'Die Fabrikantinnen – Schwesternbande' - Seiten 081 - 179

  • ach Anni.... Bringt sich von einer schwierigen Situation in die nächste. Sie ist wirklich sehr kindisch und Ich-bezogen unterwegs.

    Wobei sie Emmi Emil ja nicht wegnehmen wollte, Emmi hat sich ja nur nicht äußern können. Wobei, bei der Vernarrtheit von Emil, hätte Emmi wohl auch keine Chance gehabt.


    Ich finde es eigentlich schwierig, wie Thea und Emmi Anni alles durchgehen lassen. Am Ende verzeihen sie ihr jede Dummheit und lassen sie weitermachen. Dabei hätte Anni es sicher mal nötig gehabt ein wenig zurechtgestutzt zu werden. Alleine wie sie schon reagiert, als die Lehre nicht so das ist, was sie sich ausgemalt hat. Thea hat ja Recht, dass Lehrjahre keine Herrenjahre sind. Ich hab nur das Gefühl, dass Anni meint, für sie gälte das alles nicht. Hat sich ja aber auch schnell erledigt mit der Lehre, spätestens mit der Schwangerschaft wäre ja eh Schluss gewesen.

    Ich bin gespannt, wie sich Anni mit ihrer Schwiegermutter arrangieren wird. So frech wie sie ist, wird Emil da wohl öfter intervenieren müssen. Ich befürchte Anni fehlt das Feingefühl um sich die Schwiegermutter vom Leib zu halten, bzw. um ihr auch ebenbürtig zu sein.

    Irgendwie sind die zwei zu ähnlich ;-)


    Und wie geht es nun mit Emmi und Thea weiter? Die mit ihrem Stolz ja nichts annehmen wollen? Mal sehen, was der nächste Abschnitt bringt.

  • ach Anni.... Bringt sich von einer schwierigen Situation in die nächste. Sie ist wirklich sehr kindisch und Ich-bezogen unterwegs.

    Anni ist wirklich ziemlich anstrengend... aber fast genauso anstrengend fand ich es bei diesem Tanzabend, dass Emmi ihr alle paar Zeilen irgendeine erzieherische Maßnahme zuzischt...


    Anni und ihre Schwiegermutter scheinen sich irgendwie ähnlich zu sein, bin gespannt, wie das weitergeht mit den beiden.


    Die Geschichte liest sich einerseits sehr leicht, aber mich stört es auf die Dauer ein wenig, dass es gefühlt vorallem lange Dialoge sind, in denen sich oftmals die Aussagen wiederholen und der Leser die eigentlichen Ereignisse kaum miterlebt, sondern nur so am Rande erfährt. Zum Beispiel wie Anni und Emil sich näher gekommen sind, dass Anni mit Karl im Bett war, was sie eigentlich an diesem Karl findet, usw.


    Und nun ist sie auch noch schwanger. Ich vermute ja von Karl und irgendwie wird das noch rauskommen, vielleicht hat er ja irgendein besonderes körperliches Merkmal oder so...


    Auf Seite 82 bin ich über eine Formulierung gestolpert. Die Tänzerin schwang "aufreißend" ihre Hüften, ich kenn das nur als aufreizend.


    Und wie geht es nun mit Emmi und Thea weiter? Die mit ihrem Stolz ja nichts annehmen wollen? Mal sehen, was der nächste Abschnitt bringt.

    Ja, da bin ich auch gespannt... aber eigentlich hoffen sie doch alle drauf, dass Annis reiche Heirat für alle von Vorteil ist, oder nicht?

  • ach Anni.... Bringt sich von einer schwierigen Situation in die nächste. Sie ist wirklich sehr kindisch und Ich-bezogen unterwegs.

    Ich empfinde sie auch als sehr egoistisch und überhaupt nicht empathisch. Fast ein wenig dumm - sorry aber wie sie blauäuig an den Job rangeht und schon nach 2 Wochen einen Flunsch zieht. Ich denke, da sind auch die Eltern schuld - und Emmi - die Anni in Watte gepackt haben und ihre kindische Art fast noch unterstützen.

    Anni ist wirklich ziemlich anstrengend... aber fast genauso anstrengend fand ich es bei diesem Tanzabend, dass Emmi ihr alle paar Zeilen irgendeine erzieherische Maßnahme zuzischt...

    Emmi weiß nicht, wie sie ihr Herr werden soll und versucht sie zur Einsicht zu bringen. Emmi ist ja auch noch jung. Aber Annis Verhalten kann ich nicht akzeptieren. Erst Emmi nerven, dann Karl eifersüchtig machen, dann Hans blöd anmachen und dann noch lamentieren, dass alle ihr den abend verdorben hätten. Boa, ist die nervig.

    Und jetzt bekommt sie auch noch Emil. Wie gemein ist das denn.



    Die Geschichte liest sich einerseits sehr leicht, aber mich stört es auf die Dauer ein wenig, dass es gefühlt vorallem lange Dialoge sind,

    Ich mag viele und lange Dialoge und finde durchaus, dass dadurch eine Geschichte vorangebracht wird. Manches geht ein bisserl schnell. Aber im Augenblick finde ich das noch okay, denn alles ist ja im Klappentext schon vorne weg genommen (was ich eigentlich blöd finde) und ich warte darauf, dass etwas "Neues" passiert.

    Hollundergrüße :wave




    :lesend

    Lincoln-Highway - Amor Towles


    (Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will - Jean Rousseau)

  • Man hat schon den Eindruck, dass Anni wirklich sehr verhätschelt wurde. Ich hab mich schon dran gestört, dass sie einfach in Emmis Kammer unter dem Dach mit eingezogen ist, obwohl der Vater die ja extra für Emmi ausgebaut hat, damit sie zum Lernen kommt. Da hätte definitiv ne Grenze gezogen gehört.

    Irgendwie arbeiten sich in der Familie alle auf, nur Anni nicht, die erwartet, dass andere ihr das Leben schön machen.


    Emmi hab ich an dem Tanzabend eher als hilflos erlebt. Sie weiß, dass es falsch ist, was Anni da tut, aber die macht einfach was sie will. Anni sieht gar nicht ein, dass sie diejenige ist, die was falsch macht. Und beschwert sich dann auch noch, als es Konsequenzen gibt. Ich hab auch nicht verstanden, warum Emmi nicht ganz klar mit ihrer Mutter darüber spricht, was vorgefallen ist. Sie tut Anni doch keinen Gefallen damit. Die bringt sich so on Situationen, deren Konsequenzen sie nicht absehen kann. Hat man ja gesehen....

  • Das Buch liest sich tatsächlich weiterhin so schnell und flüssig, dass ich heute noch den nächsten Abschnitt beenden konnte.


    Ich muss sagen, ich finde inzwischen beide Schwerstern nervig und anstrengend und kann leider mit keiner von ihr warm werden.

    Anni verhält sich die ganze Zeit über so furchtbar kindisch, dass ich es nur noch anstrengend finde. Sie bekommt ständig ihren Willen und weiß auch ganz genau, wie sie sich verhalten muss, damit sie bekommt was sie möchte. Ich denke auch, dass sie von ihrer Familie einfach viel zu verhätschelt und verwöhnt worden ist. Man hätte ihr schon viel eher ihre Grenzen aufzeigen müssen. Ich bin ja gespannt, wie lange es mit ihrem Mann Emil gut geht und wann er von ihrem Verhalten auch die Nase voll hat.

    Emmi ist mir tatsächlich viel zu brav, streberhaft und vernünftig. Und nachdem sie ja auch kein einziges mal zugibt, dass sie selbst in Emil verliebt ist, kann ja auch niemand von der Familie von ihren Gefühle wissen.

    Ich bekomme leider beim Lesen auch keinen richtigen Zugang zu ihr.


    Die Geschichte liest sich einerseits sehr leicht, aber mich stört es auf die Dauer ein wenig, dass es gefühlt vorallem lange Dialoge sind, in denen sich oftmals die Aussagen wiederholen und der Leser die eigentlichen Ereignisse kaum miterlebt, sondern nur so am Rande erfährt. Zum Beispiel wie Anni und Emil sich näher gekommen sind, dass Anni mit Karl im Bett war, was sie eigentlich an diesem Karl findet, usw.

    Mir geht es leider ganz ähnlich. Ich hatte jetzt auch schon ein paar kurze Abschnitte, die ich nur noch überflogen habe, weil ich das Gefühl hatte, die Dialoge sind mir zu lang und es wird nur etwas wiederholt, was ich eigentlich schon weiß.

    Das Anni von Karl schwanger ist habe ich auch vermutet. Mal schauen, ob das noch aufgeklärt wird.


    Was mir tatsächlich sehr gut an dem Buch gefällt, sind die kurzen Zitate vor jedem neuen Kapitel. Die passen wirklich immer perfekt zu den Geschehnissen in dem jeweiligen Abschnitt, das finde ich spitze.

  • Irgendwie fehlt mir ein bisschen der Zeitkolorit. Die Geschichte beschränkt sich ja schon sehr auf die Geschehnisse im Hause Wagner und Engel, so als gäbe es die Welt draußen nicht. Sicher wird Hitler und die Wirtschaftslage immer mal erwähnt, aber so richtig Einfluss scheint das auf das Leben der Beteiligten nicht zu haben.

  • Irgendwie fehlt mir ein bisschen der Zeitkolorit. Die Geschichte beschränkt sich ja schon sehr auf die Geschehnisse im Hause Wagner und Engel, so als gäbe es die Welt draußen nicht. Sicher wird Hitler und die Wirtschaftslage immer mal erwähnt, aber so richtig Einfluss scheint das auf das Leben der Beteiligten nicht zu haben.

    Ja, das empfinde ich auch so....

  • Irgendwie fehlt mir ein bisschen der Zeitkolorit.

    Geht mir tatsächlich auch so. Und mir fehlt auch ein wenig der Lokalkolorit. Ich habe jetzt beim Lesen länger darüber nachgedacht, in welchem Teil von Deutschland die Geschichte eigentlich spielt. Bis es dann doch mal wieder während der Handlung erwähnt wurde. Das finde ich auch ein bisschen Schade.

  • Ich muss sagen, ich finde inzwischen beide Schwerstern nervig und anstrengend und kann leider mit keiner von ihr warm werden.

    Anni verhält sich die ganze Zeit über so furchtbar kindisch, dass ich es nur noch anstrengend finde.



    Emmi ist mir tatsächlich viel zu brav, streberhaft und vernünftig. Und nachdem sie ja auch kein einziges mal zugibt, dass sie selbst in Emil verliebt ist, kann ja auch niemand von der Familie von ihren Gefühle wissen.

    Theoretisch müßte jede Schwester der anderen ein wenig von ihrer Art abgeben :grin

    Anni etwas Ruhe und Überlegtheit von Emmi abbekommen, Emmi ein wenig mehr Selbstbewußtsein und Unternehmungslust von Anni.



    Ich sehe Anni ein wenig, wie ein kleines Kind, das seine Grenzen austestet. ein büschen zu alt ist sie allerdings dafür.


    Hmm, Emmi tut mir schon leid, daß Emil nur Augen für ihre Schwester hat.

    Ich würd ja sagen - "selber Schuld, wenn Du nur Augen für Äußerlichkeiten hast, lieber Emil. Du wirst Dich noch wundern"

    Ich hoffe sehr für emmi, daß sie noch einen MAnn findet, der sie zu würdigen weiß.


    Den Stolz von Thea & Emmi kann ich einerseits nachvollziehen, aber schade, daß Emmi ihr Studium - hoffentlich nur - verschiebt.

    Wär schon schön, wenn sie ihre Chance nutzen könnte.

    Gab es damals schon so etwas, wie Stipendien? Bafög ja leider noch nicht, soviel weiß ich :grin


    Bei Emil bin ich mir noch nicht so sicher. So wunderbar er ja beschrieben wird, ein wenig "verschissen" hat er ja bei mir dadurch, daß er wohl nur auf Äußerlichkeiten steht. (Das hat er sicher von seiner furchtbaren Mutter geerbt :grin)


    Bei dem Kind weiß ich nicht, ob Karl oder Emil. Als es festgestellt wurde, war sie ja schon 3 Monate verlobt - könnte also auch von Emil sein.

    Da bleibt nur abwarten..


    Ich les das Buch ja sehr gerne - auch wenn Anni nicht mein Liebling ist, finde ich es doch sehr interessant und warte, wie es sich wohl in drei Jahren entwickeln wird mit den beiden Familien.

  • Ich mag das Buch bisher ganz gerne, es lässt sich gut weg lesen.


    Anni ist sehr naiv und dumm. Sorry, aber so empfinde ich sie.

    Emmi hingegen ist fleißig, verantwortungsbewusst und vorausschauend. Ich mag sie auf ihre Art und finde mich auch ein klein wenig in mir wieder, denn auch ich habe mich oft zu wenig getraut, habe spät gelernt für meine Bedürfnisse einzustehen. Von mir als "Ältere" wurde immer viel mehr verlangt, als von meinem kleinen Bruder, der hatte irgendwie mehr Narrenfreiheit. Wie oft ich den Satz "Du bist doch die Ältere und die Vernünftigere" zu hören bekommen habe, konnte ich gar nicht zählen.


    Emil scheint mir sehr verliebt in Anni zu sein. Ich hoffe dies bleibt so und ich hoffe auch, dass das Kind von ihm ist.


    Zwei Dinge stören mich bisher. Ich warte, dass endlich etwas passiert, was nicht auf dem Klappentext steht und das Zweite ist, mir ist die Geschichte zu wenig in den geschichtlichen Kontext eingebettet. Hier hätte ich gerne mehr Bezugspunkte zum Weltgeschehen und den Ereignissen in Deutschland. Ein bloßes Erwähnen reicht mir hier nicht so richtig.

  • So wunderbar er ja beschrieben wird, ein wenig "verschissen" hat er ja bei mir dadurch, daß er wohl nur auf Äußerlichkeiten steht.

    Na, ich denke man kann die Liebe nicht steuern. Blonde junge Frauen wecken bei vielen Männern Gefühle. Das ist tatsächlich genetisch bedingt. Hab ich mal eine Abhandlung drüber gelesen. :lache

    Hollundergrüße :wave




    :lesend

    Lincoln-Highway - Amor Towles


    (Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will - Jean Rousseau)