Beiträge von magali

    Mein jüngstes Fundstück:
    Robillard, Der Gesandte des Mondlichts. Für Kinder angepriesen, aber zu komplex für ein kindliches Publikum. Wunderschöner Text, philosophisch-märchenhafte Geschichte über das Erzählen von Geschichten und was sie eigentlich ausmacht.

    Ich frage mich jedes Mal aufs neue, woher die Überzeugung rührt, daß Holden ein Rebell ist.
    Er rebelliert doch gar nicht. Es ist eine Geschichte der Selbstaufgabe angesichts der Übermacht der grauenhaften Erwachsenenwelt. Deswegen flucht er sich durch die Seiten, er ist stinkwütend, kommt aber nicht dagegen an. All die Träume, all das Gutsein wollen, es besser machen, anders sein, zerschellen.
    Es ist ein letztes Aufbäumen, bis die letzte Träne vergossen ist. Und wieder begibt sich ein Schäfchen brav in den Pferch, wo es geschoren wird, bis am Ende der Schlachter kommt.
    Sehr, sehr trauriges Buch.
    Aber umwerfend, keine Frage.
    :grin



    :wave


    magali

    Ganz großartig und märchenhaft gruselig-feenschön ist die ältere Sammlung von Diogenes mit den Bildern von Tatjana Hauptmann. Das ist ein richtiger Schatz, wenn man Märchen gern und viel liest oder auch Märchenbücher sammelt.
    Hat halt auch seinen Preis.

    Zeitgenössisch und was die Illustrationen angeht, nicht immer unbedingt für Kinder, sind die Märchenbücher, die Nikoalaus Heidelbach illustriert hat.
    Sie sind großartig, aber können beunruhigen. Er hat ein deutlihces Gefühl für das Dunkle in Märchen.
    Noch mal Andersen.

    Märchenbücher für Erwachsene gibt es nicht so viele, die Vorstellung, daß Märchen für Kinder sind, ist in den Köpfen unverändert festgetackert.


    Bei Knaur gibt es gebundene Ausgaben älterer Bücher, illustriert von Ruth Koser-Michaelis, deren Bilder generationen von MärchenleserInnen gepägt haben. Sie sind bunt, aber nicht knallig, detailreich, eher lieblich-liebenswürdig, aber nie kitschig, könen aber auch ins Grausige verzerrt sein. Sie sind betont märchenhaft, wenn auch nicht geheimnisvoll, sondern eher exotisch.
    Die Texte entsprechen denen der älteren Ausgaben, sind also sprachlich nicht an heutige Deuscth bzw. an ein ausgeprochen kindliches Publikum angepaßt.
    Ich verlinke mal den 1001-Nacht-Band.

    @Andromeda


    wegen Hagena:
    nein, nicht direkt, weil es eine Nebenfigur betrifft, aber die Sache an sich ist traumatisch für die Hauptfigur.
    Schade wegen Arnim, aber meine liest viel ältere Literatur, Austen, Fontane, Eduard von Keyserling, Marlitt, Wildermuth ect.
    Die 'Manneskraft' konnte ich auch wegen des Titels nicht geben, schade. der Inhalt ist eigentlich harmloser als es klingt.


    Findus


    ich bin sehr froh, daß manche Bücher noch bei meinen Eltern stehen könne, ich gehe hier nämlich sowieso schon in den Fluten unter. Von Troy habe ich einige gelesen.


    Wenn wir grad bei den älteren sind, wäre Mary Scott möglich? Oder ist das zu leicht?

    Gute Matratzen sind teuer, ist einfach so.
    Wenn Du bedenkst, wie viel Zeit Du auf denen verbringst und wie wichtig Dein Rücken, Nacken, Schultern sind, weißt Du auch, warum.
    Bei Matratzen sparen finde ich falsch. Und eine richtig gute hat man fünfzehn Jahre lang min.
    Die Anschaffung kann wehtun, aber billige Matratzen sind übelst.


    Habt Ihr keine Spezialgeschäfte? Oder so was wie Matratzen Concord? Mit denen hatte ich immer Glück bei der Beratung. Gründlich, lange, gut. Auch in puncto des dazu passenden Lattenrosts.
    Außerdem haben sie immer wieder Sonderangebote oder Auslaufmodelle und probeliegen kann man auch.


    :wave



    magali

    Danke für die Vorstellung.


    Guillot kann man tatsächlich immer noch lesen und gut. Jedenfalls als Erwachsene/r, ob Jugendliche von heute damit zurechtkommen, ist eine andere Frage.
    :gruebel


    Hast Du 'Der Dschungelprinz' ist Deiner Sammlung? Das war einer meiner Lieblinge, die völlig zerlesene Ausgabe in der Reihe Ravensburger Taschenbücher steht immer noch in meinem Regal.
    Was mich bei Guillot beeindruckt, ist seine Mischung aus realistischer Tierschilderung und einem Hauch Mystifizierung, wenn es um die Verbindung Tier-Mensch geht. Der Mensch zieht dabei den Kürzeren, sozusagen. Etwas im Verhalten der Tiere bleibt immer rätselhaft für ihn. Zugleich ist er auf sie angewiesen.
    Ungewöhnliche Geschichten.


    :wave


    magali

    Ich habe gerade gesehen, daß alle drei Eva-Wylie-Krimis jetzt bei Ariadne erschienen sind, die letzten beiden erschienen dieses Jahr.


    Die Anna-Lees mag ich am liebsten, die Verfilmungen kenne ich nicht. Ich bezweifle, daß sie sich adäquat verfilmen lassen. Die Texte sind ziemlich stark.



    :wave


    magali

    Wenn Du Eva Wylie mochtest, wird Dir Lady Bag gefallen.
    Kennst Du alle drei Wylie-Romane? Den ersten mag ich am liebsten, aber die anderen sind auch sehr gut. Okay, der letzte schwächelt eine Spur.


    Ich habe es sehr bedauert, daß Cody eine Zeitlang keine Romane mehr geschrieben hat, sie ist eine der originellsten Autorinnen, ist nie diesem gleichförmigen Serienausstoß verfallen und hatte immer ein bißchen mehr zu sagen als bloßen Krimi.
    Inzwischen schreibt sie wieder, ich hoffe sehr, daß auch die Vorgängerromane seit 2011 übersetzt werden.
    Ich bin zur Zeit dabei, diese Lücke im Krimiregal aufzufüllen.


    :wave


    magali

    Gelesen habe ich die englische Ausgabe mit Electra auf dem Umschlag.
    Ihr Porträt sieht man in der deutschen Ausgabe irgendwo auf den Innenseiten.


    Im Original ist das Buch sprachlich eine Herausforderung, nicht nur, weil es Wortspiele gibt und Lady Bag Slang spricht, sondern auch weil ihre Sprache in ihren Räuschen ziemlich verschwimmt.
    Da muß man dann mitbuchstabieren. :lache


    Ich empfehle aber unbedingt das Original, weil die Ausdrucksweise wirklich einzigartig ist.




    :wave


    magali