Beiträge von Mulle

    Nun ja, zu früh sollte man ihn natürlich auch nicht verstehen ;)
    Tatsächlich habe ich eine Leserin, die selbst eine "Multible" ist, also über alternative Persönlichkeiten verfügt, und ihr ahnt nicht, wie schnell die ganz genau Bescheid wusste. Und das, obwohl die Version, die ich beschreibe, nicht typisch ist, sondern eine dramaturgisch angepasste Variante. Ähnlich wie im Film "A beautiful mind", wo ja auch ein Krankheitsbild hollywoodesk aufbereitet wurde, damit diese für die meisten Menschen recht unverständlich agierende Figur nachvollziehbarer wird :-)

    Liebe Schubi, das freut mich sehr.
    Manche Punkte sind vielleicht einfach fast zu offensichtlich, sodass sie am Ende schwer durchschaut werden können, weil man so einfach dann gar nicht mehr denkt. Was mit Robert geschehen ist, steht tatsächlich einfach im Buch - er ist derjenige, der erschlagen und in den Rhein geworfen wird. Von Derya, wobei sie sich gerade für eine ihrer Persönlichkeiten hält - für Jakob.
    Hinterher fehlt ihr Zeit und an ihren Händen sind Verletzungen, von denen sie nicht weiß, wo sie herkommen.


    Jakobs Zeit in Amerika dagegen ist "einfach nur" Jakobs Roman, den Derya geschrieben hat, nachdem Jakob bei dem Unfall nach Deryas Abschluss ja ums Leben kam. Am Ende findet sie ja den Zeitungsbericht über den Mord an der schönen Frau in Blau - das war ihre Inspiration.

    Ich glaube, ich habe auf diese Frage noch nie "nein, darf ich leider nicht verraten" antworten müssen - bis jetzt. Im Moment schreibe ich an einem Roman, der unter Pseudonym erscheinen wird und bislang sieht es so aus, als würde der Verlag das Pseudonym geschlossen halten wollen. Was verdammt gute Gründe hat, mich aber zum Schweigen verdammt :beleidigt


    Allerdings werde ich gleich danach mit einer Dilogie beginnen, die wieder ganz grob in die Richtung Dystopie gehen wird, also Back to the Roots. Fantasy! Das erscheint vermutlich bei Ink Rebels und wird sowas von Lieblingsprojekt werden :frech Ich bin jetzt schon total euphorisch.
    Mit etwas Glück erscheint es noch in diesem Herbst/ Winter.


    Und dann kommt im Herbst noch ein Kinderbuch. Den Titel weiß ich noch nicht, mein Arbeittitel lautet "Einhorn auf Toast", und die Geschichte handelt von einem frechen Einhorn mit Zauberanomalie :-)
    Da warte ich gerade täglich auf die ersten Illustrationen - das ist so aufregend!

    :lache Ayasha, ich hatte bei dir in den vorherigen Abschnitten ständig das Gefühl: Mist, beim nächsten versteckten Hinweis kommt sie drauf. Du warst gefühlt soo nah dran :grin
    Jakob - genau - war der einzige, dem Derya voll und ganz vertrauen konnte. Als ich diese Geschicte vor vielen Jahren begonnen habe, war es übrigens eine Art Engelgeschichte ... und so ganz weit davon weg sehe ich das bis heute nicht.


    Du kommst sicher darauf, wie und wann Robert gestorben ist. Denk mal an die Zeit, die Derya irgendwann fehlt, wo sie sich dann aufhält und wie das mit den Dingen zusammenpasst, die sie am Ende findet.

    Zitat

    Original von jusch


    Derya erfindet sich eine intakte Umgebung, aber schlüpft auch in die Rolle von Martin.
    Kann man sich als AutorIn mit einer Romanfigur so identifizieren und die Realität verdrängen. ?(


    Ob Autoren in irgendeiner besonderen Weise stärker dazu neigen, weiß ich nicht, aber das reale Krankheitsbild, an das ich das fiktive angelehnt habe, nennt sich dissoziative oder multible Identitätsstörung. Da man unterbewusst (und nur manchmal unbemerkt) bei dieser Erkrankung verschiedene Charaktere erschafft, sind Betroffene eigentlich immer zum einen ziemlich klug und zum anderen sehr fantasievoll.
    Es ergab für mich daher viel Sinn, eine Schriftstellerin mit dieser Krankheit "auszustatten".


    Was bleibt denn für euch offen?
    Eigentlich sollte alles geklärt sein, allerdings muss man die Bögen tatsächlich selbst schlagen, ich habe auf eine abschließende Erklärung, wie sich alles ineinanderfügt bewusst verzichtet. [SIZE=7]Vor allem aus dem Grund, da ich mich davon so oft total in meiner Intelligenz beleidigt fühle. Ich mag das gern, wenn Bücher mich selbst ein paar Schlüsse ziehen lassen.[/SIZE]

    Mir ist klar, dass Derya "schwer zu greifen - schwer zu mögen" ist.
    Darum ging es mir in dem Buch auch gar nicht - eine sympathische Identifikationsfigur sucht man da wohl vergebens. :-) Derya ist einfach eine sehr zerrissene Frau, in der ganz andere Anlagen liegen (und manchmal durchblitzen), die sie allerdings in der Realität, abseits ihrer Bücher, nicht ausleben kann. Da stehen ihr ihre Ängste und ihre früheren Erlebnisse zu sehr im Weg.

    Bist du sicher, dass das Wie nicht klar ist? :-)
    ich habe das nicht offen gelassen, allerdings euch Lesern selbst überlassen, den Bogen zu schlagen. War, zugegeben, ein Experiment, denn im Thriller scheint eine klare Auflösung üblich zu sein. Für mich passte es hier aber besser, ein Paar Dinge unbenannt zu lassen und euch auch nach der Auflösung ein wenig rätseln zu lassen.
    Eine meiner (wechselnden) Lektorinnen sagte mal, das könne man in der Fantasy machen . im Thriller würden die Leser das nicht mitgehen. Darauf war ich sehr gespannt.



    Einen direkten Auslöser gibt es für vergleichsbare Krankheitsbilder nicht. Meist kommt einfach eins zum anderen und irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem die Psyche sich durch Abspaltungen zu entlasten versucht. Bei Derya tippe ich stark darauf, dass dies nach dem Auszug und der Scheidung passiert ist. Sie war einsam, brauchte Freunde, konnte sich aber nach den vielen Enttäuschungen nicht mehr auf jemanden einlassen.

    Dieses Reinsteigern kenne ich auch. Ich gehe oft nachts mit den Hunden spazieren, manchmal plotte ich dabei gruselige Szenen ... soll heißen: ich bin da absolut schmerzbefreit und kein Stück ängstlich.
    Aber einmal ist es mit auch passiert, dass ich mich in die Vorstellung reingesteigert habe, jemand würde uns entgegenkommen und dann hinter mir hergehen. Als uns dann wirklich jemand im Dunkeln entgegenkam, ist mein Hund - ne ganz coole Socke - vollkommen ausgerastet, hat geknurrt wie doll und wollte sich gar nicht mehr beruhigen.
    Da kann man dann schon mal Filme fahren.


    Ich bin dann aber auch wie Derya in dieser Szene: Lieber den kurzen, gruselige Weg gehen und schnell in Sicherheit, als den langen, der sich zieht. Schon allein aus Logik: Auf Klischeegruselwegen passiert nur im Film was :-]

    Zitat

    Original von Buchdoktor
    Bevor man ein Buch veröffentlicht ist es sicher sinnvoll, in einer Buchhandlung zu überprüfen, ob dieses Buch aktuell eine Marktlücke bedient


    Das halte ich für eine gute Methode, um definitiv nicht im Verlag veröffentlicht zu werden. :chen
    Niemand will Bücher, die es nicht gibt, verlegen. Schließlich gibt es da keine Vergleichszahlen zur Verkäuflichkeit. :peitsch


    Ich würde die Wertung auch anders setzen, aber das hängt am Genre. In bestimmten Genres und Subgenres lohnt sich das Selfpublishing - wenn man es gut macht - deutlich mehr als im Verlag zu veröffentlichen.
    Klickzahlen in Vielleserforen sind da einfach nicht representativ.

    Ich muss mal eines sagen: Selten kam ich mir als Autorin in einer Leserunde so fehl am Platz vor :lache
    Das liegt nicht an euch, aber ich kann echt überhaupt nichts sagen. :beleidigt


    Na ja, ich könnte euch erzählen, dass meine Lektorin ständig begeisterte Christian-Grey-Anspielungen gemacht hat, weil Jakob sie an den erinnert hat und ich dann Wochen überlegt habe, ob ich ihr jetzt verrate, wie fürchterlich ich Shades of grey fand und wie sehr mich diese - nett gemeinten - Vergleiche verunsichert haben :lache
    Unangenehm! :rofl

    jusch, kennst du das etwas nicht?


    Die Katze: "Oh Gott, ich verhungere - ich sterbe - ruf den Tierschutz - ich halte es nicht mehr aus - gib mir Futter, gib mir Essen - ich STERBE - ICH VERHUNGERE! ... Ach nee, du, das mag ich grad nicht."
    Ich liebe Katzen dafür :anbet :lache

    Zitat

    Original von Zwergin


    Ich mag Derya, mochte sie quasi vom ersten Moment an und ihre Macken und Komplexe kann ich alle verstehen (ich will jetzt gar nicht drüber nachdeneken, was das über mich sagt :lache) auf jeden Fall , der Satz "wer eine Katze hat, ist nie der Verrücksteste im Raum", der hat was :lache


    Ich finde ja, dass sich solche Macken, wie Derya sie hat, bei ganz vielen Menschen finden. Nur lernen wir die wenigsten gleich so nah kennen, wie das bei einer Romanfigur der Fall ist, daher bekommen wir die kleinen "Meschuggen" realer Leute nicht so geballt vorn Latz geknallt. :chen
    Ich bin auch jemand mit größtem Verständnis für Komplexe und Ängsten ... ich bin so eine von denen, die nie nie NIE jemanden anruft. Einfach nur aus Sorge, im ungünstigen Moment anzurufen. Oder mich zu verwählen :yikes


    Dass sich der Roman noch sehr verwirrend liest, glaube ich euch sofort. Vieles dürfte sich im nächsten Abschnitt aber schon klären :-]

    Den übrigen Mais hab ich nun noch schnell zu einer kleinen Portion Mexikanischen Maissalats verarbeitet.
    Abodo-Sauce hatte ich keine (nie gehört), hab dafür ein paar Spritzer Tabasco genommen.
    Das ist natürlich ein supereinfacher Salat und ich hatte keine großen Erwartungen - aber wer Mais liebt, kann damit gar nichts falschmachen. Für mich gehören da noch Tomaten rein - frisch oder getrocknete in Öl.


    Mein Sohn findet es super und hat sich nach dem Kosten gleich ein bisschen als Beilage zum Maisbrot für den Kindergarten morgen gesichert, bevor die Schwester dann alles aufgegessen hat. Die liebt Mais.
    Der morgige Mittwoch wird also Maistag :lache


    Mein Maisbrot - nun ja, es sind eher Maismuffins geworden - ist fertig.
    Ich habe nur zwei Dinge abgewandelt: Statt Kokosöl habe ich halb Butter und halb Kokosmus genommen - vor allem deshalb, weil ich nie weiß, was ich mit dem Kokosmus anfangen soll, und es sich da ganz gut anhörte.
    Und statt frischer grüner Chili habe ich Chiliflocken verwendet.
    Ach ja, der Ahornsirup schien mir zu viel, da habe ich nach Gefühl dosiert, vermutlich deutlich weniger als im Rezept geraten.
    Und da es aufgrund der Butter eh nicht mehr vegan war, habe ich gleich die Hälfte der Muffins mit Cheddarkäse bestreut :)






    Uns schmecken sie total lecker. Mit etwas gesalzener Butter ... hmm. Ich hab gleich Lust, sie zu einem Picknick mitzunehmen :-]