Beiträge von melancholy

    Diese Trends lassen mich inzwischen ziemlich kalt. Als das Vampirbuchgenre seinen Höhepunkt erlebte, hatte ich mich längst abgeseilt. Man möchte es inzwischen gar nicht mehr eingestehen, aber ich war mal große Twilight-Anhängerin, ganz am Anfang, als es noch keine Filme gab und die Fangemeinde noch ein wenig überschaubarer war. Sobald sich aber dieser übertriebene Hype entwickelt hatte (und ich zugegebenermaßen auch etwas älter wurde), hat es mich allerdings nicht mehr interessiert.


    Das war es aber auch. Mit den neuesten Modegenres habe ich nichts mehr am Hut. Genaugenommen finde ich es eeetwas störend, wenn mir in jeder Buchhandlung ein lebensgroßes Paulo-Choelo-Plakat entgegenspringt. Und das scheint inzwischen wohl ein langanhaltender Trend zu sein. Man kann nur hoffen, dass sein Quell an "Weisheiten" irgendwann versiegt und/oder er genug Geld gescheffelt hat.
    Auf das neu aufkommende, gesellschaftlich akzeptierte Porno-Genre mag ich erst gar nicht eingehen. Dem ist wohl kein Kraut gewachsen.



    Nein, diese Art von Modeliteratur lese ich nicht. Nicht aus Trotz, sondern weil ich davon schon im Vorfeld derart übersättigt werde, dass ich gar keine Lust bekomme, es zu lesen.

    Zitat

    Original von Rosha
    Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns. Franz Kafka


    "Die Wand" ist so eine Axt. Absolut. Sie schneidet tief, bleibt unvergessen. Ein Buch, das nicht bequem ist, aber nachhaltig.
    Ich hatte beim Lesen allerdings nicht nur einen beklemmenden Eindruck. Ganz im Gegenteil. Die Beschreibung der harten, körperlichen Tätigkeiten hatten etwas seltsam Beruhigendes.



    :write:anbet



    Ich hab das Buch mit 13 oder 14 gelesen (also schon ein paar Jährchen her) und bin nach wie vor davon begeistert. Es ist auch eines von wenigen, dass nach all diesen Jahren überhaupt noch so deutlich in meinem Gedächtnis verankert ist.
    Vielleicht wird es Zeit, es wiedermal zu lesen :gruebel
    Und den Film sollte ich mir auch ansehen. :rolleyes

    Zitat

    Original von streifi


    Naja, du hats ja genügend Beiträge und bist doch auch schon ewig registriert. Sprich zwei von drei Kriterien treffen nicht mehr zu ;-)


    Ausser Du hättest gerne Welpenschutz ;-)



    Ja, gern! Vielleicht trau ich mich dann irgendwann mal zum Eulentreffen :lache

    Wie denn, wo denn, was denn? Hier treiben sich auch Bücherhunde rum? :wow Das ist mir neu. Deren Welpen sind bestimmt sehr selten, weshalb man sie auf jeden Fall schützen sollte.


    Was die Eulenküken anbelangt... Ich hab mich informiert! Frisch ausgebrütete Küken sind noch blind und taub. Da ist ein bisschen Schutz schon angebracht. Wenn sie dann aber ins Jungeulenalter kommen, muss man sie hier und da auch ein wenig in die Schranken weisen, sonst werden sie gar noch frech. Letzteres ist bei der ein oder anderen alteingesessenen Eule wohl in ihrer Jugend vergessen worden. Man sieht die Folgen :schnellweg

    Ich sehe das auch so, dass die Seitenanzahl eines Buches nichts über dessen Qualität aussagt, jedoch beobachte ich bei mir selbst, dass ich vor dicken Büchern (900+) ein wenig zurückschrecke. Ich hab dann immer ein wenig Angst, dass ich das Buch nur mittelmäßig finde (und ich hab ja nicht den Mumm, mittelmäßige Bücher abzubrechen, im Gegensatz zu schlechten Büchern) und somit so viele Seiten zu "bewältigen" habe und ewig an diesem einen Buch festhänge. Wenn ich allerdings mal ein Buch angefangen habe, das mir gut gefällt, spielt die Länge gar keine Rolle mehr, dann sehe ich es fast schon so, dass ein Buch gar nicht dick genug sein kann (sofern es die Qualität beibehält).

    Zitat

    Original von Rosenstolz


    Irgendwie würde ich mir aber schon sehr voyeuristisch vorkommen wenn ich mir den Film anschauen würde. So ist zumindest mein Gefühl.



    Ja stimmt, an das habe ich vorhin nicht gedacht, aber das ist für mich auch ein Grund, warum ich den Film nicht sehen mag.

    Es kommt immer auf die Rezension und den Rezensenten an, würde ich sagen. Wenn eine "Rezension" nur aus wenigen Sätzen besteht und/oder sehr einseitig ist, und nur auf bestimmte Aspekte eingeht, interessiert sie mich nicht, egal ob sie das Buch nun als gut oder schlecht bewertet.
    Aber das kommt dann natürlich auch wieder ein wenig auf den Rezensenten an. Wenn mir eine gute Freundin schreibt, deren Buchgeschmack ich kenne und auch teile, ihr habe ein Buch aus diesem oder jenem Grund nicht gefallen, würde ich das auch einfach so hinnehmen und auf ihre Meinung vertrauen.
    Aber bei fremden Rezensenten bin ich meist schon sehr viel skeptischer bzw. lege ich Wert darauf, eine umfassende Meinung zu hören. Gerade 0-Punkte-Rezensionen gegenüber bin ich sehr skeptisch, da ich nicht so ganz glauben kann, dass man bei einem Buch wirklich nur negative Aspekte finden kann (gut, ich bewege mich allerdings auch nicht im Bereich der seichten Unterhaltungsliteratur, wo ich mir so komplette Negativ-Rezensionen durchaus vorstellen kann).


    Ich weiß nicht, ob es Bücher gibt, die mir gut gefallen haben, im allgemeinen aber schlecht bewertet wurden. Wenn, dann nur recht wenige. Allerdings fällt mir auf, dass ich kaum Bücher lese, die die höchstmögliche Durchschnittsbewertung (z.b. bei Amazon 5 komplette Sterne) erreichen. Meist bewegen sich die Durchschnittsbewertungen im besseren Mittelfeld (bei Amazon wären das also 3-4 Sterne).


    Bei mir selbst kommt es übrigens sehr selten vor, dass mir ein Buch gar nicht gefällt, was wohl daran liegt, dass ich selten Bücher kaufe, ohne mich vorher informiert zu haben, ob sie mir vom Inhalt und vom Schreibstil her gefallen. Viele Bücher brauche ich gar nicht anzulesen, um zu wissen, dass sie mich nicht interessieren, oft reicht auch schon ein Blick auf das Cover oder den Titel (die ja oft schon das Genre verraten), um zu wissen, das es nichts für mich ist (wobei dieser erste Eindruck natürlich auch nicht immer richtig ist). Ich lese auch sehr selten Neuerscheinungen, oder Bücher, die gerade jeder liest und omnipräsent sind. Letztere schrecken mich eher ab, um ehrlich zu sein.

    Also ich werde ihn mir nicht ansehen.


    Ich weiß nicht, wie es in Deutschland so ist, aber bei uns in Österreich ist Natascha Kampusch sehr präsent, jeder ist mit ihrer Geschichte vertraut. Sie hat ohne Frage sehr viel durchgemacht, wahrscheinlich weit mehr, als ich es mir überhaupt vorstellen kann.
    Doch leider muss ich sagen, dass ich die Art und Weise, wie sie mit ihrer Vergangenheit umgeht, etwas befremdlich finde. Sie vermarktet sie, und das kann ich leider einfach nicht nachvollziehen. Ich will sie damit natürlich nicht verurteilen, aber ich habe irgendwie das Gefühl (besonders wenn man die Interviews mit ihr in letzter Zeit so sieht), dass diese Art von Vergangenheitsbewältigung eventuell nicht die beste ist. Aber das ist natürlich nur eine kühne Annahme von mir.


    Was die Qualität der Verfilmung angeht kann ich nichts sagen. Ich finde die Darstellerin ein wenig unpassend, aber das muss ja nichts heißen. Werde ihn mir jedenfalls nicht in absehbarer Zeit anschauen, geschweige denn, das Buch lesen.

    Nun, offensichtlich fühlen sich nicht so viele von diesem spezifischen Thema angesprochen.


    Ich würde dir ja gern erzählen, dass ich mir vorgenommen habe, dieses Jahr mind. 50 Bücher zu lesen, von denen mindestens die hälfte länger als 5 Jahre auf meinem Sub liegen, und von denen wiederum mindestens 1/3 englischsprachig sein soll. Möglichst jedes Genre sollte weiters vertreten sein. Und wenn möglich sollte ein SUB-Buch pro Woche dran glauben. Achja und neue Bücher gibts auch nur zum Geburtstag und zu Weihnachten. Und dass ich außerdem ein hochentwickeltes Belohnungssystem habe, bräuchte ich ja gar nicht erst zu erwähnen.
    Aber diese Ambitionen habe ich nicht und wenn ich sie mal hatte, dann habe ich sie längst zugunsten der eigenen Faulheit (oder andere nennen es wohl auch "Freude am Lesen ohne Leistungsdruck") aufgegeben.


    Wenn sich jemand also angesprochen fühlt, wird er sich schon melden. In der Zwischenzeit sorgen wir halt mit nicht ganz themenbezogenen Beiträgen dafür, dass der Thread nicht in Vergessenheit gerät :grin :schnellweg

    Zitat

    Original von Fiona.
    Vielleicht solltet ihr einen passenden Thread aufmachen mit dem Thema " Wie reduziere ich den SUB ohne Challenges ?" , weil danach wird hier nicht gefragt ;-) :wave



    Naja... die SUB-Reduktion ist für viele ja ansich schon eine Challenge :grin

    Zitat

    Original von oemchenli


    Das finde ich allerdings auch. Für mich war das eine Hauptrolle.



    Bei Inglorious Basterds war es ja dasselbe... unter Nebenrolle verstehe ich jedenfalls etwas anderes. Die beiden Filme leben doch geradezu von Waltz.



    Übrigens haben Michael Haneke und Christoph Waltz denselben Stiefvater, nämlich den Komponisten Alexander Steinbrecher. Finde ich doch ziemlich erstaunlich angsichts dessen, dass sie beide bei derselben Oscar-Verleihung nominiert waren.

    Ich kann die Begeisterung leider nicht ganz teilen. Weder Hugh Jackman noch Russel Crowe fand ich in ihren Rollen überzeugend. Das liegt zum einen an ihrer schauspielerischen Leistung, zum anderen aber auch daran, dass sie meiner Meinung nach vom Typ her nicht so ganz gepasst haben. Vor allem Russel Crowe fand ich überaus schlecht besetzt.
    Die Handlung fand ich gut, aber leider nur in der ersten Hälfte auch gut umgesetzt. Dazu muss man aber sagen: ich hatte zuvor noch nie etwas mit Les Misérables zu tun. Ich kenne das Buch nicht und habe keine einzige Inszenierung gesehen. Das ist vielleicht auch ganz gut so, da mich der Film ansonsten wohl recht gelangweilt hätte.
    Die erste Hälfte des Films hat mir übrigens sehr gut gefallen. Erst, als diese Liebesgeschichten dazugekommen sind wurde es mir doch eindeutig zu theatralisch (und mir ist sehr wohl bewusst, dass Musicals gerade von einer gewissen Theatralik leben, aber nun wirklich nicht in dieser Form). Die zweite Hälfte fand ich einfach nur kitschig, rührselig, übertrieben und langatmig. Die Jungschauspieler erinnerten mich eher an High-School-Musical (nicht, dass ich das je gesehen hätte, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass sie die damalige Zeit widerspiegeln, sondern viel mehr die heutige... in Kostümen von "damals").
    Sehr positiv fand ich die Besetzung der hinterhältigen und unverschämten Wirtsleute: Helena Bonham Carter und Sasha Baron Cohen. Sie haben doch sehr viel Ironie vermittelt und der ganzen Theatralik einen kleinen Kontrast geboten.


    Gesangs- und Musiktechnisch kann man wohl nicht klagen. Die Musik ist dieselbe wie vom Broadway-Musical (hab ich mir sagen lassen) und gesungen haben sie alle nicht schlecht. Man müsste sich den Film auf englisch ansehen, da es m. E. sehr störend ist, wenn zuerst deutsch gesprochen wird und dann zu einem englischen Sprechgesang gewechselt wird. Hat mich immer ein bisschen rausgerissen. Auch geht durch die Synchro wohl einiges an Authentizität verloren, fürchte ich.
    Also wer einigermaßen Englisch kann, sollte sich tunlichst das Original ansehen.


    Insgesamt zwar ein sehenswerter Film, zumindest in der ersten Hälfte, aber kein Meisterwerk.

    Ich weiß nicht, ob es von gutem Geschmack zeugt, aber es zeugt wohl davon, dass du einen ähnlichen Filmgeschmack wie die Acadamy hast oder dir eben v.a. "Blockbuster" (wobei dieses Wort ja schon ein wenig antiquiert ist) ansiehst. Massenware eben.


    Habe mir dieses Jahr auch bewusst viele Oscar-nominierte Filme angesehen, weil ich mir jedes Jahr die Verleihung anschaue und es nicht leiden kann, keinen oder kaum einen der Filme gesehen zu haben.


    Gesehen hab ich: Argo, Anna Karenina, The Hobbit, Les Misérables, Silver Linings Playbook, Lincoln, Django Unchained und Amour (der meiner Meinung nach beste unter den genannten).
    Wirklich gefallen haben mir auch nur Django Unchaned, Anna Karenina und Amour. Alle anderen fand ich zwar nicht schlecht, aber auch nicht gerade grandios.
    Warum Silver Lining Playbook derart viele Nominierungen hatte, ist mir schleierhaft, da ich den Film ziemlich mittelmäßig fand... eine (tragische) Komödie eben, aber normalerweise eigentlich kein Film, der besondere Beachtung von der Academy bekommt. Und Jennifer Lawrence mag ja eine gute Schauspielerin sein, aber andere hätten den Oscar (v.a. Emanuelle Riva) mehr verdient.
    Dass Amour so oft nominiert war hat mich sehr gefreut (und als Österreicherin freu ich mich natürlich, dass er den Auslandsoscar bekommen hat, wobei es ja eig. eine Französich-Deutsch-Österreichische-Produktion war)... das ist ein wirklich herausragender Film und auch da fand ich die vielen Nominierungen verwunderlich, da es wiedermal kein typischer Academy-Film ist... im positiven Sinne natürlich.


    Ich finde es auch toll, dass dieses Jahr kein Film derart dominant war. Die meisten Oscars (jeweils 4) haben Life of Pi und Les Misérables bekommen. Wobei letzteres ja eher in den Nebenkategorien ausgezeichnet wurde und natürlich auch für Anne Hathaway, die meiner Meinung nach das schauspielerische Highlight dieses Films war.


    Und für Christoph Walz freue ich mich natürlich auch (muss man ja fast als Österreicher :rolleyes ), wobei ich eigentlich auf Tommy Lee Jones getippt hätte.


    Fazit: Lediglich "Amour" würde ich uneingeschränkt weiterempfehlen. Alle anderen nominierten Filme (die ich gesehen habe) sind zwar sehenswert, aber auch nicht unbedingt notwendig oder gar ein Muss.

    Mir persönlich hat in dem Alter "Matilda" recht gut gefallen (hatten wir auch mal als Klassenlektüre, allerdings in der 7. (oder so) auf englisch. Hatte es selber aber schon ein paar Jahre vorher auf Deutsch gelesen ;-)




    Kurzbeschreibung


    Matilda ist ein Wunderkind, verständig und blitzgescheit. Ihr Verstand ist so hell und scharf, dass es selbst den beschränktesten Eltern auffallen müsste. Aber weder sie noch die Lehrer sehen das Außergewöhnliche an ihr. Für die Schmach in Schule und Elternhaus sinnt die kluge Kleine auf Rache. Sie entdeckt, dass sie übersinnliche Kräfte hat, und macht von ihnen Gebrauch ...

    Also meine kleine Schwester geht in die 5. und die lesen gerade "Krabat". Ihr gefällt's und das obwohl sie bisher nur so Sachen wie "Greg's Tagebuch" freiwillig gelesen hat.


    Kurzbeschreibung
    Während seiner Lehrzeit als Müllerjunge lernt Krabat nicht nur das Müllern. Sein Meister ist ein böser Zauberer, aber durch die Liebe eines Mädchens kann Krabat sich und die anderen Müllerburschen aus den Fängen des Meisters retten und ihn unschädlich machen.



    Edit: Gibts natürlich auch als TB-Version.

    Zitat

    Original von arter


    ?( Damit die Befürchtung auch tatsächlich wahr wird?


    Ich finde diese Abstimmung irgendwie schwachsinnig. Es gibt einfach kein "Eindeutig bestes Buch" Der Welt. Vielleicht ein "beliebtestes" oder ein "bekanntestes", aber kein "bestes" - schon gar nicht ist das "eindeutig". :rolleyes



    Bei der Abstimmung ging es ja auch nicht darum, das "beste" Buch zu wählen, sondern SuchBuch wollte ja nur rausfinden, ob wir darauf kommen, welches Buch in allen drei Listen vorkommt.



    Aber ich sehe das auch so, ein bestes Buch kann es nicht geben, weil die Bedeutung von "bestes" ja schon derart schwammig ist, dass niemand so genau weiß, was damit überhaupt gemeint ist. Das einflussreichste, wichtigste, bekannteste, am häufigsten zitierte?
    Denn es geht hier ja augenscheinlich nicht wirklich darum, welches Buch den meisten Menschen am besten gefällt. Mir kann nämlich keiner erzählen, dass die breite Masse "Ulysses" zum "besten Buch" erwählt. Oder auch nur zu einem der 100 besten.
    Es hängt immer von der befragten Population hab. Wird eine Gruppe (womöglich englischsprachiger) Literaturexperten befragt, mag es wohl vorkommen, dass sie "Ulysses" wählen. Besteht die Stichprobe jedoch aus 13-/14-Jährigen Mädchen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass das "beste Buch" der Vampir-Sparte entspringt.
    Eine repräsentative Stichprobe ließe sich in diesem Fall nicht finden, denn erstens müsste diese den Literaturgeschmack der Weltbevölkerung widerspiegeln (was ansich schon unmöglich scheint) und dann müssten auch noch alle demografischen Gruppen miteinbezogen werden (Alter, Geschlecht, Ausbildung,...) und zweitens brächte es dazu die Voraussetzung, dass all diese Menschen tatsächlich auch all diese Bücher (und seien es auch nur diese hundert nominierten) gelesen haben. Nur dann könnte man ansatzweise sagen, welches Buch den Menschen am besten GEFÄLLT. Also am beliebtesten ist.
    Wenn es um die einflussreichste Literatur geht, müsste man wohl die Literatur und die Autoren ansich analysieren und nicht die Leser.
    Geht es um die bekannteste Literatur (und bekannt heißt ja nicht unbedingt, dass es auch gefällt), müssten wiederum andere Methoden eingesetzt werden.


    Deswegen kann ich mit den 100er Listen nicht wirklich was anfangen, denn man erfährt nicht wirklich, welche Kriterien miteinbezogen werden. Auch erscheint es fragwürdig, eine Literaturexpertenliste mit Leserlisten zu vergleichen. Und hier nun das beste Buch herauskristallisieren zu wollen, finde ich relativ sinnfrei.

    Zitat

    Original von magali
    Ich habe mir diese Listen angesehen (und mir die Haare gerauft. Ich sollte es besser wissen, als über solchem Mist zu brüten!)
    Die deutsche ist eine einzige Katastrophe. Muffig-verstaubt, völlig unoriginell und ein Spiegel dessen, was in letzter Zeit in den Feuilletons durchgekaut wurde. Offenbar besuchten die Gefragten allesamt altsprachliche Gymnasien.
    Wohlgemerkt, das liegt nicht an den genannten Büchern im einzelnen. Darunter sind ganz tolle und interessante. Aber die Zusammenstellung ist zum Einschlafen. Ganz, ganz schlimm finde ich, daß kaum Literatur nach 1945 genannt wird. Was soll das denn??
    Literatur ist doch nicht stehen gebleiben.



    Genau das hab ich mir beim Durchschauen der deutschen Liste auch gedacht. Viel trockener und eintöniger geht es kaum - meines Erachtens. Einzeln betrachtet sind die Werke - zumindest teilweise (ich rätsle ja immer noch, was man nur an den Wahlverwandtschaften finden kann) - bestimmt großartig, aber insgesamt gesehen mangelt es vollkommen an Abwechslung und Vielfalt.
    Man sieht, finde ich, sehr deutlich, dass diese Bücher nicht von irgendwelchen Lesern gewählt wurden, sondern von (alteingesessenen) Literaturexperten, deren Kriterien für "gute" Literatur (wobei ich ja glaube, dass es hier vielmehr um die "wichtigsten" als um die "besten" Büchern geht), wohl etwas anders sind.

    Im Februar gelesen

    • Milan Kundera; Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins; 1,0
    • Haruki Murakami; Naokos Lächeln; 1,0
    • James Joyce; Dubliners; 1,5
    • Friedrich Dürrenmatt; Der Besuch der alten Dame; 1,5



    Aktuell

    • Yann Martel; Schiffbruch mit Tiger
    • Fjodor M. Dostojewskij; Schuld und Sühne


    Die nächsten Fünf

    • F. Scott Fitzgerald; The Great Gatsby
    • Frank McCourt; Teacher Man
    • Thomas Mann; Der Zauberberg
    • Katharina Hagena; Der Geschmack von Apfelkernen
    • Terry Prachtett; The Colour of Magic