Beiträge von Sonnenschein12

    Auch von mir einen herzlichen Glückwunsch an alle!

    Ich habe nicht ganz verstanden, wie es mit der Punktevergabe läuft (wo hätte ich nachsehen können?) - aber das war auch in diesem Fall nicht so schlimm, da ich mich nicht hätte entscheiden können... Ich fand alle Eure Geschichten sehr gut, phantasievoll und kreativ - und sooo unterschiedlich...

    Heute Morgen nun kam eine wunderschöne WhatsApp einer unserer Töchter bei uns an, in der sie schrieb, sie habe gerade mit unserer Enkelin Alma (2,5 Jahre) ein Buch angeschaut und das Kind gefragt: "Alma, was ist das da für ein Tier?"

    Spricht Deine Tochter mit Alma Plattdeutsch? Woher kannte Alma die plattdeutschen Ausdrücke? Auf jeden Fall gefällt es mir gut...

    "Boompicker" kannte ich, "Plüschmors" nicht...

    Nur durch Breumel s Hinweis bei der Leserunde "Auf Tiefe" habe ich diesen Thread gefunden... Ich glaube, mein "Fehler" bei Kurzgeschichten war bisher, dass ich sie zu schnell hintereinanderweg gelesen habe... Jetzt lese ich Eure Geschichten in kleinen "Dosen": jeden Tag eine - und ich komme so langsam auf den Geschmack...

    Die ersten beiden (Reihenfolge!) haben mir schon mal gut gefallen...

    würde ich ihn natürlich "Neger" sagen lassen - was sonst?

    Wobei der Ku-Klux-Klan-Mann wahrscheinlich noch ein schlimmeren N-Wortes benutzen würde...

    Wobei ich Breumel so verstanden habe: wenn ein Ku-Klux-Klan-Mann es benutzen würde, gehört es zur Geschichte... ich habe es so verstanden, dass sich ihre Kritik dagegen richtet, dass Du es als Erzähler benutzt... Ist das so richtig Breumel ?

    Ich persönlich bin bei diesen Diskussionen immer sehr zwiespältig, Pippis Vater hat sich in meinen Augen nicht verbessert, seitdem er jetzt ein "Südsee-Häuptling" (oder so ähnlich) geworden ist und Jim Knopf wurde eben von Michael Ende so beschrieben, damals eine positive Sensation, dass ein "coloured-Kind" die Hauptrolle in einem Buch spielte. Gerade zwei Beispiele, die mir einfielen, es gibt sicher ganz viele davon... Noch eines: das berühmte Gebäckstück "Mohrenkopf" (man mag es gar nicht mehr schreiben, ich rede nicht von den Schoko-Küssen, sondern dem Konditor-Gebäckstück!) ) heißt jetzt "Othello" - hm, was haben wir damit denn geändert? Die Assoziation bleibt die gleiche... Aber das ist eine Diskussion, an der sich viele Geister scheiden...

    Aber vielleicht kann ich hier doch noch etwas zum Abschluss schreiben (nein, keinen Vergleich!): ich habe ja immer etwas rumgenölt, dass Kurzgeschichten nicht so mein Ding seien... Da habe ich jetzt meine Meinung etwas geändert: ich habe gelernt, dass Kurzgeschichten sehr viel aussagen können, dass sehr viel mit den einzelnen Worten jongliert werden muss, da sie nur "kurz" ganze Stimmungen, Gedanken, Überlegungen usw. einfangen und ausdrücken müssen - also sehr viel schwieriger als in einem Roman.

    Ich werde sicherlich kein großer Fan von Kurzgeschichten, denn "einmal drin, bin ich auch schon wieder draußen", aber ich werde nicht mehr so pauschal urteilen, sondern - bevor ich nöle - zumindest eine Geschichte probeweise mal lesen.

    Danke Dieter Neumann für diese Erkenntnis!

    So, meine letzte Geschichte in dieser Sammlung von Kurzgeschichten - und ich muss aufpassen, dass ich nicht zu sehr "vergleiche", da vielleicht einige nicht in Reihenfolge gelesen haben...

    Was für eine wunderbare Geschichte, ich habe viel Schmunzeln müssen (hört sich vielleicht makaber an, aber es fing schon bei Fietes Tod an: "...und verschied unverzüglich und geräuschlos." (S. 62 im E-Book). Und mit Heini habe ich großes Mitgefühl gehabt...

    Durch das große Chaos - wirklich großartig geschildert - erkenne ich doch "den Geschäftsführer in einem mittelständischen Unternehmen", dem eine solche "Übergabe" nächtelange Alpträume einbringen würde, mit der eindringlichen Mahnung auch im ehrenamtlichen Bereich eine gewisse Übersichtlichkeit zu wahren...

    Ach so'n Mist, jetzt habe ich schon wieder etwas löschen müssen, weil ich Vergleiche gezogen habe...

    Aber auch hier in dieser Geschichte sind die Worte pointiert gesetzt, so dass ich immer wieder die Szene direkt vor Augen hatte ("...und warf sich aufopferungsvoll neben den Niedergesunkenen. (…) schleuderte ihr Heini einen vernichtenden Blick entgegen..." (S. 65 E-Book)

    Es ging mir auch nur darum, dass Osteuropa wesentlich vielschichtiger ist, als viele mitbekommen. Durch meine Arbeit habe ich auch mit Ländern in Osteuropa zu tun und war manchmal selbst erstaunt, was für moderne Anlagen dort teils stehen.

    Deshalb finde ich Deinen Beitrag so wichtig, so etwas vergessen wir (ich!) gern mal und urteilen ganz pauschal über einen Kamm...

    Aber es gibt eben auch noch die andere Seite, andere Länder, größere Armut...

    Es werden Fachkräfte ausgebildet und Aufträge vergeben. Ich denke, dass ist ein wichtiger Schritt, um den Menschenhandel einzudämmen.

    Ja, da stimme ich Dir vollkommen zu - und ich finde es gut, dass Du uns hier darauf aufmerksam machst...

    Aber ich denke, dass Rumänien hier nur als Beispiel steht (Bulgarien, z.B. viele Länder der früheren UdSSR - dies in Europa) Frauen aus Asien, aus Afrika oder vielleicht auch aus Süd- oder Mittelamerika, überall sind Menschenhändler (oder sagen wir gleich: potentielle Zuhälter) unterwegs, um Frauen mit wunderschönen Bildern zu ködern... Mir fallen dabei auch die vielen Familien ein, die ihre Kinder an potentielle Adoptiveltern "verkaufen"... Diese Menschen habe alle die große Hoffnung, dass es ihnen selbst oder ihren Kindern besser geht - deshalb würde ich am liebsten jedes Selbsthilfeprojekt in den jeweiligen Heimatländern unterstützen - aber leider bin ich keine Millionärin...

    An einer Stelle schreibt Dieter "Nicht das Kreischen der Weiber, deren Kinder der Sturm in den Gassen zu Boden schleudert.

    Ehrlich gesagt, habe ich an dieser Stelle auch etwas geschluckt, aber ich muss Dieter als "Erzähler" hier ein klitzekleines bisschen in Schutz nehmen: ich glaube, er wollte sich dem damaligen Sprachgebrauch anpassen - und damals wurde eben von "Weibern" (nicht von Frauen) gesprochen - so habe ich es mir erklärt...

    Beim Lesen des Titels und dem ersten Satz der Geschichte, ahnt man ja schon (zumindest mir ist es so gegangen), worauf es hinausläuft... Ich glaube, wir haben alle genügend Filme, und Dokumentationen zu diesem Thema gesehen / gehört / gelesen...

    Aber trotzdem ist die Geschichte tief in mich reingekrochen, vielleicht weil Oana nicht "irgendeine" junge Frau ist, sondern sie hat einen Namen, ist für mich "menschlicher" (irgendwie ein falsches Wort, "greifbarer", "näher"?). Teilweise wird ihre Geschichte ja erzählt, teilweise kann ich sie mir dazu phantasieren. Habe ich es richtig verstanden, dass ihre Verwandten 2.000 € bekommen haben, nicht sie haben 2.000 € bezahlt? Ich habe von vielen Frauen gehört, dass sie selbst für ihre "Reise" zahlen mussten, d.h. dass ihnen im Zielland erstmal die Pässe abgenommen wurden, weil sie ihre "Schulden abarbeiten" mussten... Aber wahrscheinlich gibt es da verschiedene "Geschäftsmodelle"...

    Ich frage mich manchmal, wann es sich in den Herkunftsländern vielleicht mal herumgesprochen hat, dass es gar nicht so viele kleine süße Kinderchen geben kann, wie "Kindermädchen" gesucht werden... Aber wahrscheinlich trifft auch hier der Satz zu: "Die Hoffnung stirbt zuletzt..." Die Hoffnung auf ein besseres Leben...

    Es hat mir auch gut gefallen, dass in der Geschichte auch ein Junge "verkauft" wird (oh, wie hört sich das denn an...???), ich meine damit, dass auch ausgesagt wird, dass nicht nur junge Frauen die Opfer von Menschenhandel sind, sondern auch Junge Männer (na ja, 14 Jahre alt!!! Eigentlich fast noch ein Kind).

    Nee, ich muss noch etwas nachdenken über diese Geschichte...

    Mir gefiel sowohl der Stil als auch das eher ungewöhnliche Thema.

    Mir auch!

    Ich war im letzten Jahr zu einer Lesung von Karin Kalisa (zu "Fischers Frau", habe ich aber noch nicht gelesen!), sie hat mir ausgesprochen gut gefallen, sie hat ganz frei, ohne Manuskript und sehr anschaulich darüber berichtet, wie sie auf die Idee gekommen ist, dieses Buch zu schreiben, die Lesung an sich war danach für mich eher nebensächlich...