'Die an den Tod nicht glauben' - Seiten 136 - 205

  • Ich kann mir nicht helfen, aber ich mag Czerny. Er ist anders als die anderen, alleine seine Essgewohnheiten sind ja schon speziell. Aber gut, manche Menschen sind so und Vegetarier sind damals wohl eher sehr selten.

    Alles in allem wirkt er einfach wie ein typischer Charlie Charakter.


    Perdita hat sich eine Meinung über ihn gebildet und von der will sie gar nicht abweichen habe ich das Gefühl. Am Ende muss sie echt noch einiges lernen im Leben. Sie ist ja schon sehr behütet worden.


    Tadeus mag ich nicht, aber ich halte ihn einfach für einen Arsch. Ich hab ja eher Eugen in Verdacht, der in hündischer Ergebenheit alles aus dem Weg räumt, von dem er glaubt, dass es Tadeus Kreise stören könnte.


    Charon und Tadeus sind definitiv keine Freunde, ich hab eher den Eindruck, dass Charon Tadeus eher studiert und beobachtet.


    Minda wird mir immer unsympathischer. Sie schmeißt ihr Leben für nen Kerl weg, der es nicht wert ist. Um ihretwillen kann man nur hoffen, dass sie noch die Kurve kriegt.


    Und Isolde :love:. Sie ist eigentlich meine liebste Frauenfigur, die ist patent und lässt sich die Butter nicht vom Brot nehmen. Und sie tut Dieter definitiv gut

  • Ja, Isolde ist toll. So einfach und doch so patent. Oder gerade deswegen.


    Minda ist einfach verblendet, Tadeus ist wie ein Virus, einmal eingefangen, bekommt man ihn nicht mehr los. Sie ist ihm verfallen und hat nicht die Stärke zu erkennen, dass er sie nur benutzt hat. Egal wie oft er es ihr sagt, sie will das Ende nicht wahr haben.


    Der Maler tut mir echt leid. Er mag sie wirklich und möchte ihr helfen.


    Mit Czerny bin ich inzwischen auch unsicher welche Rolle er spielt. Aber wie Isolde sagt, wer gut zu seinen Tieren, in dem Fall sind es die Pferde, ist, kann kein schlechter Mensch sein.


    Und Perdita? Auf welchem Kriegszug ist sie? Das nächste Opfer von Tadeus? Oder steckt da mehr dahinter?

    Ich hoffe ja, dass Schultz noch eine Entdeckung macht, die alles aufklärt.

  • Ja Czerny mag ich auch, ich traue ihm allerdings nicht ganz über den Weg, dass ein Mann, der gut zu seinen Tieren ist, ein guter Mensch sein muss, da geht es mir wie Dieter, das ist mir zu naiv gedacht.


    Minda tut mir einfach nur leid, ich hoffe, sie schafft es noch von Tadeus loszukommen.


    Isolde ist einfach toll, die Frau hat das Herz am rechten Fleck, ich kann ihr sogar verzeihen, dass sie ihren Didi erst heiraten will, wenn er Karriere macht, obwohl das ja ein ziemlich unsympathischer Zug ist.

    Gewundert hat mich, dass um diese Zeit schon einen organisierten Tierschutz gibt, das hätte ich nicht gedacht.

  • Ich hab ja eher Eugen in Verdacht, der in hündischer Ergebenheit alles aus dem Weg räumt, von dem er glaubt, dass es Tadeus Kreise stören könnte.

    Eugen als Täter ist eine Gute Idee. Immer präsent, aber nie richtig im Fokus.


    Und Isolde :love:. Sie ist eigentlich meine liebste Frauenfigur, die ist patent und lässt sich die Butter nicht vom Brot nehmen. Und sie tut Dieter definitiv gut

    Ja, das schrieb ich auch schon im letzten Abschnitt. Die Berliner Mundart ist klasse und inhaltlich stimmt bei ihr auch alles.

    Und Dieter soll aus ihrer Sicht ja gar nicht "Karriere machen", sondern sie lediglich finanziell versorgen können. Bei den damaligen Verhältnissen wohl ein legitimer Wunsch.

  • Czerny find ich auch sympathisch, allerdings hat er auch was zu verbergen. Wen hat er da im Keller? Und warum? Ein Kätzchen war das ganz sicher nicht und Mimi darf sich ja auch um die Kleine kümmern - also, wer ist sie?


    Tadeus ist so ein typisches Arschloch, egoistisch bis zum weiß ich nicht und ohne Rücksicht auf andere. Verstehe nicht, wie Eugen ihm so hündisch ergeben sein kann. Aber ob er gerade deshalb vielleicht in die Morde verwickelt ist?


    Minda scheint nicht mehr zu helfen zu sein, sie ist ja total hörig.... Der Maler scheint sie wirklich zu mögen. Aber sie? Irgendwie hat sie schon nen Schuss weg. Wie meinte der Maler am Anfang? Sie ist für ihn verloren, sie würden sie verderben im "schwarzen Ferkel" - und genau das ist passiert.

    Inzwischen wäre sie ein perfektes nächstes Opfer.


    Und Perdita? Die kommt mir manchmal vor wie ein übereifriges verzogenes Kind...

  • Je weiter ich lese, desto verworrener wird es. Aber auf eine schöne, spannende Art.


    Der Czerny hütet (mindestens) ein großes Geheimnis, ob das allerdings zwingend mit den Todesfällen zu tun hat?


    Warum alle um den Tadeú kreisen, verstehe ich nicht wirklich. Was ist dran an dem Mann?

    Ich hab ja eher Eugen in Verdacht, der in hündischer Ergebenheit alles aus dem Weg räumt, von dem er glaubt, dass es Tadeus Kreise stören könnte.



    Die Idee kam mir auch schon, aber warum sollte er die Frauen erst töten, nachdem Tadeú sie sowieso schon "abgeschossen" hat? Oder waren die beiden ähnlich wie Minda nicht davon zu überzeugen, daß es vorbei ist?


    Ich verstehe auch den Maler noch nicht wirklich. Warum warnt er Minda jetzt so eindringlich vor Tadeú? Er war es doch, der Minda erst ins schwarze Ferkel mitgenommen hat (und er hat ganz sicher kommen sehen, was dort passiert)? Warum also nun plötzlich diese Wende?


    Und um noch einmal auf den letzten Abschnitt zurück zu kommen - die Frage ist immer noch, wo ist die Verbindung ins Polizeipräsidium, oder auch ins Leichenschauhaus? Tadeú und Czerny wußten sehr genau über Perdita und Dieter Bescheid.


    Aber jetzt freue ich mich erstmal auf den Auftritt der südländischen Künstlerin Isolde im schwarzen Ferkel. :lache

    "Wie kann es sein, dass ausgerechnet diejenigen, die alles vernichten wollten, was gut ist an unserem Land, am eifrigsten die Nationalflagge schwenken?"
    (Winter der Welt, S. 239 - Ken Follett)

  • Ich verstehe auch den Maler noch nicht wirklich. Warum warnt er Minda jetzt so eindringlich vor Tadeú? Er war es doch, der Minda erst ins schwarze Ferkel mitgenommen hat (und er hat ganz sicher kommen sehen, was dort passiert)? Warum also nun plötzlich diese Wende?

    Wende würde ich es nicht nennen. Er wollte Minda ja nicht mitnehmen ins schwarze Ferkel und hat ja auch klar gesagt, dass sie dann für ihn wohl verloren ist, weil sie dort verdorben würde.

    Und er hatte ja recht damit…

    Ich finde es ehrenwert, dass er sich trotz allem immer noch um Minda sorgt, die ist ja echt nicht nett zu ihm

  • Du hast recht, sie hat ihn gegen seine Bedenken überredet. Das hatte ich nicht mehr so im Kopf.

    "Wie kann es sein, dass ausgerechnet diejenigen, die alles vernichten wollten, was gut ist an unserem Land, am eifrigsten die Nationalflagge schwenken?"
    (Winter der Welt, S. 239 - Ken Follett)

  • Diesen Abschnitt fand ich gelinde gesagt irritierend. :gruebel


    Tadéu „errät“ Perditas Namen. Ich glaube allerdings eher, dass es einen Informanten (von Averdonk?) gibt, der Tadéu und Charon Vertraulichkeiten zu den Fällen zukommen lässt, vermutlich auch Susettes Akte verschwinden hat lassen.


    Was Tadéu angeht: warum sollte er eines Tages einer der „wirklich Großen“ sein? Im Moment halte ich ihn für narzisstisch und manipulativ (angesichts seiner Frauengeschichten und seines „Gefolges“ im Schwarzen Ferkel) und für einen größenwahnsinnigen Schwadronierer.


    Die Szenen mit Dieter und Perdita im Ferkel wirken wie ein Rausch auf mich. Ich finde es sehr dumm von Perdita, einfach mit Charon zu verschwinden. Sie muss doch wissen, dass Dieter sich Sorgen machen wird.


    Mimi ist ein interessanter Charakter. Ich vermute, dass sie Charon aus Dankbarkeit, dass er sie aufgenommen hat, hörig ist. Sie ist sein Werkzeug und ich bin gespannt, wozu er sie noch benutzen wird. Ich bin sehr gespannt, wer oder was „die Kleine im Keller“ ist. Ich finde auch interessant, dass Mimi Tadéu für einen Mann hält, der im Bordell zerstückelte Leichen hinterlassen würde.



    Was mir hier aufgefallen ist, wie sorgsam mit Charon mit seinen Pferden umgeht. Wer so ist, kann eigentlich kein allzu schlechter Mensch sein. Aber wir werden das ja noch sehen, ob das auch hier zutrifft. :grin


    Perdita kann ich immer weniger verstehen: wie unfassbar naiv es doch von ihr ist, mit Czerny nächtens einfach nach Hause zu gehen. Hat sie im Leichenschauhaus nicht schon genug Frauen gesehen, bei denen solche Begegnungen übel endeten? Und ich frage mich: fällt es denn gar nicht auf, wenn sie die ganze Nacht unterwegs ist und nicht nach Hause kommt?


    Auch Mindas Verhalte finde ich dumm – aber sie ist Tadéus hörig, daher schlägt sie Eduard Stückgolds Warnungen in den Wind, der ihr das Bild von Susette zeigt und sagt, dass Frauke auch nur eine Frau in einer endlos langen Kette war. Es fällt auch der Name Manuela, die aber noch am Leben zu sein und Tadéus Alibi zu sein scheint.


    Was Eduard Stückgold da ausspricht, dass die Frauen angeblich Selbstmord begehen und dann allesamt von Czerny beerdigt werden, kann auch für ihn selbst gefährlich werden.


    Mindas Erscheinen im Ferkel finde ich peinlich: sie wird schnöde von Tadéu abserviert, akzeptiert das aber nicht und biedert sich völlig würdelos bei ihm an.


    Was ich mich allerdings frage: anscheinend hängt er nun mit Perdita ab? Das ist ja nun völlig zusammenhanglos und ich frage mich, wie das im nächsten Abschnitt erklärt wird. Auf Isolde im Ferkel bin ich ebenfalls sehr gespannt...


    streifi

    An Eugen habe ich auch schon mal gedacht, ob er nicht hinter Tadéus her aufräumt. :gruebel


    Isolde mag ich auch. Sie ist eine handfeste Pragmatikerin und nicht dumm. Dass sie sich versorgt wissen will, ist legitim. Sie will ja nicht mal Tafelsilber, sondern einfach nur jeden Tag Essen auf dem Tisch.

    Lieben Gruß,


    Batcat batsmile.gif


    Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt (aus Arabien)

  • Czerny find ich auch sympathisch, allerdings hat er auch was zu verbergen. Wen hat er da im Keller? Und warum? Ein Kätzchen war das ganz sicher nicht und Mimi darf sich ja auch um die Kleine kümmern - also, wer ist sie?

    Ich könnte mir vorstellen, dass es seine Schwester ist, vielleicht mit einer Behinderung? Es wird irgendwo erwähnt, "der einzige Mensch den er liebt. " Vielleicht haben ja Bruder und Vater die Kleine misshandelt? Aber das ist zu viel Spekulation.

  • Findus

    An die habe ich auch mal flüchtig gedacht. Es hieß ja, dass sie spurlos verschwunden ist. Aber dann konnte ich mir nicht erklären, warum sie versteckt in seinem Keller haust und hab es - erstmal - wieder verworfen. :gruebel

    Lieben Gruß,


    Batcat batsmile.gif


    Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt (aus Arabien)

  • Wende würde ich es nicht nennen. Er wollte Minda ja nicht mitnehmen ins schwarze Ferkel und hat ja auch klar gesagt, dass sie dann für ihn wohl verloren ist, weil sie dort verdorben würde.

    Und er hatte ja recht damit…

    Ich finde es ehrenwert, dass er sich trotz allem immer noch um Minda sorgt, die ist ja echt nicht nett zu ihm

    Ist ja oft so, gerade auch als Krankheitsbild, dass man Menschen, die einen schlecht behandeln, anziehender findet als diejenigen, die es gut mit einem meinen.

  • Was ich mich allerdings frage: anscheinend hängt er nun mit Perdita ab? Das ist ja nun völlig zusammenhanglos und ich frage mich, wie das im nächsten Abschnitt erklärt wird.

    "Abhängen"? :/

    Tadeú ging es bislang wohl vor allem um Sex und das kann ich mir mit Perdita überhaupt nicht vorstellen. So weit würde sie wohl nicht gehen.

  • Diese besondere Aura muss man wohl einfach glauben. Ich wüsste nicht, wie ein Autor das für alle glaubhaft beschreiben sollte.

    Generell würde ich Dir da zustimmen, aber in dieser speziellen Konstellation, mit dem schönen Czerny an seiner Seite ist es schon irritierend, daß die Frauen ihm offenbar sofort verfallen sind, wo er doch der Beschreibung nach alles andere als attraktiv ist, wenn auch nicht so häßlich wie der Maler (so habe ich das jedenfalls rausgelesen).

    "Wie kann es sein, dass ausgerechnet diejenigen, die alles vernichten wollten, was gut ist an unserem Land, am eifrigsten die Nationalflagge schwenken?"
    (Winter der Welt, S. 239 - Ken Follett)

  • Naja, es gibt Menschen, die einfach ein ganz besonderes Charisma haben. Meist sind sie nicht mal besonders attraktiv, aber sie "haben halt was". Mag sein, dass sie besonders eloquent sind oder dem Gegenüber das Gefühl geben, der schönste / interessanteste / wasauchimmer Mensch der Welt zu sein. So stelle ich mir Tadéus Wirkung auf andere vor. Nicht auf mich, ich halte ihn für einen narzisstischen Schwätzer und Aufsprecher, dem ich alles Mögliche zutraue. :lache


    xexos

    Gegen Ende des Abschnitts wurde ja erwähnt, dass Perdita nun wohl öfter in seiner Umgebung ist. Ich kann das für mich noch nicht so recht einordnen - auch wenn ich natürlich nicht glaube, dass sie ihm auf den Leim gegangen ist. Aber das wird sich sicher im nächsten Abschnitt aufklären, zu dessen Lektüre ich heute abend wohl leider keine Zeit mehr haben werde. ;)

    Lieben Gruß,


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    Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt (aus Arabien)

  • LeSeebär Ist Mick Jagger etwas besonders schön? ;)

    Und einige Frauen werden auch von Macht angezogen. Es ist vielleicht auch gerade das Geheimnisvolle, dass Tadeú so anziehend macht.


    Batcat Ich weiß, das hatte ich im letzten Abschnitt auch gelesen. Ich wies nur darauf hin, dass es für Perdita bestimmt schnell Grenzen gibt. Sie wird das nicht so wie Minda machen.

  • LeSeebär Ist Mick Jagger etwas besonders schön? ;)


    Es geht nicht nur um Schönheit. Bei Mick Jagger ist es sicher hauptsächlich der Erfolg, aber den hat Tadeusz ja überhaupt nicht. Aber ist schon ok, er sorgt offenbar mit Ausstrahlung für Aufsehen.

    "Wie kann es sein, dass ausgerechnet diejenigen, die alles vernichten wollten, was gut ist an unserem Land, am eifrigsten die Nationalflagge schwenken?"
    (Winter der Welt, S. 239 - Ken Follett)