsehaut beim Lesen, als ich die flirrende Atmosphäre im Stadion wahrnahm, staunte über Leahs Fachwissen und über ihre Professionalität, mit der sie trotz ihres jungen Alters bereits routiniert die Trainings- und Spielsituationen anylysierte, fieberte gebannt mit, als Sams nervenaufreibende Tage im Trainingscamp ihm alles abverlangten ... und genoss die Annäherung zwischen ihm und Leah - Tochter des Quarterback-Coaches (und damit mehr als TABU für Sam) - in vollen Zügen. Kurzum: Wer American Football liebt, muss diesen tiefgründigen New-Adult-Roman lesen! Mir juckt es jedenfalls in den Fingern, zeitnah wieder mal den Film "Draft Day" anzuschauen!


    Mein Highlight (abgesehen von den traumhaft realen Football-Vibes) war die intensive und feinfühlige Ausarbeitung der Herst'schen Familiendynamik. Zwischen Leah und ihrem Vater liegt einiges im Argen. Nicht nur, dass Andy sein Leben dem Sport verschrieben hat (in dem er zugegebenermaßen auch große Erfolge gefeiert und Leah somit ein Aufwachsen im Luxus ermöglicht hat) - seit einer Jugendsünde seiner Tochter scheint er Leah als wandelnde Enttäuschung wahrzunehmen und ihr nichts zuzutrauen. Bitter, zumal ihr Traum, der erste weibliche Coach der NFL zu werden, ohnehin eine enorme Herausforderung darstellt, die selbst mit familiärem Rückhalt kaum zu bewältigen scheint. Aber Leah ist der personifizierte Ehrgeiz und lässt sich nicht unterkriegen ... dafür allerdings ablenken - von Mr. Irrelevant, der alles andere als irrelvant für ihr Herz ist. Sam blickt mühelos hinter die Fassade des scheinbar verwöhnten Rich Girls und sieht Leah als den Rohdiamanten, der sie ist. Sie beide erkennen einander als das, was sie ansonsten vor der ganzen Welt verborgen halten, fühlen sich magisch voneinander angezogen. ... und genau diese Romanze stellt ein gigantisches Risiko für ihre Träume und Lebensentwürfe dar. Ich sage nur: "ein Talent für schlechte Entscheidungen mit Dominoeffekt". In ein, zwei Situationen wollte ich Leah und Sam am liebsten schütteln und zu mehr Vorsicht mahnen - but the heart wants what it wants ... die Frage ist nur, welches Ausmaß das daraus resultierende Chaos annehmen wird.


    Die Tatsache, dass obendrein plötzlich ein widerlich arroganter Ex auf der Bildfläche auftaucht, heizt die explosive Stimmung weiter auf. Und ganz nebenbei sollten Positionen gefestigt und Spiele gewonnen werden. Ein elementarer Teil des Dramas hätte durch eine ehrliche Kommunikation vermieden werden können, just saying. Zum Glück gibt es Erin, Leahs beste Freundin, die ihr stets zur Seite steht und vor der wir hoffentlich auch im Folgeband noch viel lesen werden - vielleicht bekommen sie und Chase (aka Sams geheimnisvoller, charismatischer Bruder) ja auch ihre eigene Geschichte? Oh, wie sehr würde ich das feiern! Vorerst muss ich mich in Geduld üben, "Falling for No. 89" erscheint im Septmber 2025 und ich bin gespannt wie ein Flitzebogen auf die Story des mega sympathischen Tight Ends Kayce James!


    Fazit: Das hübsche Cover hält, was es verspricht - NA-Romantik und ganz viel Football-Liebe. Klare Leseempfehlung!


    ASIN/ISBN: 3736324510

    *** Liebe im Schatten des Krieges ***


    Unscheinbares Cover = langweiliger Inhalt? Fehlanzeige! Bereits der vielversprechende Klappentext und die catchy Leseprobe belehrten mich eines Besseren.


    Hier erwartet euch ein voller Feingefühl und mit viel Tiefgang erzählter historischer (Liebes- & Familien-)Roman, der uns nicht nur vor Augen führt, dass wahrhaftige Liebe allen Widerständen zu trotzen vermag, sondern uns auf schmerzliche Weise auch daran erinnert, welch Privileg es ist, dass wir im Hier und Jetzt leben dürfen, statt in jener düsteren Epoche.


    Wie gerne würde ich an dieser Stelle hinzufügen können, dass die Menschheit zum Glück ihre Lektion gelernt hat, dass nun Frieden herrscht. … aber leider wüten gerade in dieser Sekunde noch immer Kriege auf der Welt und geliebte Menschen verlieren einander - nur eben andernorts. Umso wichtiger sind Werke wie "Maikäferjahre", die sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und uns aufzeigen, was wir alle niemals erleben wollen. Zu Beginn eines jeden Kapitels gibt es übrigens eine kleine Auflistung der wichtigsten (realen) historischen Ereignisse sowie einen Bezug auf die Lebenssituation der fiktiven Charaktere.


    Anni und Adam. Tristan und Rosalie. Zwei Liebesgeschichten im Schatten des Krieges. Ich mochte alle Hauptfiguren, sie waren sympathisch ausgearbeitet - wobei ich mit Tristan und insbesondere mit Rosalie am meisten mitfühlen konnte. Die junge Frau geht ein hohes Risiko ein, indem sie sich mit dem Feind, einem "Kraut", einlässt. - Nicht nur ihre Eltern sind not amused. Tristan selbst realisiert hingegen, dass das Land, in dem er nun ein Kriegsgefangener ist, die Bomben der Deutschen, die er selbst regelmäßig aus seinem Flieger abgeworfen hatte, nicht verdient hat. Wird er sich selbst verzeihen können, dass er seinem (mittlerweile verstorbenen) Bruder in den irrsinnigen Krieg gefolgt ist? Und wird er seine geliebte Zwillingsschwester, die aus dem brennenden Dresden fliehen musste, jemals wiedersehen?


    In Bezug auf Anni und den jüdischen Geiger Adam, den einstigen Protégés ihres Vaters, gibt es gegen Ende der in drei große Kapitel unterteilten Story einen Twist, der in Romanen dieses Genres zwar nicht untypisch ist, mir allerdings weniger zugesagt hat - ich hatte schlichtweg auf eine andere Entwicklung gehofft. …. doch wie im realen Leben gilt: Es kommt oft anders, als gedacht … und es gibt keine Garantien.


    Das relativ offen gehaltene Ende suggeriert eine eventuelle Fortsetzung, die ich auf jeden Fall lesen würde.


    Schönes Extra: die im Anhang erhaltene Playlist klassischer Musikstücke.


    𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:

    Ein gleichermaßen spannendes wie bewegendes Werk über Schuld und Vergebung, Hoffnung und Neubeginn.

    Verlag: ONE

    Umfang: 592 Seiten

    Erscheinungsdatum: März 2025



    Über die Autorin:

    Kira Licht ist in Japan und Deutschland aufgewachsen. In Japan besuchte sie eine internationale Schule, überlebte ein Erdbeben und machte ein deutsches Abitur. Danach studierte sie Biologie und Humanmedizin. Sie lebt, liebt und schreibt in Bochum, reist aber gerne um die Welt und besucht Freunde. Für News zu Büchern, Gewinnspielen und Leserunden folgen Sie der Autorin auf Instagram (kiralicht) und Facebook.



    Meine Meinung:


    *** Genialer NA-Suspense-Roman! ***


    Highlight-Alarm!! Dieser Roman hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen und bis zum Schluss an seine Seiten gefesselt. Ich sag es euch gleich vorweg: Das wunderschöne Cover wird dem Inhalt absolut gerecht.

    Als Südstaaten-Fan war ich hingerissen von Kiras atmosphärischen Beschreibungen des fiktiven Städtchens Tallahawney, das (umgeben von morastigen Alligatoren-Sümpfen in Louisiana) als Schauplatz dieses nervenaufreibenden New-Adult-Romans dient. Die feuchte Hitze, die Sumpfluft, der krasse Kontrast zwischen verarmter und wohlhabender Bevölkerung, die Präsentation der eigenen Familie (und Moral) am Kirchsonntag, der mitunter wirklich bösartige Klatsch und Tratsch innerhalb der Gemeinde ... und doch halten alle, wenn es hart auf hart kommt, irgendwie zusammen. Im Sumpf gelten eben eigene Regeln. Ganz ehrlich, realer könnte man die Southern Vibes kaum einfangen, da hat die Autorin einen phänomenalen Job gemacht - ein riesengroßes Lob!!

    Ebenfalls genial: Die authentische Wortwahl in den Dialgen, die vielschichtige Figurenzeichnung, der Story-Aufbau, die Vielzahl an Verdächtigen - ständig lag ich falsch mit meinen Vermutungen, immer wieder warf mich ein neuer Twist komplett aus der Bahn. Genau SO muss es sein, es blieb bis zum Schluss spannend. In puncto Suspense (Aufbau des Spannungsbogens, überraschende Wendungen und Enthüllungen, Auswahl potentieller Verdächtiger, etc.) habe ich selten so ein gut druchdachtes und konzipiertes Jugendwerk gelesen. Das war schon beinahe ein Whodunnit auf Agatha-Christie-Level, einfach nur wow!

    Mae mochte ich sehr gerne, insbesondere ihre reflektierte Art - selbstverständlich checkt sie, dass sie als Nicht-Profi eher die Finger von dem Mordfall lassen sollte, bei dem ihre Kindergartenfreundin Shirley ihr Leben verloren hatte. Es ist also nicht der typische Fall von Selbstüberschätzung einer naiven weiblichen Hauptfigur, wie man es so häufig in diesem Genre liest - im Gegenteil; Mae weiß sehr wohl, dass sie den Job eigentlich den FBI-Ermittlern überlassen sollte; vielmehr ist es eher eine Herzensangelegenheit ... sie kann einfach nicht anders, dafür war Shirley ihr zu wichtig. ... auch wenn sich nach und nach herausstellt, dass die erdbeerblonde Südstaatenschönheit sich einige Feinde im Ort gemacht hatte und es viele Verstrickungen in ihrem jungen Leben gab, von denen Mae nicht die geringste Ahnung hatte.

    Also warum vergebe ich 'nur' 4 Sterne, wenn es doch so ein sensationeller Pageturner ist? (Und das ist das Buch wirklich!) Nun, ausgerechnet der fulminante Showdown am Ende war mir einen Hauch too much - zu heftig, zu viel, zu schnell auf einmal. Positiv: Es bleiben keine Fragen offen und alles Vorherige ergibt Sinn (zudem erhalten wir einen kleinen Ausblick auf die weitere Entwicklung im Anschluss an die Ereignisse à la 'Wie ging das Leben der einzelnen Charaktere weiter?').

    Der Romance-Aspekt steht hier definitiv nicht im Vordergrund; die Annäherung zwischen Mae und - lest selbst! - passiert eher nebenbei, was ich wunderbar und vollkommen richtig fand, ansonsten wäre es ja ein klassischer Liebesroman.

    Fazit: Macht euch bereit für ein mitreißendes Leseerlebnis, von mir gibt es eine klare und rundum begeisterte Leseempfehlung!


    ASIN/ISBN: 3846602604

    *** Süße Sports Romance ***


    Cover: Cute, passt perfekt zum Inhalt - inklusive Joyce' Eyeliner. Ich mag ja Cover dieser Art = gezeichnete Figuren (z.B. auch typisch für U.S. RomCom-Werke) unheimlich gerne.


    Schreibstil: Sehr angenehm, detaillierte Beschreibungen, glaubwürdige Dialoge. Liest sich fein!


    Figuren & Handlung:


    Joyce war mir sympathisch, aber ihre Neugier empfand ich teilweise als übertrieben - soll heißen: nervig, da in meinen Augen gänzlich unbegründet. Nicht überall lauert die nächste große Story und sie hatte anfangs null Grund, Austin dermaßen auf dem Kieker zu haben (auch wenn sie es natürlich überaus charmant angestellt hat).


    Das Verhalten ihres Bruders … ohne Worte. Einfach nur kindisch, sei es in Bezug auf sie oder gegenüber seinem neuen Team-Kollegen. Wie es mir mit "seiner" Story ergehen wird, die in Band 2 erzählt wird - ich bin gespannt! Der Titel "Foul Play" passt auf jeden Fall schon mal zu seinem bisherigen Verhalten. *hüstel*


    Austins großes Geheimnis wird relativ früh gelüftet - wir müssen also nicht bis kurz vorm Ende der Handlung warten -, und entpuppt sich dann als weniger tragisch als vermutet … was nicht schlimm ist, sondern zum allgemeinen Feeling der Story passt.


    Meine Highlights waren Austins knuddelige Oma und das mega tolle Basketball-Flair, hier kommt der Sport definitiv nicht zu kurz.


    𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:

    Süße Sports-Romance, die ich allen NA-Fans gerne weiterempfehle.

    *** Unterhaltsam und spicy ***


    Mein erster Reverse-Harem-Roman entpuppte sich als eine positive Überraschung.

    Ich hatte noch nie zuvor ein Werk mit diesem Trope gelesen und war einerseits mega neugierig und gespannt, andererseits auch leicht beunruhigt - würde der Fokus womöglich nur auf den detaillierten Erotik-Szenen mit zahlreichen Partnern liegen? Würden die einzelnen männlichen Charaktere oberflächlich gezeichnet sein und rein als austauschbare Belustigung für die weibliche Hauptfigur dienen?

    Zum Glück erwiesen sich all meine Bedenken als gänzlich unbegründet. Der lockere, von Humor, Sinnlichkeit und mitunter tiefgründigen Dialogen geprägte Schreibstil erlaubte es mir, nicht nur die drei sehr individuell ausgearbeiteten Bodyguards ins Herz zu schließen (- wobei sich in meinem Fall tatsächlich ein klarer Favorit herauskristallisiert hat, Stichwort: 'kuscheln' -), sondern auch im Hinblick auf die spannende Rahmenhandlung rund um den scary Stalker mitzufiebern (… der als "X" sogar eine eigene Perspektive erhalten hat, was dem Ganzen einen besonders gruseligen Twist verlieh).

    Lediglich die weibliche Hauptfigur (Briar) mochte ich aufgrund ihrer stark ausgeprägten Dominanz weniger, obgleich die Autorin den Kontrast in ihrem Wesen glaubwürdig hervorgehoben hat - Sensibilität, Verletzlichkeit, Angst und Überforderung auf der einen Seite, Schlagfertigkeit, Cleverness, Sinnlichkeit und Willensstärke auf der anderen.

    Das Ende ist Geschmackssache, mir war es ehrlich gesagt ein bisschen zu dick aufgetragen - nicht tragisch, nur einen Hauch too much eben.

    𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:

    Lasst euch nicht vom RomCom-typischen Cover täuschen, hier geht es schon ordentlich (nicht jugendfrei) zur Sache. Lockere Unterhaltung, jede Menge Spice und ein, zwei ernstere Themen - keine schlechte Kombination.

    Seit ihrer feurigen, ebenfalls bei Kyss erschienenen "Duty & Desire"-Trilogie (OMG, ich sage nur "Greer" aus Band 3 - so hot!) bin ich erklärter Fan der New-York-Times-Bestsellerautorin und konnte es nicht erwarten, endlich neuen Lesestoff von ihr in den Händen zu halten!


    Auch im Auftaktband ihrer Napa-Valley-Reihe bleibt Tessa ihrem lockeren, charmant-humorvollen, zwischendurch sündig heißen Schreibstil treu, der mich nur so durch die Seiten fliegen ließ. Gekonnt bringt sie uns die beiden Hauptfiguren näher, in die ich mich prima hineinversetzen konnte. Zwischen der lebensfrohen, liebenswert-chaotischen Gärtnerin Hallie und Mr.-Ordnungsfanatiker-und-Workaholic Julian knistert es gewaltig, ihre Annäherung habe ich sehr genossen.


    Setting: Top! Da ich Napa Valley vor einigen Jahren selbst bereist habe, hatte ich sofort Bilder im Kopf, was natürlich immer besonders toll ist beim Lesen.


    Insgesamt reicht die Story zwar aufgrund von ein, zwei etwas längeren Passagen nicht an mein bisheriges Lieblingswerk der Autorin heran, aber nichtsdestotrotz war es eine überaus unterhaltsame Lektüre, die mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat. Auf jeden Fall freue ich mich schon jetzt riesig auf den Folgeband ("Actually Yours"), der im Mai 2024 erscheint!



    𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:

    Ein entspannter, herrlich sommerlich-romantischer Read, ideal für alle Fans von Grumpy vs. Sunshine und spicy Liebesromanen.

    Feel-Good-Stories sind bei mir generell immer willkommen, insbesondere jene mit heimeligen Small-Town-Vibes - aber gerade die kuschelige Jahreszeit Herbst ist in meinen Augen geradezu prädestiniert für Romane dieser Art. Folglich war ich enorm gespannt auf das vorliegende Werk und in puncto Kleinstadt-Feeling hält es tatsächlich, was das idyllisch anmutende Cover verspricht.


    Der Schreibstil der Autorin ist locker und modern, nur hin und wieder hätte ich mir eine detailliertere Ausarbeitung einiger Szenen gewünscht, was aber sicherlich dem relativ geringen Umfang geschuldet ist - zusätzliche 100 Seiten hätte ich definitiv begrüßt und sehr gerne gelesen.


    Was ich wirklich schade fand: Die vielen Rechtschreibfehler. (… "bis der die Sturzflut nachgelassen hatte"; "sie konnte nicht ihn so recht einordnen"; "sie gehört meine Tochter", "Das er […] alleinerziehender Vater war", etc.) Solche Sätze haben mir das Leseerlebnis etwas holprig gestaltet. Sicher, man kann schon mal darüber hinweglesen und bei ein, zwei Fehlern hätte ich diesen Punkt wahrscheinlich nicht mal erwähnt, aber aufgrund der Häufigkeit dachte ich mir, dass der Hinweis für zukünftige Auflagen gewiss sinnvoll wäre.


    Hinzu kamen weitere stilistische Kleinigkeiten, die einzeln gesehen nicht tragisch waren, dem Ganzen aber etwas den Zauber raubten. So ist die abwechselnd aus Ritas und Lukes Perspektive erzählte Story durchgehend in der 3. Person erzählt … in einer Szene heißt es bei Rita jedoch plötzlich "Soweit ich es beurteilen konnte". Solche Fehler bringen mich kurzzeitig total raus, weil ich dann direkt in den Analysemodus schalte (à la 'Habe ich bisher etwas überlesen? Ist das womöglich die Stimme der Autorin, mit der sie sich jetzt quasi in die Handlung einklinkt?!).


    Mit der Klappentext-Formulierung, dass Luke Rita einst das Leben zur Hölle gemacht hätte, gehe ich nicht 100%ig d’accord. Es las sich für mich anders. Weiterhin hätte ich mich über mehr Hundeszenen gefreut, immerhin hält Luke 24 Hunde auf seiner Ranch.


    Im Hinblick auf die Versteigerung fühlte ich mich ein klein wenig an Kelly Morans Redwood-Love-Reihe erinnert, was ich durchaus als Kompliment meine. Sehr gut gefiel mir zudem die Tatsache, dass im obligatorischen Drama-Moment kurz vor Schluss ein positiver Twist steckte - sehr erfrischend!


    𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:

    Der zweite Band der Maple-Leaf-Reihe stellt eine unterhaltsame Second-Chances-Romance dar und lässt sich problemlos als Einzelband lesen (ich selbst kannte den Reihenauftakt auch nicht), allerdings wird die nächste Story so verlockend angeteasert, dass ich nun unbedingt erfahren möchte, was das Schicksal für Lou und Cooper bereithält - "Stürmische Zeiten in Golden Creek" erscheint im Januar 2024 und ich freue mich schon jetzt darauf, bald zu den Creeks zurückzukehren!

    "Sisis Schwester" stellt den 17. Band der bei Piper erschienenen Reihe 'Bedeutende Frauen, die die Welt verändern' dar und war für mich aus zwei Gründen ein Must-Read:

    1. Stichwort: Sisi - ich verschlinge sämtliche Romane, Filme und Dokumentationen über das Leben der legendären Kaiserin.

    2. Ich habe in diesem Jahr bereits mehrere Bücher der Autorin Eva-Maria Bast lesen dürfen, die mir aufgrund ihres angenehmen Schreibstils allesamt gut gefallen haben.

    Während der Lektüre kam mir die Redewendung "Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt" in den Sinn: Die junge Sophie Charlotte schwärmt nämlich kurzzeitig tatsächlich für ihren musikbegeisterten Cousin Ludwig (= König Ludwig II) … der ihre Verlobung allerdings bald auflöst (und ohnehin eher an Männern interessiert ist), verliert ihr Herz letztlich an einen Mann, mit dem es kein Happy End für sie geben kann … und heiratet anschließend wiederum einen anderen Mann, mit dem sie sogar Kinder bekommt.

    Ich wünschte, ich könnte nun berichten, dass diese unkonventionelle, überaus sympathische Frau somit ihr Glück gefunden hätte - leider war ihr dies nicht vergönnt. Stattdessen erleidet Sisis jüngste Schwester ein grausames Schicksal, das mich gleichermaßen fassungslos wie bestürzt zurückgelassen hat.

    Gekonnt entführt uns die Autorin mittels lebendiger, atmosphärischer Beschreibungen in die damalige Zeit, in welcher Frauen sich dem Willen der Männer unterordnen mussten und ihr Leben nicht nach den eigenen Vorstellungen gestalten durften. Die Handlung ist zwar mit allerlei historischen Fakten gespickt, zu Unterhaltungszwecken aber selbstverständlich auch mit Fiktion angereichert worden.

    𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:

    Eine sehr lesenswerte Romanbiografie, die mich wunderbar unterhalten hat.

    Dieser warmherzige, erfrischend witzige und einfach rundum wundervolle Read hat mich vollkommen begeistert - was für ein Highlight!


    Von der ersten Zeile an war ich hingerissen vom einnehmenden Schreibstil der mir bis dato unbekannten Autorin! Es fühlt sich an, als würde man mit einer Freundin plaudern, alle Formulierungen sind so on point und nachvollziehbar, herrlich kreativ, ungekünstelt amüsant und dennoch tiefgründig … Ich habe es geliebt, zu 100%!


    Auch die Ausarbeitung der authentischen, lebensnah angelegten Figuren ist ein Traum - die liebevolle Dynamik zwischen den gänzlich unterschiedlichen Schwestern Nora und Libby, die dem anfänglichen Geplänkel folgende Annäherung zwischen Nora und Charlie … Ich kann nur sagen: Besser geht es nicht, volle Punktzahl!


    𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:

    Nicht nur, dass die für jeden Bücherwurm elementaren Themen Literatur und Verlagswesen im Fokus stehen, in dieser zur Verfilmung geradezu prädestinierten RomCom ist der Titel wahrlich Programm: die Liebe steckt zwischen den Zeilen. Dieses Buch macht einfach glücklich! Von mir gibt es daher eine uneingeschränkte Leseempfehlung für alle Fans von romantischen Feel-Good-Stories mit zauberhaften Small-Town-Vibes!

    Hach, war das fein! Wenn ihr auf der Suche nach einer kuscheligen Romance mit liebenswerten, lebensnah gezeichneten Charakteren seid und ein Faible für gemütliche Small-Town-Vibes habt, kann ich euch dieses Buch-Schätzchen allerwärmstens empfehlen.


    Mal ganz abgesehen davon, dass ich hingerissen von der Gestaltung bin - das Cover mit glitzerndem Schriftzug ist ganz im Stil der vorherigen Bände gehalten und der winterliche Farbschnitt ist einfach nur wunderschön -, hat mich der Abschlussband der Lucas'schen Green-Valley-Erfolgsreihe auch inhaltlich auf ganzer Linie überzeugen können.


    Ich habe die weihnachtliche Atmosphäre und das Wiedersehen mit all den vertrauten Figuren ebenso genossen wie Rebeccas und Leos süße Annäherung; ihre Love Story hat sich vollkommen harmonisch eingefügt in das Green-Valley-Universum, das die Autorin geschaffen hat.


    Insbesondere Rebeccas Hilfsbereitschaft, ihre bodenständige, rundum sympathische Einstellung habe ich gefeiert. Für sie war es beispielsweise selbstverständlich, eine junge Frau zu unterstützen, als diese dringend emotionalen Beistand benötigte, und auch als sie deswegen (zu Unrecht) beurlaubt wird, weicht sie nicht von ihrem moralischen Kompass ab. Überhaupt ist dies eine der unterschwelligen Messages des Romans: Man sollte stets seinen Grundsätzen treu bleiben.


    Was mir weiterhin super gefallen hat: der familiäre Zusammenhalt der Fitzgeralds, der nicht überzogene Humor in den Dialogen und der Sport-Aspekt (Eishockey).



    𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:

    Time to say Goodbye … leider! Mit "New Wishes" entführt uns Lilly Lucas ein letztes Mal ins winterlich verschneite Colorado und schenkt uns einen würdigen Abschlussband, der tatsächlich zu meinem Reihen-Liebling avanciert ist. Lediglich das Ende hätte gerne etwas ausführlicher ausfallen können, ich empfand es als zu überstürzt und irgendwie nicht ganz vollständig. Mein Gesamteindruck wird dennoch nicht davon getrübt, es war ein tolles Leseerlebnis. Von mir gibt es eine klare Empfehlung für alle Fans von romantischen Feel-Good-Stories.

    Verlag: Aufbau Taschenbuch

    Erscheinungsdatum: November 2023

    Umfang: 431 Seiten



    Über die Autorin:

    Sharon M. Peterson war mutig genug, als Lehrerin zu arbeiten, bevor sie zu schreiben begann. Sie lebt mit ihrem Mann und vier Kindern, darunter zwei autistische Söhne, in Washington, hat eine Katze, zwei Hunde, ein Tattoo und irrational große Angst vor Pudeln. Meist findet man sie über ihre Tastatur gebeugt, auf der Suche nach Geschichten und Figuren, die noch in den übelsten Situationen des Lebens das Komische zu finden wissen.



    Meine Meinung:


    Gut möglich, dass dies meine kürzeste Rezension ever werden könnte … Sie lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Ihr müsst, müsst, müsst dieses sensationelle Buch lesen!


    Trust me! Für mich ist es mit Abstand die bisher beste RomCom, die ich je gelesen habe - warmherzig, authentisch, lebensbejahend, tiefgründig, GRANDIOS geschrieben und mit einer einzigartigen Heldin, die ich am liebsten knuddeln wollte. Ich habe alles, ich wiederhole: ALLES, an diesem Werk geliebt, hatte zwischenzeitlich Tränen in den Augen und komme auch im Nachhinein aus dem Schwärmen kaum heraus, weil die bezaubernde Story mich einfach so glücklich gemacht hat.


    𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:

    Mitreißend und kreativ erzählt, rundum liebenswerte Figuren und vom frechen (aber niemals nervig-klamaukigen) Erzählton exakt mein Fall! Ich bin restlos begeistert!!

    Absolutes Lesehighlight und ganz klare Leseempfehlung für alle Fans von humorvollen Liebesromanen (ohne Spice) und charmanten Feel-Good-Stories!


    ASIN/ISBN: 3746640679