Beiträge von Googol
-
-
Ich habe das Buch auch gelesen und fand es schrecklich. Dass wir alle kollektiv auf dieses Buch hereingefallen sind, ist schon kurios.
ZitatOriginal von Vulkan
Warum liest man denn auch so etwas?
Ich gebe ja nicht soviel auf Amazon-Rezensionen, aber wenn sie so einhellig sind?
Buzz, lass Dich nicht abschrecken, es gibt wirklich schöne und interessante Bücher.
-
Das Englisch sollte einfach genug sein. Das Buch ist als Jugendbuch konzipiert, konnte mich aber auch begeistern.
Kurzbeschreibung amazon.de:
"The author of the beloved bestseller CORALINE returns with his second spooky, enthralling novel for young readers, about a boy raised by the ghosts, werewolves, and other creatures in a graveyard. Young Bod, the only living inhabitant of the graveyard, has been raised by the ghosts, werewolves and goblins that haunt the night. As he begins to venture outside the bounds of his tomb-filled home, he discovers he must use all the ghostly tricks his supernatural family has taught him-like the Fade, the Slide, and the Dreamwalk-to survive the monsters of the human world."
-
Hallo Yokii,
ein paar Tipps von mir. Ich habe aber selbst keine große Erfahrung. Also bitte mit Vorsicht genießen.
1. Beides. Die erste Fassung darf sprachlich ruhig schrecklich sein wenn du so schneller voran kommst, spätestens aber bei der Überarbeitung solltest du sprachliche Unreinheiten beseitigen.
2. Ich denke, das Buch sollte von Anfang an fesseln. Leser/Lektoren/Agenten sind ungeduldig, also die Spannung nicht zu weit hinauszögern.
3. Das ist von Autor zu Autor unterschiedlich, denke ich. Da scheint jeder eine andere Auffassung darüber zu haben. Versuche einfach, den für dich richtigen Prozess zu finden.
4. Ich würde die Wörterzahl und nicht die Seitenzahl dafür heranziehen (250-300 Wörter vielleicht?). Sonst google mal nach "Standard-Manuskriptseite" und versuche das als Grundlage zu nehmen.
- googol
-
Fußballer bringen sich nicht um, sie sind nicht homosexuell, sie sind keine politischen Extremisten, sie schlagen grundsätzlich nie ihre Kinder... Fußballer begehen höchstens kleinere finanzielle oder steuerrechtliche Verbrechen, weil das in die Medienlandschaft passt. Fußballer entsprechen in der Form in dem die Öffentlichkeit sie wahr nimmt nicht ansatzweise einem nur halbwegs realistischen Querschnitt der Gesellschaft.
Entsprechend ist es weniger Trauer, sondern Irritation, die jetzt vorherrscht (zumindest bei mir). Es hat so etwas im Fußball noch nicht gegeben. Man war sich sicher, dass es so etwas nicht geben wird. Jetzt gab es das doch, entsprechend wurde die Komfort-Zone Fußball gestört und man fühlt sich nicht mal mehr dort sicher. Ich bin allerdings sicher, dass die Irritation schnell nachlassen wird.
-
Ich wage mal zu behaupten, dass es ein solches Buch überhaupt nicht gibt. Ohne Problem, keine Story. Die meisten direkten Utopien scheinen eher gesellschaftliche Utopien zu sein.
Am ehesten könnte man vielleicht bei frühen SF-Romanen aus den 50ern (vielleicht gar 40ern) fündig werden, die vielleicht noch etwas naiver in die Zukunft geguckt haben. Ein Jetsons in Romanform scheint heutzutage kaum gefragt zu sein.
Die neueren Bücher, die mir am ehesten einfallen sind:
Cory Doctorow - Backup
amazon.de: Die nahe Zukunft: Die virtuelle Revolution hat ein Utopia erzeugt, in dem es keinen Tod und keine Krankheit mehr gibt - jeder kann seinen Geist abspeichern und ihn in einen neuen Körper laden. Doch es kommt vor, dass diese "Backups" nicht immer dem neuesten Stand entsprechen und Menschen mit veralteten Daten im Kopf herumlaufen. Ein Umstand, den sich so manche kriminelle Organisation zunutze macht ... Das beste SF-Debüt seit William Gibsons "Neuromancer".
Und Iain M. Banks - Das Spiel Azad
aus seinem Culture-Zyklus. Das Buch ist auch in dem Band "Das Kultur-Spiel" zu finden.
Beide Bücher sind ganz gut, leiden aber ein wenig darunter, dass die Protagonisten, quasi Übermenschen mit sehr konstruierten Problemen sind, die eigentlich keine sind. Es ist hauptsächlich Langeweile, die sie antreibt. Vor allem in dem Roman von Banks.
-
Hat jemand von euch die Fliegenbanner vom Eichborn-Verlag gesehen? Gerade auf YouTube gefunden. Sachen gibt's...
Eichborn Fliegenbanner auf der Frankfurter Buchmesse
EDIT: Alternativer Link: Banner ads on flies
-
Zitat
Original von Foer
Stimmt, Thomas Pynchon
Eine Pynchon-Lesung könnte ich mir gut vorstellen. Ich würde natürlich automatisch davon ausgehen, dass es sich nur um einen angeheuerten Schauspieler handelt, der sich für den Autoren ausgibt, aber es würde sich trotzdem lohnen. Richtig pynchonesque wäre eine ganze Lesereise mit verschiedenen Pynchon-Imitatoren an verschiedenen Orten (subtilerweise vielleicht sogar zeitgleich) und wenn Pynchon an einem Ort tatsächlich persönlich auftreten würde (also sozusagen einen Imitatoren imitiert).
-
Zitat
Original von Foer
Da waren es nicht zwei, sondern vier

Dreieinhalb. Der Karasek hat dem Reich-Ranicki doch nur nach dem Mund geredet.
-
Ich werde am Wochenende vielleicht weiterlesen. Bei Seite 400 musste ich es zwecks Erhaltung meiner geistigen Gesundheit beiseite legen.
-
Zitat
Original von Babyjane
Darf ich sagen, daß ich den Namen Herta immer mit der Wurstmarke verbinde?
OK, ich google mal, ob Herta Müller irgendwas über Wurstprodukte geschrieben hat.
-
Ein Versuch die abgedrifteten Diskussionen wieder zusammenzuführen: Herta Müller 1992 im Spiegel zum Thema Politisches Asyl und Fremdenhass.
-
Hauptfigur ist ein 15-jähriger. Autobiographisch und ein Klassiker. Der Autor hat vor ein paar Jahren den Literaturnobelpreis bekommen.
-
Mensch, Ida. Ich möchte einmal behaupten, dass keine deiner auf Herta Müller und ihr Werk bezogenen Aussage besonders polarisierend ist: man soll ihr Werk nicht abschließend beurteilen, ohne sie gelesen zu haben (damit scheinst du die Meinung der Mehrheit zu vertreten), es ist schade, dass man in Deutschland so wenig über Rumäniendeutsche weiß (auch das mag stimmen, wie man so viele Dinge nicht weiß, aber da liegt ja gerade die Stärke der Literatur und dadurch, dass wir über Herta Müllers Werk diskutieren und es teilweise auch bereits gelesen haben, zeigen wir ja schon einmal ein grundsätzliches Interesse). Womit du dir keine Freunde machst, ist der bereits angesprochene Ton und dass du deine potentiellen Diskussionspartner pauschal als fremdenfeindlich und Arschlöcher bezeichnest. Tut mir Leid, mit ein bisschen gesunden Menschenverstand sollte man erkennen, dass das keine gute Basis ist und natürlich ist es nicht verwunderlich wenn Leute defensiv werden (auch für diese Feststellung bekommst du keinen Originalitätspreis). Was die Herkunfts-Angabe im Profil angeht: wie man dir bereits erklärt hat, ist die Angabe freiwillig, genau wie das Alter, Geschlecht etc. Wenn du dich etwas im Forum umschaust wirst du feststellen, dass die Angabe kaum gemacht wird. Auch hier gilt das Gesetz der Verhältnismäßigkeit: wenn dich jemand im Verlauf einer Unterhaltung fragt: „Hey, wo kommst du denn eigentlich her“ schlägst du ihm (hoffentlich) ja auch nicht direkt mit der Faust ins Gesicht. Manche Forumsmitglieder schreiben ihren Wohnort in dieses Feld, kann manchmal interessant sein, manchmal haben die User auch nur einfach ein besonderes Mitteilungsbedürfnis... dass du im übrigen ja auch hattest, schließlich hast du uns im Detail deine Herkunft in deinem ersten Beitrag hier erklärt.
Als jemand der an der inhaltlichen Auseinandersetzung mit Herta Müller und den Vergabekriterien des Nobelpreiskommitees interessiert ist bitte ich dich weitere Störungen zu unterlassen. Wenn dir an ihrem Werk etwas liegt, dann müsstest du eigentlich erkennen, dass deine Beiträge nicht gerade förderlich sind, ihr Werk neuen Lesern zu erschließen. Momentan rennen sie bei dem Ton, der in diesem Thread herrscht, einfach davon (ich bitte einen Troll... irgendwie schon lächerlich muss ich zugeben. Und wieso kommt eigentlich jeder der sich endgültig vom Forum verabschiedet, eigentlich immer zurück?)
EDIT: ich sehe gerade, dass ich eine deiner beiden Kernaussagen tatsächlich falsch verstanden habe. Du sagst: " dass man ohne jeden Nominierten gelesen zu haben keinen Vergleich den literarischen Verdienst betreffend erstellen kann". Das würde bei der Menge der Nominierten (grundsätzlich jeder noch lebende und noch nicht ausgezeichnete Autor) ja jegliche Diskussion über die Preiswürdigkeit verbieten. Ich denke es ist schon einmal ein legitimer Ansatz zwei potentielle Preisträger miteinander zu vergleichen (z.B. Philip Roth vs. Herta Müller).
-
Bei den Interviews mit dem Jurysprecher (Vorsitzenden? Was auch immer. Der Mensch, der sich den Journalisten gestellt hat) fand ich übrigens interessant, dass besonders ihr Roman Herztier erwähnt wurde. Kennt den jemand?
Ich habe übrigens, sollte es tatsächlich jemanden geben, den das interessiert, eine englischsprachige Seite über die Atemschaukel gefunden mitsamt Probeübersetzung. Jetzt beim Wiedergoogeln sogar an einer noch prominenteren Stelle (signandsight.com) und etwas ausführlicher:
-
Zitat
Original von Vulkan
Nein, wichtig ist es nicht, aber ich konnte Deinem ersten Posting nicht entnehmen, ob Du es allgemein meinst, oder nähere Informationen hast, die Du nicht nennen möchtest. Und wenn so etwas angesprochen wird, ist meine Neugier geweckt.Was ich mir z.B. vorstellen könnte wäre das MRRs Meinung in diese Richtung geht. Ich teile die Meinung nicht, ein Thema darf nicht mit den Zeitzeugen aussterben, aber ich denke die Idee einen "Gulag-Roman aus der Ich-Perspektive aus zweiter Hand zu verfassen" gefällt nicht jedem.
-
Zitat
Original von Vulkan
Kannst Du mir einen Tipp geben, was Du mit diesen Gründen genauer meinst? Oder wo ich nachschauen kann, um es herauszufinden?Ist das so wichtig? Ich denke, dass es da vielleicht einen subjektiven Faktor gibt, den ich nicht unbedingt benennen können muss. Ich muss ihn noch nicht einmal kennen. MRR hat z.B. den Preis für Imre Kertesz sehr begrüsst. Kertesz war in Auschwitz und MRR hat ähnliche Erfahrungen gemacht. Nun gibt es mit der Atemschaukel einen Lagerroman, aber in einem anderen Kontext.
-
Zwei kurze Gedanken zu den bereits angesprochenen Themen:
Es ist ja schon fast unmöglich nach objektiven Maßstäben den wichtigsten lebenden, noch nicht ausgezeichneten, Autoren für einen Preis auszuwählen. Dem Literaturnobelpreis wird da sehr viel Bedeutung verliehen und im Grunde kann man diesem Anspruch doch überhaupt nicht gerecht werden. Man hat oft den Eindruck, das Nobelpreiskomittee würde es gar nicht erst versuchen... aber ist das so schlimm? Für mich z.B. war die beste Wahl der letzten Jahre Jose Saramago und gerade weil ich ihn vorher noch nie gelesen habe. Wenn einem Autoren, der vorher international nur eine literarische Randexistenz geführt hat, wie jetzt z.B. Herta Müller, dadurch mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird, dann denke ich, ist das eine gute Sache. Natürlich darf das nicht zu stark in die andere Richtung gehen und den ganzen Preis ad absurdum führen. Aber was - mal abgesehen von der Million - hätte z.B. Haruki Murakami, der zufälligerweise einer meiner Lieblingsautoren ist, davon und was hätten seine Leser davon? Es würden kaum mehr Bücher verkauft, kaum neue Leser gefunden. Thomas Pynchon würde ich es vor allem gönnen, weil ich gerne wüsste wen er nach Stockholm schicken würde, um den Preis abzuholen.
Und kurz zu MRR und Herta Müller. Thematisch sind die Atemschaukel und der "Roman eines Schicksalslosen" von Imre Kertesz verwandt und auch stilistisch könnte Herta Müller in sein Beuteschema passen. Ich gehe daher stark davon aus, dass es persönliche/politische Gründe für MRRs Ablehnung gibt, die man durchaus akzeptieren kann.
-
Zitat
Original von kero-chan
Ich muss mir das Buch unbedingt einmal kaufen und lesen, wenn du auch sagst, dass es noch besser als er Film ist.Der Film setzt den Roman schon sehr gut um, insofern fällt der Film jetzt nicht so extrem gegenüber dem Buch ab wie bei vielen anderen Literaturverfilmungen. Die Erzähltechnik ist sehr ungewöhnlich: es wird viel mit unglaubwürdigen Erzählern und Überraschungen gearbeitet, d.h. mit literarischen Mitteln da wo der Film eben mit typisch filmischen Mitteln arbeitet (Rückblenden, visuelle Effekte etc.).
-
Ein sehr guter Film, der auf einen sogar noch besseren Roman basiert: The Prestige von Christopher Priest.