Beiträge von Maiken

    Hallo breumel , Juni und Marta haben geweint bei ihrem Wiedersehen (s. S. 385), aber nicht über ihren Konflikt gesprochen, weil Junis Unfruchtbarkeit im Vordergrund stand. Die eigentliche Aussprache findet dann erst im Februar 1969 statt (s. S. 394 ff).

    Hallo breumel , ich nehme an, dass in deiner Kritik auch Fragen stecken, darum will ich mich bemühen, sie zu beantworten:

    - Das radioaktive Wasser hat Junis Eileiter nicht "verklebt". Tatsächlich kann bis heute kein eindeutiger Zusammenhang hergestellt werden zwischen den Tests, bei denen die Frauen radioaktiver Strahlung ausgesetzt wurden und dem Tod des Dietrich-Zwillings. Auch der Einfluss der Tests auf die Fruchtbarkeit der Frauen kann nicht mehr eindeutig nachgewiesen werden. Deshalb ich Junis Gynäkologen eine Diagnose stellen lassen, die von den Warnungen der Ärzte im Lovelace- Team abweicht. Der Rest soll dem Interpretationsspielraum der Leser überlassen bleiben.

    - Die späte Versöhnung zwischen Martha und Juni schildere ich doch. Hier verstehe ich deine Kritik nicht.

    - 4 Hochzeiten und ein Todesfall habe ich mal gesehen. Zusammenhang? Die heiraten doch alle, oder? Bis auf einen, der stirbt.

    - Was spricht 1969 gegen einen Flug ohne den Partner? Es sind doch aufgeklärte Zeiten! Und so ein Transatlantikflug war damals exorbitant teuer. Louis hat nur ein kleines Gehalt als Feuerwehrmann. Es erscheint mir unwahrscheinlich, dass er sich den Flug leisten kann - zumal alle abkömmlichen Hilfsdienste nach Cape Kennedy (wie es damals noch hieß) geordert wurden. (Am Anfang, beim Start der Rakete) beschreibe ich doch auch den Feuerwehrmann, der wie Elvis aussieht und einen französischen Akzent hat.)

    - Und was spricht bei einer sportlichen jungen Frau wie Juni, die sich gern leicht und unbeschwert fühlt, dagegen, dass sie nur mit Handgepäck reist?

    Aber müssen Notlügen wirklich so oft sein? Ich finde die Idee, nicht zu lügen sehr positiv. Notlügen und Halbwahrheiten haben sich in unserer Gesellschaft überall als normal durchgesetzt. Ich finde toll, dass Juni das durchzieht. Und junge Menschen sind bei so etwas auch meist stringenter als Erwachsene. Ich denke hier an die Umweltdemos und Greta Thunberg (auch wenn die natürlich autistisch ist). Gerade halten die Jungen uns Alten die Spiegel vor, wo wir uns alle selber belügen. Einfach weil es einfacher ist. Wer die Wahrheit sagt, eckt an und muss auch mit den Reaktionen der anderen leben. Das wollen viele nicht. Passiert mir ab und zu, wenn ich auf die Frage, wie geht es Dir, unvermittelt sage, nicht gut. Da geraten die meisten Leute aus dem Tritt. Weil sie einfach mit einer Floskel (Notlüge) rechnen.

    Das sehe ich auch so. Es war deshalb so eine große Freude , die Figur der Juni zu entwickeln.

    Das ist eine sehr gute Frage. Ich muss gestehen, dass ich darüber nicht nachgedacht hatte. Aber jetzt bin ich auch neugierig und das hätte in der Tat erwähnt werden können/sollen.

    Die Frauen sind mit ihren eigenen Flugzeugen in die Rennen gestartet. (Juni und Sarah sprechen doch auch über ihre kleinen Lieblinge...😊) Sofern ihre Maschinen beim Rennen nicht beschädigt wurden, sind sie also wieder eingestiegen und zurück in die Heimat gestartet!

    Von Euphorie kann, glaube ich, nicht die Rede sein. Es war ihre einzige Chance, um an den Tests teilzunehmen und somit auch ihre einzige Chance, als erste Frau, als erste Amerikanerin auf den Mond zu fliegen.

    Interessanter Gedanke , chiclana. Ich habe mich dabei von den Erzählungen der Menschen leiten lassen, die um 1910 herum geboren wurden und nach dem Krieg nicht darüber reden wollten, was vor 1945 geschehen war. Deren Kinder haben zumeist erst ab den 1960er-Jahren angefangen zu fragen:Wie war denn das damals eigentlich? Und wie habt ihr euch verhalten? Ich selbst habe mit meiner Oma viel darüber gesprochen, allerdings erst in den 80er-Jahren.

    Ich fand das auch schlimm, diese Anhörung, als wären Frauen nichts wert. Die halten mehr als Männer aus. Stell dir vor Männer könnten Kinder kriegen, dann würde ich schwarz sehen.

    Ja, das diese J. Cochoran, den Frauen so in den Rücken fiel, Pfui kann ich nur sagen.

    Das hat mich übrigens am meisten schockiert! Zumal es sich ja tatsächlich so zugetragen hat.

    Das freut mich sehr!!☺ Und wie schön, dass du dich für Astrophysik interessierst, vielleicht kannst du das Fach ja jetzt noch studieren? Ich finde, man ist nie zu alt, um etwas Neues auszuprobieren!😀

    Angeblich werden wir ja mit Artemis 1 im Jahr 2024 die nächste "bemannte" Mondlandung erleben - nur, dass sie diesmal " befraut" sein soll. Ich fände das super!🚀

    Diese Anhörung hat es übrigens wirklich so gegeben, sie ist damals mitgeschrieben worden, ich habe sie lediglich übersetzt. Unfassbar, die Dialoge, oder?!?

    Haha, streifi, die Damen hatten wirklich alle ein J als Anfangsbuchstaben, ich habe es nur an einer Stelle versucht, weniger verwirrend zu machen, nämlich indem ich Jerri Sloan (später Truhill) zu Geraldine Sloan gemacht habe. Das war ihr Geburtsname, aber keiner nannte sie so.

    Es lässt sich heute nur noch schwer nachvollziehen, aber es lag wohl tatsächlich am Geld. Die Untersuchungen waren ja von den Forschern privat finanziert und nicht von der NASA. Als ich nach Albuquerque gefahren bin, habe ich versucht, das "Bird of Paradise " wiederzufinden, aber es wurde zwischenzeitlich abgerissen. Schade - oder auch nicht...🤔😀

    Basieren denn einige der Pilotinnen auf echten Frauen? z.B. die Pilotin mit den 8 Kindern?


    Interessant fand ich auch die Pilotin, die mit Juni in New York rumgelaufen ist und ihr erklärt hat, dass sie eine Ingenieursausbildung braucht, wenn sie zum Mond will.

    Ja, alle außer Juni basieren auf echten Frauen. Die Frau mit den acht Kindern hieß auch in Wirklichkeit Jane Hart und war tatsächlich die persönliche Hubschrauberpilotin von Rose Kennedy, JFKs Mutter.

    Die Ingenieurin, mit der Juni in NY herumläuft, hieß Sarah Gorelick.

    Juni bildet die Quintessenz aus allen 21 Frauen, die zu den Tests zugelassen wurden.

    Bin noch ganz am Anfang, hab aber eine kurze Frage zu Seite 278. Wieso heißt es, 15 Jahre nachdem sie ihre Heimat verlassen hatte? Sind das nicht 20 Jahre?

    Du hast Recht, Chiclana. Mist. Ist uns durchgerutscht beim Korrekturlesen. Danke für den Hinweis, wird in der nächsten Auflage korrigiert!