Beiträge von Googol

    "Another Life" ist ganz großartig. Leider gibt es nur 10 Folgen bisher.

    So unterschiedlich können Serien wirken. Ich habe eine halbe Folge gesehen und war geradezu erschrocken was Produktionsqualität, Drehbuch und vor allem schauspielerische Leistungen angeht. Wirkte für mich schnell und billig heruntergedreht.

    Bin jetzt mit der 3. Staffel von Stranger Things durch. Nachdem ich die ersten beiden Staffeln geradezu verschlungen hatte (viel besser kann eine Serie nicht sein), fand ich die dritte Staffel immer noch ordentlich bis gut, aber irgendwie nicht mehr das, was es mal war.


    Jetzt sind die Protagonisten halt Teenager und besonders Elevens Charakter wird plötzlich dadurch viel weniger interessant (sie lebte von ihrem Mysterium und ihrem eingeschränkten Vokabular), Nancy und Jonathan entwickeln sich kaum weiter und der Plot und die Bedrohung auf Hawkins waren dieses Mal auch weniger interessant, etwas brachial und beliebig. Hopper ging mir etwas auf den Keks. Super aber natürlich Erica, und auch Robin ist ein Gewinn.


    Mal sehen wie die 4. Staffel so wird.

    Im aktuellen Spiegel sagt die Autorin etwas dazu:


    Zitat

    Original von Yaa Gyasi
    Ich habe mir viele multiperspektivische Romane angeschaut und beschlossen, es anders zu machen: Mir war wichtig, dass es diesen unaufhaltsamen Vorwärtsdrang gibt, einer Staffelstabübergabe gleich, wie im Leben auch. Ich habe mich extra gezwungen, jeder Figur nur 20 bis 30 Seiten zu geben, sonst hätte ich leicht 1000 Seiten beisammen gehabt.

    Zitat

    Original von Peter Waldbauer
    Und für alle, die gerne Atemnot bekommen: Heute im Spiegel gelesen: klartextete er (in einem Bericht über Claus Strunz) und noch besser: leitartikelte er


    Da erhitzen sich jetzt aber wieder einige Gemüter... ;-)


    Ach Mensch, Peter, ich dachte es geht hier um Dialoge und um guten oder schlechten Stil (wobei das alles wild durcheinander geht und der tatsächlich Mehrwert für Autoren schwer zu erschließen ist) und jetzt bringst du Beispiele aus indirekten Reden in einem Artikel. Das ist von der Argumentation her alles so schräg und absurd, dass ich mich frage wieso es diesen sinnentleerten Thread sogar parallel in mehreren Bücherforen gibt.

    Zitat

    Original von Peter Waldbauer
    Es gibt sogar Firmen, die stellen gar keine Bartträger ein. Walt Disney, z.B:


    Disney ist aber kein gutes Beispiel. Erst einmal ist Disney ohnehin sehr speziell, dann bezog sich das auf "Cast Members" in den Themenparks, also nicht um Büroangestellte oder dergleichen, und außerdem wurde das vor ein paar Jahren bereits gelockert.

    Zitat

    Original von Peter Waldbauer
    Die SPD ist schon einmal mit einem Bartträger gescheitert. Sie hat daraus nichts gelernt. Optik wählt mit.


    Und x-mal mit Nicht-Bartträgern: Steinbrück, Steinmeier, Lafontaine, Rau, Vogel...

    Basierend auf einer soeben durchgeführten Spontanerhebung halten 100% aller befragten Skorpione den Eröffnungsbeitrag für irrelevant.


    Ob diese Meinung allerdings nur auf Waagenneid und damit verbundenen mangelnden schriftstellerischen Erfolgs zurückzuführen ist, wird gerade am Erich von Däniken Institut an der Universität Budapest untersucht.

    Hoffentlich ist das Buch besser als seine Rezensionen.


    Als Befürwörter dieser Flüchtlingspolitik würde mich ein Versuch einer psychosozialen Einsortierung meinereiner ja fast interessieren, auch wenn ich das für ein hoffnungsloses Unterfangen halte (weil alles viel zu individuell in meinem Fall, so würde ich behaupten).


    Auch denke ich, dass es objektiv begründbare Argumente Für und Wider gibt und eine ernsthafte Debatte möglich sein sollte, aber jedes Mal grätscht dann doch ein Argument mit Alu-Hütchen-Niveau dazwischen (Merkels Zukunftsvision Eurabien) während man gleichzeitig als Realitätsverweigerer tituliert wird. Wenn man Merkels Entscheidungen für einen Fehler hält, wieso dann nicht erst einmal nach den einfachen Günden suchen (z.B. Fehleinschätzung, inhaltlicher oder machtpolitischer Art). Wenn ein konservativer Autor das sachlich hinbekommt, dann würde ich es gerne lesen, wenn ich aber nach diesen Rezensionen gehe, muss ich weiter suchen...

    Ich habe das Buch als Hörbuch gehört, hauptsächlich während ich laufend unterwegs war (Marathon-Vorbereitung) und in dem Rahmen hat es mich gut unterhalten, vor allem weil es inhaltlich nicht zu komplex oder stilistisch zu anspruchsvoll war.


    So richtig begeistert hat mich das Buch aber nicht. Ich finde die Prämisse zu einfach (so, was schreiben wir dieses Jahr denn für ein Buch? Hmm, war da nicht mal dieses Biosphere-Projekt? Ja, das schreiben wir, das wird gut) und dann setzt das Boyle zwar gekonnt, aber auch irgendwie viel zu routiniert um. Alles was unter der Kuppel mit den durchaus interessanten Figuren passiert ist durch und durch nahe liegend.


    Was aber zusätzliche Spannung erzeugte waren ein paar Spielereien mit der Erzählperspektive. Details, die von verschiedenen Figuren unterschiedlich wahrgenommen werden, und vor allem das "Erzählen im Rückblick", das vor allem zum Ende hin, zu interessanten, gewollten Unstimmigkeiten führt ("hier stimmt doch was nicht, das wurde mir doch vorher ganz anders erzählt"). Das war gut, macht das Buch aber damit auch nicht gleich zur Hochliteratur.


    Insgesamt ein solider Boyle, den man lesen kann, aber nicht lesen muss.


    EDIT: noch eine kleine Ergänzung, was ich bei Boyle mit nahe liegenden Umsetzungen meine. Für mich ist dieses Buch eine Versuchsanordnung, genauso wie sein eher enttäuschender Roman San Miguel schon eine Versuchsanordnung war. Menschen werden in einem isolierten Raum ausgesetzt und dann beobachtet Boyle wie sich das Ganze entwickelt wenn man die Naturgewalten ihren Lauf lässt. Wissenschaftlich betrachtet kann der Verlauf eines Versuchs und das Resultat ja sehr interessant sein, aber ich habe diese naive und romantische Vorstellung von der Entstehungsgeschichte eines Romans, die einschließt, dass ein Autor ein persönliches Verlangen hat ein bestimmtes Thema zu bearbeiten, dass er ein Buch unbedingt schreiben muss, aber hier, glaube ich, war am Anfang wirklich nur das Wort "Biosphäre". Alles andere hat sich dann halt ergeben. Glaube nicht, dass Boyle diesen Roman groß geplant hat oder im vornherein irgendeine spezielle Intention hatte.

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    Original von Frettchen
    Eben darum versteh ich die Änderung überhaupt nicht. Bei Suuutopia, denkt doch jeder an Utopia. Bei -mania denk ich an Krankheiten. Wahnsinn, Psychopathen, Killer.


    Dachte zunächst, dass man vielleicht den Titel künstlich entpolitisieren und verflachen wollte, dann habe ich mal ein wenig gegoogled und da gibt es auf der Wiki-Seite z.B. eine gute Zusammenfassung und im passenden Guardian-Artikel (ja, der Titel bzw. die Stadt wurde nicht nur in D umbenannt) geht es noch mehr ins Detail. Läuft auf die Vermutung Markenschutz und entsprechenden rechtlichen Problemen hinaus.

    Eine berühmte brasilianische Autorin klettert auf einen Baum und verschwindet. Ihre amerikanische Übersetzerin reist nach Brasilien und geht auf die Suche.


    Ein Buch nach meinem Geschmack: phantastisch, verknappt, absurd mit einer Spur von Italo Calvino. Beste (einzige?) literarische Verarbeitung literarischen Übersetzens, die ich bisher gelesen habe.

    Für 5 Euro die Woche biete ich Bundesliga-Tipps :)


    Ohne großes System, weil mit System wird man den System-Tipper nicht einholen.


    Was aber natürlich schlecht ist: sind Unentschieden! Hatte auch fast ohne 1:1-Tipps-Erfolg und kompletter Verzicht auf Wunschtipps (Werder-Fan --- oftmals leider verlorene Punkte). Letzteres hat dann aber irgendwann keinen Spaß mehr gemacht.

    Zitat

    Original von bulbuster
    Überarbeiten klingt gut!
    Ohne Lektor?
    Ohne Verlag?


    Na klar, ohne Lektor und Verlag. Das Verlagslektorat ist eher für den Feinschliff. Das eigene Überarbeiten gehört zum Job des Autors mit dazu. Eine unüberarbeitete Erstfassung sollte man doch keinem Verlag antun.


    Ein paar Ideen hast du ja schon formuliert (bzgl. Kürzen und Weglassen). Also einfach machen.


    Und wenn das dann erledigt ist über die Präsentation nachdenken. Exposé, Leseprobe... Was du hier geposted hattest, fand ich jetzt nicht so ansprechend, bzw. hat auf gewisse Schwächen in der Struktur und Inhalt schließen lassen. Ein Verlag wird da genauso wenig begeistert sein.


    Also generell vielleicht weniger Arbeit an Verlag und Lektor delegieren, zumindest solang wie man weder den einen noch den anderen hat.